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Die besten Tipps: Wir retten Lebensmittel!


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Option - epaper ⋅ Ausgabe 29/2021 vom 15.10.2021

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RUND ZEHN PROZENT DER TREIB- HAUSGASE, DIE REICHE LÄNDER AUSSTOSSEN, HABEN LAUT WELT- HUNGERHILFE IHREN URSPRUNG IN NICHT GENUTZTEN LEBENSMIT- TELN. AUSSERDEM IST LEBENS- MITTELVERSCHWENDUNG REINE RESSOURCENVERNICHTUNG UND PREISTREIBER IN SCHWELLEN- LÄNDERN, WÄHREND WELTWEIT RUND 690 MILLIONEN MENSCHEN HUNGERN. DAS MUSS NICHT SEIN.

TEXT: KARIN BORNETT

Planung & Einkauf - Gut geplant ist halb gewonnen. Vor dem Einkauf ein Blick auf die Bestände und ein Speiseplan für die ganze Woche helfen, gezielt einzukaufen. Dadurch landen nicht nur weniger Lebensmittel im

Müll, es bleibt auch mehr Geld in der Börse.

Zubereitung - Wer gleich größere Mengen zubereitet und portionsweise Vorräte ...

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... einfriert, spart Zeit und Ressourcen. Vor allem Singlehaushalte kennen das Problem: ein Becher Schlagsahne reicht für vier Portionen, eine Dose Kokosmilch ergibt vier Teller Gemüsecurry etc. Ist das Einfrieren der überschüssigen Speisen nicht möglich oder gewünscht, hilft ein smarter Menüplan, übrige Zutaten zu verwerten. Als Nachspeise gibt es dann beispielsweise frische Erdbeeren mit Schlag oder süße Kokossuppe.

Lagerung & MHD - Dass das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) aus rechtlichen Gründen angegeben werden

muss, oft aber kaum Aussagekraft hat, wissen mittlerweile die meisten. Sehen, Riechen, Probieren lautet die Devise. Joghurt ist zum Beispiel meistens noch ein, zwei Wochen nach Ablauf des MHD genießbar. Ein Ablaufdatum für Nudeln oder Reis ist fast absurd. Allerdings kann die falsche Lagerung viel kaputt machen. Wer die verschiedenen Kühlzonen des Kühlschranks richtig nützt, trockene Lebensmittel vor Feuchtigkeit schützt und lichtempfindliche Öle, Kartoffeln und Zwiebel im Dunklen lagert, verlängert die Haltbarkeit seiner Lebensmittel mitunter deutlich.

Mit Kreativität Lebensmittel retten Viele Lebensmittel, die nicht gebraucht werden, landen im Müll, obwohl sie noch genießbar sind. Hier einige Anregungen, was mit Essensresten alles noch machbar ist:

Weiterverwenden: Aus altem Brot wird frisches Gebäck, aus übrig gebliebenem Kartoffelpüree lassen sich am nächsten Tag Kartoffelsuppe oder Kroketten zaubern. Bevor Essen im Müll landet, besser nochmal im Web surfen. Rezepte zur Verwertung von Speiseresten gibt es zuhauf.

Snack für Tiere: Karotten sind der Klassiker für die Restverwertung über den Magen unserer Haustiere. Pferde und Kaninchen knabbern sie gerne, aber auch als Snack für Hunde sind Karotten kalorienarm und gut zur Zahnreinigung. So ersetzt ein gesundes Möhrchen das eine oder andere (oft unter zweifelhaften Bedingungen hergestellte) Leckerli. Bevor Lebensmittel an Tiere verabreicht werden, bitte immer individuell informieren, ob es für die jeweilige Tierart verträglich ist! Industriell zubereitete Fertiggerichte beinhalten zahlreiche Zusatzstoffe, viel Zucker und Fett. Sie sind für kein Tier geeignet!

Rettungsboxen & Co. Lebensmittelhändler und Direktvermarkter bieten immer öfter unförmiges Gemüse oder Lebensmittel kurz über dem MHD zu günstigeren Preisen in Boxen o.ä. an. So landen sie im Magen statt im Müll. Per App – die bekannteste ist wohl ToGood-ToGo – können in Restaurants Überraschungsmenüs vom Mittagsbuffet zum Abholen nach Buffetschluss reserviert oder beim Bäcker Brot und Gebäck kurz vor Ladenschluss gerettet werden.

Alles in allem profitieren davon alle Beteiligten. Die Umwelt wird geschont, die Anbieter bekommen zumindest ihre Kosten ersetzt und die Konsument*innen genießen leckere Speisen zum Schnäppchenpreis.

Lebensmittel spenden

Seit Anfang August dürfen in Österreich auch Privatpersonen Lebensmittelspenden in den Sozialmärkten des Samariterbunds abgeben. In Vorarlberg können Wurst, Käse und Co. zum Beispiel auch in einen „Offenen Kühlschrank“ gelegt werden. Das Projekt startete 2018. Mittlerweile sind unter dem Motto „bring und nimm“ an sieben Standorten in Vorarlberg die Kühlschränke für alle zugänglich. Ob Coronakrise oder Unwetterkatastrophen – der Bedarf an Lebensmittelspenden war europaweit in nächster Nähe selten größer.

Innovation & Forschung unterstützen

Für die Lebensmittelrettung braucht es auch innovative Ideen und Projekte. Um diese zu entwickeln, ist es wichtig, die Schwachpunkte bestehender Systeme zu kennen und die Wünsche und Sorgen der Bevölkerung zu analysieren. Die Universität für Bodenkultur Wien führt zu diesem Zweck eine breit angelegte Onlineumfrage durch. Unter dem Link survey.boku.ac.at/205 werden alle Bürger*innen dazu aufgerufen, etwa 25 Minuten ihrer Zeit der Rettung von Lebensmitteln zu widmen. Daraus können wertvolle Informationen gewonnen werden.