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DEUTSCHE DIABETES FÖDERATION


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Diabetes-Journal - epaper ⋅ Ausgabe 12/2022 vom 25.11.2022
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Bildquelle: Diabetes-Journal, Ausgabe 12/2022

Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde,

„we are one“ lautete das Motto des diesjährigen #KidsKon, dem Kongress für Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes. Das Motto bringt zum Ausdruck, dass niemand mit seinem Diabetes allein bleiben oder allein zurechtkommen muss und dass die Diabetes-Community zusammensteht und zusammenhält. Ist „we are one“ nicht ein wunderbares Leitmotiv für die gesamte Selbsthilfe und Diabetes-Betroffene jeden Alters? Mir spricht das aus dem Herzen!

Als die Deutsche Diabetes Föderation (DDF) im Sommer 2016 gegründet wurde, machten wir uns von Anfang an für eine geeinte Diabetes-Selbsthilfe stark. Wir hatten dafür weitere Bundesorganisationen angesprochen und waren offen für eine komplette Neuorganisation. Diese Idee verfolgten wir stets weiter. Was mit dem Runden Tisch Diabetes der vier großen Diabetes-Selbsthilfeverbände 2017 begann, mündete 2018 in der Diabetiker ...

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... Allianz (DA), die zu den Schwerpunkt-Themen Versorgung, Prävention, DMP und Patientenvertretung gegenüber der Politik mit einer Stimme spricht. Wichtige Forderungen und Stellungnahmen werden mittlerweile untereinander abgestimmt und gemeinsam unter dem Dach der DA in Berlin adressiert – einige Punkte fanden den Weg in das Koalitionspapier. Es war also ein wichtiger und richtiger Schritt, sich gemeinsam Gehör zu verschaffen.

Noch dicke Bretter zu bohren!

Doch es steckt auch Wunschdenken in dem Slogan „we are one“. Noch ist das Zielbild eines geeinten Bundesverbands der Diabetes-Selbsthilfe nicht gemeinsam entwickelt. Es ist auch nicht trivial, denn es gilt, gewachsene Strukturen zu verlassen. Hinzu kommt: Den Aktivitäten auf Bundesebene stehen unsere föderalistischen Strukturen dysfunktional entgegen. Diese Problematik ist uns allen aus den Ministerpräsidentenkonferenzen mit dem Bund zu den Corona-Schutzmaßnahmen wohlbekannt. Will man die Möglichkeiten der Selbsthilfe verstehen, muss man sich mit dieser Aufgabenteilung von Bund und Ländern auseinandersetzen. Einerseits können wichtige Aspekte der Patienten- und Interessenvertretung nur über Bundesorganisationen auf Bundesebene ausgeübt werden. Andererseits ordnet unsere föderale Struktur wesentliche Kompetenzen im Gesundheits- und Bildungswesen klar den Ländern zu. Hier sind dezentrale Aktivitäten der Landesverbände in hohem Maße gefordert, um die Interessen der Diabetesbetroffenen auf Landesebene zu platzieren. Unsere Aufgabe in den nächsten Monaten wird es sein, die unterschiedlichen Handlungsstränge intensiv zu koordinieren und zusammenzufügen.

Eine geeinte Selbsthilfe bringt alle voran!

Das Projekt der Patienten-Coaches (PaCo) macht die Notwendigkeit der geeinten Selbsthilfe beispielhaft deutlich: Ziel ist, das Konzept der Diabetes Guides DDF über die Verbandsgrenzen (Diabetes und andere chronische Erkrankungen) hinweg zu erweitern und das Qualifikationskonzept interessierten Organisationen und Betroffenen deutschlandweit zugänglich zu machen. PaCo muss in die Regelversorgung durch „Selbsthilfe auf Rezept“! Es sind koordinierte Kraftanstrengungen auf allen Ebenen und von allen Seiten erforderlich, um die gesundheitspolitischen Entscheider zu überzeugen, dass qualifizierte Betroffene einen wertvollen und relevanten Beitrag im Gesundheitssystem leisten können. Diese Notwendigkeit wächst, denn wir alle erleben täglich die sich verschärfenden Engpässe in der medizinischen Versorgung.

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Gerade jetzt muss die Selbsthilfe die Kräfte bündeln und die Zusammenarbeit intensivieren, sei es die Verzahnung zwischen Landesorganisationen und DDF-Bundesverband, das Zusammenrücken der DDF mit den anderen großen Organisationen der Diabetes-Selbsthilfe oder anderen Diabetes-assoziierten Erkrankungen. Verbänden, denen keine Bundes-Organisationen voranstehen, bieten wir Kooperation an, um deren Interessen auf Bundesebene mit zu vertreten.

Nicht zuletzt gilt es, neue Mitglieder zu gewinnen, denn die Aktivitäten der Selbsthilfe dürfen kein Selbstzweck sein. Unsere Mitglieder können vielfältige Angebote zur Bewältigung ihres Diabetesalltags nutzen – und sie sind dabei nicht allein. „We are one“ – wir stehen an Ihrer Seite und machen uns für eine bestmögliche Versorgung aller Diabetes-Betroffenen stark – auch in schwierigen Zeiten. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch im Namen des gesamten Vorstands eine besinnliche Weihnachtszeit, die besten Wünsche für die Gesundheit und viel Zuversicht für das kommende Jahr!

DR. KLAUS-DIETER WARZ

We are one – das #KidsKon-Live-Event

Endlich fand der #KidsKon wieder in Präsenz statt, nachdem zwei lange Jahre der Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen mit Diabetes über digitale Events und Webinare gehalten wurde. Zirka 1500 Teilnehmende konnten sich am 24. September 2022 davon überzeugen, wie das Motto „we are one“ mit Leben erfüllt wurde – sei es in der Ausstellung, mit einem breit gefächerten Angebot an den Ständen oder bei Vorträgen, Workshops und interaktiven Sessions. Am Ende eines aufregenden Tags gab es nur glückliche Gesichter. „Schön, dass nach der Zwangspause so viele Diabetes-Betroffene nach Frankfurt am Main gekommen sind und den dritten KidsKon zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Die positiven Rückmeldungen sind für das Organisationsteam der größte Dank für sechs Monate intensive Arbeit!“, freut sich Projektleiterin und BdKJ-Präsidentin Jutta Bürger-Büsing.

Unser großer Dank gilt den Besucherinnen und Besuchern, dem Organisationsteam und den Helfern, den Referentinnen und Referenten, den Schirmherren, den Unterstützern sowie allen Sponsoren und Ausstellern. Hervorheben möchten wir dabei ausdrücklich die GKV-Gemeinschaftsförderung der Selbsthilfe auf Bundesebene und die AOK Gesundheitskasse/ Bundesverband.

Herzlichen Glückwunsch!

DDF-Geschäftsführer Manfred Flore feierte Anfang November seinen 70. Geburtstag. Wir gratulieren auch auf diesem Weg und an dieser Stelle sehr herzlich!

Seit Gründung der DDF verstärkt Manfred Flore als ehrenamtlicher Geschäftsführer das Leitungsteam der Deutschen Diabetes Föderation e. V. (DDF) mit seiner langjährigen Erfahrung und Kompetenz. Dabei geht das Spektrum des gesellschaftlichen Engagements des ehemaligen Bürgermeisters und Kommunalpolitikers weit über die Selbsthilfe und das Verbandswesen hinaus. Denn der Begriff „Unruhestand“ ist dem Nordhessen sprichwörtlich auf den Leib geschrieben. Wir sind sehr dankbar, dass Manfred Flore mit seiner souveränen Art und nicht zuletzt seinem feinen Humor die Geschicke der DDF und die Vorstandsarbeit so intensiv unterstützt.

Mit den besten Wünschen für das neue Lebensjahr! Der Vorstand der Deutschen Diabetes Föderation e. V.

Die „Wieland-Stiftung Diabetes im Alter“ im Jahr 2022

Die Pandemie hatte erneut erhebliche Auswirkungen auf die Arbeit der Stiftung. So blieben viele Pflege-Einrichtungen aus personellen Gründen sehr zurückhaltend, was Angebote der Mitarbeiterschulung betraf. Dennoch arbeiten wir weiter am Schulungskonzept, das wir in Arbeitsgruppen an die Bedürfnisse der unterschiedlichen Zielgruppen anpassen wollen. Im Rahmen unserer politischen Arbeit konnten wir mit dem Gesundheitspolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Jochen Haußmann in einem Hintergrundgespräch unsere Anliegen zur Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Diabetes im Alter vortragen. Dies ist in eine parlamentarische Anfrage eingeflossen. Die Konstanzerin Dr. Anne-Dorothe Brunn, geb. Beckmann, hat die Wieland-Stiftung testamentarisch bedacht. Wir wollen den Betrag für die Aufwendungen eines ehrenamtlichen Projekts der Stiftung verwenden. Darüber werden wir gesondert berichten. Dafür sind wir für weitere Spenden dankbar.

DR. ALBRECHT DAPP

Bald ist Weihnachten …

Wie immer blickt man in dieser besinnlichen Zeit zurück auf das vergangene Jahr, erinnert sich, bewertet und denkt auch schon an Neues.

Auch wir als DBW hatten ein ereignisreiches Jahr. Viele Aktionen waren wieder in Präsenz möglich. Unser Gruppenleiterseminar bot regen Austausch und bildete in „Neue Medien“ sowie „gewaltfreie Kommunikation“ weiter. Auf dem ADBW-Jahreskongress wiesen wir auf die Wichtigkeit der Selbsthilfe hin. Bei Gesundheitstagen z.B. von Bosch ging es uns um Diabetes-Prävention durch bewusste Ernährung sowie Hilfe zur Selbsthilfe. Im Städtischen Klinikum Karlsruhe lernten sich Selbsthilfegruppen und die jeweiligen Ansprechpartner in der Klinik kennen, denn Betroffene profitieren enorm von einer Zusammenarbeit aller. Kinder kamen mit dem zweiten Barcamp und im Kletterpark wieder in Kontakt zu anderen, und neu erkrankte konnten sich mit erfahrenen austauschen.

Angesichts der Not in der Ukraine riefen wir zu Spenden für Menschen mit Diabetes auf. Für Geflüchtete waren wir eine erste Anlaufstelle in Baden-Württemberg. Hier konnten sie sich mit lebenswichtigem Insulin eindecken und die Zeit bis zum Arztkontakt überbrücken. In einem Workshop informierten wir sie über den Diabetesalltag in Deutschland und verbrachten einen spannenden Nachmittag im Karlsruher Zoo. Auch den Weltdiabetestag haben wir in diesem Jahr wieder – gemeinsam mit der ADBW – für eine Podiumsdiskussion mit Politikern im Stuttgarter Rathaus genutzt, um uns für die Belange Diabetes-Erkrankter einzusetzen.

Nur das Engagement vieler ehrenamtlich Tätiger im DBW ermöglichte all diese Aktionen. Ihre Mitgliedsbeiträge sowie Fördergelder unserer zahlreichen Fördermitglieder (www.diabetiker-bw. de/mitglied-werden/foerdermitgliedwerden/foerdermitglieder/ – schauen Sie vorbei, bestimmt finden Sie auch eine Institution in Ihrer Nähe) machen die erfolgreiche Umsetzung und die Arbeit der Geschäftsstelle möglich. Dafür sowie für das Vertrauen danken wir allen Mitgliedern und Beteiligten herzlich, verbunden mit den besten Wünschen für besinnliche Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel.

DER VORSTAND DES DBW

Termine 2022

19.12.2022 – 08.01.2023: In der Zeit bleibt die Geschäftsstelle des DBW geschlossen.

Termine 2023

13. – 15. Okt. 2023: Gruppenleiterseminar und Delegiertenversammlung

Meine Erlebnisse und Erfahrungen mit Diabetes mellitus Typ 1, Teil 3

In den 1970er-Jahren kamen allmählich Möglichkeiten auf, den Urinzucker selbst zu bestimmen, z.B. mit den gelben Glukotest-Streifen. Man musste ein Stückchen des Streifens von der Rolle abreißen, es mit Urin in Kontakt bringen und warten, wie stark der benetzte Bereich sich grün verfärbte. Die Verfärbungsstärke war ein Indiz für den Zuckergehalt im Urin und damit indirekt für den Blutzucker, wenn dieser über die Nierenschwelle angestiegen und der Urin noch nicht lange in der Blase war.

Erst etwa 1970 kam mit dem Reflomat ein auch zu Hause verwendbares Blutzuckermessgerät heraus. Es war ein ca. 1,1 kg schwerer, orangefarbener Kasten, der ans 220-V-Netz angeschlossen werden musste und bei dem durch Verdrehen einer Stellscheibe, bis der Zeiger in der Skalenmitte war, der analog dargestellte Zuckerwert ermittelt werden konnte. Die Zucker-Messmöglichkeiten haben sich im Lauf der technologischen, therapeutischen und medizinischen Weiterentwicklungen, ebenso wie die Insulin-Arten, vielfältig weiterentwickelt und verbessert. Heute gibt es für alles Teststreifen und es wird fast nur noch digital gemessen. Messergebnisse hat man nach wenigen Sekunden.

Meine erste Insulinpumpe erhielt ich 1986 an der Uniklinik Ulm bei Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Ernst-Friedrich Pfeiffer. Es war eine Betatron II von Lilly. Bei meinem Aufenthalt in der Uniklinik Ulm durfte ich auch einmal für 24 Stunden ans „Küpa“ (künstliches Pankreas), das den Blutzucker kontinuierlich aufzeichnete und das Insulin bedarfsgerecht und entsprechend der Kohlenhydratmenge abgab. Am Küpa konnte ich damals deshalb auch problemlos ein halbes Pfund Süßkirschen essen!

2005 hatte ich öfters unerklärliche niedrige Zuckerwerte. Mein Diabetologe, Dr. Konrad Bacher in Stuttgart, vermutete eine ungenügende Kohlenhydratverdauung und veranlasste einen Test auf Gluten-Unverträglichkeit, und siehe da, ich hatte Zöliakie! Dies ist eine m. E. viel heimtückischere Krankheit als Diabetes, da man nicht immer erkennen kann, ob die Nahrung oder das Mittel, das man zu sich nimmt, wirklich glutenfrei ist. Je nach Unverträglichkeitsgrad des Patienten können schon kleinste Mengen Gluten ausreichen, dass Unwohlsein oder Durchfall auftritt. Ich musste mich also nun mit glutenfreier Diabeteskost ernähren.

2014 bekam ich derartig furchtbaren Durchfall, magerte wieder einmal stark ab, auf 50 kg bei 1,75 m Körpergröße. Dieser Durchfall konnte einzig und allein mit einer Steroid-Behandlung im Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) in Stuttgart bei Prof. Dr. Eduard F. Stange in den Griff bekommen werden. Anschließend wurde bei mir eine Autoimmun-Enteropathie diagnostiziert. Aber mir ging es wieder viel besser! Seit mir mein Hausarzt 3 mg Budenofalk pro Tag verordnet hat, was eine „Off-label“-Behandlung darstellt, habe ich keine Probleme mit dem Stuhlgang mehr.

2019 wurde ich, ebenfalls im RBK, wegen fortgeschrittener Blinddarmentzündung und wegen eines Konglomerattumors im Bauchraum operiert, vier Wochen später wegen Dünndarmhernien im Klinikum Ludwigsburg. Mein Darm ist jetzt ca. 75 cm kürzer. Aber das macht nichts, er ist immer noch lang genug.

Wieder hatte ich Durchfall. Als Ursache wurde im RBK die wegen der vorausgegangenen Operationen fehlende Pforte zwischen Dünn- und Dickdarm festgestellt. Dadurch gelangte Gallenflüssigkeit in den Dickdarm und bewirkte, dass der Stuhl nicht fest und geformt wurde. Durch Einnahme von Colestyramin bekam man auch dieses Problem in den Griff.

Im September desselben Jahres bestätigte mir Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Detlef Schuppan von der Universitätsmedizin Mainz, dass ich – so unglaublich und medizinisch unhaltbar das klingt – keine akute Zöliakie habe: „Die wesentlichen Zöliakie-spezifischen Antikörper sind unauffällig, ebenso der Autoimmun-Screen!“ Aber es ist wirklich so. Ich ernähre mich – Gott sei Dank! – schon länger wieder glutenhaltig, das Colestyramin brauche ich auch nicht mehr.

Pumpen und Messgeräte hatte ich nach 1990 bis heute diverse, sodass ich sie hier gar nicht alle aufzählen kann, da ich einige vergessen habe.

Zurzeit trage ich eine Insulinpumpe MiniMed 670G, einen rtCGM-Sensor Guardian 3 und benutze ein Blutzuckermessgerät Accu-Chek Guide, das mit der Pumpe drahtlos kommuniziert.

Als Insulin verwende ich schon länger Humalog, habe aber dieses Jahr auch schon Fiasp ausprobiert. Mit ihm konnte ich keine Vorteile gegenüber Humalog feststellen, weshalb ich wieder zu diesem für mich bewährten Insulin-Analogon zurückgekehrt bin.

BERNHARD MATTES

Schillingstraße 12, 10179 Berlin

E-Mail: info@diabetikerbund-berlin.org

Web:

Tel.: 030/2 78 67 37 Fax: 030/27 59 16 57

Unser Veranstaltungsangebot: Montag, 5. Dezember 2022:

Berliner Diabetiker Treffen

Paritätischer Wohlfahrtsverband, Brandenburgische Straße 80, 10713 Berlin

Bus 104, 110, 204 und U-Bahn U7 bis Blissestraße

Thema: • Kontinuierliche Glukosemessung (CGM)

• Vorstellung des neuen Dexcom G7

Referentin: Pharmareferentin Manuela Friedrich vom Unternehmen Dexcom

16.00 bis 18.00 Uhr

Erinnerung an die Weihnachtsfeier:

Unsere diesjährige Weihnachtsfeier findet am 14.12.2022 im Vereinshaus des Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenvereins (ABSV) statt.

Adresse: Auerbachstraße 7, 14193 Berlin (nähe S-Bahnhof Grunewald)

Beginn: 15.00 Uhr

Aktuelle Suchanfrage: Ab sofort!

Der Diabetiker Bund Berlin sucht Menschen, die sich mit Lust und Liebe engagieren wollen, um Aufgaben im Rahmen der Selbsthilfe-Arbeit im Vorstand zu übernehmen.

Sie sollen in der ehrenamtlichen Arbeit als 2. Vorsitzende*r mit unseren Netzwerkpartnern zukunftsorientiert tätig sein.

Die Mitglieder unseres Vereins brauchen Sie!

Wir freuen uns auf ein persönliches Kennenlernen.

Fragen zur Vergütung werden im Eignungsgespräch beantwortet.

Kontakt

Reiner Tippel 1. Vorsitzender Tel. 0 30/2 78 67 37 oder info@diabetikerbund-berlin.org

Waldenstraße 13a, 99084 Erfurt E-Mail: info@diabetiker-th.de Web: Tel.: 03 61/7 31 48 19 Fax: 03 61/7 89 18 33 Mitglied Deutsche Diabetes Föderation e. V.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2023

Liebes Mitglied,

einst sagte ein kluger Mann: „Wenn all unsere Wünsche in Erfüllung gingen, was wäre dann?“, aber die Antwort ließ er offen. Ob wir dann zufriedener und glücklicher wären und was käme danach? Wir hätten keine Wünsche mehr und dies wäre doch eine schreckliche Vorstellung.

Und wie jedes Jahr kurz vor Weihnachten ist es nun wieder an der Zeit für Wünsche. Diese sind oft materieller Art oder aber auch ideelle Dinge und der Wunsch nach Frieden auf der Welt steht ganz oben auf der Liste. Wir, der Vorstand DTH e. V., bedanken uns sehr herzlich für die im Jahr 2022 geleistete Ehrenamtsarbeit, die vielen Stunden, die Energie und das

Herzblut, das Sie in unsere gemeinsamen Ziele investiert haben. Ohne Ihr Engagement wäre unsere Arbeit nicht möglich!

Ihnen und Ihren Familienangehörigen wünschen wir in den restlichen Tagen des alten Jahres ein wenig Zeit, um Abstand von der Hektik des Alltags zu bekommen, vielleicht sogar, um lange verschobene und persönliche Dinge zu erledigen.

Wir hoffen, Sie und Ihre Familie haben ein besinnliches und friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr – schöne Stunden im Kreise Ihrer Lieben mit guten Gesprächen, leckerem Essen, mitreißenden Gesellschaftsspielen, spannenden Geschichten, verführerischen Düften, kleinen Geschenken und liebevollen Bekenntnissen.

Die Selbsthilfegruppenleiter können sich im neuen Jahr auf weitere Schulungen freuen und Sie, liebes Mitglied, erwarten spannende Erlebnisse in Form von Präsenzveranstaltungen.

Wir setzen uns als Landesverband zusammen mit allen anderen Landesverbänden und unserem Bundesverband für die weitere Sicherung der Versorgung unserer Mitglieder und aller Menschen mit Diabetes mit großem Herzblut ein und wir freuen uns besonders über NEUE MITGLIEDER, die unsere Arbeit noch weiter bereichern. 

Im nächsten Jahr freuen wir uns darauf, den Verein zusammen mit Ihnen wieder ein Stück weiterzubringen und Sie mit unseren frischen Ideen zu überraschen.

Mitgliederversammlung 2022

Am Donnerstag, dem 22.09.2022, fand ab 17.00 Uhr die jährliche Mitgliederversammlung des Diabetikerbundes Hamburg e. V. in den Räumen der Kassenärztlichen Vereinigung in Hamburg statt. Davon wollen wir berichten.

Die Tagesordnung war voll und lang, es gab einiges zu besprechen und auch zu wählen. Wir waren in beschlussfähiger Anzahl. Das war für den Verein sehr wichtig und so fand der Austausch zwischen dem Vorstand und den Mitgliedern statt. Nach dem Bericht dessen, was der Verein in 2021/2022 an Aktivitäten angeboten hatte, kamen die Berichte des Vorstands, des Schatzmeisters und auch des Revisors.

Fazit: Es könnte uns besser gehen und wir müssen an der Neugewinnung von Mitgliedern arbeiten. Die finanzielle Situation ist stabil schlecht und reicht gerade so aus, um zu überleben.

Nach dem Rücktritt unseres Schatzmeister Thomas Herbst und auch dem Tod unseres 2. Vorsitzenden Klaus Blume mussten diese Posten neu durch Wahl besetzt werden. Zudem ist der Posten des Schriftführers neu besetzt worden.

Die Nachfolge unseres Klaus Blume übernahm Maren Lühr. Für den Posten des Schatzmeisters hatte ich, Ulrich Lehmann, mich zur Wahl gestellt und werde das Amt nun offiziell ausüben. In den letzten Monaten habe ich mich mit der Unterstützung des Vorstands eingearbeitet und habe Freude daran gefunden. Den Posten des Schriftführers übernahm unsere Geschäftsstellenleiterin Jessica Lenth oder, wie ich gern sage, das „Zentrum des Vereins“! Ohne sie läuft in dem Verein nichts!

Nun komme ich zurück zum Thema Beteiligung der Mitglieder an der Mitgliederversammlung. Trotz der geringen Anzahl anwesender Mitglieder, die kein direktes Amt im Verein ausübten, gab es auch solche, die uns Anregungen gaben. Diese Anregungen nimmt der Vorstand sehr ernst und versucht, sie zügig umzusetzen:

• Zum einen schien es den anwesenden Mitgliedern nicht sinnvoll, eine Mitgliederversammlung im Herbst abzuhalten. Das Jahr 2021 dann zu behandeln und auf das Jahr 2022 auszublicken, was gefühlt ja schon fast abgelaufen ist, scheint ungünstig. Hier wäre eine Terminverlegung in das erste Quartal eines jeden Jahres sinnvoller. Dies war der einstimmige Tenor und hatte zur Folge, dass wir vermutlich im März 2023 erneut eine Mitgliederversammlung abhalten werden, in der das Jahr 2022 abge schlossen wird und ein Ausblick auf 2023 gegeben wird.

• Zum anderen gab es die Anmerkung, dass die Terminsetzung um 17.00 Uhr für Berufstätige nicht zu schaffen sei und deshalb diese Mitglieder schlicht nicht kommen können. Hier wird es eine Verlegung von 17.00 auf 19.00 Uhr geben, um auch berufstätigen Mitgliedern eine Möglichkeit der Teilnahme zu geben.

Nach der Mitgliederversammlung ist vor der Mitgliederversammlung …wir sehen uns im März 2023!

Kommen auch SIE zur nächsten Mitgliederversammlung.

Ihr Ulrich Lehmann

Liebe Vereinsmitglieder, staunen Sie auch immer, wie schnell die Zeit vergeht? Das alte Jahr ist schon wieder fast vorbei. Was bleibt, ist ein positiver Rückblick auf das, was wir alles gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Das bevorstehende Weihnachtsfest und das ausklingende Jahr möchten wir nutzen, um uns bei Ihnen für Ihre Treue zu unserem Verein zu bedanken. Wir freuen uns auf eine weitere gute und inhaltsreiche Zeit mit Ihnen. Henry Ford sagte einmal:

„Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ein Erfolg.“

In diesem Sinne bedankt sich unser Team für die anregende Zusammenarbeit in diesem Jahr. Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr. Genießen Sie die besinnlichen weihnachtlichen Tage im Kreise Ihrer Lieben und kommen Sie gut ins neue Jahr!

Ihr Team vom Diabetikerbund Hamburg

Es ist nicht immer alles so, wie es scheint

Zwei reisende Engel machten Halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen. Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller. Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel: „Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen.“ In der nächsten Nacht rasteten die beiden im Haus eines sehr armen, aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nachdem sie das wenige Essen, das sie hatten, mit ihnen geteilt hatten, ließen sie die Engel in ihrem Bett schlafen, wo sie gut schliefen. Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr einziges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld. Der jüngere Engel wurde wütend und fragte den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können. „Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm“, meinte er anklagend. „Die zweite Familie hatte wenig, und du hast die Kuh sterben lassen.“ „Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen“, sagte der ältere Engel. „Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, dass Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, sodass er es nicht finden konnte. Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen. Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen.

Verfasser unbekannt

Vor Ort im Dienst an der Gemeinschaft: die DHE auf den Selbsthilfegruppen-Tagen in Hessen

Der offizielle Internationale Tag des Ehrenamtes ist zwar erst am 5. Dezember, doch wie freiwilliges Engagement die Gesellschaft zusammenhält, zeigten einige der bundesweit rund 100 000 Selbsthilfegruppen in Hessen schon im September und Oktober – vor Ort und ganz praktisch. Tatkräftig und mit zum Teil pfiffigen Ideen demonstrierten zahlreiche Ehrenamtliche an den Tagen der Selbsthilfe, wie sie sich zusammen mit den Selbsthilfe-Kontaktstellen des Bundeslandes für andere einsetzen, zum Teil draußen in der Herbstsonne, meistens aber in öffentlichen Gebäuden. Die Themen ihrer Öffentlichkeitsarbeit zum Wohle der Mitbürgerinnen und Mitbürger waren Sensibilisieren für gesundheitliche Gefahren sowie Aufklärung und Hilfe bei Erkrankungen und Problemen. Je nach Ort kam so eine breite Palette von Informationen zwischen A wie Alkoholprobleme und Z wie Zöliakie zustande. Mittendrin im Einsatz für den Erhalt von Lebensqualität von potenziell Gefährdeten und Mitbetroffenen waren die Selbsthilfegruppen (SHGs) der Diabetiker Hessen e. V. (DHE). Drei Beispiele:

Lampertheim: Stephan Thomas bringt Spiel und Risiko-Analyse mit

Unter dem Motto „Wir informieren, unterstützen, ergänzen“ gab die Diabetiker-Selbsthilfegruppe Bürstadt auf dem Selbsthilfetag in Lampertheim im September einen Einblick in ihre vielgestaltige Arbeit. Mehr als 30 Besucher nutzten das Angebot ausgiebig. Gruppenleiter Stephan Thomas und Edith Appel-Thomas veranschaulichten dabei auch mit Computer-gestützter Risiko-Analyse und dem Diabetes-Lernspiel „Würfelzucker“, wie Alltag und Stoffwechselerkrankung zusammenhängen.

Limburg: Frank Scherer setzt sich für Kinder mit Typ-1-Diabetes ein

Beim Tag der Selbsthilfe „Hand in Hand für unsere Gesundheit“ in Limburg konnten sich Besucher an 48 Ständen von SHGs und Beratungs-Einrichtungen gezielt über Erkrankungen und Probleme unter dem Blickwinkel, wie man das Leben damit erleichtert, erkundigen. Mitmach-Angebote auf Aktionsflächen sowie Informationen in Fachvorträgen und auf der Podiumsdiskussion ergänzten das Angebot. Das Team um den stellvertretenden DHE-Landesvorsitzenden und Diabetes Guide Frank Scherer vom Diabetes-Treff Limburg/ Weilburg vermittelte in Gesprächen und mit Info-Material aktuelles Wissen über die Stoffwechselerkrankung, die immer mehr Menschen betrifft. Scherer nutzte seine Teilnahme an der Podiumsdiskussion mit Politikern aus Kreis- und Landtag auch dazu, auf die Probleme von Kindern mit Diabetes Typ 1 in Kindergarten und Schule aufmerksam zu machen. Das Resultat: Die Amtsträger signalisierten, sich für entsprechende Fort- und Weiterbildung von Lehr- und Erziehungskräften einzusetzen.

Offenbach: „Fräulein Frieda“ führt zum Blutzuckermessen

Beim 34. Offenbacher Selbsthilfetag geleitete Clownin „Fräulein Frieda“ die Besucher gut beschirmt und treffsicher zu den Info-Ständen der SHGs und Vereine – etwa zu den Mitarbeitenden der Diabetes-Selbsthilfegruppen Offenbach und Dietzenbach, die als einer von 28 Anbietern Auskunft über ihre Gesundheitsthemen gaben. Das vielfältige Info-Material über Diabetes, individuelle Bewältigungsstrategien und Präventionsmöglichkeiten sowie der Blutzuckermess-Service wurden so gut genutzt, dass der Diabeteszentrumsleiter des Sana Klinikums Offenbach Dr. Dieter Klein resümierte: „Ein voller Erfolg.“

Auch die DHE-Landesvorsitzende Christa Andreas war zufrieden: „Mit den Tagen der Selbsthilfe präsentieren wir unsere Stärke und Kompetenz als vierte Säule des Gesundheitssystems neben ambulanter, stationärer und rehabilitativer Versorgung“, kommentierte sie die Öffentlichkeitsarbeit der SHGs. „Vernetzung, Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung bleiben für den Alltag der Menschen mit chronischen Erkrankungen eine wichtige Stütze.“ Persönlicher Kontakt, gegenseitige Hilfe oder gemeinsame Freizeitaktivitäten könnten Betroffenen Kraft und Halt geben. Dass die Förderung der Selbsthilfe und die Beteiligung von Patientenorganisationen in Deutschland gesetzlich verankert ist und von den gesetzlichen Krankenkassen finanziell unterstützt wird, festige den sozialen Zusammenhalt.

Weihnachtsgrüße des Vorstands

Das dritte Pandemie-Jahr geht zu Ende. Es hat viel Kraft gekostet. Doch jetzt schauen wir nach vorne. Zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel wollen wir Ihnen alles Gute mit auf den Weg geben. Wir, der Vorstand von „Diabetiker Hessen e.V.“, danken allen Mitgliedern, Förderern und Unterstützern für ihre Treue. Ein besonderes Dankeschön gilt den ehrenamtlich Aktiven für ihre Arbeit im Jahr 2022, die vielen Stunden, die sie mit Energie und Herzblut in den Dienst unserer Sache gestellt haben. Ohne ihr Engagement wäre unsere Selbsthilfe nicht möglich! Unser Dank gilt auch den Angehörigen, die so manche Stunde auf sie verzichten mussten und das notwendige Verständnis für ihr Ehrenamt aufgebracht haben. Ihnen allen wünschen wir von Herzen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit. Bleiben Sie gesund, tanken Sie neue Energie, und kommen Sie gut ins neue Jahr 2023.

Christa Andreas, Frank Scherer, Christiane Leludas, Erich Koch, Karl-Heinz Stieber, Stephan Thomas und Lothar Brand

#KidsKon „we are one“ in Frankfurt: Erfahrungen vom Stand der Hessen

Endlich wieder persönlich vor Ort: 1500 Betroffene des Diabetes Typ F waren im September in Frankfurt am Main aus dem ganzen Bundesgebiet beim jährlichen Event für Kinder und Jugendliche mit Diabetes und ihre Eltern zusammengekommen. Genau das war eins der wichtigen Ziele des Kongresses der DHE-Dachorganisation Deutsche Diabetes Föderation (DDF) und des Bundes diabetischer Kinder und Jugendlicher (BdKJ): Du bist nicht allein mit deiner Erkrankung, „we are one“! Der stellvertretende DHE-Landesvorsitzende Frank Scherer war zum ersten Mal dabei im DHE-Team im Kap Europa und genoss die positive Stimmung und den Spaß, den viele Kinder im Kongresszentrum hinter der Messe Frankfurt zum Beispiel mit „Frechdachs“ und „Eddy Zauberfinger“ hatten. Am DHE-Stand ging es vordringlich um konkrete Informationen und Erfahrungsaustausch, etwa um die Frage: Wo gibt es die passende SHG in der Nähe? Worüber sich Scherer besonders freute: „Noch am Stand konnten wir ein Elternpaar mit einer Selbsthilfegruppe zusammenbringen.“ Beeindruckt zeigte er sich auch darüber, wie gut man durch die Präsentationen der Industrie einen kompakten Überblick über neue Diabetes-Technologien erhalten konnte.

Doch Scherer nahm am Stand auch die Ängste und Probleme der Eltern von Kindern mit Diabetes wahr. „Eines der größten Probleme war die Besetzung und Kostenübernahme einer Integrationskraft für Kindergarten und Schule sowie Betreuer*innen bei Aktivitäten wie Klassenfahrten“, schilderte er seine Erfahrungen. „Dem stellen wir uns bei den DHE, wir werden an der Verbesserung der Situation arbeiten“, sagte er. Nur eine Woche später konnte er gleich in seinem Landkreis am Tag der Selbsthilfe auf einer Podiumsdiskussion die Gelegenheit nutzen, die Politiker vor Ort über die diskriminierende Wirkung fehlender Hilfe für Kinder mit Diabetes hinzuweisen (siehe Bericht Limburg über die Tage der Selbsthilfe).

Austauschen, informieren und einander stärken

Nicht verpassen! Der Dezember steht traditionell im Zeichen des gemütlichen Zusammenseins und der Jahresabschlussfeier. Welche Selbsthilfegruppen am Ende des Jahres wann und wie zusammenkommen, dokumentiert der Veranstaltungskalender der DHE unter .