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Die 10 besten Fußballer aller Zeiten


HÖRZU - epaper ⋅ Ausgabe 24/2018 vom 08.06.2018
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Bildquelle: HÖRZU, Ausgabe 24/2018

Cristiano Ronaldo
Portugal
Fünfmal war der Real-Stürmer bereits Weltfußballer des Jahres


HORZU EXPERTE
FUSSBALL-WELTMEISTER UND EUROPAMEISTER
Paul Breitner


»Viele haben ein völlig falsches Bild vom SpielerBeckenbauer.«
Paul Breitner, Fußballweltmeister


Franz Beckenbauer
Deutschland
Als Spieler bei Cosmos 1978 zeigte Beckenbauer seiner Mutter New York


Eleganter Antreiber: Franz Beckenbauer


Messi, Ronaldo, Pelé? Oder ganz andere Spieler? WM-Experte Paul Breitner nennt die Plätze 1 bis 10, inklusive vieler Überraschungen

Pelé
Brasilien
Auch abseits des Feldes machte der Torjäger stets eine gute Figur ...

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Pelé
Brasilien
Auch abseits des Feldes machte der Torjäger stets eine gute Figur


Pelé gewann 1958, 1962 und 1970 mit Brasilien den WM-Titel


Kann sich Ronaldo mit Pelé messen? Ist Messi besser als Maradona? Vor der WM in Russland (14.6. bis 15.7.) ist die Frage nach dem besten Fußballer der Historie aktueller denn je. Wir stellen sie einem der größten Fachleute überhaupt.

Als Spieler hat Paul Breitner (66) alles erreicht: Welt- und Europameister, deutscher und spanischer Meister, Europacupsieger. Als einziger Deutscher traf er in zwei WM-Finals (1974, 1982). Zudem ist Breitner, der zuletzt Chefscout des FC Bayern war, als meinungsstarker Experte bekannt. Doch die Top Ten verlangt selbst ihm alles ab: „Eine Liste, die wehtut. Ich habe mich auf die Zeit ab 1966 fokussiert, da ich jene Spieler aus erster Hand beurteilen kann.“

Gleich auf Platz eins die Überraschung: „Der beste Spieler aller Zeiten ist ganz klar Gerd Müller. Kein Spieler der letzten 50 Jahre hat die Geschicke einer Fußballnation mehr bestimmt als er. Ohne ihn würde es den DFB so nicht geben!“ In nur 62 Länderspielen schoss er sagenhafte 68 Tore. „Er machte nicht das 5:0, sondern das entscheidende Tor, notfalls in der 93. Minute.“ Müllers größte Stärke war sein Reaktionsvermögen. „Es gab elegantere Techniker. Aber letztlich geht’s im Profifußball um Siege. Und mit keinem war die Chance zu gewinnen größer als mit Müller.“

Noch vor Pelé folgt für Breitner auf Platz zwei Gianni Rivera, AC-Mailand-Legende der 60er und 70er: „Der kompletteste Mittelfeldspieler, den ich je gesehen habe.“ Gegen den Brasilianer Pelé, seine Nummer drei, hat Breitner Anfang der 70er noch selbst gespielt. „Pelé war Perfektion in fast allen Bereichen: ein Zauberer am Ball mit unglaublicher Torgefahr. Selbst sein Kopfball war fantastisch.“

Diego Maradona
Argentinien
WM-Titel 1986: die Krönung des genialen Offensivspielers


Gerd Müller
Deutschland
Genuss nach dem Sieg: der Bomber der Nation (hier mit Paul Breitner, r.)


Manuel Neuer
Deutschland
Bereits viermal wurde Neuer zum Welttorwart des Jahres gekürt


»Neuer ist der beste Torwart der Geschichte.«
Paul Breitner, Fußballweltmeister


Paul Breitners Top Ten: Die besten Fußballer

1 Gerd Müller
Deutschland (*1945)

2 Gianni Rivera
Italien (*1943)

3 Pelé
Brasilien (*1940)

4 Franz Beckenbauer
Deutschland (*1945)

5 Diego Maradona
Argentinien (*1960)

6 Manuel Neuer
Deutschland (*1986)

7 George Best
Nordirland (1946 – 2005)

8 Lionel Messi
Argentinien (*1987)

9 Cristiano Ronaldo
Portugal (*1985)

10 Eusébio
Portugal (1942 – 2014)

Breitners Exkollege Franz Beckenbauer ist auf Platz vier. „Viele haben ein falsches Bild von ihm als Spieler. Ja, er konnte 40-Meter-Pässe mit dem Außenrist millimetergenau schlenzen. Doch ich erlebte oft genug, dass er sich grätschend hineinwarf, wenn es nicht lief. Er war ein Problemlöser, ein echter Anführer.“

Keine Bestenliste ohne Diego Maradona. Breitner setzt den Argentinier auf Platz fünf. „Er hatte im linken Fuß mehr Gefühl als andere im ganzen Körper. Überragend, wie er in Dribblings seinen Körper dazwischengehauen hat. Eine Urgewalt!“ Der einzige Torwart in Breitners Top Ten ist Manuel Neuer. „Vergleiche ich alle aktiven Spieler weltweit, steht keiner auf seiner Position so weit über den anderen wie Neuer. Seine Vielseitigkeit macht ihn sogar zum besten Torwart der Geschichte.“

Und was ist mit Messi und Ronaldo? Bei Breitner „nur“ auf Platz acht und neun. „Superstars haben es heute leichter“, erklärt der Experte. „Früher versuchte man sie durch brutale Fouls zu stoppen. Heute werden Stars viel mehr geschützt, durch Schiedsrichter, vor allem aber durch die Kameras. Jeder Tritt wird dokumentiert.“ Trotzdem sei Lionel Messis Spiel einzigartig: „Die Besonderheit ist sein Versteckspiel. Oft siehst du ihn eine halbe Stunde nicht. Trotz seiner Klasse nimmt der Gegner ihn nicht ernst. Er schläfert alle ein und schlägt dann gnadenlos zu.“ Bei Ronaldo sticht dessen Selbstvertrauen heraus: „Selbst wenn er fünfmal hintereinander weit übers Tor schießt, versucht er es wieder. Beim sechsten Mal trifft er dann.“ Aber vielleicht machen Messi und Ronaldo ja noch Plätze im Ranking gut. Mit der WM hätten sie die perfekte Gelegenheit. „Große Spieler“, weiß Breitner, „zeigen sich in großen Spielen.“