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DEUTSCHER DIABETIKER BUND: Diabetes Lotsen: Neuer Schulungstermin im Herbst


Diabetes-Journal - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 28.02.2020
Artikelbild für den Artikel "DEUTSCHER DIABETIKER BUND: Diabetes Lotsen: Neuer Schulungstermin im Herbst" aus der Ausgabe 3/2020 von Diabetes-Journal. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Diabetes-Journal, Ausgabe 3/2020

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RV Nord

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RV NRW

Torsten Winter, E-Mail: nrw@diabetikerbund.de

LV Saarland e. V.

Wolfskaulstraße 43, 66292 Riegelsberg
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LV Sachsen e. V.

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RV SüdWest

Maximilian Budde
E-Mail: suedwest@diabetikerbund.de

Mitglied der Diabetiker Alli

Ein Zusammenschluss der 4 größten Diabetiker-Bundesverbände in Deutschland und ihrer angeschlossenen Landesverbände.

Sie helfen als selbst vom Diabetes Betroffene anderen Menschen mit Diabetes, ihre chronische Erkrankung besser zu akzeptieren und im Alltag besser damit umzugehen: Diabetes Lotsen des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB). Deren Ausbildung und Arbeit erfährt derzeit einen kräfigen Schub, denn ein neuer Ausbildungstermin ist für September 2020 in Erfurt geplant. Näheres dazu weiß Rosmarie Wallig, neue Vorsitzende des DDB-Siftungsrates für die Stiftung „Mittelpunkt Mensch“.

Stiftungsratsvorsitzende Rosmarie Wallig


Um die DDB-Lotsen und deren Ausbildung ist es in letzter Zeit ein wenig still geworden. Das ändert sich in 2020! Denn wir starten wieder mit der Neuausbildung von Diabetes Lotsen durch. Auch an einer Schulungsauffrischung der bereits ausgebildeten rund 150 DDB Lotsen in Deutschland wird derzeit

gearbeitet.

Zweitägige Ausbildung in Erfurt

Die Neuausbildung ist für September 2020 in Erfurt geplant. Vorgesehen ist eine zweitägige Veranstaltung in 3 Blöcken. Als Themen vermitteln Diabetesexperten sozialmedizinische, psychologische, rechtliche und medizinische Aspekte rund um die Diabeteserkrankung. Im Mitelpunkt stehen auch die hausärztliche Grundversorgung, die Fachgebiete der diabetologischen Betreuung sowie das Aufgabenprofil von Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen. Ein Themenbereich beschäftigt sich zudem mit Sinn und Zweck der Disease-Management- Programme (DMP). Der Diabetes-Pass spielt darüber hinaus eine Rolle, ebenso wie neue Therapien und Hilfsmittel. Auch aktuelle Ernährungfragen werden mit den Auszubildenden diskutiert.
Die DDB-Diabetes Lotsen- Schulung wendet sich speziell an Personen, die selbst Diabetes und in der Selbsthilfe eine Aufgabe übernommen haben. Mit der Lotsen-Ausbildung ist es auch möglich, in Kitas und Schulen über Diabetes aufzuklären.
Sobald Termin, Ort und Referenten feststehen, informieren wir Sie gerne.

Diabetes Lotsen- Schulung 2020:

Zeitpunkt: September 2020
Dauer: 2 Tage
Veranstaltungsort: Erfurt
• Für weitere Informationen wenden sich Interessierte bitte per Mail an: rosmarie.wallig@ diabetikerbund-sachsen. de

Brandenburg

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Fax: 03 31/9 51 05 90

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Der Diabetologe Dr. Jürgen Raabe (l.) wurde von Wilfried König und Uta Weiß (beide LV Brandenburg) für seine tolle Arbeit geehrt.


Dr. Jürgen Raabe geht – und eine Ära zu Ende …

Die Asklepios-Klinik Birkenwerder hat im Januar aus einem besonderen Anlass zum 27. „Diabetologischen Symposium“ eingeladen: die Verabschiedung von Chefarzt Dr. Jürgen Raabe in seinen wohlverdienten Ruhestand. Viele seiner Mitarbeiter und Kollegen, auch Diabetologen aus den umliegenden Praxen und Kliniken, waren gekommen, um sich mit ihm an die Zeiten der gemeinsamen Arbeit zu erinnern. Auch eine Delegation des DDB-Landesverbandes – mit dem- Vorsitzenden Wilfried König und Uta Weiß sowie den Selbsthilfegruppen-Leitern der SHG Mahlow und KWH – waren angereist. Als Gast kam auch der Vorsitzende der DDF Berlin, Reiner Tippel.

Viele Amputationen verhindert

Seit 20 Jahren war Dr. Raabe als Chefarzt der Abteilung Diabetologie für seine Patienten ein kompetenter und beliebter Ansprechpartner, speziell für Diabetiker mit zum Teil schweren diabetischen Fußproblemen. Immer versuchte er mit all seinem Fachwissen und seiner Erfahrung, die Füße von Diabetespatienten zu erhalten, sprich Amputationen zu verhindern. Ein multiprofessionelles und hoch motiviertes Team stand ihm dabei mit dem Diabetischen Fußnetz zur Seite.

Großer Gewinn

Für den Landesverband des DDB LV Brandenburg war seine diabetologische Arbeit in Birkenwerder von Anfang an ein großer Gewinn: Auf Bitten unserer früheren Vorstände war er auch sofort bereit, uns in der Selbsthilfearbeit zu unterstützen! Als langjähriges Mitglied unseres „medizinischen Beirats“ war er regelmäßig bei fast allen SHG eingeladen, um „Diabeteswissen“ zu vermitteln. Mit ihm konnte man aber auch über persönliche Probleme rund um den Diabetes sprechen.
Viele SHG waren auch in der Klinik zu Gast, wo sie sich von der guten Qualität der Diabetestherapie überzeugen konnten. In guter Erinnerung bleiben uns immer die Diabetikertage der Klinik. Ein Höhepunkt war auch der große Diabetikertag 2010 in der Urania in Berlin, der maßgeblich von Dr. Raabe und in Zusammenarbeit mit den DDB-LV Brandenburg und Berlin sowie mit Unterstützung der AOK Nord Ost initiiert worden war. Bei fast allen Delegiertenversammlungen unseres Verbandes war Dr. Raabe als kompetenter Referent dabei. Seine Festrede anlässlich unseres 25. Jahrestages war für uns eine große Ehre.
Das Programm des Diabetologischen Symposiums sah zahlreiche wissenschaftliche Beiträge (Rerenten: Dr. Frank Bärwolff, Hr. Prof. Dr. Steffen Behrens, Dr. Uta Bollmann, Dr. Bodo Gutt, PD Dr. Jörn Kuchenbecker, Dr. Frank Schönenberg) sowie Grußworte vor (Dr. Anke Ribbeck, Dr. Tobias Schade, Daniela Wolarz-Weigel). Unsere „Abordnung“ an Patientenvertretern überreichte Dr. Raabe dann – als Überraschung – die Ehrenmedaille und die Ehrenurkunde des DDB sowie ein Präsent des Landesverbandes. Siegmund Schneider von der SHG Mahlow, für die Dr. Raabe 13 mal (!) als Referent aktiv war, übergab ihm als „Dankeschön“ ein Geschenk der Mitglieder. Wir bedauern sehr, dass Dr. Raabe seinen, wenn auch wirklich wohlverdienten Ruhestand, antritt – wir werden ihn sehr vermissen! Wie zu hören war, gibt es bei ihm schon private Pläne für Segeltörns, Fahrradtouren und weitere, vor allem sportliche, Aktivitäten. Dabei wünschen wir ihm viel Spaß und eine stabile Gesundheit! Eine Würdigung der uneigennützigen Unterstützung unserer Selbsthilfearbeit durch Dr. Jürgen Raabe seitens der Brandenburger Landesregierung erfolgt durch die Staatskanzlei.

UTA WEISS/REF. ÖFFENTLICHKEITSARBEIT BEIM LANDESVORSTAND

Von seinen Diabetespatienten hoch geschätzt: Dr. Jürgen Raabe (3. v. l.).


Sachsen

LV Sachsen e. V.

Striesener Straße 39, 01307 Dresden
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Fax: 03 51/4 52 66 53

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Rund 300 interessierte Besucher im großen Hörsaal der Pathologie des Uniklinikums Dresden wollten alles über die Neuheiten rund um die Pumpe erfahren.


Dresdner Insulinpumpentag: Neues zum Closed Loop

Beim 20. Dresdner Insulinpumpentag im November 2019, den die Insulinpumpenambulanz des Universitätsklinikums Dresden mit der Selbsthilfegruppe Insulinpumpenträger Dresden im DDB Sachsen veranstaltete, informierten sich rund 300 Teilnehmer über Neues aus der Pumpentherapie – in zahlreichen Vorträgen und einer Industrieausstellung.

Neue Pumpensysteme

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Entwicklungen rund um die Pumpe hin zum geschlossenen Insulinpumpensystem mit automatischer Regulierung des Insulinbedarfs – also zum Closed Loop. Eines sei vorausgeschickt: So weit sind wir leider noch nicht. Als wichtiger Zwischenschritt gibt es in Deutschland aber eine „Hybrid Closed-Loop Insulinpumpe“.
Dieses System, die MiniMed 670G, stellte Marianne Finke von Medtronic vor. Es handelt sich dabei um ein halbgeschlossenes System wie bei der MiniMed 640G – mit dem Sensor Guardian 3, Guardian Link 3 Transmitter, Contour Next Link 2.4 (Glukosemessgerät mit drahtloser Verbindung zur Insulinpumpe). Im automatischen Modus der MiniMed 670G (beim Start des Systems mit einer 48-Stunden-Lernphase) regelt der in der Pumpe wirkende PID-Algorithmus den Glukosespiegel auf im Schnitt 120 mg/dl (6,7 mmol/l). Die vom System ermittelte Insulinempfindlichkeit werde dabei berücksichtigt, ebenso wie der manuell eingestellte KH/BE-Faktor und die Wirkzeit des aktiven Insulins, erklärte sie. Um eventuelle Bedenken „übervorsichtiger“ Diabetiker zu zerstreuen: Der Automodus könne abgeschaltet werden. Dann arbeite die Insulinpumpe wie eine MiniMed 640G mit oder ohne Sensorunterstützung, betonte Finke. Das nächste Ziel von Medtronic ist die vollautomatische Pumpe MiniMed 690G.
Dem System von Medtronic stellte Dr. Christian Krey das System DBLG1 des französischen Herstellers Diabeloop gegenüber. Hier stehe nicht die Pumpe im Fokus, sondern das DBLG1-Handset (vergleichbar mit einem Smartphone, gesteuert durch Apps). Das französische System bestehe aus einer Insulinpumpe (z. B. einer Patchpumpe), einem kontinuierlichen Glukosesensor und dem Herzstück, dem Handset – mit dem für die Steuerung des Insulinmanagements erforderlichen Algorithmus, sagte Krey.
Für die Inbetriebnahme sind 4 Parameter erforderlich: Gewicht, durchschnittliche tägliche Kohlenhydratmenge, Tagesinsulinmenge und die Sicherheitsbasalrate. Hinzu kommen 3 weitere Parameter: Glukose- Zielwert sowie Hypoglykämie- und Hyperglykämieschwelle. 5 Parameter (Agressivitätsfaktoren) ergänzen das System: Frühstück, Mittag- und Abendessen, Hyper- und Normoglykämie. Wie Medtronic geht auch Diabeloop von einem lernenden Algorithmus aus. Was Glukosesensor und Pumpe betrifft, kann sich Diabeloop verschiedene Anbieter wie Dexcom oder Insight vorstellen.
Zurück zur MiniMed 670G: Dieses System ist bereits im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verankert und damit verordnungsfähig. Bei Diabeloop wird es wohl erst im Laufe dieses Jahres so weit sein. In 4 Kurzberichten stell- ten Medizintechnikhersteller ihre Innovationen vor. Marion Gallin von Abbott zeigte den Freestyle Libre 2 mit seinen – gegenüber dem Vorgänger – deutlich erweiterten Funktionen. Dexcom verwies auf die Vorteile seines Systems Dexcom G6: eine Sensorliegedauer von 10 Tagen, keine Kalibrierung erforderlich, keine Blutzuckermessung (außer in Ausnahmefällen) und Hypo-Voralarm.

Dr. Andreas Reichel (Uniklinikum), Marianne Finke


Dr. Christian Krey (Diabeloop).


Hans-Joachim Köhler (ehemaliger Leiter der SHG) mit Joachim Kranz.


BD informierte über seine verbesserten Pen-Nadeln mit der optimalen Länge von 4 mm sowie eine neue Diabetes-Care-App – mit umfassendem Informationssystem zum Diabetesmanagement. Insulet, seit 2018 Vertriebspartner für die Omnipod-Patchpumpe in Europa, verwies auf den Vorteil dieses schlauchlosen Insulinpumpensystems. Auch vor dem Hintergrund eines immer deutlicheren Umweltbewusstseins wurde auf die voll recycelbare Pumpe hingewiesen.
Die Diabetesberaterin Katrin Röthig aus der Insulinpumpenambulanz des Uniklinikums Dresden befasste sich mit den Auswirkungen des letzten Hitzesommers auf das Insulin-, Pumpen- und Messmanagement. Doch nicht nur der Hochsommer bereite Probleme, auch bei niedrigen Temperaturen, z. B. beim Skisport, ist vor allem das Insulin zusätzlich zu schützen. Ein Sonnenbad mit Pumpe und Katheter sollte man vermeiden und im Zweifelsfall kurzzeitig auf ICT umsteigen – natürlich mit geschütztem Insulin und Pen. Was tun mit einer Patchpumpe beim Schwimmen? Hier gibt es einen Aquapac- Schutz, z. B. für den Omnipod – und für den Pen eine Temperaturschutzkappe. Für die Insulinpumpen empfahl Katrin Röthig, bei Temperaturen über 30 Grad das Pumpenreservoir alle 2 bis 4 Tage zu wechseln.
Dr. Andreas Reichel, der Leiter Insulinpumpen, erinnerte an den langen Weg von der Entdeckung des Insulins 1921 bis zu einem sich selbst regulierenden Insulin- Management beim Diabetes. Stand am Anfang der Diabetesbehandlung die reine Überlebensfrage, managen die Patienten heute ihren Diabetes mit Hilfe von Messsystemen und Insulinpumpen oder Pens selbst, was für Ärzte früher undenkbar war.
Bei den Glukosemess-Systemen müsse man immer berücksichtigen, dass der gemessene Wert gegenüber dem Blutzuckerwert eine Verzögerung von 10 bis 15 Minuten hat. Das applizierte Insulin wirkt zudem verzögert (um 20 bis 40 Minuten). Hier sei eine Voraussage nötig, um diese Systeme alltagstauglich zu machen, erklärte er. Die Ziele der Diabetestherapie seien aber immer: diabetesbedingte Gefäßschäden an Herz, Nerven, Nieren, Augen und Füßen zu verhindern bzw. zu stoppen, einen HbA1c-Wert von möglichst 6,5 bis 7,5 % (je nach Alter) zu erreichen, schwere Unterzuckerungen zu vermeiden (bzw. auch keine häufigen leichten hinzunehmen), sich trotz des notwendigen Aufwands wohlzufühlen. Wer das schon erreicht habe, müsse nichts verändern, sagte er. Wer etwas verbessern wolle, könne die neuen technischen Möglichkeiten nutzen.
Für die Tagungsteilnehmer gab es einen kostenlosen, reichhaltigen Imbiss mit Getränken, den ein großzügiger Sponsor möglich machte. Der 21. Dresdner Insulinpumpentag findet am Samstag, dem 14. November 2020, statt. JÜRGEN PRIGG


Fotos: Kzenon - AdobeStock / privat

Fotos: Erika Schneider

Fotos: Anja Göhler