Weiterlesen mit NEWS. Jetzt testen.
Lesezeit ca. 8 Min.

Die dunkle Macht der GEHEIMDIENSTE


HÖRZU Wissen - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 17.01.2019

Attentate, Sabotage, Cyberangriffe: EinEX-CIA-MITARBEITER verrät, warum Agenten heute noch skrupelloser vorgehen als im Kalten Krieg


Artikelbild für den Artikel "Die dunkle Macht der GEHEIMDIENSTE" aus der Ausgabe 1/2019 von HÖRZU Wissen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: HÖRZU Wissen, Ausgabe 1/2019

Die Sitzung läuft bereits neun Stunden, da lässt ein Satz alle Teilnehmer aufhorchen. Es ist der Abend des 24. Mai im Jahr 2018. In Canberra tagt der Rechtsausschuss des australischen Senats, Duncan Lewis hat das Mikrofon ergriffen. Der australische Geheimdienstchef wählt deutliche Worte, um den anwesenden Politikern den Ernst der Lage bewusst zu machen: „Die düstere Realität ist, dass es heute mehr ausländische Geheimdienstler gibt als während des Kalten Krieges!“ Und: ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 2,99€
NEWS 30 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von HÖRZU Wissen. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 1/2019 von KAUM ZU GLAUBEN: Mit HÖLLISCHEM TEMPO …. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
KAUM ZU GLAUBEN: Mit HÖLLISCHEM TEMPO …
Titelbild der Ausgabe 1/2019 von Turbo-EVOLUTION in der STADT. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Turbo-EVOLUTION in der STADT
Titelbild der Ausgabe 1/2019 von So war Napoleon wirklich. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
So war Napoleon wirklich
Titelbild der Ausgabe 1/2019 von DAS BLAUE WUNDER. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
DAS BLAUE WUNDER
Titelbild der Ausgabe 1/2019 von DIE RÜCKKEHR DER SEUCHEN. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
DIE RÜCKKEHR DER SEUCHEN
Titelbild der Ausgabe 1/2019 von DIESE LEBENSMITTEL MACHEN GLÜCKLICH. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
DIESE LEBENSMITTEL MACHEN GLÜCKLICH
Vorheriger Artikel
KAUM ZU GLAUBEN: Mit HÖLLISCHEM TEMPO …
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Turbo-EVOLUTION in der STADT
aus dieser Ausgabe

... „Spionage, Einmischung, Sabotage und böswillige Aktivitäten von Insidern können den Interessen unseres Landes katastrophalen Schaden zufügen.“

So offen sprechen Geheimdienstchefs selten. Dabei ist Australien kein Einzelfall. Überall auf der Welt sehen sich die Staaten mehr und mehr durch die Operationen ausländischer Geheimdienste bedroht. In Deutschland etwa haben laut Generalbundesanwalt die Spione des türkischen MIT ihre Aktivitäten ausgeweitet, es geht ihnen vor allem um die Überwachung Oppositioneller.

TODESFALLE KONSULAT

Im Kalten Krieg standen sich mit CIA und KGB zwei hochgerüstete Geheimdienste gegenüber. Aber gerade weil dieser Krieg der Systeme vorbei ist, ist die Lage heute sehr viel unübersichtlicher.

Die Nachrichtendienste der USA und Russlands sind zwar immer noch die Platzhirsche in der Welt der Agenten. Doch längst treten die Spionageorganisationen einer ganzen Reihe von Staaten extrem aggressiv auf. Dazu gehören etwa China, Nordkorea, Saudi-Arabien, die Türkei, Pakistan oder der Iran. „Die Welt ist ein viel gefährlicherer Ort geworden“, sagt Melvin A. Goodman im Interview mit HÖRZU WISSEN. Insgesamt 24 Jahre lang hat der US-Amerikaner als Senior Analyst und Division Chief beim US-Auslandsgeheimdienst CIA gearbeitet. Heute ist er Buchautor und Senior Fellow beim Center for International Policy in Washington und noch immer in Geheimdienstkreisen bestens vernetzt. In seinem nächsten Buch „American Carnage: Trump’s Assault on Governance“ (Mai 2019, City Lights Publishers) analysiert er unter anderem Donald Trumps Sicherheitspolitik. Der US-Präsident ist laut Goodman einer der Hauptgründe für die gestiegene Gefährdung weltweit. „Donald Trumps Devise lautet bekanntlich ‚America First‘“, erklärt der Ex-CIA-Mitarbeiter. „Er ist gegen Globalisierung und gegen internationales Eingreifen.“ Die Folge, so der Spionageexperte, sei ein Machtvakuum, das die Lage unberechenbar mache.

Bestes Beispiel dafür ist der Fall Jamal Khashoggi. Der saudi-arabische Journalist lebte in den USA und arbeitete für die „Washington Post“. In seinen Beiträgen hatte er sich wiederholt kritisch über Kronprinz Mohammed bin Salman al-Saud geäußert. Am 2. Oktober 2018 betrat Khashoggi das saudi-arabische Konsulat in Istanbul, er wollte Unterlagen für seine geplante Hochzeit abholen. Doch er sollte das Gebäude nicht mehr lebend verlassen. Wie der türkische Geheimdienst herausfand, soll Khashoggi verhört, gefoltert und bei lebendigem Leibe zerstückelt worden sein.

Saudi-Arabiens Regierung gestand erst zwei Wochen nach Khashoggis Verschwinden dessen Tod ein. Angeblich war es ein Unfall: Einzelne Mitarbeiter hätten eigenmächtig gehandelt, ein Verhör sei aus dem Ruder gelaufen und hätte zum Tod Khashoggis geführt. Das Vorgehen lässt für Ex-CIA-Mann Melvin A. Goodman nur einen Schluss zu: „Ein Fall wie der Khashoggis zeigt, dass niemand mehr Angst vor einer Reaktion der Amerikaner haben muss.“ Zumal es denen auch um viel Geld geht: Nur 18 Monate vor dem Mord an Jamal Khashoggi hatte US-Präsident Trump einen lukrativen Waffendeal mit Saudi-Arabien unterzeichnet. Einnahmen für die USA über die nächsten acht Jahre: sagenhafte 110 Milliarden Dollar.

FOTOS S. 14–15: KRAFT/GETTY IMAGES (3), SACHS/JAMALI/GEBERT/ZVULUN/ASTAKHOV/BOWMER/DPA PICTURE-ALLIANCE (9) [M]; S. 16–17: SAVELIEV/WIKIMEDIA COMMONS, O‘DONNELL/CARDY/GETTY IMAGES (2), SHUTTERSTOCK, DPA PICTURE-ALLIANCE (4)

Auch eine andere Geheimdienstaktion sorgte 2018 für Aufsehen. Sergei Skripal (67) war seit den 1980er-Jahren Spion für den sowjetischen Militärgeheimdienst GRU im westlichen Ausland gewesen. In Spanien wurde Skripal vom britischen Geheimdienst SIS angeworben. Dank Skripal gelang es Großbritannien, Hunderte russischer Agenten zu enttarnen. Doch Skripal flog auf: Im Dezember 2004 wurde er in Russland als Doppelagent festgenommen und später zu Arbeitslager verurteilt. 2010 wurde er begnadigt und zusammen mit weiteren westlichen Spionen gegen vom FBI verhaftete russische Spione ausgetauscht. Er zog mit seiner Familie in die englische Provinz und wähnte sich dort in Sicherheit.

GIFT GEGEN VERRÄTER

Doch am 4. März 2018 wurden er und seine Tochter in Salisbury vergiftet. Experten konnten die toxische Substanz als Nervenkampfstoff aus der Nowitschok-Reihe identifizieren. Dieses militärspezifische Nervengift wurde in den 1970er-Jahren in der UdSSR entwickelt und dort weiter erforscht. Skripal und seine Tochter überlebten den Anschlag knapp. Verschiedene Überwachungskameras zeichneten zwei Verdächtige auf: GRU-Agenten, die erst zwei Tage zuvor von Moskau nach England gereist waren. Am Tag der Giftattacke flogen beide Männer zurück nach Russland und sind dort auf freiem Fuß.

Dr. Christopher Nehring hat den Fall Skripal aufmerksam verfolgt. Der Leiter der Forschungsabteilung des Deutschen Spionagemuseums hat Osteuropäische und Neuere Geschichte in Heidelberg und St. Petersburg studiert und promovierte über osteuropäische Geheimdienste. Im Gespräch mit HÖRZU WISSEN sagt Nehring: „Was im Fall Skripal immer noch unklar ist, ist das Motiv.“ Wladimir Putin gilt zwar als hart im Umgang mit Verrätern, dennoch ist das Vorgehen sehr ungewöhnlich. „Normalerweise ist es für einen Staat, der einen Spion verhaftet und ausgetauscht hat, nicht zielführend, diesen später umzubringen. Deshalb gibt es die ungeschriebene Regel unter Geheimdiensten, dies nicht zu tun.“ Der Spionageexperte räumt ein: „Nach dem Fall Skripal müssen wir möglicherweise vom Glauben an diese Praxis abrücken.“ Die alten Regeln – in der neuen Geheimdienstwelt scheinen sie nicht mehr zu gelten.


» Viele Geheimdienste werden eingesetzt, um fremde Staaten zu destabilisieren. « DR. CHRISTOPHER NEHRING, Spionageexperte


Auch die Methoden der Aufklärung haben sich verändert, allen voran durch die Digitalisierung. „Im Kalten Krieg war das Internet noch eine militärische Erfindung, zu der ein paar Hundert Leute in den USA Zugang hatten“, erklärt Dr. Christopher Nehring. „Durch die digitale Revolution kommen Geheimdienste heute viel leichter an relevante Daten, auch wenn gleichzeitig der Aufwand der Auswertung immens steigt.“ Für Dienste wie die US-amerikanische National Security Agency (NSA) sind solche Daten essenziell. Nach den Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden 2013 hatte die NSA zwischenzeitlich ihr Pensum gedrosselt. Doch 2017 sammelte die NSA mehr als 500 Millionen Metadaten bei US-Internetprovidern – dreimal so viel wie im Jahr zuvor.

In der digitalen Welt sind Geheimdienste aber nicht nur Beobachter. Israels Dienste etwa sind echte Spezialisten für digitale Kriegsführung. Sie gelten als Urheber von Cyberattacken gegen den Iran. In den vergangenen Jahren sabotierte Schadsoftware dessen Atomprogramm sowie Teile der Erdölindustrie.

Als gesichert gilt auch die Manipulation des US-Wahlkampfs 2016 durch russische Hackergruppen mit Verbindungen zum dortigen Geheimdienst. Zum Repertoire gehören: Angriffe auf US-Kommunikationsinfrastrukturen sowie gezielte Desinformationen in sozialen Netzwerken. Historiker Dr. Nehring: „Auch heute werden viele Geheimdienste eingesetzt, um fremde Staaten zu destabilisieren. Ein Beispiel waren russische Versuche, 2016 einen Putsch in Montenegro zu unterstützen. Nur weil der Kalte Krieg Geschichte ist, hört dieses Mittel der Einflussnahme nicht auf zu existieren.“

DIE CIA UND DAS KOKAIN

Wenn es um die Wahl der Methoden geht, ist für viele Geheimdienste immer noch die CIA das Vorbild. Das aus heutiger Sicht Erstaunliche: Als die CIA 1947 gegründet wurde, war ihr Auftrag nicht Sabotage, Destabilisierung und andere Geheimoperationen. Dem US-Präsidenten Harry Truman zufolge sollte die neue Organisation nur sämtliche nachrichtendienstlich relevanten Informationen sammeln und auswerten. Die Vorgabe: Ein Angriff wie der auf Pearl Harbor 1941 dürfe die USA kein zweites Mal überraschen. Doch aus dem passiven Aufklärungsdienst wurde eine aggressive Agentenorganisation. Nur ein halbes Jahr nach Ende von Trumans Präsidentschaft gab Nachfolger Dwight D. Eisenhower 1953 grünes Licht für die „Operation Ajax“. Dabei ging es darum, die Regierung im Iran zu stürzen – für die CIA der Verlust der Unschuld. Von da an setzte sie sich immer wieder über moralische und rechtliche Grenzen hinweg. So spielte die CIA etwa eine wichtige Rolle bei der Ermordung des kongolesischen Politikers Patrice Lumumba 1961. Selbst für Zyniker seien die Vorteile solcher drastischen Menschenrechtsverletzungen zweifelhaft, meint Melvin A. Goodman. „Alle großen verdeckten Operationen – Regimewechsel oder politische Attentate – waren strategische Fehler“, sagt der Ex-CIA-Analyst. „Vielleicht gab es einzelne taktische Erfolge, aber sie stehen in keinem Verhältnisse zu den strategischen Nachteilen.“

Ein weiteres dunkles CIA-Kapitel ist die Iran-Contra-Affäre. In den 1980er-Jahren unterstützte die CIA die Guerilla-Bewegung der Contras in Nicaragua mit Geldmitteln, die aus geheimen Waffenverkäufen an den Iran stammten. Später kam heraus, dass Contras mehrere Tonnen Kokain in die USA geschmuggelt hatten. Die CIA wusste davon und ließ sie gewähren. „Heute unterstützt die CIA unter anderem Gruppen in Südwestasien oder im mittleren Osten“, erklärt Goodman. „Ich denke, auch bei diesen wird die CIA auf Beweise für illegale Geschäfte stoßen. Ob die CIA diese Aktivitäten meldet? Ich weiß es nicht.“

Ein Mythos über die CIA, der sich hartnäckig hält, ist der vom „Staat im Staat“ – eine Geheimorganisation also, die unabhängig vom Weißen Haus eigene Ziele verfolge. Das Gegenteil sei der Fall, sagt Goodman, der einst selbst an den Berichten für den US-Präsidenten gearbeitet hat. Anstatt vorurteilsfrei Daten zu sammeln und zu analysieren, passe die CIA Berichte den Wünschen der politischen Führung an. So wie 2003. Damals wurden zur Rechtfertigung des Irakkriegs Darstellungen über Massenvernichtungswaffen erfunden. „Seit dem 11. September 2011“, verrät Goodman HÖRZU WISSEN, „ist die CIA außer Kontrolle.“ Die Politisierung der Behörde trübe den Blick für die Realität. „Der arabische Frühling, die Russen in der Ukraine oder auf der Krim – nichts davon hat die CIA antizipiert.“

Immer öfter sind die USA auf Hilfe fremder Geheimdienste angewiesen. Die Grenze zwischen Freund und Feind ist dabei unscharf. „Im Bereich des Terrorismus hat die CIA beispielsweise wertvolle Informationen vom pakistanischen Geheimdienst erhalten“, erklärt Melvin A. Goodman. „Und das, obwohl man denken könnte, es herrsche Feindschaft. Schließlich führt Pakistan Operationen durch, die auch schon als Terrorismus bezeichnet wurden.“

LÜGEN UND BETRÜGEN

Besondere Gefahrenherde für die USA sind der Iran und Nordkorea. Weder in dem einen noch in dem anderen Land unterhält Amerika Botschaften. Die mangelnden diplomatischen Beziehungen erschweren auch die Geheimdienstarbeit. „Erst wenn die USA dort Botschaften errichten“, erklärt Melvin A. Goodman, „hat man die Möglichkeit, dort auch CIA-Mitarbeiter zu stationieren. Ohne Botschaften keine Agenten.“


» Es gibt heute mehr Geheimdienstler als während des Kalten Krieges!
« DUNCAN LEWIS, Australischer Geheimdienstchef


Bis es so weit ist, muss die CIA Umwege beschreiten. So sucht man etwa Kontakt zu Iranern, die außerhalb des Landes leben. Eine Strategie, die sich während des Kalten Krieges bewährt hatte. Goodman erinnert sich: „Wir hatten mehr Erfolg, sowjetische Offizielle als Informanten zu gewinnen, die nicht in der UdSSR stationiert waren. Fündig wurden wir in den sowjetischen Botschaften, etwa in Südostasien oder Afrika.“

So oder so: Einen ausländischen Informanten zu rekrutieren ist ein langwieriger Prozess. Anwerber tarnen sich anfangs, etwa als Headhunter. Spionageexperte Dr. Christopher Nehring kennt die Fragen, die es erst mal zu klären gilt: „Über welche Informationen verfügt die menschliche Quelle? Ist sie zuverlässig? Auf welches Motiv könnte sie anspringen? Geld? Oder kooperiert sie aus politisch- ideologischen Gründen?“

Auch die Motive der Geheimdienstler selbst werden regelmäßig hinterfragt. CIA-Mitarbeiter etwa müssen sich alle paar Jahre Lügendetektortests stellen. Unter den Standardfragen: Haben Sie ohne Autorisierung mit Journalisten gesprochen? Haben Sie geheime Dokumente aus Sicherheitsbereichen mitgenommen? Doch die Aussagekraft solcher Tests ist bescheiden. Selbst CIA-Analyst Aldrich Ames bestand zwei Lügendetektortests in den 1980er- und 1990er-Jahren. Gleichzeitig gab er als sowjetischer Doppelagent wichtige Daten an die UdSSR weiter. Ames gilt als einer der größten Verräter der CIA-Geschichte.

Vielleicht kann so ein Test bei Agenten ja auch gar nicht funktionieren. Schließlich geht es um Menschen, die laut Melvin A. Goodman trainiert werden, für die eigene Regierung „zu betrügen, zu lügen und zu stehlen“. Und manchmal sogar noch mehr.

FOTOS: VUCCI/MAYO/GIANNAKOURIS/DPA PICTURE-ALLIANCE (5), GOOGLE, NGAN/GETTY IMAGES