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DIE ERSTEN WINDOWS-11 NOTEBOOKS IM TEST


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Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 24/2021 vom 19.11.2021

Notebooks

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Bildquelle: Computer Bild, Ausgabe 24/2021

KLASSISCHER 15-ZÖLLER ONE UNIQUE BOOK R4-3 (913 EURO)

Alles neu macht der Herbst: Microsoft stellt mit Windows 11 ein überarbeitetes Betriebssystem vor, und die Notebook-Hersteller liefern eine ganze Armada passender neuer Geräte. Wie schlagen sich die ersten Windows-11-Notebooks in der Preisklasse bis 1000 Euro im Test? Und ist Windows 11 wirklich schneller und effizienter?

Was darf’s denn sein?

Im Testfeld befinden sich die passenden Geräte für nahezu alle Anforderungen:

15- bis 16-Zoll-Notebooks: Die Klassiker sind 15-Zoll-Geräte – bestens geeignet für den mobilen wie stationären Einsatz. Vier dieser Geräte sind in diesem Vergleichstest dabei.

13-/14-Zoll-Notebooks: Sie sind klein, leicht und dünn – ideal für unterwegs. Im Test: drei 13 bis 14 Zoll große Geräte.

Convertible: Wie wäre es mit einem Convertible, das Notebook und Tablet in einem Gerät vereint? Auch so ein Modell ...

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... befindet sich mit dem Envy 13 x360 von HP im Testfeld.

Der erste Kontakt

Egal wie groß, klein oder welche Bauart: Das Auge kauft mit, auf Billigheimern fühlt sich das Arbeiten einfach nicht gut an. Design und Verarbeitung sind daher wichtige Punkte bei der Kaufentscheidung. Richtig schick sehen die Testkandidaten Lenovo ThinkBook 13S G2, Pavilion Aero 13 und Envy 13 x360 von HP aus – und sie fühlen sich auch edel an. Das Thomson Neo 15 macht abgesehen vom Schriftzug des Herstellers auf dem Displaydeckel hingegen eher einen auf schlicht. Bei der ersten Berührung erschreckt der Käufer aber: Das Gehäuse besteht aus derart weichem Kunststoff, dass es sich schon bei wenig Druck verbiegt. Und noch viel schlimmer: Für ein 15,6-Zöller ist das Thomson so instabil, dass die Bodengruppe mit Tastatur, Touchpad und Technik schon nach wenigen Arbeitsstunden wie eine gebogene Halfpipe für Skateboarder aussieht.

KOMPAKTER 13-ZÖLLER LENOVO THINKBOOK 13S (820 EURO)

Leicht und leichter

Da ist es nur ein schwacher Trost, dass das Thomson mit einem Gewicht vom 1,55 Kilogramm zu den leichtesten 15-Zoll-Notebooks zählt. Und richtige Schwergewichte steigen in diesem Vergleichstest ohnehin nicht in den Ring – die Zwei-Kilogramm-Marke knackt nicht ein Prüfling. Herausragend beim Gewichtmachen ist das HP Pavilion Aero 13: Mit exakt 950 Gramm bleibt es sogar unter der Ein-Kilogramm-Marke.

GROSSER 16-ZÖLLER MEDION E16402 (500 EURO)

VIELSEITIGES CONVERTIBLE HP ENVY 13 X360 (900 EURO)

Derart leichte Notebooks sind sonst nur in der 1500- bis 2000- Euro-Klasse zu finden.

Das steckt drin

Noch wichtiger als das Gewicht ist natürlich das Innenleben der Notebooks. Was dürfen Kunden heute von einem 1000 Euro teuren Notebook erwarten?

Prozessor: Das Herz sollte mindestens ein Core-i5-besser ein Core-i7-Prozessor von Intel sein, alternativ eine Ryzen-5-beziehungsweise eine Ryzen-7-CPU von AMD. Wichtig: Es sollten nicht irgendwelche alten Kamellen sein, sondern Motoren aus den neuesten Baureihen. Das heißt für Intel: Es müssen Core-i-Prozessoren der 11. Generation (Codename: „Tiger Lake“), bei AMD-Prozessoren die 5000er-Modelle der „Cezanne“-Reihe sein.

„Das OLED- Display des HP Envy x360 ist mein Favorit: kontrastreich und mit satten Farben!“

Ingolf Leschke Stellv. Ressortleiter Hardware

Ist Windows 11 wirklich besser?

Schicker, bedienungsfreundlicher, umfangreicher – das ist Windows 11 zweifelsfrei. Aber arbeitet es auch schneller und effizienter? Dazu hat COMPU- TER BILD mit dem kürzlich bei Aldi erhältliche Medion Erazer Beast X25 die Tempoprüfungen sowohl unter Windows 10 als auch Windows 11 durchgeführt. Das Resultat: Windows 11 ist zwar ressourcenhungriger, die gleiche Hardware arbeitet aber sogar geringfügig schneller als unter Windows 10. Unter dem Strich werkelt Windows 11 so etwas effizienter als das Vorgänger-Betriebssystem.

Gute Displays, schlechte Displays

Ordentlich Tempo, viel Puste, reichlich Ausstattung und ein astreines Display – so sehen perfekte Notebooks aus. Aber genau am Bildschirm sparen die Hersteller oft. Das zeigten auch die Prüfungen: Während das 13 Zoll große HP Envy x360 mit einem brillanten OLED-Display aufwartet, das auch ein sattes Schwarz darstellt (im Bild unten links), scheint die Hintergrundbeleuchtung am Thomson Neo 15 vor allem an den unteren Bildrändern durch (im Bild unten rechts). Dieses sogenannte „Bleeding“ stört insbesondere beim Filmegucken. Zudem zeigt das Thomson Fotos, Videos und Webseiten unscharf (1366 x 768 Pixel) und mit verfälschten Farben. Das HP gibt sie hingegen fast originalgetreu wieder. Es zeigt auch die erweiterten Farbräume sRGB und DCI-P3 fast vollständig, ideal für die Bearbeitung von Urlaubsbildern und Videos.

Arbeitsspeicher: Mehr ist besser, lautet die Devise. Warum? Ist der Arbeitsspeicher zu klein, muss der Prozessor berechnete Daten auf die SSD auslagern – das kostet Zeit und bremst das Tempo. Im Notebook sollten daher mindestens 8 Gigabyte, besser 16 Gigabyte Arbeitsspeicher des schnellen Typs DDR4 stecken.

SSD statt Festplatte: Klar, in einem aktuellen Notebook darf keine lahme Festplatte mehr stecken. Eine SSD ist Pflicht. Und die sollte für Windows 11, Programme und Daten wie Fotos, Videos und Musik mindestens 500 Gigabyte, besser 1000 Gigabyte Speicher bieten.

Von schnell bis langsam

Prozessor, Arbeitsspeicher und SSD sind die entscheidenden Komponenten für das Arbeitstempo eines Notebooks.Aber schnelle Hardware allein reicht nicht, sie muss auch ohne Konf likte mit Windows 11 zusammenarbeiten. Als echter Überflieger präsentierte sich im Test das HP Pavilion Aero 13: Es erledigte einfache Office-Aufgaben gleichermaßen fix wie das schweißtreibende Berechnen von Videos mit Filtern und Effekten. Das ist bemerkenswert, denn das HP arbeitet mit AMDs Mittelklasse-Motor Ryzen 5 5600U. Und der schlug trotz kleineren Arbeitsspeichers Intels Oberklasse-CPU Core i7-1195G7 im Acer Aspire Vero, das so auf Platz zwei im Prüfpunkt Tempo rangiert (Vergleich unten).

Schlusslicht in den Geschwindigkeitsprüfungen war das Neo 15. Das Thomson-Notebook fiel damit einmal mehr negativ auf. Das lahme Tempo ist vor allem dem Einstiegsprozessor Intel Celeron N4020 geschuldet. Auch wenn das Neo 15 nur 500 Euro kostet: Eine stärkere Core-i3-CPU wäre hier durchaus drin gewesen – das beweist das gleich teure Medion Akoya E16402. So reicht das Tempo des Thomson nur für Office, Internet, Facebook, Amazon & Co., für alle anderen Aufgaben müssen Nutzer viel Zeit – und Geduld – einplanen.

Heiße und laute Teile?

Dabei hat der Celeron-Prozessor des Neo 15 alle Hände voll zu tun, rackert und rackert – kommt dabei aber nicht ins Schwitzen: Das Thomson blieb auch nach 30 Minuten Volllast-Betrieb an der Unterseite angenehm kühl – ganz ohne nervende Lüfter, die dem Prozessor kühle Luft zufächern.

Das Neo 15 arbeitete so völlig geräuschlos, genauso wie das One Thin & Light.

Das Medion und das Acer entwickelten mit rund 27 Grad Unterschied zur Umgebungstemperatur vergleichsweise viel Wärme – das ist unangenehm, wenn Nutzer die Notebooks auf ihren Schoß stellen. Der Ryzen 5 5500U im One Unique Book musste seine Lüfter unter Volllast lautstark zwangsbeatmen und nervte die Tester damit.

Akkulaufzeiten: 4 bis 7 Stunden

Schnell drehende Lüfter und hohe Verlustleistungen durch Abwärme – das sind neben Prozessor oder Display die Hauptstromfresser eines Notebooks. Wer hält mit der in den Akkus gespeicherten Energie am längsten aus? Auch in dieser Prüfung top: das HP Pavilion Aero. Es kam gut sieben Stunden ohne Steckdose aus! Mit einer Akkulaufzeit von sechseinhalb Stunden folgt dicht dahinter das Envy 13 x360 – ebenfalls von HP. Eine bemerkenswerte Leistung, weil das verwendete OLED-Display als nicht gerade zimperlich beim Stromverbrauch gilt.

Von scharf bis matschig

Richtig gelesen: Das HP Envy 13 x360 hat als einziger Testkandidat ein OLED-Display – in einem Notebook um 900 Euro gibt es das selten. Und dieses OLED-Display begeisterte die Tester: Der Bildschirm ist schön hell (maximal 603 Candela pro Quadratmeter) und extrem kontrastreich. Die Wiedergabe erfolgt so knackig und mit brillanten Farben. Weiterer Vorteil: Das Display zeigt Farben der erweiterten Farbräume sRGB und DCI- P3. Das freut Bild- und Videoprofis, die nur so vernünftig arbeiten können.

Beim Neo 15 reibt sich der Käufer hingegen einmal mehr verwundert die Augen, denn das Display stammt aus dem Museum. Statt auf einem in dieser Preisklasse üblichen Full-HD- Bildschirm mit 1920 x 1080 Pixeln, zeigt das Neo 15 Webseiten, Urlaubsbilder und Videoclips nur auf einem HD-Display mit gerade mal 1366 x 768 Pixeln. Die Folge: Auf dem Thomson-Display bleiben viele Details auf der Strecke, die Wiedergabe wirkt unscharf. Zudem scheint die LED-Hintergrundbeleuchtung durch. Die Folge ist eine unschöne fleckige Darstellung (siehe linke Seite oben).

[il]

FAZIT

Das 13 Zoll große HP Pavilion Aero ist das (fast) perfekte Notebook: Es arbeitet schnell, bietet viel Ausdauer und gute Bildqualität. Es ist extrem leicht und mit knapp 800 Euro vergleichsweise günstig – so sieht ein verdienter Testsieger aus. Ebenso verdient errang das Medion Akoya E16402 den Preis-Leistungs-Sieg. Das 16-Zoll-Notebook für 500 Euro leistete sich im Test keine riesigen Schwächen: Tempo, Display und Ausstattung sind okay, nur der Akku ist etwas kurzatmig.

Insgesamt ist es aber ein Preistipp für Käufer mit schmalem Geldbeutel.

Umsteiger-Tipp

Für große Verwirrung sorgte Microsoft bei der Vorstellung der Systemanforderungen für Windows 11. Demnach ist für das neue Betriebssystem ein Sicherheitschip des Typs TPM 2.0 im Rechner nötig. Dieses Trusted Platform Module speichert unter anderem verschlüsselte Daten.

Es ist aber in vielen Rechnern schon eingebaut – bei Intel-Computern seit 2015, bei Rechnern mit AMD-CPUs seit 2016. Haken: Das Modul ist oft nicht aktiviert, Microsoft erkennt es deshalb nicht. Lösung: zunächst das BIOS beim Start des Rechners aufrufen (je nach Modell durch Drücken der Taste b, t oder x). Bei vielen Geräten findet sich in der Rubrik „Security“ der Eintrag „Security Device Support“. Aktivieren Sie die Funktion, indem Sie hier von „Disable“ auf „Enable“ umstellen (Bild unten).

WINDOWS 11 FÜR ALTE NOTE BOOKS

Microsofts neues Betriebssystem Windows 11 gibt’s auch als Gratis-Update für viele Notebooks und PCs. Wie Ihr Rechner ausgestattet sein muss, um das Windows-11-Update zu erhalten, erfahren Sie online auf der Seite cobi.de/12770. Wie Sie das Update laden und installieren, erklärt COMPUTER BILD in diesem Artikel auf der Seite cobi.de/12673.