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Die besten Wintertipps


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Ein Herz für Tiere - epaper ⋅ Ausgabe 12/2021 vom 12.11.2021

Titelthema

Artikelbild für den Artikel "Die besten Wintertipps" aus der Ausgabe 12/2021 von Ein Herz für Tiere. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Ein Herz für Tiere, Ausgabe 12/2021

SCHNEE-HÜPFER Füchse spüren Mäuse mit ihren Superohren auf. Rasch springen sie in die Luft und landen mit der Nase im Schnee ... mitten im Mauseloch

Frost ist der erste Bote des Winters. Hoch oben in den Wolkenschlössern verwandeln sich jetzt winzige Wassertropfen in glitzernde Schneekristalle. Leise rieseln die Flocken den Himmel hinab. Bald bedeckt Schnee jedes Grün, verhüllt Feld, Wald und Wiesen. Die weiße Pracht verzaubert das Land und schenkt Menschen meist unbeschwerte Freude. Für viele Wildtiere hingegen geht es jetzt ums Überleben. Frost beschert auch Kälte und Entbehrung. Die Winterwelt hat ihre eigenen Gesetze und die Natur verlangt Höchstleistung. Es ist eine Jahreszeit voller Gegensätze: unerbittlich und vergänglich, faszinierend und voller Wunder. Wildtiere in unserem Garten oder auf dem Balkon, aber auch unsere tierischen Mitbewohner müssen sich auf diese Monate immer wieder neu einstellen. Jedes auf seine eigene Weise. Sie brauchen bei Minusgraden eine besondere Zuwendung.

Tricks gegen klirrende Kälte

Wir leben geborgen ...

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... in unseren beheizten Häusern. Multifunktionskleidung erlaubt es uns beim Spaziergang oder Rodeln, stundenlang draußen zu sein. Tiere besitzen von Natur aus raffinierte Kälteschutztechnologien. Ein dichtes Geflecht aus Haaren lässt Kälte nicht einmal bis zur Haut durchdringen. Wie ein Reißverschluss haken sie sich ineinander. Das Deckhaar fängt sogar Schneeflocken ab und lässt die Feuchtigkeit gar nicht erst hinab in die dicke Unterwolle dringen. Mit einer Wärmebildkamera lässt sich erkennen, dass Rehe, Luchse, Füchse oder Fischotter nur an wenigen Stellen wie Augen, Nase und den Beinen Körperwärme verlieren. Ein weiterer Trick: Hirsche senken im Winter ihre Körpertemperatur ab und drosseln ihren Stoffwechsel. Sie begeben sich in eine Ruhephase, in der sie sich weniger bewegen. Ähnlich wie Amphibien und Fische. Sie suchen sich geschützte Orte in der Erde oder unter der Eisschicht von Gewässern und fallen in eine Winterstarre, in der sie kaum Energie verbrauchen. Mäuse, die nur ein zartes Fell besitzen, richten sich unter der Schneedecke gemütlich ein. Sie isolieren ihre Höhlen und Gangsysteme vor eisigen Temperaturen mit Pflanzenblättern und kleinem Geäst.

Die Natur vergisst ihre Tiere nicht

Wer sucht, der findet

Auch wenn alles stumm und verlassen erscheint: Nahrung gibt es dennoch. Die Natur vergisst ihre Tiere nicht. Mäuse füllen ihre hungrigen Mägen jetzt mit Wurzeln, deponierten Körnern und Sämereien. Wildschweine wühlen sich mit ihrer kräftigen Nase ganz leicht durch das Schneepolster. Solange die Erde nicht gefroren ist, finden die Allesfresser, was ihr Herz begehrt: Wurzeln, Knollen, kalorienreiche Eicheln und Bucheckern. Als Nachtisch halten würzige Tannenzweige her. Doch wo soll der fleischfressende Fuchs Beute finden im endlosen Weiß? Behutsam spürt er mit seinem feinen Gehör Mäuse unter dem Schnee auf. Hunger treibt ihn an, die Bewegung hält ihn warm. Mit einem geschickten Sprung stürzt er sich auf die kleine Höhle und taucht seinen Kopf hinab in den Schnee. Die Nase tief in den Schnee zu stecken, lieben auch unsere Hunde! Viele blühen richtig auf, wenn sie die weiße Pracht entdecken. Fetzen sie mit Karacho durch den Tiefschnee, steckt ihre pure Lebensfreude an. Einige Katzen hingegen setzen bei Frost lieber keine Pfote vor die Tür. Welche Bedürfnisse unsere Tiere jetzt haben, verraten wir im Folgenden ...

Schnee-Spaß für Hunde

In Bewegung bleiben

Die meisten Hunde sind mit ihrem Fell bestens gerüstet für Kälte. Grundsätzlich gilt: Bewegung im Freien macht Spaß und tut gut, auch bei Frost. Wichtig ist dabei, in Bewegung zu bleiben. So kühlen die Vierbeiner nicht aus. Daher sollten Sie Ihren Liebling nicht vor einem Geschäft warten lassen, während Sie Ihre Einkäufe erledigen – auch nicht „nur mal kurz“. Zu groß ist die Gefahr, dass sich die Vierbeiner hinlegen und sich eine Blasenentzündung einfangen. Am Bauch sind Hunde am wenigsten geschützt. Genau wie Menschen können sich unsere Fellfreunde auch erkälten – und das besonders bei kalt-nassem Wetter.

Pfotenhaare stutzen

Damit die Vierbeiner unbeschwert toben können, empfiehlt es sich, die Haare zwischen den Pfotenballen etwas zu stutzen. Jedoch nicht zu kurz, damit die sensiblen Hundepfoten auf dem harten Eis sowie durch spitzen Kies und brennendes Streusalz nicht gereizt werden. Alle Tipps zur winterlichen Pfotenpflege finden Sie im Ratgeber ab Seite 26.

Öfter kurz statt einmal lang

Ihr Hund zittert am ganzen Körper? Er zieht die Rute ein und läuft langsamer? Deutliche Anzeichen dafür, dass er friert. Dazu sollte es auf Winterspaziergängen besser gar nicht erst kommen. Gehen Sie lieber öfter mit Ihrem Vierbeiner raus, anstatt eine riesige Runde zu drehen. Nach dem Gassi können Sie Ihren Hund gründlich abtrocknen und darauf achten, dass er anschließend nicht auf dem kalten Fließenboden döst.

Wenn die Nase läuft

Beobachten Sie bei Ihrem Liebling Schnupfen oder tränende Augen, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Wenn Sie sich selbst eine Erkältung eingefan-gen haben, halten Sie möglichst Abstand zu den Vierbeinern. Auf ausgiebiges Kuscheln und Busseln sollten Sie in den nächsten Tagen verzichten.

Viele Hunde fressen Schnee mit Genuss. Doch Vorsicht, eine Gastritis kann die Folge sein

Vorsicht unge sund

Neben der Kälte sind es vor allem menschengemachte Hindernisse, die unseren treuen Gefährten schon mal die Laune vermiesen können. Dazu zählen Streusalz und Frostschutzmittel. Besser Feld-, Wald- und Wiesenwege für Spaziergänge wählen. So schützen Sie nicht nur die Pfoten – für viele Hunde ist der Schnee eine kulinarische Verlockung. Der Genuss ist allerdings nur von kurzer Dauer: Die Kälte des Schnees und die möglicherweise darin enthaltenen Erreger oder Schadstoffe können zu Magen- und Darmentzündungen führen. Typische Symptome für eine Schnee-Gastritis sind Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfe, Würgen, Husten, Fieber. Bei anhaltenden Beschwerden suchen Sie bitte eine Tierarztpraxis auf. Richtig gefährlich ist Frostschutzmittel, das für die Scheibenwaschanlage verwendet wird. Es enthält Ethylenglykol, das schwere Vergiftungen auslösen kann. Das Problem: Es ist im Schnee kaum zu sehen. Zudem schmeckt es leicht süßlich, sodass es die meisten Hunden genüsslich schlecken. Nach Spaziergängen sollten Sie Pfoten und Fell also gut reinigen und mögliche Eisklumpen darin zerbröckeln oder auftauen und vorsichtig herausbürsten.

Seht her!

Reflektoren, Leuchtbänder und Blinklichter an Halsband oder Geschirr sorgen dafür, dass Ihr Hund auch bei Nebel und Dunkelheit von Autound Fahrradfahrern gesehen wird. Lassen Sie Ihr Tier in Straßennähe nie unangeleint. Autos und Fahrräder können bei Nässe und Glatteis schwer bremsen, wenn ein Hund plötzlich auf die Fahrbahn schießt. Auch für den Vierbeiner besteht Rutschgefahr – besonders bei Sprints und Sprüngen kann es leicht zu Verletzungen kommen. Verzichten Sie bei rutschigen Untergründen auf Action und weichen Sie auf spannende Indoor-Spiele aus.

Warm eingepackt

Große gesunde Hunde mit langem Fell sind von Natur aus vor Kälte geschützt. Bei kleinen Hunden, kranken, alten und schwachen Tieren sowie bei Rassen mit wenig oder keiner Unterwolle kann mit spezieller Hundekleidung nachgeholfen werden.

Katzen ...

... Schnell rein! Oder doch raus?

Während Hunde mit Vergnügen bei fast jedem Wetter draußen umhertoben, sind Katzen eher wetterempfindlich. Die meisten Samtpfoten bevorzugen es sonnig und warm, weshalb es jetzt nur noch die abgehärtetsten Freigänger nach draußen zieht. Alle anderen drehen schon nach kurzer Zeit wieder um und sehen ihren Halter vorwurfsvoll durch die Terrassentür an. Dann beginnt ein Spielchen, das viele „Tür- und Dosenöffner“ nur zu gut kennen: Mieze möchte nach draußen. Fünf Minuten später miaut sie und möchte wieder hinein. Und das Spiel beginnt von vorn ... Denn der innere Drang nach Bewegung und Abenteuer lässt sich bei Katzen einfach nicht unterdrücken. Abhilfe schaffen sich genervte Besitzer durch eine Katzenklappe. Alle anderen müssen die Augen offen halten, denn eine frierende Mieze sollte möglichst schnell wieder ins Warme können. Es ist wichtig, dass Ihre Katze im Winter selbst entscheiden kann, ob und wie lange sie nach draußen gehen möchte.

Jungspunde und Oldies

Vorsicht ist bei Jungtieren, kranken und alten Katzen geboten. Ihr Aufenthalt im Freien sollte nicht zu lange dauern. Lassen sie sich partout nicht davon abhalten, im Schnee zu toben, stellen Sie ihnen ein Katzenhaus zur Verfügung. Hauptsache ist, dass die Mieze einen trockenen, gemütlichen Unterschlupf vorfindet, der ggf. mit einem Heizkissen ausgestattet werden kann. Über Nacht sollten selbst abgehärtete Katzen stets in die Wohnung geholt werden. Vergessen Sie auch bei Samtpfoten nicht, gelegentlich die Pfoten zu checken. Frostiger Boden, Salz und trockene Luft sorgen dafür, dass die Ballen aufreißen. Mit Pfotenbalsam können Sie dem entgegenwirken.

Miezen müssen jederzeit wieder ins Warme gelangen können

Trockene stille Örtchen

Jetzt, wo winterliche Temperaturen herrschen, kann es sein, dass Katzen Zuflucht in Motorräumen und Radkästen von Autos suchen. Daher bitte ein paar mal auf die Motorhaube klopfen, bevor Sie losfahren. Apropos: Eis und Schnee bieten keine einladende Umgebung, um dringende „Geschäfte“ zu erledigen. Daher ist es sinnvoll, auch für Freigänger im Winter drinnen eine Katzentoilette einzurichten.

Winterzeit ist Kuschelzeit

Wenn draußen Temperaturen um den Nullpunkt herrschen, möchten wir Menschen uns am liebsten den ganzen Tag unter einer Kuscheldecke verkriechen. Auch viele Katzen halten sich jetzt gern in Heizungsnähe auf und verbringen den Großteil des Tages mit Schlafen. Daher freuen sie sich jetzt besonders über kuschelige und warme Liegeplätze. Doch Vorsicht bei zu trockener Raumluft: Diese kann im Winter gesundheitsschädlich sein. Wie Sie das optimale Klima für Ihren Liebling gestalten? Das erfahren Sie im Ratgeber ab Seite 30.

Regelmäßiges Kämmen oder Bürsten genießen jetzt so manche Fellnasen in ihrem dicken Winterpelz mehr als im Sommer. Das gilt ebenso für die gemeinsame Kuschelzeit. Wenn Sie von einem stressigen Weihnachtseinkauf zurückkehren, Ihre Kinder oder Enkel den ganzen Tag um sie herumgetobt sind, ist das Schnurren Ihres Lieblings eine Wohltat. Nehmen Sie die Einladung Ihrer Katze zum Kuscheln dankend an! So tun Sie sich und Ihrer Mieze gleichzeitig etwas Gutes.

Vögel schützen

Damit sich Wildvögel, die sich am Futterhaus Ihres Balkons oder Gartens bedienen, sicher fühlen, sollten Sie als Katzenhalter und Tierfreund mit ein paar einfachen Tricks dafür sorgen, dass die Stelle für Miezen nicht erreichbar ist:

Futterstelle mind. 2 Meter hoch auf einen Pfahl stellen oder in einem Baum anbringen. Katzen können geschickt klettern und springen.

Als Pfahl am besten eine glatte Metall-oder Kunststoffstange verwenden, an der die Miezen keinen Halt haben.

Das Umwickeln von Pfählen und Baumstämmen mit langen stachligen Brombeerranken kann Katzen vom Klettern abhalten.

Eine um die Borke gewickelte glatte Kunststoff-oder Blechmanschette, die etwa 80 Zentimeter breit ist, kann ebenfalls kaum von einem Stubentiger überwunden werden.

Tipp: Falls Katzen aus der Nachbarschaft Ihren Garten unsicher machen, sind höher gelegene Gebäudefenster oder Balkone, die fremde Katzen nicht von draußen erreichen können, sichere Plätze für eine Futterstelle oder ein Vogelhaus.

Meerlis und Kaninchen

Wenn Ihre kleinen Fellfreunde im Winter draußen bleiben sollen, müssen Sie das früh genug planen. Denn sie brauchen Zeit, um sich an unterschiedliche Temperaturen zu gewöhnen. Nur wenn Kaninchen und Meerschweinchen bereits das ganze Jahr draußen leben, bekommen sie einen ausreichend dichten Winterpelz und können sich warmhalten. Wenn Sie die Kleinsten eigentlich im Haus halten, sollte sie über den Winter auch drinnen bleiben. Tiere, die hingegen draußen überwintern, sollten wiederum nicht für gelegentliche Kuschelsessions ins Haus geholt werden. Die Umstellung von warmer zu kalter Temperatur würde sich ungünstig auf ihre Wärmeregulation auswirken.

Wärme von innen und außen

Im Winter benötigen Kaninchen und Meerlis, die die Außenhaltung gewohnt und gesund sind, mindestens ein Häuschen im Stall, das sie vor Nässe, Zugluft und Kälte schützt. Dort können sich alle Tiere hineinkuscheln und gegenseitig wärmen. Dieses können Sie großzügig mit Stroh und Heu auspolstern, damit sie es richtig gemütlich haben. Der Boden sowie die Wände des Stalls sollten isoliert sein. Es ist wichtig, dass sich die Fellknäuel ausreichend bewegen können, wann immer sie möchten. Denn Bewegung hält die Tiere warm. Im Winter brauchen sie sehr viel Heu, frisches Obst, Gemüse, Kraftfutter wie Getreidekörner und natürlich Wasser. Das kann schnell einfrieren. Prüfen Sie regelmäßig, dass Ihre Fellnasen immer etwas zu trinken haben. Gefrorenes Obst und Gemüse sollten Sie aus dem Gehege nehmen und durch frisches ersetzen, damit die Kleinen keine Bauchschmerzen bekommen.

Vögel und Fische

Für Wildvögel aller Art sind Vogelhäuschen reinste Schlemmer- Paradiese: Hier finden sie ohne große Mühe ein Buffet aus Samen, Körnern und Fettfutter – kalorienreich und täglich frisch. Was die Kleinen jeweils brauchen, sehen Sie rechts in der Übersicht des Naturschutzbundes (NABU). Heimvögel, die es gewohnt sind, draußen zu leben, können in ihrer Außenvoliere bleiben. Ein frostfreies Schutzhaus mit wärmegedämmten Wänden und einer Thermostatheizung bietet Unterschlupf. Fische können draußen überwintern, wenn der Teich über 80 cm tief ist. Vorher den Teich reinigen, Laub und abgestorbene Pflanzen entfernen. Genug Sauerstoffzufuhr muss gewährleitet sein. Eisfreihalter gibt es im Fachhandel. Vorsicht: Kein Loch in die Oberfläche schlagen. Die Druckwellen würden den Orientierungssinn der Fische zerstören, was für die Schuppenträger Lebensgefahr bedeutet.

Landschildkröten

Für die Besitzer von Landschildkröten heißt es nun, ihre gepanzerten Mitbewohner auf ihre Winterstarre vorzubereiten. Wenn die Aktivität der Reptilien stetig abnimmt, sollten sie in einer Überwinterungskiste (z. B. Kunststoffbox) untergebracht werden. Diese muss so groß sein, dass sich die Schildkröte vollständig eingraben kann (etwa das Vierfache der Panzerfläche). Füllen Sie die Kiste am besten mit einer Erdschicht, auf die Sie ein Gemisch aus Laub und Moos geben. Auch Torfmoos hat sich bewährt, denn es hält die Feuchtigkeit sehr gut. Wichtig: Sorgen Sie für eine gute Durchlüftung, um Schimmelbefall vorzubeugen. Stellen Sie die Kiste an einen möglichst dunklen Ort. Die Temperatur muss bei konstanten 4–6 Grad Celsius liegen. Die Überwinterung im – aus hygienischen Gründen separaten – Kühlschrank ist laut Bundes-Tierärztekammer die beste und sicherste Methode. Die Temperatur lässt sich exakt einstellen und mit einem elektronischen Thermometer gut überwachen. Wenn Sie die Kühlschranktür ein- bis zweimal pro Woche öffnen, ist für eine ausreichende Sauerstoffzufuhr gesorgt. Etwa alle vier Wochen sollte das Tier herausgenommen, gewogen und kontrolliert werden. Insgesamt darf es in den drei bis vier Monaten nicht mehr als zehn Prozent seines Körpergewichts verlieren.

Gutes Heu wärmt bei seiner Verdauung von innen

Pferde

Der beste Schutz für Pferde ist ihr Winterfell. Wer sein Pferd komplett schert, da es beim Reiten mit dem dicken Pelz zu stark ins Schwitzen kommt, sollte es auf der Weide, im Paddock sowie an klirrend kalten Tagen auch im Stall Tag und Nacht eindecken. Alte, sehr junge oder dünne Pferde sollten ebenso mit einer Winterdecke vor Kälte geschützt werden. Nach dem Reiten saugen Abschwitzdecken den Schweiß aus dem Fell und sorgen dafür, dass die Tiere schneller trocknen und nicht auskühlen.

Ausreichend Wasser und Heu

Pferde brauchen auch im Winter genug Wasser, sonst drohen Verstopfungskoliken. Der Bedarf eines Pferdes liegt durchschnittlich bei 30 Litern täglich. Falls die Tiere zu wenig Flüssigkeit aufnehmen, z. B. wenn das Wasser zu kalt ist, sollten Sie lauwarmes Wasser anbieten. Damit die Tränken im Stall nicht einfrieren, ist ein regelmäßiger Durchlauf wichtig. Prüfen Sie mehrmals täglich, ob das Wasser noch fließt. Auf Weide oder Paddock können spezielle Thermotränken für Eisfreiheit sorgen.

Jetzt steht vor allem Heu auf dem Speiseplan. Auch gutes Futterstroh liefert Energie. Bei der Verdauung entsteht Fermentationswärme, die von in-nen wärmt. Tipp: Einen Schuss Öl ins Futter geben. Das liefert weitere wichtige Kalorien. Planieren Sie die Winterweide vor dem ersten Frost und warten Sie, bis der Boden gefroren ist, bevor Sie Pferde auf die Weide stellen. So vermeiden Sie die typische gefrorene Buckelpiste, die ein hohes Verletzungsrisiko birgt. Auf vereisten Böden gilt beim Führen und Reiten Schritttempo. Mit Stiften, Stollen oder barhuf ist Ihr Pferd im Schnee sicher unterwegs.

Oh, du gefährliche ...

Knisterndes Lametta, duftende Leckereien, baumelnde Christbaumkugeln: Was unsere Lieblinge verlockend finden, kann ihnen schnell zum Verhängnis werden. Reste des Festmenüs können ihre Gesundheit gefährden. Eine erhöhte Verletzungsgefahr droht insbesondere bei splitternden Geflügelknochen und Fischgräten. Und auch bei Schokolade droht Lebensgefahr: Schon eine geringe Menge des in der Kakaobohne enthaltenen Wirkstoffs Theobromin kann zu schweren Vergiftungen führen. Wer seinem Tier eine gesunde Freude bereiten möchte, kann selbst gemachte Leckereien backen, die optimal auf die Bedürfnisse seines Lieblings abgestimmt sind. Eine mögliche Gefahrenquelle sind auch beliebte Pflanzen wie Weihnachtsstern, Amaryllis, Stechpalme, Christrose oder Mistel. Sie enthalten giftige Substanzen und sollten daher außer Reichweite der Vierbeiner stehen. Den Weihnachtsbaum platzieren Sie am besten sicher und gut befestigt in eine Ecke. Falls Ihr Vierbeiner ihn als „Spielzeug des Monats“ auserkoren hat, können Sie versuchen, ihn für Hund und Katze weniger attraktiv zu machen. Fast alle Katzen finden beispielsweise den Geruch von Zitrusfrüchten unangenehm. Ein paar frische Zitronen- oder Orangenscheiben im Baum können Abhilfe schaffen. Verzichten Sie bitte unbedingt auf (bleihaltiges) Lametta, Kerzen, Duftöle, Schneespray und leicht zerbrechliche Glaskugeln. Natürlicher Baumschmuck aus Stroh oder Holz schaut mindestens genauso hübsch aus.

Entspannter Jahreswechsel

Während wir Menschen gerne feierlustig das alte Jahr verabschieden und das neue mit lautem Ge-knalle und Gepfeife begrüßen, leiden Wild- und Heimtiere meist unter schrecklicher Panik. Sie wissen nicht, was die Lichtblitze und Schläge bedeuten, und geraten in Todesangst. Hunde können blind vor Flucht verunfallen. Katzen verkriechen sich in enge Verstecke, aus denen sie sich nicht mehr befreien können. Pferde verletzen sich, weil sie aus ihrer Box nicht fliehen können. Verzichten Sie daher als Tierfreunde auf ein Feuerwerk und spenden Sie das Geld stattdessen an Tierschutzprojekte. Ihre Lieblinge zu Hause können Sie unterstützen, indem Sie vorsorgen: Die ersten Raketenknaller beginnen bereits am Morgen oder sogar am Vortag. Schreckhafte Hunde während dieser Zeit vorsorglich an die Leine nehmen. Hunde und Katzen für den Fall, dass sie davonlaufen, chippen lassen und registieren. Am Silvesterabend Fenster und Läden schließen und eine gewohnte Geräuschkulisse herstellen – Radio und TV dürfen jetzt ruhig mal etwas lauter sein. Für extreme „Felle“ können Sie ein Medikament oder pflanzliche Mittel gegen Angstzustände besorgen – doch bitte nur in Absprache mit Ihrem Tierarzt.

Bisssichere Weihnachtsbeleuchtung

Der elektrische Biss – so nennen Tierärzte Verbrennungen im Mund und auf der Zunge bei Tieren, die ein Stromkabel zerbissen haben. Damit nicht genug: Das Herz kann nach einem Stromschlag aus dem Takt kommen. Selbst wenn Ihr Liebling nach einem Stromschlag ganz normal wirkt, sollten Sie daher unbedingt eine Tierarztpraxis aufsuchen. Und auch für Besitzer besteht Gefahr: Durch das defekte Kabel können auch Menschen elektrisiert werden. Welche Beleuchtung ist also ein guter Kompromiss zwischen dem Wunsch nach weihnachtlicher Atmosphäre und tierischer Sicherheit?

LED aus dem Fachhandel

„LED-Weihnachtsbeleuchtung ist eine gute Option, da im Gegensatz zu Glühbirnen und Kerzen auch keine Brandgefahr besteht“, so Elektroinstallateur Richard Lesonitzky von „derLESO“. „Im Fachhandel bekommt man LED-Lichterketten mit besonders widerstandsfähigen Kabeln, die Wasser und Staub trotzen. Sie sind bei schwachen Hunde- oder Katzenbissen nicht gleich durch. Weihnachtsbeleuchtung vom Discounter sollte man eher vermeiden – oder so montieren, dass sie auf jeden Fall außerhalb der Reichweite von Tieren ist und nicht angeknabbert oder nass werden kann.“

Geeignet: 24-Volt-Modulsysteme

Bei einer LED-Weihnachtsbeleuchtung sollten Sie auf eine niedrige Voltzahl und ein Modulsystem achten. Lassen Sie sich von Ihrem Elektroinstallateur beraten. Weitere Infos: www. weihnachtszeiten.at/de/4-Tipps-fuerhundesichere-Weihnachtsbeleuchtung