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DIE FREIHEIT, GROSSZÜGIG SEIN ZU DÜRFEN


SitzPlatzFuss - epaper ⋅ Ausgabe 40/2020 vom 08.07.2020

Es gibt die unterschiedlichsten Konzepte und Ideen im Hundetraining. Eines davon ist NILIF, Nothing in life is free, das übersetzt bedeutet: NICHTS IM LEBEN IST UMSONST. Doch dazu gibt es eine Gegenbewegung in der Hundewelt. Manuela Zaitz stellt beide Konzepte vor.


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Bildquelle: SitzPlatzFuss, Ausgabe 40/2020

NOTHING IN LIFE IS FREE … VS PLENTY IN LIFE IS FREE


Nothing in life is free

Der ein oder andere mag jetzt zustimmend nicken, aber das Konzept meint wirklich: NICHTS ist umsonst. Der Hund möchte raus? Bitte ein Sitz abfragen; erst wenn der Hund folgt, darf er raus. Der Hund sucht Körperkontakt? Erst auf die Decke schicken, dann wird er ...

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... gestreichelt.

Die Anhänger der Methoden meinen, dass der Hund für die Dinge, die er möchte, arbeiten soll, dass wir Menschen sämtliche Ressourcen, wie Futter, Spielzeuge, Spielaktionen, Wege, alles kontrollieren und der Hund nur Zugang zu diesen Dingen bekommt, wenn er sich stets ruhig und folgsam verhält. Das soll ein starkes Band bilden durch Kooperation, es soll positive Ergebnisse bringen und sei ein effektiver Weg, um ohne Konfrontationen Kontrolle über den Hund zu erlangen.

Dieses System soll, wenn man den Anhängern und deren Websites glaubt, bei schlicht allem helfen: Aggressionsverhalten gegen Menschen und andere Hunde, Stereotypien, Angst, Trennungsstress, alles angeblich kein Problem.

Grundsätzlich klingt das Prinzip gar nicht so schlecht, schließlich gibt es für den Hund ständig eine Möglichkeit, sich etwas zu verdienen, er muss sich lediglich gehorsam unterordnen. Dann bekommt er ja, was er will.

Ich habe damit auch Erfahrungen gemacht und kann deswegen aus dem Nähkästchen plaudern. Das war lange vor der Zeit, als Menschen diesem Konzept einen Namen gegeben haben. Als Zwölfjährige bekam ich meinen ersten Hund, einen Dackel. Der einzige Erziehungsratgeber für Hunde, den ich besaß, bescherte dem Dackel ein recht unlustiges Leben. Ständig unterstellten wir ihm Dominanz, das Bestreben, die Weltherrschaft zu übernehmen, Übellaunigkeit und manches mehr. Versteht mich nicht falsch, ich habe diesen Hund sehr geliebt, jedoch hatten wir alles andere als eine gute Beziehung. Dabei hatte ich doch die besten Absichten, schließlich bin ich mit „Lassie“ großgeworden, und die Serie „Boomer, der Streuner“ hatte den Wunsch nach einen vierbeinigen Freund in mir geweckt.

Meine Eltern und ich waren, wie so viele Hundehalter auch noch heute, wirklich bemüht, es gut zu machen. Damals gab es die Vielfalt an Büchern und das Internet noch nicht, von Hundeschulen hatten wir nie gehört, und in den Polizeihundeverein mit dem Dackel? Nein, das war nicht üblich. Es gab ein - zugegeben schräges - Allgemeinwissen über Hunde, und daran hielten wir uns.

Die Erziehungstipps, die wir von Nachbarn, Freunden und aus dem einen Buch bekamen, unterschieden sich im Wesentlichen leider nicht von denen, die Hundehalter heute noch bekommen: Pass auf, dass er nichts allein entscheidet, er darf nicht ins Bett, nicht als Erster durch die Tür, und er muss vor dem Napf ein Sitz machen. Irgendwie wurde diesem armen Hund ständig unterstellt, er wolle mehr, als ihm zustehe, er strebe danach, „im Rang aufzusteigen“. Diese beständige Angst im Nacken, einen Hund heranzuziehen, der einem „auf der Nase herumtanzt“, führte zu absurden Regeln, auf deren Einhaltung wir bestanden. Von deeskalierender Körpersprache hatten wir nie etwas gehört, und so gab es einige Beißvorfälle, die mit heutigem Wissen so leicht hätten vermieden werden können. Wir näherten uns unserem Hund, wenngleich er mit seiner gesamten Körpersprache um Abstand bat, ignorierten in der Folge seine deutlichere Warnung durch Knurren und waren verwundert, dass er uns dann tatsächlich - für ihn folgerichtig - gebissen hat. Das war für uns leider wiederum die Bestätigung, dass dieser Hund dominant und bissig war und all unsere Regeln nur noch strenger durchgezogen werden mussten. Noch heute bekomme ich einen Kloß im Hals, wenn Kunden mit einem Problem kommen und ein solches Bild von ihrem Hund im Kopf haben. Wie schrecklich, das Gefühl zu haben, immer aufpassen und auf der Hut sein zu müssen, damit man bloß keine Fehler macht, die der Hund dann „ausnutzt“.

Wenn wir mal objektiv draufschauen:

• Wir haben entschieden, dass der Hund bei uns wohnen wird.
• Wir haben seinen Schlafort festgelegt und das Körbchen dafür gewählt.
• Wir kaufen und bestimmen sein Futter, seine Leckerchen, seine Kauartikel.
• Wir bestimmen, wann er raus darf und sich lösen kann.
• Wir bestimmen, wo wir spazieren gehen.
• Wir entscheiden, dass er stundenlang allein bleiben muss, während wir arbeiten oder im Kino sind.
• Wir entscheiden, ob und wann und ob überhaupt er sich fortpflanzen darf.
• Wir entscheiden, mit wem er Sozialkontakte haben darf.
• Wir entscheiden, dass er sich nicht in Hinterlassenschaften oder Kadavern wälzen darf.

Liebe und Schmuseeinheiten sollten nicht an Bedingungen geknüpft sein.


Ernsthaft, wir entscheiden doch schon alles, und dann darf er nicht mal in kleinem Rahmen mitbestimmen? Nicht mal ein bisschen? Nicht mal kommen und schauen, ob ihn jemand beschmusen und streicheln mag?

Lange Jahre habe ich das leider auch so gesehen. Ich hatte Sorge, wenn ich Dinge „durchgehen lasse“, dann wird der Hund Probleme machen, und wer will das schon? Wir wünschen uns doch alle einen unproblematischen, folgsamen Hund, der einen überall hinbegleiten kann, weil er so unkompliziert ist. Ich habe auch später auf das vertraut, was die Hundetrainerin mir beibrachte, und in sich klang das gesamte Konzept auch irgendwie logisch. Sie malte ein Bild, dass wir in den Augen unseres Hundes quasi eine Krone auf dem Kopf trügen. Mit jedem Mal, in dem man inkonsequent sei, ZACK!, bräche ein Zacken der Krone ab. Dieses Bild verfolgte mich im Training und ich war bestrebt, dem Hund bloß nichts durchgehen zu lassen.

Meine wunderbare kindliche Vorstellung vom freudigen, gelassen-entspannten Leben mit Hund, von Lassie und Boomer, verschob ich in das Reich der Fantasie. Das war schließlich nur Fernsehen.

Plenty in life is free

Ich fand Hunde spannend und wollte immer mehr wissen, wie sie lernen und warum, und diese Neugierde hat mir eine interessante Reise beschert. Viel besser als alle Biologielehrer meiner Schullaufbahn schafften es Hundetrainer, Biologen und Wissenschaftler, mich in das Hirn der Säugetiere zu versetzen und mir zu erklären, wie Lernen funktioniert. Zu sehen und begreifen, wie ähnlich sich Säugetiergehirne sind und wie die Prozesse ablaufen, war eine Überraschung. Auch sprach man mittlerweile über die Gefühlswelt der Hunde, und die Fortschritte und Erkenntnisse eröffneten völlig neue Ideen und Trainingswege.

Kathy Sdaos Buch, Plenty in life is free, ist der Gegenspieler zum NILIF-Konzept und ich habe es erst viel später gelesen. 2012 erschienen, brachte es auf einmal eine ganze neue Vorstellung ins Spiel. In Deutschland ist es im letzten Jahr unter dem Titel erschienen: „… oder einfach so! Warum Hunde sich nicht alles verdienen müssen“. Es stellt die Frage: Was, wenn das Geheimnis für großartiges Hundetraining ein geschickter, zum richtigen Zeitpunkt bestätigender Trainer ist anstelle eines strikten Bestimmers? Das Buch enthält gute Gedankenansätze, wenn es mir auch über lange Strecken zu persönlich und religiös ist. Konfrontiert mit ihren eigenen Trainingsempfehlungen für ihren Hund, kommt die Autorin in ein Umdenken. Ich möchte euch an dieser Stelle bitten, kurz innezuhalten und zu überlegen, was ihr für euren Hund sein möchtet. Aus welchen Gründen habt ihr euch einen Hund zugelegt?

Ich finde es wichtig, dass wir uns vor Augen führen, warum wir Hunde halten. Es gibt natürlich die Servicehunde und Blindenhunde, die jagdlich geführten Hunde, die Hütehunde, die zum Einsatz an der Schafherde gebraucht werden, Rettungshunde, Polizeihunde, Lawinenschutzhunde, Herdenschutzhunde, die ebenfalls ihrem Ursprung entsprechend eingesetzt werden, Wachhunde etc. Auch wenn wir über den Einsatz der Hunde aus unterschiedlichen Gründen streiten könnten, ist bei oben genannten zumindest klar, aus welchen Gründen sie angeschafft wurden. Für den weitaus größten Teil der gehaltenen Hunde in Deutschland gibt es aber nicht den einen konkreten Grund ihrer Anschaffung. Hunde werden für die Kinder ins Haus geholt, nicht immer eine großartige Idee, es sei denn, alle werden von empathischen Eltern unterstützt. Die allermeisten Hunde ziehen in Haushalte zur Gesellschaft, damit wir einen Begleiter haben, einen besten Freund. Da ist sie wieder, die schöne Vorstellung vom Gefährten, vom Wegbegleiter, vom vierbeinigen Freund. Ich habe diese Frage schon sehr häufig gestellt, wenn Menschen mit Hund und einem Problem zu mir kommen. Wirklich nie hat jemand gesagt, er habe einen Hund haben wollen, damit er jemanden zum Herumkommandieren hat. Wie kommt es dann, dass wir uns zwar einen Freund wünschen, uns aber selbst nicht wie ein Freund benehmen? Niemand von uns würde doch, wenn ein Freund vor uns stünde und uns bittet: „Nimmst du mich mal in den Arm?“, entgegnen: „Erst wenn du mir einen Kaffee gekocht hast.“ Selbstverständlich nähmen wir den Freund in den Arm. Und wenn er uns bäte: „Ich habe Hunger, kannst du mir ein Brot machen?“, würden wir nicht antworten: „Nur wenn du mir vorher das Küchenfenster putzt.“

An dieser Stelle wird der ein oder andere die Augen verdrehen und etwas von Vermenschlichung murmeln. Das tue ich nicht, ich möchte nur ein einprägsames und nachvollziehbares Beispiel schaffen. Es gibt im sozialen Kontext keinen Grund, Bedürfnisse nur dann zu befriedigen, wenn man etwas dafür bekommt.

Das Skurrile ist: Die Menschen tun das nur, weil sie eigentlich alles richtig und gut machen wollen. Es kursieren so viele Erziehungskonzepte, und etliche davon sind völlig veraltet, aber da man diese als Kind schon mal irgendwo gehört hat, sind sie im Kopf und werden nicht zwangsläufig hinterfragt.

Zeit für Veränderung

Ich wünschte, mich hätte viel früher mal ein Trainer beiseitegenommen und mir Mut gemacht. Mir die Sorge genommen, wenn ich nicht streng genug sei, würde der Hund für mich und die Gesellschaft zum Problem werden.

Deswegen möchte ich euch heute Mut machen:

• Was wäre denn, wenn ihr beim nächsten Spaziergang mal den Hund entscheiden lasst, wo er langgehen möchte? Das mag vielleicht nicht der Weg sein, den ihr gewählt hättet, doch werdet ihr neue Orte kennenlernen.
• Wie wäre es denn, wenn ihr unterschiedliche Kausachen für den Hund in eine große Kiste packt, und anstelle ihm etwas zuzuteilen, stellt ihr ihm die Kiste hin und er darf aussuchen, was er heute kauen mag.
• Was wäre, wenn ihr mal einen Querbeet-Beschäftigungskurs bucht, wo ihr verschiedene Dinge ausprobieren könnt, und entscheidet euch dann für das, was der Hund am liebsten mag?
• Was wäre, wenn wir dem Hund unterschiedliche Decken und Körbe anbieten und er wählen kann, welche er mag?
• Was wäre, wenn ihr euch neben den Hund setzt und ihn krabbelt, wenn er euch so schön den Bauch entgegenstreckt?
• Was, wenn ihr den Ball einfach werft, den er euch bringt?

Bitte, ihr sollt nicht sofort und alle Regeln über Bord werfen. Manche Regeln sind sinnvoll. Wohne ich an einer Straße, ist es sinnvoll, dass der Hund nicht zuerst zur Haustür hinausgeht. Möchte ich keine Hundehaare im Bett, ist das ein gutes Argument gegen einen Hund im Bett. Ist die Couch neu, möchte ich vielleicht, dass er lieber in seinem Korb liegt. Das alles können gute Gründe sein und die Regeln dazu haben ihre Berechtigung. Sie aber „aus Prinzip“ oder aus einem Rangordnungsgedanken zu befolgen, ist totaler Käse.

Wie wäre es, beim nächsten Spaziergang einfach mal den Hund entscheiden zu lassen, wohin er gerne gehen und was er gerne tun möchte?


Ich erinnere mich an eine Geschichte: Ich besuchte eine Freundin und sie hielt kurz meinen Hund Morris an der Leine für mich fest. Als ich zurückkam, hörte ich, wie sie - in immer strenger werdendem Ton - Sitz, Sitz, SITZ! wiederholte. Morris stand vor ihr auf einem Schotterplatz, und er stand wie eine Eins. Ich unterbrach das Ganze und fragte sie, warum er denn Sitz machen solle, und ihre Antwort war: „Weil ich das gesagt habe.“ Ich mag diese Person von ganzem Herzen, und in diesem Satz schwangen so viele Kindheitserinnerungen mit: „Du machst das, weil ich es dir sage.“ Wir übernehmen solche Vorstellungen, und früher war auch das genau mein Denkmuster. Ich erlebe das mit Kunden und ihren Hunden so häufig - sie kommen mit einem Problem und der Hund wird die ganze Zeit kontrolliert, muss da Platz machen, bleiben, darf nicht schnüffeln und sich erst mal die fremde Umgebung ansehen, und ich frage dann immer, warum ihnen das wichtig ist. Die meisten haben keine Antwort. Das sollten wir ändern.

Hinterfragt euren Umgang und überlegt: Warum ist mir genau DAS an meinem Umgang mit meinem Hund jetzt wichtig? Wenn ihr gute Gründe dafür habt, prima. Aber wenn ihr ins Stocken kommt und euch kein rationaler Grund einfällt, ist es vielleicht an der Zeit, Regeln zu überarbeiten.

In Diskussionen hört man häufig: „Aber der Hund braucht doch Regeln“. Richtig, absolut. Wir alle brauchen Regeln, aber diese sollten durchdacht sein, sie sollten sinnvoll sein und nicht nur aus alten Glaubenssätzen bestehen.

Grenzen und Regeln helfen bei jeglichem Zusammenleben, ob mit Menschen oder mit Tieren. Wichtig ist, wie diese Regeln festgelegt und durchgesetzt werden.

Ein Hund, der beste Freund des Menschen - aber wie sieht es umgekehrt aus?


Mein Hund muss auf steinigem Untergrund kein „Sitz“ machen, wenn es ihm unangenehm ist. Ich kann einen Schritt zur Seite gehen, ihn auf Rasen sitzen lassen oder ihn einfach an dem Ort, wo er grade ist, stehen lassen. Für unser Leben und unser tägliches Miteinander ist ein „Sitz“ auf Schotter schlicht unwichtig. Im Training passieren manchmal Dinge, mit denen man als Trainer nicht gerechnet hat. Der Kunde arbeitet an einem Verhalten, ich schaue mir das an, und auf einmal clickt und belohnt der Kunde den Hund aus einem Grund, der mir nicht ersichtlich ist. Selbstverständlich frage ich dann den Kunden: „Was hast du denn jetzt geclickt?“

Manchmal hat er sich schlicht vertan, der Daumen war zu schnell, aber manchmal kommt auch: „Weil er so süß ist.“ Früher hätte ich mit den Augen gerollt, heute fühle ich mit diesen empathischen Menschen, die ihren Hund lieben und ihn toll finden. Eine Kollegin nannte diese „falschen“ Clicks „Mutti-Clicks“. Ich mag das Wort, es ist so wohlwollend. Ja, es war an der falschen Stelle und aus Trainersichtweise ungünstig. Aber wenn das mal passiert, ist es doch nicht dramatisch, dann bekommt der Hund halt mal einen Keks dafür, dass er so süß guckt. Die Trainersichtweise ist nicht die allein selig machende Sichtweise, das dürfen wir als Trainer nicht vergessen.

Mir wäre lieb, wenn man dann vorher nicht clickt, sondern einfach so einen Mutti-Keks verteilt. Das kann die Stimmung aufhellen, und wenn alle Parteien glücklich damit sind, spricht nichts dagegen. Nur noch Mutti-Kekse zu verteilen wäre dagegen wieder kontraproduktiv.

Haltet das Maß und hinterfragt euch und eure Regeln. Warum soll dein Hund denn nicht mal den Weg wählen dürfen? Was soll Schlimmes dadurch passieren?

Mein Hund ist mittlerweile zwölfeinhalb. Unsere gemeinsame Zeit ist begrenzt und er ist ein alter Herr geworden. Noch viel häufiger als früher steht er im Wald manchmal neben mir, schaut mich an, und dann bekommt er ein paar Kekse von mir. Einfach so. Ohne Gegenleistung. Weil er die Kekse mag und ich ihn. Und weil er sich dann freut. Und dann freue ich mich. Und wenn ich abends auf dem Sofa sitze und er kommt und drückt seinen Kopf vertrauensvoll gegen meinen Hals und atmet tief, dann krabble ich ihn und freue mich, dass er so gern meine Nähe sucht. Wenn das Paket mit den Kausachen geliefert wird, sitze ich mit ihm am Boden, und er wartet aufgeregt, bis ich es aufgerissen habe, und dann darf er selbst wählen, was er gern hätte.

Eigentlich sind das doch die gleichen Gründe, warum ich einer Freundin mal ein paar Socken stricke, ihr Blumen für den Garten oder einen Wein vorbeibringe. Weil sie sich freut und ich mich dann auch freue. Augenscheinlich habe ich im Lauf der Jahre langsam, aber sicher, meine Kleinmädchenvorstellung vom Leben mit Hund auferstehen lassen. Der beste Freund an meiner Seite. Ich habe gelernt, meinem Hund ein guter Freund zu sein. Danke für alle Trainer und Weggefährten, die mir geholfen haben, alte Zöpfe abzuschneiden und neue Denkweisen zu entwickeln.

MANUELA ZAITZ …

… hat sich auf Trickdogging, Discdogging, Beschäftigung und Clickertraining spezialisiert. Sie leitet die „Trickschule für Hunde“ in Moers und ist als Autorin und Seminarleiterin aktiv und durch viele TV-Auftritte und Vorführungen bekannt. Im Cadmos Verlag sind ihre beiden Bücher „Trickschule für Hunde“ und „Neues aus der Trickschule für Hunde“, sowie die passenden DVDs erschienen. Im Tranining liegt ihr am Herzen, dass die Hunde freudig auf der Basis positiver Verstärkung in einer stressfreien, entspannten Lernsituation lernen.

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