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Detlev Buck & Jannis Niewöhner: Alphamännchen sind peinlich


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 34/2018 vom 17.08.2018

Der eine ist Deutschlands Kult-Regisseur: Wer hat nicht „Männerpension“ gesehen oder „Bibi und Tina“? Der andere der deutsche Nachwuchsstar. Und gemeinsam haben sie jetzt einen Ganovenfilm gedreht. Ein Gespräch über harte Kerle und starke Frauen


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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 34/2018

Zwei Generationen, ein abgewetztes Sofa: Regisseur Buck und sein Jungstar Jannis Niewöhner (l.)


KINO-TIPP

„Asphaltgorillas“, ab 30. 8. im Kino. Detlev Buck hat den Ganovenfilm in Berlin gedreht. Jannis Niewöhner spielt darin die Hauptrolle: Franky, der sich auf eine Falschgeld-Nummer einlässt. Stefanie Giesinger (Foto) ist seine Kino-Freundin Oksana

BILD der FRAU:Jannis, was ...

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Jannis Niewöhner: Ganz ehrlich? Nicht viel(lacht) .
Detlev Buck: Ich müssteihn bewundern! Meine Töchter fahren nämlich total auf ihn ab.
Niewöhner: Also, was ich schon toll finde, ist, dass Buck immer genau sagt, was er denkt. Er ist so schonungslos ehrlich, dass ich manchmal zusammengezuckt bin. Aber das bringt einen weiter! Da kann ich viel mehr dabei lernen als bei einer falschen, aufgesetzten Höflichkeit.
Herr Buck, nach „Bibi und Tina“ nun ausgerechnet ein Ganovenfilm – warum das?
Ich probiere immer mal wieder was Neues aus. Auf „Asphaltgorillas“ kam ich über die Kurzgeschichte „Der Schlüssel“ von Ferdinand von Schirach. Wir haben daraus dann eine Gangster-Groteske wuchern lassen.
In welchen Situationen lassen Sie selbst den Macho, also den „Gorilla“, raushängen?
Buck: Gar nicht. Ich finde Alphamännchen peinlich. Das sind für mich Männer, egal ob sie im Vorstand oder in einer Shisha-Bar sitzen, die sich über Macht und Status definieren. Sie schmücken sich mit schönen Uhren und schönen Frauen und vielen anderen schönen Dingen. Der Film macht sich ja auch über genau dieses Verhalten lustig.
Niewöhner: Geht mir ähnlich. Aber ich liebe solche Sozialstudien. Ich war eine Zeitlang in einem Fitness-Studio in Berlin-Lichterfelde. Da trainierten nur so Schränke. Und ich habe mich gefragt, ob die sich wirklich sexy fühlen mit ihren aufgepumpten Körpern.
Buck: Natürlich fühlen die sich sexy! Das wird ihnen doch auch von einigen Frauen gespiegelt. Wenn Frauen sagen würden, wir wollen wieder langhaarige Kerle mit normalen Körpern, würden die Männer auch nicht diese kurz geschorenen Frisuren und Muskelberge tragen.
Was macht für Sie denn eine starke Frau aus?
Buck: Komplette Unabhängigkeit. Frauen, die jederzeit sagen: Ich brauche keinen Mann, um mich zu definieren. Frauen, die sich für ihr eigenes Leben entscheiden.

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Niewöhner: Mir fällt dazu das Wort „Aushalten“ ein. Meine Mama – denke ich oft – nimmt zum Beispiel wahnsinnig viel auf sich, um mich und meinen Vater auszuhalten(lacht ). Und sie hat bei Familienfesten immer den kompletten Überblick, wir sind da eher die Handlanger. Sie gibt alles für uns und ist wirklich eine starke Frau.
Buck: Moment! Ich habe auch Jannis Vater kennengelernt, Bombentyp. Wirklich. Ich mag übrigens auch Frauen, die was wagen. Im Film fällt mein Lieblingssatz: „Man muss manchmal das machen, wovor man Angst hat.“ Eine fantastische Lebenseinstellung! Wenn man nie ein Risiko eingeht, das ist doch langweilig.
Detlev Buck, Sie haben drei Töchter …
… alles starke Frauen. Sie haben ja auch eine starke Mutter!
Und Ihre älteste Tochter Bernadette hat sogar schon einen Film produziert?
Mittlerweile macht sie alles. Sie organisiert Schultheater, hilft Flüchtlingen und Obdachlosen. Sie setzt sich überall ein und powert sich total aus. Eben eine starke Frau.

ZUR PERSON: JANNIS NIEWÖHNER

GEBURTSTAG: 30. 3. 1992 (Widder) in Krefeld.
KARRIERE: 2002 Debüt im „Tatort – Fakten, Fakten“, 2013 „Rubinrot“, 2014 „Saphirblau“, 2016 „Smaragdgrün“, 2017 „High Society“, diverse Rollen in TV-Filmen wie „SOKO Stuttgart“, „Der Alte“, „Stolberg“ 2017 ZDF-Dreiteiler „Maximilian: Das Spiel von Macht und Liebe“.
PRIVAT: 2012-2016 liiert mit Emilia Schüle, Single, lebt in Berlin.

Nur Faxen im Kopf. In München trafen wir die Filmmacher zum Gespräch


ZUR PERSON: DETLEV BUCK

GEBURTSTAG: 1. 12. 1962 (Schütze) in Nienwohld (Schleswig-Holstein)
KARRIERE: 1991 erster Kinofilm „Karniggels“, 1993 „Wir können auch anders“, 1995 „Männerpension“, 2007 „Hände weg von Mississippi“, 2011 „Rubbeldiekatz“, 2012 „Die Vermessung der Welt“, 2014 „Bibi und Tina“, 2017 „Das Pubertier“.
PRIVAT: Seit über 30 Jahren mit Lisa Knoller liiert, 3 Töchter: Bernadette Sophie (32), Emma (19), Klara (16), lebt in Berlin und in Nienwohld.


Fotos: A-way, API, Brauer, Constantin Film, Dani Heyne (2), Enes Kucevic, Star Press