Lesezeit ca. 8 Min.
arrow_back

DIE BESTEN FERNSEHER ZUR WM


Logo von Computer Bild
Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 23/2022 vom 04.11.2022
Artikelbild für den Artikel "DIE BESTEN FERNSEHER ZUR WM" aus der Ausgabe 23/2022 von Computer Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Computer Bild, Ausgabe 23/2022

Black Friday, Fußball-WM, Weihnachten: Zum Jahresende gibt es gute Argumente, sich einen neuen Fernseher zu gönnen. Das Angebot ist riesig – aber auch unübersichtlich. Mit LCD, LED, QLED und OLED konkurrieren mehrere Bildschirmtechniken, es gibt unterschiedlichste Größen. Dazu werben die Hersteller mit kryptischen Fachbegriffen. Klar, dass vor dem Kauf so manche Frage auftaucht.Was ist die ideale Größe? Muss es schon 8K sein?

Und welchen Unterschied macht die Hertz-Zahl?

COMPUTER BILD hilft: In der großen Kaufberatung beantwortet die Redaktion die wichtigsten Fragen zum Thema Fernseher. Mit geballtem Expertenwissen ausgestattet, finden Sie ganz einfach Ihr persönliches Top-Modell unter den 24 aktuellen Smart-TVs ab 500 Euro, die COMPUTER BILD für diese Ausgabe getestet hat. Und dann können Sie sich auf viele vergnügliche Stunden mit Filmen, Sport, Dokus, Serien, Gaming und mehr freuen – und auf ein ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 3,49€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Computer Bild. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 23/2022 von FritzBox neu entdecken. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
FritzBox neu entdecken
Titelbild der Ausgabe 23/2022 von KLÖTZCHEN KAMERA. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
KLÖTZCHEN KAMERA
Titelbild der Ausgabe 23/2022 von 8 wichtige News. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
8 wichtige News
Titelbild der Ausgabe 23/2022 von STILLE POST VON APPLE. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
STILLE POST VON APPLE
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
ALLES AUF ANFANG
Vorheriger Artikel
ALLES AUF ANFANG
FERNSEHER UNTER 1000 EURO
Nächster Artikel
FERNSEHER UNTER 1000 EURO
Mehr Lesetipps

... prächtiges neues Stück Technik.

1 WELCHE GRÖSSE IST IDEAL?

Fernseher dürfen heute gern größer ausfallen als vor fünf oder zehn Jahren. Der Grund ist die höhere Auflösung sowohl bei den Programmen als auch bei den Bildschirmen. Eine gute Faustformel lautet:

Abstand in Zentimetern zwischen Sofa und Fernseher geteilt durch zwei ergibt die Bildschirmdiagonale, ebenfalls in Zentimetern. Teilen Sie die in Zentimetern gemessene Distanz durch fünf, erhalten Sie die TV-Größe in Zoll. Gibt es das berechnete Maß nicht, nehmen Sie das nächstgrößere oder nächstkleinere – den Platzverhältnissen entsprechend und passend zu den Sehgewohnheiten: Laufen hauptsächlich Programme in mindestens HD und bevorzugt 4K-Inhalte, darf es die größere Variante sein. Stehen häufiger normale TV-Sendungen auf dem Plan, ist die nächstkleinere Größe besser. Konkrete Beispiele:

2MeterAbstand:Fernseher um 40 Zoll oder 102 Zentimeter Bilddiagonale, je nach Hersteller kann das auch auf 43 Zoll oder 109 Zentimeter hinauslaufen.

3MeterAbstand:Fernseher um 60 Zoll. Die sind jedoch selten.Viel verbreiteter und daher empfehlenswerter sind 55 und 65 Zoll. und 32Zoll(60 bzw. 80 Zentimeter Bildgröße). Die bieten in der Regel Full-HD-Auflösung mit 1920 x 1080 Bildpunkten.

Mehr als UHD gibt es bei wenigen riesengroßen Fernsehern mit 8K-Auflösung. Da drängeln sich viermal so viele Bildpunkte wie bei UHD auf der Mattscheibe. Das bewirkt einen feineren und weicheren Bildeindruck. Echtes 8K-Material bleibt allerdings rar, kleine Vorteile sind mit 4K- und mit gutem HD-Material zu sehen. Dem stehen drei gewichtige Aber gegenüber: Die Vorteile sind nur aus sehr kurzer Distanz erkennbar, der Betrachtungsabstand sollte nicht die Bilddiagonale überschreiten.

Für75Zollentspricht das knapp zwei Meter Distanz, für 85Zollrund 2,50 Meter. Mit Preisen ab 3500 Euro sind 8K-Riesen zudem teuer, hinzu kommt ein etwa doppelt so hoher Stromverbrauch im Vergleich zu gleich großen UHD-Modellen.

2 FULLHD, ULTRA-HD ODER 8K?

Bei der Auflösung läuft es fast immer auf Ultra-HD (UHD) hinaus, auch 4K genannt, mit 3840 x 2160 Bildpunkten.Weniger gibt’s praktisch nur bei kompakten Fernsehern mit24

3 GEHT JEDER TV AN DIE WAND?

Bis auf wenige Ausnahmen sind alle aktuellen Fernseher für die Wandmontage geeignet. Dafür sind in der Rückseite Schraubgewinde eingelassen, deren Anordnung sogenannten VESA-Normen entspricht. Zu den Gewinden passen gängige Wandhalterungen. Bei wenigen Fernsehern gehört eine Wandhalterung zum Lieferumfang, etwa beim LG OLED G2 (erhältlich von 55 bis 93 Zoll) oder bei Samsungs Modellreihe „The Frame“ (32 bis 85 Zoll). Nicht für die Wandmontage geeignet sind nur wenige Fernseher, zum Beispiel wegen ihrer Lautsprecherkonstruktion.

4 50,100 ODER MEHR HERTZ?

Normalerweise zeigen Fernseher 50 Bilder pro Sekunde. Hochwertige Modelle steigern die Bildrate auf 100 Hertz. Die lassen schnelle Bewegungen schärfer aussehen. Bei Filmen, etwa aus den USA, und bei Videospielen können es auch 60 Hertz sein – das machen alle Fernseher problemlos mit, 100-Hertz-Geräte erhöhen für ein schärferes Bild entsprechend auf 120 Hertz. Einzelne Modelle, etwa von Samsung und TCL, bringen es für Computerspiele sogar auf 144 Hertz. Mehr gibt es derzeit nicht. Mancher Hersteller erweckt zwar mit obskuren Angaben den Anschein, dahinter steckt jedoch nur heiße Luft.

5 WAS„HDR“? BEDEUTET

„HDR“ steht für „HighDynamic Range“,zu Deutsch: „hoher Dynamikbereich“. Gemeint sind höhere Maximalhelligkeit und mehr Farben im Bild. HDR umfasst bis zu einer Milliarde Farben in gut 1000 Helligkeitsstufen. Normale Filme und TV-Übertragungen begnügen sich mit 16 Millionen Farben und 256 Helligkeitsstufen; dementsprechend flacher sehen die im Vergleich zu HDR-Material aus.

Erschwingliche Fernseher können HDR-Bilder zwar technisch verarbeiten, ihre Bildschirme stellen aber längst nicht alle enthaltenen Farben und Helligkeitsnuancen dar. Interessant wird HDR erst mit Fernsehern ab etwa 800 Euro (bei 55 Zoll). Die haben höherwertige Bildschirme, um tatsächlich mehr Farben und knackige Helligkeit zu liefern.

6 WASHAT ES MIT HDMI 2.1 AUF SICH?

HDMI ist der am weitesten verbreitete Anschluss am Fernseher für Bild und etwa von DVD-Playern, Spielekonsolen, Sky-Receiver und mehr. Die neueste Version HDMI 2.1 ermöglicht einen besonders hohen Datendurchsatz, sodass Filme in 8K-Auflösung mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde übertragbar sind. Solche Filme sind allerdings genauso wenig in Sicht wie entsprechende Abspielgeräte. Wichtiger sind zusätzliche Funktionen innerhalb der HDMI-2.1-Spezifikation. Dazu gehört die Möglichkeit, modernsten Raumklang an Heimkinoanlagen auszugeben (eARC) oder besondere HDR-Formate wie Dolby Vision zu übertragen. Spannend für Gamer ist die variable Bildrate (VRR,Variable Refresh Rate),mit der sich das Zusammenspiel zwischen Computer oder Spielekonsole und Fernseher optimieren lässt. All diese Funktionen sind bereits mit HDMI 2.0 möglich, nur waren sie nicht im Standard verankert. Und es hängt ganz vom Fernseher ab, welche Möglichkeiten er tatsächlich nutzt. Es kommt also nicht auf die HDMI-Version an, sondern auf die Funktionen.

WELCHE BILDSCHIRM-TECHNIK IST DIE BESTE?

Bei TV-Bildschirmen ist von LCD und LED die Rede, außerdem von QLED, Mini-LED, OLED und mehr. Nüchtern betrachtet lässt sich diese verwirrende Vielfalt auf zwei Typen reduzieren: LCD und OLED.

1 LCD: Die meisten Fernseher gehören zur LCD-Familie. Ihr Bildschirm leuchtet nicht selbst, stattdessen durchleuchtet ein sogenanntes Backlight aus weißen LEDs das LC- oder Flüssigkristall-Display. So können LCD-Bildschirme Inhalte hell und brillant zeigen. Das Backlight erschwert aber die Darstellung von tiefem Schwarz und die Auflösung feiner Nuancen in dunklen Bildteilen.

2 OLED: Bei OLED-TVs besteht jeder Bildpunkt aus winzigen organischen LEDs und kann seine Leuchtkraft beliebig variieren. Zur Darstellung eines schwarzen Punkts schaltet er sich ab, weniger Licht und dementsprechend tieferes Schwarz geht nicht. Mit ihren selbstleuchtenden Pixeln kommen OLED-Bildschirme also ohne Backlight aus, perfekter Kontrast ist die Folge. Die Bilder rechts aus dem Film „Life“ verdeutlichen das. OLED-TVs gibt es ab knapp 1000 Euro. Die meisten sind in den Größen 55 und 65 Zoll erhältlich. Die kleinsten verfügbaren OLED-TVs sind 42 Zoll oder 107 Zentimeter groß. Darunter gibt es nur LCD.

7 WAS STECKT HINTER DOLBY VISION?

Das ist eine besondere HDR-Variante. Mit Dolby Vision können Fernseher ihre Kontrasteinstellung kontinuierlich an das laufende Bild anpassen. Das vermittelt den Eindruck eines höheren Kontrasts, wenn der Fernseher nicht den vollen HDR-Kontrast darstellen kann – bei bezahlbaren Fernsehern ist Dolby Vision daher sinnvoll, sehr teure Boliden brauchen das weniger. Dolby Vision IQ bezieht einen Raumlichtsensor mit ein.

HDR10+ ist ein ganz ähnliches Verfahren, es gibt allerdings nur sehr wenige Filme und TV-Serien damit.

8 WIE SICH SMART-TVS? UNTERSCHEIDEN

Praktisch alle neuen Fernseher sind Smart-TVs mit Internetzugang per Netzwerkkabel und WLAN. Darüber gelingt beispielsweise der Zugang zu den Mediatheken der TV-Sender, zu YouTube und zu unterschiedlichen Streaming-Anbietern und Online-Videotheken.Welche das sind, hängt vom TV-Hersteller ab. Die verwenden für ihre Fernseher unterschiedliche Betriebssysteme, und nicht jede App ist auch für jede Software verfü und die Mediatheken bieten aber alle.

9 WOZU SPRACH- STEUERUNG?

Seit der Geburt von Alexa ist Sprachsteuerung der letzte Schrei. In bestimmten Situationen kann sie für Fernseher praktisch sein, etwa um von der Küche aus den Ton lauter zu stellen. Das klappt vielfach über smarte Lautsprecher wie einen Amazon Echo („Works with Alexa“), einen Google Nest oder Home („Works with Google Assistant“). Darüber erfolgt die Spracheingabe, der Lautsprecher gibt die Befehle an den gekoppelten Fernseher weiter. Immer mehr Smart-TVs, insbesondere Android-Modelle, haben dafür selbst Mikrofone an Bord. Mikrofone in (nahezu allen) Smart-TV-Fernbedienungen sind vor allem für die Sprachsuche gedacht. Die Assistenten erkennen zuverlässig gewünschte Film- und Serientitel. So klappt die Suche hauptsächlich bei Amazon und Netflix oder nach bestimmten YouTube-Clips bequemer als mit der Eingabe via Bildschirmtastatur.

10 WO IST DIE BE- DIENUNG EINFACH?

Mit ihrem großen Funktionsumfang sind Fernseher mittlerweile recht komplex. Die Hersteller LG, Panasonic und Samsung integrieren die Bedienungsanleitungen in die Bildschirmmenüs, Verlinkungen führen direkt zu den jeweiligen Menüpunkten. Die anderen Hersteller verzichten in ihren Bildschirmanleitungen auf diese Links. In allen Fällen lassen sich die Startbildschirme in Grenzen an die eigenen Bedürfnisse anpassen, sodass zum Beispiel nur die häufig genutzten Apps zu sehen sind. Am übersichtlichsten sind die Panasonic-Fernseher mit hauseigenem Betriebssystem. Die anderen Hersteller packen die Startbildschirme mit Film- und Serienempfehlungen voll – auf Kosten der Übersicht. Die Fernbedienungen verfolgen ebenfalls ganz unterschiedliche Konzepte – siehe Abbildungen der größten Marken unten.

11 WAS BRINGT DER SPORT-MODUS?

In der Regel ist damit das Bild schlechter: Sport- und Fußball-Modi sind auf helle Bilder mit knalligen Farben und hoher Schärfe ge- trimmt, was dann völlig überzeichnet und grieselig aussieht und den Stromverbrauch ansteigen lässt. Im Biergarten kann das sinnvoll sein, damit aus zehn Meter Entfernung noch etwas zu sehen ist. Im Wohnzimmer bleibt der Fernseher besser für perfekte TV- und Filmwiedergabe eingestellt.

12 WIE LANGE HALTEN FERNSEHER?

Prognosen zur Haltbarkeit sind noch weniger verlässlich als langfristige Wettervorhersagen. Grundsätzlich darf die TV-Technik mit LCD-Bildschirmen als ausgereift gelten, die OLED-Technik ist noch zu jung für langfristige Erfahrungen. – Schneller als die Hardware kann die Software altern. Das betrifft vor allem die Smart-TV-Funktionen. Wegen des Ausbleibens von Updates laufen auf rund zehn Jahre alten Smart-TVs der ersten Generationen kaum noch Apps. So funktioniert darauf YouTube nicht mehr. Ein Streaming-Stick kann hier preisgünstig helfen. – Tipp:Wie lange ein Hersteller Software-Updates und Ersatzteilversorgung verspricht, verrät der QR-Code auf dem Energielabel: einfach mit der Smartphone-Kamera draufhalten und dem Link zur EU-Seite mit vertieften Geräteinfos folgen.

SIND GROSSE FERNSEHER STROM FRESSER?

Der Stromverbrauch von Fernsehern steigt mit zunehmender Bildgröße, außerdem mit größerer Bildhelligkeit (wichtig für HDR) und mit der Bildschirmauflösung.

Das spiegelt das Energielabel wider: Auf günstigen Fernsehern klebt in der Regel ein „F“ (Bild unten), bei hochwertigen Modellen oft ein „G“. In beiden Fällen sieht es mit der roten Färbung alarmierend aus. Das liegt an den seit 2021 verschärften Grenzwerten für die Effizienzklassen. Vor zwei Jahren gab es für die gleichen Stromverbräuche ein grünes „A“ und in den schlechtesten Fällen „B“ und „C“. So viel verbrauchen Fernsehgeräte:

55 Zoll: 70 bis 100 Watt

65 Zoll: 90 bis 160 Watt

75 Zoll: 200 bis 350 Watt

WELCHE SENDER ZEIGEN DIE FUSSBALL-WM?

ARD und ZDF

Die öffentlich-rechtlichen zeigen 48 Partien der WM in HD, darunter alle Spiele der deutschen Mannschaft sowie das Eröffnungsspiel, Halbfinale und Finale.

Magenta TV

Über das TV-Angebot der Telekom sind ausnahmslos alle Partien zu sehen – mit entsprechender Magenta-TV-Box sogar in UHD (Magenta TV Basic, 50 Euro pro Monat inklusive Internet mit 100 Mbps).