Weiterlesen mit NEWS. Jetzt testen.
Lesezeit ca. 10 Min.

DIE 20 BESTEN LERNTIPPS FÜR LERNFÜR LERNDEUTSCH, MATHE DEUTSCH, UND FREMDSPRACHEN


schule - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 22.08.2019

Spickzettel und Eselsbrücken, Vokabel-Tabu und Rückwärts-Rechnen: Mit unseren Profi-Tricks macht Schülern das Lernen garantiert mehr Spaß – und sie verbessern nebenbei die Noten in den Kernfächern!


Artikelbild für den Artikel "DIE 20 BESTEN LERNTIPPS FÜR LERNFÜR LERNDEUTSCH, MATHE DEUTSCH, UND FREMDSPRACHEN" aus der Ausgabe 4/2019 von schule. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: schule, Ausgabe 4/2019

DEUTSCH

Ein Buch pro Stunde lesen – das kann doch nicht gehen? Stimmt! Aber mit Schnelllese-Tricks kann man in 60 Minuten das Wichtigste eines Romans oder Sachbuchs erfassen


01 BESSER LESEN

Wer den Sinn von Texten schwer versteht, scheitert nicht nur an der Textinterpretation, sondern oft schon an der Aufgabenstellung. Und das sowohl in Deutsch als auch bei längeren Aufgaben in allen Fächern. Schon früh sollten ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 4,99€
NEWS 30 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von schule. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 4/2019 von MAGAZIN: Neuer Lehrer, neues Glück – oder im Gegenteil?. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
MAGAZIN: Neuer Lehrer, neues Glück – oder im Gegenteil?
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von GLÜCK WUNSCH: DER WALKMAN WIRD 40. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
GLÜCK WUNSCH: DER WALKMAN WIRD 40
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von Klassenreise nach Luxemburg zu gewinnen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Klassenreise nach Luxemburg zu gewinnen
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von EINFACH OFFEN LERNEN. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
EINFACH OFFEN LERNEN
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von LERNEN MIT RÜCKENWIND. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
LERNEN MIT RÜCKENWIND
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von Guter Start: ins neue Schuljahr. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Guter Start: ins neue Schuljahr
Vorheriger Artikel
KEINE ANGST VOR DEADLINES!
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Latein – wie lernt man heute eine tote Sprache?
aus dieser Ausgabe

... Kinder sich daher angewöhnen, mit dem Gedruckten vor ihnen zu arbeiten: wichtige Wörter zu unterstreichen, farbig anzumalen und schwierige Wörter zu umkringeln.

Wichtig: immer wieder nachprüfen, welcher Strich und welcher Kringel einem eigentlich hinterher weitergeholfen hat. Hilfreich kann es dafür sein, einer anderen Person – einem Elternteil, einem Freund – die eigene Technik zu erklären.

02 SCHNELLER LESEN

Die ersten Stunden in Deutsch zum neuen Thema verpasst? In den Ferien doch faul gewesen, anstatt zu lesen, was Aufgabe war? Wer sich aus welchem Grund auch immer einen schnel len Überblick über ein Buch – egal ob Sachbuch oder Roman – verschaffen möchte, braucht dafür nur eine gute Stunde. Dann versteht man zumindest, worum es im Groben geht, und kann zur Not mitreden.

Sich einen Überblick verschaffen: Das klappt wunderbar mit der Mindmap-Technik und funktioniert für fast alle Fächer


SO FUNKTIONIERT’S:
SCHRITT 1:Zuerst fünf Minuten in dem Buch herumblättern. Klappentext, Inhaltsverzeichnis und/ oder Kapitelüberschriften sowie die ersten und die letzten zwei Absätze des Buches lesen. Das verschafft einen ersten Überblick über den Inhalt.
SCHRITT 2:Die verbleibenden knapp 60 Minuten durch die Anzahl der Kapitel teilen – so viel Zeit hat man pro Kapitel zur Verfügung.
SCHRITT 3:Ein Kapitel nach dem anderen wie ein Scanner lesen. Man gleitet mit den Augen aufmerksam von oben nach unten über die Seite, nimmt dabei Titel, Schlüsselwörter, Satzteile, hervorgehobene Textstellen wahr. Unbedingt der Versuchung widerstehen, interessante Abschnitte genau zu lesen!

TIPP: Der erste Satz eines Absatzes ist meist der wichtigste.

03 MIND-MAPS ZEICHNEN – AUCH IN DEUTSCH

Diese Technik kennen Schüler vor allem aus Fächern wie Biologie, wo sie etwa auf Lernplakaten eingesetzt wird, um ein Themengebiet zu gliedern. Genauso gut können Mindmaps aber auch helfen, den Inhalt eines Sachtextes, einer Kurzgeschichte oder gar eines Buches im Blick und im Griff zu behalten.

Das Besondere: Während in Bio erst recherchiert und zusammengetragen wird, entsteht eine Deutsch-Mindmap schon beim Lesen. Namen, Orte, Eigenschaften – alles, was für die Handlung eines Textes wichtig sein kann, wird notiert und miteinander verbunden. So entsteht ein guter Überblick, und man ist von Anfang an gezwungen, das Gelesene einmal zu durchdenken.

04 EINE FEHLERLISTE FÜHREN

Hier ein Rechtschreibfehler, da ein gefühltes Komma, dort drüben ein Ausdrucksfehler: Die wenigsten Schülertexte sind perfekt. Weil es in Deutsch in den höheren Jahrgangsstufen aber auf andere Dinge anzukommen scheint, bemühen sich viele Schüler nicht mehr, ihre Fehler auszumerzen. Damit verlieren sie spätestens in der Oberstufe wertvolle Punkte – und riskieren, bei neuen Lehrkräften (und später bei potenziellen Arbeitgebern!) auf Anhieb einen schlechten Eindruck zu hinterlassen.

Was hilft? Eine Fehlerliste führen. Darauf schreibt man nicht jedes vergessene Komma, aber alles, was häufiger vorkommt. Wieder „dass“ und „das“ verwechselt? Erneut nicht gewusst, ob vor „aber“ ein Komma kommt? Nachschlagen, wie es richtig geht, verbessern und rauf auf die Liste. Die kann man sich sogar über den Schreibtisch oder auf die Innenseite der Klotür hängen, denn: Schwaches Deutsch ist in allen Fächern peinlich bis hinderlich.

05 LITERATURGESCHICHTEN ENTDECKEN

Wer kennt sich schon mit Literaturgeschichte aus? Kaum etwas scheint vielen Schülern langweiliger. Dabei sind die Geschichten hinter den Literaten oft lustig und lehrreich. Dass Goethe und Schiller befreundet waren, kann man zum Beispiel als Deutsch-Faktum auswendig lernen – oder man merkt sich, dass Goethe den Kindern seines Freundes einmal eine Spielzeug-Guillotine mitbrachte. So etwas bleibt hängen.

TIPP: Schülern (und Erwachsenen) gehen oft gleich mehrere Lichter auf, wenn sie Filme über Schriftsteller und ihre Zeit sehen. Denn viele Dichter waren mit anderen Künstlern befreundet, sie hatten Kontakte zum Adel oder zur Politik. So verknüpfen sich plötzlich Literatur, Geschichte, Politik, Kunst und Musik – für die entsprechenden Schulfächer kann das nicht schaden.

Hüpfend lernen: Über so eine Überraschung freut sich unser Gehirn, da es in ungewöhnlichen Situationen besser arbeitet und sich neuen Stoff besonders gut merken kann


06 AUSWENDIG LERNEN MIT BLÖDELN

Unser Gehirn ist ein Meister der Effizienz. Es ist dazu geschaffen, Gefahren und Nahrung in Busch und Savanne schnell zu erkennen. Nebensächliches fällt im Vergleich dazu schnell raus. Das gilt leider auch für Schillers „Glocke“.

Wer einen scheinbar zusammenhanglosen Text auswendig lernen will, muss daher sein Gehirn überlisten – und das gelingt am besten mit Überraschung. Alles, was ungewöhnlich ist, hilft: Ein Gedicht etwa kann man singen, man kann dazu tanzen oder große Gesten machen. Dabei genügt es, ein-, zweimal im eigenen Kämmerchen ganz besonders albern gewesen zu sein – das Gehirn wird sich anschließend daran erinnern und die „Glocke“ besser behalten. Auf jeden Fall festigen Gestik und Mimik das Gelernte.

TIPP: Wenn Schauspieler sich lange Texte merken müssen, schreiben sie oft nur die Anfangsbuchstaben der Wörter, von jeweils einem Leerzeichen getrennt, hintereinander. Die Buchstaben erinnern so zwar noch an den ursprünglichen Text, aber sie zwingen das Gehirn dennoch, ihn zu abstrahieren.

Das gute alte Kopfrechnen sollten Schüler unbedingt üben. Ob in den Himmel gucken und die Hände falten dabei hilfreich ist? Ungewiss!


MATHE

07 MEHR KOPFRECHNEN

In Mathe ergeht es vielen Schülern in höheren Klassen wie alten Computern, mit denen man ins Internet will: Sie funktionieren schon noch, aber sie sind zu langsam. Sie kommen schlicht nicht mehr mit. Der Grund ist oft ganz banal: Viele Schüler können nicht richtig kopfrechnen.

Auch wenn es nach der Grundschule nicht mehr so auffällt, in Mathematik wird ständig im Kopf gerechnet. Ob Brüche kürzen, Klammern auflösen oder Einheiten umrechnen: Das kleine Einmaleins ist allgegenwärtig. Wer dann selbst für einfache Rechnungen einige Zeit oder gar den Taschenrechner benötigt, dem fehlt am Ende die Kapazität für die eigentliche Aufgabe. Deshalb unbedingt von der ersten Klasse an, aber auch noch in der weiterführenden Schule jede Gelegenheit nutzen, um Kopfrechnen zu trainieren!

08 GESELLSCHAFTSSPIELE NUTZEN

Zu den Gelegenheiten, schmerzfrei Kopfrechnen zu üben, gehören Gesellschaftsspiele. Von „Kniffel“ bis „Rommé“ gibt es etliche Spiele, bei denen man ganz nebenbei mit Zahlen umgeht – und einen Vorteil erzielt, wenn das schnell geht. Schon Vorschulkinder lernen beim „Mensch ärgere Dich nicht“, die Augen beim Würfel mit einem Blick zu erfassen und die gewürfelten Züge zu zählen. Und beim „Canasta“ kann man kaum gewinnen, ohne die Punkte auf dem Tisch und der eigenen Hand ständig im Blick zu haben.

TIPP:Wenn es bei einem Spiel eine Punkteliste gibt, lassen Sie sie vom Kind führen. Das trainiert und zeigt Ihnen ganz nebenbei, an welchen Stellen das Rechnen Ihren Kindern noch schwerfällt.

09 LAUT RECHNEN

Studien haben gezeigt, dass Menschen Matheaufgaben schneller richtig lösen, wenn sie dabei laut mitrechnen. Viel Gestik und Mimik unterstützen allgemein Merkvorgänge. Auch sich auf einem Zettel Nebenrechnungen und Skizzen zu notieren ist nach der Studie Erfolg versprechend. Letzteres funktioniert sogar bei Klassenarbeiten.

Zahlen spielend lernen: Zum Beispiel bei einer Runde „Kniffel“ oder einem „Mensch ärgere Dich nicht“-Nachmittag


10 EINFACH MAL SCHÄTZEN

Gleich in mehrfacher Hinsicht ist das Schätzen von Ergebnissen eine gute Übung:

Spickzettel schreiben: Diesen Tipp geben sogar manche Lehrer. Denn beim Zusammenfassen des Themas lernen die Schüler den Stoff meist gut. Das Herstellen eines Spickers ist also erlaubt – das Benutzen aber nicht!


Schätzen erfordert und fördert ein grundlegendes Gefühl für Größenordnungen: Ist der Kreis einen oder zehn Meter groß? Gibt es in Deutschland 100 oder 1000 Millionen Mobilfunkverträge? Wer gut schätzt, merkt schnell, wenn das eigene Rechenergebnis nicht stimmen kann. Das hilft auch enorm in Physik und Chemie002E
Was würden 1000 Millionen Mobilfunkverträge überhaupt bedeuten? Dass jeder Deutsche mehr als zwölf davon hat. Klingt wenig plausibel, oder? Beim Schätzen von reellen Zahlen ist man immer wieder gezwungen, den Verstand einzuschalten – nicht nur bei Textaufgaben ein Vorteil .
Beim Schätzen rechnet unser Gehirn, ohne dass uns das bewusst wird. Auf diesem Wege übt man also auch noch Kopfrechnen.

11 RÜCKWÄRTS RECHNEN

Mit schlichtem Auswendiglernen kann man auch in Mathe weit kommen: So mancher Schüler mogelt sich auf diese Art durch bis zur sechsten Klasse, ohne wirklich rechnen zu können. Spätestens dann erwarten die Lehrkräfte, dass ihre Schützlinge Aufgaben abstrahieren und in anderer Form begreifen und berechnen können. Bei den Auswendiglernern purzeln dann plötzlich die Noten. Ein guter Schutz vor diesem Schock ist, Matheaufgaben immer wieder auch rückwärts zu rechnen (bzw.sich vorrechnen zu lassen). Nur wer seinen Rechenweg in beiden Richtungen einem anderen erklären kann, hat ihn auch wirklich verstanden. Außerdem bietet das Rückwärtsrechnen viele Anlässe, Wissenslücken zu erkennen und zu schließen.

12 ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN

Dieses ist der simpelste aller Lern-Tipps, aber gerade für Mathe ist er elementar wichtig: Wenn man etwas können will, muss man es üben. Je mehr Übung, umso besser. Kopfrechnen? Muss man trainieren, bis das Einmaleins auswendig sitzt. Bruchrechnen? Kann man nicht zu viel üben. Gleichungen umformen? Wird umso einfacher, je häufiger man es macht.

13 SPICKER SCHREIBEN

Der Spickzettel hat seinen schlechten Ruf zu Unrecht. Denn seine größte Wirkung entfaltet er, bevor er überhaupt zum Einsatz kommt. Wer die wichtigsten Fakten für die nächste Mathearbeit auf einen kleinen Zettel pinnen möchte, muss den Unterrichtsstoff erst einmal sichten und verstehen, dann verinnerlichen und zusammenfassen. Was wollen Lehrer eigentlich mehr? Tatsächlich kennt fast jeder Schüler den Effekt, dass er seinen Spickzettel gar nicht hervorzuholen brauchte, weil er den Inhalt sowieso wusste.

Vorsicht aber bei Formeln und Grundwissen: Solche Dinge pinnt man gern von einem Spicker gleich wieder auf den nächsten – da bleibt dann nur noch wenig hängen.

FREMDSPRACHEN

14 EINFACH MAL MITSINGEN

Die Aussprache einer Fremdsprache ist für viele Schüler eine große Hürde – in Französisch noch mehr als in Englisch. Man hört sich selbst reden, und es klingt nicht richtig, irgendwie komisch. Da sagt man lieber nichts, als sich zu blamieren. Großer Fehler! Denn eine Sprache lernt man nur durchs Sprechen. Was fehlt, ist meist schlicht die Übung. Ohne Übung traut man sich nicht zu sprechen – ein Teufelskreis. Wem also vor der Klasse die Röte ins Gesicht steigt, der sollte auch zu Hause trainieren. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass man die effektivsten Möglichkeiten nutzen kann, um in die Aussprache der fremden Sprache einzutauchen: Singen, reimen, rappen – alles, was den Klang von Wörtern verstärkt, ist gut.

TIPP: Kindergedichte und -lieder sind für Anfänger hervorragend geeignet.

Alles auf Englisch: Das Smartphone auf eine Fremdsprache umzustellen ist gar nicht schwierig. Einfach unter Einstellungen auf „Sprache und Eingaben“ gehen – und die gewünschte Sprache wählen


15 VIRTUELL UMZIEHEN

Fast alle elektronischen Geräte und die meisten großen Internet-Seiten haben heute Spracheinstellungen. Wer in einer Fremdsprache ganz nebenbei mehr Routine bekommen möchte, zieht einfach virtuell in das entsprechende Land um: Smartphone, YouTube und Facebook auf Englisch umgestellt, und schon ist man von der Sprache umgeben. Zwar lernt man dadurch nicht automatisch schulrelevante Vokabeln, aber man gewöhnt sich an die Struktur der Sprache.

16 ZEIT MALENwären.

In allen Fremdsprachen sind die Zeiten schwierig zu verinnerlichen. Mal ehrlich, wer weiß schon, wo das deutsche Futur II auf einem Zeitstrahl anzusiedeln ist? Umso schwieriger ist das in Englisch oder Französisch. Gleichzeitig sind die deutschen Zeiten auch schon der richtige Lösungsansatz: Es lohnt sich, einmal einen großen Zeitstrahl mit allen Zeiten im Deutschen und den gelernten Fremdsprachen aufzuzeichnen. So sieht man leicht, an welcher Stelle der Vergangenheit oder Zukunft man sich bewegt – und hat im Idealfall am Ende nicht nur das present perfect, sondern auch das deutsche Imperfekt begriffen.

Lernen mit Vokabelkasten ist oldschool? Mag sein, aber funktioniert heute immer noch. Vor allem, wenn man diesen Fremdsprachen-Lern-Klassiker mit einem lustigen Vokabel-Tabu-Spiel kombiniert


DAS BUCH ZUM THEMAPräsentiert von:

Besser lernen: Die Reihe „Fit für die Klassenarbeit“ von Westermann bietet abwechslungsreiche Tests, hilfreiche Lerntipps und viele Übungen für zu Hause. Zum Beispiel „Fit für die Klassenarbeit-Gymnasium Englisch 5“, 13,95 Euro:
www.lernando.de/ artikel/978-3-7426-0003-5

Wichtig dabei: die Zeiten nicht als Punkte, sondern als Zeiträume (Balken mit Anfang und Ende) einzeichnen. Denn oft ist es wichtig, ob eine Handlung zu einem bestimmten Zeitpunkt schon abgeschlossen ist oder nicht.

17 ÜBUNGEN SELBST BASTELN

Ein Grammatiktest steht an, aber der Übungsstoff ist ausgegangen? Kein Problem! In Fremdsprachen kann man sich seine Aufgaben leicht selbst basteln.

SO FUNKTIONIERT’S:
Einen nicht zu schweren Text in der Fremdsprache aussuchen, in dem der passende Lernstoff (z. B. indirekte Rede, present perfect etc.) vorkommt. Das kann ein Beispieltext aus dem Schulbuch sein, aber auch ein Song, eine Nachricht aus dem Internet usw .
Den Text kopieren und dabei grammatikalische Elemente wie Verbformen, Präpositionen, Adverbien etc.abdecken bzw.rauslöschen .
Die Lücken per Hand wieder füllen und das Ergebnis mit dem Originaltext vergleichen.

18 EINEN VOKABELKASTEN BENUTZEN

Hier der Klassiker unter den Fremdsprachen-Lern-Tipps: Der Karteikasten ist tatsächlich eine höchst effiziente Methode, unzusammenhängenden Lernstoff wie eben Vokabeln dauerhaft zu verinnerlichen. Das gilt aber nur fürs Wiederholen! Was immer in den Kasten kommt, sollte man vorher schon gelernt und verstanden haben.

SO FUNKTIONIERT’S:
Ein Vokabelkasten hat typischerweise fünf Fächer, von denen das erste das kleinste und das letzte das größte ist. Auf jede Karte schreibt man eine Vokabel (von Hand, das ist wichtig – so prägt man sich von Anfang an die richtige Schreibweise ein). Auf der Vorderseite jeder Karte steht der fremdsprachliche Begriff, hinten die deutsche Bedeutung.Die Karten mit dem frischen Lernstoff steckt man in das erste Fach, das täglich oder zumindest alle zwei bis drei Tage durchgearbeitet wird. Wörter, die man auf Anhieb weiß, rutschen in das nächste Fach, die, welche man nicht oder nur stockend weiß, bleiben im ersten Fach stecken. Das zweite und alle weiteren Fächer werden in jeweils größer werdenden Zeitabständen bearbeitet. Kann eine Frage nicht beantwortet werden, wandert die Karte wieder ins erste Fach.

19 SPIELEND LERNEN

Der Vokabelkasten ist effizient, aber nicht sexy. Zur Auflockerung lohnt es sich, fremde Wörter einmal ganz anders zu üben – mit kreativen Spielen, etwa mit Vokabel-Tabu:

Benötigt werden eine Uhr, ein blickdichter Beutel und kleine Zettel. Jeder Spieler erhält drei Zettel und notiert darauf je zwei Begriffe: entweder zwei Prominente, zwei allen Spielern bekannte Freunde, zwei Tiere, Gegenstände oder Tätigkeiten. Die Zettel gibt man in den Beutel und bildet gleich starke Teams. Nun zieht ein Spieler einen Zettel und erklärt innerhalb einer Minute die beiden Begriffe darauf in der vereinbarten Fremdsprache seinen Teammitgliedern, ohne die Begriffe selbst zu verwenden. Errät die Gruppe beide Begriffe, behält sie den Zettel, und der Spieler darf einen weiteren ziehen. Falls nicht oder falls der Erklärer ein deutsches Wort verwendet, geht der Zettel zurück in den Beutel, und die nächste Gruppe ist dran. Es gewinnt das Team mit den meisten Zetteln.

Fünf weitere Vokabelspiele haben wir in unserem Internet-Magazin zusammengestellt:

www.magazinschule.de/magazin/ vokabeln-spielend-lernen

20 ESELSBRÜCKEN BAUEN

In England baut man Häuser aus Briketts. Denn Ziegelsteine heißen auf Englisch „brick“. Wer sich jetzt ein feines Londoner Reihenhäuschen ganz aus schwarzen Steinkohle-Briketts vorstellt, wird die Vokabel wahrscheinlich nicht mehr vergessen. Natürlich ist das Unsinn, aber genau darum geht es: Eselsbrücken funktionieren umso besser, je absurder sie sind, denn alles Ungewöhnliche merkt sich unser Gehirn leichter. Das gilt für alle Fächer, besonders aber auch für Fremdsprachen.

So erinnert einen der Satz „Matsch kann man nicht zählen“ daran, dass nach dem englischen „much“ immer unzählbare Dinge stehen („much money“ – im Gegensatz zu „many Euros“). Oder die gern missachtete Reihenfolge der Wörter in englischen Sätzen: Sie folgt dem wunderbaren Wort „SPOMPT!“ (Subject, Predicate, Object, Manner, Place, Time). Wer das Wort zehnmal laut ausspricht, hat schon wieder ein Grammatikproblem weniger


Fotos: GaelleMarcel@unsplash.com, freepik.com

Fotos: freepik.com.; Allen Taylor @unsplash.com

Fotos: gettyimages, freepik.com

Fotos: Thought-Catalog @unsplash.com, artem-beliaikin-belart84 @unsplash.com

Foto: freepik.com