Lesezeit ca. 7 Min.

Die beste Ernährung gegen Krebs


Logo von Gong
Gong - epaper ⋅ Ausgabe 39/2022 vom 23.09.2022

GESUNDHEIT

Artikelbild für den Artikel "Die beste Ernährung gegen Krebs" aus der Ausgabe 39/2022 von Gong. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Gong, Ausgabe 39/2022

PLUS 3 GESUNDE REZE P TE FÜR DEN ALLTAG

Kaum eine Krankheit löst solche Ängste aus wie Krebs. Selbst wenn Ärzte heute vielen Patienten helfen können, ist das Leiden längst nicht besiegt. Jährlich erkranken weltweit rund 20 Millionen Menschen an einem Tumor, in Deutschland sind es etwa 500.000. Über den Zeitraum des ganzen Lebens betrachtet, trifft es also jeden Zweiten.

Die gute Nachricht: Wir alle können dazu beitragen, diese Zahlen zu senken. Denn: „Etwa die Hälfte aller Krebserkrankungen entsteht heute durch schlechte Ernährung in Kombination mit einem ungesunden Lebensstil“, berichten die Ernährungs-Docs aus der gleichnamigen NDR-Serie in ihrem neuen Ratgeber „Unsere Anti-Krebs-Strategie“ (siehe Buchtipp Seite 8). Für Dr. Jörn Klasen, Dr. Matthias Riedl und Dr. Silja Schäfer steht fest: „Bereits eine normale ausgewogene Ernährung reduziert das Risiko deutlich.“

Die 10 häuf igsten K ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 0,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Gong. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 39/2022 von Geparde in der Masai Mara ZEIT DER ZÄRTLICHKEIT. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Geparde in der Masai Mara ZEIT DER ZÄRTLICHKEIT
Titelbild der Ausgabe 39/2022 von GROSS, GRÖSSER, HELENE. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
GROSS, GRÖSSER, HELENE
Titelbild der Ausgabe 39/2022 von Ein HOTEL schreibt Geschichte. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Ein HOTEL schreibt Geschichte
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
Geparde in der Masai Mara ZEIT DER ZÄRTLICHKEIT
Vorheriger Artikel
Geparde in der Masai Mara ZEIT DER ZÄRTLICHKEIT
GROSS, GRÖSSER, HELENE
Nächster Artikel
GROSS, GRÖSSER, HELENE
Mehr Lesetipps

... rebsarten nach Gesch lecht

In den letzten Jahren haben Wissenschaftler in Sachen Vorbeugung, Diagnose, Therapien und Nachsorge zahlreiche Erkenntnisse gewonnen, was die Heilungschancen wesentlich verbessert hat. „Das Sterberisiko ist in den letzten Jahren bei fast allen Krebsarten gesunken“, berichten die TV-Ärzte. „Fünf Jahre nach der Diagnose leben etwa zwei Drittel der Betroffenen noch.“ Zum Vergleich: Vor 30 Jahren überlebte nur die Hälfte der Patienten diesen Zeitraum.

Bei der Entstehung der Krankheit spielen – neben dem Schicksal – natürlich auch genetische Faktoren eine Rolle. Obwohl Krebs an sich nicht vererbbar ist, haben Menschen, in deren Familie er häufig vorkommt, ein höheres Risiko. Eine entscheidendere Rolle spielt jedoch der Lebensstil, vor allem Tabakkonsum, falsche Ernährungsweise, Bewegungsmangel, Übergewicht, hoher Alkoholkonsum oder fehlender Sonnenschutz. „So gehen Studien, unter anderem von der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC), davon aus, dass zu viel Körpergewicht das Risiko für mindestens 13 Krebsarten erhöht“, erklären die Ernährungs-Docs. Ein Team von Wissenschaftlern um Hermann Brenner vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat ermittelt, dass sich 37 Prozent aller Krebsfälle durch eine gesundheitsbewusste Lebenshaltung vermeiden ließen.

Achten Sie bew usst auf Ihren Speiseplan

Ein wesentlicher Faktor ist dabei die Ernährung. Doch eines nehmen Dr. Jörn Klasen, Dr. Matthias Riedl und Dr. Silja Schäfer gleich vorweg: „Es gibt keine sichere Anti-Krebs-Diät, die man nur einhalten muss, um gegen gefährliche Tumoren gefeit zu sein. Trotzdem kann jeder für sich eine ganze Menge tun!“

Was ein Mensch jeden Tag zu sich nimmt, addiert sich auf Tausende Substanzen. Dazu zählen Fette, Eiweiß, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe und auch sekundäre Pf lanzenstoffe. Einige haben krebshemmende Wirkung, andere sind eher ungünstig für die Gesundheit. Insgesamt kommt es jedoch auf das Ernährungsmuster eines Menschen an und nicht auf einzelne Lebensmittel. „Beim Speiseplan sollte man auf eine ausgewogene, vorwiegend pflanzliche Kost setzen, um es potenziellen Krebszellen möglichst schwer zu machen“, so die TV-Ärzte. Auf diese Art kann man auch am besten dem schädlichen Übergewicht zu Leibe rücken und so sein Risiko weiter minimieren.

Bauen Sie natürliche Schutzschilde auf

Zu den großen Stars einer Anti-Krebs-Ernährung zählen sekundäre Pflanzenstoffe, die in Obst und Gemüse stecken. Mehr als 100.000 dieser Substanzen sind bis dato bekannt, zu ihnen zählen Farb-, Bitterund Aromastoffe. Sie schützen Pflanzen vor Fraßfeinden, Parasitenbefall und UV-Strahlung. Im menschlichen Körper stärken sekundäre Pflanzenstoffe das Immunsystem, fangen zellschädigende aggressive Sauerstoffverbindungen (freie Radikale) ab oder bekämpfen sogar Krebszellen. So senken etwa Carotinoide das Risiko, an Lungen- und Brustkrebs zu erkranken. Phytoöstrogene, die als Isof lavone zum Beispiel in Sojabohnen stecken, schützen möglicherweise vor Tumoren der Lunge und auch vor Brust- und Prostatakrebs. Und Glucosinolate, Aromastoffe aus Kohl, Rucola und Kresse, können dem Körper helfen, über Schalter an den Genen gegen Krebszellen vorzugehen.

Jeder von uns kann die gesunden Inhaltsstoffe ganz einfach für sich nutzen, indem er täglich ausreichend frische Pflanzenkost isst. „Mindestens 400 Gramm, noch besser 500 Gramm Gemüse sollten täglich auf den Tisch kommen“, empfehlen die Ernährungs-Docs. Zu den Sorten mit hoher Antikrebswirkung zählen Kohlarten wie Rosenkohl, Grünkohl, Brokkoli oder Weißkohl, Tomaten, Rote Bete, Spinat, Sojabohnen und Artischocken. „Aber auch in Kräutern und Gewürzen findet sich ein Füllhorn an sekundären Pf lanzenstoffen.“ Besonders reich daran sind die heimischen Kräuter Dill, Schnittlauch und Kresse. Unter den Gewürzen gehören Chili, Kümmel, Kurkuma, Ingwer und Zimt zu den Top-Lieferanten.

BUCHTIPP

Dr. Jörn Klasen, Dr. Matthias Riedl, Dr. Silja Schäfer Die Ernährungs-Docs. Unsere Anti-Krebs-Strategie ZS Verlag 192 S., 24,99 €

Eine ausgewogene, vor wiegend pflanzliche Kost kann das Krebsrisiko senken.“

DIE ERNÄHRUNGS-DOCS

Obst enthält auch sekundäre Pflanzenstoffe, allerdings viel weniger als Gemüse. Empfehlenswert sind Zitrusfrüchte und Beeren wie etwa Himbeeren, Heidel- oder Johannisbeeren. Obstsorten wie Ananas, Bananen, Süßkirschen oder Weintrauben sollte man nur in Maßen essen, denn sie sind stark zuckerhaltig. Obst und Gemüse enthalten auch eine Menge an Vitaminen. Hier sind es vor allem Folsäure, Provitamin A (Betacarotin), Vitamin A, C, E und D, die sich als effektive Mitstreiter im Kampf gegen Krebs bewähren.

Zu den Lebensmitteln, die medizinartige Wirkung haben, zählen auch Kaffee und Schokolade, die bisher eher als Krankmacher angesehen waren. Mit einem Kakaoanteil von mindestens 70 Prozent gehört dunkle Schokolade neben Heidelbeeren und Traubenkernmehl zu den wertvollsten Lieferanten des Pflanzeninhaltsstoffs Proanthocyanidin. Dieses Flavonoid neutralisiert Radikale und beugt Zellmutationen vor. Kakao ist zudem reich an antikrebswirksamen Polyphenolen.

Kaffeebohnen enthalten ein ganzes Sammelsurium an bioaktiven Substanzen, die oxidativen Stress mindern und Entzündungen hemmen. Untersuchungen zufolge schützen sie wahrscheinlich vor Leber- und Endometriumkrebs. Vielleicht bietet der Wachmacher auch Mund, Rachen, Kehlkopf und Haut Schützenhilfe gegen Krebs. „Zudem gibt es Hinweise, dass durch Kaffeegenuss das Risiko für Brust- und Prostatakrebs sinkt“, wissen die TV-Ärzte.

Senken Sie durch Verzicht Ihr Risiko

Viele Krebsfälle gehen auf das Konto von hochverarbeiteten Produkten mit zu viel Industriefetten, Stärke, Zucker und Salz. Auch Fleisch und Wurstwaren gelten als Risiko für bestimmte Krebsarten. Zwar liefern Schwein und Rind wertvolle Nährstoffe wie Eisen sowie die Vitamine B1, B6 und B12. Allerdings wurde rotes Fleisch von der IARC (International Agency for Research on Cancer) als „wahrscheinlich krebserregend“ und verarbeitetes Fleisch als „sicher krebserregend“ eingestuft. „So steigt etwa das Darmkrebsrisiko schon bei einem täglichen Verzehr von 50 Gramm verarbeitetem Fleisch um 18 Prozent“, berichten die Spezialisten. Wurstwaren könnten laut einer Übersichtsarbeit der DGE auch das Brustkrebsrisiko erhöhen. Deshalb sollten pro Woche nicht mehr als 350 bis 500 Gramm rotes Fleisch auf den Teller kommen. Um den Körper mit ausreichend Eiweiß zu versorgen, können Gef lügel, Fisch sowie Eier und Milchprodukte auf dem Speiseplan stehen.

Fisch hat als Alternative zu Fleisch einen weiteren Vorteil: Er enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die Entzündungen eindämmen, unkontrollierte Zellteilung im Tumorgewebe hemmen und die Neubildung versorgender Gefäße dort bremsen. „Pf lanzenöle wie Raps- und Leinöl sind ebenfalls reich an Omega-3-Fetten“, fügen die Ernährungs-Docs hinzu.

Krebs vermeiden heißt Übergew icht abbauen

Je größer das Übergewicht ist, desto höher das Krebsrisiko. „In Großbritannien gehen heute schon mehr Fälle von Darm-, Nieren-, Leber- und Eierstockkrebs auf übermäßiges Körpergewicht zurück als auf Rauchen“, wissen die Experten. Softdrinks und Fast Food begünstigen eine Gewichtszunahme ebenso wie viele hochverarbeitete Produkte, Weißmehl und Zucker. Eine Ernährungsumstellung kann helfen, überschüssige Pfunde loszuwerden – wenn man sich zusätzlich regelmäßig bewegt. Tipp der Ernährungs-Docs: „Oft helfen schon kleine Änderungen: etwa Vollkornbrot statt Weißbrot, mehr Gemüse und Hülsenfrüchte und dafür weniger Fleisch oder ungesüßten Tee oder Wasser anstatt Softdrinks zu konsumieren.“

Fazit: Was jeden Tag auf den Teller kommt, kann sehr viel bewirken, wenn es darum geht, das Krebsrisiko zu senken.

CLAUDIA BROCK

GESUNDER GEN USS 3 LECKERE REZEPTIDEEN

ERDBEER-Ziegenkäse-Bruschetta

Für 2 Personen

Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten

125 g Erdbeeren waschen, putzen und achteln. 1 kleinen Zweig Rosmarin waschen, trocken tupfen, dritteln und mit den Beeren vermengen. 1 EL Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, abkühlen lassen. 2 Scheiben Dinkelvollkornbrot (à 50 g) jeweils halbieren und im Toaster rösten. Brote mit 100 g Ziegenfrischkäse (mind. 42 % Fett i. Tr.) bestreichen, mit Pfeffer aus der Mühle würzen. Rosmarin entfernen. Die Erdbeeren auf den Broten verteilen, mit 2 TL Aceto balsamico beträufeln, mit den Pinienkernen bestreuen.

Nährwerte pro Portion ca. 350 kcal, 14 g EW, 19 g F, 52 g KH, 10 g BST, 7,5 g MUFS

MINI-MOHN-CHEESECAKE mit Himbeeren

Für 4 Personen

Backofen auf 160 ˚C vorheizen. 50 g Hafervollkornkekse in einem Gefrierbeutel mit der Teigrolle fein zerbröseln und (bis auf 1 EL) mit 20 g weicher Butter verkneten. In vier ofenfeste Gläser (à 150 ml) verteilen und andrücken. 200 g Doppelrahmfrischkäse, 1 EL Schmand (24 % Fett) und 1 Ei (Größe M) verrühren. 30 g braunen Rohrzucker, 1 EL Mohn, ¼ TL gemahlene Vanille und ½ EL Dinkelvollkornmehl mischen, mit 100 g tiefgekühlten Himbeeren unter die Frischkäsemasse rühren. In die Gläser füllen, diese in eine Auflaufform stellen und auf die mittlere Schiene in den Ofen schieben. Form zu zwei Dritteln mit kochendem Wasser füllen. Küchlein etwa 30 Minuten backen, abkühlen lassen, mit 50 g Himbeeren und übrigen Bröseln garnieren.

Nährwerte pro Portion ca. 360 kcal, 10 g EW, 27 g F, 18 g KH, 3 gBST, 1,9 g MUFS

LACHS MIT KARTOFFELN und Paprikaquark

Für 2 Personen Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten

ZUTATEN 300 g kleine festkochende Kartoffeln • Salz • 100 g geröstete rote Paprikaschoten (aus dem Glas) • 1 EL Olivenöl • 2 TL Leinöl • 250 g Speisequark (20 % Fett i. Tr.) • 50 g gemischte Kräuter (z. B. Schnittlauch, Petersilie, Dill) • Pfeffer aus der Mühle • ½ TL gemahlener Kümmel • 2 Lachsfilets (ohne Haut; à 160 g)

1Die Kartoffeln gründlich waschen und mit Schale in Salzwasser 20 – 25 Minuten garen. Abgießen und ausdampfen lassen.

2 Die Paprika abtropfen lassen, mit 1 TL Olivenöl und dem Leinöl in einem hohen Rührbecher mit dem Stabmixer fein pürieren. Den Quark unterrühren. Kräuter waschen und trocken schütteln, Schnittlauch in feine Röllchen schneiden, Petersilie und Dill von den Stielen zupfen und fein hacken. Zwei Drittel der Kräuter zum Paprikaquark geben, mit Salz und Pfeffer und Kümmel würzen.

3 Die Lachsfilets waschen und trocken tupfen, auf beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen. Das restliche Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Lachs darin auf jeder Seite 3 –4 Minuten braten. Den Lachs mit Kartoffeln und Paprikaquark anrichten und mit den restlichen Kräutern bestreuen.

Nährwerte pro Portion ca. 660 kcal, 52 g EW, 35 g F, 30 g KH, 4 gBST, 9,4 g MUFS