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DIE BES T EN: MONTAGEN: DER BODENTASTER: Hart am Grund


ANGELSEE aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 30.11.2018

Im Winter halten sich die Forellen bevorzugt in Grundnähe auf – und genau da muss man sie auch befischen. Daniel Cunz setzt dann auf eine„Stehaufmännchen“-Montage. Der Bodentaster kann sowohl passiv als auch aktiv gefischt werden.


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Bildquelle: ANGELSEE aktuell, Ausgabe 10/2019

Der Bodentaster ist ein spezielles „Blei“ fürs grundnahe Angeln. Er versinkt nicht im Sediment, die Schnur läuft frei durch eine Öse.


Daniel Cunz stellt sie vor, die besten Montagen. Der Niedersachse (37) nahm schon mit sechs Jahren die Angel erstmals in die Hand. Und nach und nach entwickelte er eine Vorliebe für das aktive Angeln und speziell die Forellenfischerei. Neben ...

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... den Salmoniden reizen ihn alle Raubfische, egal ob Hecht, Waller oder Zander.


Bei niedrigen Wassertemperaturen halten sich die Forellen meist in Grundnähe auf. Dann muss man den Köder auch knapp über dem Grund anbieten, sonst bleiben die Bisse aus. Das geht mit einem klassischen Grundblei, aber noch besser mit dem sogenannten Bodentaster. Beim Bodentaster handelt es sich um ein spezielles Gewicht fürs Grundangeln. Das Gewicht befindet sich im unteren Bereich; im oberen Bereich ist der Bodentaster stabförmig mit einer Öse, durch die die Hauptschnur verläuft. Darüber hinaus weist der Bodentaster eine gewisse Auftriebskraft aus, wodurch er im Wasser leichter ist als das angegebene Gewicht. Er weist dann nur noch ein Viertel des Gewichts auf. Er steht außerdem aufrecht am Gewässergrund. Folge dieser Konstruktion: Ein Bodentaster versinkt nicht so leicht im Gewässergrund wie ein vergleichbar schweres Grundblei. Besonders in Gewässern mit stark schlammigem Boden ist das ein großer Vorteil.

So sieht die Montage fürs passive Angeln aus. Möchte man aktiv angeln und größere Gewässerbereiche absuchen, lässt man das auf dem Vorfach befindliche Blei einfach weg.


Der schlanke „Hals“ des Bodentasters sorgt dafür, dass sich die Hauptschnur oberhalb des Gewässerbodens befindet und frei durch die Öse läuft. Dadurch hat man eine gute Bissanzeige und die Forelle kann beim Biss widerstandslos Schnur abziehen. Gerade bei trägen Salmoniden ist das ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Bienenmaden sind ein guter Köder für den Einsatz an der Bodentaster-Montage. Man muss den Larven allerdings Auftrieb verleihen, am besten mit einer Styroporkugel.


Bodentaster gibt es in verschiedenen Gewichtsklassen. So umfasst beispielsweise das Angebot von Iron Trout diverse Modelle zwischen 6 und 20 Gramm. Mit den schweren Bodentastern kann man also auch weit entfernt liegende Stellen gut anwerfen. Der Aufbau einer Bodentaster-Montage ähnelt dem einer klassischen Grundblei-Montage. Man sollte sich allerdings vor dem Bau der Montage entscheiden, ob man aktiv oder passiv angeln möchte – beides ist möglich. Denn beim Aufbau gibt es einen kleinen Unterschied.

PASSIV MIT AUFTRIEB

Wenden wir uns zunächst dem Aufbau der passiven Bodentaster-Montage zu. Man benötigt neben dem Bodentaster eine Perle, einen Stopper, einen Dreifachwirbel sowie ein kleines Blei (als Beschwerung fürs Vorfach) und ein Vorfach mit Haken. Zuerst wird der Bodentaster auf die Hauptschnur gefädelt. Wichtig ist, dass man den Bodentaster nicht mit Hilfe von anderen Utensilien wie etwa einem Anti-Tangle-Röhrchen oder einem Wirbel mit der Hauptschnur verbindet. Solche Modifikationen führen dazu, dass der Bodentaster die Fähigkeit verliert, aufrecht im Wasser zu stehen. Die beschriebenen Vorteile wären so dahin.

Hat man den Bodentaster auf die Schnur gefädelt, werden Perle und Gummistopper aufgezogen. Danach knüpft man den Dreifachwirbel an die Hauptschnur und zieht den Stopper bis zum Knoten. So ist der Knoten vor Beschädigungen geschützt.

Kommen wir nun zum Vorfach. Der Haken darf eine Nummer kleiner und dünndrahtiger ausfallen als im Herbst, da die Forellen bei niedrigen Wassertemperaturen zu kleineren Ködern tendieren. Da muss auch der Haken etwas unauffälliger sein. Auf dem Vorfach wird ein kleines Gewicht (etwa 1 Gramm) angebracht. Vom klassischen Schrotblei rate ich jedoch ab, da man das Blei zwischendurch immer mal auf dem Vorfach hin und herschiebt, um die Auftriebshöhe zu variieren. Bei der Verwendung eines scharfkantigen Bleischrots kann es passieren, dass das Vorfach beschädigt wird. Besser ist ein kleines Slim-Blei, das man zwischen zwei Gummistoppern fixiert. So wird bei der Befestigung und beim Verschieben das Vorfach nicht beschädigt.

Wichtig ist, dass die Köder fürs Angeln mit der Bodentaster-Montage auftreiben. Sinkende Köder legen sich auf den Gewässergrund oder versinken sogar im Sediment. Auf diese Weise wird man kaum eine Forelle fangen. Auftreibende Forellenpaste ist ein guter Köder. Lebendködern und sinkender Paste kann man mit einer Styroporkugel Auftrieb verleihen. Die Kugel wird einfach auf dem Hakenschenkel platziert. Um den Köder noch attraktiver zu gestalten, bieten sich Dips oder Sprays an. Ich verwende gerne den sogenannten Duckdip sowie einen Dip mit Knoblauch-oder Muschel-Aroma.

Nach dem Auswerfen wird die Rute abgelegt. Damit die Forelle beim Biss Schnur abziehen kann, öffnet man die Rollenbremse. Komfortabler ist das Angeln mit einer Freilaufrolle (etwa der Statio FS von Iron Trout). Ich setze auch gerne einen Einhänge-Bissanzeiger ein, damit ich sofort weiß, wenn sich eine Forelle am Köder zuschaffen macht.

Ein Einhänge-Bissanzeiger hilft beim passiven Angeln zu erkennen, wenn eine Forelle den Köder genommen hat.


Die Bienenmade befand sich auf „Standhöhe“ der Forelle. Da ließ der Biss nicht lange auf sich warten.


AKTIV OHNE BLEI

Nun noch zum Aufbau der aktiven Bodentaster-Montage. Mit dieser Methode sucht man die Fische im Gewässer. Die Montage ist gleich der passiven Montage mit dem Unterschied, dass man das kleine Blei auf dem Vorfach weglässt. Die bereits genannten Köder können auch bei der aktiven Montage eingesetzt werden. Beim aktiven Angeln verfährt man nach der Devise „Stop and Go“. Nachdem der Bodentaster ausgeworfen wurde und absinkt, kurbelt man die Montage langsam einen Meter ein. Dabei sinkt der Köder ab, steigt dann aber wieder langsam auf. Die Rute wird nicht abgelegt, sondern man hält sie so in der Hand, dass sie einen rechten Winkel zum Wasser bildet. Nun wiederholt man den Vorgang und sucht auf diese Weise so lange das Gewässer ab, bis man die Fische ausfindig gemacht hat. Wer Vorfächer zwischen 70 und 200 Zentimeter Länge dabei hat, kann darüber hinaus noch die unterschiedlichen Wasserschichten befischen.

Gerade bei Minusgraden sollte man darauf achten, dass die Rute mit relativ großen Schnurlaufringen ausgerüstet ist. Die vereisen nämlich nicht so schnell. Ich verwende am liebsten die Iron Trout Sphiro Trout RX-L oder RX-H in 3,90 Meter Länge. Mit diesen Ruten kann man das komplette Spektrum der Bodentaster sehr gut einsetzen.

Fürs Angeln mit dem Bodentaster empfiehlt Daniel Cunz eine Freilaufrolle. So kann die Forelle beim Biss widerstandslos Schnur abziehen.