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Die besten Ziele und Stellplätze in Rheinhessen


Auto Bild reisemobil - epaper ⋅ Ausgabe 10/2021 vom 09.09.2021

Artikelbild für den Artikel "Die besten Ziele und Stellplätze in Rheinhessen" aus der Ausgabe 10/2021 von Auto Bild reisemobil. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
Traumhafte Lage: Oppenheim (Ziele 15 bis 17) mit seiner Katharinenkirche schmiegt sich sanft an die Weinberge der Umgebung

VON HIWWELN, WEIN UND REBEN

DIE REGION IM STÄDTEDREIECK Bingen-Mainz-Worms ist touristisch im Aufwind: In den vergangenen zehn Jahren kamen 50 Prozent mehr Gäste ans nordwestliche Ende des Oberrheingrabens. Viele zog es wegen des Weins nach Rheinhessen, andere lieben die von Hiwweln (Hügeln) geprägte, sanfte Landschaft. Natürlich gibt es viele weitere Gründe, hier Urlaub zu machen. Dazu zählen gemütliche Abende in Kuhkapellen, Oppenheims Unterwelt, ein bizarres Bunkerprojekt oder eine Grusel-Mauer aus menschlichen Gebeinen. Tipps für den etwas anderen Rheinhessen-Trip.

1. MAINZ

Beach Club Mainzstrand

Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt liegt gut 400 Kilometer von der nächsten Küste entfernt. Im Sommer spielt sich das Leben der Mainzer dennoch viel am Strand ab. Genauer: am Adenauer-Ufer am Rhein. Am knapp 200 Meter langen Mainzstrand neben der The odor-Heuss-Brücke stehen Hunderte ...

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... Sonnenstühle für „Kurzurlauber“ bereit, die hier ihre Mittagspause oder einen lauschigen Abend mit Blick auf die hessische Rheinseite verbringen wollen. Gäste der Strandbar gehen am besten barfuß durch den hellen feinen Sand, auch das Wetter passt meist zu „unten ohne“: Mit jährlich knapp 1600 Sonnenstunden zählt Mainz zu den sonnigsten Städten Deutschlands. Die Preise für Snacks und Getränke sind moderat, Kleinigkeiten gibt es schon ab 4 Euro. Der beste Ort in Mainz, um sich eine Auszeit vom Pflastertreten in der City (Dom, Altstadt) zu gönnen.

Adenauer-Ufer, 55116 Mainz, Tel. 0 61 31-6 69 58 66, www.mainzstrand.de

2. MAINZ

Genussgarten

Was duftet intensiv-fruchtig nach Birne und Quitte? Der Silvaner von Eva Vollmer. Bei der Bio-Winzerin beschränkt sich der Genuss aber nicht auf den Wein allein. Sie empfängt Gäste des Weinguts in ihrem idyllischen „Genussgarten“ wahlweise zum Weinfrühstück oder Weinpicknick mit kleinen, zum jeweiligen Wein passenden Snacks. Immer freitags und samstags, Termine sind im Internet buchbar, die Bio-Weine mehrfach ausgezeichnet. Auch Eva Vollmer selbst. Sie ist ehemalige rheinhessische Weinkönigin, studierte Önologin und schmeißt den Familienbetrieb in Mainz-Ebersheim seit 2007.

Nieder-Olmer Str. 65, 55129 Mainz, Tel. 0 61 36-4 64 72, www.evavollmer-wein.de

3. MAINZ

Bootshaus

Das Restaurant zählt zu den Institutionen in Mainz. So ziemlich jeder Mainzer war schon mal hier, viele sind Wiederholungstäter. Ein Grund dafür ist die tolle Restaurantlage an Rhein und Winterhafen mit großzügigem Außenbereich. Am wichtigsten sind aber das ausgezeichnete Essen und die mutige Speisekarte. Das Personal im Bootshaus kocht und serviert neben Klassikern der deutschen Küche wie schwäbischen Maultaschen mit geschmelzten Zwiebeln und Currywurst mit Pommes auch ausgefallene Gerichte: gebeizte Eismeerforelle mit Wakame-Algensalat und Wasabischmand zum Beispiel. Oder Pulpo mit gegrillter Wassermelone. Die Bootshaus- Macher haben kein Problem mit Küchenexperimenten. Gern erfinden sie auch Klassiker völlig neu. Einfallsreich und spannend.

Victor-Hugo-Ufer 1, 55116 Mainz, Tel. 0 61 31-1 43 87 00, www.bootshausmainz.de, Küchenzeiten: Di.–So. 12-14 u. 18-21 Uhr

4. MAINZ-KASTEL

Street Art

Wer an Mainz denkt, der denkt meist an Fastnacht, die Mainzelmännchen oder den Dom. Straßenkunst kommt da nur wenigen in den Sinn. Dabei ist Mainz international für seine Street Art bekannt. Genau genommen Mainz-Kastel, das auf der östlichen Rheinseite liegt und schon zu Wiesbaden gehört. Hier treffen sich jedes Jahr internationale Graffiti-Künstler zum Festival „Meeting of Styles“, um die tristen Betonwände unter der Rheinbrücke und die Mauern umliegender Gebäude zu einer Freestyle-Kunstfläche zu machen. Das Ergebnis ist eine stilistisch sehr abwechslungsreiche, 5000 Quadratmeter große Graffiti-Galerie, eine Mischung aus witziger, origineller, kritisch-politischer und handwerklich herausragender Wandkunst. Nach und nach werden die Motive wieder übersprayt, darum lohnt es sich, hier immer mal wieder vorbeizuschauen, um sich die vergängliche Dosenkunst von internationalem Rang anzusehen. Rampenstraße/Theodor-Heuss-Brücke, 55252 Wiesbaden, www.wiesbaden.de

5. INGELHEIM

Rotweinfest

Corona zum Trotz ziehen die Ingelheimer ihr Rotweinfest auch in diesem Jahr durch. Auf drei Bühnen gibt’s Live-Musik, dazwischen, an Tischen, roten Wein, den Namensgeber des Traditionsfestes. Das Ambiente ist kaum zu toppen, die Ingelheimer feiern ihren Rotwein rund um die Burgkirche. Insgesamt zwölf Rotweinsorten sind im Ausschank, es dominieren Spätburgunder, Portugieser und Dornfelder. Die geballte Rotwein-Power wird ergänzt durch etliche Weißweine wie Riesling und Silvaner. Unbedingt sollten Festbesucher den Stadtwein-Cuvée Carolus probieren, aufgelegt zu Ehren Karls des Großen, der den Burgunderweinen der Überlieferung nach sehr zugetan war. Alle Weine für den Carolus stammen aus mittelalterlichen Weinlagen rund um die Kaiserpfalz. Karl hätte der besondere Ingelheimer Tropfen sicher gemundet.

Tourist-Info im Winzerkeller, Binger Straße 16, 55218 Ingelheim, Tel. 0 61 32-7 10 00 92 00, www.ingelheim-erleben.de, Veranstaltungsort: Burgkirchengelände, Termin: 25. September bis 3. Oktober 2021

6. INGELHEIM

Obstroute

45 Kilometer Strecke, 340 Höhenmeter, knapp vier Stunden reine Fahrzeit: In nackten Zahlen hört sich die Ingelheimer Obstrunde nicht allzu lieblich an. Doch Radler mit Kondition oder E-Bike sollten die Tour durch Rheinhessens Nutzgarten mit seinen vielen Obstplantagen, Gemüsefeldern und Winzerorten unbedingt angehen. Nicht nur im Frühjahr, wenn hier überall die Obstbäume blühen, sondern auch zur Erntezeit. Von Ingelheim geht es hinauf auf die rheinhessische Hochebene. Von oben schweift der Blick über das Hügelland bis zum Taunus. Zum Glück hat die Strecke auch einige gemütliche Kilometer in den Rheinauen und etliche Einkehrmöglichkeiten in Landgasthöfen, Gutsschänken und Biergärten zu bieten. Fast noch wichtiger: Sie lässt sich auch abkürzen. Dafür nehmen Radler einfach die Westschleife der Obstroute. Auch die hat es zwar steigungsmäßig hier und da in sich, ist aber nur 30 Kilometer lang.

Tourist-Info, Binger Str. 16, 55218 Ingelheim, Tel. 0 61 32-7 10 00 92 00, www.ingelheim-erleben.de

7. GAU-ALGESHEIM

Radmuseum im Wasserschloss

Die Obstroute (Ziel 6) führt direkt am Gau-Algesheimer Wasserschloss Ardeck vorbei, in dem das Rheinhessische Fahrradmuseum residiert. In fünf Räumen zeichnet es die Geschichte des Zweirads nach, angefangen bei Karl Drais’ Laufmaschinen über ein kurioses Tretkurbelrad aus den 1860er-Jahren, halsbrecherisch anmutende Hoch- und Niederräder bis zu den ersten Rennrädern des 20. Jahrhunderts. Beim Anblick der meist nicht gerade bequemen Vehikel wird Besuchern klar, dass es ein sehr weiter Weg bis zum modernen E-Bike war. Ein liebevoll gepflegtes Museum mit erstaunlichen Exponaten, auf denen das Fahren bisweilen zur Zirkusnummer wurde.

Schlossgasse 12, 55435 Gau-Algesheim, www.fahrradmuseum-rheinhessen.de; Öffnungszeiten: von Ostern bis Mitte Oktober jeweils an Sonn- u. Feiertagen 14-18 Uhr, Eintritt frei

8. BINGEN

Vinothek Weingut Riffel

In Bingen bewirtschaften mehr als 70 Winzer über 530 Hektar Rebfläche. Von den gut 25 000 Einwohnern hat so ziemlich jeder direkt oder in der Verwandtschaft mit dem Weinbau zu tun. Wie Erik Riffel, der vor 30 Jahren in den Betrieb seiner Eltern einstieg und ihn seit 2005 mit seiner Frau Carolin bewirtschaftet. Riffel setzt ganz auf biodynamischen Weinbau und Biodiversität. Rund um die R i ffel’schen Reben sprießen Kräuter und blühen Blumen – ein Paradies für Insekten, außerdem gut für den Wasserhaushalt im Weinberg und das „Immunsystem“ der Weinstöcke. In der Vinothek schenkt Riffel alles aus, was die Berge drumherum so hergeben: Riesling vor allem, aber auch Silvaner, Chardonnay, Burgunder und einiges mehr. Natürlich gibt es auch bei Riffels Nachbarn sensationelle Weine zu verkosten und zu kaufen. Wie gesagt: In Bingen macht fast jeder in Wein.

Mühlweg 14A, 55411 Bingen, Tel. 0 67 21- 99 46 90, www.weingut-riffel.de, Öffnungszeiten: Mo.–Fr. 10–12 und 14–18

Uhr, Sa. 10–16 Uhr

9. BINGEN

Stellwerk Mensch-Natur-Technik

Besucher des ehemaligen Stellwerks Bingerbrück Ost gehen auf eine Zeitreise in die Vergangenheit der uralten Kulturregion. So weit zurück, dass an Kultur noch gar nicht zu denken war: 600 Millionen Jahre. Menschen gab es damals noch nicht, nur Wildnis mit reißenden Flüssen und tropischen Pflanzen. Das heutige Rheinland-Pfalz lag damals auf der Südhalbkugel und auf mehreren Ur-Kontinenten, Leben gab es nur im Meer. Eindrucksvoll zeigt die Ausstellung, wie die Kontinente über Jahrmillionen in ihre heutige Position drifteten und schließlich, vor 5000 Jahren, Menschen in der Region siedelten. Sie formten Rheinhessen über Jahrtausende zu der Kulturlandschaft, wie wir sie heute kennen. Ein spannender Schnelldurchlauf durch die unglaubliche Geschichte der Region.

Park am Mäuseturm, 55411 Bingen, Tel. Tourist-Info: 0 67 21-18 42 00,

5 Ingelheim

www.bingen.de, Öffnungszeiten: Ende Mai bis Ende Oktober von Fr. bis So. sowie an Feiertagen jeweils 11-17 Uhr, Eintritt frei

10. BINGEN

Hildegarten

Gegen Fieber hilft in Wein gekochter und mit Honig verfeinerter Blutwurz. Ein trauriges Herz lässt sich am besten mit in Fleisch oder Fisch gekochter Königskerze aus dem Garten kurieren. Das stärkt und erheitert. So zumindest steht es in den Aufzeichnungen der Benediktinerin Hildegard von Bingen (1098-1179). Die Naturheilkundlerin beschäftigte sich zeitlebens mit jeder Art von Heilkräutern und deren Einsatzmöglichkeiten gegen Gebrechen, Krankheiten und schlechte Laune. Im Bingener Hildegarten am Rheinufer wachsen viele der Heilkräuter, auf deren Wirkung die Universalgelehrte vertraute. Auf Infotafeln ist nachzulesen, wogegen oder wofür Hildegard sie einsetzte. Im Museum am Strom, gleich neben dem Hildegarten, widmet sich zudem eine multimediale Ausstellung der Arbeit der Heilkräuterexpertin. Übrigens: Sollte Ihnen das Herz trotz des eingangs empfohlenen kräftigen Königskerzentrunks noch immer schwer sein, lässt sich die Sache vielleicht auch von der anderen Seite her lösen: Verabreichen Sie der oder dem vergeblich Angebeteten doch einfach Benediktinerkraut, das Aphrodisiakum unserer Ahnen. Wer genug davon zu sich nimmt, entflammt in brennender Begierde. Sie sollten nur unbedingt in der Nähe sein, wenn die erhoffte Wirkung einsetzt! Das löst dann auch den eigenen Herzschmerz. Museumsstraße, 55411 Bingen, www.bingen.de/hildegard, Infos unter Tel. 0 67 21-18 42 00, Öffnungszeiten: täglich 10-17 Uhr, Eintritt frei

11. APPENHEIM

Hundertguldenwinzer

Zwischen Korallen und Wein gibt es auf den ersten Blick keinerlei Verbindung. Doch die Appenheimer Winzer können aus dem Stand stundenlange Referate darüber halten, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Denn unter der berühmten Appenheimer Weinlage Hundertgulden liegen Korallenbänke des tertiären Urmeeres, das hier vor 60 Millionen Jahren wogte. Die uralten Urmeer-Ablagerungen machen den Hundertgulden an den Hängen des Westerbergs zu Deutschlands carbonatreichster Weinlage. Die Terra Fusca, der kalkreiche Boden, liefert dem Riesling eine Extraportion Mineralität. Darum ist der Wein trotz kräftiger Fruchtnote sehr bekömmlich, die Säure wird nicht zum Problem. Gut, irgendwann nach dem vierten Glas wird es dann doch grenzwertig. Elf Appenheimer Winzer teilen sich die Top-Weinlage. Weinfreunde können die Hundertguldenwinzer einzeln abklappern und von dem besonderen Wein kosten oder im Sommer an jedem zweiten Sonntag im Monat zum „Tisch des Weines“ am Wanderweg „Hiwweltour Bismarckturm“ pilgern. Hier schenken immer zwei Hundertguldenwinzer ihre besten Weine aus.

7 Gau-Algesheim

6 Ingelheim

Kontakt über Weingut Gres, Ingelheimer Str. 6, 55437 Appenheim, Tel. 0 67 25-33 10 oder einen der anderen Hundertguldenwinzer, www.hundertgulden.de

12. NIEDER-HILBERSHEIM

Meisterschaften im Strohballenrollen

Gummistiefelweitwurf, Moorschnorcheln, Frauentragen: Zwischen Flensburg und Garmisch gibt es Dutzende völlig verrückter Wettbewerbe. Rheinhessen hat sich mit den Meis-terschaften im Strohballenrollen einen Eintrag in die imaginäre Liste der durchgeknalltesten Sportarten gesichert. Den würdigen Rahmen für die rheinhessischen Meisterschaften in dieser abseitigen Disziplin liefert der jährliche Bauern- und Handwerkermarkt mit mehr als 80 Ausstellern in Nieder-Hilbersheim. Direkt nach der Eröffnung messen die Strohballenroller ihre Kräfte. Sehr harter Sport für die Aktiven – und ein großes Vergnügen für die Zuschauer.

Infos bei Rosemarie Jantz, Vorsitzende des Vereins Bauern- und Handwerkermarkt, Tel. 01 76-61 75 75 48, www.bauern-undhandwerkermarkt.com, Termin: 16. Oktober 2021

13. BODENHEIM

Amiche-Radtour

Rechts- oder linksherum? Diese Frage sollten Radler vor dem Start zur Amiche-Tour am besten danach beantworten, woher gerade der Wind weht. Der Rundweg durch Weindörfer und weltberühmte Weinlagen wie „Roter Hang“ ist von beiden Seiten her wunderschön. Und mit Ausnahme einiger kleiner heftiger Steigungen auch sehr beinschonend. Insgesamt geht es von Bodenheim aus über 33 Kilometer Nebenwege, teilweise auf einer alten Bahntrasse, die Namensgeber der Tour ist. „Amiche“ hieß einst die Eisenbahn, die von Alzey nach Bodenheim fuhr. Auf dem Damm, fernab der Straßen, radelt es sich ganz entspannt. Unterwegs gibt es etliche Einkehrmöglichkeiten in Straußwirtschaften, Restaurants oder Cafés, was natürlich die knapp dreistündige Fahrzeit verlängert. Auf der reizvollen Strecke lässt sich auch gut ein ganzer Sonnentag vertrödeln.

Infos bei Rheinhessen-Touristik, Tel. 0 61 36-9 23 98 22,

www.rheinhessen.de/amiche-radweg

9 Bingen

14. NIERSTEIN

Café Erni & Illi

Unter Weinkennern ist das sehr hübsche Nierstein berühmt für seinen „Roten Hang“ mit sieben Weinlagen. Der kleine historische Marktplatz mit bunten Häusern und dem Brunnen ist das Herz der kleinen Weinstadt, das sich jeder Gast einmal angesehen haben sollte. Am besten ist es, einzukehren und die sommerliche Ruhe zu genießen. Rund um den Platz gibt es dazu etliche Gelegenheiten, zum Beispiel im gemütlichen Café Erni & Illi. Hier gibt es hausgemachten Kuchen und belegte Brote, die sich auch ausgezeichnet als Proviant für eine kleine Wanderung zum renovierten Bergfried der Schwabsburg aus dem 13. Jahrhundert eignen. Als Souvenir bieten sich die selbstgemachten Marmeladen an. Der Café-Name geht übrigens auf die Großeltern der Inhaberin, Claudia Baierl, zurück. Opa Ernst und Oma Ilse lernten sich einst dort kennen, wo heute ihre Enkeltochter mit regionalen Produkten backt. Die Weine für ihren Rotweinoder Rieslingkuchen kommen selbstverständlich aus Nierstein. Unbedingt probieren!

Marktplatz 7, 55283 Nierstein, Tel. 0 61 33-5 71 25 17, www.erni-und-illi.de

15. OPPENHEIM

Weinbaumuseum

Uralte Flaschen und Humpen, Fässer, Traubenpressen: Das Deutsche Weinbaumuseum zeigt mehr als 4000 Exponate aus 2000 Jahren Weinbaugeschichte am Rhein. Darunter ist viel Kurioses, wie zum Beispiel einzigartige Korkenzieher: Die Oppenheimer Sammlung umfasst unglaubliche 2400 Geräte zum Flaschenöffnen. Nebenan lagern wertvolle Weine, gekeltert und abgefüllt im 17. Jahrhundert. Sie sind nicht mehr trinkbar, aber dennoch von unschätzbarem Wert. Sammler gäben ihr letztes Hemd für diese Weine aus einer anderen Zeit. Sehenswert ist außerdem allerlei historisches Schädlingsbekämpfungswerkzeug. Meist richtete es sich ge-gen Mäuse. Über die Jahrhunderte waren die Winzer höchst einfallsreich, wenn es darum ging, die ungeliebten Nager loszuwerden. Besucher sollten unbedingt auch einen nicht zu kurzen Blick in die Maschinenhalle werfen. Hier sind mehr als 50 pensionierte Traktoren zu sehen, die ihr gesamtes Arbeitsleben in den Weinbergen verbracht haben.

16 Oppenheim

10 Bingen

Wormser Str. 49, 55276 Oppenheim, Tel. 0 61 33-25 44, www.dwm-content.de, Öffnungszeiten: Di.–Fr. 14-17 Uhr, Sa., So. und an Feiertagen 10-17 Uhr, Preise: 4 Euro (Erw.), 1 Euro (Kinder 7-14 J.)

16. OPPENHEIM

Unterwelt

Oppenheim gibt es gleich zweimal: das sonnige Oppenheim über dem Erdboden mit den bekannten Sehenswürdigkeiten wie der historischen Altstadt, der Katharinenkirche oder dem Deutschen Weinbaumuseum (Ziel 15). Die andere, dunkle Seite Oppenheims liegt unter dem Stadtkern. Der Boden ist von einem weitläufigen Labyrinth aus Gängen und kathedralenartigen Hallen durchzogen, die teilweise sehr verwirrend über- und untereinander angeordnet sind. Die Unterwelt diente als Lagerstätte für Wein und andere verderbliche Güter und entstand sukzessive zwischen dem 12. und 17. Jahrhundert. Bei Rundgängen können Besucher das mehrstöckige Kulturdenkmal erkunden und die besondere Atmosphäre unter der Altstadt in sich aufnehmen. Ein Besuch, der einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Bei Redaktionsschluss war noch offen, in welchem Umfang trotz der Pandemie Führungen stattfinden können. Kurzfristig nach einem Termin fragen.

Merianstraße 2a, 55276 Oppenheim, Infos unter Tel. 0 61 36-9 23 98 22, www.rheinhessen.de, „Kellerlabyrinth“ im Suchfeld eingeben, Preise: 8,50 Euro (Erw.), 5 Euro (Kinder 7-14 J.), 22 Euro (Familien)

17. OPPENHEIM

Beinhaus

Wer die Oppenheimer Unterwelt (Ziel 16) schon unheimlich findet, sollte das Ossarium besser meiden. Hier sind die Knochen Tausender verstorbener Oppenheimer bis unter die Gewölbedecke übereinandergestapelt. Fein säuberlich, damit die Statik stimmt und die meterhohe Wand aus Gebeinen und Schädeln nicht laut klappernd einstürzt. Rund 20 000 menschliche Überreste sind hier zur letzten Ruhe gebettet – eine imposante, gewaltige Wand aus Knochen. Seinen Ursprung hat das Beinhaus im frühen 15. Jahrhundert: Nach einer rund zehnjährigen Liegezeit auf dem Friedhof ging es für die nicht verwesten Überreste in den 70 Quadratmeter kleinen Karner unter der Friedhofskapelle der Katharinenkirche, um auf dem zu knapp bemessenen Friedhof Platz für die vielen an Hunger, Kriegen und Seuchen Verstorbenen zu schaffen. Das ging so bis ungefähr 1750. Da ruhen sie nun in einem Kellergewölbe unter der Michaeliskapelle auf engstem Raum, die Toten von Oppenheim. Die Armen über den Reichen, Jung neben Alt. Männer und Frauen. 20 000 menschliche Skelette. Eindrucksvoll und sehr bewegend. Katharinenstraße 1, 55276 Oppenheim, Tel. 0 61 33-23 81, https://katharinenkirche.ekhn.de, Führungen: ca. 8 Euro (nach jeweiliger Gruppengröße), Öffnungszeiten Katharinenkirche: 8-18 Uhr (Sommer), 9-17 Uhr (Winter)

18. DEXHEIM

Weinberg Weyell

Wolfgang Weyell ist Winzer und Kulturveranstalter in einer Person. Seit 25 Jahren lässt er sich immer Neues einfallen, um die Besucher seines Weinguts zu unterhalten und zu überraschen. Über die Jahre haben Hunderte teils hochkarätige Künstler den kultigen Backstage-Bereich der Winzerfamilie mit dem alten Klavier, dem Biedermeier-Sessel und dem kleinen Spiegeltischchen zu sehen bekommen: Schauspieler, Kabarettisten, Comedians und natürlich Musiker jeder Stilrichtung von Klassik bis Hardrock. Unter dem Label „Kultur auf dem Hof“ laufen hier pro Jahr bis zu 50 Veranstaltungen. Trotz Corona ist auch 2021 künstlerisch sehr gut besetzt. Die Aufführungen finden teils unter freiem Himmel, später im Jahr auch in der zur kleinen Konzerthalle umgebauten Scheune statt. Wer nur auf ein Glas Wein und deftiges Essen bei den Weyells einkehren möchte, ist in der Ex-Kelterhalle richtig. Heute ist sie eine gemütliche Weinstube.

21 Flonheim

Weingut Weyell, Bornstraße 15, 55278 Dexheim, Tel. 0 61 33-50 77 00, https://kadh.de

19. GUNTERSBLUM

Kellerweg

Der rund einen Kilometer lange Gutersblumer Kellerweg ist so etwas wie die längste Weinstube Rheinhessens. Die historische Straße verläuft östlich und westlich vom Julianenbrunnen unterhalb der Weinberge und wird von diversen Weinkellern umsäumt. Genauer: Es sind mehr als 100 (!), einer schöner als der andere, der älteste ist mehr als 400 Jahre alt. Die geballte Wein-Power des Kellerwegs ist einzigartig in Deutschland. Genauso das Kellerwegfest, das in diesem Jahr leider coronabedingt ausfällt. Dennoch ist der Guntersblumer Kellerweg einen Umweg wert. Schon wegen der riesigen Auswahl ausgezeichneter Weine und der besonderen Atmosphäre. Unbedingt sollten sich Urlauber auch eine der „Kuhkapellen“ genannten Weinstuben ansehen, zum Beispiel auf dem Weingut von Heiko Strub. In den kreuzgewölbten, handwerklich anspruchsvollen Hallen waren einst Rindviecher sehr komfortabel untergebracht.

17 Oppenheim

Kellerweg, 67583 Guntersblum, Infos beim Verkehrsverein, Hauptstr. 55, Tel. 0 62 49-8 03 74 85, www.verkehrsvereinguntersblum.de; Weingut Strub, Mittelstraße 3, 67583 Guntersblum, Tel. 0 62 49- 15 73, www.strubwein.de

20. EICH

Altrhein-Erlebnispfad

Der Rhein ist weit mehr als ein wichtiger Wasserweg, an dem alte Burgen stehen. Vor allem ist der Fluss Lebensraum für viele seltene Pflanzen und Tiere. Besonders artenreich ist der Altrhein zwischen Eich und Gimbsheim, ein Totarm des Stroms. Er ist von weitläufigen Schilf-, Moorund Überflutungsflächen sowie Auund Bruchwäldern eingefasst. An seinen Flanken schwappen mehrere Seen, die seltene Vögel zum Brüten und Überwintern nutzen. Das Gebiet steht unter Naturschutz, ist aber über einen Besucherpfad zugänglich. Von hier aus bekommen Besucher Einblicke in die einzigartige Naturlandschaft und Erklärungen, wie das Ökosystem Altrhein funktioniert. Ein Paradies für Naturfreunde und viele seltene Tiere wie Purpurreiher, Rohrschwirl, Gefleckte Smaragdlibelle oder die Knoblauchkröte. Letztere sondert bei Gefahr ein nach Knoblauch riechendes Sekret ab, das ihre Feinde höchst unappetitlich finden.

Startpunkt: Osthofenerstr. 41, 67575 Eich, Parkplatz hinterm Feuerwehrhaus, Infos über das Gemeindetelefon unter 0 62 46-690, www.vg-eich.de

19 Guntersblum

21. FLONHEIM

Trullis

Wurden die rheinhessischen Weinbauern bei der Arbeit im Weinberg von einem Gewitter überrascht, fan-den sie früher Unterschlupf in einem Trullo genannten Rundgebäude mit spitzem Zipfelmütz-Dach. Viele der weißgetünchten Unterstände sind inzwischen verfallen, doch zum Glück haben ein paar Trullis die Zeit überdauert. Allein rund um Flonheim stehen drei gut erhaltene Trullis zwischen den Reben. Das vielleicht schönste Weinberghäuschen thront auf dem Adelberg am Rundwanderweg „Hiwweltour Aulheimer Tal“. Dank der herrlichen Aussicht und einem Tisch mit Bänken ist er der ideale Rastplatz. Ein weiterer Trullo steht nahe der Wendelsbacher Straße im Wiesbachtal. Der Ursprung der Trullis liegt übrigens im Süden Italiens. Schon seit Jahrhunderten suchen die apulischen Weinbauern in den an riesige Zuckerhüte erinnernden Trullis Schutz, in Rheinhessen wurden die ersten im 18. Jahrhundert gebaut. Die seltsamen Mini-Rundhütten sind kleine Landmarken und noch heute sehr nützlich für Wanderer und Winzer, wenn sie von einem Unwetter überrascht werden.

Infos unter Tel. 0 61 36-9 23 98 22, www.rheinhessen.de/a-flonheimer-trullo

22. ALZEY

Hiwwel-Tour

Der gut 160 Kilometer lange Hiwwelweg verläuft in weiten Schleifen durch Rheinhessen und verbindet Bingen, Mainz, Alzey und Worms. „Hiwwel“ steht nicht etwa für Himmel, sondern für Hügel, von denen der Weg angeblich 1000 zu bieten hat. Doch das ist völlig übertrieben, obgleich es auf der Hiwwel-Route häufiger die Weinberge hinauf und wieder hinunter geht. Wanderer und Radfahrer können natürlich an jedem beliebigen Punkt der Strecke ein- oder aussteigen. Ein schöner und wirklich gut zu bewältigender Abschnitt mit wenigen Hiwweln verläuft zwischen Alzey und Worms durchs Zellertal und entlang der Pfrimm. Die Route ist sehr gut ausgeschildert, Verfahren ausgeschlossen. Unterwegs warten Sehenswürdigkeiten wie die Dalsheimer Fleckenmauer (Ziel 24) oder das Dinotherium-Museum in Eppelsheim mit Saurierfossilen. Nicht zu reden von den vielen Straußwirtschaften unterwegs. Typisch Rheinhessen. Ein Schoppen gehört immer dazu.

20 Eich

24 Flörsheim-Dalsheim

Infos bei Rheinhessen-Touristik, Tel. 0 61 36- 9 23 98 22, www.rheinhessen.de/hiwwel-route

23. ALZEY

Atombunker

Ernst-Ludwig-Straße 49, Alzey: In den 1980ern war das die Ausweichadresse der rheinland-pfälzischen Regierung, die gewöhnlich in der Landeshauptstadt Mainz residiert. Der „Zweitwohnsitz“, in den die Landesregierung glücklicherweise niemals einziehen musste, war für den Verteidigungsfall gedacht. Die Raumbelegungspläne hängen noch heute in den sterilen Bunkergängen unter Alzey. Raum 004 im 2. Untergeschoss, knapp neun Quadratmeter klein, war für den damaligen Ministerpräsidenten Bernhard Vogel reserviert. Kein Luxus, aber sicher. Obwohl: Im Ernstfall wäre der Bunker ohne schwere Atomschutztore und Tiefenbrunnen wohl eher zur tödlichen Falle für die Politiker geworden. Bunkertouren führen vorbei an Dienstzimmern der Ministerien, durch Schlafräume und Lagezentren. Der Bunker war bis 1992 in Betrieb, noch heute ist die Technik funktionsfähig. Ein düsterer, aber hochinteressanter Ausflug in die Zeit des Kalten Krieges.

Dokumentationsstätte Ausweichsitz Rheinland-Pfalz, Ernst-Ludwig-Str. 49-51, 55232 Alzey, www.bunker-alzey.de, Preise für eine Führung: 10 Euro (Einzelbesucher), 7 Euro (ermäßigt), Termine siehe Internet

23 Alzey

24. FLÖRSHEIM-DALSHEIM

Fleckenmauer

Das Bauwerk umschließt den Flörsheim-Dalsheimer Ortskern und heißt nicht etwa Fleckenmauer, weil sie schmutzig wäre. Flecken ist schlicht die Bezeichnung für eine Siedlung, die der Ortsteil von Flörsheim einmal war. Immerhin hatte Dalsheim das Marktrecht, ein Privileg im 15. Jahrhundert. Das brachte Wohlstand in den Flecken, der sich zum Schutz vor Feinden eine bis zu zehn Meter hohe Wehrmauer mit sieben Wachtürmen gönnte. Sie steht noch heute, inklusive aller Türme, ist 1100 Meter lang, aus unbehauenem Kalkstein und eine der größten Touristenattraktionen Rheinhessens. Bis 1840 war die Fleckenmauer „in Betrieb“, danach legten die Dalsheimer Ober- und Untertor nieder und verfüllten den vor der Mauer liegenden Graben, wodurch der Wall seine Schutzfunktion verlor. Heute ist das imposante Bauwerk Dalheims ganzer Stolz. Besucher sollten eine Führung buchen, bei der auch Teile der Mauer begehbar sind.

26 Worms-Herrnsheim

Tourist-Info der Verbandsgemeinde, Uhlandstraße 12, 67592 Flörsheim-Dalsheim, Tel. 0 62 43-18 09 16, www.vg-monsheim.de, Anmeldung zur Gästeführung entlang der Fleckenmauer unter Tel. 0 62 43-59 06

25. FLÖRSHEIM-DALSHEIM

Kuhkapelle in der Augenwaide

Ein Stall mit prachtvollem Kreuzgewölbe – im 19. Jahrhundert brachten die Rheinhessen ihr Vieh luxuriös unter. Heute dienen die Kuhkapellen genannten Viehbehausungen anderen Zwecken. Der frühere Winzerhof in der Augenwaide wurde mitsamt seiner schmucken Kuhkapelle zu einem XL-Deko- und Blumengeschäft. Im großen Garten laufen zur Belustigung der Besucher ein paar gut gelaunte Mini-Schweine herum, Kaffee und Kuchen gibt’s im angeschlossenen Café, Obst und Gemüse im Hofladen. Schönster Platz ist unangefochten der im 19. Jahrhundert erbaute Stall mit Kreuzgewölbe: die Kuhkapelle. Ein toller Ort zum Stöbern und Kaufen.

Alzeyer Str. 36, 67592 Flörsheim-Dalsheim, Tel. 0 62 43-229, www.augenwaide-floersheim-dalsheim.de

26. WORMS-HERRNSHEIM

Schloss und Park

Mit ihrem Schloss hatten die Wormser reichlich Pech: 1689, während des Pfälzer Erbfolgekriegs, machten französische Truppen den repräsentativen Bau platt. Der barocke Folgebau von 1714 stand nur 78 Jahre, bis ihn Adam-Philippe de Custine verwüstete. Heute steht Schloss Nummer 3 im herrlichen Schlosspark, ein

eindrucksvoller Bau im Empire-Stil mit Bibliotheksturm und Orangerie. Aktuell bietet die Stadt leider nur Führungen durch den grandiosen, gut zehn Hektar großen englischen Landschaftspark und um das Schloss herum an. Das kann sich aber je nach Pandemie-Situation jederzeit ändern. Website checken!

Schloss und Park Herrnsheim, Hauptstraße 1, 67550 Worms, Tel. 0 62 41-2 50 45, www.worms-erleben.de, Infos zu Führungen siehe Internet

27. WORMS

Nibelungenturm

Die Nibelungensage ist untrennbar mit Worms verbunden. Die meisten Szenen des in Liedversen verfassten Heldenepos aus dem 11. Jahrhundert spielen in der Stadt und dem Umland. So erinnert Worms noch heute vielfach an die Hauptfigur der Sage, Drachentöter Siegfried. Sehr auffällig ist der 1900 erbaute, 53 Meter hohe Nibelungenturm an der Nibelungenbrücke. Der monumentale, achtstöckige Bau war Heimstatt des Brückenwärters, Flakstellung und Pfadfinderzentrum. Mehrere Etagen sind heute für Veranstaltungen buchbar. Besichtigungen sind allerdings nicht möglich. Das Wormser Wahrzeichen ist aber auch von außen ein sehr imposantes Fotomotiv. Zu seinen Füßen können Urlauber in einem der Gasthäuser und Restaurants am Rheinufer sitzen und zu ihm aufschauen. Einer der schönsten Orte in der Nibelungenstadt für einen gepflegten Wein.

Am Rhein 1, 67549 Worms, Tel. 0 62 41-2 41 79, www.nibelungenturm.de

Jens Lehmann

Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte prüfen Sie vor Abreise alle Daten wie Öffnungszeiten und Preise. Wegen der Pandemie kann es zu geänderten Öffnungszeiten oder zeitweisen Schließungen und Absagen von Veranstaltungen kommen.

27 Worms

J

Hier stehen Sie richtig: in Rheinhessen

A CAMPING GUTENBORNERHOF

Die Gegend um Alzey ist sonnenreich und bekannt für guten Wein. Am Gutenbornerhof mit Blick auf die Weinreben finden Weinliebhaber und Wanderfreunde von April bis Ende Oktober einen ruhigen, modernen Stellplatz auf einer eingezäunten Wiese. 24 Plätze bietet das ebene, nachts beleuchtete und teilweise parzellierte Gelände etwas außerhalb von Weinheim. Es grenzt an einen großen Spielplatz. Vor Ort gibt es alles, was Mobilisten brauchen: Strom an jedem Stellplatz, Frischwasserentnahmestelle, Waschbecken, Ver-und Entsorgungsstation, Ausguss für die Toilettenkassette sowie Bodeneinlass auf Rasengitterfläche. Ein Sanitärgebäude mit Toilette und Dusche ist vorhanden. WLAN ist teilweise verfügbar. Hunde sind erlaubt. Um Reservierung wird gebeten. Ab 20 Euro kostet die Übernachtung mit zwei Personen im Wohnmobil. Darin sind Entsorgung, Frischwasser, Toilettennutzung und Duschen enthalten. Für Strom werden pauschal pro Nacht 2 Euro berechnet. Die Innenstadt mit weiteren Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Freibad, Minigolf, Kino und Theater ist mit dem Rad in zehn Minuten zu erreichen. Der Abend kann bei einem Schoppen Wein vom Weingut ausklingen. Tipp: Die Landschaft bei einer Ballonfahrt aus der Vogelperspektive genießen.

GPS-Daten: B: 49.7332, L: 8.0667; 49° 43' 59'' N, 8° 4' 0'' E

B STELLPLATZ AM 72-STUNDENPLATZ GUNTERSBLUM

Inmitten der Hügellandschaft am Ortsrand von Guntersblum gibt es von Anfang April bis Ende Oktober (Ausnahme: vorletztes Wochenende im August) am 72-Stundenplatz einen gebührenfreien, geschotterten Unterschlupf für Reisemobile aller Größen. In der Nachbarschaft befinden sich Tennisplätze und eine Gartenkolonie. Von den insgesamt 16 Stellplätzen auf dem leicht abschüssigen Gelände sind zwölf mit Stromanschluss. Eine Grundausstattung für die Verund Entsorgung mit Frischwasserentnahmestelle, Entsorgung für Abwasser-und Fäkalientanks sowie Ausguss für die Toilettenkassette steht bei frostfreien Temperaturen zur Verfügung. Hunde sind erlaubt. Für 100 Liter Wasser wird 1 Euro berechnet. Je Kilowattstunde Strom fallen 50 Cent an. Der Aufenthalt ist auf fünf Nächte begrenzt. Spielplatz und Grillstelle sind vor Ort. Vom Stellplatz bis zur nächsten Einkaufsmöglichkeit, Imbiss und Restaurant sind es nur wenige Hundert Meter zu Fuß. Bei Tennis, Reiten, Nordic Walking, Wandern und Radfahren wird keine Langeweile aufkommen. Guntersblum liegt am Radfernweg „Veloroute Rhein“ und am „Rheinterrassenweg.“ Das Erlebnisbad „Oppti-Mare“ mit Sauna, Solarium und Restaurant bietet Wasserratten Badespaß. Das nächste Freibad befindet sich im drei Kilometer entfernten Ort Gimbsheim.

GPS-Daten: B: 49.7898, L: 8.3427; 49° 47' 23'' N, 20' 35'' E

PINCAMP

Im Gegensatz zu anderen Buchungsportalen stützt sich Pincamp nicht nur auf Bewertungen, sondern auch auf das ADAC-Klassifikationssystem. Unabhängige Inspektoren prüfen jedes Jahr über 5500 Plätze.

Camping- und Stellplatztipps finden Sie auch in der ADAC-App

C HOFGUT HOLZ Die Seele baumeln lassen können Mobilisten an diesem ruhigen Standort mitten in den Weinbergen direkt an der deutschen Weinstraße. Insgesamt zehn ebene und gepflasterte Plätze auf dem Vorplatz zum Weingut sowie auf einer Wiese bietet das Hofgut Holz in Monsheim. Strom, Frischwasserentnahmestelle und Entsorgungsmöglichkeit für Abwasser-und Fäkalientanks mit Bodeneinlass auf betonierter Fläche, Ausguss für die Toilettenkassette und Spülschlauch sind vorhanden. Toiletten befinden sich im Hofladen des Weinguts. Hunde können auf Anfrage mitgebracht werden. Auf dem gesamten Gelände steht WLAN zur Verfügung. Der Aufenthalt pro Nacht kostet im Wohnmobil inklusive aller Personen plus Vierbeiner 10 Euro. Darin sind Kurtaxe, Strom, Frischwasser, Entsorgung sowie WLAN schon eingepreist. Am Gut gibt es einen Hofladen mit Wein, Nudeln und Marmelade. Weinproben werden angeboten. Weitere Lebensmittel für den täglichen Bedarf sind im 200 Meter entfernten Supermarkt zu bekommen. Imbiss und Straußenwirtschaft sind ebenfalls nur wenige Hundert Meter vom Gut entfernt. Tipp: Ausflug mit dem Rad zur Nibelungenstadt Worms.

GPS-Daten: B: 49.6328, L: 8.1981; 49° 37' 58'' N, 8° 11' 53'' E

D METZIS PANORAMABLICK Ein besonderes Panorama mit weitem Blick über die Weinberge erwartet Mobilisten, die auf dem familiengeführten Stellplatz in Ockenheim Station machen. Ruhig gelegen und umgeben von jungen Bäumen, bietet das Areal 30 Reisemobilen aller Größen ausreichend Platz. Die Standplätze sind geschottert und eben. Frischwasser, Waschbecken, Ver-und Entsorgungsmöglichkeit, Bodeneinlass auf betonierter Fläche neben der Rezeption, separate Entleerungsmöglichkeit für die Toilettenkassette sowie Spülung per Schlauch gehören zur Ausstattung. Zudem gibt es sanitäre Einrichtungen mit Toilette und Dusche sowie eine Sanitärkabine für mobilitätseinschränkte Gäste. Weitere Annehmlichkeiten vor Ort, die Gäste nutzen können, sind Waschmaschine, Trockner, Grillstelle und ein kleiner Kräutergarten. Ein Brötchen- und Metzgerservice wird angeboten. Im Übernachtungspreis von 8 Euro im Wohnmobil inklusive aller Personen plus Vierbeiner sind WLAN und die Entsorgung enthalten. Für 100 Liter Frischwasser kommt 1 Euro hinzu. Strom wird pauschal mit 3 Euro pro Nacht abgerechnet. Duschen ist für 1 Euro möglich. Boule-Platz vor Ort. Bis zum nächsten Frei- und Hallenbad sind es drei Kilometer.

GPS-Daten: B: 49.9472, L: 7.9722; 49° 56' 49'' N, 7° 58' 19'' E

E REISEMOBILHAFEN WIESBADEN Dieser Stellplatz eignet sich für eine Sightseeingtour durch die hessische Landeshauptstadt. Am Kallebad mit Blick auf den Rhein und nach Mainz verweilen Mobilisten auf dem Reisemobilhafen am Ortsrand von Schierstein. Die 40 ebenen Stellplätze für Wohnmobile aller Größen befinden sich auf einer geschotterten Wiese und sind von einem begrünten Erdwall mit Bäumen und Büschen umgeben. Aktuell können nur autarke Fahrzeuge den Platz anfahren. Das Gelände ist nachts beleuchtet und befindet sich in Hörweite der Autobahn und in der Nähe eines Umspannwerkes. Zur Ausstattung gehören Stromanschlüsse, Wasserentnahme-Stelle, Waschbecken, Entleerung von Abwasser- und Fäkalientanks mit überfahrbarem Bodeneinlass sowie separater Ausguss für die Toilettenkassette. Im Übernachtungspreis von 12 Euro pro Wohnmobil ist die Entsorgung eingepreist. 100 Liter Wasser kosten 1 Euro, Strom je Kilowattstunde 50 Cent. Gasflaschen können vor Ort getauscht werden. Hunde sind willkommen. Eine Reservierung ist ab zwei Nächten möglich. Bis zum Bäcker sind es vom Platz aus wenige Hundert Meter. Das Zentrum von Wiesbaden mit Stadtschloss, Kurhaus und größter Kuckucksuhr der Welt ist rund vier Kilometer entfernt. Eine Bushaltestelle ist in der Nähe. Naturliebhaber kommen beim Wandern und Radeln durch den Rheingau auf ihre Kosten.

GPS-Daten: B: 50.0560, L: 8.2111; 50° 3' 21'' N, 8° 12' 39'' E

X C

F REISEMOBILPLATZ AM RHEIN Die Nibelungenstadt Worms hat eine sehenswerte Altstadt. Für einen Stopover bietet sich der ganzjährig geöffnete Reisemobilplatz direkt am Rhein an. Das separate Gelände hat parzellierte Standflächen für bis zu 30 Mobile, Sitzbänke und Tische sowie eine Info-Tafel mit Stadtplan. Der Untergrund ist eben und befestigt. Der nachts beleuchtete Platz ist ausgestattet mit einer Stromversorgung für zwölf Reisemobile. Am 300 Meter entfernten Gasthaus „Hagenbräu“ an der Rheinpromenade gibt es zudem eine Frischwasserentnahme-Stelle mit Chipbetrieb und einen Bodeneinlass für die Entsorgung von Abwasser. Wertmünzen sind für 1 Euro in der Gaststätte erhältlich. Die Toiletten können dort ebenfalls genutzt werden. Eine Entleerung für die Toilettenkassette gibt es nicht. Die Standgebühr wird am Parkscheinautomaten entrichtet und beträgt pro Nacht und Mobil 6 Euro. Für die Stromentnahme kommt bei 6A für acht Stunden oder 10 A für vier Stunden noch 1 Euro hinzu. Vierbeiner sind erlaubt. Das Stadtzentrum von Worms mit Dom und Nibelungenturm ist gut mit dem Bus in 15 Minuten zu erreichen. Eine Haltestelle befindet sich am Platz. Boule-Fans kommen auf der 200 Meter entfernten Boule-Bahn auf ihre Kosten.

GPS-Daten: B: 49.6347, L: 8.3751; 49° 38' 4'' N, 8° 22' 30'' E

G STELLPLATZ „AM RÖMERKASTELL“ Für einen Stadtbummel oder Radund Wandertouren durch das Alzeyer Land eignet sich der Stellplatz „Am Römerkastell“. Der teils schattige und ganzjährig geöffnete Platz befindet sich auf einem nachts beleuchteten Parkplatz und kann rund um die Uhr angefahren werden. Er bietet vier Stromanschlüsse, eine Station für die Versorgung mit Frischwasser und die Entsorgung von Abwasser. Ein Ausguss für das Chemie-WC ist ebenfalls vorhanden. Sechs Wohnmobile können hier auf geschottertem Untergrund stehen – und der Aufenthalt ist gebührenfrei, allerdings auf drei Nächte begrenzt. Die Entnahme von Strom und Wasser erfolgt per Münzsystem. Pro Minute Frischwasser wird 1 Euro erhoben. Strom kostet je Kilowattstunde 50 Cent. Hunde sind am Platz erlaubt. Freibad und Spielplatz befinden sich ganz in der Nähe. Achtung: Die Zufahrt erfolgt über die Jean-Braun-Straße! Die Umgebung bietet vielfältige Genuss- und Einkehrmöglichkeiten und gut ausgeschilderte Rad- und Wanderwege, u.a. neun Rundwanderwege, die sogenannten Hiwweltouren, den Rheinradweg oder Selztalradweg.

GPS-Daten: B: 49.7436, L: 8.1184; 49° 44' 36'' N, 8° 7' 6'' E

H STELLPLATZ FÜR REISMOBILE GAU-ALGESHEIM Gau-Algesheim blickt auf eine über 1200-jährige Weinanbautradition zurück, die Gäste anschaulich erleben können. Der ganzjährig geöffnete, befestigte Platz neben den Sportanlagen kann rund um die Uhr angefahren werden. Er bietet 38 ausschließlich für Wohnmobile markierte, nachts beleuchtete Stellplätze. Straße und Bahnlinie sind in Hörweite, dennoch ist es nachts meist ruhig. Das lang gestreckte Gelände ist durch Büsche und Bäume gegliedert. Zur Ausstattung gehören Ver-und Entsorgungsstation im Eingangsbereich mit Frischwasserentnahmestelle, Entsorgung für Abwasser mit überfahrbarem Bodengitter sowie ein Ausguss für die WC-Kassette. WLAN ist teilweise verfügbar. Vierbeiner sind willkommen. Die Gebühren werden am Kassenautomaten entrichtet und betragen je Wohnmobil inklusive aller Personen plus Vierbeiner 6 Euro. Darin sind Ver-und Entsorgung von Wasser und Abwasser, WLAN und Kurtaxe bereits enthalten. Für Strom kommen pro 24 Stunden noch 2 Euro hinzu. Gasflaschen können vor Ort getauscht werden. Einkaufsmärkte gibt es direkt neben dem Stellplatz. In der fünf Minuten entfernten historischen Altstadt sind außerdem Bäckereien, Post, Eisdielen und Straußenwirtschaften sowie ein Hallenbad zu finden. In Gau-Algesheim wird schon seit 766 Weinbau betrieben. Auf dem Weinlehrpfad können Besucher einen Einblick davon bekommen. Außerdem gibt es einen geoökologischen Erlebnispfad mit seltenen Pflanzenund Tierarten.

GPS-Daten: B: 49.9636, L: 8.0113; 49° 57' 48'' N, 8° 0' 40'' E

I WEINGUT THEO UND DIANA GEHRING Einen weiten Blick ins Tal und auf den Schlossturm von Schwabsburg haben Gäste hier: Ein bisschen toskanisches Flair verbreitet die Landschaft rund um das ruhig und etwas abseits gelegene Weingut der Familie Gehring in der Nähe von Nierstein. Mitten in den Weinbergen befinden sich ganzjährig 30 Stellplätze für Reisemobile aller Größen. Derzeit können nur autarke Fahrzeuge den Platz anfahren. Die Standflächen befinden sich auf einer befestigten, leicht geneigten Schotterwiese auf zwei Terrassenstufen. Die Plätze sind nachts beleuchtet und rund um die Uhr das ganze Jahr über geöffnet. Hunde sind erlaubt. Zur Ausstattung gehören Stromanschluss, Frischwasserentnahmestelle, Waschbecken, Ver-und Entsorgungsstation mit Bodeneinlass und separatem Ausguss für die Toilettenkassette. Brötchenservice vor Ort. Im Preis ab 15 Euro pro Nacht im Wohnmobil inklusive aller Personen ist die Kurtaxe, Entsorgung und Wasser enthalten. Die Weinwirtschaft bietet u.a. ein Wohnmobil-Dinner an, in der Vinothek können Weine vom Gut probiert werden. Zum Einkaufen ist es nur ein kurzer Fußweg. Der Ort ist 1,5 Kilometer entfernt. In der Freizeit bieten sich Bootstouren, Radfahren und Wandern an. Kultur und Genuss können Wanderfreunde auf dem Rhein-Terrassenweg oberhalb des Rheins erleben.

GPS-Daten: B: 49.8565, L: 8.3248; 49° 51' 23'' N, 8° 19' 29'' E

J WOHNMOBILPARK BINGEN Zwischen Rhein und Rochusberg mitten im Naturschutzgebiet Rheinauen finden Mobilisten im Wohnmobilhafen Ruhe und Erholung. Auf dem eingezäunten, nachts beleuchteten Parkgelände im Stadtteil Gaulsheim steht ihnen alles zur Verfügung, was sie für einen angenehmen Aufenthalt brauchen: Insgesamt 40 Stellplätze auch für überlange Reisemobile gibt es auf dem befestigten, mit Fahrspuren aus Rasengittersteinen und Wiese angelegten Areal. 36 Plätze davon sind mit einer eigenen Versorgungssäule für Strom und Wasser ausgestattet. Zudem gibt es eine zentrale Frischwasserentnahmestelle. Die meisten Standplätze haben auch einen eigenen Anschluss zur Entsorgung von Grauwasser. Eine zentrale Entsorgungsmöglichkeit mit Bodeneinlass für Abwasser und ein weiterer, abgedeckter Bodeneinlass für Fäkalien befinden sich im Zufahrtsbereich des Platzes. WLAN ist überall verfügbar. Toilette und Duschen können gegen Gebühr im benachbarten Campingplatz mitgenutzt werden. Hunde sind angeleint erlaubt. Ein Brötchenservice wird angeboten. Für die Über-nachtung im Wohnmobil inklusive aller Personen plus Vierbeiner werden 9,50 Euro berechnet. Darin sind Entsorgung, Frischwasser und WLAN eingepreist. Für Strom kommen pauschal pro Nacht noch 3 Euro hinzu. Die Aufenthaltsdauer ist auf zehn Nächte begrenzt. Es kann reserviert werden. Gastronomie, verschiedene Einkaufsmöglichkeiten und eine Bushaltestelle befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Stellplatz. Das Binger Stadtzentrum ist 2,5 Kilometer entfernt. Tipp: Geschichte pur können Besucher der Hildegard-von Bingen-Ausstellung im Museum am Strom und in der Basilika Sankt Martin erleben, die auf den Fundamenten eines römischen Tempels steht.

A

GPS-Daten: B: 49.9688, L: 7.9441; 49° 58' 7'' N, 7° 56' 38'' E

K WOHNMOBILSTELLPLATZ MAINZ Dieser Stellplatz punktet durch seine Nähe zur Mainzer Innenstadt. Das begrünte Gelände befindet sich am Rand eines großen Parkplatzes, ist nachts beleuchtet und bietet 56 Reisemobilen aller Größen ausreichende, teils parzellierte Standflächen auf geschottertem Untergrund. Es ist ganzjährig geöffnet, abgeschirmt durch einen einseitigen Erdwall und kann das ganze Jahr über angefahren werden. Frischwasser, Strom, Entsorgung über einen abgesenkten Bodeneinlass mit großer Rangierfläche und Ausguss für die Toilettenkassette sowie WLAN sind vorhanden. Die Entsorgung und WLAN sind im Übernachtungspreis von 12 Euro je Wohnmobil inklusive aller Personen plus Vierbeiner enthalten. 100 Liter Wasser kosten 1 Euro. Für Strom fallen je Kilowattstunde 50 Cent an. Der Aufenthalt ist auf sieben Nächte begrenzt. Supermarkt, Restaurants und Geschäfte sind nur wenige Schritte vom Platz entfernt. Mainz bietet eine über 2000 Jahre alte Geschichte mit dem bekannten Dom, Kirchen und Museen. Bei einer Schifffahrt auf dem Rhein, z.B. zur Loreley oder nach Frankfurt, kann die imposante Landschaft von der Wasserseite entdeckt werden.

D

GPS-Daten: B: 49.9989, L: 8.2469; 49° 59' 55'' N, 8° 14' 48'' E

I

L WOMOLAND OPPENHEIM Innenstadtnah und dennoch direkt am Naherholungsgebiet „Oppenheimer Aue-Wäldchen“ befindet sich der Stellplatz am Fest-und Verkehrsübungsplatz. Er ist durch Büsche und Bäume vom angrenzenden Wohngebiet und der Hochwasserschutzmauer getrennt. Der für Wohnmobile reservierte, nachts beleuchtete Bereich ist von Anfang April bis Ende Oktober geöffnet – außer zwei Wochen zu Pfingsten wegen eines Festes. In dieser Zeit steht direkt am Rheinufer ein Ausweichplatz zur Verfügung. Es gibt 15 Stellflächen auf gekiestem Untergrund. Am Platz gibt es Stromanschlüsse, Frischwasser-Entnahmestelle, Ver- und Entsorgungsstation sowie einen Ausguss für das Chemie-WC. Der Aufenthalt im Wohnmobil mit allen Personen plus Hund wird mit 7 Euro berechnet. Darin ist die Kurtaxe, Entsorgung und Frischwasser enthalten. Strom kostet pro Tag pauschal 3 Euro. Imbiss und Restaurant befinden sich in der Nähe. Bis zum Hallenbad sind es 500 Meter. Bäcker, Supermarkt, Restaurants sind nur wenige Hundert Meter entfernt. Die mittelalterliche Altstadt mit historischem Kellerlabyrinth, Burgruine und Katharinenkirche ist sehenswert.

GPS-Daten: B: 49.8570, L: 8.3654; 49° 51' 25'' N, 8° 21' 55'' E

Lesen Sie im nächsten Heft:Die besten Ziele und Stellplätze in Köln, Bonn und Düsseldorf