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DIE DUNKLE SEITE DER MACHT


Träume Wagen - epaper ⋅ Ausgabe 3/2019 vom 15.03.2019

Mehr Hubraum, mehr Leistung, mehr Luxus:Für die anspruchsvolle Kundschaft holte AMG mit dem Mercedes 560 SEC 6.0 die Sterne vom Himmel


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Bildquelle: Träume Wagen, Ausgabe 3/2019

Vom Guten das Beste und davon reichlich. Es ist ein schlichter Zahlencode, der beweist, dass man Mercedes auch anders fahren kann als distinguiert: Mit der Artikelnummer C700 0019/80 überholte AMG die Ausgangsbasis von Mercedes in Preis und Leistung gewaltig. Das großformatige Coupé der Baureihe 126 galt bereits ab Werk ...

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Vom Guten das Beste und davon reichlich. Es ist ein schlichter Zahlencode, der beweist, dass man Mercedes auch anders fahren kann als distinguiert: Mit der Artikelnummer C700 0019/80 überholte AMG die Ausgangsbasis von Mercedes in Preis und Leistung gewaltig. Das großformatige Coupé der Baureihe 126 galt bereits ab Werk als Meisterwerk von Bruno Sacco, als Fahrzeug voller Würde und überlegener Kraft – für viele gar als das beste Auto der Welt. Nicht genug für die AMG-Gründer Hans-Werner Aufrecht und Erhard Melcher. Lange vor der Fusion mit Mercedes-Benz taten sie, was andere noch nicht einmal zu denken wagten: einen Mercedes besser und schneller zu machen als vom Werk vorgesehen. Sie traten mit einem frisierten 300 SEL 6.3 bei Rundstreckenrennen an, bohrten einen 250er-Automatik-/ 8 auf 2,8 Liter auf und rüsteten viertürige W123 mit Speichen-Alus und mattschwarzem Kühlergrill auf – getunte Mercedes waren in der Mitte der Gesellschaft angekommen.
Mit dem aufgerüschten 560 SEC 6.0 setzten sie dem Tuning-Look der 80er-Jahre die Krone auf. Die Leistungssteigerung auf 385 PS durch den Umbau auf 6-l-Vierventilzylinderköpfe inklusive Sportauspuffanlage und Motor aus- und einbauen schlug mit 61.850,70 Mark zu Buche – zuzüglich des Kaufpreises für das Basisfahrzeug von 143.500 Mark. Dabei war die Karosserie dieses am Ende bis zu 270.000 Mark teuren AMG 560 SEC 6.0 noch nicht einmal aufpreispflichtig verbreitert worden, die breit gezogenen Widebody-Coupés spielten noch mal in einer anderen Liga.
Es gibt sie noch, die frühen AMG-Schocker, sogar noch im weitgehend unverbastelten Zustand und ohne nachträglich angepappte Teile. Und der Liebhaber erkennt an der hochwertigen Verarbeitung den Grund für die selbstbewusste Aufpreispolitik der Tuningschmiede: Schwäbische Qualitätsansprüche waren auch für Aufrecht und Melcher zwingend. Ein grandioses Beispiel für die Vor-Fusions-Ära von AMG und der Daimler AG in den frühen Neunzigern ist der 1989er 560 SEC AMG 6.0 Wide-Body, der in diesen Tagen von RM Sotheby´s in Florida an den Höchstbietenden abgegeben wird. Mit Vierventilzylinderköpfen auf sechs Liter Hubraum gebracht, doppelt so viel Drehmoment wie der Ausgangsmotor, typischem AMG-Breitbau mit entsprechend fetten Puschen und natürlich „black in black“ lässt der Sternenkrieger auf eine satte Rendite hoffen. Erwartet werden 120.000 bis 140.000 Dollar. Obwohl das Vorleben der in Kennerkreisen stark nachgefragten Ikone weitgehend im Dunkeln liegt – klar ist nur, dass das Fahrzeug nach Japan ausgeliefert und vor Kurzem in die Schweiz geholt und sorgfältig aufgearbeitet wurde –, dieser Sechsliter-SEC-AMG ist der King einer jeden Autosammlung und in puncto Zeitgeist, Exklusivität, Technik und Leistung nicht zu toppen. Mehr Mercedes C 126 geht nicht.


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Fotos: Tim Scott ©2018 Courtesy of RM Sotheby‘s