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Derbste Electro-Beats und wummernde Subs


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Beat - epaper ⋅ Ausgabe 5/2020 vom 01.04.2020

Es grenzt schon an ein kleines Wunder, dass „Pray For Me“ im alltäglichen Radio läuft, denn wann sind dort schon extrem verzerrte Electro-Beats in Kombination mit düster-heroischen Raps zu hören? The Weeknd und Lamar haben es dennoch geschafft, denn im Kontrast zu Beat und Bassline stehen emotionsgeladene Melodien und Gesang. Aber was macht den markanten Beat hier aus?


Deconstructed: The Weeknd & Lamar - ...

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Bildquelle: Beat, Ausgabe 5/2020

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1 Grundlage

Prägnant ist vor allem die superfette Kickund Sub-Bass-Kombination im Zusammenspiel mit verzerrten Toms, die dem Beat sogar einen leicht melodischen Touch geben. Einen Beat wie diesen zu erzeugen, ist erst einmal nicht weiter schwer. Als Basis-Kit laden wir S912 Love aus der Analog 808 Expansion unseres Beat Studios auf der DVD in den Geist Lite

2 Congas/Toms

Bei 100 BPM sitzt die Kick immer auf Beat 1 und 3, sowie auf dem 16-tel vor der 2 und 4, wo sich die Snare findet. Die Congas der Pads 13 und 15 setzen wir in jedes zweite Off und ein 16- tel dahinter, wodurch die sich steigernde Melodik zustande kommt. Im siebten Viertel spielen die Congas ein umgekehrtes Muster, wie im Screen oben zu sehen.

3 Kick per Synth

Damit ist der Grundbeat erstellt, wenngleich der Sound noch nicht passt. Vor allem die Kick röchelt eher vor sich hin anstatt zu drücken und zu schieben. Also muten wir sie kurzerhand, kopieren ihr Pattern auf eine neue Spur und laden dort den Thorn Solo, um damit den gewünschten Rumms zu erzeugen. Stellen Sie für OSC 1 die Triangle-Wellenform ein.

4 Bass-Distortion

Diese hat mehr Druck als ein Sinus. Bei ENV 1 pegeln wir Decay auf 13% ein und verbinden die Hüllkurve mit All OSC Pitch in der MOD MATRIX. Als DEPTH genügen uns 35%. Spielen Sie aber sowohl mit diesem Wert und der Länge des Decay, um den Punch nach Beliebe anzupassen. Bei den EFFECTS bringen wir mit 13 % DRIVE bei DISTORTION Schmutz ins Spiel.

5 Beat-Overdrive

Bei MIX genügen übrigens 35%, sonst wird das Ergebnis zu brutal und verliert an Masse. Zurück zu den Drums, denen fehlt noch Dreck, den wir per Overdrive erzeugen. Wir verwenden das interne Plug-in von Ableton Live mit Drive 69%, Tone 47% und Dry/Wet 30%. Alternativ können Sie die Freeware Rough Rider 3 nutzen und alle Parameter auf das Maximum stellen.

6 Verkleben

Im Screen sehen Sie die Settings für beide Plug-ins. Beim Rider erzeugen vor allem Attack und Release mit den Extremeinstellungen für ordentlich Verzerrung. Beat und Bass führen wir schließlich zu einer Gruppen- bzw. Bus- Spur und laden dort einen Kompressor, der mit Threshold -30 dB und ebenfalls kurzem Attack und Release für den finalen Druck sorgt.