Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 29 Min.

DIE BESTEN ZIELE UND STELLPLATZE IN DRESDEN, IM ERZGEBIRGE UND IN DER SACHSISCHEN SCHWEIZ


Auto Bild reisemobil - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 11.10.2019
Artikelbild für den Artikel "DIE BESTEN ZIELE UND STELLPLATZE IN DRESDEN, IM ERZGEBIRGE UND IN DER SACHSISCHEN SCHWEIZ" aus der Ausgabe 10/2019 von Auto Bild reisemobil. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Auto Bild reisemobil, Ausgabe 10/2019

Das Basteigebiet mit seinen 1100 Felssäulen ist ein Kletterparadies für Einsteiger und Profis (Ziel 23). Tolle Aussicht ist garantiert


Für den Wiederaufbau der Frauenkirche (Ziel 10) spendete auch Queen Elizabeth II.


STADT, LAND, FLUSS RUND UM DRESDEN

In der Gunst der Städtetouristen hat sich Dresden im Deutschlandvergleich auf Platz fünf vorgearbeitet. Im vergangenen Jahr zählte Sachsens Landeshauptstadt rund sechs Millionen Übernachtungen. Nur Berlin, München, Hamburg und Köln liegen noch vor Elbflorenz. Besucher aus der ganzen Welt lockt nicht nur die barocke Pracht mit Frauenkirche, Zwinger und ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 4,49€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Auto Bild reisemobil. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 10/2019 von HINGUCKER: THE EAGLE HAS LANDED. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
HINGUCKER: THE EAGLE HAS LANDED
Titelbild der Ausgabe 10/2019 von Der neue Boss bei Hymer: BOB, DER BAUMEISTER. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Der neue Boss bei Hymer: BOB, DER BAUMEISTER
Titelbild der Ausgabe 10/2019 von HYBRID-CAMPER: Alles Neue bringt der Herbst. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
HYBRID-CAMPER: Alles Neue bringt der Herbst
Titelbild der Ausgabe 10/2019 von FORD BIG NUGGET: Eine Nummer größer, bitte!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
FORD BIG NUGGET: Eine Nummer größer, bitte!
Titelbild der Ausgabe 10/2019 von Herzlich willkommen zur: SCHNÄPPCHENSAISON!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Herzlich willkommen zur: SCHNÄPPCHENSAISON!
Titelbild der Ausgabe 10/2019 von FAHRBERICHT: DETHLEFFS GLOBELINE AUF MERCEDES: ZURÜCK ZU DEN WURZELN. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
FAHRBERICHT: DETHLEFFS GLOBELINE AUF MERCEDES: ZURÜCK ZU DEN WURZELN
Vorheriger Artikel
COBRA-11-STAR: DANIEL ROESNER: MIT VOLLGAS IN EIN NEUES LEBEN
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Menschen und ihre Mobile (41): Die machen uns glücklich!
aus dieser Ausgabe

... Semperoper in die Stadt. Auch das Dresdner Umland liefert genügend Gründe für eine Extratour in Deutschlands Südosten. Wandern und Klettern in der Sächsischen Schweiz und im Erzgebirge sind beliebt wie nie. Dazu gibt’s Dutzende Schlösser und Kultur satt – und zur Stärkung Spezialitäten wie „Ardäppelklitscher“ und sächsischen Wein von den Elbhängen. Ein StadtLandFlussTrip rund um Dresden.

3Lößnitzdackel


1. MEISSEN: Porzellanmanufaktur

Die teuerste je in Deutschland versteigerte Porzellanfigur kommt – natürlich – aus der weltberühmten Manufaktur in Meißen. Eine von Modelleur Johann Gottlieb Kirchner (1706 bis 1768) entworfene schielende Löwin wechselte 2011 für 1,1 Millionen Euro den Eigentümer. Die in schlichtem Weiß gehaltene Raubkatze ist nicht gerade hübsch, aber mit 74 Zentimeter Größe eine absolute Rarität. Jetzt steht die von August dem Starken um 1730 in Auftrag gegebene Skulptur in der Glasvitrine eines japanischen Sammlers. Wie Porzellanschätze wie die schielende Löwin entstehen, ist in der Meißener Schauwerkstatt nahe Dresden zu sehen. Hier werden Porzellane in reiner Handarbeit hergestellt. Alle 30 Minuten startet eine Führung durch die Werkstatt. Besucher erfahren, wie die Stücke gefertigt werden und was Dreher, Bossierer, Aufund Unterglasurmaler damit zu tun haben. Ein toller Einblick in die Produktion des „weißen Goldes“.
► Erlebniswelt Haus Meißen, Talstraße 9, 01662 Meißen, 0 35 2146 82 06, www.erlebnisweltmeissen. com ► Öffnungszeiten: tägl. 9 bis 18 Uhr, November bis März kürzer ► Preise: 10 Euro (Erw.), 6 Euro (Kinder von 6 bis 18 Jahre), ► 23 Euro (Familien)

2. RADEBEUL: Staatsweingut Wackerbarth Wackerbarth

Zwischen Riesa und Pirna entlang der Elbe erstreckt sich Sachsens kleines, aber feines Weinanbaugebiet. Es ist das kleinste in ganz Deutschland. Mancher Tropfen aus Sachsen hat es inzwischen zu großen Ehren gebracht. Darunter auch Weine des Staatsweinguts Schloss Wackerbarth. Europas erstes Erlebnisweingut hat neben anderen Sorten Riesling, Scheurebe, Kerner, Grauund Weißburgunder im Ausschank. Verkostungen sind während Weinbergwanderungen und Führungen möglich. Bei der Gelegenheit bekommen Besucher auch gleich einen intensiven Eindruck von dem einzigartigen barocken Schlossensemble, in dem schon August der Starke im 18. Jahrhundert feudale Gelage feierte. Sehr gemütlich sind die Weinproben im Schlossgasthaus mit Blick auf die Weinberge. Zum Wein gibt es passende Spezialitäten, von Oktober bis zum Jahreswechsel ist Wildund Geflügelsaison. Übrigens können die Sachsen auch Sekt: Im vergangenen Jahr ging der „Deutsche Sekt Award“ des Fachmagazins „Vinum“ und dem „Verband der traditionellen klassischen Flaschengärer“ an Schloss Wackerbarth.
► Wackerbarthstraße 1, 01445 Radebeul, Tel. 03 518 95 50, www.schlosswackerbarth. de ► Weinführungen: mehrmals tägl. von April bis Dezember, übrige Zeit Di. bis So. jeweils um 14 Uhr ► Preise 3erWeinprobe: 12 Euro (Erw.), 6 Euro (Kinder von 7 bis 15 J.). Für Kinder gibt’s Traubensaft.

3. RADEBEUL: Lößnitzdackel

In Sachsen leben knapp 124 000 Hunde, einer davon ist der Lößnitzdackel. Allerdings unterscheidet er sich doch sehr von seinen Artgenossen. Wenn die Sachsen über ihren Lößnitzdackel sprechen, geht es nicht etwa eine spezielle Hundezüchtung. Es ist die liebevolle Bezeichnung für die Lößnitzgrundbahn. Der Zugverband erinnert in seiner lang gezogenen Form an einen Dackel, daher der Kosename. Die Dampflok mit historischen Personenwagen im Schlepptau stampft ganzjährig vom Bahnhof RadebeulOst durch die Weinberge der Hoflößnitz und die Waldund Teichlandschaft um Moritzburg bis Radeburg und retour. Besonders beliebt sind die Weinschoppenfahrten, bei denen nicht nur die Lok, sondern auch der ein oder andere Fahrgast ordentlich Dampf auf den Kessel bekommt. Es geht aber natürlich auch ganz ohne Alkohol. Den meisten Passagieren reicht schon der berauschende Anblick der Weinberge rund um Radebeul.
► Bahnhof RadebeulOst, Am Alten Güterboden/Sidonienstraße, 01445 Radebeul, Tel. 0 37 3315 10, www.loessnitzgrundbahn.de ► Preisbeispiel Tageskarte: 18 Euro (Erw.), 9 Euro (Kinder), 39 Euro (Familien)

4. MORITZBURG: Schloss Moritzburg

Friedrich August I. (1670 bis 1733), besser bekannt als August der Starke, ging nicht nur als Pomp und große Auftritte liebender Herrscher über Sachsen und PolenLitauen in die Geschichte ein. Er war auch ein recht kauziger Zeitgenosse. So ließ der gebürtige Dresdner im prachtvollen Schloss Moritzburg ein ganzes Zimmer mit Federn ausstaffieren und wurde so zum Albtraum aller Raumausstatter des Barock. Für das mit bunten Federn überzogene Prunkbett, den federleichten Baldachin darüber und die filigranen gefiederten Wandteppiche mussten ungezählte Fasane, Hühner, Pfauen und Eichelhäher Federn und ihr Leben lassen. Augusts ausgefallener Geschmack und sein ausschweifendes Partyleben sind auch fast 300 Jahre nach seinem Tod im ganzen Barockschloss gegenwärtig. Zum Beispiel in den prachtvollen, teils mit ledernen Tapeten verzierten Sälen oder in der riesigen Jagdtrophäenausstellung. Während einer Führung (nach Anmeldung, Tel. 03 52 0787 30) erfahren Besucher zudem allerlei Seltsames über den schillernden Sachsen: Auf dem Schlossteich ließ August beispielsweise Seeschlachten inszenieren. Durch einen Teil des Schlossparks streiften angeblich einst Tiger und andere Raubkatzen: August gönnte sich einen kleinen Privatzoo mit exotischen Tieren.
► Schlossallee, 01468 Moritzburg, Tel. 03 52 078 73 18, www.schlossmoritzburg. de ► Öffnungszeiten: tägl. 10 bis 18 Uhr, im Winter kürzer ► Preise Barockausstellung und Federzimmer: 8 Euro (Erw.), 1 Euro (Kinder 6 bis 16 J.)

5. DD-Hellerau: Gartenstadt

Die Idee war revolutionär: In der Gartenstadtsiedlung Hellerau wollte Möbelfabrikant und Sozialreformer Karl Schmidt Wohnen, Arbeiten, Kultur, Bildung und Natur in einem Quartier zusammenführen. Herzstück der 1908 vom Münchner Architekten Richard Riemerschmid umgesetzten Siedlung waren die Hellerauer Werkstätten, kleine Arbeiterwohnhäuser, ein Marktplatz und Geschäfte, Arztpraxen, Schule, Wasch- und Badehaus sowie Wohnheime für Ledige und Schüler. Kurz darauf kam ein gigantisches Festspielhaus hinzu, das schnell zur Pilgerstätte für Europas Kulturelite wurde. Franz Kafka, Emil Nolde, George Bernard Shaw und viele andere kamen bis Mitte der 1910er-Jahre zu den jährlichen Festspielen nach Hellerau. Auch heute noch ist das Festspielhaus im Dresdner Norden eine der wichtigsten Kulturstätten der Stadt, die Werkstätten zählen mittlerweile zu den renommiertesten Adressen für Innenausbau in ganz Europa. Die Siedlung mit ihren cremefarbenen Häusern ist bewohnt und sehr sehenswert. Dank der aufgelockerten Bauweise mit viel Grün ist die Gartenstadt zu einer begehrten Wohnlage aufgestiegen, die jederzeit auf eigene Faust zu besichtigen ist. Dabei helfen die Infos, die der Bürgerverein Hellerau im Internet zusammengestellt hat. Besser ist es aber, eine Führung durch Deutschlands älteste Gartenstadt zu buchen. Außerdem ist immer freitags von 14 Uhr an eine einstündige Besichtigung des Festspielhauses über www.hellerau. org/de/fuehrungen buchbar.
► Bürgerverein Hellerau, Am Grünen Zipfel 2, 01109 Dresden, www.hellerau-buergerverein.de, Führungen buchen unter Tel. 03 51-8 80 47 03 ► Preis Führungen Festspielhaus: 6 Euro (Erw.), 4 Euro (ermäßigt)

5Gartenstadt


7Gemäldegalerie Alte Meister


6. DD-Friedrichstadt: Nightwalk

Zwinger, Semperoper, Frauenkirche – das ist die eine, die weltbekannte Seite der sächsischen Metropole. Doch wenn es Nacht wird in Elbflorenz, zeigt Dresden sein zweites Gesicht: die vielen Clubs, Restaurants und Kneipen in der Neustadt. Die Nightwalk-Tour verläuft abseits der üblichen Touristenrouten und mitten hinein ins nächtliche Herz der Sachsenmetropole. Weitere interessante Alternativstadtführungen informieren über die lebendige Dresdner Streetart-Szene oder führen hoch hinaus: Ein Guide zeigt Besuchern die Stadt von oben. Der Trip führt auf Burgen, Dachterrassen und Dächer. So haben selbst die meisten Dresdner ihre Stadt noch nie gesehen.
► Tourinfos bei Nightwalk Dresden, Fritz-Reuter-Straße 13, 01097 Dresden, Tel. 01 72-7 81 50 07, www.nightwalk-dresden.de ► Preisbeispiel Nightlife-Führung: 17 Euro inkl. eines Getränks

12Pfunds Molkerei


7. DD – Innere Altstadt: Gemäldegalerie Alte Meister Alte Meister

Zwei Stockwerke des weltberühmten Museums sind aktuell zwar wegen Umbauarbeiten geschlossen. Dennoch sind die Glanzlichter der Gemäldegalerie in einer Sonderausstellung im Zwinger zu sehen. Sie zeigt so etwas wie das Konzentrat der insgesamt 3800 Kunstwerke umfassenden Sammlung. Dazu zählen natürlich auch Raffaels „Sixtinische Madonna“ aus dem frühen 16. Jahrhundert, die auf Laken dahingegossene Nackte von Giorgione mit dem Titel „Schlummernde Venus“ sowie Werke anderer großer alter Meister wie Dürer, Holbein, Rubens oder Rembrandt. Lokalkolorit liefert Bellotto mit seiner Ansicht der Dresdner Stadtsilhouette. Wer mehr sehen möchte als das „Best of“ im Zwinger muss noch bis zum 7. Dezember warten, wenn der Semperbau nach mehrjähriger Sanierung wiedereröffnet wird. Natürlich sind dann viele weitere Schätze der Sammlung zu sehen, die im Moment noch in den Magazinen schlummern. ◊ Theaterplatz 1, 01067 Dresden, Tel. 03 51-49 14 20 00, www.skd.museum ◊ Öffnungszeiten: Di. bis So. 10 bis 18 Uhr; Ausstellung endet am 3. November 2019 ◊ Preise: 6 Euro (Erw.), 4,50 Euro (ermäßigt)

8. FREITAL: Semmeringbahn

Auf Deutschlands erster Gebirgsbahn von 1856 rumpelten mehr als 100 Jahre lang mit Steinkohle beladene Schüttgutwaggons. Streng genommen heißt die Semmeringbahn schlicht Windbergbahn, benannt nach dem Berg, aus dem früher die Kohle kam. Den heute üblichen Beinamen Sächsische Semmeringbahn bekam sie verpasst, weil es auf ihren Gleisen rundgeht wie auf der echten Semmeringbahn in Österreich: Die Strecke windet sich in vielen abenteuerlich engen Bögen vom Dresdner Stadtrand bergauf nach Gittersee. Alles wie im Hochgebirge. Dank des Vereins Sächsische Museumseisenbahn Windbergbahn rollen seit 2010 nach längerer Betriebspause wieder Sonderzüge auf dem sanierten Teil der historischen Strecke. Wegen Gleisschäden müssen die Eisenbahnfreunde derzeit aber eine Fahrtpause einlegen. Als Ersatz steht Besuchern das mechanische Stellwerk offen, inzwischen ebenso Vereinseigentum wie ein alter Personenwagenfuhrpark. Einen umfassenden Überblick über die Gebirgsbahn und ihre Geschichte verschaffen sich Eisenbahnfreunde am besten im Bahnhof Dresden-Gittersee. Hier informiert eine ständige Ausstellung über die traditionsreiche Windbergbahn. ◊ Hermann-Michel-Straße 5, 01189 Dresden, Tel. 03 51-4 01 34 63, www.saechsische-semmeringbahn.de

9. DD – Innere Altstadt: Sophienkeller

Ein echter Dresdner Sauerbraten nimmt zunächst ein bis zu sieben Tage (!) langes Vollbad in Buttermilch, die mit Lorbeer, Nelken, Wacholder etwas Piment und Pfeffer gewürzt ist. Danach geht’s für den ausgiebig Gebadeten mindestens drei Stunden zum Schmoren in den Topf und schließlich – in nicht zu dünne Scheiben geschnitten – mit einem Kartoffelkloß und Apfelrotkohl auf den Teller. Wie der superzarte Braten schmeckt, können Dresden-Touristen im rustikalen Gewölbe des Sophienkellers in der Altstadt gegenüber dem Zwinger testen. Hier wird der Braten an herzhafter Rosinensoße serviert, den Kloß gibt’s als Extra mit reichlich Semmelbutter übergossen. Als Absacker empfiehlt sich eine „Coselträne“, ein giftgrüner Kräuterlikör, der traditionell aus einem kleinen Trichter getrunken wird. Der Sophienkeller gehört wie der Pulverturm zum klassisch-touristischen Restaurantprogramm für Dresden-Besucher. Etwas Folklore gehört nun mal dazu. ◊ Taschenberg 3, 01067 Dresden, Tel. 03 51-49 72 60, www.sophienkeller-dresden.de ◊ Öffnungszeiten: tägl. 11 bis 1 Uhr

10. DD – Innere Altstadt: Frauenkirche

Auferstanden aus Ruinen … Die Nationalhymne der DDR nahm die Geschichte der Dresdner Frauenkirche quasi vorweg: Mitte Februar 1944 im Bombenhagel der Alliierten und im anschlie- ßenden Feuersturm untergegangen, wurde das Dresdner Wahrzeichen ab 1994 wiederaufgebaut. Seit 2005 steht die Frauenkirche wieder am Neumarkt. Die Finanzierung übernahmen Fördervereine und Spender aus aller Welt, darunter der US-Trust Friends of Dresden und der britische Dresden-Trust. Auch Queen Elizabeth II. spendete persönlich Geld für den Wiederaufbau. Heute gilt der Kuppelbau als Symbol der Versöhnung zwischen den einstigen Kriegsgegnern und absolutes Pflichtziel für Dresden-Besucher. Das gilt auch für die Semperoper, nur wenige Schritte von der Kirche entfernt. ◊ Besucherdienst, Georg-Treu-Platz 3, 01067 Dresden, Tel. 03 51-65 60 61 00, www.frauenkirche-dresden.de ◊ Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 9 bis 18, Sa. bis 15 Uhr ◊ Preise Kuppelaufstieg: 8 Euro (Erw.), 5 Euro (ermäßigt), 20 Euro (Familien)

11. DD-Altstadt: Hygienemuseum

Anno 1912 war die morgendliche Dusche in Deutschland noch nicht verbreitet. Es mangelte an Duschbädern in Privathaushalten und der nötigen Bildung in Sachen Hygiene. Dies wollte Odol- Fabrikant Karl August Lingner ändern und eröffnete die „Volksbildungsstätte für Gesundheitspflege“. Neben Informationen zur klassischen Körperreinigung vermittelte die Einrichtung Kenntnisse in der menschlichen Anatomie und damals geltende Ernährungsweisheiten. Diesem Themenmix ist das Hygienemuseum im Kern treu geblieben. Neu ist die moderne, top durchdachte Präsentation: So können Besucher an einem gläsernen Modell eines Menschen die Anatomie studieren und an interaktiven Stationen den eigenen Körper erfahren. Hinzu kommen immer wieder überraschende Wechselausstellungen zu Themen wie Glück, Sex, Sport, Leidenschaft oder Tod. Ein sehr interessantes Museum auch und gerade für Kinder. ◊ Lingnerplatz 1, 01069 Dresden, Tel. 03 51-48 46-4 00 ◊ Öffnungszeiten: Di. bis Sa. 10 bis 18 Uhr, www.dhmd.de ◊ Preis: 9 Euro (Erw.), 4 Euro (ermäßigt), 14 Euro (Familien); Jugendliche bis 16 J. frei

9Sophienkeller


12. DD-Äußere Neustadt: Pfunds Molkerei

Die traditionsreiche Molkerei wirbt damit, den schönsten Milchladen der Welt zu betreiben. Geht’s auch eine Nummer kleiner? Nein, auf keinen Fall! Der Laden ist eine Sensation. Er ist komplett mit handbemalten Villeroy-&-Boch-Fliesen im Stil der Neorenaissance ausgestattet. Wie durch ein Wunder überstand das Geschäft aus dem späten 19. Jahrhundert die Bombardierung der Stadt völlig unbeschadet. Berühmt ist Pfunds zudem für seinen delikaten Rohmilchkäse sowie Kreationen aus Ziegen- und Schafmilch, die Besucher bei regelmäßigen Verkostungen mit einem Gläschen sächsischem Wein genießen können. Wahlweise lassen sich die Spezialitäten auch mit einem Glas frischer Vollmilch herunterspülen. Ein Muss für Gourmets und Jäger essbarer Souvenirs. ◊ Bautzner Str. 79, 01099 Dresden, Tel. 03 51-80 80 80, www.pfunds.de ◊ Öffnungszeiten: Mo.–Sa. 10–18, So. 10–15 Uhr ◊ Preis Käseverkostung: ab 13,50 Euro

13. DD-Radeberger Vorstadt: Brauhaus am Waldschlösschen

Das rustikale Lokal gehört zu den liebsten Ausflugszielen der Dresdner. Je nach Wetter sitzen Besucher auf der großen Terrasse unter schattigen Kastanien und genießen die Aussicht, oder sie suchen sich ein Plätzchen im gemütlichen Gastraum. Viele kommen wegen des süffigen hausgebrauten Bieres. Biertrinker haben die Wahl zwischen dem hellen, originalen Waldschlösschen, Dunkel, trübem Zwickel und Hefeweizen. Hinzu kommen je nach Jahreszeit besondere Spezialitäten. Wie das Waldschlösschen gebraut wird, erklärt und zeigt der Braumeister Besuchern bei einer der mehrmals täglich startenden Brauereiführungen. Die Küche im Waldschlösschen ist deftig und sehr lecker. Zu den Klassikern zählen „Frische Pichelhaxe“ aus dem Rohr und die knusprig gebratene Schweinshaxe auf original Waldschlösschen-Dunkelbier- Soße. Ein herrliches Ausflugslokal für Biertrinker und den großen Hunger. ◊ Am Brauhaus 8B, 01099 Dresden, Tel. 03 51-6 52 39 00, www.waldschloesschen.de ◊ Öffnungszeiten: Mo.–Do. 12–23, Fr. u. Sa. 11–24, So. 11–23 Uhr ◊ laufende Brauereiführungen Mo.–Sa. 11–17 Uhr

13Brauhaus am Waldschlösschen


15Standseilbahn


14. DD-Loschwitz: Schloss Albrechtsberg

Dass Liebe Berge versetzen kann, ist eine bislang unbewiesene These. Die Sachsen haben nun immerhin den Beweis erbracht, dass sie zumindest Steine versetzen kann. Prinz Albrecht von Preußen (1809–1872) ließ Schloss Albrechtsberg nur erbauen, um eine zweite Frau, Rosalie von Rauch, ehelichen zu können. In Preußen war an ein Zusammenleben des Paares nicht zu denken, weil Rosalie von niederem Stand und pikanterweise zuvor Hofdame bei Albrechts erster Gattin, Prinzessin Marianne, gewesen war. So mussten sich die Liebenden einen Wohnsitz außerhalb Preußens schaffen. Das wuchtige, spätklassizistische Schloss entstand in vier Jahren Bauzeit bis 1854 und war ein sehr repräsentatives Zuhause für Albrecht und seine neue Angebetete. Der Gartensaal im Erdgeschoss führt auf die opulente Südterrasse und ist mit Stadtansichten Kairos, Konstantinopels und anderer Metropolen verziert. Für Herrengesellschaften gab es einen Billardsaal, für Nachmittagsgesellschaften ein Teezimmer und überhaupt eine Vielzahl repräsentativer Räume wie Kronensaal, Spiegelsaal und diverse Salons für unterschiedlichste Anlässe. Als Krönung gönnte sich Albrecht eine gigantische Wellness-Oase: das türkische Bad mit Marmor-Bassin, einen von sechs Säulen gestützten Baldachin und allerlei maurischen Stuck. Für seine Rosalie war Albrecht eben nichts zu teuer. Merke: Wo die Liebe hinfällt, entsteht manchmal ein prächtiges Schloss. ◊ Bautzner Str. 130, 01099 Dresden, Tel. 03 51-8 11 58 21, www.schloss-albrechtsberg.de ◊ Termine für monatliche öffentliche Schlossführungen siehe Internet ◊ Preise: 8 Euro (Erw.), 6 Euro (ermäßigt), Kinder bis 6 J. frei

15. DD-Loschwitz: Standseilund Schwebebahn

Hochfahren und runtergucken! Das ist das einfache Motto der Dresdner Bergbahnen. Die Standseilbahn von 1895 erspart Fußgängern den doch ziemlich steilen Aufstieg vom Körnerplatz hinauf in das Dresdner Villenviertel Weißer Hirsch. Die führerlose Schwebebahn von 1901 nebenan befördert Passagiere in viereinhalb Minuten nach Oberloschwitz. Doch für die meisten Fahrgäste ist der Weg das Ziel. Sie kommen nicht nach Loschwitz, um einfach nur irgendwie nach oben befördert zu werden. Es geht ihnen um die Technik und das einzigartige Fahrgefühl, wenn sich die beiden Bahn-Opas den Elbhang hinaufquälen. Und natürlich um die Aussicht über das Elbtal. Die ist übrigens von der Bergstation der Schwebebahn aus am besten. Hier befördert ein Panoramaaufzug Gäste auf die Aussichtsplattform auf dem Turm des Maschinenhauses. Tipp: ein Tässchen Kaffee mit Kuchen im Café Schwebebahn mit Blick über Elbtal und Blaues Wunder. So nennen die Dresdner ihre geliebte Loschwitzer Brücke, Baujahr 1893. Sie passt auch altersmäßig perfekt zu den beiden Veteranen-Bahnen. ◊ Pillnitzer Landstraße 5, 01326 Dresden, Tel. 03 51-8 57 24 10, www.dvb.de ◊ Öffnungszeiten: täglich 9.30–20 Uhr, bis 3. 11. fährt die Standseilbahn freitags, samstags und feiertags bis 22.23 Uhr ◊ Preise Berg-und-Tal-Fahrt: 5 Euro (Erw.), 3 Euro (ermäßigt)

16. DD-Altstadt: Großer Garten

Wie so vieles in und um Dresden geht auch der Große Garten am östlichen Altstadtrand vor allem auf August den Starken zurück. Er trieb den Ausbau der schon existierenden Grünfläche zu einem riesigen Park voran. In seinem Zentrum thront das 1680 errichtete, frühbarocke Sommerpalais, zu seinen Füßen liegen der Palaisteich und symmetrische Baumreihen, die sich als Hauptallee schnurgerade durch den aufwendig mit Blumen bepflanzten Garten ziehen. Echte Hingucker sind die 22 verbliebenen Skulpturen und Schmuckvasen, von denen es hier einst mehr als 150 gab. Durch die Idylle dampft die kleine Parkeisenbahn, mit der sich der Große Garten ganz in Ruhe erkunden lässt. Doch das geht natürlich auch zu Fuß. Dresdens größte Parkanlage ist knapp zwei Kilometer lang und bis zu 950 Meter breit. Tipp: Im Südwesten der Anlage befindet sich der zoologische Garten mit 300 Tierarten, im Nordwesten der Botanische Garten mit 10 000 Pflanzen aus aller Welt. ◊ Hauptallee 10, 01219 Dresden, Tel. 03 51-4 45 66 00, www.grosser-garten-dresden.de

17. DD-Seidnitz: Asisi-Panometer

Die Innenwände des einstigen Gasspeichers dienen heute als Projektionsfläche für Panoramabilder des Künstlers Yadegar Asisi. Aktuell ist im Panometer ein 360-Grad-Bild Dresdens unmittelbar nach der Zerstörung der Stadt im Februar 1945 zu sehen. Im Innern des Panometers können Besucher auf eine Empore steigen und die brennenden Ruinen und dampfenden Trümmer der Stadt aus der Perspektive des 15 Meter hohen Rathausturms betrachten. Sehr eindrucksvoll und bedrückend. Das Projekt zeigt das ungeheure Ausmaß und die Brutalität des Bombenkrieges. Doch bleibt Asisi nicht bei der Dresdner Tragödie stehen, sondern dokumentiert, wie die Zivilbevölkerung auch anderswo leiden musste. Neben deutschen Städten gingen viele weitere europäische Metropolen im Bombenhagel unter, darunter im Jahr 1940 Coventry und Rotterdam. Das Projekt zeichnet ein eindrucksvolles Bild der Zerstörung Dresdens und ganz Europas durch den Krieg. Wirklich sehr sehenswert. ◊ Gasanstaltstraße 8B, 01237 Dresden, Tel. 03 41-3 55 53 40, www.panometer.de/dresden ◊ Öffnungszeiten: Mo.–Fr. 10–17, Sa. u. So. 10–18 Uhr ◊ Preise: 11,50 Euro (Erw.), 10 Euro (ermäßigt), 6 Euro (Kinder 6–16 J.)

18. DD-Pillnitz: Schloss Pillnitz

Für seine Mätresse, Gräfin Cosel, ließ sich August der Starke nicht lumpen: Anno 1706 quartierte er seine Gespielin in Pillnitz ein und machte sie zur Herrin des prächtigen Renaissanceschlosses. Cosels süßes Leben auf dem Schloss endete 1715 jäh, als August ihrer überdrüssig wurde. Kurzerhand setzte er seine in die Jahre gekommene Mätresse vors Schlosstor, um auf dem Anwesen wieder unbeschwerte, wilde Lustbarkeiten und frivole Verkleidungsspiele zu veranstalten. Für gute Partys war August bekannt. Unterdessen wuchs das Pillnitzer Gebäudeensemble stetig: In den 1720ern entstanden das Wasserpalais in chinesischem Stil, das Bergpalais mit der riesigen Freitreppe sowie die Schlosskirche „Zum Heiligen Geist“. Das alte Renaissanceschloss steht zwar nicht mehr – vor 200 Jahren brannte es bis auf die Grundmauern ab. Kurz darauf entstand quasi als Ersatz das Neue Palais. Mindestens so interessant wie das Pillnitzer Gebäudeensemble sind das Palmenhaus, das Kamelienhaus mit einer angeblich 230 Jahre alten, neun Meter hohen Kamelie (blüht Ende März) und der opulente Schlosspark. Ursprünglich sollte er bis nach Dresden reichen, schlappe 15 Kilometer weit! Doch dazu kam es letztlich nicht. Der Park ist mit 28 Hektar allerdings auch so groß genug. ◊ August-Böckstiegel-Straße 2, 01326 Dresden, Tel. 03 51-2 61 32 60, www.schlosspillnitz.de ◊ Öffnungszeiten Schloss: Di.–So. 10–18 Uhr; Schlosspark: ganzjährig ab 6 Uhr bis zur Dunkelheit ◊ Preise Schloss und Park: 8 Euro (Erw.), 6 Euro (ermäßigt), Jugendliche bis 16 J. frei

19. HEIDENAU: Barockgarten Großsedlitz Großsedlitz

Im Barock zählte die sächsische Gartenbaukunst zur absoluten Weltspitze. Wie bei vielen anderen Parks und Schlössern hatte auch im Barockgarten Großsedlitz August der Starke seine Finger im Spiel. Er kaufte den Landschaftspark samt Landsitz und Orangerie anno 1723, nur vier Jahre nach dessen Fertigstellung. Der Deal blieb allerdings zunächst geheim, denn August war zu dieser Zeit finanziell ziemlich klamm. Schade, denn August wollte die Anlage in ein sächsisches Versailles verwandeln. Letztlich musste er sich mit vergleichsweise bescheidenen Erweiterungen des Gartens begnügen, die großen Ausbaupläne wurden nie verwirklicht. Auch der barocke Garten wurde nie fertiggestellt. Doch was in Großsedlitz auf 18 Hektar Fläche wächst, ist auch so schon gigantisch. Das Zentrum des Parks liegt in einer Mulde und arbeitet sich terrassenförmig zu allen Seiten nach oben, bietet weite Sichtachsen für Landschaftsausblicke, strenge, geometrisch angelegte Wege und barocke Verspieltheiten wie die Liebespaare der antiken Mythologie, die oberhalb des Eisbeckens stehen. Die maximale Gartenpracht, ein herrlicher Ort für Herbstspaziergänge, an dem immer etwas blüht. Selbst im Winter. Dafür gibt es in Großsedlitz ja die Orangerie. ◊ Parkstraße 85, 01809 Heidenau, Tel. 0 35 29-5 63 90, www.barockgarten-grosssedlitz.de ◊ Öffnungszeiten: tägl. 10–18 Uhr ◊ Preise: 5 Euro (Erw.), 4 Euro (ermäßigt)

20. LOHMEN: Bastei

Der „Balkon der Sächsischen Schweiz“, die Bastei, ist Ziel von 1,5 Millionen Touristen jährlich. Die weltberühmte Felsformation dürfte nach Dresdens Sehenswürdigkeiten das meistfotografierte Motiv in Sachsen sein. Obwohl die Bastei-Aussichtsplattform teilweise gesperrt ist – der Sandstein bröckelt an einigen Stellen bedenklich –, hat sich daran nichts geändert. Eine besonders gute Idee ist es, die Bastei im Herbst über den Malerweg zu erwandern und den sächsischen „Indian Summer“ zu genießen. Von der Aussichtsplattform geht der Blick über bunt gefärbte Wälder bis zum mächtigen Königstein. Atemberaubend ist auch der Blick von der 76,5 Meter langen Basteibrücke. Sie ist weiterhin frei zugänglich, ebenso das Berghotel Bastei. Vor genau 200 Jahren war Nationaldichter Johann Wolfgang von Goethe zum wiederholten Mal an der Bastei – und war vollkommen hingerissen. Er erblicke ein „Ganzes“ notierte er, „welches mit Worten nie beschrieben werden kann“. Selbst der wortgewaltigste Deutsche war sprachlos ob des Ausblicks von der Bastei. ◊ Bastei, 01824 Lohmen, Infos zu Bastei und historischem Malerweg: Tourismusverband Sächsische Schweiz, Tel. 0 35 01-47 01 47, www.saechsische-schweiz.de

21. HOHNSTEIN: Aussicht Brand

Tiefe Täler, hohe Felssporne: Wegen seiner spektakulären Lage war das kleine Örtchen Hohnstein im 19. Jahrhun- dert Anziehungspunkt für viele Maler, darunter Größen wie Carl Gustav Carus und Caspar David Friedrich. Nicht weit entfernt liegt die Brandaussicht, die berühmt für ihren fantastischen Panoramablick über das 170 Meter oder rund 800 Stufen tiefer gelegene Polenztal ist. Am besten verbinden Urlauber den Besuch der Aussicht Brand mit einer herbstlichen Wanderung auf dem Malerweg. Etappe Nummer 3 führt direkt über den natürlichen Aussichtspunkt. ◊ Aussicht Brand, 01848 Hohnstein, Infos: Infos: Tourismusverband Sächsische Schweiz, Tel. 0 35 01-47 01 47, www.saechsische-schweiz.de

18Schloss Pillnitz


20Bastei


22. KÖNIGSTEIN: Höhenfestung

Im Zweiten Weltkrieg war Europas größte Höhenfestung die Heimat einiger französischer Generäle. Die Unterkunft südöstlich von Dresden war allerdings nicht frei gewählt. Die hochrangigen Militärs waren Gefangene der Wehrmacht, mussten also zwangsweise zwischen den dicken, mehr als 800 Jahre alten Festungsmauern 250 Meter über der Elbe schmoren. Nichts Besonderes, auf dem Plateau des Königstein saßen über die Jahrhunderte schon mehr als 1000 Gefangene ein, viele bis an ihr Lebensende. Bis in die 1920er- Jahre war die Festung das gefürchtetste Staatsgefängnis Sachsens. Die Anlage ist beeindruckend. Allein der Wallgang mit bis zu 42 Meter hohen Mauern ist 1,8 Kilometer lang. In der Mitte der Festung liegt ein gut 150 Meter tiefer Brunnen, der tiefste in Sachsen und die Nummer 2 unter Europas Burgbrunnen. Königstein zu belagern, war nahezu zwecklos. Ganz unüberwindlich waren die Festungsmauern allerdings doch nicht. Dem französischen General Henri Giraud gelang 1942 spektakulär die Flucht aus der Gefangenschaft. Nach eigener Darstellung flocht er die Bindfäden von Lebensmittelpaketen seiner Frau während seiner zweijährigen Haftzeit zu einem 50 Meter langen Tau, mit dem er sich von der Festung abseilte. Das Schlitzohr schaffte es tatsächlich durch Feindesland bis in den unbesetzten Teil Frankreichs. Heute hat die Festung ihre Schrecken verloren. Sie dient als sehr gut besuchtes militärhistorisches Freilichtmuseum. ◊ 01824 Königstein, Tel. 03 50 21- 6 46 07, www.festung-koenigstein.de ◊ Öffnungszeiten: tägl. 9–18, im Winter 9–17 Uhr ◊ Eintritt: 10–12 Euro (Erw.), 7–9 Euro (ermäßigt), je nach Jahreszeit ◊ Winter bis 17 Uhr ◊ Eintritt: 10–12 Euro (Erw.), 7–9 Euro (ermäßigt), je nach Jahreszeit

23. BIELATAL: Kletter-Kursus

Das Elbsandsteingebirge der Sächsischen Schweiz ist nicht nur eines der schönsten Wandergebiete Deutschlands. Auch Kletterer zieht es wegen der bizarren, teils extrem steilen Felsen in die Region. Doch ist die Sächsische Schweiz nicht nur etwas für Kletterprofis. Auch Kletternovizen finden hier einen für ihr Können passenden Felsen. Immerhin gibt es im Südosten Sachsens mehr als 1100 frei stehende Sandsteinfelsen mit rund 21 000 Kletterwegen aller Schwierigkeitsgrade der sächsischen Skala I bis XII. Eine Reihe von Schulen bietet zudem Einsteigerkurse an und erklärt dabei natürlich die besonderen Sicherheitsregeln, die beim Klettern im eher mürben Sandstein gelten. Das beste Kletterrevier für Einsteiger und auch für Kinder ist das Bielatal mit vielen kleineren Aufstiegen und rund 240 Gipfeln aller Schwierigkeitsgrade sowie relativ hartem Gestein. Abwechslungsreiche Klettertouren auch für Einsteiger bietet beispielsweise die Kletterschule Lilienstein an. Nach kurzem Kletterergruß („Berg Heil!“) geht es je nach Leistungsstand Schritt für Schritt und bestens gesichert den ersten kleinen Felsen hinauf. Ein großes Erlebnis. ◊ Kletterschule Lilienstein, Ebenheit 4, 01824 Königstein, Tel. 03 5022-91828, www.kletterschule-lilienstein.de ◊ Preisbeispiel für einen Schnuppertag Felsklettern: 60 Euro

24. ALTENBERG: Gäste-Bobfahrt

1000 Meter im Eiskanal, elf Steilkurven, Tempo 100: Das sind die einschüchternden Eckdaten einer ganz besonderen Bobfahrt in Altenberg. Bei Gästefahrten nimmt ein erfahrener Bob-Pilot auch drei Passagiere mit an Bord und rauscht gemeinsam mit ihnen talwärts. Bob-Erfahrung ist nicht nötig. Schuhe, Fahreranzug und Helm werden gestellt, Mut müssen die Bobfahrer selbst mitbringen. Besser nicht zu wenig! Die Vierer- Bobfahrt beginnt zwar am Juniorenstart, fühlt sich aber für Jungfernfahrer deutlich wilder an als die härteste Schlittenfahrt. Schreien während der Fahrt ist erlaubt, Aussteigen nicht möglich. Nichts für Weicheier. Kleiner Trost: Runter kommt man ja bekanntlich immer. Tipp: Im Sommer beginnt die Gaudi nicht am Juniorenstart, sondern von ganz oben in einem speziellen Bob auf Rädern. ◊ Wintersport Altenberg, Kohlgrundweg 1, 01773 Altenberg, Tel. 03 50 56- 3 51 20, www.wia-altenberg.de ◊ Preis: 85 Euro ◊ Termine von November bis Februar: siehe Internet

25. SEIFFEN: Seiffener Hof

Die Erzgebirgler sind schon sehr speziell, besonders, wenn es ums Essen geht. Südwestlich von Dresden kommen Ge- richte mit seltsamen Namen auf den Tisch: „Kalter Hund“ zum Beispiel, „Schwammbrieh“ oder „Ardäppelklitscher“. Solche traditionellen Gerichte gibt es in vielen Restaurants im Erzgebirge. So auch im Seiffener Hof von 1905, der regionale Spezialitäten nach Omas Rezepten zubereitet. Je nach Jahreszeit gelten unterschiedliche, bodenständige Speisekarten mit erzgebirgischen Leckereien. Hinter Schwammbrieh verbirgt sich übrigens eine deftige Suppe (Brieh) mit frischen Pilzen (Schwamm), Ardäp- pelklitscher sind besonders schlotzige Puffer (Klitscher) aus Kartoffeln (Ardäppel). Und Kalter Hund? Ein Kuchen aus Schokomasse und Keksen, serviert in einer Kastenform. Sie erinnert an den „Grubenhunt“, den kastenartigen Förderwagen der Bergleute in der Region. Darum keine Angst: Die Erzgebirgler essen keine Haustiere. ◊ Hauptstraße 31, 09548 Seiffen/Erzgeb., Tel. 03 73 62-1 30, www.seiffener-hof.de

22Höhenfestung Königstein


26. SEIFFEN: Schauwerkstatt für Kunsthandwerk

Pyramiden, Bergmann und Engel, Räuchermännchen: Der Kurort Seiffen ist eines der Zentren des erzgebirgischen Kunsthandwerks. Wie die kleinen, besonders in der Weihnachtszeit beliebten Schnitzereien hergestellt werden, ist in den Seiffener Schauwerkstätten zu sehen. Zum Beispiel in der Manufaktur für Erzgebirgische Volkskunst von Richard Glässer. Hier können sich Besucher ihr eigenes original erzgebirgisches Kunstwerk basteln, natürlich unter fachlicher Anleitung. Zum Beispiel einen Schwibbogen. Die häufig mit Bergmännern, Nussknackern, Räuchermännchen oder kleinem Reiter verzierten Bögen werden seit mindestens 300 Jahren in der Region gefertigt. Oben sind Kerzenhalter angebracht, schließlich soll das kleine Holzkunstwerk später festlich illuminiert werden. In der Vorweihnachtszeit stehen beleuchtete Schwibbögen in nahezu jedem erzgebirgischen Haushalt im Fenster. ◊ Hauptstr. 80, 09548 Seiffen, Tel. 03 73 62-1 80, www.glaesser-seiffen.de ◊ Öffnungszeiten: Mo.–Sa. 10–12 und 13–16.30 Uhr

27. AUGUSTUSBURG: Jagdschloss

Auch in Augustusburg hat sich Sachsens berühmter Kurfürst August der Starke verewigt. Er war Namensgeber für den Ort sowie Auftraggeber und Eigentümer des monumentalen Jagd- und Lustschlosses. Es gilt als eines der schönsten Renaissanceschlösser Mitteleuropas, die Einheimischen nennen es stolz „Krone des Erzgebirges“. Dazu passt die exponierte Lage des streng geometri- schen Baus auf einem 516 Meter hohen Bergkegel über dem Tal der Zschopau. Seit den 1920er-Jahren dient das Schloss auch als Museum. Hinter den dicken Mauern sind mittlerweile hochkarätige Sammlungen von Motorrädern, Kutschen, Jagdtieren und Vögeln zu sehen. Sehr beliebt ist auch der Schlosskerker, zumindest in heutiger Zeit. Früher waren Werkzeuge wie Streckbank, Mundbirne oder Spanischer Stiefel meist das Letzte, was Delinquenten in ihrem Leben zu sehen bekamen. Was sich die Folterknechte alles einfallen ließen, um Menschen irgendwelche Informationen zu entlocken, zeigt die Kerker-Ausstellung „Richter, Henker, Missetäter“. Sehr eindrucksvoll. Wie auch das gesamte Schloss und seine Museen. ◊ 09573 Augustusburg, Tel. 03 72 91- 38 00, www.die-sehenswerten-drei.de, Schloss Augustusburg anklicken ◊ Öffnungszeiten: tägl. 9.30–18, im Winter 10–17 Uhr ◊ Preise Schlossticket (Museen u. Sonderausstellung): 18 Euro (Erw.), 14 Euro (ermäßigt), 48 Euro (Fam.)

24Gäste-Bobfahrt


28Dampflokfahrt


28. JÖHSTADT: Dampflokfahrt

Seit 1892 stampfte die Preßnitztalbahn durch das Erzgebirge zwischen Wolkenstein und Jöhstadt. Doch zu DDR-Zeiten baute die Strecke im Wortsinn sehr schnell ab: Die Deutsche Reichsbahn demontierte bis 1989 nahezu alle Gleise und sogar die meisten Brücken. Was dann geschah, hat sich als Wunder von Jöhstadt ins Gedächtnis der sächsischen Eisenbahnfreunde eingebrannt. Die „Verrückten vom Preßnitztal“ bauten ein Drittel der Strecke, immerhin rund zehn Kilometer, ganz einfach wieder auf! Seitdem lassen die Schmalspureisenbahner wieder vier alte Dampfloks der Baureihe 99, gebaut vor rund 100 Jahren in Chemnitz, mit drei ebenfalls hochbetagten Personenwagen durch das Preßnitztal zwischen Steinbach und Jöhstadt rumpeln. Die historischen Züge passieren tiefe Nadelwälder und den Haltepunkt „Loreleifelsen“ im Preßnitztal. Der Felsen sieht zwar eher aus wie ein etwas größerer Stein, doch das Stationsschild ist definitiv ein Foto wert. Wer mag, kann hier auch aussteigen und ein paar Schritte gehen. Die Region ist ein beliebtes Wandergebiet. ◊ Museumsbahn Steinbach–Jöhstadt, IG Preßnitztalbahn, Am Bahnhof 78, 09477 Jöhstadt, Tel. 0 37 33- 1 88 00 88, www.pressnitztalbahn.de ◊ Fahrtermine siehe Internet ◊ Preise für Hin- u. Rückfahrt (gesamte Strecke): 12 Euro (Erw.), 6 Euro (Kinder), 25 Euro (Familien); Tageskarte: 20 Euro (Erw.), 10 Euro (Kinder)

29. ANNABERG: Manufaktur der Träume

Sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen – schon der große griechische Philosoph Aristoteles machte sich Gedanken über die menschlichen Sinne. Das taten auch die Macher des Erlebnismuseums in Annaberg. Ihr Ziel: die fürs Erzgebirge typische Holzspielwarenproduktion, den Bergbau, die erzgebirgische Weihnacht und das Leben der Erzgebirger in grauer Vorzeit mit allen Sinnen erfahrbar machen. In der Manufaktur gibt’s Infos auf die Ohren, an anderen Stationen sind tasten, mitmachen oder schnuppern angesagt. Eines der Highlights: ein mechanischer Weihnachtsberg, auf und in dem sich kleine Figuren zur biblischen Weihnachtsgeschichte und sanfter Musik bewegen. Detailverliebt und wunderschön. Nicht nur Kinder könnten Maria, Josef, den drei Heiligen aus dem Morgenland und natürlich dem von Tieren umringten Jesuskind in der Krippe stundenlang zusehen. Ein perfektes Familienmuseum, in dem garantiert keinem Kind auch nur eine Sekunde langweilig wird. ◊ Buchholzer Straße 2, 09456 Annaberg- Buchholz, Tel. 0 37 33-1 94 33, www.annaberg-buchholz.de/manufaktur- der-traeume ◊ Öffnungszeiten: tägl. 10–18 Uhr ◊ Preise: 7 Euro (Erw.), 4 Euro (Kinder ab 6 J.), 18 Euro (Familien)

30. THUM: Bergparade und Weihnachtsmarkt Weihnachtsmarkt

Weihnachtspyramiden, Schwibbögen und kulinarische Köstlichkeiten aus dem Erzgebirge: In Thum steigt traditionell einer der schönsten Weihnachtsmärkte der Region. Das liegt auch daran, dass der Budenzauber auf dem Markt nicht die einzige Attraktion am ersten Adventswochenende ist. Mit einem großen Bergaufzug gedenkt das kleine Örtchen seiner großen Bergbauvergangenheit. In Thum wurde vor allem Zinn gewonnen. Daran erinnert ein großes gemeinsames Konzert von Bergbrüderschaften und Bergkapellen auf dem Markt. Viel feierlicher kann ein Weihnachtsmarkt nicht sein. Tipp: In der Vorweihnachtszeit gibt es viele weitere Bergaufzüge und Bergparaden in der Region, alle mit viel Musik und Bergmannstrachten, einige am Abend mit Fackelschein. Infos zu Veranstaltungen und Terminen gibt es beim Tourismusverband Erzgebirge unter www.erzgebirge- tourismus.de ◊ Veranstaltungsort: Markt, 09419 Thum, Infos bei der Tourist-Info unter Tel. 03 72 97-76 92 80, www.stadt-thum.de ◊ Termin: Weihnachtsmarkt 30. 11./ 1. 12., jeweils ab 11 Uhr; Bergparade am 1. 12., 14 Uhr

31. OBERWIESENTHAL: Wandern auf dem Erzgebirge-Kamm

Richtig fitte Wanderer schaffen den gesamten, 290 Kilometer langen Kammweg zwischen Blankenstein in Thüringen und Geising im Osterzgebirge in einer Woche. So eilig sollte allerdings niemand das Erzgebirge durchwandern. Denn gerade in der Grenzregion zwischen Sachsen und Tschechien ist der Weg das Ziel, unterwegs gibt es viel zu sehen. Zum Beispiel auf dem Abschnitt zwischen Oberwiesenthal und Rittersgrün. Der ist nicht nur landschaftlich ganz weit vorn. Auch die Fichtelbergschwebebahn, Deutschlands älteste Seilschwebebahn, liegt quasi an der Wanderstrecke. Genauso der Fuchslochstollen am Kaffenberg, den Wanderer auf Anfrage bei der Bergbauknappschaft 1713 besichtigen können (Tel. 03 77 57-18 93 31). Das Erzgebirge von unten – eine etwas andere Wandertour unter Tage. ◊ Tourismusverband Erzgebirge, Adam-Ries-Str. 16, 09456 Annaberg- Buchholz, Tel. 0 37 33-18 80 00, www.kammweg.de Jens Lehmann Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte prüfen Sie vor Reiseantritt alle Daten wie Öffnungszeiten und Eintrittspreise.

29Manufaktur der Träume


HIER STEHEN SIE RICHTIG: STELLPLÄTZE IN DRESDEN, IM ERZGEBIRGE UND IN DER SÄCHSISCHEN UND IN DER SÄCHSISCHEN SCHWEIZ

KWohnmobilstellplatz Gelenau


ACARAVANINGPARK DRESDEN Mitten im Grünen: Der familiengeführte CaravaningPark befindet sich im Nordwesten von Dresden im schönen alten Dorf Kaditz. Der Stellplatz ist von Feldern umgeben und liegt in unmittelbarer Nähe zum Elberadweg. Es führt keine Straße direkt am Stellplatz vorbei, da er sich hinter einem Firmengelände befindet. Wenn man über die Sträucher sieht, kann man den schönen Dorfkern mit seiner Kirche entdecken. Dort steht übrigens auch der älteste Baum Dresdens. Pro Fahrzeug zahlen Reisende 15 Euro für einen Tag (inklusive Personen, WLAN, Zugang zu den Sanitäreinrichtungen sowie Entsorgung). Duschen kostet 1 Euro, Strom 1 Euro/ kWh und Frischwasser 10 Cent/10 Liter. Auf dem Platz sind Hunde erlaubt. Reservierungen sind nicht möglich. Gasflaschen können vor Ort getauscht werden.

BPENSION & GASTSTÄTTE GEYER Hoch hinaus: Die Pension Waldschänke im Erzgebirge befindet sich auf ca. 700 Metern Höhe unweit der Bergund Bingestadt Geyer bei AnnabergBuchholz. Das größte zusammenhängende Waldgebiet zwischen Salzund Silberstraße liegt zentral zu allen Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen im Erzgebirge. Wenn Reisende in der Gaststätte einkehren, bekommen sie die Übernachtung gebührenfrei. Der Platz ist ganzjährig geöffnet, und Stellplätze können reserviert werden. Vor Ort gibt es Sanitäranlagen, aber keine Verund Entsorgung. Gasflaschen können nicht getauscht werden. Hunde sind erlaubt. WLAN ist vorhanden.

CAM HOTEL LANDHAUS NASSAU In typischer Auenlandschaft stehen Reisende hier mit Blick nach Meißen auf die Albrechtsburg mit Dom. Die 20 Stellplätze am Hotel Landhaus Nassau sind eingerahmt von Bepflanzungen inmitten des Landschaftsschutzgebiets Nassau am Rande der historischen Porzellanstadt Meißen (3,5 Kilometer bis zum Zentrum) und verkehrsgünstig nach Moritzburg (zwölf Kilometer) und Dresden (20 Kilometer) gelegen. Der Stellplatz ist nur drei Kilometer vom Elberadweg entfernt. Egal ob mit dem Rad, zu Fuß, mit der Bahn, dem Auto oder dem Schiff – Meißen ist gut zu erreichen. Pro Nacht zahlen Camper 6,50 Euro (inklusive aller Personen, Tiere, Entleerung der WCKassette, Grauwasserentsorgung und Trinkwasser). Strom kostet pauschal 2,50 Euro pro Tag, die Nutzung der Sanitäranlagen 2 Euro pro Person. Kostenloses WLAN gibt es im Restaurant. Reservierungen sind möglich. Gasflaschen können nicht getauscht werden. Die Gästetaxe der Stadt Meißen beträgt pro Wohnmobil 3 Euro pro Tag.

DHOTEL NUSSKNACKERBAUDE Erzgebirgische Natur und Kultur entdecken oder die tschechischen Nachbarn in Böhmen besuchen – beim Nussknacker stehen Reisende kostenfrei auf dem Parkplatz neben einem Hotel. Von dort aus beginnt die Erkundungstour über die ausgeschilderten Rad- und Wanderwege oder im Winter über die gespurten Loipen. Camper dürfen die Sanitäranlagen im Hotel nutzen, ebenso das WLAN an der Rezeption. Verund Entsorgungsmöglichkeiten gibt es nicht. Ein Stellplatz kann nicht im Vorfeld reserviert werden. Hunde sind erlaubt.

ESACHSENPLATZ DRESDEN Zentraler geht es nicht: An der Albertbrücke, nur durch die Uferstraße von den Elbwiesen getrennt, liegt der Sachsenplatz Dresden. In zwei bis fünf Minuten fußläufiger Entfernung sind die Schiffsanlegestelle der Elbdampfer am Terrassenufer, zwei Spielplätze direkt an der Elbe, Restaurants sowie Supermärkte, Sparkasse, Post und Ärzte erreichbar. Der Elberadweg führt in fünf bis zehn Minuten zu den Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum oder ist Ausgangspunkt zur Erkundung der näheren Umgebung: eine Radtour in die Weinberge Richtung Meißen und Radebeul oder eine Fahrt in anderer Richtung zur Sächsischen Schweiz. Wer den Rückweg nicht fahren will, kann mit dem Dampfer am Schloss Pillnitz und den drei Elbschlössern am Terrassenufer vorbeifahren und wieder am Stellplatz ankommen. Der Übernachtungspreis beträgt 12 Euro für alle Personen und Tiere. Strom kostet (teure) 5 Euro. Weitere Versorgung ist nicht vorhanden. Auch Entsorgungsmöglichkeiten und einen Gasflaschentausch gibt es nicht. Reservierungen sind nicht möglich.

FSTELLPLATZ AM BLÜHERPARK Der Wohnmobilstellplatz am Blüherpark liegt zentral in der Dresdner Altstadt. Die Brühlsche Terrasse ist nur 1,4 Kilometer entfernt. Der Balkon Europas, wie die Brühlsche Terrasse ebenfalls genannt wird, verläuft etwa 500 Meter an der Elbe entlang. Auf dem Teil der Dresdner Befestigungsanlage erbaute Heinrich von Brühl Galerie, Bibliothek, Belvedere, Palais und Gartenanlage, die auch „Brühlsche Herrlichkeiten“ genannt wurden. Aber fast alles musste den Bebauungen Anfang des 20. Jahrhunderts weichen. Reisende stehen auf dem Platz für 15 Euro pro Nacht. Hinzu kommen (teure) 4 Euro für Strom, 1,50 Euro für Frischwasser und 1,50 für Abwasserentsorgung. WC-Kassetten können für 1,50 Euro entleert werden. In der nahe gelegenen Cityherberge haben Reisende die Möglichkeit, die Sanitäranlagen für 2 Euro zu nutzen, ebenso das kostenlose WLAN in der Bar. Reservierungen sind nicht möglich. Vierbeiner sind willkommen.

GPARKPLATZ AM SWF-SPORTHOTEL Umgeben von Fichten- und Buchenwäldern und abseits der großen Verkehrsstraßen liegt im Naturpark Erzgebirge/ Vogtland in 700 bis 800 Metern Höhe der Ort Neuhermsdorf und das familiengeführte SWF-Sporthotel mit seinen Wohnmobilstellplätzen. Neuhermsdorf ist ein Ort für Ruhe- und Erholungsuchende: reine Gebirgsluft, kein Lärm und ländliche Stille. Die Region lockt mit einer schönen Landschaft und im Winter mit viel Schnee. Die Stellplatzgebühr pro Tag beträgt 5 Euro inklusi- ve Personen und Tiere. Für Strom zahlen die Camper eine Grundgebühr von 1 Euro und pro Tag 50 Cent. Duschen pro Person kostet 1 Euro. Hinzu kommt die Kurtaxe in Höhe von 1 Euro pro Person (Kinder 50 Cent). Entsorgungsmöglichkeiten gibt es am Stellplatz nicht. Gasflaschen können nicht getauscht werden. Das WLAN am Platz ist kostenlos.

HCAMPING-STELLPLATZ STRUPPEN Camping mit Panoramaaussicht auf die Festung Königstein, den Lilienstein und die Bärensteine: Der Camping-Stellplatz Struppen befindet sich direkt auf der Alberthöhe. Am Ortsrand der Gemeinde Struppen auf einer kleinen Hochebene genießen Reisende eine sehr ruhige und trotzdem verkehrsgünstige zentrale Lage. Direkt am Stellplatz führt der Panorama-Wanderweg vorbei und ermöglicht den direkten Einstieg zu Fuß oder auch per Fahrrad. Im Ortsteil Naundorf können Wanderer in die achte Etappe des Malerwegs Elbsandsteingebirge, eines der schönsten und beliebtesten Wanderwege Deutschlands (Gesamtlänge 112 Kilometer), einsteigen. Der Stellplatzpreis für zwei Personen beträgt 14,50 Euro (inklusive aller Tiere, WC-Nutzung, Müll, WLAN und Entsorgung). Jede weitere Person kostet 3 Euro. Die Gemeinde Struppen erhebt zusätzlich eine Tourismusabgabe: 75 Cent pro Person/Nacht. Zusätzliche Kosten: Strom je Kilowattstunde 60 Cent, Wasser je 100 Liter 1 Euro und Duschen 1 Euro. In der Nebensaison (4. November bis 29. März) können die Sanitärgebäude nicht genutzt werden, und der Stellplatz kostet nur 10 Euro. Ein Platz kann im Vorfeld reserviert werden. Gasflaschen können getauscht werden.

ISTELLPLATZ AM WASSERSPORTZENTRUM Mit dem Ruderboot, dem Kanu oder dem Segelschiff auf die Elbe: Camper stehen hier direkt am Fluss beim Wassersportzentrum. Es sind nur acht Minuten zu Fuß zur nächsten S-Bahn, die nach Dresden und Meißen fährt. Auf einer großen Wiese ist Platz für bis zu 14 Wohnmobile und Caravans mit Stromanschluss. Allerdings kann es in diesem und im nächsten Jahr durch Bauarbeiten zeitweise zu weniger verfügbaren Stellplätzen kommen. Der reine Stellplatz kostet 6 Euro, inklusive kostenloser Benutzung der Sanitäranlagen. Pro Person ab 15 Jahren kommen 4 Euro pro Nacht hinzu – pro Kind 2,50 Euro. Hunde sind kostenlos. Strom gibt es für 2,50 Euro. Frischwasser gibt es im Haus, jedoch können Frischwassertanks nicht direkt befüllt werden. Entsorgungsmöglichkeiten und WLAN gibt es nicht, auch ein Gasflaschentausch ist nicht möglich. Dafür können Camper vorab reservieren

JCAMPINGPLATZ AM TREIDLERWEG Der „Campingplatz am Treidlerweg“ wurde 2015 am Elberadweg neu errichtet. Unmittelbar am alten Treidlerweg gelegen und eingebettet in eine traumhaften Kulisse mit Blick auf die Elbe, den Lilienstein sowie die Festung Königstein, bietet er einen guten Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren. Camper stehen hier für 15 Euro pro Nacht. Zusätzlich wird für die Stadt Königstein eine Kurtaxe fällig (Erwachsener 1 Euro, Kind bis 17 Jahre 50 Cent pro Tag). Hunde reisen kostenlos mit. Duschen kostet 60 Cent für 3 Minuten. Für Strom werden 60 Cent pro Kilowattstunde fällig. Frischwasser und die Entsorgung am Platz sind kostenfrei. Kostenloses WLAN gibt es an der Rezeption. Dort können auch Glasflaschen getauscht werden. Reservierungen sind möglich.

ESachsenplatz Dresden


HCamping-Stellplatz Struppen


KWOHNMOBILSTELLPLATZ GELENAU Camping am Freizeitareal „Am Kegelsberg“: Hier gibt es eine Fahrradstation, eine Alpine-Coaster-Bahn, ein Erlebnisfreibad mit Minigolfanlage, einen Tennisplatz, einen Aussichtsturm, ein Wildgehege, ein Sportareal mit Zweifeldhalle und Stadion, ein großes Waldgebiet mit vielen Rad- und Wanderwegen sowie ein Fitness- und Gesundheitsstudio. Am ersten Tag stehen Reisende und ihre Vierbeiner dort gebührenfrei. Die Übernachtung ab dem zweiten Tag kostet 5 Euro. Sanitäranlagen sind am Platz vorhanden. Duschen kostet 5 Euro pro Person. Strom (50 Cent/kWh) und Wasser (10 Cent/10 Liter) können Camper auch beziehen. Abwasser kann entsorgt und WC-Kassetten können entleert werden. Das WLAN am Platz ist kostenlos, und Reservierungen sind möglich

LREISEMOBILSTELLPLATZ PIRNA Auf dem Elbeparkplatz im Stadtteil Pirna- Copitz direkt an der Altstadtbrücke befindet sich ein kostenfreier Wohnmobilparkplatz, der für eine einmalige Übernachtung ausgelegt ist. Da er weder über Sanitäranlagen noch Stromund Wasseranschluss verfügt, ist kein längerer Aufenthalt empfehlenswert und davon abgesehen auch nicht erlaubt. Immerhin ist die Übernachtung kostenlos. Hunde dürfen mitkommen. Reservierungen sind nicht möglich.

MREISEMOBILCAMP UND CARAVANCAMP ERZGEBIRGE Der Stellplatz Sachsen liegt im Erzgebirge am Fuße der Augustusburg mit vielen Möglichkeiten, die Freizeit zu verbringen. Sei es, die Wander- und Radfahrwege zu erkunden oder einen lohnenswerten Besuch der Augustusburg zu unternehmen. Der Stellplatz Sachsen ist von Wasser umgeben – nördlich von der Flöha und südlich vom Mühlgraben. Der Stellplatzpreis beträgt 6 Euro. Hinzu kommen 2 Euro für Strom. Weitere Versorgung, Sanitäranlagen und Entsorgungsmöglichkeiten gibt es nicht. Vierbeiner sind willkommen. Reservierungen sind nicht möglich.

NFICHTELBERGHÜTTE Winter- und Sommercamping auf 1165 Metern Höhe – direkt am Fichtelberg in Oberwiesenthal: Die Fichtelberghütte liegt an der Skipiste mit unmittelbarem Zugang zu allen Liften. Ein großer Parkplatz bietet 30 Mobilen Platz. Die Standgebühr beträgt 20 Euro. Die Ver- und Entsorgung ist inklusi- ve. In der Fichtelberghütte gibt es Zugang zu Sanitäranlagen, ein Restaurant und WLAN. Am Platz sind Strom , Frischwasser und eine Entleerungsstation für WC-Kassetten vorhanden. Hunde sind erlaubt.

JCampingplatz am Treidlerweg

■ Die Informationen zu unseren Stellplätzen hat das Internetportal stellplatz.info für Sie zusammengestellt. Der große Online- Führer für Reisemobilisten enthält Daten von mehr als 4000 Stellplätzen in Deutschland, hinzu kommen 2000 im europäischen Ausland. Die jährlich rund 2,2 Millionen Besucher können filterbasiert nach einem passenden Platz suchen und alle relevanten Stellplatzdaten abrufen. Bei der Platzwahl helfen zudem Bewertungen und Kommentare von Reisemobilisten zu Ausstattung, Lage oder Sauberkeit. Die gesamte Community ist eingeladen, eigene Erfahrungen über stellplatz.info an spätere Nutzer weiterzugeben.

Traumplätze für Camper

Das Wetter ist top, das Wohnmobil reisefertig, doch Sie wissen noch nicht, wohin? Wir hätten da einen Tipp: Der neue Stellplatzführer von AUTO BILD REISEMOBIL ist da! In unserem dritten Band finden Sie die 500 besten Plätze und Ziele für Radfahrer, Genießer, an Industriedenkmälern, für Eisenbahnfreunde, für Wassersportler, für den Winter an der See, im Indian Summer, an Gourmetrestaurants und Freilichttheatern. Lassen Sie sich inspirieren.Preis: 16,90 Euro www.delius-klasing.de


FOTO: TOURISMUSVERBAND SÄCHSISCHE SCHWEIZ E.V.

FOTOS: OLIVER KILLIG, PICTURE ALLIANCE/DPA, TRADITIONSBAHN RADEBEUL E.V.

FOTOS: PICTURE ALLIANCE/DPA, SPKS MARKETING, DRESDNER MOLKEREI GEBRÜDER PFUND GMBH

FOTOS: HERSTELLER (4)

FOTOS: HERSTELLER (3)