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DIE AUTORITÄT


Stereo - epaper ⋅ Ausgabe 7/2021 vom 09.06.2021

HIFI EXKLUSIV PHONO-VORVERSTÄRKER

Nagra gilt als traditionsreiche „Wert-Marke“ für Präzision, Verarbeitung und audiophile Finesse. Warum das so ist, zeigt der neue Classic Phono. Dieser zelebriert das „Klangerlebnis Schallplatte“ auf ungeahntem, faszinierendem Niveau.


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Bildquelle: Stereo, Ausgabe 7/2021

Was zieht international beim anspruchsvollen Publikum noch stärker als „Made in Germany“? Genau: „Swiss Made“! Ob Rolex, Ricola, Victorinox oder Lindt - all diese Namen stehen für Spitzenleistungen in ihrem jeweiligen Bereich. Und für die professionelle Audio-Elektronik darf man die Liste getrost um Nagra ergänzen. Lässt man nur mal die so hochklassigen wie unverwüstlichen und deshalb berühmten Tonbandmaschinen der seit ihrer Gründung 1951 am Genfer See ansässigen Marke Revue passieren, scheint es fast, als habe das Unternehmen den honorigen Ruf von Produkten aus der Schweiz im Alleingang begründet.

Hallte dieser bis 1997 vor allem im ...

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... Studiosektor wider, bereichert Nagra seitdem bis hin zur in jeder Hinsicht ultimativen „HD“-Serie die HighEnd-Gefilde um etliche Preziosen. Darunter auch Phono-Vorverstärker - man denke nur an den pfiffigen, batteriegetriebenen BPS oder den bis vor kurzem die Top-Position dieser Gattung innehabenden VPS, der wie die gesamte kleine Linie, mit der Nagra anfangs die HiFi- Welt aufmischte, unlängst eingestellt wurde. An seine Stelle tritt der Classic Phono, der nun mithin zu Nagras Basislinie gehört. Doch was heißt das schon angesichts des hohen Anspruchs der Eidgenossen, die am Firmensitz in Romanel-sur-Lausanne viel Handarbeit für ihre Komponenten leisten - und sich dies entsprechend honorieren lassen. So ruft Nagra stolze 19.500 Euro für den flachen, im länglichen Gehäuse der „Classic“- Reihe steckenden Phono-Pre auf, wobei die optionale, jedoch bereits an dieser Stelle dringend angeratene „VFS-L“-Stellplatte (siehe Kasten) noch obendrauf kommt. Und was erhält man dafür? Nun, zum Beispiel den besten Phono-Vorverstärker, den STEREO zu testen je das Vergnügen hatte. Dass der Nagra unsere bewährten Referenzen in Bedrängnis bringen würde, hatten wir erwartet. Doch es gab kein zähes Ringen, sondern „kurzen Prozess“. Wir hatten eine erlesene Weißpressung des 45er-Reissues von „The Guitar Artistry Of Charlie Byrd“ auf den Transrotor Rondino nero gelegt und die Nadel von EMTs Super-MC JSD Pure Black vor „Speak Low“ in die Rille gesenkt.

Eine Machtdemonstration

Was folgte, lässt sich kaum anders denn als Machtdemonstration bezeichnen. Genau den Ton wie die Gestimmtheit treffend standen Byrd und seine Begleiter zwischen den Lautsprechern. Das Klangbild war groß, von ruhigem Atem und zugleich musikalischer Spannung geprägt, funkelte vor Lebendigkeit und Details, und als der Gitarrist im Mittelteil des anregend fließenden Spektakels vehement in die Saiten griff sowie aufs Holz klopfte, wurde es einfach nur jäh lauter, doch kein bisschen enger oder ungeordneter. So selbstverständlich, entschlossen und mit natürlicher Anmut, ja, einfach großartig kriegten das die bisherigen Platzhirsche so nicht hin. Der Classic Phono markierte deutlich sein damit frisch erobertes Revier. Natürlich trugen sämtliche beteiligten Komponenten - wir hatten uns etwa noch Cardas Audios famoses Kabel Clear Beyond Phono organisiert - zum grandiosen Ergebnis bei. Doch der im Normalfall mit je einem individuell schaltbaren Eingang für MCund MM-Abtaster ausgestattete Schweizer machte den entscheidenden Unterschied. Eine echte Besonderheit besteht in der Möglichkeit, alte, noch nach Teldec- beziehungsweise Columbia-Kennlinie produzierte Schallplatten mit der korrekten Entzerrung und damit tonal richtig wiederzugeben, was sich auf vor 1955 gepresste Scheiben bezieht, also für Sammler von Originalpressungen interessant ist. Was danach kam - und natürlich auch moderne Neuveröffentlichungen von Titeln aus dieser Ära -, entspricht der gültigen RIAA-Norm.

Zwischen den beiden Übertragern sitzt die kleine Steckplatine zur MC-Widerstandsanpassung. In diesem Fall hatten wir 270 Ohm gewählt.


TEST-GERÄTE

Plattenspieler: Transrotor Rondino nero/TRA 9/2.1 und 800-S, Transrotor VISION/ SME Series V

Tonabnehmer: MC: Clearaudio Jubilee MC, EMT JSD Pure Black, Transrotor Figaro, Vertere Mystic

MM: Clearaudio Charisma V2, Ortofon 2M Black LVB 250

HighOutput-MC: Benz ACE H

Phono-Vorstufen: Accustic Arts Tube Phono II, Brinkmann Edison Mk II, Nagra VPS

Phono-Kabel: Cardas Clear Beyond Phono, HMS Gran Finale Jubilee Phono, Boaacoustic Silver Galaxy Phono

Vor-/Endverstärker: Accustic Arts Preamp III/AmpII- MK4

Lautsprecher: B&W 800 D3, Dynaudio Confidence 50

Kabel: Boaacoustic Evolution Black.serie, HMS Suprema (NF/LS/Netz)

STICHWORT

RIAA-Norm

Beim Schallplattenschnitt werden tiefe Frequenzen abgesenkt und hohe angehoben. Bei der Wiedergabe muss spiegelbildlich „entzerrt“ werden. Die dafür gültige Kennlinie wurde von der „Recording Industry Association of America“ 1955 verbindlich festgelegt.

NAGRA-TRADITION: RÖHREN & ÜBERTRAGER

Nach dem Öffnen des Deckels von Nagras Phono-Pre gehen dem Technik- Fan die Augen über: höchstwertige Bauteile en masse in durchdachtem Konzept und penibelster Verarbeitung. So werden MC-Signale zunächst pro Kanal von einem im durchgeglühten Mumetallgehäuse verkapselten Trafo-Übertrager 1der „Nagra- Liga“ - Insider wissen, was das bedeutet - um 16 Dezibel aufgepäppelt. Deren Spulendraht wurde kryogenisch behandelt, und die Kerne sind die gleichen wie die im 63.000 Euro teuren „HD Preamp“. Höchste Phasenstabilität war ein zentrales Ziel dieser von Nagra-Spezialisten im Haus gefertigten Parts. Die Eingangsstufe 2bildet eine nach niedrigsten Eigengeräuschen selektierte Doppeltriode aus Genalex‘ „Gold Lion“-Serie des Typs B759 (ECC83) mit induktionsfreier Heizung, gefolgt von einer nicht minder streng ausgewählten B739 (ECC81), die gemeinsam 38 dB Verstärkung erzeugen. Die Entzerrungen - neben RIAA gibt‘s noch zwei weitere Kennlinien - werden klassisch aus herstellerspezifizierten Kondensatoren, Spulen und Widerständen gebildet 3. Die beiden E88CC im Ausgang 4sind ebenfalls Nagras Super-Pre entlehnt. Bei „Gain High“ heben sie den Pegel um 10 dB an. Die Signalkopplung erfolgt über Polypropylenkondensatoren exakter Spezifikationen plus kleinen „Jupiter Copper Foil“-Typen, die an „strategisch wichtigen Stellen“ sitzen. Aufwand auch bei den gegen Trittschall mittels kleiner Gummiringe dämpfend aufgehängten, vierlagigen Platinen mit goldbeschichteten Leiterbahnen und optimierter Masseführung. Ein hochmodernes Feature des Classic Phono ist sein auf 200 Kilohertz getaktetes Doppel- Mono-Schaltnetzteil 5für die kanalgetrennt ausgeführten Hochvolt-Spannungsversorgungen 6, das sich dank üppiger Filterung durch eine Phalanx von Polypropylenkondensatoren mucksmäuschenstill verhalten, zugleich jedoch extrem flink auf Leistungsanforderungen reagieren soll.

Zum Lieferumfang gehören numerierte Steckplatinchen zur Anpassung von Eingangswiderstand oder -kapazität mit praxisgerechten Werten. Sonderanfertigungen sind möglich.


Typisch für Nagra-Geräte ist das „Modulometer“ genannte, exakt geeichte und per winzigem Kippschalter nach urigen Sonneund Wolken-Symbolen mehrstufig dimmbare Pegelinstrument. Hier lässt sich erkennen, wie hoch der Classic Phono im Mittel ausgesteuert ist. Im Zusammenspiel mit MM- und MC-Tonabnehmern gängiger Ausgangsspannung pendeln die Zeiger um die Minus-Zehn-Dezibel-Marke. Bei Einsatz besonders „leiser“ MCs beziehungsweise mancher HighOutput-MCs, die bekanntlich am MM-Input laufen, lässt sich der Pegel der Röhren-gestützten Ausgangsstufe um zehn dB anheben, was für praxisgerechte Spannungen zum nachfolgenden Verstärker hin sorgt. „Gain High“ sollte indes nur in diesen Fällen geschaltet werden, da so die Performance zackiger und akzentuierter gerät, während diese Einstellung in Verbindung mit normalen MM- und MC-Typen - erkennbar an über „0 dB“ schwingende Zeiger - eine leicht angestrengte Note erzeugt. Im Zweifelsfall einfach ausprobieren!

Und noch etwas ist im Umgang mit dem Classic Phono unbedingt zu beachten: Wer meint, dass die Netzphase hier egal sei, weil sein Mess- oder Prüfgerät am hoch getakteten Schaltnetzteil des Nagra indifferente Angaben liefert, der irrt. Klanglich gibt es eine eindeutige Vorzugsrichtung (siehe Schema im Labor-Kommentar). Wer aufs Geratewohl und damit im Zweifel falsch anschließt, verliert einiges der grandiosen Offenheit, Spielfreude und Geschmeidigkeit des Schweizers.

Eleganz & Sinnlichkeit

Und das wäre nicht nur ein Jammer, sondern fast ein Verbrechen. Denn der mittels kleiner Platinen - eine praxisgerechte Auswahl ist im Lieferumfang, Sonderwünsche erfüllt Nagra gern - und Jumper exakt auf den jeweiligen Tonabnehmer anpassbare Classic Phono ist dazu angetan, selbst abgebrühtesten Vinylhörern Respekt abzufordern.

James Taylors mit ebenso profunder wie knackiger Basslinie gesegnetes „Her Town Too“ (MFSL-Pressung) stand in kaum je zuvor erlebter Selbstverständlichkeit wie blankgeputzt und durchgestrafft, aber perfekt homogen zwischen den Lautsprechern. Die feinen Gitarrendetails blinkten wie Sterne vor rabenschwarzem Hintergrund delikat aus dem organischen, lebendigen Tonkosmos. Das sich zu einer gewaltigen Collage aus verschiedensten Klängen vor dem Hörer aufbauende „Out Of This World“ von The Cure erschien genau so: mächtig und in seiner dichten Komplexität faszinierend, dabei bis in die letzte Faser, zu der wir bis dahin noch nicht vorgedrungen waren, klar definiert, was in voller Konsequenz jedoch nur gelang, wenn der Nagra auf der VFS-L-Basis „ruhte“.

Nagras von einem Neun-Volt-Block gespeister BPS (o.) wie auch der Röhren-bestückte, kürzlich eingestellte VPS (u.) verstärkten MCs mittels hochwertiger Übertrager.


DAMIT HABEN WIR GEHÖRT

Kenny Wheeler: Music For Large & Small Ensembles

Das Treffen von Big Band und Modern Jazz kreiert bestechende Musikerlebnisse. Die Aufnahme fordert jede Anlage.

Menotti/Barber: Violin Concertos

Zwei überaus reizvolle Violinkonzerte in betörender Klangqualität: weiträumig atmend, energisch zupackend und von opulenter Farbigkeit.

PRECISION PROOF

Einen sichtbaren Beleg seiner Präzision lieferte der Nagra im Labor ab. Sein „Modulometer“ ist nämlich alles andere als nur ein vages „Schätzeisen“. Als wir den Classic Phono laut Messgerät exakt auf 1 Volt Ausgangsspannung einstellten, standen dessen kanalgetrennt anzeigende Nadeln genau übereinander auf Position „0 dB“ (o.), was laut Eichung eben 1 Volt entspricht. Bingo!

Ganz sicher bringt der Classic Phono jedoch Liebhabern orchestraler Werke oder von Opernmusik einen großen Gewinn. Stellvertretend sei Reference Recordings’ in jeder Hinsicht überragende Einspielung zweier Violinkonzerte von Gian Carlo Menotti und Samuel Barber erwähnt - eine der besten Orchesteraufnahmen aus dem daran ohnehin reichen Fundus von Reference Recordings. Die holografi schen Qualitäten bei der Abbildung der Musikergruppen, die sinnliche Verdeutlichung des Timbres ihrer Instrumente sowie die atmende, fl irrende Aura des ganzen Drumherums setzten Maßstäbe. Einmal mehr wirkte die Darbietung wie aus einem Guss und zugleich vollkommen unverstellt sowie aufgefächert, was dazu führte, dass die kompositorischen Perspektiven, also die musikalische Aussage, nachdrücklich herausgearbeitet wurde.

Der Nagra löst den Knoten

Keine Frage: Top-Schallplatten erfahren duch den Phono-Virtuosen aus der Schweiz eine klare Aufwertung, indem sie zeigen können, was in ihnen steckt. Doch der wahre Vorzug einer HighEnd-Phono -Vorstufe liegt insbesondere in der „Entkrampfung“ kritischer Scheiben wie etwa Kenny Wheelers Big-Band-Projekt „Music For Large And Small Ensembles“. Dies ist schwieriges Terrain, bei dem es nicht selten durch wild wucherndes Klangdickicht geht, in dem sich die vielschichtigen obertonreichen Blasinstrumente allzu leicht akustisch ineinander verhaken und sofort nerven, sobald etwas nicht stimmt, während Norma Winstones hingehauchte Stimme einige dieser engen Passagen elfengleich umschwebt und dabei keinesfalls von der sich prägnant und ungestüm in den Vordergrund spielenden Band bedrängt werden darf.

Als Fan dieses herausragenden Albums hat man Tränen in den Augen, wenn man erlebt, was ein Top-Plattenspieler, -Abtaster und eben entsprechender Phono-Pre aus dieser anspruchsvollen Musik machen; wie sich plötzlich energetische Knoten lösen, Schärfen zu Strahlkraft und das nicht nur einfachere Elektronik zuweilen überfahrende Pressing zu die Akteure trennender Auffächerung umgewidmet werden sowie überhaupt Gelöstheit und Natürlichkeit triumphieren. Und an die Stelle einer sich zuvor in gläserner Härte äußernden Künstlichkeit sowie eines gegenüber dem Ansturm der Big Band hilfl os ergebenen Wegduckens tritt die geschmeidige Kultivierung deren Intensität. So wie über Nagras Classic Phono habe ich das jeder Komponente unerbittlich auf den Zahn fühlende Meisterwerk jedenfalls noch nicht erlebt und muss zugleich Abbitte leisten, dass ich bislang dessen klangliche Einschränkungen der Aufnahme zugerechnet hatte. Wer sich nicht in hifi delen Gedankenwelten bewegt, kann derlei Glücksmomente wohl kaum ermessen. Es ist, als ob man entdeckt, dass ein geliebtes, aber vermeintlich nicht ganz wohlgeratenes Kind am Ende doch ein Herz aus Gold hat.

Dieses besitzt Nagras phänomenaler Classic Phono allemal. Er setzte sich so auffallend deutlich von seinen Mitbewerbern ab, dass er ab sofort als alleinige Autorität die Referenzklasse der Phono-Vorverstärker beherrscht. Ein äußerst befriedigendes, aber fi nanziell ambitioniertes Vergnügen. Und um den „Swiss Made“-Pre in voller Pracht zu erleben, braucht’s obendrein noch den kostspieligen VFS-Thron. Nun ja, auch der HiFi- Adel ist eben verpfl ichtend…

DER THRON DES PHONO-KÖNIGS

Was wäre ein Regent ohne seinen Herrschersessel? Dieser ist Nagras auf Gewicht und Größe des Classic Phono angepasster „Vibration Free Support Large“ (VFS-L), der die noble Erscheinung des Phono-Pre noch unterstützt. Doch hier geht es um mehr. So soll die Basis schädliche Erschütterungen vom Gerät fernhalten. Auf diese reagieren insbesondere Röhren sensibel. Der als Zubehör gelieferte „Thron“ besteht aus zwei Aluminiumplatten, die individuell auf speziell abgestimmten Hightech-Dämpfern gelagert sind. Jeweils vier „Arrays“ (l.) aus ihnen sind unter und zwischen den Lagen angebracht und sorgen für die effektive Entkopplung von der Stellfl äche. Die feste Verbindung zum Gerät sichern vier Metallkegel mit einer harten Kugel aus dem Kunstharz Delrin an der Spitze, die an die Stelle der originalen fl achen Füßchen rücken (o.). Winzige Vertiefungen in der oberen Platte geben die defi nierte Position vor. In unseren Tests erzielte der Classic Phono auf der rund 1950 Euro teuren VFS-Basis seine volle Transparenz, Dreidimensionalität und Geschmeidigkeit, weshalb man das Set als zwingende Einheit betrachten sollte.