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Die besten Ziele und Stellplätze in Thüringen – von Eisenach bis Gera


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Auto Bild reisemobil - epaper ⋅ Ausgabe 11/2022 vom 13.10.2022
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Diese Häuser stehen auf dem Wasser! Genauer: auf der Erfurter Krämerbrücke (Ziel 7). Sie ist die längste bebaute und bewohnte Brücke Europas

KLÖSSE, KUNST UND SCHLOSSGELAGE

EIN GOLDRAUM UNTER TAGE, ein begehbares Musikstück und eine bizarre Welt aus Kartoffelklößen: Wer entlang der Autobahn 4 durch Thüringen tourt, erlebt so manche Überraschung. Und schließt auf der Fahrt von Eisenach über Gotha, Erfurt, Weimar und Jena nach Gera die ein oder andere Wissenslücke über Goethe, Schiller, die Wartburg oder die Weimarer Klassik. Langweilig wird die Reise nicht: Thüringens Geschichte ist gespickt mit pikanten Affären, ausschweifenden Schlossgelagen und dem Wirken großer Künstler.

1. EISENACH

Erlebnisbergwerk Merkers

Vor 240 Millionen Jahren schwappten die Wellen des Zechsteinmeeres über die heutige Rhön-Region. Zurück blieben zwischen 20 und 150 Meter dicke Salzschichten unter der Erde, durch die Bergleute von 1895 an endlose Stollen zum Abbau von Kalisalz getrieben haben. Heute können sich Besucher bei Unter-Tage-Rundfahrten rund 20 Kilometer ...

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... dieses Stollenlabyrinths ansehen, das kreuz und quer durch die Erde führt. Sehr spannend ist die 1980 entdeckte Salzkristallgrotte. Hier läuft eigens für den Raum komponierte Musik, spezielles Licht setzt die riesigen Kristalle in Szene. Es folgt die Besichtigung des Großbunkers 500 Meter unter Tage. Wegen seiner außergewöhnlichen Akustik finden hier Konzerte statt (Termine s. Internet) – für Besucher ein unvergessliches Erlebnis. Der Bunker gilt als der tiefste Konzertsaal der Welt. All das toppt noch einmal der Goldraum. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs versteckten die Nazis Gold, Geld und Kunstgegenstände eilig vor den Alliierten, darunter die weltberühmte Büste der Nofretete. US-Truppen fanden den Schatz im April 1945 und bargen ihn aus der Tiefe. Ein Bergwerk mit unglaublicher Geschichte – ein unterirdisches Erlebnis für Besucher. ,

2. EISENACH

Drachenschlucht

Die enge Klamm südlich der Stadt ist ein Naturdenkmal und teilweise so schmal, dass Wanderer einzeln zwischen den bemoosten steilen Felswänden hindurchschlüpfen und Entgegenkommende warten müssen. An ihrer engsten Stelle misst die Schlucht nur 68 Zentimeter in der Breite. Ihre Entstehung verdankt sie einem kleinen Bach. Er hat sich über 250 Millionen Jahre beharrlich bis zu zehn Meter tief in die roten Felsen zu Füßen der Wartburg gegraben. Steter Tropfen höhlt den Stein. Ausgangspunkt für die elf Kilometer lange Schluchtwanderung ist das Mariental. Die mystische Tour durch die enge, grüne Klamm dauert rund dreieinhalb Stunden und ist teilweise eine recht feuchte Angelegenheit. Dafür sorgt der ständige Begleiter der Wanderer, der rauschende Bach, der die Landschaft so einzigartig modelliert hat. Mariental, 99817 Eisenach, Infos unter Tel. 0 36 91-7 92 30, und www.eisenach.info

3. EISENACH

Wartburg

Die Wartburg, der Sage nach im Jahr 1067 gegründet, ist Unesco-Weltkulturerbe und zählt zu den absoluten Thüringen-Klassikern. Hier fand anno 1207 der legendäre Sängerkrieg statt, hier übersetzte Martin Luther 1521/22 das Neue Testament in nur zehn Wochen ins Deutsche, hier protestierten Studenten 1817 beim Wartburg-Fest gegen reaktionäre Politik und Kleinstaaterei und für einen Nationalstaat mit Verfassung. Die geschichtsträchtige Burg thront 200 Meter oberhalb von Eisenach und bietet einen interessanten architektonischen Mix aus Romanik, Gotik, Renaissance und Historismus. Höhepunkte bei Rundgängen sind der gigantische Pallas, Torhaus, Wehrgang sowie Bergfried, Ritterbad und natürlich Martin Luthers Kammer, in der sich der Reformator einen Winter lang vor Kaiser und Papst versteckt hielt. Eines der geschichtsträchtigsten und imposantesten Bauwerke Deutschlands. Auf der Wartburg 1, 99817 Eisenach, Tel. 0 36 91-25 00, , Öffnungszeiten: tägl. 9.30-17 Uhr, ab 7. November bis 15.30 Uhr (letzter Einlass), Preise: 12 Euro (Erw.), 8 Euro (ermäßigt), 5 Euro (Kinder ab 6 J.), 29 Euro (Familien)

4. EISENACH

Bach-Museum

Komponist Johann Sebastian Bach (1685-1750) ist Eisenachs berühmtester Sohn und genießt Weltruhm. Zu Lebzeiten war Bach allerdings hauptsächlich als Virtuose und Organist bekannt. Nach seinem Tod gerieten seine genialen Kompositionen unverständlicherweise etwas in Vergessenheit. Erst im 19. Jahrhundert setzte die „Bach-Renaissance“ ein, seitdem werden die Werke des Thüringers auf der ganzen Welt gespielt. Das Museum ist in Bachs Geburtshaus untergebracht, das 2007 um einen kantigen Betonbau erweitert wurde. Dort finden stündlich kurze Konzerte auf fünf barocken Tasteninstrumenten statt. Was wäre auch ein Bach-Museum ohne Musik? Hinzu kommen mehrere Installationen wie das „Begehbare Musikstück“: Besucher erleben die Musik des Genies, neu interpretiert von Musikern, Chören, Tänzern und Orchestern, begleitet von raumfüllenden Projektionen. Perfekt, um in den genialen Bach’- schen Musik-Kosmos abzutauchen. Frauenplan 21, 99817 Eisenach, Tel. 0 36 91- 7 93 40, , Öffnungszeiten: tägl. 10–18 Uhr, Preise: 10 Euro (Erw.), 8 Euro (ermäßigt), 6 Euro (Schüler, Studierende), 22 Euro (Familien)

5. GOTHA

Schloss Friedenstein

Das frühbarocke Schloss aus der Mitte des 17. Jahrhunderts zählt neben Wasserkunst, Renaissance-Rathaus und Cranachhaus zu Gothas großen Schätzen. Es ist von einem opulenten Park mit Orangerie und Englischem Garten umgeben und schon für sich genommen einen Gotha-Ausflug wert. Einzigartig wird das Barockschloss aber durch die Kasematten unter dem Park. Rund 300 Meter der mächtigen Wehranlage mit Schartenkammern, Büchsengalerien und Hinterwehren sind zugänglich. Zum Glück nur per einstündiger Führung, denn es ist schon etwas beklemmend, durch das teilweise enge, seit 350 Jahren unveränderte Gängegewirr des Festungswerks zu gehen. Auch im Sommer ist es hier übrigens recht frisch: Die Temperatur liegt konstant bei etwa acht Grad. Zum Aufwärmen gehen Besucher am besten durch die historischen Repräsentationsräume des Schlosses oder schlendern durch eines der Museen der barocken Anlage. Zur Auswahl stehen Schlossmuseum, Historisches Museum, Museum der Natur und Herzogliches Museum. Schlosspl. 1, 99867 Gotha, Tel. 0 36 21- 8 23 40, , Öffnungs- und Führungszeiten: siehe Internet, Preise: 10 Euro (Erw.), 4 Euro (ermäßigt)

6. ERFURT

Augustiner

Bierliebhaber sollten sich im Erfurt-Urlaub jeden Tag den Wecker auf 18 Uhr stellen. Denn immer abends, Schlag 6, ist Fassanstich im Augustiner, Erfurts guter, rustikaler Stube an der Krämerbrücke. Die Augustiner-Sorten Edelstoff, Dunkel, Lager oder Weißbier kommen zwar aus Bayern, schmecken aber in Thüringen genauso gut wie im Süden. Dazu gibt es nicht nur bayerische Speisen, sondern auch Spezialitäten aus Thüringen. Alles recht deftig, aber sehr passend zum ursprünglichen Ambiente und den hopfigen Getränken. Tipp: Wer einen „Schnitt“ bestellt, bekommt ein schnell gezapftes Bier serviert, das zunächst nur aus Schaum besteht und sich allmählich im Glas verflüssigt. Weil es durch den Schaum getrunken wird, bleibt es länger frisch. Kenner nennen das wachsende Bier wegen seiner weißen Krone auch „bayerischen Cappuccino“. Schmeckt nur viel süffiger als jeder Kaffee. Horngasse 3/4, 99084 Erfurt, Tel. 03 61-6 01 90 70, , Öffnungszeiten: tägl. 10-24 Uhr

7. ERFURT

Krämerbrücke

Die Brücke über die Gera liegt mitten im Herzen Erfurts. Hier sollen schon vor 5000 Jahren Menschen gesiedelt haben. Das Wahrzeichen der Stadt ist alles andere als ein gewöhnliches Bauwerk. Mit 120 Metern ist es die längste durchgehend mit Häusern bebaute und bewohnte Brücke des Kontinents. Ursprünglich gab es hier eine hölzerne Flussquerung, die anno 1325 einem steinernen, mit Kopfstein gepflasterten Bau weichen musste. Obenauf stehen 32 bewohnte Fachwerkhäuser. Erdgeschossnutzer sind meist Galerien und kleine Läden mit Kunsthandwerk, Schmuck oder Wein aus dem Unstruttal. Darunter fließt still die Gera – ein Jahrtausendbau, der kurz vor dem 700. Jubiläum steht. Krämerbrücke, 99084 Erfurt, Tel. der Tourist-Info 03 61-6 64 00,

8. ERFURT

Schlossmuseum Molsdorf

Reichsgraf Gustav Adolf von Gotter (1692–1762) liebte das Leben, vor allem das ausschweifende. Zu seinen Lebzeiten blühte Schloss Molsdorf buchstäblich auf. Er ließ den Garten und die Immobilie aufwendig im spätbarocken Stil umgestalten und feierte rauschende Feste auf seinem schmucken Anwesen. Zentrum der Gelage war das Buffetzimmer, in dem heute Schlossführungen starten. Doch auch Bankett-, Damen- und Silbersaal waren dem Schlossherrn nicht heilig, wenn es mal richtig zur Sache ging. Passend zu von Gotters Lebensmotto „Vive la joie“ - es lebe die Freude – ist heute eine Erotica-Sammlung mit Büchern und anregenden Grafiken im Schlossmuseum zu sehen. Dem Reichsgrafen hätte diese Nachnutzung seines Schlosses unter Garantie richtig gut gefallen. Schlosspl. 6, 99094 Erfurt, Tel. 03 62 02- 9 05 05, , Öffnungszeiten: Di. bis So. 10-18 Uhr, Preise: 6 Euro (Erw.), 4 Euro (ermäßigt)

9. ERFURT

Thüringer Zoopark

Thüringens Landeshauptstadt Erfurt hat rund 210 000 Einwohner – und einen ganzen Stadtteil voller Tiere: In Nachbarschaft zum Wohngebiet Roter Berg liegt der 63 Hektar große Zoopark mit 940 Tieren aus 136 Arten. Dazu zählen Antilopen und Elefanten, Geparden und Löwen, Zebras und Zentralafrikanische Eierschlangen. Die Tiere aus aller Welt sind in großzügig gestalteten Anlagen untergebracht, die ihrem natürlichen Lebensraum nachempfunden sind. Besonderheit in Erfurt: Viele Gehege sind begehbar. So kommen Besucher den Tieren recht nah. Einer der Stars in Erfurt ist das zweijährige Elefantenmädchen Ayoka. Ihre immer gute Laune ist ansteckend. Übersetzt bedeutet ihr Name denn auch „die allen Freude bereitet“. Passt. Am Zoopark 1, 99087 Erfurt, Tel. 03 61- 6 55 41 51, , Öffnungszeiten: tägl. 9-18 Uhr (März bis Oktober) bzw. bis 16 Uhr (übrige Zeit), Preise: 15 Euro (Erw.), 10 Euro (ermäßigt), 7,50 Euro (Kinder u. Jugendl. 3-18 J.), ab 20 Euro (Familien)

10. HEICHELHEIM

Thüringer Kloßwelt

Die Erde ist ein Kloß. Zumindest der Form nach. Das ahnten die Thüringer vermutlich schon lange vor Galileo Galilei. Dem runden Kartoffelklops zu Ehren gibt es in Heichelheim die „Kloßwelt“. Der Standort des Museums ist nicht zufällig gewählt. 2010 kochten die Heichelheimer den mit 365 Kilo schwersten und größten Kloß der Welt. Heute huldigen sie der Köstlichkeit mit einem Museum, in dem allerlei Skurriles zu sehen ist. Zum Beispiel ein riesiger, begehbarer Kloß. Kein Scherz! Es dürfte der einzige seiner Art weltweit sein. Beim Rundgang erfahren Besucher zudem alles über die Geschichte der Delikatesse, über seine Herstellung – und seinen Geschmack: Denn im Museum gibt es bei Bedarf auch eine Kloßmahlzeit mit reichlich Soße. Und Tipps, wie ein Kloß garantiert gelingt. Ein kloßartiges Museum! Hauptstraße 3, 99439 Heichelheim, Tel. 03 6 43-4 41 22 23, , Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 9-17 Uhr, Sa. u. So. ab 10 Uhr, Küchenzeiten 11-15 Uhr

11. WEIMAR

Gedenkstätte KZ Buchenwald

Das Grauen im Konzentrationslager Buchenwald dauerte acht lange Jahre: vom Sommer 1937 bis zur Befreiung durch die US-Armee am 11. April 1945. Bis zu diesem Tag mussten die Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen für die deutsche Rüstungsindustrie schuften. Etwa 56 000 überlebten die Qualen nicht, starben durch Prügel, an Unterernährung, durch die Kugeln der Wärter oder wurden schon direkt nach ihrer Ankunft im Lager in der Genickschussanlage ermordet. Nach dem Krieg übernahmen die Sowjets Buchenwald als „Speziallager“, in dem nochmals 7000 Internierte starben. Heute ist das KZ Buchenwald nationale Gedenkstätte. Alle Außenanlagen, wie die ehemaligen Häftlingslager, SS-Bereich, Mahnmal oder die Gräberfelder des sowjetischen Speziallagers sind täglich zu besichtigen. Empfehlenswert sind die Führungen des Vereins zur Förderung der Erinnerung an das KZ Buchenwald. Gedenkstätte Buchenwald, 99427 Weimar, Tel. 0 36 43-43 02 00, , Öffnungszeiten: Di. bis So. 10-18 Uhr (Sommer) bzw. bis 16 Uhr (Winter)

12. WEIMAR

Bauhaus-Museum

Die 1919 gegründete Kunstschmiede Bauhaus wird erst seit 1995 mit einem Museum in Weimar gewürdigt – obwohl ihre Ursprünge in der Stadt liegen. Inzwischen ist es, um einen kantigen Quaderbau in Hellgrau erweitert, eine gute Ergänzung zum Dessauer Bauhaus. Denn es erinnert an die frühe Phase der bedeutendsten Design- und Kunstschule des 20. Jahrhunderts bis zu ihrem Umzug nach Dessau 1925. Zu sehen sind gut 200 wegweisende Werke der bildenden Kunst in typisch kompromisslosem, klarem Bauhaus-Stil, darunter Design-Ikonen wie der „Lattenstuhl ti 1a“ von Marcel Breuer, der aussieht, als sei er in fünf Minuten zusammengenagelt worden. In diesem Jahr wird das geniale Möbel exakt 100 Jahre alt, wirkt aber so modern, als sei es gerade erst ersonnen worden. Ein Markenzeichen für so ziemlich die meiste im Bauhaus entstandene Gebrauchskunst. Design für die Ewigkeit, made in Weimar. Stéphane-Hessel-Platz 1, 99423 Weimar, Tel. 0 36 43-54 54 00, www.klassik-stiftung. de, Bauhaus-Museum anklicken, Öffnungszeiten: Mi. bis Mo. 9.30-18 Uhr, Preise: 10 Euro (Erw.), 7 Euro (ermäßigt), 4 Euro (Schüler 16-20 J.), unter 16 J. frei

13. WEIMAR

Langer Jakob

Im Gegensatz zu vielen anderen Städten in der ehemaligen DDR ist Weimar von einem Plattenbauquartier verschont geblieben. Nur ein Betonklotz ragt heute elf Stockwerke in den Himmel: Am Jakobsplan steht das einzige Hochhaus Weimars, der „Lange Jakob“. Er ist ein Studentenwohnheim und steht unter Denkmalschutz. Das finden nicht alle toll, denn die 1972 fertiggestellte „Platte“ steht im historischen Jakobsviertel, in dem der klobige Solitär doch recht fremd wirkt. Darum gehen die Meinungen über den Bau weit auseinander. Für die einen ist der Lange Jakob Ausdruck sozialistischer Architektur und Stadtplanung und schon wegen seiner „kontrastierenden Formensprache“ unbedingt erhaltenswert. Für die anderen ist er eine unverzeihliche Bausünde. Jakobsplan 1, 99423 Weimar,

14. WEIMAR

Goethe- und Schiller-Archiv

Das älteste Literaturarchiv Deutschlands geht zurück auf Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach. Sie ließ das Gebäude 1896 errichten, um einen angemessenen Platz für die wertvollen Handschriften Goethes und Schillers zu schaffen. Da liegen sie nun in Vitrinen, die originalen Schriftstücke der beiden eng befreundeten Dichter: Korrespondenz, mehr oder weniger eilig notierte Geistesblitze, Werkfragmente, Entwürfe. Ein Kulturschatz erster Güte. Wie auch der im Archiv aufbewahrte Nachlass Goethes, den die Unesco in das kulturelle Gedächtnis der Menschheit als Weltdokumentenerbe (Memory of the World) aufgenommen hat. Jenaer Str. 1, 99425 Weimar, Tel. 0 36 43- 54 54 00, , Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 9-18, Sa. u. So. 11-16 Uhr, Eintritt frei

15. WEIMAR

Fotothek

Wen interessieren Fotos von angeheiterten Eierlikörtrinkern an einem runden Geburtstag in den 1970ern? Vergilbte Fotobeweise eines verregneten Sommerausflugs in die Sächsische Schweiz? Anke Heelemann ist ganz wild auf derlei Bilddokumente. Mit der Weimarer Fotothek hat die Künstlerin ein Archiv für aussortierte Privatfotografien geschaffen, vergessene Schnappschüsse aus gelebten Leben. Heelemann hat die Fotos auf Flohmärkten und bei Haushaltsauflösungen erstanden, als Fotospende bekommen oder persönlich aus dem Müll gefischt. In der Fotothek warten die Schätze in aufziehbaren Schubladen darauf, von Besuchern angesehen zu werden. Die Künstlerin hat die Bilder in rund 200 Kategorien aufgeteilt. Unter „Napoleon“ sind Fotos von meist ernst schauenden Männern zu sehen, die ihre rechte Hand vor dem Bauch in ihrer Weste verstecken, eine Galerie von Möchtegern-Napoleons. Unter „Eingedellte Kissen“ liegen Bilder ab, auf denen mit der Handkante akkurat in Form gebrachte Kissen zu sehen sind, natürlich mit daneben sitzenden Menschen. Ein schräges Kaleidoskop privater Erinnerungen aus längst vergangenen Zeiten. Erfurter Str. 33A, 99423 Weimar,

16. WEIMAR

Kuchenmanufaktur

Einer der süßesten Orte Weimars ist die Kuchenmanufaktur Koriat. Sie ist längst über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und auch für Urlauber einen Umweg wert. Das liegt an den sündhaft-raffinierten Kuchenkreationen und Tartes. Kunden haben die Wahl zwischen klassischen Ofenköstlichkeiten mit Früchten und ausgefallenem Gebäck wie orientalischem Orangenkuchen, Varianten mit Mohn, Birne und Vanillecreme oder Tartes mit Mandelcreme, Kirsche und Rhabarber. Die meisten Rezepte stammen aus Frankreich und dem Orient und sind von der Familie von Back-Papst Aviv Koriat überliefert, dem Chef der Manufaktur. Unbedingt möglichst viel durchprobieren und das ein oder andere „Leckerli“ für später mitnehmen! Steubenstraße 48, 99423 Weimar, Tel. 0 36 43-8 55 28 99,

17. WEIMAR

Restaurant Andreas Scholz im Alt-Weimar

Die knapp bemessenen Öffnungszeiten des Restaurants Andreas Scholz im Hotel Alt-Weimar verraten es schon: Der Küchenchef setzt nicht auf Masse, sondern ganz auf Klasse – und serviert kulinarische Leckerbissen wie Languste, Wiesenkalb, Mittelmeer-Steinbutt, Wachtel oder Erlesenes vom Lamm. Mehrere Gourmet-Fibeln raten dringend dazu, einen Umweg zu machen, um seine Küche genießen zu können. Neben dem im Wortsinn ausgezeichneten Essen sitzen Gäste an einem historischen Ort: der ehemaligen Wohnung von Rudolf Steiner (1861–1925), dem einst angesehenen Anthroposophen und Erfinder der Waldorfpädagogik. Später verlor er sich in dumpfem Rassengeschwurbel. Prellerstraße 2, 99423 Weimar, Tel. 0 36 43- 8 61 90, . de, Öffnungszeiten: Mi. bis So. 18-22 Uhr, Preisbeispiel: 3-Gang-Menü inkl. Weinbegleitung für 73 Euro

18. WEIMAR

Schirmmuseum

Anneliese Pennewitz gehört zur seltenen Spezies der Schirmmachermeisterinnen. Im Zentrum von Weimar betreibt sie seit vielen Jahren ein exquisites Fachgeschäft für Schirme in allen Farben und Größen. Die Auswahl ist mindestens in Thüringen unerreicht, genauso die Beratung. Im Obergeschoss hat die Handwerkerin ein Schirmmuseum eingerichtet, das während der normalen Ladenöffnungszeiten kostenlos zugänglich ist. Das Museum zeigt historische Schirme aus drei Jahrhunderten, mancher Wetterschutz ist hochbetagt und etwas krumm, mancher fast wie neu. Zur Sammlung gehören auch Design-Schirme und wahre Kunstwerke, einige mit handgeschnitztem Holz- oder Elfenbeingriff. Andere sind multifunktional als Sonnenschutz und Fächer verwendbar. Gern führt Schirmherrin Anneliese Pennewitz Besucher unter Erklärungen durch ihr Museum – wenn es nicht gerade regnet. Denn dann muss sie Kunden beraten. Rittergasse 19, 99423 Weimar, Tel. 0 36 43- 90 33 63, , Öffnungszeiten: Mo. bis Sa. 10-18 Uhr

19. WEIMAR

Goethes Wohnhaus

Deutschlands größter Dichter, Johann Wolfgang Goethe (1749-1832), bewohnte mehrere Wohnungen und Häuser in Weimar, darunter einen Teil des heutigen Residenz-Cafés (Ziel 20). Als sein Wohnhaus ist aber das Haus am Frauenplan bekannt, das er mit seiner Frau Christiane und einigen Unterbrechungen rund 50 Jahre bis zu seinem Tod bewohnte. Heute ist es mitsamt Garten, Pavillon, Wirtschaftsgebäuden und einem Nachbarhaus zu besichtigen. Besucher kommen dem Genie insbesondere in dessen original eingerichtetem Arbeitszimmer sehr nah. Hier hat Goethe Tausende Tage und Nächte damit verbracht, an seinen Texten zu feilen. Zum Beispiel am „Faust“, seinem berühmtesten Werk. Teile davon hatte der Dichter schon 1774 geschrieben. Insgesamt arbeitete er jahrzehntelang daran – in seinem Haus am Frauenplan. Frauenplan 1, 99423 Weimar, Tel. 0 36 43- 54 54 00, , Goethe-Nationalmuseum anklicken, Öffnungszeiten: Di. bis So. 9.30-18 Uhr (Sommer) bzw. 16 Uhr (Winter), Preise: 12,50 Euro (Erw.), Jugendliche bis 16. J. frei

20. WEIMAR

Residenz-Café

Das mehr als 180 Jahre alte Café im Herzen Weimars war buchstäblich Goethes Wohnzimmer. Denn als der 27-jährige Goethe 1776 nach Weimar kam, wohnte er zunächst im direkt ans Café angrenzenden Nachbarhaus. Sein damaliges Wohnzimmer ist heute Teil des Cafés, in dem sich schon Promis aus unseren Tagen die Ehre gaben, darunter Ex-Kanzler Gerhard Schröder, Franz Müntefering, Udo Lindenberg, Günther Jauch oder Marlene Dietrich. Als junge, unbekannte Musikschülerin musste sie in den frühen 1920ern ihre goldene Uhr im „Resi“ als Pfand hinterlegen, weil sie die Rechnung nicht begleichen konnte. Neben all den wahren Geschichten tischt das Café nicht nur Torten und Kuchen auf, sondern auch warme Hauptgerichte, Salate, Frühstück oder Desserts und ist damit eher ein Komplettversorger als ein klassisches Café. Bierfreunde sollten die Schwarze Rose vom Fass probieren, ein kräftig-malziges Schwarzbier. Am besten natürlich in Goethes Wohnzimmer. Grüner Markt 4, 99423 Weimar, Tel. 0 36 43-5 94 08, 

21. WEIMAR

Anna-Amalia-Bibliothek

Die Fürstenbibliothek von 1691 ist zwar frei zugänglich, doch lohnt sich eine Führung, statt sie auf eigene Faust zu erkunden. Denn neben der besonderen Architektur sind es die vielen Anekdoten, die einen Besuch im Unesco-Weltkulturerbe erst richtig interessant machen. Traurig ist die nur zu wahre Geschichte vom pompösen Rokokosaal, in dem 2004 ein Feuer wütete. Es zerstörte 50 000 Bücher und wertvolle Gemälde. Neben solch sachlichen Infos gibt es bei Führungen auch immer etwas Tratsch und Stadtgetuschel. Da bietet sich Anna Amalia von Braunschweig-Wolfenbüttel (1739-1807) an, die mit nur 16 Jahren ins Haus Sachsen-Weimar einheiratete und Namensgeberin der Bibliothek ist. Als junge Witwe soll die Herzogin eine Affäre mit dem zehn Jahre jüngeren Johann Wolfgang Goethe gehabt haben. Nicht bewiesen, aber gut vorstellbar. Denn Goethe hatte durchaus ein turbulentes Liebesleben. Weiteres Indiz: Anna Amalia berief Goethe gegen den Widerstand des Hofes überhaupt erst nach Weimar, was sich als Glücksgriff für die Stadt erweisen sollte – und vermutlich auch für sie persönlich. Platz der Demokratie 1, 99423 Weimar, Tel. 0 36 43-54 54 00, , Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 9-20, Sa. bis 17 Uhr

22. WEIMAR

Schloss Belvedere

Vergleichsweise klein, aber fein: Auf der Eichenleite, einer Anhöhe südlich von Weimar, steht die einstige Sommerresidenz der Familie von Sachsen-Weimar und Eisenach. Seit gut 20 Jahren ist das 1744 fertiggestellte barocke Lustschloss mit seinen diversen Nebengebäuden Teil des Unesco-Weltkulturerbe-Ensembles „Klassisches Weimar“ und beherbergt ein Museum für das Kunsthandwerk des 18. Jahrhunderts. Hübsch anzusehen, doch der eigentliche Star auf der Eichenleite ist der 43 Hektar große Park drumherum. Herzogin Anna Amalia ließ den barocken „Urpark“ Mitte des 18. Jahrhunderts nach und nach umbauen, Carl Friedrich setzte ihr Werk Anfang des 19. Jahrhunderts fort. Es entstand ein englischer Landschaftspark, in den Carl die Orangerie, Schmuckplätze und teilweise schon vorhandene architektonische Spielereien integrierte: Fontänen, Skulpturen oder die Große Grotte, eine künstliche Ruine, damals der letzte Schrei der Gartengestaltung. Aus Liebe zu seiner russischen Frau Maria Pawlowna, die von Heimweh geplagt war, ließ der Herzog zusätzlich eine Kopie ihres Gartens in Sankt Petersburg anlegen. Tipp: Die App „Weimar+“ ist der ideale Audiobegleiter für einen Parkrundgang. Schloss und Park Weimar-Belvedere, 99425 Weimar, Tel. 0 36 43-54 54 00, , Öffnungszeiten: Di. bis So. 10-18 Uhr, im Winterhalbjahr kürzer, Preise: 7 Euro (Erw.), 5 Euro (ermäßigt), 3 Euro (Studierende bis 20 J.)

23. BAD BERKA

Rittergut München

Das alte Rittergut hat schon so einiges hinter sich: Von Mönchen als Schweinemasthof gegründet, diente es später als Forsthaus, dann als Ackerbauschule und zur Versorgung einer Lungenklinik. Aktuell wird das Anwesen vor den Toren Bad Berkas als Gaststätte, Streichelzoo, Basis für Wanderungen mit Alpakas, Kinderspielplatz und Hofladen genutzt. Zu kaufen gibt es Hausgemachtes von Erzeugern aus der Region, entweder als Imbiss, Proviant für eine Radtour entlang der Ilm oder fürs Abendessen im Reisemobil. Ein paar Meter neben dem Hofladen lauern Minischweine, Kaninchen und Schwarznasenschafe auf Streicheleinheiten. Das perfekte Ausflugsziel im Grünen für Familien. Tonndorfer Str. 3, 99438 Bad Berka, Tel. 03 64 58-63 35 59,

24. MECHELRODA

Zum Goldenen Einhorn

Als Sternekoch Johann Lafer für seine TV-Sendung „Lafers leckerer Osten“ in Thüringen unterwegs war, kam er am Goldenen Einhorn in Mechelroda nicht vorbei. Hier holte sich der Gourmet ein paar Tipps, wie original Thüringer Kartoffelklöße zubereitet werden. Ein Teil des Kloß-Geheimnisses sind die in reichlich Butter gerösteten Brotstücke, die Einhorn-Chefin Barbara Schorcht-Kritz in der Kloßmasse versenkt. Neben anderen Zutaten sorgen sie für den unvergleichlichen G eschmack. Beim Kloßgenuss geraten nicht nur Gourmets regelmäßig ins Schwärmen. In einer Kritik heißt es: „Der Kloß schmeckt auf eine wilde, ungezähmte, beinahe archaische Art nach Kartoffel, bei einer seidigen, mit der Gabel reißbaren Konsistenz.“ Aha. Am besten selbst probieren. Zum Beispiel mit Hirschragout und viel dunkler Soße. Im Dorfe 16, 99441 Mechelroda, Tel. 03 64 53- 8 06 35, , Öffnungszeiten s. Internet. Bei Redaktionsschluss war das Restaurant vorübergehend wegen Krankheit geschlossen.

25. JENA

JenTower

Der gläserne Zylinder ragt exakt 159,60 Meter in den Jenaer Himmel und ist damit das höchste Bürogebäude der neuen Bundesländer. Für den von DDR-Stararchitekt Hermann Henselmann entworfenen Riesen musste 1969 ein ganzes Wohnquartier um den Eichplatz weichen. Die zwei Aussichtsplattformen liegen im 28. Stock, 128 Meter über der Stadt. Ähnlich berauschend ist der Blick aus dem Restaurant Scala () eine Etage unter den Plattformen. Im Volksmund wird der JenTower übrigens „Keksrolle“ oder „Penis Jenensis“ genannt. Das sollte Urlauber aber nicht abschrecken, die Landmarke zu besichtigen und den Ausblick auf halb Thüringen zu genießen. Leutragraben 1, 07743 Jena, Aussichtsplattform täglich geöffnet 10-22 Uhr; Preis: 4,50 Euro, Kinder bis 10 J. frei

26. JENA

Zeiss-Planetarium

„Mein Vater erklärt mir jeden Samstag unseren Nachthimmel.“ Das ist der klassische Merksatz für die Reihenfolge der Planeten in unserem Sonnensystem. Wer einmal durch die Nachbarschaft unserer Erde gefolgt ist, wird die Planetenreihenfolge Merkur – Venus – Erde – Mars – Jupiter – Saturn – Uranus – Neptun auch ohne Merksatz nie wieder vergessen. Statt ins All aufzubrechen, reicht dafür ein Besuch im Jenaer Planetarium. Von Expeditionen ins Sonnensystem, einer Zeitreise zurück zum Urknall vor 13,8 Milliarden Jahren bis zur interstellaren Mission durch das Weltall decken die aufwendigen Programme alles ab. Die Shows sind atemberaubend, lehrreich – und unvergesslich. Am Planetarium 5, 07743 Jena, Tel. 0 36 41– 88 54 88, , Programmplan s. Internet, Preise: ab 12 Euro (Erw.), ab 11 Euro (ermäßigt), ab 30 Euro (Familien)

27. GERA

Barocke Orangerie

Der Zweiflügelbau von 1732 war erst Orangen- und Gewächshaus, im 19. Jahrhundert dann Lazarett, Pferdestall, Turnhalle, Kaffeehaus und – zu DDR-Zeiten – Museum für Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung des Bezirkes Gera. Heute dient die Orangerie dem Otto-Dix-Haus als zweite Heimat neben der Dependance am Mohrenplatz. Hier sind thematisch wechselnde Kunstausstellungen und ausgewählte Werke aus der Museumssammlung zu sehen. Neben dem umfangreichen Bestand mit Arbeiten von Otto Dix präsentiert das Haus Gemälde, Druckgrafiken, Zeichnungen und Plastiken vom Mittelalter bis zur Gegenwart, insgesamt rund 15 000 Kunstobjekte. Außerdem interessant: der barocke Küchengarten vor der Orangerie. Wie das Gebäude hat auch er eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er zu einem „Stalin-Gedenkpark“. Heute ist er wieder Lustgarten, wie in seinen Anfängen. Orangerieplatz 1, 07548 Gera, Tel. 03 65-8 38 42 53, , Öffnungszeiten: Di. bis So. 11-17 Uhr, Preise: 5 Euro (Erw.), 3 Euro

28. GERA

Tierpark im Stadtwald

Seit 1962 teilen sich Spaziergänger den Geraer Martinsgrund mit Damund Rothirschen, Wisenten und etlichen weiteren heimischen Tieren. Über die Jahre wuchs die Zahl auf rund 900 aus mehr als 70 Arten. Mittlerweile leben auch Exoten auf dem 20 Hektar großen Freigelände im Stadtwald: Im Affenwald begegnen Besucher einer großen Berberaffenfamilie, und auch Raubtiere sind in Gera zu Hause, darunter Luchs, Korsak- und Silberfuchs, Marderhund und Löwe, das Wappentier der Stadt. Toll für Familien: die Parkeisenbahn und der in den Tierpark integrierte Bauernhof, auf dem nicht nur Kinder ihre erste Begegnung mit Thüringer Waldziegen, Rhönschafen, Bulgarischen Langhaarziegen und anderen alten Haustierrassen haben. Sehr beliebt sind die Mini-Shetlandponys. Sie sind noch eine Nummer kleiner als gewöhnliche Ponys, werden nur knapp 90 Zentimeter groß. Straße des Friedens 85, 07548 Gera, Tel. 03 65-81 01 27, , Öffnungszeiten: tägl. 9-18 Uhr, im Winter bis 17 bzw. 16 Uhr, Preise: 7 Euro (Erw.), 5 Euro (ermäßigt), 3 Euro (Kinder u. Jugendliche 3-16 J.). 14 Euro (Familien)

29. RONNEBURG

Erlebnisbrücke Drachenschwanz

Hauptattraktion der Neuen Landschaft Ronneburg, dem Gelände der Bundesgartenschau 2007, ist die Erlebnisbrücke Drachenschwanz, eine 225 Meter lange, wellenförmige Holzkonstruktion. Der schlanke Bau spannt sich über einen Birkenhain und wirkt mit seinen dünnen, A-förmigen Stützen beunruhigend zerbrechlich. Daher vielleicht der Name „Erlebnisbrücke“. Doch müssen Spaziergänger und Radfahrer keine unangenehmen Überraschungen fürchten, wenn sie die abends beleuchtete Brücke queren. Wer nicht schwindelfrei ist, kann alternativ den Talweg nehmen – oder stellt sich doch der Mutprobe und „bezwingt“ eine der größten Holzbrücken Deutschlands, die sich wie ein endloser Drachenschwanz durch die rekultivierte einstige Bergbaulandschaft zieht. Neue Landschaft Ronneburg, 07580 Ronneburg, Infos: Stadtverwaltung, Markt 1, 07580 Ronneburg, Tel. 03 66 02-5 36 13,

30. RONNEBURG

Schmirchauer Höhe

Auf dem Plateau der Schmirchauer Höhe (373 Meter) bei Ronneburg liegen seltsame, teils beschriftete Gesteinsblöcke herum, immer wieder unterbrochen von steinernen Stelen. Was aussieht wie ein Kunstwerk, ist eine begehbare Landkarte. Genauer: eine Untertagekarte. Die Blöcke zeichnen die Ausdehnung des 1990 eingestellten Uranerzbergbaus inklusive der darüberliegenden Ortschaften in der Region sowie den Stand der Sanierung nach. Inmitten der Landkarte steht ein 20 Meter hohes, begehbares sogenanntes Grubengeleucht mit integrierter Aussichtsplattform, errichtet vom Bergbautraditionsverein Wismut. Von der Plattform aus schweift der Blick weit über das Gessental und die sanierte Landschaft. Die vier bis zu 100 Meter hohen Abraumhalden, wegen ihrer Kegelform „Pyramiden von Ronneburg“ genannt, sind längst abgetragen und in einem alten Tagebauloch verschwunden, über das Gras gewachsen ist. Aus der einstigen Mondlandschaft bei Ronneburg sind im Wortsinn blühende Landschaften geworden. Weidaer Str. 40, 07580 Ronneburg

Jens Lehmann

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Hier stehen Sie richtig

von Eisenach bis Gera

A WOHNMOBILE WALDHELM

Ruhiges Plätzchen bei Eisenach mit weitem Blick über den Thüringer Wald und die Wartburg: Vor dem Firmengelände eines Händlers mit Werkstatt gibt’s ganzjährig 18 Stellplätze auf Asphalt und Rasengitter. Zufahrt zum terrassenförmig angelegten Gelände Tag und Nacht möglich. Geteerte Zufahrt, nachts beleuchtet. Mit Strom- und Frischwasseranschluss, Ver- und Entsorgungsstation mit getrenntem Trink- und Spülwasser sowie Entsorgungsmöglichkeit mit überfahrbarem Bodeneinlass und Ausguss für die Toilettenkassette (eingeschränkter Betrieb bei Frost). Die sanitären Anlagen mit Dusche und Toilette sind über einen Code zugänglich, der bei Anmeldung in der Werkstatt mitgeteilt wird. WLAN ist teilweise vorhanden. Es kann reserviert werden. Pro Nacht im Wohnmobil mit zwei Personen plus Vierbeiner werden 15 Euro berechnet. Darin ist die Verund Entsorgung enthalten; Strom 1 Euro/kWh. Reparaturen und Gasflaschentausch sind vor Ort möglich. Bis zum nächsten Supermarkt, Imbiss und Restaurant sind es drei Minuten Fahrzeit. Von der Bushaltestelle ganz in der Nähe sind es nur zehn Minuten in die Innenstadt von Eisenach. Außerdem wird ein Fahrservice angeboten. Wer lieber Ausflüge in die Natur vorzieht, kann wandern, Rad fahren oder sich bei einer Bootsfahrt auf der Werra entspannen. Für Schwimmbegeisterte bietet sich das drei Kilometer entfernte Frei- und Hallenbad an. GPS-Daten: B 51.0035, L 10.3239; 51° 0' 12" N, 10° 19' 26" E

B LOHMÜHLENMUSEUM

Am Fuß des Rennsteigs direkt an den Teichen der historischen Lohmühle gibt es einen schönen Unterschlupf: Das große Freigelände unterhalb des Parkplatzes ist umgeben von Wald und Wiesen und bietet auf teilweise befestigtem Untergrund ganzjährig 30 ebene Stellplätze auf Schotter und Gras für Wohnmobile und Caravans. Es gibt Stromanschlüsse, Frischwasser, Entleerungsmöglichkeit für Abwasser- und Fäkalientanks mit Bodeneinlass neben dem Sanitärgebäude und separater Entleerung für die Toilettenkassette mit Spülwasser. Nach vorheriger Anmeldung erhalten Gäste Zugang zum Gelände, den sanitären Einrichtungen mit Duschen, Toiletten und Waschmaschine sowie den Anschlüssen. Gasflaschentausch, Liegewiese und ein Grillplatz an den Fischteichen. Preis pro Übernachtung (2 Pers. plus Hund): 11 Euro. Darin sind Strom und die Entsorgung enthalten. Für 100 Liter Wasser kommt 1 Euro hinzu; Duschen ebenfalls 1 Euro. Für Angler gibt es besondere Angebote. Im Lohmühlenmuseum erfahren Besucher Interessantes über den Wald und das Wasser als Lebensgrundlage. Der Standort ist ein guter Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen und Klettertouren. Radfahrer können über ein gutes Netz die Umgebung erkunden, etwa auf dem Apfelstädt Radweg bis zum Rennsteig oder ins Gothaer Land. Spielplatz und Barfußpfad sind in der Nähe. Historisches kann auf dem Sauriererlebnispfad und am Fossilienfundort entdeckt werden. Der nächste Supermarkt ist einen Kilometer entfernt. Eine Haltestelle befindet sich direkt am Museum. GPS-Daten: B 50.8090, L 10.6249; 50° 48' 32" N, 10° 37' 29" E

PINCAMP

Im Gegensatz zu anderen Buchungsportalen stützt sich Pincamp nicht nur auf Bewertungen, sondern auch auf das ADAC-Klassifikationssystem. Unabhängige Inspektoren prüfen jedes Jahr über 5500 Plätze.

C PARKPLATZ HERMANN-BRILL-PLATZ

Zehn Minuten von der Innenstadt Weimars (Goethe! Schiller! Bauhaus!) entfernt zwischen Freibad und Sportanlage liegt der ganzjährig geöffnete Stellplatz. Das gepflasterte großzügige und nachts beleuchtete Areal befindet sich auf einem Großparkplatz. Platz für 30 Wohnmobile und Caravans, räumlich durch Betonbarrieren vom übrigen Pkw-Parkplatz getrennt. Achtung: Bei Veranstaltungen gibt es Einschränkungen. Ausstattung: Ausguss für die Toilettenkassette, Frischwasser-Entnahmestelle und Stromanschluss (Entsorgung und Wasser nur in frostfreien Monaten). Zwei Personen plus Vierbeiner im Wohnmobil zahlen am Parkscheinautomaten zwölf Euro. Die Entsorgung ist eingepreist. Für sechs Stunden Strom wird 1 Euro berechnet. 100 Liter Wasser kosten ebenfalls 1 Euro. Wasserratten können sich im benachbarten Hallen- und Freibad erfrischen und entspannen. Eine Bushaltestelle ist direkt vor Ort. Der Aufenthalt ist auf sieben Nächte begrenzt. Imbiss, Lebensmittelladen und Restau- rant sind nur wenige Hundert Meter entfernt. GPS-Daten: B 50.9846, L 11.3169; 50° 59' 4" N, 11° 19' 1" E

D WOHNMOBILPARK TRAUTMANN

Guter Standort für einen Erfurt-Besuch: In einem Wohngebiet auf einem umzäunten, von Hecken und Bäumen umgebenen Areal stehen Mobilisten hier ganzjährig. Bis zu 20 Wohnmobile bis zehn Meter Länge und Caravans können auf dem parzellierten, terrassenförmig angelegten Gelände über drei Ebenen auf Schotter parken. Der nachts beleuchtete Platz ist videoüberwacht und kann von 11 bis 22 Uhr angefahren werden. Eine Reservierung ist möglich. Die vierspurige Straße und die Straßenbahn sind in Hörweite. Der Aufenthalt ist auf maximal sieben Nächte begrenzt. Ausstattung: WLAN, Stromanschluss, VE-Station mit Frischwasser-Entnahmestelle und Entsorgungsstelle für Abwasser- und Fäkalientanks sowie Ausguss für die Toilettenkassette. Die sanitären Einrichtungen mit Toilette und Dusche sowie Waschmaschine und Trockner im Hauptgebäude können zu bestimmten Zeiten gegen Gebühr genutzt werden. Brötchenservice, Gasflaschenversorgung und Grillplatz. Das nächste Einkaufszentrum ist in fünf Minuten zu Fuß zu erreichen. Hunde sind willkommen. Die Übernachtung im Wohnmobil mit zwei Personen und Vierbeiner kostet 16,50 Euro plus 1 Euro Kurtaxe pro Person, die Entsorgung für Grauwasser ist eingepreist. Pro Dusche kommt 1,50 Euro hinzu, für 100 Liter Wasser 1 Euro. Für Strom werden bei bis zu fünf Kilowattstunden pauschal 2 Euro abgerechnet, darüber kostet die Kilowattstunde 50 Cent. Mit der Straßenbahn direkt ab Haltestelle vom Platz sind es ca. 20 Minuten in die Erfurter Altstadt. GPS-Daten: B 50.9542, L 11.0668; 50° 57' 15" N, 11° 4' 0" E

E HISTORISCHE MÜHLE EBERSTEDT

Das schöne, rustikale Ambiente im Grünen an historischer Stätte macht diesen Ort besonders: Wo in der Wassermühle einst Öl gepresst wurde, gibt es heute ein Landhotel mit Mühlenschänke, Biergarten, Hofladen mit hausgemachten Leckereien und Weinkeller. Einiges aus damaliger Zeit wie Mahlwerke, Mühlensteine und Ölpresse können noch besichtigt werden. Auf einer angrenzenden Schotterwiese - teils unter Bäumen - gibt es zehn ebene Standplätze für Wohnmobile und Caravans, die von Anfang März bis Ende Oktober genutzt werden können. Der Platz ist ausgestattet mit Stromanschluss, Wasserentnahmestelle und Entsorgungsstation für das Chemie-WC. Die sanitären Einrichtungen auf dem Landhotelgelände mit Dusche und Toiletten - auch für mobilitätseingeschränkte Personen - können über ein Codesystem genutzt werden. Brötchenservice, Restaurant, Grillhütte, Grillpavillon, Lagerfeuerstelle, Spielplatz und Fahrradverleih. Auf der Erlebnisinsel mit Forellenteichen gibt es ein Tiergehege und einen Angelteich. Die Forellen aus den Gewässern werden geräuchert und können im Biergarten probiert werden. Freizeitangebote in der Nähe sind Schwimmen im drei Kilometer entfernten Hallen- und Freizeitbad, Angeln, Wandern und Radfahren. Die Ölmühle liegt direkt am Ilmtal-Radweg und unweit des Saale-Unstrut-Weinanbaugebiets. Preis pro Übernachtung mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern mit Strom, Wasser, Entsorgung und Nutzung des Sanitärbereichs: 19,80 Euro. Der nächste Supermarkt ist fußläufig zu erreichen. GPS-Daten: B 51.0751, L 11.5888; 51° 4' 30" N, 11° 35' 19" E

F SAUNABAD WEIMAR

Auf dem Parkplatz am Saunabad auf einer für Wohnmobile ausgewiesenen Fläche steht Mobilisten ein kostengünstiger, einfacher Übernachtungsplatz zur Verfügung. Nachts ist es ruhig und das Areal beleuchtet. Bis zu zehn Wohnmobile finden hier auf dem leicht geneigten, gepflasterten Gelände ganzjährig Unterschlupf – und wer mag, kann sich im großem Saunagarten mit Außenpool oder bei Massagen direkt nebenan entspannen. Die Gebühr von 5 Euro pro Übernachtung im Wohnmobil mit zwei Personen wird vor Ort entrichtet. Stromanschluss gibt es auf Anfrage. Pauschal werden dafür fünf Euro berechnet. Die sanitären Einrichtungen mit Duschen und Toiletten können zu den Öffnungszeiten des Saunabads genutzt werden. Wasser und Entsorgungsmöglichkeit gibt es allerdings nicht. Hunde sind willkommen. Ein Restaurant ist direkt vor Ort. Immer freitags werden frisch geräucherte Forellen aus der Umgebung angeboten. Bis zum nächsten Lebensmittelladen sind es nur wenige Hundert Meter. Die fünf Kilometer entfernte Innenstadt von Weimar ist über einen schönen Radweg zu erreichen. Die nächste Bushaltestelle ist etwa zehn Minuten zu Fuß entfernt.

GPS-Daten: B 50.9357, L 11.2867; 50° 56' 8" N, 11° 17' 12" E

G KRISTALL SAUNA-WELLNESSPARK

Auf einer leicht erhöhten, befestigten Fläche des Parkbereichs an der Saunatherme finden bis zu sechs Wohnmobile aller Größen und Caravans ganzjährig einen Standplatz auf Schotter, Kies und Rasengitter. An der Seite befindet sich eine Ver- und Entsorgungsstation mit Frischwasser, Bodeneinlass für die Entleerung der Abwasser- und Fäkalientanks sowie einem Ausguss für die Toilettenkassette. Strom und Wasser gibt es über münzgesteuerte Servicestationen. Die Anmeldung erfolgt an der Kasse der benachbarten Therme. Sanitäre Einrichtungen inklusive Sanitärkabine für mobilitätseingeschränkte Gäste können zu den Öffnungszeiten genutzt werden. Außerdem laden Angebote wie Solebäder, Saunagüsse, Massagen zum Erholen und Wohlfühlen ein. Übernachtungspreis: 10 Euro pro Wohnmobil plus 1,30 Euro Kurtaxe pro Person. Die Entsorgung ist eingepreist. 80 Liter Wasser kosten 1 Euro, für zwei Kilowattstunden Strom kommt ein weiterer Euro hinzu. Imbiss und Restaurants sind in der Nähe. Ein Brötchenservice wird angeboten. Der nächste Lebensmittelladen ist vier Kilometer entfernt. Bis ins Zentrum von Bad Klosterlausnitz sind es nur ein paar Schritte. GPS-Daten: B 50.9119, L 11.8725; 50° 54' 42" N, 11° 52' 21" E

H WOHNMOBILSTELLPLATZ AM GROSSEN TEICH

Hoch über der Stadt thront das Residenzschloss, unten am Großen Teich liegt eine kleine Oase inmitten der Stadt Altenburg. Nicht weit davon entfernt bietet dieser ganzjährig geöffnete und nachts beleuchtete Stellplatz Ruhe und Zeit zum Ausspannen. Die insgesamt 13 ebenen Standplätze auf Rasengitter befinden sich entlang der Straße und bieten ausreichend Platz auch für große Wohnmobile. Annehmlichkeiten wie Stromanschluss, Frischwasser, Ver- und Entsorgungsstation sind vorhanden. Duschen und Toiletten können im benachbarten Frei- und Hallenbad zu den Öffnungszeiten genutzt werden. Zudem gibt es in der Nähe einen Imbiss und ein Restaurant. Für die tägliche Versorgung ist der nächste Supermarkt nicht weit. Die Übernachtung im Wohnmobil inklusive aller Personen und Vierbeiner kostet 13 Euro. Die Entsorgung ist eingepreist. 100 Liter Wasser können für 2 Euro abgezapft werden, für jede Kilowattstunde Strom werden 50 Cent fällig, für jede Dusche ebenfalls 50 Cent. Der Inselzoo, einziger Zoo in Westeuropa auf einer Insel, befindet sich ganz in der Nähe. Bei einem Stadtbummel sind das Renaissance-Rathaus mit achteckigem Treppenturm, die Roten Spitzen, schöne Gassen und prächtige Bürgerhäuser zu entdecken. Das Schloss mit Schlosskirche und Spielkartenmuseum sowie der Schlosspark mit Teehaus und Orangerie bietet sich ebenfalls als Ausflugziel an. Spaß auf dem See gibt es beim Ruder- oder Tretbootfahren. GPS-Daten: B 50.9796, L 12.4311; 50° 58' 46" N, 12° 25' 51" E

I WOHNMOBILHAFEN GESSENPARK, GERA

Wo sich Weiße Elster und Gessenbach vereinen, direkt im Naturschutzgebiet und nur zehn Minuten von der Innenstadt entfernt, liegt der Wohnmobilhafen. Der zentral gelegene Platz mit befestigtem, geschottertem Untergrund und Rasengitter bietet Reisenden mit Mobil 22 großzügige, parzellierte Stellplätze. Es gibt alles, was an Service benötigt wird. Ver- und Entsorgung mit Frischwasser, Abwasserentsorgung und Ausguss für die Toilettenentsorgung sind ebenso vorhanden wie Strom. Zur weiteren Ausstattung gehören Duschen und Toiletten. Liegewiese, Grillplatz, Privatbad, Brötchenservice und Gasflaschentausch sind weitere Annehmlichkeiten. Gegen eine Gebühr von 10 Euro ist eine Reservierung möglich. An- und Abreise kann rund um die Uhr (mit Beachtung der Nachtruhezeiten) erfolgen. Achtung: Die Zufahrt ist über Reichsstraße ohne Höhenbeschränkung! Hunde sind willkommen. Anmeldung und Bezahlung erfolgen im Büro. Die Übernachtung im Wohnmobil mit zwei Personen plus Vierbeiner kostet 15 Euro. Im Preis ist WLAN, die Toilettenbenutzung sowie die Entsorgung von Grau- und Abwasser enthalten. Am Münzautomaten können für je 1 Euro 100 Liter Wasser und ca. eineinhalb Kilowattstunden Strom entnommen werden. Drei Minuten Duschen kostet ebenfalls 1 Euro. Auf dem Gelände befindet sich ein großer Naturspielplatz. Die Umgebung lässt sich gut mit Inlinern auf der Skaterstrecke sowie entlang der Rad- und Wanderwege erkunden. Bis zum Rathaus sind es nur zehn Minuten Fahrtweg oder 30 Minuten zu Fuß. Eine Straßenbahnhaltestelle ist ganz in der Nähe, bis zum nächsten Bäcker und zum Supermarkt kommt man in wenigen Minuten. Geras Villen und Bürgerhäuser der einst reichen Stadt, das Naturkundemuseum im ältesten Haus oder ein Besuch in einem der letzten Fünf-Sparten-Theater in Deutschland bieten sich bei einem Besuch an. Vom Aussichtsturm des ehemaligen Schlosses Osterstein hat man einen schönen Blick auf die Stadt. GPS-Daten: B 50.8584, L 12.0901; 50° 51' 29 " N, 12° 5' 28" E

J WOHNMOBILSTELLPLATZ „TOR ZUR STADT ERFURT“

Am Stadtrand in der Nähe des Messegeländes liegt der erst 2021 eröffnete, ausschließlich für Wohnmobile errichtete Stellplatz mit allem Komfort für einen angenehmen Aufenthalt: 48 großzügige Parzellen auf mit Feinschotter befestigtem Untergrund - auch für Wohnmobile über acht Meter Länge - stehen auf dem eingezäunten und mit einer Schranke versehenen Gelände ganzjährig zur Verfügung. Eine Reservierung ist möglich. An jedem Platz gibt es einen Zugang zu Wasser und Strom. Ein Servicebereich mit zwei Ver- und Entsorgungsstationen, Bodenrinne, Frischwasseranschluss sowie Entsorgung für das Chemie-WC ist eingerichtet. Herzstück des Platzes ist ein zentrales Mehrzweckgebäude mit modernen Sanitäranlagen, unter anderem barrierefreier Toilette und Dusche, Einzelwaschkabinen und Familienbädern, Waschmaschine und Trockner, Wickelbereich, Spül- und Kochmöglichkeit und Aufenthaltsbereich. Der Zugang erfolgt über eine Smartcard. Zudem finden Gäste dort eine Rezeption mit Gästebetreuung und eine Auswahl an Souvenirs und Getränken. Der Check-in kann ab 13 Uhr bis 24 Uhr erfolgen. Checkout ist bis 12 Uhr möglich. Achtung: Einfahrt ist über den P+R-Parkplatz in der Wartburgstraße oder über die Eisenacher/Gothaer Straße! Tiere sind erlaubt. Freies WLAN ist vor Ort. Weitere Serviceleistungen: Eisverkauf, Brötchenservice, Kaffeeautomat und Fahrradverleih. Im Preis von 19 bis 22 Euro (je nach Saison) für zwei Personen im Wohnmobil sind zehn Minuten Freiduschen, WLAN, Wasser und die Entsorgung von Grauwasser und Fäkalien enthalten. Für die Kurtaxe kommt noch 1,10 Euro pro Person hinzu. Strom kostet pro Kilowattstunde 70 Cent und drei Minuten Duschen 1 Euro. Bäcker, Imbiss und Baumarkt (Gasflaschentausch möglich) sind nur 500 Meter entfernt. Der Platz liegt direkt am Messetalradweg. Bis zum egapark (gebührenpflichtig) ist es nicht weit. Dort befindet sich auch ein Restaurant. Die historische Altstadt von Erfurt mit altehrwürdigem Kloster, imposanten Kirchen und prachtvollen Patrizierhäusern ist gut mit dem Rad oder der Straßenbahn zu erreichen. Eine Haltestelle ist ganz in der Nähe. GPS-Daten: B 50.9564, L 10.9827; 50° 57' 27" N, 10° 58' 52" E

K WOHNMOBILSTELLPLATZ „HEINRICHSRUHE“, NEUSTADT

Heinrichsruhe – da ist der Name Programm. Selbst wenn Sie Fritz oder Sieglinde heißen. Über den Dächern von Neustadt an der Orla liegt dieser idyllische Schotter-Rasen-Platz für 40 Wohnmobile. Fernab von Lärm und Stress bietet er eine hübsche Aussicht über das Orla-Tal. Eine Übernachtung kostet 15 Euro einschließlich aller Mitreisenden. Darin inklusive ist die Nutzung von Dusche und WC sowie Entsorgung von Grau- und Schwarzwasser (Letzteres nur mit biologischem Sanitärzusatz). Frischwasser kann für 1 Euro je 70 Liter gezapft werden. Eine Stromsäule liefert rund um die Uhr für 0,50 Euro 1 kWh Energie. Der Platz ist ganzjährig geöffnet. Das historische Ausflugslokal hat leider seit 2020 geschlossen. In das 9000-Einwohner-Städtchen sind es knapp drei Kilometer. GPS-Daten: B 50.7513, L 11.7500; 50° 45' 4" N, 11° 45' 0" E

Lesen Sie im nächsten Heft: Die besten Ziele und Stellplätze im Nordschwarzwald