Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 8 Min.

Deutsche Meisterschaften Dressur und Springen in Balve: Ein Bad in der Mange


Reiter Revue International - epaper ⋅ Ausgabe 7/2018 vom 20.06.2018

Wer bei den Deutschen Meisterschaften Vollgas gab, hatte die rund 25.000 Zuschauer auf seiner Seite. Absolut zu recht, denn trotz Ausfällen und Absagen im Vorfeld, waren am Ende die vorne, die über sich hinausgewachsen waren. Einmal eintauchen in den Top-Sport, bitte!


Artikelbild für den Artikel "Deutsche Meisterschaften Dressur und Springen in Balve: Ein Bad in der Mange" aus der Ausgabe 7/2018 von Reiter Revue International. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Reiter Revue International, Ausgabe 7/2018

Bei 30 Grad ist so ein kühles Meistef-Bad im Wassergräben dpch eine echte Erfrischung. Sönke Rothenberger hatte jedenfalls 5paß


In einer eige-nen Liga spielten Sönke Rothenberger und Cosmo.


Jessica von Bre-dow-Werndl und TSF Dalera BB sind derzeit auf der Überholspur unterwegs.


Viel konstanter als im vergangenen jahr: Sammy Davis Jr. und ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 5,49€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Reiter Revue International. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 7/2018 von AUFSITZEN: Karriere-Mütter. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
AUFSITZEN: Karriere-Mütter
Titelbild der Ausgabe 7/2018 von LESERBRIEFE UND SOCIAL MEDIA. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
LESERBRIEFE UND SOCIAL MEDIA
Titelbild der Ausgabe 7/2018 von „Wir wollen den Sport präsenter machen“. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
„Wir wollen den Sport präsenter machen“
Titelbild der Ausgabe 7/2018 von Warum Reiter und Fußballer verschieden sind. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Warum Reiter und Fußballer verschieden sind
Titelbild der Ausgabe 7/2018 von Glücks-momente. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Glücks-momente
Titelbild der Ausgabe 7/2018 von BRENNPUNKT: Embryotransfer bei Stuten: Profit zulasten der Gesundheit?. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
BRENNPUNKT: Embryotransfer bei Stuten: Profit zulasten der Gesundheit?
Vorheriger Artikel
Zu Besuch bei Springreiter Philipp Weishaupt: Cool Man
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel SPORT KOMPAKT: 89. Pfingstturnier Wiesbaden: Geschichten aus dem …
aus dieser Ausgabe

... Dorothee Schneider.


Wieder mal anderweitig unterwegs

Als „vielseitige Dressurreiterin" stellte sich Ingrid Klimke den Zuschauern im Dressurstadion vor und überzeugte dann mit Franziskus in den Wertungsprüfungen mit den Plätzen acht und neun so sehr, dass sie neben Benjamin Werndl in den DressurPerspektivkader berufen wurde. Aber nicht nur die Reitmeisterin geht gelegentlich außerhalb der Vielseitigkeit auf Medaillenjagd. Ihre Kollegen Michael Jung und Sandra Auffarth waren in Balve im Parcours unterwegs. Er bei der Herren-DM, sie bei den Damen. Ziemlich gut sogar. Sandra Auffarth wurde Sechste, Michael Jung belegte Rang elf

Sandra Auffarth bei der DM der Springreiterinnen-Platz sechs.


DM der Dressurreiter: Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen

Die Starterliste schrumpfte und schrumpfte, noch bevor die Viereckbegrenzung in Balve überhaupt aufgebaut war. Erst fiel Kristina Bröring-Sprehes Desperados FRH verletzungsbedingt aus, dann zog Dorothee Schneider Showtime FRH zurück, um ihn noch nicht zu früh wieder voll zu belasten. Und zu guter Letzt sagte Isabell Werth den Start von Emilio ebenfalls aus Verletzungspech ab.

Aber zum Glück hat die deutsche Dressur derzeit definitiv keinen Mangel an guten Paaren. Und so wurden die Deutschen Meisterschaften im Special und in der Kür zu einem Zweikampf-Spektakel mit verschiedenen Akteuren. Im Grand Prix und im Special lag der Fokus klar auf dem Duell Sönke Rothenberger mit Cosmo gegen Isabell Werth mit Weihegold OLD. Und obwohl sich Sönke Rothenberger in der zweiten Prüfung einen kleinen Aufgaben-Fehler erlaubte, der immerhin pro Richter zwei Punkte kostete, gingen er und sein elfjähriger KWPN-Wal-lach Cosmo als Sieger hervor. Der Van Gogh-Sohn wirkte gleichmäßiger und noch kraftvoller als im vergangenen Jahr. „Er kann, wenn alles glatt läuft, jede Lektion für eine 9,5 oder sogar eine 10 gehen", sagte sein Reiter selbstbewusst nach dem Titelgewinn. Und Dorothee Schneider bescheinigte dem Paar, an diesem Wochenende in einer eigenen Liga gespielt zu haben.

Isabell Werth machte trotz verpasstem Gold ein zufriedenes Gesicht und berichtete, Weihegold sei bis vor zwei Wochen noch in der Zucht gewesen (siehe dazu Editorial Seite 3). Die Kür ließ sie aus. Noch war die Stute nicht in der Form, um drei schwere Prüfungen hintereinander zu gehen.

Anders Sammy Davis Jr. von Dorothee Schneider, der sich Duell Nummer zwei mit Jessica von Bredow-Werndls Nachwuchshoffnung TSF Dalera BB, im Special um Bronze und in der Kür um Silber, lieferte. Beide Male hatte Dorothee Schneider die Nase vorne, aber es war denkbar knapp.

„Ich bin selbst völlig sprachlos über die rasante Entwicklung von Dalera. Sie ist auf jedem Turnier momentan anders zu reiten, weil sie so an Selbstvertrauen und Präsenz gewinnt. Das ist echt der Wahnsinn", strahlte Jessica von Bredow-Werndl, gab aber auch zu, dass sie schon auf Silber geschielt hätte. Sie hat nun, genau wie Dorothee Schneider drei Pferde in den Olympiakader gebracht. „Das macht mich schon ein bisschen stolz", lachte die 32-Jährige. Klares Ziel: die Weltreiterspiele inTryon. Nächster Halt: der CHIO in Aachen.

Bundestrainerin Monica Theodorescu war sichtlich zufrieden über das hohe Niveau und sagte, schon mit den Pferden, die in Balve am Start gewesen seien, könne man eine Mannschaft stellen. Sowohl die momentan verletzten Pferde, als auch Reiter wie Helen Langehanenberg, die ihr zweites Kind bekommt, haben aber ebenso noch eine Chance, auf den Zug aufzuspringen. Je größer die Auswahl, desto besser für den Wettbewerb.

Ingrid Klimke und Franziskus sind im Grand Prix-Sport angekommen.


ERGEBNISSE
■ Deutsche Meisterschaft Grand Prix Special 1. Sönke Rothenberger/ Cosmo, 83,706 Prozent; 2. Isabell Werth/Weihegold OLD, 82,804;3. Dorothee Schneider/Sammy Davis Jr., 76,804
■ Deutsche Meisterschaft Grand Prix Kür 1. Sönke Rothenberger/ Cosmo, 88,425 Prozent;2. Dorothee Schneider/Sammy Davis Jr., 82,975;3. Jessica von Bredow-Werndl/TSF Dalera BB, 82,675
■ Deutsche Meisterschaft Springen Damen 1. Angelique Rüsen/ Reavnir, 4 Fehler im Stechen;2. Inga Czwalina/Cezanne, 8 Fehler im Stechen;3. Julia Schönhuber/Qu iete, 3 Fehler
■ Deutsche Meisterschaft Springen Herren 1. Mario Stevens/Talis man de Mazure, 3 Fehler;2. Guido Klatte Jr./Qinghai, 4 Fehler/ 67,8 Sekunden, 2. Umlauf Finale; 3.Michael Kölz/Anpowikapi,4 Fehler/68,55 Sekunden, 2. Umlauf Finale

Die Showeinlagen versüßten den Zuschauern den Samstagabend.


Hans Günter Winkler-eine Legende zu Besuch beim Jubiläum.


70 Jahre Balve Optimum

Turnierchefin Rosalie von Landsberg-Velen erlebte in diesem Jahr nicht nur im Sport emotionale Momente. Denn das Balve Optimum feierte seinen sage und schreibe 70. Geburtstag. Im Showprogramm gab es dafür eine Parade von Reitsportlegenden in Original-Autos aus den Jahren, in denen sie besondere Erfolge feierten. So wie Hans Günter Winkler, der im Cabrio von 1957 Platz nahm, Breido Graf zu Rantzau, Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, gratulierte den Veranstaltern und bedankte sich für die Ausrichtung der Meisterschaften mit dem Angebot, den Austragungsort bis 2025 festzulegen. Darüber muss Rosalie von Landsberg-Velen nun in Ruhe nachdenken.

DM der Springreiterinnen: Und zum Dritten

Angelique Rüsen (M.) ist Meisterin, Inga Czwalina (I.) und Julia Schönhuber feiern Silber und Bronze.


Nach zwei anstrengenden Umläufen ist so ein Stechen nicht das, was man sich wünscht. Aber wie der Vater von Springreiterin Inga Czwalina zu sagen pflegt, „ist Reiten ein Kampfsport. Es geht immer weiter." Angelique Rüsen, Bereiterin im Stall von Christian Ahlmann und in den vergangenen beiden jahren Silbermedaillengewinnerin, durfte als erste in die Temporunde starten, für die sich nur sie und Czwalina qualifiziert hatten. Beide ohne einen Springfehler in drei Runden, dafür mit einem Zeitstrafpunkt im letzten Umlauf. Also kämpften sie weiter. Mit wenig Kraft, wie beide zugaben, aber mit eisernem Willen. Angelique Rüsen und der westfä-lisch gezogene Wallach Reavnir hatten letztendlich die Nase vorn-mit einem Abwurf. Inga Czwalina und der Holsteiner Cezanne hatten zwei. Silber gewonnen und nicht Gold verloren, denn wie die 41-Jährige erzählte, sei sie nicht oft auf Tur-nieren dieser Kategorie unterwegs. „Ich habe drei Kinder, einen Mann und einen Hof."

Da sieht es bei Angelique Rüsen schon anders aus. Die 26-Jährige kommt durch ihren Chef Christian Ahlmann schon mal mit auf die größeren Turniere. Tendenz nach dem Titel sicher steigend. Für die Bronzemedaillengewinnerin Julia Schönhuber könnten die Einsätze auch in Zukunft mehr wer-den. Mit dem neunjährigen Wallach Quiete machte sie eine ziemlich gute Figur. Drei Runden ohne Springfehler, lediglich Zeitfehler im ersten Springen und im zweiten Umlauf des Finales standen am Ende auf der Anzeigetafel. Dabei hatte die 26-jährige Bayerin den Avenir-Sohn erst seit drei Wochen unter dem Sattel. Er wurde vorher von ihrem Lebensgefähr-ten, dem österreichischen Springreiter Fritz Kogelnig geritten, auf dessen Anlage sie neuerdings auch trainiert. Der Reiter-wechsel kam passend zur Premiere bei den Deutschen Meis-terschaften. Gute Entscheidung, wie die Bronzemedaille ein-deutig beweist.

Na los, Balvi, Kopf-sprung! Mario Ste-vens’ ermutigender Daumen könnte helfen.


DM der Springreiter: Aus dem OP aufs Treppchen

Frei nach dem Motto: Nur die Harten komm’n in den Garten, stieg Mario Stevens nur wenige Wochen nach einer Not-Operation aufgrund des Durchbruchs eines Magengeschwürs in den Sattel. Und dann noch in den eines für ihn neuen Pferdes. Talisman de Mazure, früher unter dem Briten John Whitaker international am Start, ist vor kurzem in den Stall Stevens gezogen, weil der 35-Jährige noch ein gutes Pferd für Große Preise suchte. Holger Hetzel stellte den Kontakt her und es scheint ein Treffer zu sein. „Wir haben uns schnell gut aufeinander eingestellt und ich glaube, das Pferd mag mich auch", ist Stevens überzeugt.

Davon konnten sich die Zuschauer bei den Deutschen Meisterschaften selbst überzeugen, denn der elfjährige Seile Francais-Wallach sprang in vier Umläufen fehlerfrei, was keinem anderen gelang. Nur die Zeit kam ihm mehrfach ins Gehege. „Ich wusste ja nicht, wie grundschnell er ist und wollte vor allem Hindernisfehler verhindern", erzählte Mario Stevens. Perfekte Taktik, denn jetzt ist er Deutscher Meister.

Der 22-jährige Guido Klatte jr. und sein elfjähriger Oldenburger Wallach Qinghai feierten mit Silber quasi ein Comeback, denn nach der Teilnahme am Weltcupfinale im vergangenen Jahr war der Quidam de Revel-Sohn, den Klatte schon seit sieben Jahren im Stall hat, länger verletzt. Über den Auftritt bei der Deutschen Meisterschaft war nicht nur der Reiter, sondern auch dessen Vater happy, der mit dem Sohn im Formtief nach dem Ausfall mitgelitten hatte. „Letztes Jahr bin ich hier nicht mal in die zweite Runde gekommen", sagte der Nachwuchsreiter ungläubig über den großen Erfolg. „Daran sieht man, wie schnell es bergauf und bergab gehen kann."

Der Dritte auf dem Treppchen war Michael Kölz, bei dem sich kurzfristig noch das Pferdekarussell gedreht hat. „Vor sechs Wochen dachte ich noch, dass ich mit FST Dipylon an den Start gehe. Er lief in den vergangenen Jahren hier gute Runden." Im vergangenen Jahr waren die beiden Elfte. „Dann habe ich mich aber doch für Anpowikapi entschieden." Der elfjährige Wallach mit dem ungewöhnlichen Namen hat „enormes Potenzial", wie sein Reiter sagt, sei aber zum ersten Mal auf diesem Niveau gesprungen. „Es war ein geiles Gefühl im Parcours." Dem konnten die Kollegen nur zustimmen.

Nicht gut lief es hingegen für Maximilian Lill. Der 24-Jährige traf mit seinem Oldenburger Wallach Checkers den Wassergraben so ungünstig, dass das Pferd stürzte und sich verletzte. Er wurde daraufhin in die Klinik gebracht Für den Reiter blieb der Unfall zum Glück ohne Folgen.

Erst der Sprung über den Graben, dann große Freude über Silber bei Guido Klatte jr. (o.r.).


Michael Kölz hatte den richtigen Riecher und setzte bei der Meisterschaft auf Anpowikapi.


In der Nationenpreis-Serie ist für Otto Becker und seine Reiter der Wurm drin. Noch.


FOTO: WWW.ARND.FOTO: S. LAFRENTZ NL

Nationenpreis-Serie der Springreiter: Platzt der Knoten?

Münster (kl) – Es ist wie verhext. Die deutschen Springreiter, die Otto Becker bisher auf Nationenpreis-Reise geschickte hatte, springen munter um das Podest herum – nur nicht drauf. Platz fünf in La Baule, Rang vier in Rom und in St. Gallen. Immerhin besser als der vorletzte Platz wie beim Serienstart in Samorin. Andererseits: Sehen wir es als eine Art Generalprobe für die Weltreiterspiele – hoffnungsfroh.

Und: Es gab doch einen Sieg für Team Germany zu vermelden. Zwar nicht auf Fünf-Sterne-Niveau, sondern bei der Drei-Sterne-Entscheidung im dänischen Uggerhalne. Dort sprang die „zweite Reihe“ ganz oben aufs Podest. Vor allem dank eines starken Gerrit Nieberg mit Contagio. Geht doch.

40. Burgturnier in Nörten-Hardenberg: Aus dem Häuschen

Nörten-Hardenberg (kl) – Für Markus Beerbaum ist das Turnier am Fuße der Burgruine in Nörten-Hardenberg eine Reise in die Vergangenheit. Ganz in der Nähe ist er aufgewachsen, in Adelebsen. Nur den Großen Preis hatte er noch nie gewonnen und damit auch noch nie die begehrte Trophäe, die Goldene Peitsche, entgegengenommen, „irgendwas hat immer gefehlt“. In diesem Jahr nicht. Mit Charmed, die übrigens seiner Tochter Brianne gehört, war der 47-Jährige zu schnell für die Konkurrenz. Marcus Ehning, Sieger im Championat, wurde mit Cristy Zweiter, Maurice Tebbel auf Don Diarado Dritter. Nicht nur Brianne war nach Papas Erfolg völlig aus dem Häuschen. Sondern jeder, der den Krimi miterlebte.

Am Fuße der Ruine mit der zehnjährigen Charmed: Markus Beerbaum.


FOTO: S. LAFRENTZ

Global Champions Tour: Feeling good

St. Tropez/FRA, Cannes/FRA (kl) – Was soll bei diesem Namen und dieser Abstammung eigentlich schiefgehen? Nix! Winning Good stammt von Winningmood ab, da ist doch alles klar. Gut, so einfach ist es natürlich nicht. Dennoch, bei der Global Champions Tour in Saint Tropez setzte der Brite Ben Maher auf Winning Good und tat gut daran. Platz eins mit dem erst neun Jahre alten Braunen, den er nun als Top-Ersatz für sein Spitzenpferd Explosion W sehen darf.

In Cannes, bei der darauffolgenden Etappe, kassierte der Europameister der Springreiter die meisten Punkte ein: Peder Fredricson aus Schweden. Mit seinem neuen Pferd, Hansson WL, unter dem Sattel lief es bestens. Die Führende im Gesamtklassement Edwina Tops-Alexander muss sich langsam warm anziehen. Die Herren sind ihr auf den Fersen.

Geschafft: Der Brite Ben Maher und Winning Good.


FOTO: LGCT/S. GRASSO

Kader-Pferd Conthendrix verkauft: Sag niemals nie

Nach sieben Jahren, die Trennung: André Thieme und Conthendrix.


Plau am See (kl) – „Er ist das kompletteste Pferd, das ich ausbilden durfte“, hat Springreiter André Thieme einmal über seinen wuchtigen Schimmel Conthendrix gesagt. Der Contendro I-Cor de la Bryère-Sohn und der Mecklenburger aus Plau am See, die beiden passten zusammen – nicht umsonst waren sie im Perspektiv-Kader aufgestellt. Jetzt sind sie getrennt. Thieme hat den 14 Jahre alten Conthendrix an eine junge Reiterin aus Kalifornien verkauft.

Thieme hat den Schimmel bis in die internationale schwere Klasse gefördert. Besonders erfolgreich waren sie noch im vergangenen Jahr in Lummen, Platz eins im Nationenpreis und beim Eine-Million-Dollar-Grand Prix von Saugerties/USA. 850.000 Euro hat Conthendrix bis heute zusammen gesprungen.