Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 5 Min.

DIABLO 4 SO SPIELEN SICH DRUIDE UND CO.


Games Aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 18.12.2019

ACTION-ROLLENSPIEL Im Rahmen der BlizzCon 2019 wurde der jüngste Ableger des Diablo-Franchises nicht nur angekündigt, sondern es gab auch eine erste Testversion für die Besucher vor Ort. Wir waren in Kalifornien und haben uns mit Druide, Barbar und Magier durch die neueste Version von Sanktuario geprügelt.


Artikelbild für den Artikel "DIABLO 4 SO SPIELEN SICH DRUIDE UND CO." aus der Ausgabe 1/2020 von Games Aktuell. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Games Aktuell, Ausgabe 1/2020

PC
Termin: tba

PS4
Termin: tba

Xbox One
Termin: tba

Switch
erscheint nicht

Entwickler:
Activision Blizzard

Hersteller:
Activision Blizzard

Die Zauberkünstler setzen in Diablo 4 vor allem auf Feuer-, Eis- und Blitzmagie – ganz wie im zweiten Teil.


Der Barbar kann nun gleich bis zu vier Waffen ausrüsten ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 3,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Games Aktuell. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 1/2020 von RESIDENT EVIL 3 REMAKE KOMMT. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
RESIDENT EVIL 3 REMAKE KOMMT
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von KURZMELDUNGEN. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
KURZMELDUNGEN
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von DAS TEAM. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
DAS TEAM
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von DAS TAGEBUCH. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
DAS TAGEBUCH
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von MOST WANTED. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
MOST WANTED
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von SERVICE-GAMES OHNE HALTBARKEITSDATUM: WIE GIER BLOCKBUSTER-TITEL ZERSTÖRT. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
SERVICE-GAMES OHNE HALTBARKEITSDATUM: WIE GIER BLOCKBUSTER-TITEL ZERSTÖRT
Vorheriger Artikel
SERVICE-GAMES OHNE HALTBARKEITSDATUM: WIE GIER BLOCKBUSTER-TITEL …
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel HALF-LIFE: ALYX
aus dieser Ausgabe

... und das Wechseln im Kampf bringt ihm je nach Skillung Vorteile.


Bereits im Vorfeld als größte Blizz- Con aller Zeiten angekündigt, waren die Entwickler von Blizzard bei der hauseigenen Messe dieses Jahr wahrlich nicht sparsam mit Neuankündigungen. Neben der neusten WoW-Erweiterung Shadowlands gab es mit Overwatch 2 auch den Nachfolger zum beliebten Team-Shooter zu bewundern. Worauf die Fans aber wohl am sehnsüchtigsten gewartet haben, war die Ankündigung von Diablo 4. Viele Jahre nach Reaper of Souls, der letzten Erweiterung von Diablo 3, und ein Jahr nach der unvergessenen Bekanntmachung von Diablo: Immortal, konnte Blizzard eigentlich gar nicht mehr anders, als endlich den neuesten Teil des erfolgreichen Franchises anzukündigen. Es blieb aber nicht nur bei der Ankündigung. Besucher vor Ort durften sich direkt in die Welt von Sanktuario stürzen und selbst Hand anlegen. Dabei war sogar die viel geforderte Klasse des Druiden spielbar, mit der wir natürlich sofort losgelegt haben. Nun wollen wir euch verraten, wie sich Diablo 4 „angefühlt“ hat, warum es bereits erstaunlich fertig aussieht und trotzdem noch einige Entwicklungszeit benötigt.

OPTISCHE WEITERENTWICKLUNG

Nach der Entscheidung für eine der drei spielbaren Klassen beginnt unser Ausflug in der Testversion in den Tiefen eines Dungeons, aus dem wir uns herauskämpfen müssen. Dabei beginnen wir bereits mit Stufe 20, müssen also nicht erst noch Fähigkeiten oder dergleichen freischalten. Direkt auf den ersten Metern wird die neue Ausrichtung von Diablo 4 deutlich. Alles ist wesentlich düsterer als im Vorgänger. Der Stil bleibt aber der gleiche. Diablo 4 ist optisch unverkennbar ein Teil der Diablo-Reihe. Dabei haben die Entwickler in den vergangenen paar Jahren aber ordentlich an der Grafik-Schraube gedreht. Obwohl auch Diablo 4 kein grafisches Wunderwerk ist, nutzen die Entwickler dennoch Techniken wie Lichteinfall, dunkle Schatten und eine deutlich verbesserte Kamera- führung, um dem Spiel wesentlich mehr Atmosphäre zu verpassen. Und natürlich ist auch der Detailgrad merklich gesteigert worden – seien es Rüstungen, Charaktere oder die Umgebung.

Auffällig ist auch die Anpassung des Interfaces, das erstmals nicht mehr klassisch in der unteren Mitte ist, sondern an den linken Rand verschoben wurde. Warum das so ist, bleibt unklar. Interessant jedoch, dass auch bei Immortal das Interface an den Rand verschoben wurde. Zufall oder nicht, spielerisch ändert sich dadurch nichts. Neben den beiden Maustasten bleiben die vier aktiven Fähigkeiten, mit denen ihr euch durch die Gegnerhorden schnetzelt. Und das funktioniert erstaunlich gut.

ANIMATIONEN UND GAMEPLAY

Nach wenigen Minuten Schnetzeln wird schnell klar, dass Diablo 4 technisch deutlich weiter ist, als man bei einer so frühen Version vermuten könnte. Die Animationen und besonders das Aneinanderreihen verschiedener Angriffe und Bewegungen wirkt bereits jetzt wesentlich harmonischer als es in Diablo 3 jemals der Fall war. Die Übergänge sind rund und fühlen sich gut an. Kein wildes Hin-und-her-Gewirbel, bei dem sich selbst die kräftigen Barbaren alle Knochen brechen oder sich Arme und Beine von Magiern verknoten würden. Das bedeutet aber nicht, dass es sich deswegen langsamer anfühlt, nur eben passender. Alles wirkt wie aus einem Guss und man merkt, dass die technische Seite von Diablo 4 bereits seit einiger Zeit in der Entwicklung sein muss. Das Gleiche gilt übrigens auch mit Abstrichen für die diversen Monster. Auch deren Animationen wirken runder als im Vorgänger, sind aber nicht ganz so elegant und weich wie die unserer Protagonisten.

Ihr könnt die Story des Spiels allein oder mit Koop-Partnern erleben – nur für Weltbosse braucht ihr definitiv Hilfe.


Diablo 4 fällt wieder deutlich düsterer aus als der Vorgänger, vor allem in dunklen Dungeons seht ihr Gegner oft erst, wenn diese direkt bei euch angekommen sind.


FEHLENDE INHALTE

Während das Gameplay für einen baldigen Release spricht, sieht es aufseiten der Inhalte ganz anders aus. Der spielbare Bereich von Sanktuario, in dem wir uns frei bewegen konnten, ist verglichen mit der gesamten Welt nur ein winziger Ausschnitt. Allerdings reichte das kleine Areal, um uns einen guten Vorgeschmack auf das zu geben, was wir wohl im großen Maßstab erwarten können. In der offenen Welt, die wir uns mit mehreren Spielern teilen, finden sich an allen Ecken verschiedene große und kleine Events. Mal nur ein hilfloser Mensch, den wir vor angreifenden Scheusalen beschützen, dann aber auch wieder größere Gemetzel. Wir bekämpfen ganze Horden von Monstern, die eine Siedlung attackieren, oder verhindern das eine oder andere Ritual. Selbst gewaltige Weltbosse tauchen an verschiedenen Stellen auf und wollen umgehauen werden. Zudem finden sich jede Menge verschiedener Dungeons, in denen unterschiedliche Aufgaben auf uns warten. Mal relevant für die Hauptstory, mal einfach nur eine kleine Nebengeschichte. Am Eingang des Dungeons können wir übrigens auf Wunsch automatisch nach Mitspielern suchen lassen, die sich in der Nähe befinden, oder Freunde von unserer Freundesliste einladen.

Mehr als eine kurze Quest-Reihe ist aber noch nicht spielbar und auf Nachfrage weichen die Entwickler mit gekonnten PR-Floskeln aus. Es scheint also, als läge bezüglich der Inhalte noch viel Arbeit vor den Damen und Herren aus dem Hause Blizzard. Das dürfte wohl auf einen Release-Termin frühestens gegen Ende des kommenden Jahres hindeuten, sollte uns aber keine Sorgen bereiten. Das Grundgerüst steht und fühlt sich gut an. Jetzt gilt es, dieses Gerüst mit Inhalten und tollen Features zu versehen. Von Letzteren war übrigens auch noch nicht allzu viel zu sehen. Ein paar Talente konnten wir betrachten, mehr aber nicht.

DRUIDE: SPASSIG UND NERVIG

Natürlich haben wir im Rahmen der Testversion auch den Druiden ausprobiert, auf den sich so viele Diablo- Spieler schon lange freuen. Mit unfertigen Talenten und nur wenigen Fähigkeiten können wir euch natürlich nur einen kurzen Ausblick geben, der aber durchaus positiv ausfällt. Das permanente Wechseln der Gestalt durch verschiedene Fähigkeiten wirkt nicht fehl am Platz und fügt sich harmonisch in das Spielgeschehen und die restlichen Animationen ein. Alleine durch die Gestaltwechsel wirkt der Druide sehr agil und actionreich. Die Mischung der Attacken war in der Testversion etwas nahkampflastig, sodass sich der Druide ein wenig nach einem Barbaren in Tierformen anfühlte. Mit weiteren Talenten soll sich die Spielweise laut Entwicklern aber noch besser an die eigenen Wünsche anpassen lassen.

Auch bei den Begleitern des Druiden kommt noch Arbeit auf die Entwickler zu. Die begleitenden Wölfe können zwar aktuell immerhin mit einer Fähigkeit gesteuert werden, machen aber die halbe Zeit doch lieber, was sie wollen. Sie verfolgen flüchtende Gegner, pullen damit die nächsten Gruppen, rennen zu Fernkämpfern, pullen weitere Gruppen und verschwinden damit hin und wieder mal komplett aus eurem Sichtfeld. Das Ganze erinnert ein wenig an die frühe KI der Begleiter in World of Warcraft. Bekommen die Entwickler das geregelt oder geben dem Druiden noch ein paar weitere Fähigkeiten zur Steuerung seiner Begleiter an die Hand, wird der Druide mit Sicherheit jede Menge Fans in Diablo 4 finden.

Natürlich haben wir auch eine Runde mit Barbar und Magier gedreht. Diese fühlen sich ebenfalls bereits sehr rund an. Sowohl was Animationen angeht als auch die Auswahl der verschiedenen Fähigkeiten. Allerdings liegen sie sehr nah an dem, was wir bereits aus Diablo 3 kennen. Die wichtigste Neuerung dürfte sein, dass der Barbar sich nun mit mehreren Nahkampfwaffen ausrüsten kann und diese für verschiedene Attacken einsetzt. Der Magier, der in der kurzen Demo hauptsächlich auf Frost- und Feuerzauber setzt, ist erneut der klassische Fernkämpfer, der die Gegner durch Verlangsamung gar nicht erst in seine Nähe kommen lässt. Alles in allem klassische Diablo-Kost, die auch im vierten Teil gut funktioniert.

Wie man hier sieht, könnt ihr den Druiden auch als Fernkämpfer spielen und nicht nur im Nahkampf als Werbärwolfmann.


Weltbosse sind eine große Herausforderung, die Mitstreiter müssen dabei nicht mal in eurer Party sein.