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Die besten Ziele und Stellplätze im Altmühltal


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Auto Bild reisemobil - epaper ⋅ Ausgabe 8/2022 vom 14.07.2022
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Bildquelle: Auto Bild reisemobil, Ausgabe 8/2022

Der Eichstätter Dom gehört zu den bedeutendsten mittelalterlichen Baudenkmälern Bayerns

VON DER QUELLE bis zur Mündung in die Donau schlängelt sich die Altmühl über 227 Kilometer durch Bayerns Natur. Wer dem Flusslauf im Reisemobil folgt, begegnet Marterl, sauren Zipfeln, Klöstern und Bergen von Kraut, wird Zeuge von Streitwagenrennen – oder klopft Millionen Jahre alte Kalkbrocken im Steinbruch. Zum Ausgleich bietet sich eine entspannende Wellness-Spezialbehandlung an, bei der Männerträume wahr werden: ein Bad in bayrischem Bier.

Willkommen in der Natur- und Kulturlandschaft des Altmühltals.

1. BURGBERNHEIM

Heckenlabyrinth

Gleich hinter dem Wohnmobilpark Burglengenbach verläuft der Naturlehrpfad „Im Gründlein“, zu dem ein großer Buchenhecken-Irrgarten gehört. In der Mitte des Labyrinths ragt eine Aussichtsplattform aus dem Grün heraus, von der aus sich der rechteckig angelegte Irrgarten perfekt überblicken lässt. Allerdings müssen Besucher zuvor erst einmal durch das verwinkelte ...

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... Heckengewirr dorthin gelangen. Zur besseren Orientierung hilft auch kein Springen – die 4000 Hainbuchen sind zwei Meter hoch. Augen zu und durch ist schon gar keine erfolgversprechende Taktik.

Vielleicht den Pullover opfern und einen Wollfaden als Hilfe legen? Wie auch immer: Am Ende hat bislang noch jeder in den Irrgarten hineinund auch wieder hinausgefunden.

Doch das kann dauern.

Im Gründlein, 91593 Burgbernheim, Tel. 0 98 43-3 09 34, www.romantischesfranken.de, „Ausflugstipps“ anklicken, durchgehend geöffnet

2. ROTHENBURG O. D. TAUBER

Kriminalmuseum

Stadtmauer, Altstadt, Burggarten:

Die Vorzüge Rothenburgs, nur wenige Kilometer vom Altmühltal entfernt gelegen, sind bekannt. Das mittelalterliche Kriminalmuseum eher weniger.

Es residiert in den teils recht düsteren Gewölben unter der Burggasse.

Die darin ausgestellten „Werkzeuge“ sind der traurige Beweis dafür, dass Menschen sehr einfalls- und erfindungsreich sein können, wenn es darum geht, andere auf die Folter zu spannen. Prunkstücke des Museums sind eine Eiserne Jungfrau, die einst in Nürnberg im Einsatz war, diverse Daumenschraubenmodelle und originale Streckbänke, bei deren Anblick Besucher im Geiste Gelenke und Knochen der Gepeinigten bersten hören. Besonders eindrucksvoll ist die Sammlung von Schandmasken, die Lügner und Betrüger auf dem Kopf tragen mussten. Das war erstens sehr unbequem, denn die Masken waren schließlich keine Maßanfertigung und außerdem aus Eisen. Zweitens war das Tragen peinlich: Was sollten nur die Nachbarn von den Maskierten denken? Neben den gruseligen Ausstellungsstücken gibt es viele Dokumente aus 1000 Jahren Rechtsgeschichte zu sehen, darunter erschütternde Protokolle aus Vernehmungen vermeintlicher Hexen, die unter Folter wirklich alles gestanden, was ihnen zur Last gelegt wurde.

Gut, dass die Rechtsprechung inzwischen doch reichlich Fortschritte gemacht hat.

Burggasse 3–5, 91541 Rothenburg ob der Tauber, Tel. 0 98 61-53 59, www.kriminalmuseum.eu, Öffnungszeiten: April bis Oktober tägl. 10-18 Uhr, übrige Zeit kürzer, Preise: 8 Euro (Erw.), 7 Euro (ermäßigt), 4 Euro (Schüler), 19,50 Euro (Familien)

3. ANSBACH

Bratwurstführung

Die Bratwurst ist wie das Schäufele oder der Schweinebraten mit Kruste eine der großen kulinarischen Spezialitäten Frankens. Was liegt da näher, als Urlaubern bei Führungen durch Ansbach neben Eindrücken von der alten Residenzstadt der Hohenzollern auch eine Kostprobe der Ansbacher „Küchenkunst“ zu servieren. Nach dem mit Erklärungen und Anekdoten gespickten Rundgang durch die hübschen Altstadtgassen und den Hofgarten kehren Besucher zu Bratwurst und Getränken in eine traditionelle Gaststätte ein. Zur Wahl stehen die klassisch gebratene Wurstvariante und saure Zipfel, in Essigsud gekochte Bratwürste. Keine Angst, das Gericht schmeckt nicht wirklich sauer. Der Sud ist mild und nicht zu würzig, die Wurst leicht süßlich. Muss man mal probieren.

Tourist-Info, Johann-Sebastian-Bach-Platz 1, 91522 Ansbach, Tel. 09 81-5 12 43, www.ansbach.de, „Bratwurstführung“ im Suchfeld eingeben, Preis: 24,50 Euro (Erw.), 18,50 Euro (Kinder bis 12 J.)

4. HERRIEDEN

Altstadt

Frankenkönig Karl der Große war hier, Jakob Fugger weilte als Student in der Stadt: Touristen sind in allerbester Gesellschaft, wenn sie Herrieden besuchen. Die Kleinstadt an der Altmühl hat nur rund 8000 Einwohner, aber mehr Sehenswürdigkeiten als so manche Großstadt.

Allen voran die Stadtmauer mit dem Storchenturm, auf dessen Spitze tatsächlich seit Jahrhunderten Störche brüten. Wie noch auf so einigen weiteren Türmen in der Stadt und im Umland. Hinzu kommen die uralte steinerne Altmühlbrücke sowie die Stiftsbasilika St. Vitus und das Stadtschloss. Auffällig ist die besondere Ruhe in der Stadt. Trotz mancher Touristen wirkt Herrieden nicht überlaufen, und auch das Umland bietet viel Platz für Erholung. Es lohnt sich zum Beispiel sehr, den knapp 30 Kilometer langen Kapellenwanderweg entlangzuradeln.

Der Rundweg ist berühmt für die vielen schön verzierten Bildstöcke, auch als Marterl bekannt. Die meisten dieser religiösen Wegmarken stammen aus dem 13. bis 16. Jahrhundert. Einige der schriftlichen Botschaften sind rätselhaft, meist geht es aber darum, Wanderer und Radler zu beschützen und zu segnen. Der Segen sollte für einige Urlaube reichen: Entlang des Wegs stehen 80 Marterl.

Tourist-Info in der Buchhandlung Decima, Deocarplatz 10, 91567 Herrieden, Tel. 0 98 25-2 47 98 46 www.herrieden.de

5. WOLFRAMS-ESCHENBACH

Stadtmauerspaziergang

Der Heimatort des Dichters Wolfram von Eschenbach (ca. 1160 bis ca. 1220) hat sich 1917 stolz nach seinem berühmtesten Sohn benannt. Bis dahin hieß der Ort Obereschenbach.

Die berühmteste Sehenswürdigkeit, die komplett erhaltene Stadtmauer, hat der Dichter nie gesehen: Die Doppelmauer mit Stadtgraben, Zwinger und Turm am Oberen Stadttor datiert aus dem 14. und 15. Jahrhundert – lange nach seiner Zeit. Der Wall umschließt die Altstadt, die kleiner ist als so manche Festung. Wer dem historischen Rundweg entlang der Stadtbefestigung folgt, ist schon nach rund einem Kilometer wieder am Ausgangspunkt. Obwohl sehr klein, ist Wolframs-Eschenbach unbedingt einen mehrstündigen Stopp auf dem Weg durchs Altmühltal wert.

Für einen Besuch spricht auch die Wirtshausküche in der traditionsreichen „Alten Vogtei“ (www.alte-vogtei-wolframs-eschenbach.de). Tipp: Fränkischer Sauerbraten mit Klößen, Rotkohl und Lebkuchensoße für 14,80 Euro.

Tourist-Info: Wolfram-von-Eschenbach-Platz 1, 91639 Wolframs-Eschenbach, Tel. 0 98 75-97 55 32, www.wolframs-eschenbach.de

6. MERKENDORF

Heglauer Krautfest

Kohl, so weit das Auge reicht! Merkendorf ist umzingelt von Feldern, auf denen die Kulturpflanze gedeiht. In Merkendorf wird sie zu dem für Franken typischen Kraut verarbeitet und schließlich, immer am 3. September-sonntag jedes Jahres, gebührend gewürdigt. Das Krautfest lockt stets mehr als 10 000 Besucher in die mittelfränkische Kleinstadt, die selbst nur gut 3000 Seelen zählt. Der Kohl beziehungsweise das daraus hergestellte Kraut hat den Merkendorfer Bauern schon im 18. Jahrhundert einigen Wohlstand beschert. Ihre mit Kohlköpfen beladenen Wagen holperten bereits um 1790 bis ins heutige Württemberg. Das Krautfest zu Ehren des Kreuzblütlers tobt übrigens rund um den Krautbauernhof Reuter im Ortsteil Heglau. Hauptattraktion des Festes in der historischen Krautstadt ist natürlich ein Gericht: fränkische Bratwurst auf einem Mount Everest von Kraut.

Tourist-Info, Marktplatz 1, 91732 Merkendorf, Tel. 0 98 26-65 00, www.merkendorf.de

7. MARKT ABSBERG

Großer Brombachsee

Canopy, Segeln, Baden mit und ohne:

Der Große Brombachsee ist ein Paradies für Wassersportler und alle, die gern einmal ein paar Stunden faul in der Sonne liegen wollen. Vom Ufer aus lässt sich ein seltsamer dreistöckiger, komplett verglaster Katamaran mit offenem Oberdeck auf seinem Weg über den See beobachten. Es ist die MS Brombachsee, die ge-mächlich zwischen Ramsberg, Absberg, Enderndorf, Allmannsdorf und Pleinfeld über die rund neun Quadratkilometer große Wasserfläche pendelt. Eine komplette Runde dauert etwa anderthalb Stunden. Passagieren wird der Schiffsausflug nicht nur mit der tollen Rundumsicht auf alle Seeufer schmackhaft gemacht. Zusätzlich gibt es auch alle möglichen Leckereien an Bord, je nach gebuchter Strecke sind ein kleiner Snack oder ein komplettes Menü möglich.

Geheimtipps sind das Bordfrühstück am Morgen oder die Sundowner-Runde am frühen Abend. Dann schimmert der See wegen des besonderen Lichts am schönsten. Oder macht das der Sundowner?

Erlebnisschifffahrt Brombachsee, Am Anger 10, 91785 Pleinfeld, Tel. 0 91 44-92 70 50, www.msbrombachsee.com, Abfahrten siehe Internet, Preise je nach Fahrtstrecke ab 5,50 (Erw.) bzw. 2,50 Euro (Kinder)

8. MUHR AM SEE

Vogelinsel

Der Altmühlsee gut 40 Kilometer südwestlich von Nürnberg lockt nicht nur Radfahrer, Wanderer und Wassersportler an. Auch Naturliebhaber sind hier genau richtig. Vor allem auf der Vogelinsel. Das künstlich angelegte Naturschutzgebiet umfasst rund die Hälfte der Stauseefläche und ist streng genommen ein Mini-Archipel mit Flachwasserzonen und kleinen Inseln. Besucher können einen Teil des Wasserparadieses auf einem barrierefreien Rundweg erkunden und alles von einem Aussichtsturm in den Blick nehmen. Auf einem Lehrpfad erfahren sie, welche Insekten, Amphibien, Pflanzen und Vögel hier heimisch sind. Zwischen März und Oktober bietet der Landesbund für Vogelschutz (LBV) naturkundliche Führungen an. Infos dazu gibt es in einem Infohaus am Zugang zur Vogelinsel. Infos: LBV-Umweltstation Altmühlsee, Schlossstraße 2 91735 Muhr am See, Tel. 0 98 31-48 20, www.fraenkisches-seenland.de

9. WEISSENBURG

Kastell Biriciana

Weißenburg gilt wegen des teilrekonstruierten Kastells Biriciana, den alten römischen Thermen und dem größten römischen Schatz, der jemals in Deutschland gefunden wurde, als Römerstadt Nummer eins.

Die Ausgrabungen am Kastell begannen schon vor mehr als 130 Jahren.

Teile der gewaltigen Anlage wurden anhand alter römischer Darstellungen und der Ausgrabungsergebnisse unter wissenschaftlicher Leitung rekonstruiert. So ist beispielsweise das Nordtor mit seinen zwei Türmen anno 1990 wieder auferstanden. Das Kastell ist jederzeit frei zugänglich, doch es lohnt sich sehr, eine Führung durch die monumentale Wehranlage zu buchen. Dabei erfahren Besucher viel darüber, wie die Römer in Weißenburg gelebt und wie sie die Region geprägt haben. Nur wenige Kilometer entfernt verläuft der Obergermanisch-Raetische Limes, einst die Grenze des römischen Imperiums und seit 2005 UNESCO-Weltkulturerbe.

In Weißenburg befindet sich außerdem das Römermuseum, in dem auch das Limes-Informationszentrum untergebracht ist. Ein auch für Kinder sehr spannender Ausflug in die römische Vergangenheit Germaniens vor rund 1500 Jahren.

Tourist-Info: Doktor-Martin-Luther-Platz 3, 91781 Weißenburg, Tel. 0 91 41-90 71 24, www.weissenburg.de

10. OETTINGEN

Holunderhof Lohe

Der alte Bauernhof der Familie Beck liegt in Lohe, angenehm abseits und nördlich von Oettingen inmitten ökologisch bewirtschafteter Felder und Wiesen. Im Hofladen steht so ziemlich alles zum Verkauf, was der Boden am nördlichen Rand des Ries so hergibt.

Ausschließlich bio, versteht sich. Wie die Becks das alles erzeugen, erklären sie während der empfehlenswerten Hofführungen. Da die Verpflichtung auf „bio“ Geschäftstüchtigkeit nicht ausschließt, bietet die Familie zudem Themenwanderungen in die nähere Umgebung an. Hofbesucher erfahren dabei viel über Küchen- und Heilkräuter oder können auf einem kleinen Abschnitt des Jakobswegs in der Natur zur Ruhe kommen. Am besten geht das übrigens in Begleitung von Cosima, Peppino oder Viktor. Das sind die drei Holunderhof-Esel. Die gutmütigen Tiere sind die perfekten Begleiter für einen kleinen stress- freien Ausflug und überraschenderweise gar nicht störrisch. Eselwanderer buchen am besten gleich einen kleinen Picknickkorb dazu. Den trägt der Esel, den Verzehr übernehmen die menschlichen Wanderer. Wer fair ist, gibt dem genügsamen Lastentier aber eine Bio-Möhre ab.

Lohe 2, 86732 Oettingen, Tel. 0 90 82-47 17, http://holunderhof-lohe.de

11. NÖRDLINGEN

Scharlachrennen

Was geschah im Sommer des Jahres 1438 in Nördlingen? Damals traten erstmals Reiter und Pferde zu einem Rennen auf der Kaiserwiese gegeneinander an. Das war der Beginn einer der ältesten und traditionsreichsten Pferdesportveranstaltungen Europas. Zwar weist die 600-jährige Historie des Scharlachrennens einige Lücken auf – zuletzt mussten Rosse und Reiter wegen Corona pausieren –, doch zählt der international besetzte Wettbewerb zu den bedeutendsten in Deutschland. Heute steht das große Springturnier im Vordergrund, doch auch der Rennklassiker findet weiterhin statt. Zum jährlich wechselnden Rahmenprogramm zählen Modenund Hutschauen, diverse Showeinlagen, Streitwagenrennen, spanische Reitvorführungen, Fohlenpräsentationen und -auktionen oder Boxkämpfe. Der Name Scharlachrennen geht übrigens auf den ersten Wettkampf zurück: Damals erhielt der Reiter des schnellsten Pferdes ein scharlachrotes Tuch als Trophäe.

Veranstaltungsort: Kaiserwiese, 86720 Nördlingen, Infos beim Verein Scharlachrennen, Vordere Gerbergasse 31, 86720 Nördlingen, www.csi-noerdlingen.com, Tel. 0 90 80-92 22 99, voraussichtlicher Termin: letztes Juli-Wochenende 2022

12. TREUCHTLINGEN

Bierbad in der Therme

Innenbecken, Außenbecken, Swimin-Bar, Saunalandschaft mit diversen Schwitzboxen und Dampfbädern, Riesenrutschen mit Zeitmesstechnik: Mit seiner supermodernen Ausstattung setzt die Altmühltherme in Treuchtlingen völlig neue Maßstäbe. Das gilt auch für das exklusive Wellnessangebot. Wer zum Beispiel bayerisches Bier liebt, kann in der Therme gleich eine ganze Wanne voll Bier bestellen – und sich darin rekeln! Das 20-minütige Bierbad regeneriert, regt den Zellstoffwechsel an und entschlackt, sagt der Badbetreiber. Die Biersorte können Bierbader allerdings nicht frei wählen. Zum Einsatz kommt ein spezielles Badebier aus Hopfen, Malz, Gerste und ätherischen Ölen. Darum: Die Wanne bitte nicht austrinken, weder vor noch nach dem Bad! Genießbare Erfrischungen gibt es beim Barkeeper in der Swim-in-Bar.

Bürgermeister-Döbler-Allee 12, 91757 Treuchtlingen, Tel. 0 91 42-9 60 20, Öffnungszeiten: tägl. 9-21 Uhr, Preisbeispiel Tageskarte: 14,90 Euro (Erw.), 6 Euro Aufpreis für Saunalandschaft

13. SOLNHOFEN

Hobbysteinbruch

Das kleine Solnhofen ist weltberühmt.

Nicht für sein Bier, sondern für seinen Boden. Solnhofen steht teilweise auf Plattenkalk, in dem Archäologen 1860 bei Ausgrabungen erst den Abdruck einer Feder, später das vollständige Relief eines Archaeopteryx entdeckten. Der Urvogel flatterte vor rund 145 Millionen Jahren durchs heutige Altmühltal, lange bevor es Tal und Altmühl überhaupt gab. Bayern war damals eine riesige subtropische Insel- und Lagunenlandschaft, dessen schlammiger Grund tote Tiere und Pflanzen luftdicht umschloss. Über Millionen Jahre entstanden so Versteinerungen längst untergegangener Spezies. Mehr als 900 versteinerte Tier- und Pflanzenarten wurden im Altmühltal schon gefunden. Wer mag, kann sich im Hobbysteinbruch an der Suche beteiligen. Hier findet jeder Freizeitarchäologe garantiert das Wappentier des Naturparks Altmühltal, den fossilen Ammoniten. Und was dann? Einfach ausgraben und mit nach Hause nehmen. Das gilt auch für die selteneren Muscheln, Fische, Krebse oder Pflanzenfossilien wie Farne. Wer allerdings einen Archaeopteryx findet, sollte besser kurz die Steinbruchaufsicht über den Fund informieren und das versteinerte Federvieh nicht gleich in den Rucksack packen ...

Frauenberger Weg, 91807 Solnhofen, Tel. 01 73-5 34 21 02, www.hobbysteinbruchsolnhofen.de, Öffnungszeiten: März bis Oktober tägl. 10-17 Uhr, Preise: 6 Euro (Erw.), 4,50 Euro (Kinder von 6-17 J.), 13 Euro (Familien)

14. DOLLNSTEIN

Burgsteinfelsen

Wie ein überdimensionierter Zahn ragt der 45 Meter hohe Burgsteinfelsen in den Himmel zwischen Dollnstein und Breitenfurt. Er ist unübersehbare Landmarke, Blickfang und Sportgerät in einem. Fast bei jedem Wetter versuchen sich Kletterer an seinen Flanken. Der Fels bietet mehr als 30 Routen der Schwierigkeitsgrade IV bis VIII. Manche Kletterer sind ohne Seilsicherung unterwegs, das sogenannte Bouldern ist auch längst am Burgsteinfelsen angekommen.

Wer weder mit noch ohne Seil klettern mag, sieht einfach nur zu, was die Sportler am Fels so treiben. Das kostet kein Geld, aber einige Nerven.

Zusehen kann anstrengender sein, als selbst in der Wand zu kraxeln.

Burgsteinweg, 91795 Dollnstein, Infos beim Naturpark Altmühltal, Notre Dame 1, 85072 Eichstätt, Tel. 0 84 21-9 87 60, www.naturpark-altmuehltal.de, „Burgsteinfelsen“ im Suchfeld eingeben

15. SCHERNFELD

Schäferei Eichhorn

Alfred und Maria Eichhorn führen die Schäferei in dritter Generation und haben auch ihre vier Kinder in die Arbeit mit den Schafen eingeweiht.

Ihr Hof liegt idyllisch mitten im Naturpark Altmühltal. Im Sommer wandern die Eichhorns mit den Mutterschafen und Lämmern im Zeitlupentempo über die kräuterreichen Wacholderheiden und tragen so maßgeblich dazu bei, dass die einzigartige Kulturlandschaft erhalten bleibt. Damit das auch so bleibt, vermarktet die Familie ihre Erzeugnisse das ganze Jahr über selbst: Auf dem Hof gibt es Fleisch und Felle vom Altmühltaler Lamm. Fleisch allerdings eher in größeren Mengen. Wer bei den Eichhorns einkauft, muss mindestens ein halbes Lamm shoppen. Das sind etwa zehn Kilogramm, auf Wunsch zerlegt in gefrierschrankfreundliche Einheiten wie Keule, Schulter, Rücken, Kotelett, Haxen, Hals und Rippen – bei den Eichhorns wird alles verarbeitet. Wer keine Lämmer essen, ihnen aber beim Grasen zusehen möchte, ruft am besten kurz auf dem Hof an und erkundigt sich, wo die Herde weidet. Ein Tipp ist wichtig, denn die Heideflächen sind weitläufig.

Obereichstätter Weg 1, 85132 Schernfeld, Tel. 0 84 22-7 98, www.schaeferei-eichhorn.de

16. EICHSTÄTT

Barockstadt

Es klingt seltsam, ist aber wahr: Seinen heutigen barocken Glanz verdankt Eichstätt dem Dreißigjährigen Krieg. Am 12. Februar 1634 brannten 4000 Soldaten die Stadt zu großen Teilen nieder. Kaum eine andere Stadt in Deutschland erwischte es so hart wie die Bischofsstadt. Die schwedischen Angreifer statuierten ein Exempel an der „Hochburg des Katholizismus“. Anno 1639 begann der Wiederaufbau in einheitlich barocker Bauweise durch Baumeister aus Graubünden und Italien. Darum passt in Eichstätt einfach alles zusammen:

Ob Sommerresidenz, Brodhausgasse oder Residenzplatz – die Stadt ist aus einem Guss. Den Schweden sei Dank.

Ein Stadtrundgang fühlt sich an wie der Besuch in einem Freilichtmuseum. Übrigens einem sehr lebendigen.

Denn Eichstätt ist nicht nur Barock-, sondern auch Studentenstadt.

Domplatz 8, 85072 Eichstätt, Tel. 0 84 21-6 00 14 00, www.eichstaett.de

17. GUNDOLGING

Wacholderheide

Schafe, Wacholder – und endlose Heideflächen: Im August, zur Zeit der Heideblüte, leuchtet die Gegend nördlich von Gundolging rosarot. Fachleute bezeichnen die gut 70 Hektar große Kulturlandschaft irritierenderweise als Steppenheide. Das klingt weit weniger idyllisch, als die Gegend tatsächlich ist: Neben Heidekraut gedeihen entlang einer Altmühlschleife auch Frühlingsenzian, Gefranster und Deutscher Enzian und viele weitere seltene Pflanzenarten, die kargen Boden lieben. Die Schafe sorgen dafür, dass hier alles genau so bleibt, wie es ist. Durch ihr beständiges Grasen verhindern sie, dass das Areal zuwächst und Enzian und Heide verschwinden. Am besten sehen sich Besucher Heidekraut, Wacholder und Schafe während eines Spaziergangs an. Durch das Naturschutzgebiet führen mehrere Wanderwege.

Infos beim Naturpark Altmühltal, Notre Dame 1, 85072 Eichstätt, Tel. 0 84 21- 9 87 60, www.naturpark-altmuehltal.de, „Heide“ im Suchfeld eingeben

18. DENKENDORF

Jurassic Park

Das Freilichtmuseum ist so etwas wie eine riesengroße Geisterbahn: Auf einem Erlebnispfad, der mitten durch einen naturbelassenen Wald führt, begegnen Besucher mehr als 70 Urzeittieren. Natürlich nur lebensgroßen Nachbildungen. Schon hinter dem nächsten Baum kann ein Tyrannosaurus Rex oder ein anderer fleischfressender Dino lauern! Ein Riesenspaß, vor allem für Kinder, und ein sehr lehrreicher Spaziergang in ein Jahrmillionen zurückliegendes Erdzeitalter. In einer Museumshalle sind zudem Fossilien und Original-Skelette von Urzeittieren zu sehen, darunter eine absolute Weltsensation: das einzige Originalskelett eines jugendlichen T-Rex. Selbst diesem Halbstarken hätte in der Kreidezeit wohl niemand begegnen wollen. Laut einer US-Studie lebten bis zu 2,5 Milliarden dieser Raubsaurier auf der

Erde – verteilt auf 127 000 Generationen und einen Zeitraum von mehr als zwei Millionen Jahren. Ein großartiges, leider recht teures Museum.

Dinopark 1, 85095 Denkendorf, Tel. 0 84 66-9 04 68 13, https://dinoparkbayern.de, Öffnungszeiten: siehe Internet, Preise: 19,50 Euro (Erw. ab 15 J.), 12,50 Euro (Kinder 4-14 J.), ab 54,50 Euro (Familien)

19. BERCHING

Historischer Ludwigskanal

Einfach mal treideln lassen … Das ist das Motto auf dem historischen Ludwigskanal, der Main und Donau miteinander verbindet. Auf einem Teilstück des 1846 zu Beginn der Industrialisierung fertiggestellten Wasserwegs befördert die „Alma Viktoria“ Fahrgäste, und zwar mit einem PS: Ein Süddeutsches Kaltblut zieht den Kahn vom Ufer aus über den künstlichen Wasserweg. Treideln nennt sich diese Fortbewegungsmethode. Sie stammt aus Zeiten, in denen es noch keine Motoren gab. Das restaurierte Treidelschiff „Alma Viktoria“, Baujahr 1933, startet in Mühlhausen an Schleuse 25 zu gemütlichen, nein, sehr gemütlichen Fahrten.

Eine gute Gelegenheit für Passagiere, die Langsamkeit und die Ruhe auf dem Kanal zu genießen. Kein Motorengeräusch stört die Stille. Nur ab und zu das angestrengte Schnauben des wackeren Zugpferds.

Infos bei Planwagenfahrten & Treideln im Naturpark Altmühltal, Hauptstr. 2b, 92334

Berching, Tel. 0 84 62-5 81, www.ludwigdonau-main-kanal.de, Buchung telefonisch oder über www.kutscher-alm.de

20. DIETFURT

Franziskanerkloster

Sein außergewöhnliches Kurs- und Seminarangebot macht das anno 1660 gegründete Kloster einzigartig in Deutschland: Im Meditationshaus bieten die derzeit sechs Franziskanerbrüder Zen-Meditation, Tai Chi Ch’uan, Qi Gong, Ikebana, Kontemplation, Sakralen Tanz, Musikmeditation und Thai-Yoga-Massagen an.

Schon seit den 1970er-Jahren läuft das Kloster wegen seiner asiatischen Ausrichtung scherzhaft unter „Bayrisch China“. Die Franziskaner tragen es mit Fassung – und mit Stolz. Von ihrem fernöstlichen Weg lassen sie sich nicht abbringen. Warum auch?

Das Kloster ist zum Ort der Erholung und Begegnung unterschiedlicher Konfessionen und Religionen geworden. Klostergasse 8, 92345 Dietfurt, Tel. 0 84 64- 65 20, www.dietfurt.de/zen-im-kloster und www.meditationshaus-dietfurt.de

21. RIEDENBURG

Burg Prunn

Schon dank ihrer romantischen Lage auf einem jäh abfallenden Kalkfelsen kann sich die Höhenburg Prunn locker mit den schönsten Rheinburgen messen. Von der Felsenseite aus hatten Angreifer ganz schlechte Karten, die Burg zu stürmen. Von der anderen Seite waren die Burgherren durch einen 31 Meter hohen Bergfried aus dem 13. Jahrhundert vor ungebetenen Besuchern geschützt. Heute sind Besucher auf Burg Prunn sehr willkommen. Führungen verlaufen durch den großen gotischen Saal im Untergeschoss des mittelalterlichen Palas-Traktes, von dort geht es nach oben in die jesuitisch umgebauten Wohnräume und durch den spätmittelalterlichen Wohnturm in die Schloss- kapelle. Auch der kantige Bergfried ist begehbar. Prunn ist das Musterbeispiel für eine Höhenburg und selbst im Sommer nur selten überlaufen. Ein tolles Ausflugsziel, auch für Kinder.

Schloßprunn 1, 93339 Riedenburg, Tel. 0 94 42-33 23, www.burg-prunn.de, Öffnungszeiten: April bis Oktober tägl. 9-18 Uhr, Zutritt nur mit Führung, Preise: 6 Euro (Erw.), 5 Euro (ermäßigt)

22. ESSING

Tropfsteinhöhle Schulerloch

In Deutschland gibt es rund drei Dutzend Tropfsteinhöhlen. Eine davon liegt östlich von Essing tief im Berg und ist nicht wie die anderen Höhlen:

In einer der Hallen hat sich über Jahrtausende ein Wasserbecken aus Tropfstein geformt. Der sogenannte Becherstalagmit, ein uralter, steinerner Naturpool, ist weltweit einzigartig. Sehr selten ist auch der „Tropfsteinstuck“ an der Höhlendecke.

Fachleute bezeichnen ihn als blumenkohlartigen Sinterschmuck. Insgesamt zieht sich die seit 200 Jahren für Besucher geöffnete Höhle gut 400 Meter durch den Jurakalk. Knapp die Hälfte davon ist zu bestaunen.

Oberirdisch ist Essing sogar noch schöner. Mit der jahrhundertealten Bruck, dem Bruckturm und der Holzbrücke Tatzlwurm über den Main-Donau-Kanal zählt das malerische Dorf zu den ganz großen Sehenswürdigkeiten des Altmühltals.

Am Schulerloch 1a, 93343 Essing, Tel. 0 94 41-1 79 67 78, https://schulerloch.de, Führungen: tägl. im Halbstundentakt von 10 Uhr an, Preise: 6,50 Euro (Erw.), 4,50 Euro (Kinder u. Jugendliche 4-16 J.)

23. KELHEIM

Befreiungshalle

Der auf 18 Säulen ruhende Rundkuppelbau an der Mündung der Altmühl in die Donau wurde 1863 vollendet und hätte Napoleon (1769-1821) sicher gar nicht gefallen. Denn die Kelheimer Befreiungshalle feiert den Sieg über Bonaparte in den Befreiungskriegen von 1813 bis 1815. Den Auftrag für die monumentale Gedenkstätte erteilte König Ludwig I. von Bayern. Der Innenraum ist wie der gesamte Bau reichlich feierlich geraten. Wie man das damals eben schön fand. In der 45 Meter hohen Rundhalle reichen sich 34 Siegesgöttinnen aus weißem Carrara-Marmor die Hände und stützen sich dabei auf vergoldete Schilde. Angeblich sind sie aus der Bronze eingeschmolzener Geschütze gegossen, mit denen Napoleon besiegt wurde. Viel mehr Pomp und Pathos geht wirklich nicht.

Tipp: Von Kelheim aus starten Ausflugsschiffe nach Weltenburg (Ziel 24). Sie fahren mitten durch hoch aufragende Felsen, den spektakulären Donaudurchbruch. Infos unter www.schifffahrt-kelheim.de. Befreiungshallestraße 3, 93309 Kelheim, Tel. 0 94 41-68 20 70, www.schloesser. bayern.de, Öffnungszeiten: April bis Oktober tägl. 9-18 Uhr, übrige Zeit kürzer, Preise: 4,50 Euro (Erw.), 4 Euro (ermäßigt)

24. WELTENBURG

Weltenburger Klosterbier

Der Name Weltenburg hat international einen ausgezeichneten Klang unter Bierfreunden. Das in der ältesten Klosterbrauerei der Welt gebraute

Bier ist ein Mythos, der vom Geschmack, sicher aber auch von der beeindruckenden und herrlich am Donaudurchbruch gelegenen Benediktinerabtei genährt wird. Wer das Altmühltal flussabwärts entlangfährt, kommt an einem Besuch des nahen Klosters und der Klosterschenke unmöglich vorbei. Die Ursprünge der Abtei reichen bis ins Jahr 617 zurück.

Früher bewirteten die Mönche Pilger, Handwerker oder vorbeiziehende Händler. Heute kommen Touristen, um sich den gigantischen Bau mit der prächtigen, barocken Asamkirche anzusehen und sich durch das Bierangebot in der Klosterschenke zu trinken. Oder einen Teil davon. Darunter ist preisgekrönter Stoff wie Barock Dunkel und etliches anderes süffiges Gebräu. Dazu passen beispielsweise Weißwurst, würziger Klosterkäse oder die Weltenburger Klosterwurst nach altem Abteirezept. Tipp: An den Wochenenden gibt es Führungen durch die Klosterbrauerei – ein Erlebnis, das im Bräustüberl der Brauerei endet. Wo auch sonst? Im Klosterladen gibt es die flüssige Delikatesse für das abendliche Privat-Tasting vorm Reisemobil.

Asamstraße 32, 93309 Kelheim, Tel. 0 94 41- 20 40, www.kloster-weltenburg.de und www.klosterschenke-weltenburg.de

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25. BAD GÖGGING

Salve Abusina

Bayerns größtes Römerfest, Salve Abusina, steigt im August im alten Grenzkastell nördlich von Bad Gögging. Die Wehranlage ist Teil des Unesco-Weltkulturerbes Limes und war vom 1. Jahrhundert an über 400 Jahre ein wichtiger Baustein zur Sicherung der römischen Nordgrenze.

Beim Römerfest erwacht das in Resten erhaltene Kohortenkastell zu neuem Leben: Zahlreiche historisch gekleidete Gruppen zeigen in kurzen Vorführungen, wie die Römer hier

einst lebten und gegen die Germanen kämpften. Zu sehen ist außerdem römisches Handwerk von der Öllampe über den portablen Lehmofen und Drechselarbeiten bis hin zu Textilien, Schwertern und Schilden. Gegen den Hunger gibt es typisch römische Snacks wie Perna, Moretum, Mulsum, Mostbrötchen oder gefrorenes Fruchtmus. Wer wissen will, was sich hinter alldem verbirgt, sollte vorbeischauen beim großen bayerischen Sandalenspektakel.

Abusinastraße 1, 93333 Neustadt/Bad Gögging, Tel. 0 94 45-9 57 50, www.abusina. com, Termin: 19. bis 21. August 2022

26. ABENSBERG

Gillamoosmarkt

Der Gillamoos ist einer der ältesten Jahrmärkte Deutschlands mit Schaustellern, Trachtenumzug, Gewerbeausstellung, Viehmarkt, viel Musik – und noch mehr Bier. Wir sind schließlich in Bayern. Erstmals feierten die Abensberger den Gillamoos anno 1313, schon seit knapp 450 Jahren auf der Gillamooswiese am Rande der historischen Altstadt. Einer der Höhepunkte ist die Wahl der Gillamoos-Dirndlkönigin und deren Vizekönigin. Das genaue Festprogramm war bei Redaktionsschluss noch in Arbeit und kann online auf den Seiten der Stadt Abensberg abgerufen werden. Fest steht aber, dass der Gillamoos 2022 ein besonderes Fest wird.

Denn in den beiden Vorjahren fiel die Veranstaltung pandemiebedingt aus.

Tipp: Wer in der Stadt ist, sollte unbedingt auch einen Blick auf und in den Hundertwasserturm werfen. In dem Kunstwerk residiert die Weißbierfamilienbrauerei Kuchlbauer (https://kuchlbauer.de). Während der 90-minütigen Brauereiführungen geht’s auch auf den berühmten Turm.

Zur Belohnung für die Turmbesteigung zapfen die Kuchlbauer-Brauer im Anschluss kalte Erfrischungsgetränke.

Dollingerstraße 18, 93326 Abensberg, Tel. 0 94 43-91 03 59, www.abensberg.de, Termin: 1. bis 5. September 2022

Jens Lehmann