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DIE BESTEN SMARTWATCHES


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IMTEST - Das Verbraucher Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2023 vom 06.01.2023
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15 Smartwatches IMTEST

Smartwatches erfreuen sich in Deutschland laut der GFU weiterhin wachsender Beliebtheit. Allein zwischen Januar und Oktober 2022 wanderten insgesamt mehr als 5,5 Millionen Wearables über die Ladentheke. Zunehmend stünden beim Kauf Funktionen zur Gesundheits-Überwachung im Fokus. Zwischen Januar und Oktober 2022 verbuchten Wearables mit EKG-Funktion, mit 51 Prozent Stückzahlzuwachs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, besonders viel Erfolg. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 40 Prozent. Ebenfalls sehr gut verkauft wurden Geräte ...

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... mit der Funktion zur Schätzung des Blutsauerstoffgehalts mit einem Stückzahlwachstum von 41 Prozent im genannten Zeitraum. Auf Platz drei dieser Wachstumsliste folgt die Funktion zur Blutdruckmessung mit 27 Prozent Stückzahlplus. Hier wuchs der Umsatz mit 32 Prozent stärker als die Stückzahl.

Apple Watch gegen den Rest der Welt

Laut aktuellen Zahlen der Marktforscher von Counterpoint Technology Market Research kommt mehr als jede zweite verkaufte Smartwatch von Apple. Auf den Plätzen folgen Samsung, Amazfit, Huawei und Garmin. Ist die Dominanz berechtigt? Ist die Apple Watch vollkommen zurecht die klare Nummer eins? Um diese Frage zu beantworten, hat IMTEST 15 aktuelle Smartwatches untersucht und mit den Modellen des Marktführers verglichen. So viel vorweg: Nicht in allen Bereich ist Apple führend.

Smartwatches gibt es zwar in verschiedenen Formen und Größen, die Funktionsweise ist auf den ersten Blick aber sehr ähnlich. Fast alle modernen Modelle verfügen über bunte, gut ablesbare Bildschirme zur Darstellung von Informationen. Die Infos kommen im Normalfall von gekoppelten Smartphones. Die senden im Hintergrund die Daten per Bluetooth-Funktechnik. So landen etwa neue E-Mails, Anrufe und Nachrichten auf der Uhr. Bedienen lässt sich das Ganze meist mithilfe einer Kombination aus Touchscreen und Tastenbedienung. Vor allem aber zwei Faktoren sind für die Qualität einer Smartwatch ausschlaggebend.

Faktor 1: Das Öko-System

Unter der Haube läuft jede Smartwatch auf einer spezifischen Smartwatch-Plattform. Diese bestimmt die Funktionen, die Bedienung und die Erweiterbarkeit. Zusatzfunktionen lernen Smartwatches durch die Installation von Apps, etwa zum Musikhören oder Kalorienzählen. In diesem Bereich sind Google und vor allem Apple klar führend. Ebenfalls einen wichtigen Punkt stellt das Zusammenspiel mit anderen Geräten, insbesondere Smartphones, dar. Während sich Android gegenüber anderen Herstellern offen zeigt, ist das bei iPhones nicht der Fall. Bedeutet: Zwar sind alle mit einem iPhone gekoppelten Smartphones in der Lage, Nachrichten anzuzeigen, beantworten lassen sich diese aber nur mit einer Apple Watch. Auch Telefonate lassen sich unabhängig vom iPhone aktuell nur über Apple Watches führen. Fraglich dagegen bei einigen Android-Smartwatches: Hersteller wie Samsung und Huawei setzen für die Nutzung bestimmter Funktionen (etwa EKG-Messung oder Sprachassistent) die Nutzung eines Smartphones derselben Marke voraus.

Faktor 2: Die Sensoren

Das zweite große Schlachtfeld der Smartwatch-Entwicklung. Welche Daten die Smartwatch erfassen kann, bestimmen die eingebauten Sensoren. Alle getesteten Modelle messen permanent den Puls am Handgelenk, ermitteln per GPS die zurückgelegte Strecke und erkennen die gemachten Schritte. Inzwischen sind viele Testkandidaten zudem in der Lage EKGs zu erstellen, den Sauerstoffgehalt im Blut zu messen und den Schlaf zu überwachen. In diesem Jahr beobachteten die Tester vor allem folgende Trends:

Herzfrequenzvariabilität: Die Zeitspanne zwischen den Herzschlägen schwankt leicht – diesen Wert nennt man Herzfrequenzvariabilität (HFV). Diese Schwankungen sind sehr gering und betragen nur den Bruchteil einer Sekunde. Die Herzfrequenzvariabilität soll dabei ein Indikator dafür sein, wie gut der Körper Belastungen verkraftet. Neben der Atmung wird die HFV zum Beispiel durch Training, hormonelle Reaktionen, Stoffwechselprozesse, kognitive Prozesse, Stress und Erholung beeinflusst. Daher ist die HFV in der Regel höher, wenn das Herz langsam schlägt, und niedriger, wenn das Herz schneller zu schlagen beginnt, beispielsweise bei Stress oder Sport. Eine hohe HFV gilt allgemein als Indikator für ein gesundes Herz. Als Faustregel gilt: Werte unter 50 Millisekunden gelten als ungesund, 50–100 ms stehen für eine beeinträchtigte Gesundheit und über 100 ms sind gut. Aber: Man darf seine individuellen Werte nicht mit anderen vergleichen. Denn neben der persönlichen Fitness spielen neben der Genetik auch Faktoren wie Alter und Geschlecht eine wichtige Rolle. Deswegen sind vielmehr Abweichungen vom Grundwert interessant.

Running Power: Vor allem für Sportler spannend, denn die Running Power soll bei der Beantwortung von Fragen wie „Trainiere ich mit der richtigen Intensität?“ oder „Wie schnell muss ich laufen, um mein Fitnessniveau zu steigern?“ helfen. Ganz ohne Zusatzausstattung zeigen immer mehr Smartwatches (im Testfeld alle Apple Watches, Garmin Epix / Fenix) an, wie viel Watt der Körper beim Laufen verbraucht. Letztendlich soll die Anzeige Sportlern helfen, herauszufinden, wie sie intelligenter trainieren können, um maximale Leistung zu erreichen.

Multiband-GPS: Inzwischen verfügen viele neue Smartwatches über spezielle Sensoren für die Positionserfassung, sogenanntes Multiband-GPS. Dazu muss man wissen: Ältere Smartwatches erfassen nur ein Signal. Dank Multiband-GPS kann ein Gerät dasselbe Signal auf verschiedenen Frequenzen vom selben Satelliten empfangen. Dadurch stehen etwa einem Dual-Frequenz-GPS-Empfänger theoretisch doppelt so viele Signale zur Auswertung zur Verfügung. Im Test zeigte sich: Tatsächlich verbessert sich die Standortermittlung generell und im Speziellen in schwierigen Umgebungen wie Innenstädten oder im Wald. Dadurch können Smartwatches mit dieser Funktion Geschwindigkeit und zurückgelegte Distanzen genauer berechnen.

Temperaturmessung: Als große Neuheit präsentierte Apple bei der Vorstellung der Watch 8 einen Temperatursensor. Dabei verfügen viele moderne Smartwatches über eine solche Funktion. Aber Apples Ansatz unterscheidet sich im Detail von dem anderer Hersteller: So gibt es gleich zwei Temperatursensoren. Der Erste befindet sich direkt unter dem Bildschirm und soll die Umgebungstemperatur anzeigen. Der Zweite sitzt an der Unterseite und damit näher an der Haut. Dadurch will Apple Umgebungseinflüsse bei der Messung ausschließen und so genauere Werte generieren. Fieber lässt sich mit der Apple Watch 8 – genau wie mit anderen Smartwatches – aber nicht messen. Ausreißer nach oben oder unten sollen dann Rückschlüsse auf Erkrankungen oder einen schlechten körperlichen Zustand (zum Beispiel nach einer durchzechten Nacht) zulassen. Zudem soll der Sensor Frauen bei der Zyklusüberwachung unterstützen. Wer seine Periode in der Health-App verfolgt, erhält durch die Aktivierung der Temperaturmessung am Handgelenk nach rund zwei Zyklen „retrospektive Schätzungen“ des Eisprungs.

Unfall-Erkennung: Bei schweren Unfällen zählt jede Sekunde. Aus diesem Grund verfügen einige Smartwatches über eine Sturzerkennung, die automatisch über das gekoppelte Smartphone Rettungsdienste alarmiert, sobald die Smartwatch eine heftige Erschütterung registriert. Das funktioniert zuverlässig (wie der Tester aus eigener Erfahrung berichten kann), Apple hat die Funktion mit der Apple Watch 8 aber verfeinert und um eine Unfallerkennung erweitert. Wie die Apple Watch Ultra und die zweite Generation der SE verfügt die Series 8 dazu über ein verbessertes Gyroskop und einen neuen Beschleunigungsmesser, der Änderungen der Schwerkraft bis zu 256 g messen kann. Die neuen Sensoren arbeiten mit dem Barometer, dem GPS und dem Mikrofon der Uhr zusammen, um extreme Stöße und plötzliche Änderungen von Geschwindigkeit und Richtung zu erkennen. Dadurch soll die „Crash Detection“ in der Lage sein, auch Autounfälle zu registrieren, konkret Seitenaufprall, Heckaufprall und Überschlag. Wie zuverlässig die Funktion arbeitet, lässt sich ohne echten Crash-Test zwar kaum beurteilen. Nichtsdestotrotz hat eine solche Funktion das Potenzial, Leben zu retten. So schätzt die EU-Kommission, dass Rettungskräfte durch den bei Neuwagen seit 2018 zur Pflichtausstattung zählenden eCall nur halb so viel Zeit zum Unfallort benötigen, als wenn sie auf herkömmliche Weise alarmiert werden.

EIN TAG MIT EINER SMARTWATCH

Smartwatches können weit mehr, als nur die Zeit anzuzeigen, Nachrichten vom Smartphone zu spiegeln und sportliche Aktivitäten aufzuzeichnen. Vor allem, wenn die Uhr dank LTE unabhängig vom Smartphone funktioniert. Das zeigt das Beispiel eines typischen Tags eines Apple-Watch-Trägers.

BESONDERE FUNKTIONEN

Smartwatch-Hersteller versuchen sich immer wieder durch spezielle Funktionen von der Konkurrenz abzuheben. Hier vier besonders interessante Beispiele.

Blutdruckmessung: Die Huawei Watch D verfügt über eine Blutdruckmanschette im Armband der Uhr. Ist der Test abgeschlossen, zeigt die Uhr die SYS-, DIA- und Pulsmesswerte an und sortiert die Werte in einer praktischen Ampelskala ein.

Körperanalyse: Die Samsung Galaxy Watch 5 Pro verfügt über einen sogenannten Bioactive-Sensor, der durch einen speziellen Test die Zusammensetzung des Körpers analysiert, inklusive Werten zu Knochenmasse, Grundkalorienumsatz, BMI sowie Körperwasser- und Körperfettanteil.

Sirene: Die Apple Watch Ultra hat eine Notfallsirene an Bord. Diese stößt ein Signal mit einer Lautstärke von 86 Dezibel aus. Apple spricht durch spezielle Klangmuster von einer hörbaren Reichweite von bis zu 182 Metern.

Morning Report: Garmin Epix 2 und Fenix 7 begrüßen ihre Besitzer jeden Monat mit aktuellen Infos rund um Wetter, Schlafqualität, körperlichen Zustand, Trainingsbereitschaft und mit entsprechenden Trainingsvorschlägen.

Der neue Star: Apple Watch Ultra

Der Testsieg geht dieses Jahr an Apple, genau genommen an die Apple Watch Ultra. Das jüngste Mitglied der Apple-Watch-Familie verfügt über einen größeren Akku, ein robusteres Titanium-Gehäuse und einen doppelt so hellen Bildschirm wie die „normale“ Apple Watch Series 8. Dazu hat Apple der Ultra einige Extrafunktionen spendiert, die sie vom Rest der Apple-Watch-Reihe abheben. So gibt es ein Multifrequenz-GPS für eine genauere Verfolgung, zusätzliche Mikrofone für verbesserte Sprachanrufe und eine anpassbare Aktionstaste. Vor allem aber hat Apple den größten Schwachpunkt aller Apple Watches entschärft, die mickrige Akkulaufzeit von nur rund einem Tag. Apple gibt mit 36 Stunden eine doppelt so lange Laufzeit im Vergleich zur Standard-Version an. Im Test zeigte sich: Bei normalem Gebrauch inklusive Always-on-Bildschirm, allen aktivierten Funktionen und ohne lange sportliche Aktivitäten sind sogar drei Tage drin. Das mag zwar im Vergleich zu anderen Smartwatches, die eine Woche und länger durchhalten, immer noch wenig sein. Trotzdem steigert es den Komfort im Vergleich zu anderen Apple Watches deutlich. Auch im Bereich Sport und Fitness hat Apple zugelegt. Da in der Apple Watch Ultra der gleiche Herzfrequenzsensor wie in der Series 8 zum Einsatz kommt, ist es keine Überraschung, dass die Pulsmessung äußerst akkurat ausfällt. Die ermittelten Ergebnisse bei Sportaktivitäten wie Laufen, Rudern und Radfahren zeigten im Vergleich zu Messungen mit einem Brustgurt lediglich minimale Abweichungen.

Messungen top, Auswertung flopp

Obwohl die Apple Watch Ultra erstklassige Sensoren an Bord hat und die Messungen derselben brav in den entsprechenden Apps präsentiert, ist hinsichtlich der Aufbereitung derselben noch viel Luft nach oben. Apple hat es bislang noch nicht drauf, die ermittelten Daten miteinander zu verknüpfen und daraus Rückschlüsse auf den körperlichen Zustand zu treffen. So liefert die Smartwatch zwar Daten rund um die Herzfrequenz, den Schlaf, die Hauttemperatur über Nacht, die Herzfrequenzvariabilität, den Sauerstoffgehalt im Blut und zur Gesamtaktivität, einschließlich Messungen wie VO2 Max (Maximale Sauerstoffaufnahme). Allerdings fehlen Angaben, welchen Effekt die Messwerte auf den Körper haben. Zudem sind Tipps rund um Erholungszeiten, Trainingsintensität und Trainingszustand Mangelware. Hier haben Sportspezialisten wie Garmin und Polar klar die Nase vorn.

Apple Watch Ultra: Nicht perfekt

Ebenfalls negativ: Zwar lässt sich die Ultra genau wie andere Apple Watches mit anderen Fitnessgeräten koppeln, allerdings setzt sie dabei allein auf Bluetooth. Den gängigen Standard im Fitnessbereich, Ant+, unterstützt sie nicht. Bedeutet: Es gibt keine native Unterstützung für die Übertragung der Herzfrequenz, mit der sich die Herzfrequenz des Trägers auf einem Gerät wie einem Fahrradcomputer anzeigen ließe. Ebenfalls ist es nicht möglich, die Uhr mit einem Leistungsmesser zu koppeln, zum Beispiel fürs Fahrrad. Für eine ausgewiesene Outdoor- und Sportuhr stellt das einen großen Schwachpunkt dar. Apropos Schwachpunkt. Auch in Sachen Navigation haben Smartwatches wie die Garmin Epix 2 deutlich mehr auf dem Kasten. Während die Apple Watch Ultra auf die Kompass-App setzt, die dabei hilft Schritte, zurückzuverfolgen, gibt es bei Garmin detaillierte Karten. Sogar die eingebauet App „Apple Karten“ setzt lediglich auf sogenannte Turn-by-Turn-Anweisungen ohne Kartenansicht. Angesichts des großen Speichers von 32 Gigabyte wäre da sicher mehr möglich.

GARMIN EPIX 2

Was unterscheidet eine 1.000 Euro teure Garmin Epix von einer guten Mittelklasse-Smartwatch wie der Amazfit T-Rex 2 für rund 200 Euro? Sicher, bessere Materialqualität. Aber auf den ersten Blick sind die funktionalen Unterschiede gering. Beide verfügen etwa über ähnliche Sensoren und eine App für die Einstellungen und zum Auswerten der aufgezeichneten Daten. Die Epix bietet aber von allem ein wenig mehr. Einige Beispiele: Dank des Funkstandards Ant+ und speziellen Bluetooth-Modi lassen sich jede Menge Fitnessgeräte mit der Uhr koppeln, zum Beispiel Rudergeräte, Smarttrainer und Brustgurte für noch genauere Pulsmessung. Dazu kommen die vielen Produkte aus der Garmin-Welt wie Körperwaagen, Wattmesser fürs Fahrrad oder weitere Sensoren. Obendrein liefert Garmin bei seinen Topmodellen mehr Daten, die leistungsorientierte Sportler nach vorne bringen. Dazu kommt: Die Daten rund um Trainingsbelastung, Kalorienverbrauch, Regeneration erscheinen aufgrund der Erfahrung von Garmin realistischer. Nicht zuletzt bietet die Epix die besten Karten- und Navigationsfunktionen aller Smartwatches. Auf der Uhr (nur Sapphire-Versionen) befinden sich neben globalem Kartenmaterial zusätzlich Karten für mehr als 42.000 Golfplätze und 2.000 Skigebiete. Diese Karten machen Navigation direkt über die Smartwatch möglich. Das alles lässt sich Garmin etwas kosten.

Beste SPORT-UHR

APPLE WATCH 8

Die Apple Watch 8 mit watchOS 9 ist und bleibt das Maß der Dinge für iPhone-Nutzer. Neu sind im aktuellen Modell ein Temperatursensor und verbesserte Unfall-Erkennung. Das war es allerdings auch schon mit den Technik-Neuigkeiten: Weder am Bildschirm, am Gehäuse noch am Prozessor hat Apple geschraubt. Beim Prozessor handelt es sich demnach um das gleiche Modell, das Apple bereits seit Apple Watch Series 6 verbaut. Leider beweist Apple keine Kontinuität bei den Preisen: Los geht es jetzt bei 499 Euro für die 41-mm-Aluminium-Version (Apple Watch 7: 429 Euro) bis zu 45-mm-Edelstahl-Varianten inklusive LTE jenseits der 2.000-Euro-Marke. Dieses Jahr ist bei Apple eindeutig die Software der Star. Die aktuelle Betriebssystemversion watchOS 9 fügt viele praktische Funktionen hinzu, die die Smartwatch deutlich aufwerten: Zum Beispiel die Kompass-App, die jetzt dabei hilft, bei Wanderungen wieder zum Ursprungsort zu finden, Medikamenten-Überwachung, verbessertes Schlaf-Tracking und verbesserte Bedienung. Um davon zu profitieren, benötigt allerdings niemand eine Apple Watch 8. Jeder, der eine Apple Watch 5 oder neuer besitzt, profitiert von den neuen Features. Das ist ein Punkt, für den Apple ein großes Lob verdient. Das ein vier Jahres altes Produkt wie die Series 4 noch mit neuen Funktionen bestückt wird, ist heutzutage alles andere als selbstverständlich.

Beste iOS-UHR

SAMSUNG GALAXY WATCH 5 PRO

Die Galaxy Watch 5 Pro will nicht nur smart sein, sondern auch Abenteurer ansprechen. „Eine Smartwatch für deine Fitness Ziele“ – verspricht Samsung auf seiner Internetseite. Das „Pro“ steht bei Samsung dafür, dass die Watch 5 Pro besser für Outdoor-Abenteuer geeignet sei als das günstigere Standardmodell. Zu diesem Zweck verfügt die Pro-Variante über einen härteren Saphirglas-Bildschirm, ein Titanium-Gehäuse und einen größeren Akku. Dazu kommen einige „Pro“-mäßige Software-Funktionen: Dazu zählen die Möglichkeit, GPX-Dateien für die Navigation beim Wandern oder Fahrradfahren zu importieren und sich im Falle eins Orientierungsverlust zurück zum Start lotsen zu lassen. So richtig „Pro“ ist das aber alles nicht. Denn Ziele lassen sich aufgrund der mangelnden Funktionen rund um Trainingsplanung mit ausgewiesenen Sportuhren wie der Garmin Epix deutlich besser realisieren. Auch in Sachen Akkuausdauer und Messgenauigkeit gibt es bessere Alternativen. Unabhängig davon hat die Watch 5 Pro durchaus ihre Qualitäten: Der Bildschirm ist schick, die smarten Qualitäten top und vor allem der Bio-Sensor (siehe Seite 8) bleibt bislang ein Alleinstellungsmerkmal. Kurzum: Die Watch 5 Pro ist sicher nicht die erste Wahl für Triathleten und Extremwanderer. Wochenend-Sportler, die eine robuste, smarte Lifestyle-Uhr suchen, können dagegen getrost zuschlagen.

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