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Die besten Energie-Spartipps So klappt’s!


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HÖRZU - epaper ⋅ Ausgabe 17/2022 vom 22.04.2022

KOSTEN EFFEKTIV SENKEN

Artikelbild für den Artikel "Die besten Energie-Spartipps So klappt’s!" aus der Ausgabe 17/2022 von HÖRZU. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: HÖRZU, Ausgabe 17/2022

EXPERTIN

ENERGIE-EXPERTIN DER VERBRAUCHERZENTRALE Gerhild Loer

Ob S trom, Gas oder Öl – alles wird immer teurer. Zunächst war diese Entwicklung eine Folge der Coronakrise. Mit dem Krieg in der Ukraine stiegen die Energiepreise dann so richtig.

Und wie lange die Situation anhalten wird, ist ungewiss. Um Strom-und Gaskosten zu sparen, lautete noch vor wenigen Monaten die Empfehlung: Weg vom teuren Grundversorger. Wechseln zu einem günstigeren Anbieter. Jedoch: „Dazu können wir derzeit nicht raten“, sagt Gerhild Loer, Energie-Expertin von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Die Preise sind momentan überall fast gleich hoch.

Viele alternative Anbieter haben auch gar kein Interesse an Neukunden.“ Zum Glück gibt es gute Möglichkeiten, die Kosten für Strom und Heizung zu senken – ohne Lebensqualität einbüßen zu müssen.

■ Intelligent heizen

Der Winter ist vorbei. Trotzdem kann ...

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... es oft noch bis Mitte Mai zu frostigen Temperaturen kommen. „Frieren muss man dann nicht“, sagt Gerhild Loer. „Intelligent heizen – darauf kommt es an.“ Sinnvoll sind etwa programmierbare Heizkörper-Thermostate, die anstelle eines herkömmlichen manuellen Thermostats angebracht werden. Sie vermeiden unnötig überheizte Räume und kalte Zimmer, die erst wieder aufgeheizt werden müssen. Die Zeiten zur Absenkung und Aufheizung pro Raum können genau eingestellt werden. Laut einer Studie der Verbraucherzentrale lassen sich dadurch bis zu zehn Prozent Heizkosten sparen. „Inzwischen ist so ein programmierbares Thermostat pro Heizkörper ab 20 Euro zu haben“, sagt Gerhild Loer. Ein Rat an viele Hausbesitzer: Häufig entpuppt sich die alte Heizungspumpe im Keller als Stromfresser. Der Austausch durch eine neue hocheffiziente Pumpe kann pro Jahr bis zu 130 Euro an Kosten einsparen. Internet-Tipp: Pumpencheck unter sparpumpe.de

■ Stromkosten im Haushalt

Fast ein Drittel des Stromverbrauchs in einem Durchschnittshaushalt nimmt Unterhaltungs-und Informationstechnik wie Fernseher, Computer, Audioanlagen ein (siehe Grafik links). Muss es aber wirklich ein Desktoprechner sein? Oder tut es auch ein Notebook? Das benötigt in der Regel weniger Strom. Wer vor allem im Internet surft, greift am besten zum Tablet, das ist noch sparsamer. Bildschirmschoner sind kaum praktikabel, lieber den Rechner auf Energiesparmodus einstellen oder besser: auf Ruhezustand. Spätestens nach 15 Minuten Inaktivität sollte sich der Modus automatisch einschalten.

»OFT IST DIE ALTE HEIZUNGS-PUMPE EIN STROM-FRESSER.«

Gerhild Loer, Energie-Expertin

„Besonders viel Strom wird immer dann benötigt, wenn Wasser oder Luft gekühlt oder erwärmt werden muss“, sagt Gerhild Loer. „Das trifft etwa auf weiße Haushaltsgeräte wie Waschmaschine, Trockner, Kühlschrank und Gefriergerät zu.“ Viel Energie kostet es auch, das Wasser in der Küche oder Dusche elektrisch mit einem Durchlauferhitzer aufzuwärmen. Gerhild Loers Tipp: „Die richtige Grundeinstellung wählen. Für den täglichen Bedarf sind 40 Grad meist ausreichend.“ Ein Sparduschkopf sowie ein Strahlregler beim Wasserhahn (Perlator) hilft zudem, weniger Warmwasser zu verbrauchen.

Bei der Waschmaschine sollte man darauf achten, dass sie immer ausreichend voll ist und normal verschmutzte Alltagswäsche nicht höher als mit 30 bis 40 Grad gewaschen wird. Praktisch sind Eco-Programme. Die dauern zwar etwas länger, verbrauchen aber weniger Strom und Wasser.

Auch beim Kühlschrank kommt es auf die richtige Einstellung an: Plus sieben Grad reichen im oberen Fach meist vollkommen aus. Nur ein Grad weniger, und der Stromverbrauch steigt bereits um rund sechs Prozent. Beim Gefrierschrank gilt eine Temperatur von minus 18 Grad als ausreichend. Und nicht vergessen: Wer noch nicht die alten Glüh-und Halogenlampen durch sparsame LEDs ausgetauscht hat, sollte dies tun: 90 Prozent weniger Stromverbrauch sind ein gutes Argument dafür!

■ Stromfresser finden

Oft ist es nicht so leicht, die Verursacher für die hohe Stromrechnung auszumachen.

»ÖFTER AUCH MAL DEN STECKER ZIEHEN!«

Gerhild Loer, Energie-Expertin

Helfen kann ein Strommessgerät. „Das kann man bundesweit kostenlos in einer unserer Beratungsstellen für zwei Wochen ausleihen“, so die Expertin von der Verbraucherzentrale. Das Gerät wird einfach wie ein Verlängerungskabel zwischen Steckdose und Gerätestecker gesetzt. Auf dem Display lässt sich der Stromverbrauch sofort ablesen. Der Wert wird auf das Jahr hochgerechnet und mit dem Verbrauch eines neuen, energieeffizienten Modells im Handel verglichen. Oft sind es 15 Jahre und noch ältere Kühl-und Gefrierschränke, Waschmaschinen und Trockner, die viel Strom verschlingen. Dann sollte über ein Neugerät nachgedacht werden. „Kaufen Sie die Modelle mit den höchsten Effizienzklassen“, rät Gerhild Loer. „Das ist vor allem beim Kühlschrank wichtig, der 365 Tage im Jahr läuft.“ (Siehe Kasten rechts) Selbst viele Geräte, die eigentlich abgeschaltet sind, verbrauchen heimlich Strom – im sogenannten Stand-by-Modus.

Dieser Bereitschaftsbetrieb kann sich manchmal in einem Haushalt auf Kosten in Höhe von 50 bis 100 Euro summieren. Vor allem bei älteren Geräten.

Die meisten neueren Modelle dürfen nämlich laut EU-Vorgabe im Stand-by-Modus nicht mehr als 0,5 bis 1 Watt verbrauchen.

Eine Steckerleiste mit Schalter kann sinnvoll sein, um Elektrogeräte vom Stand-by-Modus zu trennen. Ratsam ist diese auch bei Geräten, die ohne Stand-by-Funktion im abgeschalteten Zustand Strom ziehen.

Zu erkennen daran, dass sich das Netzteil warm anfühlt. Häufig ist das bei Steh-oder Tischlampen, Laptops und anderen Bürogeräten der Fall. Alternative zur Steckerleiste: öfter mal den Stecker ziehen!

■ Clever fahren

Auch im Spritverbrauch liegt Sparpotenzial. Allein durch eine moderate Fahrweise lässt sich dieser laut ADAC um bis zu 20 Prozent senken. Darum: einen gleichmäßigen Fahrstil pf legen, häufiges Beschleunigen und hohes Tempo vermeiden.

Viele der genannten Tipps können die Haushaltskasse deutlich entlasten. Manche bringen zwar scheinbar wenig. Aber selbst kleine Beträge summieren sich und machen sich am Ende des Jahres im Geldbeutel bemerkbar. Zudem werden Klima und Umwelt geschont.

ALEXANDER WEIS