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Der Weg zum eigenen Stil.


Living at Home & Holly - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 24.01.2019

Im Studio mit Holly

Eigentlich möchten wir mal etwas ganz Neues. Aber was passt zu uns, welche Farben, welches Design? Hier zeigt Holly, wie wir ganz einfach erkennen, was wir wirklich wollen. Und wie man in fünf Schritten sein Zuhause verändern kann.

1 – Inspirationen sammeln

2 – Den eigenen Stil erkennen

3 – Ein Projekt planen

4 – Auf Shopping-Tour gehen

5 – Neu kombinieren

HOW TO FIND YOUR STYLE

Artikelbild für den Artikel "Der Weg zum eigenen Stil." aus der Ausgabe 1/2019 von Living at Home & Holly. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Living at Home & Holly, Ausgabe 1/2019

BÜCHER WÄLZEN Wenn sie voller aufregender Farben sind – warum nicht? Holly (rechts) zeigt Nina, wo sie Inspirationen findet.

Das ist Nina. Redakteurin Nina Faecke hat ein schönes Zuhause. Nur ihr Wohnzimmer fand sie ...

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... langweilig, außerdem fehlte ihr darin ein inspirierender Arbeitsplatz. Holly bat sie, zum ersten Gespräch ein paar Dinge von zu Hause mitzubringen, die ihr farblich oder vom Stil gefallen. Als Basis für den ersten Schritt auf dem Weg zur Umgestaltung.

– Inspirationen sammeln.

Bilder, Zeitschriften, Bücher, Postkarten – und natürlich Pinterest & Co sind unerschöpfliche Quellen für Inspirationen.

Nicht nur unter dem Stichwort Interior gucken, sondern auch bei Fashion oder Landschaft. Es geht darum, Anregungen für das Ambiente zu finden, in dem man wohnen möchte. Nina merkte dabei, dass sie schon während der Suche immer klarer und zielgerichteter wurde. Die Gedanken ordneten sich sozusagen. Und Holly hatte noch eine Menge weiterer Tipps für Inspirationen:

• Stoffe Fast alle Stoffhändler versenden auf Anfrage kleine Musterlaschen. Nichts gegen Ausdrucke aus dem Internet, aber echte Stoffproben wirken direkter und bringen durch die Haptik noch eine zweite, inspirierende Ebene mit ins Spiel.

• Tapeten Muster bestellen: Bis zu fünf Stück sind z. B. bei tapetenmarkt.de kostenlos.

• Farben und Karten Von Farbherstellern gibt es Farbfächer (im Fachgeschäft oder online zu bestellen).

• Stimmungsbilder Ausrisse aus Zeitschriften, die Stimmungen wiedergeben, die einen spontan ansprechen: für das Wohlfühl-Ambiente!

Sammeleifer: Muster, Farben, Designs gesucht!

TON-LEITER Dank der Collage wird klar: So will ich leben!


2 – Erstelle dein Moodboard.

Was ist dir wichtig?
Die rund 30 wichtigsten Bilder, Muster und sogar kleine, lieb gewordene Accessoires aus dem eigenen Fundus werden zu einem Moodboard gelegt. Für Nina gleich ein weiteres Aha-Erlebnis: „Da war eine Linie zu erkennen – und bestimmte Farbtöne, die aber toll zusammen wirkten.” Das Grundgefühl, eine Stimmung für den neu zu gestaltenden Raum war damit fast schon entschieden. Trotzdem muss man auch in dieser Phase wichtige Fragen klären.

Wie sollen Farben gewichtet werden?
Nina zum Beispiel entschied sich für Nudetöne, warmes Gelb und tiefes Grün. Aber welcher Ton sollte vorherrschen, welcher zum Akzentton werden? Dazu die Farbproben nebeneinanderlegen und mit der Gewichtung experimentieren!

Was fehlt?
Farben erzeugen Stimmungen, Wärme oder Kühle. Holly riet Nina, etwas Schwarz- Weiß zu der Mischung zu geben: Das wirkt modern, passt zu allem und gibt einem Ambiente mehr Klarheit.

Wie wird es außergewöhnlich?
Ein schöner Raum braucht Persönlichkeit, und die hat mit der eigenen Geschichte zu tun: Deshalb an Erinnerungen, Mitbringsel, alte Fotos und Bilder als Teil der neuen Einrichtung denken. Sie gehören zu uns!

„Einrichten heißt auch auswählen. Manchmal muss man eine Idee fallen lassen, um die Wirkung einer anderen zu verstärken”

3 – Plane dein Projekt.

Die Überlegungen werden mit dem Grundriss abgeglichen, und die Entscheidung für die Wandfarben fällt. Holly gibt Nina ein paar Tipps für die Schreibtisch-Suche: pflegeleichtes Material, eine tolle, aber eher unempfindlich dunkle Farbe, abgerundete Ecken, weil sie gerade im Wohnraum gefälliger wirken. Wichtige Stichworte: Welche Funktionen hat der Raum, wie werden sie gewichtet, welche Möbel und Accessoires muss der Raum dafür enthalten? Und: Welches Budget ist für die Veränderung da? Was muss sofort angeschafft werden, was kann warten? Was bleibt, was geht?

Wände streichen Steckdosenabdeckungen entfernen, Ränder gut abkleben, grundieren – und mit den Ecken, einem Pinsel oder einer kleinen Rolle beginnen!Möbel bestimmen Auf Lieferfristen achten, das wichtigste Stück notfalls vorbestellen!Leuchten Wo wird Licht gebraucht, welche Art von Leuchte wird also benötigt?Adressen suchen Liste von Interior-Läden in der Nähe anlegen, jeweiligen Stil checken.Zeitmanagement Einen definierten Rahmen setzen: Gibt es einzelne Phasen in dem Umgestaltungsprojekt? Wann genau soll jede einzelne beendet sein?

ÜBERBLICK Grundrisse helfen, Funktionsbereiche im Raum zu gewichten.

HIER STIMMT ALLES Farben und Stil der Stühle passen zum Wohnund Arbeitsbereich.

4 – Gemeinsam auf Shopping-Tour.

Vor der großen Materialschlacht sollten ein paar Dinge klar sein: Welche Stücke geben nach der neuen Interior-Planung den Ton an, welche Dimensionen haben sie, welchen Raum nehmen sie ein? Dann kann man Platz und Größen für Details entscheiden. Unentschlossen? Inspirationen gibt es unter anderem auf den Seiten bekannter Designer, die mit dem Thema Maßstab spielen, z. B. Jonathan Adler. Wichtig bei der Auswahl der Accessoires und Kleinmöbel sind auch Materialien: Glatte und glänzende am besten mit haptisch interessanten, strukturierten abwechseln! „Ein guter Mix bedeutet Wärme, Struktur und Besonderheit!”, sagt Holly. Drei bis fünf verschiedene Muster mittelgroßer Dinge verträgt ein Raum problemlos, dazu können ruhig auch gemusterte, kleinere Accessoires kommen, schwarzweiße Stücke bringen Ruhe. An Regale denken, auf denen man inspirierende Dinge ausstellt, die man dann immer mal wieder auswechseln kann. Tipp: Zum Shopping ein Foto vom eigenen Moodboard als DIN-A3-Ausdruck mitnehmen!

BEUTEZUG Holly und Nina waren erfolgreich: Bei Lys Vintage in Hamburg haben sie tolle Accessoires gefunden.


4 – Gemeinsam auf Shopping-Tour.

Vor der großen Materialschlacht sollten ein paar Dinge klar sein: Welche Stücke geben nach der neuen Interior-Planung den Ton an, welche Dimensionen haben sie, welchen Raum nehmen sie ein? Dann kann man Platz und Größen für Details entscheiden. Unentschlossen? Inspirationen gibt es unter anderem auf den Seiten bekannter Designer, die mit dem Thema Maßstab spielen, z. B. Jonathan Adler. Wichtig bei der Auswahl der Accessoires und Kleinmöbel sind auch Materialien: Glatte und glänzende am besten mit haptisch interessanten, strukturierten abwechseln! „Ein guter Mix bedeutet Wärme, Struktur und Besonderheit!”, sagt Holly. Drei bis fünf verschiedene Muster mittelgroßer Dinge verträgt ein Raum problemlos, dazu können ruhig auch gemusterte, kleinere Accessoires kommen, schwarzweiße Stücke bringen Ruhe. An Regale denken, auf denen man inspirierende Dinge ausstellt, die man dann immer mal wieder auswechseln kann. Tipp: Zum Shopping ein Foto vom eigenen Moodboard als DIN-A3-Ausdruck mitnehmen!

STELLPROBE Der Profihilft beim Möbelrücken: Holly gibt Tipps, wie Ninas Auswahl am schönsten zur Geltung kommt. Auch für den Akzent in Schwarz-Weiß ist gesorgt (Grafik: Ralf Nietmann).


5 – Kombiniere neu.

Das Zimmer, das man umgestalten will, sollte restlos leer geräumt sein (ist es nach dem Streichen vermutlich sowieso). Jetzt hat die Tapete, falls sie zur neuen Einrichtung gehört, ihren großen Auftritt. Danach wird der Platz für die Möbel bestimmt, dabei kurz auf die Funktion des Zimmers besinnen: Was ist wirklich wichtig, worum geht es mir, welche Möbel mit welchen Funktionen stehen also im Fokus? Dann werden Teppiche ausgelegt und anschließend die Möbel platziert. Zum Schluss noch Vorhänge oder Rollos aufhängen sowie alle Leuchten, Spiegel und Bilder an der richtigen Stelle platzieren – währenddessen immer mal wieder aufs Moodboard schauen, ob das, was man wollte, mit dem, was man schon sieht, stimmungsmäßig im Einklang ist. Bei der Mischung von Accessoires und Kleinmöbeln darauf achten, dass sich verschiedene Höhen abwechseln. Und bei allem, was behalten und nicht ausgemustert wird, überlegen, ob man es wirklich sehen soll: Müssen Bücher in die Regale? Was soll prominent auf dem Couchtisch stehen? Immer daran denken: Es sind letztlich nicht nur Farben, sondern auch die Dinge selbst, die das Wohngefühl beeinflussen. Eventuell schöne Kisten und Körbe aufstellen (oder noch dazukaufen), in denen man weniger Dekoratives verstaut.

VIELSEITIG Ein Regal bringt Lieblingsdinge groß raus – und ist dabei wandelbar wie ein Wechselrahmen.


Und das sagt Nina: „Mit dem Fahrplan von Holly war alles ganz einfach: Ich traue mich jetzt, Töne miteinander zu mixen, weil das Gefühl dafür tatsächlich gewachsen ist. Und ich schaue ständig nach neuen Anregungen. Interessant ist, dass man dabei s


Fotos Brita Sönnichsen Text Silke Pfersdorf

PRODUKTION: ANDREAS LICHTENSTEIN, HAIR/MAKE-UP: CLAUDIA WEGENER-BRACHT, PR (2); GRUNDRISS: NIUSCHA BARZIN