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Die besondere Medaille


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Münzen & Sammeln - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 30.10.2019

Der Bildhauer und Medailleur Alfred Thiele Teil 1


In „Münzen & Sammeln“ wurde bereits eine Reihe von Medailleuren der von Melchior zur Strassen an der Königlichen Kunstakademie und Kunstgewerbeschule zu Leipzig begründeten Bildhauerschule der Medailleure vorgestellt: Hugo Becker (Hefte 4/2019, 5/2019 und 6/2019), Felix Pfeifer (Hefte 10/2018, 11/2018 und 12/2018), Carl Ludwig Seffner (Hefte 1/2019, 2/2019 und 3/2019).
In der vorliegenden Ausgabe wird diese Reihe mit Medaillen des Leipziger Bildhauers und Medailleurs Alfred Thiele fortgesetzt.
Alfred Thiele wurde am 21. September 1886 in Leipzig geboren, ...

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Bildquelle: Münzen & Sammeln, Ausgabe 11/2019

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In „Münzen & Sammeln“ wurde bereits eine Reihe von Medailleuren der von Melchior zur Strassen an der Königlichen Kunstakademie und Kunstgewerbeschule zu Leipzig begründeten Bildhauerschule der Medailleure vorgestellt: Hugo Becker (Hefte 4/2019, 5/2019 und 6/2019), Felix Pfeifer (Hefte 10/2018, 11/2018 und 12/2018), Carl Ludwig Seffner (Hefte 1/2019, 2/2019 und 3/2019).
In der vorliegenden Ausgabe wird diese Reihe mit Medaillen des Leipziger Bildhauers und Medailleurs Alfred Thiele fortgesetzt.
Alfred Thiele wurde am 21. September 1886 in Leipzig geboren, gestorben ist er am 19. September 1957 in seiner Vaterstadt Leipzig. Nach dem Besuch der höheren Bürgerschule bis 1902 absolvierte er eine Lehre als Holzbildhauer und Steinmetz. Von 1905 bis 1908 studierte er an der Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig und erhielt eine Ausbildung zum akademischen Bildhauer. Seine Lehrer waren dort Adolf Lehnert und Bruno Héroux. Abgeschlossen har er seine Ausbildung 1910 in München. Danach ließ sich Alfred Thiele als freischaffender Künstler in seiner Heimatstadt Leipzig nieder.
Im Jahr 1914 wurde Alfred Thiele für sein bildhauerisches Werk der „Rompreis“ zuerkannt, mit dem ein einjähriger Studienaufenthalt in Italien verbunden war. Infolge des Ersten Weltkriegs konnte der Künstler aber erst 1926 nach Italien reisen. 1921 wurde Alfred Thiele die Leitung der Abteilung Plastik der Leipziger Kunstgewerbeschule übertragen. die er von 1921 bis 1953 ausübte.
Einem 1946 erfolgten Ruf nach Halle (Kunsthochschule Burg Giebichenstein) ist er ebenso wenig gefolgt wie einem Ruf nach Olbernhau zum Aufbau einer Schnitz- und Keramikschule, „um meiner Vaterstadt treu bleiben zu können trotz vieler Schwierigkeiten.“
Noch vor 1910 entstanden dann erste Medaillen und Plaketten von seiner Hand, so daß er bereits 1910 Kollektionen seiner Medaillen und Plaketten in der „Kunsthütte Chemnitz“ und 1911 in einer Ausstellung des Kunstvereins im thüringischen Altenburg vorstellen konnte. Zu letzterer Ausstellung wurde in einer Zeitung angemerkt „Zumal die Köpfe einiger Hochschulprofessoren sind äußerst fein und charaktervoll modelliert. Am meisten Interesse dürften aber bei den Altenburgern die Profilköpfe des Königs Friedrich August von Sachsen und des Dr. Georg Göhler erregen …“.
Charakteristisch für die frühen, großen, gegossenen Hohlguß-Porträtmedaillen von Alfred Thiele sind ein hohes Relief und die Schrift auf dem breiten Rand.

Von Alfred Thiele geschaffene Bronze-Plakette o. J. auf Dr. med. Ferdinand Götz (1826–1915), den Vorstandsvorsitzenden der deutschen Turnerschaft. Brustbild von der rechten Seite, rechts die römische Jahreszahl MCMX (1910), links die Signatur A. THIELE. In der rechten oberen Ecke steht viermal der Buchstabe F in den Winkeln eines Kreuzes (steht für den Wahlspruch der Turnerschaft: FRISCH FROMM FRÖHLICH FREI). Die zweizeilige Inschrift unten lautet GEH. SANITÄTSR. / DR. FERD. GOETZ. Auf der Rückseite befindet sich ein Eichen- und ein Lorbeerzweig. Zusammen mit seinem Freund, dem Unternehmer Karl Heine (1819–1888), war er Gründer bzw. Initiator zahlreicher Bürger- und sozialer Vereine in Leipzig. Goetz war wesentlich an der Organisation des XII. Deutschen Turnfests 1913 in Leipzig mit mehr als 60 000 Teilnehmern beteiligt und hielt dort als 87-jähriger die Festrede.

Achteckige Bronzemedaille 1912 von Alfred Thiele auf den beliebten und volkstümlichen sächsischen König Friedrich August III. (1904–1918). Porträt des Königs in Uniform nach links, unten die Inschrift in drei Zeilen FRIED. AUG./ KOENIG / v. SACHSEN, oben die Jahreszahl MCMXII, ganz rechts, senkrecht gestellt die Künstlersignatur ALF. THIELE. Auf der Rückseite befindet sich ein Eichen- und ein Lorbeerzweig.

Die besondere Medaille

Bronze-Hohlgußmedaille 1911 von Alfred Thiele auf den 60. Geburtstag des Leipziger Künstlers (Maler) Arthur Liebsch (1851–1931). Kopfbild nach links, im Nacken steht die Künstlersignatur ALF. THIELE. Umschrift auf dem Rand: oben ARTHUR LIEBSCH Z. S. 60. GEBURTSTAG, unten VIII.V. MCMXI


Bronze-Hohlgußmedaille 1915 von Alfred Thiele auf den 100. Geburtstag von Fürst Otto von Bismarck. Kopfbild nach rechts, im Nacken steht die Künstlersignatur ALF THIELE. Umschrift auf dem Rand: FÜRST BISMARCK / MDCCCXV I. APRIL MDCCCCXV