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diabetes and the city: Mein Körper, meine Regeln


Diabetes-Journal - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 30.08.2019
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Illustration: Bigmouse108-iStockphoto; Fotos: Martina Trommer

Martina Trommer lebt seit vielen Jahren in der Hauptstadt, bloggt seit ihrerDiabetesdiagnose 2013 unter www.icaneateverything.com und schreibt an dieser Stelle über ihr Leben mit Diabetes in Berlin. Der Diabetes hat sie selbstständiger und mutiger gemacht.


Tine trägt solche Sensoren seit 2014. Bequem sitzen sie bei ihr oft sichtbar am Arm, auch wenn diese dort nicht immer offiziell zugelassen sind. ...

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Als Mensch mit Diabetes in unseren Breitengraden ist es heutzutage weit verbreitet, bestimmtetechnische Geräte am Körper zu tragen, die uns den Alltag maßgeblich erleichtern: Da klebt was am Arm oder Bauch, da piept, vibriert oder blinkt es schon mal. Hier und da guckt ein Schlauch raus. Wenn man das als außenstehende Person nicht gewohnt ist und diese Geräte am Körper von Leuten erblickt – gerade auch im Sommer, wo kurze Ärmel und Shorts nichts Besonderes sind –, kann man schon mal verwirrt sein und sich fragen, was das eigentlich genau sein soll … Verständlich!Die Frage ist: Wie gehen Personen dann mit der Situation und ihren Gedanken um? Sprechen sie die entsprechende Person mit Gerät an – und es entsteht vielleicht eine nette Unterhaltung(wenn Energie und Zeit vorhanden sind) ?
In den letzten Wochen haben mirgleich zwei Freundinnen mit Diabetes unabhängig voneinander ähnliche Geschichten erzählt, die mich mit offenem Mund und Unverständnis zurückließen. Beide befanden sich in Alltagssituationen, und beide Male haben Außenstehendeklar eine Grenze überschritten : Aus dem Nichts und ohne Fragen wurden die CGM-Sensoren meiner Freundinnen, die bei beiden am Arm klebten, von Wildfremden und ohne überhaupt zu fragen angegrapscht. Beide Male haben meine Freundinnen daraufhin deutlich gemacht, dass das absolut nicht in Ordnung war. Beide Male wurden sie als hysterisch und übertreibend bezeichnet – von den Menschen, die sie gerade ohne Erlaubnis angefasst hatten. Letztens kam ich tatsächlich in eine ähnliche Situation in der U-Bahn und war, obwohl ich von den Geschichten meiner Freundinnen wusste, so schockiert, dass ich einfach nur den U-Bahn-Wagen verlassen musste.
Ich bin wütend , weil Menschen denken, dass sie einfach ohne Erlaubnis andere Menschen anfassen können. Warum denken sie das? Der Sensor klebt an meinem Arm. Der Arm ist ein Teil von mir. Somit ist der Sensor ein Teil von mir. Und ich entscheide, wer meinen Körper anfassen darf! Packt jemand ungefragt den Sensor an, reißt und zieht vielleicht sogar noch dran, ohne überhaupt vorher einen Satz mit mir darüber ausgetauscht zu haben, ist daseine klare Grenzüberschreitung . Das hat nichts zu tun damit, neugierig interessiert zu sein. Wenn Euer Kind mit Diabetes, Eure Freundin, Euer Partner zu Euch kommt und Euch eine ähnliche Geschichte erzählt, hört ihnen bitte zu und nehmt sie ernst: Niemand sollte ohne Zustimmung angefasst werden – auch nicht, um die Neugier fremder Menschen zu befriedigen. Ist Euch sowas auch schon passiert? Wenn ja, wie habt Ihr reagiert? Und wie hat das Gegenüber auf Eure Reaktion reagiert?

Eure Tine