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DIE EISKÖNIGIN: Jutta Müller zum 90.


SUPERillu - epaper ⋅ Ausgabe 51/2018 vom 13.12.2018

Sie war die elegante, strenge Lehrerin an der Bande: Dank ihrer Leidenschaft brachte Jutta Müller es mit 57 gewonnenen Medaillen zur erfolgreichstenEiskunstlauftrainerin der Geschichte. Zum runden Geburtstag setzt der MDR ihr jetzt ein Denkmal


Artikelbild für den Artikel "DIE EISKÖNIGIN: Jutta Müller zum 90." aus der Ausgabe 51/2018 von SUPERillu. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: SUPERillu, Ausgabe 51/2018

Als Eislauftrainerin war Jutta Müller bekannt für ihre Disziplin – und dafür, dass sie häufig Pelz trug


Drei Generationen: Jutta mit ihrer Mutter Marie Lötzsch und Tochter Gaby


Mitte der 50er heiratete sie ihren zweiten Ehemann, Bringfried Müller


Aus Tochter Gaby Seyfert (l.) formte sie eine Weltklasse-Athletin


Ungewohnte Rolle: 1979 mit Enkelin Sheila beim Urlaub ...

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... in Varna (Bulgarien)


Dieser Tag steckt voller Begegnungen und großer Emotionen: Wenn Jutta Müller am 13. Dezember ihren 90. Geburtstag feiert, wird es für die Eislauf-Legende ein ganz besonderes Fest. Nach dem Mittagessen mit Familie und Freunden erwartet die Chemnitzerin nämlich ein Geschenk.

Die Jubilarin verrät : „Am Abend geht’s ins Kino – zur Voraufführung des Films, den der MDR anlässlich meines Geburtstages produziert hat. Darauf freue ich mich schon und bin natürlich sehr gespannt.“ Die Sendung „Die Eiskönigin aus Chemnitz – ein Abend für Jutta Müller“ (16. Dezember, 20.15 Uhr) würdigt das Leben der ehemaligen Eiskunstläuferin. Eine Reise durch die Vergangenheit mit Weggefährten. SUPERillu befragte Jutta Müller vorab zur Gegenwart.

Frau Müller, 90 Jahre, ein tolles Alter! Wie geht es Ihnen? Jutta Müller: Es ging schon mal besser. Logisch. Aber ich will mich nicht beklagen. Denn dass ich noch selbstständig in meiner Wohnung leben kann, das ist in meinem Alter nicht jedem vergönnt.

Mit welchen Gefühlen begehen Sie Ihren Ehrentag? Ja, mit welchen Gefühlen? Ich bin dankbar, dass ich es bis hierher geschafft habe und trotz einiger gesundheitlicher Probleme noch aktiv am Alltag teilnehmen kann.

Gibt es etwas,

wofür Sie rückblickend

besonders

dankbar sind? Ich hatte einen abwechslungsreichen Beruf, der mir viel Freude bereitet und der mich gefordert hat. Was gibt es Schöneres, als täglich mit jungen Menschen zu arbeiten, mit ihnen gemeinsam Erfolg zu haben. Dabei habe ich nicht nur die Eisbahnen dieser Welt kennengelernt, sondern auch andere Kulturen. Und ich bin tollen Menschen begegnet.

Dabei gab es aber auch Wendepunkte in Ihrem Leben! Ein ganz entscheidender war das gewissermaßen verordnete Ende der eigenen sportlichen Karriere mit dem Auftrag, Trainerin zu werden. Damals, als junge Frau, hat mir das überhaupt nicht geschmeckt. Heute sage ich, es war genau richtig, ich hätte als Eiskunstläuferin nie das erreicht, was mir als Trainerin mit meinen Schützlingen gelungen ist.


Ich bin dankbar, dass ich zu vielen meiner Schützlinge noch Kontakt habe. Jutta Müller


Sie waren in Ihrer Karriere viel auf Reisen. Wie sieht heute ein Tag aus? Einfach die täglichen Dinge des Alltags meistern. Zum Einkaufen in die Stadt fahren. Zur Physiotherapie gehen und, auch wenn es nicht mehr so regelmäßig wie über viele Jahre zuvor passiert, mich zum Kaffeeklatsch mit meinen Freundinnen und langjährigen Trainerkolleginnen Ruth Clausner, Irene Salzmann und Gisela Loucky treffen.

Wie ist das Verhältnis zu Ihren ehemaligen Schützlingen? Ich bin dankbar und froh, dass ich zu den meisten der ehemaligen Sportlerinnen und Sportler noch Kontakt habe: Hin und wieder mit ihnen zu telefonieren, zu wissen, wie es ihnen geht, was sie selbst im Leben erreicht haben, ist schön. Und ganz besonders freue ich mich auch, wenn sich Aljona Savchenko bei mir meldet. Seitdem sie 2003 aus der Ukraine nach Chemnitz gezogen ist, bin ich sozusagen ihre mütterliche Freundin.

► Welche Rolle spielt der Sport, der Ihr Leben bestimmte, heute noch für Sie? Wenn im Fernsehen Eiskunstlaufen gezeigt wird, schaue ich mir alles an. Diese Leidenschaft teile ich übrigens mit Irene Salzmann, die einst auch meine Partnerin im Damenpaarlauf war und die als Paarlauftrainerin Sabine Baeß und Tassilo Thierbach zum Welt- und Europameistertitel geführt hat. Wir werten dann immer das Gesehene aus. Und haben uns auch riesig über den Olympiasieg von Aljona Savchenko und Bruno Massot gefreut.

Haben Sie für das neue Lebensjahr einen Wunsch? Vor allem, dass meine Familie gesund bleibt. Das ist das Wichtigste. Und dass ich mich selbst noch lange an meiner Urenkelin Karlotta erfreuen, ihre Entwicklung verfolgen kann. Sie ist seit diesem Jahr Erstklässlerin.

Mit Schützling Katarina Witt verbindet die Trainerin mehr als nur der Olympiasieg in Calgary 1988 (r.)


Paarlauf-Weltmeisterin Aljona Savchenko (r.) ist eine der Gratulantinnen


FOTOS: B. Trenkel/SUPERillu, Eastblockworld, Ullstein (2), privat (4), dpa (3), imago (3), MDR

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