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Die Falle schnappt zu


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Das goldene Blatt - epaper ⋅ Ausgabe 3/2023 vom 14.01.2023

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Wieder einmal war Tanja spät dran. Jetzt noch die Hetze durch den Supermarkt, und dann ein Abendessen zaubern, das schnell ging und trotzdem halbwegs gesund war. Der ganz normale Stress als Alleinerziehende. Aber zum Glück war ihre Tochter Lea mit ihren 15 Jahren schon recht selbstständig.

Aus Leas Zimmer war durch die geschlossene Tür gedämpft Musik zu hören. Ihre Jacke hing schief am Haken, die Sneaker lagen achtlos in der Diele. Tanja seufzte. Gab es ein Gen für Unordentlichkeit, das in der Pubertät aktiv wurde?

„Bin wieder da“, rief sie laut und räumte die Schuhe aus dem Weg. Eine Antwort kam nicht.

Es gab Spaghetti mit Tomatensoße später und einen frischen Salat. Genug, dass ein Rest für morgen zum Aufwärmen bliebe. Heute war Nachmittagsunterricht gewesen, da aß Lea in der Schule. „Was gab’s heute in der Mensa?“, erkundigte sich Tanja.

„Bratwurst. Und als zweites Menü ...

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... Hühnersteaks.“ Lea klang angeekelt. Aus ihrem Blick blitzte Empörung. „Ist total daneben, dass so oft nichts Vegetarisches angeboten wird. Die haben echt nichts verstanden“, fügte sie finster hinzu.

Seit einer Weile mochte Lea kein Fleisch mehr, setzte sich auch für den Tierschutz ein und sprach viel über Haltungsbedingungen. Eine gute Sache, zweifellos. Doch Tanja war nicht sicher, ob sie mit ihrer Kompromisslosigkeit nicht manchmal übers Ziel hinausschoss.

„Aber zum Glück erkennen inzwischen immer mehr Leute, dass es mit dem hemmungslosen Genuss von Billigfleisch nicht weitergeht“, kam es prompt mit diesem Unterton des Triumphes von Lea.

Tanja wusste, worauf sie anspielte. In letzter Zeit waren mehrfach Anschläge auf Mastbetriebe und Schlachthöfe verübt worden. Radikale Aktivisten hatten Tiere befreit, die Anlagen sabotiert und einmal sogar einen Brand gelegt.

Lea hatte die Berichterstattung darüber hoch zufrieden verfolgt und konnte richtig wütend werden, wenn Tanja zu erklären versuchte, dass Gewalt und Vandalismus nicht der richtige Weg wären.

„Gab’s sonst irgendwas in der Schule?“, fragte Tanja, um vom Thema abzulenken. Sie hatte heute keine Lust zu streiten.

Doch Leas Miene verfinsterte sich schon wieder. „Der Fritz, diese Pfeife, hat mir eine Fünf in der Arbeit gegeben“, stieß sie hervor. Gefolgt von einer entrüsteten Erklärung, dass dabei Stoff abgefragt wurde, den sie so gar nicht im Unterricht durchgenommen hatten.

„Haben denn alle schlecht abgeschnitten?“, fragte Tanja nach.

„Die üblichen Streber natürlich nicht“, gab Lea aufgebracht zurück. „Aber der Fritz hat mich auf dem Kieker. Wir sind schon ein paarmal aneinandergeraten.“

Tanja horchte auf. „Ah ja? Weswegen?“ Unter ihrem forschenden Blick verschloss sich Leas Gesicht. Tanja kannte diesen Ausdruck.

Es war oft nicht leicht, an Lea heranzukommen. Gerade schien sie wieder die Schotten dicht zu machen. „Weil er genauso ignorant ist wie alle anderen“, sagte sie nur. Dann schob sie sich demonstrativ eine Gabel Nudeln in den Mund, um nicht mehr sprechen zu müssen. Tanja beließ es dabei. Sie nahm sich vor, bei Gelegenheit einmal das Gespräch mit dem Klassenlehrer zu suchen. Vielleicht war er mitteilsamer als ihre Tochter.

Dass Lea gleich nach dem Essen wieder in ihr Zimmer verschwand nahm Tanja kommentarlos hin. Sie war überzeugt, dass Gelassenheit ein guter Begleiter durch die Wirren der Pubertät war. Auch wenn sie schon gerne wüsste, wie ihre Tochter eigentlich so ihre Zeit verbrachte, verordnete sie sich auch heute wieder Vertrauen und einen Schuss Pragmatismus. Nahm dann ein Buch zur Hand, schaltete ab und ließ den Tag ausklingen.

Lea verpasste keine einzige Nachricht dieser Chatgruppe

Zur gleichen Zeit hing Lea über ihrem Handy und verfolgte gebannt den Chat in der Gruppe. Hier fühlte sie sich verstanden, hier tickten die anderen so wie sie.

Anfangs hatte Jonas ganz geheimnisvoll getan, nur so Andeutungen gemacht. Er wäre da mit coolen Leuten zusammen, die alle für die gute Sache kämpften. Weil Lea so interessiert nachfragte, ließ er sich Einzelheiten entlocken über diese Gruppe engagierter Tierschützer. Mitmachen dürfe aber nur, wem es wirklich ernst war.

Lea war sofort Feuer und Flamme. Sie drängte so lange, bis er versprach, sie zu ihrem nächsten Treffen mitzunehmen. Seither war sie richtig hibbelig vor Erwartung. Morgen wäre es endlich soweit!

Zu der Chatgruppe hatte Jonas ihr schon Zugang verschafft, und Lea verpasste keine Nachricht. Vor allem Marvin, der Kopf der Truppe, war sehr aktiv. Er war es auch, der maßgeblich über die Aufnahme von neuen Mitgliedern entschied.

Lea konnte nur hoffen, dass sie ihn morgen auch überzeugen würde. Sie war schon super aufgeregt!

Den nächsten Schultag nutzte sie, um ihr Gespräch mit Marvin und ihre Argumente im Geist zu proben. In der großen Pause traf sie Jonas, der eine Klasse über ihr war, und löcherte ihn, was sie nachmittags wohl erwarten würde.

Jonas zuckte die Schultern. „Kann ich dir nicht so genau sagen. Aber Marvin kann die Leute ganz gut einschätzen. Und natürlich müssen alle Neuen erst einmal ihre absolute Loyalität beweisen.“

„Und wie geht das?“, fragte Lea nun doch aufgeschreckt.

Jetzt grinste Jonas schief. „Na ja, sie kriegen so eine Art Mutprobe. Wer die nicht besteht, kann gleich wieder gehen.“

„Okay“, murmelte Lea. Sie war nicht sicher, was sie davon halten sollte. Bloß dass sie unbedingt zu dieser Tierschutzgruppe dazugehören wollte, das wusste sie.

Sie trafen sich in einer Wohnung, die sich zwei der Mitglieder der Gruppe teilten. Ein kahler Flur, in der Küche Chaos, und in dem größten Zimmer lagen mehrere Matratzen auf dem Boden rund um ein ausladendes Ecksofa. Die Wände dahinter waren mit Bildern und Zeitungsausschnitten beklebt.

Lea erkannte Berichte über diverse Anschläge von Tierschützern, ehe sie sich auf die Leute auf dem Sofa konzentrierte. Vier Kerle saßen da, allesamt älter als sie, und drei junge Frauen. Alle starrten sie so eindringlich an, dass sie sich fast ein wenig unwohl fühlte.

„Das ist Lea“, sagte Jonas. „Von der ich euch erzählt habe.“

Auch er wirkte nervös. Erst als der Typ in der Mitte leicht nickte und auf eine der Matratzen wies, entspannte er sich ein wenig.

Sie ließen sich nieder, und eine Weile führten die anderen ihr Gespräch fort, ohne sie weiter zu beachten. Lea verstand nicht, worum es dabei ging, bemühte sich aber einfach um einen lässig-interessierten Ausdruck und beobachtete verstohlen den Wortführer.

Ob das Marvin war? Jedenfalls schien er die anderen in Bann zu ziehen. Und als er sie einmal direkt ansah, da ging ihr dieser intensive Blick aus seinen ernsten dunklen Augen durch und durch. „Lea“, sagte er fast sanft. „Ich bin Marvin. Erzähl ein bisschen von dir.“

Völlig überrumpelt wurde sie erst rot und haspelte dann verworren hervor, was sie sich zurechtgelegt hatte. Die ganze Zeit ließ Marvin sie nicht aus den Augen, nickte ein paarmal, und Lea merkte, wie sie ruhiger wurde. Als würden diese Augen ihr Kraft schicken. Energie. Es war seltsam. Sie konnte es nicht in Worte fassen, aber irgendetwas passierte gerade.

„Es ist gut, was du tust“, sagte er, als sie geendet hatte. „Aber es muss mehr passieren. Willst du uns helfen, wirklich etwas zu ändern?“ Lea nickte. „Ja! Das will ich.“ Marvin lächelte – zum ersten Mal! Er nickte ihr zu und schloss auch Jonas mit ein. „Gut“, sagte er. „Dann wollen wir jetzt ein paar entscheidende Dinge besprechen.“

„Wir haben einen Auftrag!“ Das sagte Jonas fast feierlich

Als sie etwa eine Stunde später die Wohnung verließen, fühlte Lea sich wie aufgeputscht. Auch Jonas wirkte erregt. Schweigend liefen sie nebeneinander her, jeder in seine Gedanken verstrickt. Dann drehten sie gleichzeitig den Kopf, und Jonas sagte fast feierlich: „Also. Wir haben einen Auftrag!“

Lea fühlte ihr Herz schlagen. Sie wäre aufgenommen, wenn sie das durchzog. Ihre Mutprobe! Dass Jonas mitmachen würde, machte es einfacher. Aber so wie Marvin die Sache erklärt hatte, war es ohnehin gut und richtig. Sie nickte entschlossen. „Ja. Den haben wir.“

Den Rest des Tages kreisten Leas Gedanken nur um ihren Plan. Jonas wollte sich um die Farbdosen kümmern, dann müssten sie den Zeitpunkt festlegen. Aber allein die Aussicht auf ein nächtliches Abenteuer mit ihm ließ ihr Herz schon wieder wie verrückt rasen.

„Hattest du einen schönen Tag?“, fragte Tanja beim Abendessen und sah sie merkwürdig an. So fragend. Stand ihr die Aufregung etwa ins Gesicht geschrieben?

„Ja, ganz okay“, erwiderte Lea. Dann erzählte sie ein bisschen belangloses Zeug, damit ihre Mutter nicht auf die Idee käme, nachzuhaken. Und nach dem Essen verschwand sie in ihrem Zimmer. Dort hing sie weiter ihren Überlegungen nach. Zweifel an ihrem Vorhaben ließ sie nicht aufkommen.

In den nächsten Tagen verbrachte sie jede Pause mit Jonas, während ihr Plan Gestalt annahm. Und Lea immer aufgeregter wurde. Sich ein Abenteuer auszumalen, war eine Sache. Tatsächlich nachts aus ihrem Fenster zu steigen, durch die halbe Stadt zu radeln, um an die Wand der großen Metzgerei Parolen zu sprühen, war eine andere. Aber Marvin hatte ganz recht. Die Leute mussten aufgerüttelt werden.

Für die Schule hatte Lea jetzt keinen Kopf. Und prompt nervte der olle Fritz rum! An dem Tag, da abends endlich ihre Aktion steigen sollte, nahm der Klassenlehrer sie nach der Stunde beiseite. Ob es einen Grund gäbe, dass ihre Leistungen in letzter Zeit so abfielen? Dabei sah er sie an wie der gute Onkel. Lea zuckte nur die Schultern. Was sollte sie auch sagen?

Am Abend stand sie richtig unter Strom. Bemerkte wohl die Blicke ihrer Mutter, doch sie riss sich zusammen, plauderte und gab sich zugänglich. Bloß keinen Verdacht aufkommen lassen! Endlos dehnten sich die Stunden, bis sie sicher war, dass ihre Mutter schlief. Dann schrieb sie Jonas eine Nachricht.

Mit wild hämmerndem Herzen stieg Lea weit nach Mitternacht aus dem Fenster ihres Zimmers. Erdgeschosswohnung. Ein Klacks. Lief geduckt über die Wiese vor dem Haus, als auch schon Jonas um die Ecke kam. Dunkel gekleidet, so wie sie, im Rucksack die Spraydosen. Sie hatten es vorher mal geprobt, dass sie auf dem Sattel des Fahrrades saß und er stehend in die Pedale trat. Klappte ganz prima. So legten sie die Strecke bis zu der Metzgerei zurück.

Es war irgendwie unwirklich. Und so einfach! Sie nahm sich das Schaufenster vor, Jonas die Wand daneben. ‚Tiermörder‘ sprühten sie in großen bunten Buchstaben quer über die Flächen. Die ganze Zeit fühlte Lea sich wie im Traum, nicht sicher, ob sie das wirklich tat.

Dieses Gefühl hielt noch den nächsten Tag an. Und verflog erst am Tag darauf, als im Lokalteil der Zeitung ein großer Bericht über den Vandalismus an der Metzgerei erschien. Es war in der Schule das beherrschende Thema. Und abends beim Essen ließ sich ihre Mutter darüber aus. „Dass so etwas bei uns passiert“, wunderte sich Tanja. „Wir sind doch keine Großstadt!“

„Zum Glück gibt es eben auch hier Leute, die die Zustände anprangern“, hielt Lea dagegen.

Tanja sah sie komisch an. „Anprangern? Ich nenne das Zerstörungswut. Fremdes Eigentum zu beschädigen ist nicht in Ordnung, Lea. Trotz all der gut gemeinten Idee, die dahinterstehen mag.“

Lea öffnete den Mund zu einer Erwiderung, schwieg dann aber. Lieber nicht zu viel sagen, bevor ihre Mutter misstrauisch würde.

Anführer Marvin gelang es, die Leute in Bann zu ziehen

Am nächsten Nachmittag sagte sie dafür umso mehr. Bei einem Treffen mit der Gruppe, als sie und Jonas den anderen stolz von ihrer Aktion erzählten. Marvin schien sehr zufrieden. Wieder bemerkte Lea, wie seltsam eindringlich sein Blick war. Hypnotisierend fast.

„Das war sehr gut“, lobte er und lächelte ihnen zu. „Dann sind wir jetzt bereit für Größeres, nicht?“

Das galt den übrigen in der Runde. Sie nickten alle. Klar, diesen Augen konnte man nichts abschlagen, schoss Lea durch den Kopf. Sie sah kurz zu Jonas hin. Er schien ebenso in Marvins Bann wie die anderen, und als er ihren Blick auffing und ihr verschwörerisch zublinzelte, erfüllte auch Lea Begeisterung, dass sie jetzt dazugehörte.

Was jedoch in der Folge diskutiert wurde, machte sie doch etwas nachdenklich. Es ging um ein Projekt ganz in der Nähe, ein ehemaliges Werksgelände, auf dem sich jetzt ein großer Schweinemastbetrieb ansiedeln wollte. Lea erinnerte sich, davon gehört zu haben.

Marvin und seinen Leuten war das Vorhaben ein Stachel in der Seele. Die Gruppe war von Anfang an dagegen Sturm gelaufen. Doch alle Proteste hatten nicht gefruchtet, nun stand die Anlage kurz vor ihrer Eröffnung. Und die Wut und Verzweiflung der Truppe war richtig mit Händen zu greifen.

„Das darf erst gar nicht so weit kommen“, sagte einer grimmig.

„Genau. Wir müssen ein Zeichen setzen“, ergänzte eine der Frauen.

Dann überlegten sie wild durcheinander, was jetzt zu tun war. Lea hielt sich aus der Diskussion heraus. Sie beobachtete aber, wie in den Gesichtern rundum die blindwütige Entschlossenheit glühte.

Für eine Sache brennen. Das war für sie bisher bloß eine Redewendung gewesen. Jetzt bekam sie eine neue Bedeutung. Die Leute hier brannten, allen voran Marvin. Und ihre Vorschläge wurden immer radikaler. Dem Landrat, der die Zustimmung erteilt hatte, einen Denkzettel verpassen. Drohbriefe an den Fabrikanten senden. Oder gleich den ganzen Laden abfackeln.

An dieser Stelle stutzte Lea und sah verstört von einem zum anderen. Den Laden abfackeln? Das war nicht ernst gemeint. Oder?

Vielleicht hatte er ihre Unsicherheit bemerkt. Jedenfalls drehte Marvin den Kopf und nahm sie und Jonas fest ins Visier. „So viel Tierleid“, sagte er mahnend. „Das müssen wir unbedingt verhindern.“

Jonas nickte, und nach kurzem Zögern nickte auch Lea. Auch wenn sie ein komisches Gefühl hatte. „Dann sind wir uns also einig?“, fügte Marvin hinzu, jetzt wieder an alle zusammen gewandt.

Zustimmendes Gemurmel, eine Frau schüttelte eine kämpferisch geballte Faust. Dabei war noch gar nichts beschlossen worden. Marvin aber schien die Truppe fest auf sich eingeschworen zu haben. Und er impfte sie mit einem Fanatismus, der Lea fast Angst machte.

„Was hältst du davon?“, fragte sie Jonas, als sie auf dem Heimweg waren. „Die werden doch nicht wirklich was Radikales machen?“

Jonas hob vage die Schultern. „Keine Ahnung. Aber irgendwas müssen sie ja tun, oder?“

Es klang herausfordernd. Und zugleich unsicher. Ungefähr so, wie auch Lea sich fühlte. Klar, irgendetwas müsste man tun. Aber die Richtung, die das Gespräch genommen hatte, gefiel ihr nicht.

Abends beim Essen ging Lea das Gruppentreffen immer noch durch den Kopf. Schade, dass sie mit ihrer Mutter nicht darüber reden konnte. Eigentlich hätte sie jetzt gerne ihre Gedanken geteilt und eine andere Meinung dazu gehört. Aber ihre Mutter hatte so gar kein Verständnis für die Sache. Die würde bloß wieder mit ihren blöden Moralpredigten kommen.

Am nächsten Tag auf dem Weg zur Schule nahm sie sich vor, sich in der großen Pause mit Jonas zu treffen. Er war der einzige, mit dem sie gerade offen reden konnte. Als sie jedoch um die letzte Ecke vor dem Schulgelände bog, rutschte ihr fast das Herz in die Hose.

Da parkte ein Streifenwagen direkt vor dem Eingang! Zwei Polizisten in Uniform standen davor im Gespräch mit einigen Lehrern.

Leas Herz hämmerte – ob der olle Fritz irgendetwas ahnte?

Die ankommenden Schüler tuschelten aufgeregt und warfen neugierige Blicke zu dem Streifenwagen. Lea drückte sich in einigem Abstand vorbei. Ihre Gedanken rasten. Konnte der Besuch der Polizei irgendetwas mit dem Treffen gestern oder ihren Aktionen zu tun haben? Nein. Unmöglich. Oder?

Im Vorbeigehen blinzelte sie zu der Gruppe hin, erkannte den Rektor und auch ihren Klassenlehrer. Der prompt den Kopf hob und sie direkt ansah. Lea schoss das Blut in die Wangen. Rasch senkte sie den Kopf, tat eilig und ging mit schnellen Schritten durch die Tür.

Als Herr Fritz später seinen Unterricht begann, hämmerte ihr Herz immer noch. Zu gerne hätte sie gewusst, was die Polizei gewollt hatte, traute sich aber nicht zu fragen.

Das war auch gar nicht nötig. Herr Fritz kam von selbst darauf zu sprechen. Dass in dem Fall der Schmierereien an der Metzgerei jetzt die Ermittlungen liefen. Zeugen hätten in jener Nacht zwei Jugendliche am Tatort gesehen. Nun würde in den Schulen nach verdächtigen Beobachtungen gefragt.

„Wir werden jetzt alle die Augen offenhalten“, schloss Herr Fritz. „Und falls einer von euch etwas dazu sagen möchte – ihr könnt jederzeit zu mir kommen.“

War das Zufall, dass er bei diesen Worten wieder direkt zu ihr hersah? Lea drückte sich tiefer in ihren Stuhl. Mach dich nicht verrückt. Er kann nichts wissen, sagte sie sich vor. Das ungute Gefühl aber mochte nicht weichen.

Als sie in der Pause in den Schulhof kam, wartete Jonas schon bei den Fahrradständern. Er wirkte angespannt. „Hast du es schon gelesen?“, stieß er hervor. „Morgen Nacht soll etwas steigen.“

Lea folgte seinem Blick auf das Handy und erkannte den Chat der Tierschützer. Rasch schaltete sie ihr eigenes Gerät ein, das im Unterricht aus bleiben musste, und sogleich ploppten ein paar Nachrichten von Marvin und den anderen auf. Lea überflog sie und sah Jonas fragend an. „Und was soll steigen? Das steht da nicht.“

„Nein. Noch nicht.“ Jonas setzte eine bedeutsame Miene auf. „Aber es wird ein klares Zeichen sein.“

Den ganzen Vormittag dachte Lea über diese Aussage nach. Ein klares Zeichen – mit weniger würde Marvin sich nicht zufrieden geben. Bloß wie mochte das aussehen? Als sie nach Schulschluss ihr Handy wieder einschaltete, war die Liste der Nachrichten ein ganzes Stück länger geworden. Und Marvin rief zu einer Lagebesprechung am selben Nachmittag auf. „Ich hole dich ab“, sagte Jonas. Doch Lea schüttelte heftig den Kopf. „Mist, nein, heute kann ich nicht. Zahnarzttermin. Meine Mutter kommt auch mit, da kann ich mich nicht drücken.“

Er überlegte kurz. „Okay. Ich werde dich entschuldigen. Aber morgen bei der Aktion bist du doch auf jeden Fall dabei. Oder?“

Sein Blick war so drängend und forsch, dass Lea gar nicht anders konnte als zu nicken. „Klar“, sagte sie. „Ich bin dabei.“

Tanja hatte den Nachmittag frei genommen und wartete zu Hause schon mit dem Essen. Es gab vegetarische Lasagne, und Lea musste einräumen, dass ihre Mutter sich wirklich Mühe gab. Sie schlug auch vor, ob sie vor dem Zahnarztbesuch noch in die Stadt wollten, nach neuen Sneakers oder Jeans für Lea schauen. Und hinterher vielleicht auf ein Eis gehen?

Beides war Lea recht. Nicht zuletzt, um auf andere Gedanken zu kommen. Trotzdem überlegte sie ständig, was wohl bei dem Gruppentreffen beschlossen wurde. Und ein paarmal war sie kurz davor, ihrer Mutter alles zu erzählen und sie um Rat zu fragen. Irgendwie war Lea nicht wohl bei der Sache. Doch sie war so weit gegangen, dass sie nicht mehr kneifen wollte.

Im Chat wurden keine weiteren Nachrichten mehr gepostet, nicht am Abend, auch nicht am nächsten Morgen. So musste Lea sich bis zur großen Pause gedulden, bis sie endlich Jonas fragen konnte, was sie gestern besprochen hatten.

Er wartete wieder am Fahrradständer auf sie, und schon von weitem meinte Lea, seine Anspannung zu sehen. Er wirkte wie elektrisiert. „Wie ist es gelaufen?“, fragte sie.

„Mordsspektakel!“, triumphierte Jonas – Leas Sorge wuchs

„Richtig gut.“ Er nickte mit Nachdruck. „Heute Nacht holen wir uns die Schweinefabrik.“

Jonas’ Augen blitzten triumphierend, und Lea erfasste ein mulmiges Gefühl. „Und wie soll das vonstatten gehen?“, hakte sie nach.

„Marvin hat alles organisiert“, gab er zurück. „Das wird ein Mordsspektakel, glaub’s mir.“

Sie sah plötzlich Marvin vor sich, seine Getriebenheit, den hypnotischen Blick. Und konnte sich lebhaft vorstellen, wie er alle anderen mitriss und von seiner Idee überzeugte. Auch Jonas schien noch unter diesem Bann zu stehen. „Und was hat er organisiert?“, wollte sie vorsichtig wissen.

Genau in dem Moment kam ein Klassenkamerad von Jonas dazu und verwickelte ihn in ein Gespräch. „Wir schreiben später“, raunte Jonas Lea zu. Dann wandte er sich ab und ging mit dem anderen davon. Lea blieb nachdenklich zurück. Was sollte heute Nacht passieren? Was hatten sie vor?

Diese Frage ging ihr nicht aus dem Kopf. Kurz vor Schulschluss verschwand sie einmal auf die Toilette, wo sie ihr Handy einschaltete, um nach neuen Nachrichten zu sehen. Tatsächlich waren ein paar eingegangen. Vor allem eine sprang sie förmlich an. ‚Ich hab die Kanister besorgt‘, hatte einer geschrieben. Und Marvin hatte mit einem hochgereckten Daumen und dem Bildchen eines lodernden Feuers geantwortet. Lea ließ das Handy sinken. Ihr Herz schlug plötzlich schnell und hart. Kanister? Doch nicht etwa … Benzin?

Der Rest der Stunde driftete an ihr vorbei. Lea war völlig durch den Wind. Sie hatten davon gesprochen, den Laden abzufackeln. Und jetzt hatte jemand Kanister besorgt! Das war verrückt. Das konnte doch nicht wahr sein. Tief in Gedanken versunken lief sie über den Flur und wäre um ein Haar mit Herrn Fritz zusammengestoßen, der eben um die Ecke kam.

„Hoppla“, schmunzelte er. Dann wurde er auf einmal ernst und sah sie aufmerksam an. „Ist alles in Ordnung bei dir, Lea?“

Sie starrte ihn aus großen Augen an. Und fast gegen ihren Willen kamen die Worte heraus: „Nein! Kann ich mal mit Ihnen reden?“

Er führte sie in ein leeres Klassenzimmer, wo sie an einem der Tische Platz nahmen. Lea wusste nicht recht, wie sie anfangen sollte. Ihre Rede klang dann auch etwas kryptisch: Wenn man wüsste, dass Freunde etwas Verbotenes planen, und das verhindern möchte, ohne dabei als Verräter dazustehen …

Herr Fritz sagte nichts. Es sah sie einfach so gleichbleibend ruhig und freundlich an, dass Lea schließlich mit der ganzen Geschichte herausrückte. Sie erzählte von der Gruppe, von Marvin, und schließlich von ihrem Verdacht, dass heute Nacht die Schweinefabrik brennen sollte. „Das ist nur so eine Vermutung“, schloss sie unsicher. „Aber ich hab ein ganz blödes Gefühl dabei. Und keine Ahnung, was ich jetzt tun soll.“

„Du hast schon das richtige getan“, versicherte Herr Fritz. „Nämlich jemanden einzuweihen.

„Aber … was werden Sie denn jetzt tun?“, wollte Lea wissen.

„Ich werde Schlimmeres verhindern“, erwiderte er fest.

Sie tauschten Handynummern aus, und Herr Fritz versprach, sich etwas einfallen zu lassen und sich dann zu melden. Seine Ruhe strahlte auf Lea ab und gab auch ihr etwas Zuversicht zurück. Vielleicht würde es doch nicht so schlimm werden! Mit diesem Gedanken wandte sie sich zum Gehen, als seine Stimme sie noch mal erreichte. „Ach, und – Lea?“

Sie blieb an der Tür stehen und drehte sich um. „Ja, was?“

Der Lehrer kräuselte die Mundwinkel. „Das mit der Metzgerei war keine besonders gute Idee.“

Lea lief dunkelrot an. Dann nickte sie. „Wahrscheinlich haben

Sie recht“, gab sie kleinlaut zu. Und weg war sie, zutiefst aufgewühlt und erleichtert zugleich.

Der Nachmittag zog sich hin. Lea war froh, dass ihre Mutter nicht da war. Bestimmt hätte sie ihre fiebrige Aufregung nicht verbergen können. Und was, wenn Herr Fritz sie hängen ließ?

Doch kaum war ihr dieser Gedanke gekommen klingelte ihr Handy. „Ich hab mir was überlegt“, hörte sie seine ruhige Stimme.

Eine Polizeikontrolle würde den Wagen wie zufällig anhalten

Dann erzählte er von seinem Plan. Er hatte einen Freund bei der Polizei in leitender Position, mit dem er sich beraten hatte. Und der hatte vorgeschlagen, in dieser Nacht eine Verkehrskontrolle auf der Strecke zu dem Fabrikgelände durchzuführen. So könnten sie den Wagen anhalten und kontrollieren.

Das würde quasi zufällig passieren. Lea hätte damit nichts zu tun. Sie müsste nur Bescheid geben, wann und wo Marvins Truppe anzutreffen war. Und sich selbst aus der Sache heraushalten. „Kriegst du das hin?“, fragte Herr Fritz.

„Ganz bestimmt!“ Lea nickte wild, obwohl er das ja nicht sehen konnte. Inzwischen war im Chat schon die Zeitplanung besprochen worden. Sie wollten gegen ein Uhr nachts los und Lea am Wege aufpicken. Die genaue Zeit bekäme sie kurz vorher mitgeteilt.

„Gut. Du gibst dann gleich Bescheid, wenn sie sich melden.“

„Ja. Und wie, ich meine – was soll ich denen sagen, warum ich nicht mitkommen kann?“

„Sag einfach, deine Mutter wäre noch wach und würde bestimmt bemerken, wenn du abhaust.“

„Gut.“ Lea nickte wieder. Dann hob sie lauschend den Kopf. „Oh! Meine Mutter kommt nach Hause.“

„Dann ist es jetzt an der Zeit, ihr alles zu erzählen“, hörte sie ihren Lehrer sagen. „Meinst du nicht?“

Lea atmete tief durch. „Ja“, erwiderte sie dann. „Das ist es wohl.“

Und es ging leichter als erwartet. Im ersten Moment war Tanja zwar fassungslos. Doch sie spürte auch, wie sehr Lea diese ganze Sache zu Herzen ging, und wie wichtig es war, ihr Vertrauen jetzt nicht durch die falschen Worte zu zerstören. Keine Vorwürfe. Stattdessen ein offenes Ohr und echte Anteilnahme. Und es funktionierte.

Zum ersten Mal seit Langem konnten sie wirklich miteinander reden. Über Leas Drang, die Welt ein bisschen besser zu machen, zugleich das Bemühen, ihren Platz darin zu finden und den Wunsch, verstanden zu werden.

Aber auch Tanja sprach über den ständigen Spagat, alles auf die Reihe zu kriegen, und ihr permanentes schlechtes Gewissen, dass für Lea viel zu wenig Zeit blieb. Ob Dinge anders gekommen wären, wenn sie sich mehr gekümmert hätte?

„Quatsch, Mama“, befand Lea, sehr abgeklärt für eine 15-jährige. „Leben passiert eben.“

Und heute Nacht sollte noch viel mehr passieren! Damit waren sie wieder beim Thema. Inzwischen waren die Nachrichten im Chat konkreter geworden. Jetzt war klar, dass die Gruppe dort tatsächlich Feuer legen wollten. Mit mehreren Kanistern Benzin und selbst gebastelten Wurfbrandsätzen.

Lea schauderte. „Wie findest du das?“, fragte sie Tanja vorsichtig.

„Schrecklich!“, kam aus es aus tiefstem Herzen. „Das ist nicht der richtige Weg, Tiere zu schützen.“

Tanja bemerkte erleichtert, dass Lea nicht mehr der radikalen Verblendung unterlag, die dieser Anführer anscheinend verbreitete. Marvin. Blieb zu hoffen, dass der Plan ihres Lehrers funktionierte!

Auch mit ihm hatten sie an diesem Abend schon gesprochen, per Videoanruf über Leas Handy. Tanja war angenehm berührt von seiner Umsicht und Klarheit. Und super sympathisch schien er obendrein. Sie müsste sich wirklich einmal in Ruhe mit ihm unterhalten.

Für heute aber war es nichts mehr mit Ruhe. Leas Finger zitterten richtig, als sie die Nachricht zum Aufbruch bekam und sie wie vereinbart zurückschrieb, dass ihre Mutter etwas mitgekriegt hätte und sie jetzt nicht fort könnte.

Umgehend gab sie Herrn Fritz Bescheid. Danach versuchte Lea sich auszumalen, was jetzt gerade passierte. War die Polizeistreife rechtzeitig vor Ort? Würde die Falle zuschnappen? Und was war mit Jonas? Er saß mit in dem Wagen.

Bei dieser Vorstellung zog sich ihr Bauch zusammen. Er war der letzte, den sie in Schwierigkeiten bringen wollte. Aber sie hatte keinen anderen Weg gesehen. Außerdem hatte Herr Fritz versprochen, sich für ihn einzusetzen.

Irgendwann drängte Tanja darauf, ins Bett zu gehen und noch etwas Schlaf zu bekommen. Sie könnten ohnehin nichts weiter tun.

Mit Jonas zusammen Sozialarbeit leisten! Echt cool, fand Lea

Doch noch bevor der Wecker klingelte, schreckte Lea aus wirren Träumen hoch und stand sofort wieder unter Strom. Wie diese Sache wohl ausgegangen war?

Das klärte sich wenig später in der Schule. Zuerst lief Lea Jonas in die Arme, der etwas blass und nachdenklich wirkte. Und vor dem Gebäude fing Herr Fritz sie beide ab und nahm sie beiseite.

So erfuhr Lea von der Verkehrskontrolle letzte Nacht, dass Marvin keine gute Erklärung für seine gefährliche Fracht gehabt hatte und wie diese Fahrt schließlich auf dem Polizeirevier endete. Jonas als der einzig Minderjährige wurde seinen Eltern übergeben. Marvin konnten Kontakte zur extremistischen Szene und die Beteiligung an früheren Anschlägen nachgewiesen werden, er wurde festgesetzt. Die anderen Mitglieder der Gruppe stünden unter Beobachtung.

All das wusste Herr Fritz von seinem Polizistenfreund. Ihn hatte er auch wegen der Schmierereien beim Metzger befragt. „Darüber muss noch gesprochen werden“, schloss er. „Aber ich denke, ihr beide kommt mit ein paar Sozialstunden davon. Und hinterher würde ich mich über engagierte Mitstreiter freuen. Ich begleite nämlich so ein Projekt, mehr Landwirte für artgerechte Tierhaltung zu gewinnen. Wäre das was für euch?“

Er sah von einem zum anderen, und auch Lea und Jonas tauschten einen Blick. Sozialstunden! Mit ihm gemeinsam! Lea unterdrückte ein Grinsen. Auch Jonas schien ganz guter Dinge. Dann nickte er dem Lehrer zu. „Das klingt gut.“

Lea grinste noch breiter. Ja. Das klang sehr gut. Richtig cool. Bei näherer Betrachtung war auch Herr Fritz eigentlich ziemlich cool. Und sogar ihre Mutter hatte so cool reagiert wie sie ihr das gar nicht zugetraut hätte. Na ja. Das Leben steckte voller Überraschungen …

ENDE

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LIEBES-ROMAN