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Die besten Tipps für gesunde Beine


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Neue Welt - epaper ⋅ Ausgabe 21/2022 vom 18.05.2022

Das rät der Facharzt

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Bildquelle: Neue Welt, Ausgabe 21/2022

Wohltuend: Abends die Beine eincremen, leicht zum Herzen hin massieren und anschließend hochlegen

Krampfadern und Besenreiser

Symptome: Die oberflächlichen Venen erweitern sich und werden als bläulich geschlängelte Linien unter der Haut sichtbar. Etwa jeder fünfte Erwachsene entwickelt sie mit den Jahren. Typisch: Schwere, müde und oft geschwollene Fußknöchel und Beine.

Ursachen: Vor allem Frauen sind betroffen, denn ihr Bindegewebe ist genetisch bedingt schwächer.

Stehende und sitzende Berufe verstärken das Risiko, ebenso starkes Übergewicht. Mit zunehmendem Alter wird das Gewebe schwächer, bei mangelndem Muskeltraining lässt die natürliche Venenpumpe nach, die inneren Venenklappen leiern aus und verhindern nicht mehr, dass das Blut nach unten versackt.

Therapie: Sind Besenreiser und Co. erst einmal da, vertreibt auch eine gesunde Lebensweise sie nicht. Kompressionsstrümpfe können ein Voranschreiten aufhalten.

Sie pressen das Gewebe zusammen, die Venenklappen schließen ...

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... wieder besser. Ausgebildete Krampfadern werden operativ entfernt, meist durch das Herausziehen (Stripping) des erweiterten Venenstranges oder Verödung.

Selbsthilfe: Bewegung! Sport beugt Krampfadern vor. Fußgymnastik, Wechselduschen. Einreiben mit gefäßabdichtenden Wirkstoffen wie Rosskastanie.

Ruhelose Beine

Symptome: Sie spüren, sobald der Körper abends zur Ruhe kommt, ein unangenehmes Ziehen und Kribbeln in den Beinen und einen unkontrollierbaren Bewegungsdrang, der zwar die Symptome kurz bessert, aber die Nachtruhe raubt. Jeder zehnte Deutsche ist vom Syndrom der ruhelosen Beine (RLS) betroffen.

Ursachen: Werden nicht immer gefunden, RLS wird aber durch die Einnahme mancher Medikamente (z. B. Antidepressiva)

und Eisenmangel begünstigt. Ebenso durch Schäden an Nerven und Gelenken.

Therapie: Medikamente wie Dopamin-Agonisten können die Beschwerden lindern. Sie gleichen einen Dopaminmangel im Gehirn aus. Um die möglichen Nebenwirkungen gering zu halten, versucht man aber vor allem mit konservativen Mitteln die Beine zur Ruhe zu bringen. Dazu zählen körperliche Aktivität, eine ausgewogene Ernährung, Ausgleich von Eisen-und Vitaminmangel und das Erlernen von Methoden, innerlich zur Ruhe zu kommen, wie autogenes Training.

Selbsthilfe: Oft helfen Wechselduschen, kühlende Fußbäder oder das Einreiben mit kühlendem Gel.

Schwere und schmerzende Beine sind vor allem in Frühling und Sommer keine Seltenheit. Der erfahrene Angiologe Dr. Michael Lichtenberg aus Arnsberg, hat die besten Tipps für die häufigsten Erkrankungen der Beine zusammengestellt, damit Sie leichtfüßig in die warme Jahreszeit starten können.

• Bringen Sie Bewegung in Ihren Alltag: „Nehmen Sie die Treppe statt des Aufzugs, steigen Sie eine Station eher aus dem Bus und gehen Sie den verbleibenden Weg zu Fuß“, rät der Facharzt. Auch im Büro können Sie Venengymnastik machen: die Füße in beide Richtungen kreisen oder die Fußspitzen abwechselnd in Richtung Schienbein ziehen. Entlasten Sie Ihre Blutgefäße abends, indem Sie die Beine hochlegen. So fließt das Blut aus den Venen leichter zum Herzen zurück.

• Kaltes Wasser tut den Beinen gut: Es sorgt dafür, dass sich die Venenwände zusammenziehen und an Spannkraft gewinnen.

Zugleich wird die Durchblutung angeregt. „Am besten geeignet – da einfach auszuführen – ist am Morgen ein kalter Beinguss nach der warmen Dusche“, empfiehlt Dr.

Lichtenberg und rät zu Schuhen mit flacher, flexibler Sohle: „Hohe Schuhe sehen elegant aus, schaden aber den Blutgefäßen der Beine. Erst durch das Abrollen des Fußes werden die Wadenmuskulatur bewegt, die Venenpumpe bei ihrer Arbeit unterstützt und der Blutrückfluss gefördert.“

TIPP

Für gesunde Beine mit guter Durchblutung ist Bewegung das A und O. Machen Sie viele kleine Wege zu Fuß statt mit dem Auto, so bleiben die Gefäße wie nebenbei in Form

Arterielle Verschlusskrankheit

Symptome: Mit Schmerzen beim Gehen fängt es an. In immer kürzeren Abständen müssen die Betroffenen stehen bleiben – und betrachten dann z. B. Schaufenster. Daher wird die Krankheit auch „Schaufensterkrankheit“ genannt.

Medizinisch heißt sie periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK).

Ursachen: Eine Durchblutungsstörung in den Beinen.

Die Schmerzen entstehen, weil sich die Blutgefäße verengt haben. Die Muskeln erhalten nicht mehr genug Blut und Sauerstoff. Die Blutgefäße werden vor allem durch langjähriges Rauchen geschädigt.

Weitere Risikofaktoren sind die Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, eine Fettstoffwechselstörung, Bewegungsmangel und Übergewicht.

Therapie: Die Behandlung erfolgt immer mehrgleisig.

Vordringlich gilt es, die Risikofaktoren auszuschalten: Mit dem Rauchen aufhören und Grunderkrankungen wie Bluthochdruck behandeln. Ein strukturiertes Gehtraining verbessert die Durchblutung der noch verbliebenen Gefäße. Reicht das Bewegungstraining nicht aus, können verengte Blutgefäße mit speziellen Metallgeflechten (Stents) oder medikamentenbeschichteten Ballons wieder geweitet werden.

Zukunft: In Studien werden gerade intelligente Stents mit einem integriertem Mikrochip getestet. Diese ermöglichen eine ständige Überwachung des Blutflusses und warnen die Patienten vor erneuten Gefäß-Verengungen.

Venen-Thrombosen

Thrombos: Das griechische Wort bedeutet Pfropf.

Bei der Thrombose hat sich ein Blutgerinnsel in einem Gefäß gebildet, verschließt es und staut das zum Herzen fließende Blut. Am häufigsten entstehen Thrombosen in den Beinvenen. Sie können lebensbedrohlich werden, wenn der Pfropf sich löst, in die Lunge gespült wird und dort die Sauerstoffaufnahme unterbricht.

Symptome: Häufigste Form ist die Venenthrombose. Hier kommt es zu Spannungsgefühlen und Schmerzen in der Wade, zu Überwärmung, bläulicher Hautverfärbung und Schwellungen am Unterschenkel oder ganzen Bein. Eine Thrombose ist nicht immer leicht zu erkennen, Betroffene halten sie oft für Muskelschmerz.

Ursachen: Neben genetischen Faktoren wie gestörter Blutgerinnung ist oft der Lebensstil beteiligt: Übergewicht begünstigt die Bildung von Ablagerungen, Rauchen macht die Gefäße brüchig, Bewegungsmangel stört die nötige Blutzirkulation.

Therapie: Der Arzt versucht, das Gerinnsel aufzulösen, z. B. durch blutverdünnende Medikamente. Bewährt sind Kathetertechniken, um die verschlossenen Gefäße wieder zu öffnen. Ein dünner Katheter wird über einen kleinen Einstich (meistens in der Leiste) bis zum Blutgerinnsel geschoben und dieses zerkleinert und entfernt.

Selbsthilfe: Täglich mindestens 30 Minuten körperlich aktiv sein, spazieren gehen, schwimmen, Rad fahren. Fettreduziert und ausgewogen ernähren, Übergewicht und Nikotin meiden.

Wichtig ist auch, viel zu trinken. Rund 1,5 bis 2 Liter täglich sollten es schon sein, damit das Blut nicht eindickt und gut im Körper zirkuliert. Diabetiker haben ein drei-bis fünffach erhöhtes Risiko für Gefäßschäden. Daher ist es wichtig, dass die Blutzuckerwerte optimal eingestellt sind.

Ausblick: Inzwischen können auch Bypässe gelegt werden. Hier wird eine Umgehung um das verschlossene Blutgefäß gelegt. Es gibt hierfür sehr moderne Verfahren, z. B. kann ein Bypass für die Arterie über die angrenzende Vene gelegt werden. Das nennt sich „Detour Procedure“.