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Die Chiemgauer Alpen


Reisefieber - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 15.09.2021

BAYERN – mit dem Fahrrad unterwegs entlang der „Riviera des Chiemgaus“

Artikelbild für den Artikel "Die Chiemgauer Alpen" aus der Ausgabe 1/2022 von Reisefieber. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Reisefieber, Ausgabe 1/2022

Eine Dampferfahrt auf dem ?Bayerischen Meer?, vorzugsweise zum Schloss Herrenchiemsee, ist ein Muss.

Tautropfen hangeln sich silbrig glänzend an bizarren Spinnweben entlang, knallrote Äpfel lassen die Äste durchhängen, Laubwälder betören mit prächtigen Farben. Im goldenen Herbst leuchtet die Region um den Chiemsee kunterbunt. Die Seentrilogie von Weit-, Mitter- und Lödensee gilt im Sommer als die Riviera des Chiemgaus.

Im Herbst sind die Badetemperaturen der Gebirgsseen zwar nur noch etwas für ganz Hartgesottene, dafür lässt sich aber die herrliche Landschaft mit dem farbintensiven Mischwald ohne jeglichen Trubel genießen. In Kanada nennt man so eine überwältigende Farbpalette „Indian Summer“. Und so viel vorweg: Die Chiemgauer Alpen können es locker mit der Farbenpracht in den Rocky Mountains aufnehmen. Wir waren vor einigen Jahren im Frühsommer schon einmal mit elektrischem Rückenwind im Chiemgau unterwegs. Damals waren wir so ...

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... begeistert, dass wir uns fest vorgenommen haben, wieder hierherzukommen. Der Chiemgau wurde kürzlich als „RadReiseRegion Chiemsee-Chiemgau“ vom ADFC ausgezeichnet: Dieser begehrte Titel bescheinigt der Region nicht nur ein hervorragendes Radwegenetz und geprüfte Rundtouren, sondern auch eine hohe Qualität der dazu passenden Infrastruktur wie Radhotels, Gastronomie, Radverleih und entsprechende Fachgeschäfte.

Neue Radtouren im Chiemgau

Neue überregionale Routen wie der Salinen-Radweg, markiert in weiß-blau mit dem schlichten Logo „SALZ“, und regionale wie die „See-zu-See-Tour“ vom Chiemsee bis zum Waginger See wurden eingeweiht und vorbildlich beschildert. Zwanzig weitere, kürzere Themenrunden von Wasser über Kultur bis hin zu kulinarischen Schmankerln wurden aus der Taufe gehoben und mit witzigen Schildern markiert. So ziert eine Kuh auf einem Fahrrad zum Beispiel die „Bauernhofsafari“ – ein buntes Angebot, das sich in erster Linie an Familien richtet. Passend zur 500-Jahr-Feier des deutschen Reinheitsgebots wurden auch mehrere Brauereiradrunden ausgearbeitet und stilecht mit einem Maßkrug gut erkennbar beschildert. „Hier werden allerdings vorwiegend Männergrüppchen gesichtet“, berichtete Anja Eder von Chiemgau-Tourismus. „Ich freue mich über den Ritterschlag durch den ADFC und dass das Angebot flächendeckend so gut ankommt“, lacht die Tourismusexpertin, die selbst eine begeisterte Radfahrerin ist.

Auf einsamen Pfaden bis nach Bad Reichenhall

Dieses Mal ertönt der Startschuss für unsere dreitägige Chiemgau-Runde in Traunstein. Schon bei der Planung wurde uns klar, dass sich die Papststadt Traunstein auch als fixer Standort für mehrere Sternfahrten eignen würde: Der Chiemgau-Radweg, die Direttissima in die Gipfelwelten der Chiemgauer Alpen, lässt sich hier wunderbar einschleifen und der Traun-Alz-Radweg mit der Themenrunde zur Eiszeit zu einer perfekten Familientour konstruieren. Auch der Bodensee-Königssee-Radweg, der das Chiemgauer Herzland durchquert und den Chiemsee touchiert, um fortan auf einsamen Pfaden bis Bad Reichenhall im Berchtesgadener Land zu geleiten, ließe sich direkt ansteuern. Badehosenradler wären nach wenigen Kilometern auf der neuen „See-zu-See-Route“, der direkten Verbindung von Chieming am Chiemsee nach Waging am See, die dank zweier Ost-West-Routenführungen auch als Rundtour zu gestalten ist.

„Indian Summer“ im Chiemgau

Doch wir hatten wieder eine opulente Mehrtagesrunde im Sinn und wollten die landschaftlichen Schönheiten des Chiemgaus einmal mehr unter der Ägide des Herbsts bunt aneinanderreihen. Somit auch sämtliche Radwege – egal, ob alt oder neu – zumindest ein paar Stunden unter die Pneus bekommen und mussten uns sputen, denn schon nach den ersten Radumdrehungen duftete es unter den Arkaden des Stadttors nach frisch gebrühten Würsten. Auf den Ständen des Wochenmarkts waren Schinken und Käse turmhoch geschichtet. Die Herbstsonne kletterte gerade über die Kirchturmspitze von Sankt Oswald und in den Biergärten wurde bereits der Morgentau von den Tischen und Stühlen gewischt. Uns trieb nur dieser eine Gedanke an: Nichts wie weg hier, sonst schaffen wir die gut 205 Kilometer und 1350 Höhenmeter unserer Chiemgau-Herbstrunde niemals in drei Tagen.

Unter lichtdurchfluteten Weiden fuhren wir am Ufer der Traun bis nach Siegsdorf, wo im Jahr 1975 ein 45 000 Jahre altes Mammut gefunden wurde. Ein kleines, aber wohl arrangiertes Museum bringt selbst kleinen Kindern eindrucksvoll die Eiszeit näher – ein Muss, nicht nur für Familien. Und wer dieses Thema vertiefen will, begibt sich auf die dazu passende Erlebnistour mit 31 Kilometern Länge – ein Mammut mit Eistüte im Rüssel grinst uns von den kindgerechten Schildern aus die gesamte Strecke über an.

Kurvenreich und grenzüberschreitend

Unser nächstes Ziel heißt Ruhpolding. Der mit traditionellen Zunftzeichen geschmückte Maibaum erinnert zusätzlich an die Biathleten und mit einem großen Bild von einem alten Ausflugsbus auch an die 1930er-Jahre, als scharenweise Touristen, vor allem Berliner, zur Sommerfrische in den Chiemgau reisten. Heute bildet der schmucke Ausflugsort eines der Leistungszentren der schnellen Langläufer mit dem Luftgewehr – den neuen Lieblingen des Wintersports. Vorbei am riesigen Biathlonstadion brachte uns der herrlich wellige und kurvenreiche Chiemgau-Radweg durch einen funkelnden Märchenwald hierher. Die Route bleibt fortan ein Gedicht. Sie führt gleich darauf an der steil abfallenden Hörndlwand, dem Matterhorn des Chiemgaus, vorbei und weiter zum berühmten Reit im Winkl. Mit ihren phänomenalen Goldmedaillen bei der Olympiade 1976 in Innsbruck hat Rosi Mittermaier, die hoch oben auf der Winklmoosalm ihre Kindheit verbrachte und schon als kleines Mädchen mit den Ski zur Schule gefahren ist, dem Kleinod von Alpendorf auf immer und ewig ein Denkmal gesetzt.

Reit im Winkl gilt als „Schneeloch“. Wie heißt es so schön im meteorologischen Fachjargon: Das Phänomen der Kaltluftseen sorgt für vermehrten Schneefall. Rings um den Ortskern schrauben sich die Gipfel über mehr als 1000 Höhenmeter hinauf zum Fellhorn und zum Sonntagshorn, dem höchsten Gipfel der Chiemgauer Alpen. In nördlicher Richtung klettern wir über den Maserer-Pass. Er bildet im Winter häufig die Wettergrenze: Diesseits dominiert Grün; jenseits im Mikroklima von „Bayerisch Sibirien“ müssen Wintersportler dann für die letzten zehn Kilometer die Schneeketten aufziehen und es herrscht häufig Powder-Alarm. Heute bleiben die Serpentinen zwar eisfrei, aber die 793 Meter hohe Kuppe hat es trotzdem in sich. Der Radweg folgt dem Tiroler Achen und gibt grandiose Blicke auf die herbstlichen Gipfel des Geigelsteins und der Hochplatte frei. Die „Ferien auf dem Bauernhof“-Schilder in Marquartstein präsentieren herausgeputzte Höfe mit prächtig blühenden Geranien auf den Balkonen. Auf dem Salinenweg queren wir nordwestlich Bernau, das Tor zum Chiemsee.

Ein Besuch auf der Herreninsel ist ein Muss

Man sollte auf keinen Fall die schnelle Variante auf der Bundesstraße nach Prien wählen, sondern unbedingt den auf der ADFC-Karte 27 mit „CHIEM“ abgekürzten Chiemsee-Uferradweg ansteuern. Er führt durch eine völlig eigene Welt aus mannshohem Schilf bis zur Uferpromenade Priens. Ein Besuch der nahen Herreninsel ist ein Muss – nicht nur, weil es Amerikaner und Japaner vormachen. Nur wie? Mit den Tretbooten „Bazi“, „Romy“ oder „Sepp“ zusätzlich strampeln oder ohne zusätzliche Muskelanstrengung mit „Irmgard“, dem flotten Schaufelraddampfer? Wir wählen „Irmgard“, sparen Zeit und gönnen unserer Beinmuskulatur eine kleine Pause. Mit dem Schloss Herrenchiemsee hat König Ludwig II. im Jahr 1878 ein eingedampftes Versailles nachbilden lassen und Bayern damit ein ewiges Vermächtnis hinterlassen. Er hätte dafür kaum einen besseren Ort aussuchen können: Mitten auf einer Insel mit prächtigem Baumbestand ragt das Märchenschloss in die Höhe. An klaren Tagen reicht der Blick über den See bis zur Königin des Chiemgaus, der 1668 Meter hohen Kampenwand, die mit ihrem wildgezackten Gipfelaufbau tatsächlich an einen Hahnenkamm (altdeutsch: Campen) erinnert, und weiter bis zu den jähen Felswänden des Wilden Kaisers und sogar bis in die längst schon wieder mit Neuschnee bedeckten Gipfel der Hohen Tauern. Rein statistisch gesehen stehen die Chancen gut, den Chiemgau, jenen zwischen Inn und Saalach liegenden Teil der Bayerischen Alpen, sonnendurchflutet zu erleben. Schließlich haben die Chiemgauer Alpen noch einen klimatischen Trumpf im Ärmel: Der Föhn, das bayerische Wetterphänomen, sorgt jährlich für bis zu 30 Prozent mehr Sonnentage im Jahr als im Rest der Republik. Migräneanfällige verdammen ihn, weil er auch gerne Kopfschmerzen verursacht, doch Radfahrer und Wanderer wissen ihn zu schätzen – er beschert ihnen trockene Strecken und eine umwerfende Fernsicht. Doch zurück zum Schloss: Bei solch schönem Wetter erstrahlt die Traumwelt des bayerischen Sonnenkönigs in Glanz und Gloria. In weitem Bogen spritzt das Wasser aus den Brunnenfiguren Fama und Fortuna und zaubert kleine Regenbögen über den Bassins. Ein Alphornbläsertrio in Lederhosen beschallt die architektonische Pracht und sichert sich den frenetischen Applaus der Besucher aus aller Herren Länder.

„Terra Benedicta“

Wieder zurück auf dem Festland kühlen wir uns auf einem der Dampferstege mit einer ordentlichen Portion Eis und den Füßen im „Bayerischen Meer“ ab. Über Schafwaschen und Gstadt rollen wir auf dem perfekten Asphalt des Chiemsee-Uferwegs weiter nach Breitbrunn und Seebruck. Die neue „Drei-Flüsse-Tour“ , der Mozartweg, die kurze Klosterrunde: Die Anhäufung an schönen Radtouren in der ADFC-„RadReiseRegion“ ist fast inflationär und erzeugt an manchen Kreuzungen einen regelrechten Schilderwald.

Wir bleiben zunächst auf dem Benediktweg, der Joseph Ratzinger nach seiner Ernennung zum Papst gewidmet wurde. Benedikt XVI. wurde bekanntlich ja inzwischen emeritiert, doch seine heilige Schleife verbindet noch immer auf 248 Kilometern die wichtigsten Stationen seiner Kirchenkarriere miteinander. Wir folgen dem gesegneten Weg zu Klöstern, Kirchen und Kapellen, kurven durch seine alte Heimat und landen pünktlich zum Sonnenuntergang im Kloster Seeon, der alten Wirkstätte des ehemaligen Papsts. Hinter dicken Klostermauern wird exquisit gekocht und auch die Zimmer haben nichts mit spartanischen Gebetszellen gemein, sondern sind modern und stilvoll eingerichtet – Zutritt selbstverständlich für alle Konfessionen.

Mehr als 1400 Kilometer perfekte Radwege

Auf dem Alz-Salzach-Weg kürzen wir den Benediktweg etwas ab und erreichen das sehenswerte Tittmoning. Der mittelalterliche Marktplatz mit seinen großen Steinbrunnen wird von der völlig intakten Burg überragt. Ein kurzer steiler Anstieg führt bis zur Zugbrücke hinauf. Auf dem Bajuwaren-Radweg machen wir gen Süden kehrt und streifen Wiesmühl, Harmoning sowie Tengling und fahren an glühendroten Wäldern vorbei. Bauern bieten hier jetzt palettenweise Kürbisse, Artischocken und Sonnenblumen an. Die Hügel um den Tachinger See fordern erneut unsere Waden. Es folgt der Waginger See, der statistisch ges ehen wärmste Badesee Bayerns. Da die Temperatur bei etwa 25 °C in der Sonne liegt, reizt uns ein kurzer Sprung in den See. Danach prickelt die tiefstehende Herbstsonne förmlich auf der Haut. Zurück auf dem Asphalt erfordert sie allerdings auch eine gute Sonnenbrille, damit das Streulicht in den Wäldern die Radtour nicht zum Blindflug macht. Fällt allerdings der herbstliche Schatten auf die Route, müssen Bein- und Ärmlinge raus, da die Temperatur dann im Nu in den Keller rutscht. Wir bleiben im einsamen Rupertiwinkel. Die Route ist leicht zu fahren und bleibt fast immer vom Verkehr verschont. Die vielen Mischwälder sorgen durchwegs für ein prächtiges Farbspektrum. Von Waging bis Sankt Leonhard am Wonneberg verlaufen die „See-zu-See-Tour“ und die „Alpentour“ ein Stück lang parallel zueinander. Erst auf Höhe Maria Tanne bei Weißbach gabeln sie sich. Die Badehose flattert immer noch hinten im Wind, wir lenken in Richtung Süden. Wir genießen ein letztes Mal das komplette Alpenpanorama, bevor unser weiß-blaues Schmankerl durch die Farbpalette wieder in Traunstein endet. Wir konnten nur einen kleinen Teil der mittlerweile über 1400 Kilometer beschilderten Radwege abstrampeln, aber auch oder gerade im Herbst verdient diese Runde die Bestnote, die Zertifizierung als „RadReiseRegion“ haben sich die Chiemgauer redlich verdient. Unsere Runde lässt sich prima in drei Tagen schaffen. Wer die „RadReiseRegion“ noch besser kennenlernen will, der hängt ein paar Nächte dran und ergänzt sie durch kleine Erlebnisrunden.

Die schönsten Touren

Start/Ziel: Obing – die „Bauernhofsafari“ (3 Stunden/48 Kilometer und 284 Höhenmeter) ist eine Traumtour! Man sieht hier nicht nur kleine, traditionelle Sacherl und stattliche, moderne Höfe, sondern kann auch viel über das landwirtschaftliche Leben von einst und heute lernen. Neben drei Bauernhofmuseen gibt es, wie es sich für eine Safari gehört, viele exotische Tiere – zum Beispiel auf einer Straußenfarm oder einem Filmtierhof – zu entdecken. Mehrere Badeseen machen die Fahrt ins Grüne perfekt.

Start/Ziel: Siegsdorf – die Eiszeitrunde (2 Stunden/31 Kilometer und 380 Höhenmeter) führt entlang spannender Stationen zum größten Mammutskelett Europas.

Start/Ziel: Traunstein – auf den Spuren von Papst Benedikt XVI. führt die Rundtour „Im Einklang radeln“ (2,2 Stunden/36 Kilometer und 381 Höhenmeter) durch eine hügelige, sehr reizvolle Landschaft in der Nähe Traunsteins. Mehrere Wallfahrtskirchen, Kapellen sowie das ehemalige Wohnhaus des emeritierten Papsts liegen an dieser besinnlichen Radstrecke.

Start/Ziel: Waging am See – bei der „Chiemgauer Schmankerltour“ (3 Stunden/458 Kilometer und 410 Höhenmeter) nach Taching ist der Name Programm: Beim Radfahren gibt es typisch bayerischregionale kulinarische Köstlichkeiten und süffige Gaumenfreuden aus Brenn-und Sudkessel, prachtvolle Ausblicke über das blau-weiße Alpenvorland und Gustostückerl aus dem kulturellen Leben.

Start/Ziel: Tittmoning – stille Wasser, erfrischende Badeseen, heilsame Quellen und ein – manchmal – reißender Fluss begegnen dem Radfahrer auf der gut 30 Kilometer langen, beschaulichen „Wasser-Erlebnistour“ (2,45 Stunden/43 Kilometer und 177 Höhenmeter) durch den nördlichen Chiemgau bei Tittmoning.