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Die 10 häufigsten Medizin-Irrtümer


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Funk Uhr - epaper ⋅ Ausgabe 8/2022 vom 18.02.2022

Gesundheit

Artikelbild für den Artikel "Die 10 häufigsten Medizin-Irrtümer" aus der Ausgabe 8/2022 von Funk Uhr. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Funk Uhr, Ausgabe 8/2022

Mythen und Falschmeldungen haben die Eigenschaft, sich hartnäckig zu halten, selbst wenn aktuelle Erkenntnisse sie längst widerlegt haben. Oft werden sie sogar von Generation zu Generation weitergeben und so lange wiederholt, bis niemand mehr am Wahrheitsgehalt zweifelt. Das gilt auch für die vielen Gesundheitsirrtümer, die im Umlauf sind. Oftmals entstanden sie zu einer Zeit, in der man es schlicht nicht besser wusste. Immerhin: Manchmal steckt auch ein Körnchen Wahrheit drin. FUNK UHR verrät hier die zehn häufigsten Gesundheitsirrtümer und erklärt, was daran „Fake News“ sind und was stimmt.

1. Wunden heilen am besten an der Luft

Falsch! Das hieß es lange und gemeint waren vor allem die oberf lächlichen Schürfwunden. Doch mittlerweile weiß man, dass die Haut im feuchten Klima unter einem Pf ...

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... laster besser heilt. Dann bilden sich schneller neue Hautzellen und es entsteht ein elastisches Gewebe. Es bildet sich kein Schorf, der die neue zarte Haut unter Spannung setzt und zudem eine Narbenbildung begünstigt. Also lieber erst ein Wundheilgel (z. B. MediGel, Apotheke) drauf und dann ein Pf laster drüber. Auf diese Weise wird die Wunde auch vor infektiösen Keimen geschützt.

2. Bräune aus der Röhre schützt vor Sonnenbrand

Schön wär’s! Für die Bräune, die zugleich den natürlichen Sonnenschutz, die Lichtschwiele auf baut, sind UVB-Strahlen erforderlich. Die werden aus Solarien allerdings herausgefiltert, da sie die Sonnenbrandgefahr steigern. Aus der Röhre kommen in der Regel UVA-Strahlen. Sie bräunen, aber ohne Lichtschwielenauf bau, und erhöhen das Hautkrebsrisiko.

3. Schnarchen nervt, ist aber harmlos

Das Röcheln und Brummen nervt tatsächlich, jedenfalls den Partner, der kein Auge zu bekommt. Harmlos ist das Sägekonzert für den Schnacher aber meist nicht. Durch den offenen Mund trocknen die Schleimhäute aus – das beeinträchtigt deren Abwehrfunktion. Sind Atemaussetzer (Apnoe) dabei, kann es gefährlich werden. Der Sauerstoffmangel erhöht das Infarktrisiko! Ein mobiles Schlaf labor-Gerät, das der Hausarzt Betroffenen abends anlegt und morgens in der Praxis auswertet, gibt Aufschluss. Bei Schlaf-Apnoe hilft eine Atemmaske, die für kontinuierlichen Luftstrom sorgt. So bleiben die Atemwege offen, Atemaussetzer und Schnarchen haben sich dann erledigt.

4. Fleckige Nägel lassen auf Kalziummangel schließen

Weiße, wolkenartige Flecken auf der Nagelplatte sind Folge einer Verletzung durch einen Stoß oder einer zu rabiaten Maniküre. Mit Kalziummangel hat das nichts zu tun. Die Nagelplatte besteht aus vielen übereinanderliegenden Hornschichten und Kalzium spielt dabei kaum eine Rolle. Die Flecken wachsen heraus. Dazu braucht man nur ein bisschen Geduld.

5. Zucker macht Kinder hyperaktiv

Er ist mit Vorsicht zu genießen, keine Frage! Hyperaktiv macht Zucker aber nicht, weder Kinder noch Erwachsene. Zahlreiche Studien haben einen Zusammenhang mit ADHS untersucht und keinen gefunden. Aber: Zu viel Süßkram macht dick und schadet den Zähnen – also lieber nur in Maßen essen und Zähneputzen nicht vergessen!

6. Kortison ist schädlich und zerstört die Knochen

Hier macht die Dosis das Gift. Gezielt und richtig dosiert eingesetzt ist Kortison einer der besten Entzündungshemmer in der Medizin. Allerdings ist das Hormon, das der Körper auch selbst bildet, nicht für den Dauereinsatz gedacht – vor allem nicht in Form von Tabletten oder Spritzen. Gering dosiert in Hautsalben kann es auch über eine längere Zeit angewendet werden.

7. Bei Schummerlicht lesen schadet den Augen

Klares Nein, denn an der Sehkraft und -schärfe ändert die Beleuchtung beim Lesen grundsätzlich nichts. Bei schwachem Licht ermüden die Augen allerdings schneller, werden trocken und beginnen zu brennen. Vorübergehend sieht man dann wirklich schlechter. Nach kurzer Zeit erholen sich die Augen jedoch wieder.

8. Extra-Vitamine können nicht verkehrt sein

Leider nein. Ein Überschuss an Vitamin A, D, E und K kann zu Beschwerden von Kopfschmerzen bis zu Herzrhythmusstörungen führen. Diese fettlöslichen Vitamine speichert der Körper. Wasserlösliche wie Vitamin C scheidet er aus, wenn’s zu viel wird. Ausgewogene Ernährung deckt den Vitaminbedarf, Pillen braucht man in der Regel nicht.

9. Mobiltelefone stören medizinische Geräte

Das Handy-Verbot in der Klinik ist weitestgehend aufgehoben. Über 300 Studien konnten keinen Nachweis erbringen, dass die Funkwellen medizinische Geräte stören. Lediglich ein paar Ausnahmen, zum Beispiel auf Intensivstationen, gibt es mancherorts noch.

10. Nur ein langer Schlaf ist ein gesunder Schlaf

Stimmt nicht! Wer morgens fit aus den Federn kommt, hat genug und gesund geschlafen– egal ob fünf, neun oder zwölf Stunden. Lange ausschlafen, etwa sonntags nach einer stressigen Woche, ist nicht empfehlenswert. Schlaf kann man nicht nachholen, der Rhythmus gerät aus dem Takt und montags sind wir dann schlapp.