Lesezeit ca. 17 Min.
arrow_back

Die Gefühle der Tiere


Logo von National Geographic Deutschland
National Geographic Deutschland - epaper ⋅ Ausgabe 10/2022 vom 23.09.2022
Artikelbild für den Artikel "Die Gefühle der Tiere" aus der Ausgabe 10/2022 von National Geographic Deutschland. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
Das ist Ed, eine Kanadische Sphynx-Katze. Ed ist neugierig, aufgeschlossen, anhänglich und empfänglich für menschliche Gefühle. Obendrein ist er gesprächig. Spricht man seinen Namen aus, schnurrt er. Seine hier nach vorn gerichteten Ohren signalisieren Wachsamkeit, die verengten Pupillen zeigen, dass Ed entspannt ist.

Familienmitglied

Um einen Oktopus zu beobachten, holte der Meeresbiologe David Scheel „Heidi“ zu sich nach Hause. Wenn Scheel an seinem Morgentee nippte, dehnte Heidi sich in ihrem Aquarium, als mache sie eine Yogaübung. Sah die Familie fern, schaute auch Heidi zu. Und sie sauste umher, sobald sie nach längerer Abwesenheit heimkehrten. „Sie freute sich, uns zu sehen“, sagt Scheel. „Oder: Sie schien sich zu freuen.“

Bin das ich?

Ein Rotgesichtsmakake betrachtet sein Abbild in einem Mopedspiegel. Es gibt einige Tierarten, die sich selbst zu erkennen scheinen, bekannt ist das etwa von Menschenaffen. Die Fähigkeit, sich als Selbst wahrzunehmen, dient Forschern als Zeichen für ein Ich-Bewusstsein. Bei Menschenbabys entwickelt sich diese Fähigkeit etwa ab 18 Monaten.

S

SEIT ACHT JAHREN lebe ich mit dem Hund Charlie zusammen. Komme ich nach Hause, begrüßt er mich überschwänglich, auch wenn ich nur kurz ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 5,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von National Geographic Deutschland. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 10/2022 von Liebe Leserin, lieber Leser!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Liebe Leserin, lieber Leser!
Titelbild der Ausgabe 10/2022 von Stonehenge und der Buchdruck. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Stonehenge und der Buchdruck
Titelbild der Ausgabe 10/2022 von GESCHÖPFE DER NACHT. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
GESCHÖPFE DER NACHT
Titelbild der Ausgabe 10/2022 von LUFTMALEREI. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
LUFTMALEREI
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
SEILE, DIE VERBINDEN
Vorheriger Artikel
SEILE, DIE VERBINDEN
DAS ZEUGNIS EINER STRASSE
Nächster Artikel
DAS ZEUGNIS EINER STRASSE
Mehr Lesetipps

... einkaufen war. Wenn ich lache, höre ich seinen Schwanz im Nebenzimmer auf den Boden klopfen. Regelmäßig frage ich meine Frau: „Glaubst du, er liebt mich?“ „Ja, natürlich!“, antwortet sie zuverlässig.

Während Charlie auf der Veranda in der Sonne liegt, kommt mir eine weitere, tiefgründigere Frage in den Sinn: Inwieweit ähnelt der Verstand von Tieren dem unseren? Haben andere Spezies Gedanken, Gefühle und Erinnerungen so wie wir?

Als Menschen halten wir uns immer noch für außergewöhnliche Wesen, die sich grundlegend von anderen Tieren unterscheiden. Doch in den letzten 50 Jahren haben Wissenschaftler eine Menge Belege für die Intelligenz vieler nicht menschlicher Spezies gesammelt. Geradschnabelkrähen knipsen Zweige ab, um damit Insektenlarven aus Baumstämmen zu angeln. Kraken lösen Rätsel und schützen ihre Höhlen, indem sie Steine vor den Eingang legen.

Wir zweifeln nicht mehr daran, dass viele Tiere über beeindruckende kognitive Fähigkeiten verfügen. Doch sind sie vielleicht nicht einfach nur hoch entwickelte Wesen auf Autopilot, die auf Überleben und Fortpflanzung gepolt sind?

Eine wachsende Zahl von Verhaltensstudien sowie Einzelbeobachtungen aus freier Wildbahn – beispielsweise eine Schwertwalmutter, die ihr totes Kalb wochenlang mit sich herumträgt – machen deutlich, dass viele Tierarten sehr viel mehr mit Menschen gemein haben als bislang angenommen. Elefanten trauern. Delfine spielen aus Spaß an der Freude. Echte Tintenfische haben ausgeprägte Persönlichkeiten. Kolkraben scheinen auf den emotionalen Zustand anderer Raben zu reagieren. Viele Primaten schließen Freundschaft. Bei einigen Arten geben die Älteren ihr Erfahrungswissen an die Jüngeren weiter. Zahlreiche andere Tiere, darunter Ratten, scheinen zu Handlungen der Empathie und der Freundlichkeit fähig.

Körpersprache

Von einem Lichtring angestrahlt, lässt sich dieses Hausschwein von Tierverhaltensforschern des schottischen Rural College fotografieren. Experten der University of the West of England analysieren die Fotos hinterher mithilfe eines Algorithmus. Damit können sie selbst subtile Gesichtsausdrücke identifizieren – bis hin zu emotionalen Zuständen bei Schweinen.

Bei einer erstaunlichen Vielzahl nicht menschlicher Spezies zeichnet sich also ein Bild von Empfindungsfähigkeit, eines reichen Geistesund Gefühlslebens ab. Das kommt einer kopernikanischen Wende gleich.

Noch vor etwa drei Jahrzehnten galt das Gemüt von Tieren „nicht als ein Thema, das wissenschaftlicher Untersuchung wert gewesen wäre. „Emotionen bei Tieren – das war etwas für Romantiker“, erinnert sich Frans de Waal. Der Biologe und Ethologe an der Emory University in Atlanta hat sich ein Leben lang mit dem Verhalten von Primaten beschäftigt. Er war einer der Ersten, die sich für die Anerkennung tierischen Bewusstseins einsetzten. Vor einigen Jahrzehnten, sagt de Waal, begannen Wissenschaftler zu erkennen, dass bestimmte Arten empfindungsfähig seien; sie blieben aber dabei, dass deren Erfahrungen nicht mit unseren vergleichbar und daher nicht von Bedeutung seien.

„Die inneren Prozesse vieler Tiere sind genauso komplex wie die von uns Menschen. Der Unterschied ist, dass wir sie in Sprache ausdrücken können. Wir können über unsere Gefühle sprechen.“

—FRANS DE WAAL, PRIMATENFORSCHER

Gedächtniskünstler

Ein Hausschaf wägt zwei Zahlen ab und wählt diejenige aus, die es zu erkennen gelernt hat. Schafe sind darin richtig gut. Sie können sich auch Gesichter merken, eine soziale Fähigkeit auf hohem Niveau. Die Forscherin Jenny Morton von der University of Cambridge sagt, dass Schafe zwar bekanntlich in Herden leben, man aber auch gut mit einzelnen Tieren arbeiten könne. „Sie vertrauen ihrem Betreuer“, erzählt sie. „Vertrauen setzt emotionale Intelligenz voraus.“

Geduldsprobe

Knopfi, ein Australischer Schäferhund, wirkt an einer Studie der Universität Wien mit. Er hat gelernt, eine Zeit lang reglos in einem Magnetresonanztomografen zu liegen. Bei der Beobachtung von Hundehirnen haben Forscher so Aktivitäten in Bereichen festgestellt, die denen des Menschen ähneln: Lobende Worte brachten die Belohnungszentren von Hunden zum Leuchten. Videos von Bezugspersonen aktivierten Regionen, die mit Bindung assoziiert werden.

Inzwischen sind sich manche Verhaltensforscher sicher, dass die inneren Prozesse vieler Tiere genauso komplex sind wie von uns Menschen. „Der Unterschied ist, dass wir sie in Sprache ausdrücken können. Wir können über unsere Gefühle sprechen“, sagt de Waal. Sollte sich diese Erkenntnis durchsetzen, könnte sie ein radikales Umdenken in der Mensch-Tier-Beziehung bewirken.

„Wenn man Emotionen bei Tieren anerkennt, einschließlich der Empfindungsfähigkeit von Insekten, dann wird es moralisch relevant“, meint de Waal. „Tiere sind nicht wie Steine. Sie sind fühlende Wesen.“

Das wissenschaftliche Bestreben, das Seelenleben von Tieren zu bestimmen, ist jedoch noch relativ jung. Und nach wie vor ist es umstritten. Nach Ansicht einiger Wissenschaftler ist es nahezu unmöglich, die Psyche einer anderen Spezies zu verstehen. „Einem Tier subjektive Gefühle zuzuschreiben, indem man sich sein Verhalten ansieht, ist keine Wissenschaft – es ist Spekulation“, findet David J. Anderson, Neurobiologe am California Institute of Technology. Er untersucht emotionsverbundenes Verhalten bei Mäusen, Fruchtfliegen und Quallen. Wissenschaftler, die Emotionen wie Trauer und Empathie bei nicht menschlichen Lebewesen erforschen, müssen sich oft des Vorwurfs erwehren, dass sie ihre Probanden vermenschlichen.

Laut David Scheel, auf Kraken spezialisierter Meeresbiologe an der Alaska Pacific University, kann man der Wahrheit nur näherkommen, wenn man genau überprüft, ob die beobachteten Verhaltensweisen von Tieren tatsächlich mit Emotionen in Zusammenhang stehen.

„Niemand bestreitet, dass Hunde enge Bindungen zu bestimmten Personen pflegen. Aber sie sind domestiziert“, gibt Scheel zu bedenken. „Ist dasselbe bei einem Fuchs möglich? Verfügt ein Wolf über die gleiche emotionale Bandbreite? Fühlt ein Schwertwal eine vergleichbare Bindung zu den Mitgliedern seiner Gruppe? Kann sich ein Delfin mit einem Fischschwarm oder einem Taucher anfreunden?“ Unser Bauchgefühl könne uns leicht in die Irre führen.

Verräterische Nase

Changa, eine Schimpansin aus dem Leipziger Zoo, inspiziert im Rahmen eines Forschungsprojekts des Max-Planck-Instituts eine Wärmebildkamera. Wenn Menschen gestresst sind, kühlt ihre Nase ab. Die Wissenschaftler fanden kühlere Nasen auch bei Schimpansen, die Tonaufnahmen und Videos von kämpfenden Artgenossen hörten oder sahen. Der Anblick einer ihnen bekannten Person, die verletzt schien, hatte die gleiche Wirkung. Beides lässt darauf schließen, dass die Schimpansen Mitgefühl empfanden.

Falls Vermenschlichung dem wissenschaftlichen Denken widerspricht, dann plädiere ich auf „schuldig“. Mit Vergnügen schaue ich mir Videos an, in denen Tiere Verhaltensweisen zeigen, die auf eine Reihe von Emotionen hindeuten, mit denen wir uns identifizieren können. Ein Wasserbüffel in einem Zoogehege, der mit Mühe eine auf dem Rücken liegende Schildkröte umdreht. Ein Pandabär, der rücklings einen schneebedeckten Hügel hinunterrutscht und dann wieder hinaufstapft, um es noch einmal zu tun. Ein Affe, der am Rand eines Wassergrabens eine Banane schält und ganz entgeistert schaut, als sie ins Wasser fällt. Schmunzelnd zeige ich diese Videos meiner Frau. Die Vorstellung, dass das Leben um uns herum vor Emotionen pulsieren könnte, schenkt mir ein gutes Gefühl.

Selbst die Wissenschaft erkennt an, dass Emotionen sich nicht allein beim Menschen entwickelt haben. Im Grunde sind Emotionen innere Zustände, die ein Tier zu einem bestimmten Verhalten veranlassen. Wir mögen Hunger und Durst nicht als Emotionen ansehen, aber auch sie sind innere Zustände, die bestimmte Verhaltensweisen auslösen. Scheel bezeichnet sie als „Ur-Emotionen“. „Wenn einen die Blase drückt, steigt man auch an einem gemütlichen Samstagmorgen aus dem Bett und geht zur Toilette. Es wird zu einem absoluten Muss“, sagt er.

Ur-Emotionen lösen bestimmte Handlungen aus. Klassische Gefühle wie Liebe und Trauer mögen tiefgründiger erscheinen, sind qualitativ aber nicht anders. „Unsere gesamte wissenschaftliche und philosophische Arbeit deutet derzeit darauf hin, dass jedes Gefühl, wie erhaben und hehr es auch sein mag, auf eben diesen Ur-Emotionen basiert“, erklärt Scheel.

Wenn das stimmt, wäre es nur logisch, dass eine Vielzahl von Spezies – von Flöhen bis hin zu Schimpansen – Emotionen besitzt; manche eher rudimentär, andere höher entwickelt.

DIER ABENBEÄUGTEN MICH a r gwöhnisch und hüpften davon, als ich zu nahe an den Maschendraht zwischen uns trat. Das Sonnenlicht schimmerte auf ihrem seidigen, tiefschwarzen Gefieder. Ich war eigens nach Österreich geflogen, um diese Raben zu sehen, denn Thomas Bugnyar, Biologe an der Universität Wien, hatte eine bemerkenswerte Entdeckung gemacht. Nach etwa zehn Minuten schienen sich die Vögel zu beruhigen.

Helles Köpfchen

Raben haben bemerkenswerte kognitive Fähigkeiten. Dank ihres exzellenten Gedächtnisses können sie sich erinnern, ob eine bestimmte Person zuvor freundlich oder gemein auftrat. Sie verfügen über komplexe emotionale Fähigkeiten und trösten beispielsweise Artgenossen, die bei einer Auseinandersetzung unterlagen. Und sie haben ein ausgeprägtes Gespür für ihre Rolle in Sozialgemeinschaften. Obendrein scheinen sie zu wissen, was andere Vögel wissen. Dies setzt ein hohes Level an logischem Denkvermögen voraus.

Einer kam vorsichtig näher, um mich besser in Augenschein nehmen zu können. Er drehte den Kopf und musterte mich zuerst mit dem linken und dann mit dem rechten Auge.

Corviden sind für ihre Intelligenz bekannt. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass sie Werkzeuge benutzen, Aufgaben lösen und für die Zukunft planen können. Während meines Besuchs beobachtete ich einen Raben, der versuchte, eine Leckerei zu verstecken. Zuerst legte er einen kleinen Stein darüber und entfernte sich. Wenige Minuten später kehrte er, offenbar nicht zufrieden, zurück, nahm den Leckerbissen in den Schnabel und vergrub ihn woanders im Kies.

Die kognitiven Fähigkeiten von Kolkraben sind beeindruckend. Obendrein zeigen die Vögel Verhaltensweisen, die auf eine weitere Facette ihrer Intelligenz hinweisen: Empathie. Als Bugnyar vor Jahren für seine Doktorarbeit das Verhalten von Kolkraben untersuchte, bemerkte er, dass ein Rabe, der Zeuge eines Streits zwischen zwei Artgenossen gewesen war, den Verlierer zu trösten schien. Bei meinem Besuch schilderte er mir eine typische Szene.

„Zwei Individuen geraten in Streit. Der Unterlegene wird ein paar Minuten lang umhergejagt, flüchtet schließlich in eine Ecke und bleibt dort zitternd hocken“, berichtete er. „Die anderen Raben sind sehr aufgeregt, fliegen durch die Gegend und stoßen laute Rufe aus. Irgendwann fliegt einer von ihnen zu dem Verlierer hinüber, nicht direkt auf ihn zu, aber in die Nähe.“

Mit freundlich klingenden Lauten nähere sich dieser Rabe an, bis er quasi auf Tuchfühlung sei. Bewege sich der Verlierer weg, bleibe der Tröster beharrlich. „Und schließlich, meist nach ein paar Minuten, muntert er den anderen durch Berührungen auf.“

152 solcher Begegnungen hat Bugnyar dokumentiert. Mit seiner Kollegin Orlaith Fraser stellte er fest, dass die Trost spendenden Raben die Opfer meist gut kannten. Forscher hatten das Tröstungsverhalten bereits bei Gemeinen Schimpansen und Bonobos beobachtet; Bugnyars Studie wies es als eine der ersten bei Vögeln nach.

In Experimenten mit Ratten konnten Wissenschaftler das Phänomen noch genauer untersuchen. Bei einem von Inbal Ben-Ami Bartal, Neurowissenschaftlerin an der Universität Tel-Aviv, entwickelten Versuch wird eine Ratte in eine enge, mit Luftlöchern versehene Plexiglasröhre gesperrt. Die Röhre hat eine Tür, die sich von außen öffnen lässt. Die Forscher platzieren die Röhre in einen Käfig mit einer anderen Ratte, die sich frei bewegen kann.

Ich-Bewusstsein

Elstern, die wie Raben zur Familie der Corviden gehören, zählen zu den wenigen Nichtsäugetieren, die den Spiegeltest bestehen. Wenn sie auf ihrem Körper einen Fleck entdecken, der nur im Spiegelbild sichtbar ist, versuchen sie, ihn zu entfernen. Folglich scheinen sie sich selbst zu erkennen. Vögel haben kleine Gehirne und keine Großhirnrinde, machen dies aber durch eine hohe Neuronendichte wett.

Die Ratte in der Röhre dreht und windet sich, um zu entkommen. Ihre Verzweiflung ist für die andere Ratte sichtbar. Diese beginnt die Röhre zu umkreisen, beißt hinein, probiert von unten zu graben. Nach ein paar Versuchen findet die freie Ratte heraus, wie sie die Tür öffnen kann. Hat sie den Mechanismus einmal durchschaut, befreit sie die eingesperrte Ratte umgehend.

Ihr Helferverhalten hängt allerdings davon ab, ob die freie Ratte sich der eingesperrten Artgenossin verbunden fühlt. Sind die Ratten vom gleichen genetischen Stamm, spielt es keine Rolle, ob der eingesperrte Nager ihr bekannt ist oder nicht – sie hilft. Gehört das Not leidende Tier zu einem genetisch anderen Stamm, bleibt die freie Ratte unbeeindruckt. Ist eine Ratte mit Tieren eines anderen Stamms aufgewachsen, hilft sie nur diesen anderen Ratten. „Es geht also nicht um biologische Ähnlichkeit“, schlussfolgert Ben-Ami Bartal, „sondern um die soziale Erfahrung und Verbundenheit. Was zählt, ist, dass man eine Familie hat und weiß, wer dazugehört.“

EINUNABDINGBARES MERKMAL emotionaler Intelligenz ist die Fähigkeit, den emotionalen Zustand anderer zu erkennen. An einem windigen Morgen stand ich am Rand eines schlammigen Feldes in England und ließ mir von der Psychologin Leanne Proops zeigen, wie sie prüft, ob Pferde so eine Fähigkeit besitzen. Man merkt, dass Proops, die an der University of Portsmouth forscht, ihre Probanden gern hat. Jedes Mal, wenn ich ein Pferd sah und erwähnte, wie nett das Tier zu sein schien, wurden ihr Lächeln breiter und ihre Augen weicher. „Total nett!“, antwortete sie stets.

Wir lehnten zwei Bretter an einen Zaun, auf denen jeweils eine lebensgroße Frontalaufnahme eines Pferdekopfes prangte. Auf dem einen Bild waren die Ohren des Tieres aufgestellt, Nüstern und Maul entspannt, die Augen blickten ruhig – ein zufriedenes Pferd. Auf dem anderen hatte das Pferd einen bedrohlichen Blick, nach hinten angelegte Ohren, die Zähne waren gebleckt und die Nüstern weit gebläht.

Ich helfe dir.

„Ratten“, erklärt Inbal Ben-Ami Bartal, Neurowissenschaftlerin an der Universität Tel Aviv, „zeigen grundlegende Elemente von Empathie“. In einer Studie fand sie heraus, dass die Nager eine andere, in einer Röhre eingesperrte Ratte befreien, sofern diese ihrer eigenen sozialen Gruppe angehörte. Adoleszente Ratten machten hier interessanterweise noch keinen Unterschied.

Herr der Kringel

Weiß- bzw. Belugawale sind für ihre Verspieltheit bekannt. Dieser Beluga bläst in einem Aquarium in Hamada, Japan, mit Blasloch und Mund einen Luftring. So erschaffen sich die Meeressäuger ihr eigenes, flüchtiges Spielzeug. Beginnt ein Tier, dann schließen sich ihm oft andere an. Spielen stärkt bei Tieren soziale Bindungen, hilft beim Lernen und macht ihnen vermutlich einfach Spaß.

Pferde erkennen emotionale Zustände nicht nur bei ihren Artgenossen, sondern offenbar auch bei Menschen.

Dann holte eine Doktorandin einen grau-weißen Schecken mit weicher, glänzender Mähne aus dem Stall: unser Studienobjekt. Das Pferd stand ein paar Minuten lang da und betrachtete die beiden Fotos. Dann schritt es zu dem zufriedenen Gesicht und stupste es mit der Nase an.

Proops und ihre Kollegen unterzogen 48 Pferde einem ähnlichen Test. Einige Tiere hatten die Wahl zwischen Bildern von einem zufriedenen und einem aufgebrachten Pferd, andere sahen ein zufriedenes und ein neutrales Konterfei und wieder andere ein neutrales und ein zorniges. Fast immer mieden die Vierbeiner das zornige Gesicht. Daraus schlossen die Forscher, dass Pferde die Mimik selbst eines ihnen nicht bekannten Artgenossen lesen können.

In einer anderen Studie wurde Pferden das Foto eines menschlichen Gesichts gezeigt, das entweder lächelte oder böse dreinschaute. Sie bekamen die Aufnahme am Morgen gezeigt. Am Nachmittag setzte sich die auf dem Foto abgebildete Person mit neutralem Gesichtsausdruck vor das Pferd. Hatte die Aufnahme, die dem Pferd morgens gezeigt worden war, einen bösen Gesichtsausdruck, führte der Anblick derselben Person in echt am Nachmittag zu Anzeichen von Stress. Hatte das Foto ein fröhliches Gesicht gezeigt oder war der Besucher jemand ganz anderes, reagierte das Pferd eher positiv oder neutral.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Pferde womöglich über eine nuancierte Fähigkeit verfügen, emotionale Zustände nicht nur bei anderen Pferden, sondern auch bei Menschen zu erkennen und darauf zu reagieren. Ein solches Verhalten zeugt von hoch entwickelten Erkennungs- und Gedächtnisfertigkeiten.

„Die Pferde mussten den Transfer von einem Foto auf eine reale Person schaffen. Sie mussten sich an eine bestimmte Person erinnern. Und sie mussten sich offensichtlich an eine bestimmte Emotion erinnern“, erklärte Proops. „Das ist erstaunlich“, bemerkte ich. „Ja, wirklich“, sagte sie und strahlte. „Das ist es.“

GELEGENTLICHWINSELT CHARLIE im Schlaf und zuckt. Wenn ich dann den Hundekopf streichle, um ihn zu beruhigen, frage ich mich, was er wohl geträumt haben mag. Natürlich bin ich nicht der Einzige, der gerne wissen würde, was im Kopf eines Tieres vor sich geht.

Als die Chicagoer Sprachtherapeutin Christina Hunger sich vor vier Jahren einen Welpen ins Haus holte, verspürte sie denselben Wunsch. Bei ihrer Arbeit mit Kindern mit Sprachverzögerungen verwendet Hunger ein Kommunikationsgerät – ein Brett mit Knöpfen, die beim Drücken zuvor aufgezeichnete Wörter wiedergeben. Sie fragte sich, ob ihre Mischlingshündin wohl darauf trainiert werden könne, Knöpfe für Wörter wie „Wasser“, „Spielen“ und „Draußen“ zu drücken. Tatsächlich lernte Hündin Stella schnell und begann nach etwa einem Monat, die Sprechknöpfe zu benutzen, um Wünsche zu verbalisieren.

Eines Tages, als Hunger ihre Pflanzen goss, lief Stella ins andere Zimmer, drückte den Knopf für „Wasser“ und kam zurückgelaufen, um ihr Frauchen weiter zu beobachten. „Ihr Wassernapf war voll. Sie trank kein Wasser. Sie hat das Wort einfach auf neue Art und Weise benutzt“, berichtet Hunger. Stella schien schlichtweg auf etwas hinzuweisen, was sie beobachtet hatte.

Hunger machte die Hündin daraufhin mit weiteren Wörtern bekannt, etwa mit „Hilfe“, „Tschüss“, „Nein“ und „Hab’ dich lieb“. Eines Abends hatte Stella etwas Wichtiges mitzuteilen. Sie tätigte erst den „Essen“-Knopf und lief dann quer durch die Wohnung zum „Nein“-Knopf, erinnert sich Hunger. „Sie kombinierte also diese beiden Wörter, um uns mitzuteilen, dass sie noch kein Abendessen gehabt hatte.“

Vieldeutige Handreichung

Ein einst gerettetes Orang-Utan-Weibchen namens Anih streckt ihrem Betreuer Syahrul von der Borneo Orangutan Survival Foundation ihre Hand entgegen. Anih hatte beobachtet, wie Syahrul sich durch das

Schmutzwasser mühte, und reichte ihm schließlich ihre Hand. Das Foto ging viral. Die Stiftung warnt jedoch, das Verhalten von Tieren zu vermenschlichen. Anih könnte auch schlicht Futter erbeten haben..

Sichtbare Trauer

Bei den Kanarischen Inseln treibt eine Kurzflossen-Grindwal-Kuh ihr totes Kalb mit sich durchs Wasser. Forscher glauben zunehmend, dass auch Tiere trauern. Wie Asha de Vos, Meeresbiologin aus Sri Lanka und NATIONAL-GEOGRAPHIC-Explorer, erklärt, leben Grindwale in Familienverbänden: „Trauern ist dann ein Ausdruck der starken sozialen Bindungen im Laufe eines Lebens.“

Zum Frieden fähig

Viktor, ein Bonobo im Zoo von Fort Worth in Texas, ist dafür bekannt, dass er gerne und viel mit Besuchern interagiert. Der Primatenforscher Frans de Waal meint, Bonobos hätten möglicherweise ein ausgeprägteres Einfühlungsvermögen als wir Menschen. So seien bei Bonobos diejenigen Hirnregionen, die auf das Leid anderer Wesen reagieren, größer und die Mechanismen zur Aggressionsunterdrückung stärker entwickelt.

Forscher glauben, das Spiel hat sich entwickelt, weil es die Bindung zwischen den Mitgliedern derselben sozialen Gruppe stärkt.

Hunger platzierte nun alle 48 Knöpfe an einem Ort, um es Stella zu erleichtern, mehrere Wörter zu verwenden. Dies führte zu einer explosionsartigen Zunahme der Kommunikation. „Stella fing an, Wörter miteinander zu kombinieren, und kreierte neue Botschaften, die ich ihr nie beigebracht hatte, die aber perfekt mit dem übereinstimmten, was gerade in der Umgebung passierte“, erzählt Hunger.

Letztes Frühjahr telefonierte Hunger, als Stella um ihre Aufmerksamkeit buhlte. Zuerst drückte die Hündin die Tasten für „Schau“, „Komm“ und „Spielen“. Da Hunger beschäftigt war, probierte Stella immer neue Versionen derselben Nachricht, darunter: „Will. Spielen. Draußen.“ Schließlich drückte sie frustriert auf „Hab dich lieb“, gefolgt von „Nein“. Hunger war perplex. „Ich hätte nie gedacht, dass ich einen ‚Hab dich lieb‘-Knopf einführen würde, damit meine Hündin mir sagen könnte: ‚Hab dich lieb. Nein‘, wenn sie sich über mich ärgert“, sagt sie. „Es ist erstaunlich, all diese Gedanken mitzubekommen.“

Diese und weitere ähnliche Erfahrungen veranlassten Federico Rossano, Kognitionswissenschaftler am Comparative Cognition Lab der University of California, San Diego, zu einer Studie, bei der Hunde- und Katzenhalter Berichte über ihre Haustiere einreichen, die mithilfe von Knöpfen Wörter mitteilen. Bislang hat er Daten von fast 3000 Teilnehmern erhalten.

Rossano kennt zahlreiche Beispiele von Hunden, die sich nach einem Familienmitglied erkundigten, weil die Person abwesend war. Sie drücken ihren Wunsch aus, mit bestimmten Hundefreunden zu spielen, indem sie das Wort „Park“ mit dem Namen des anderen Vierbeiners kombinieren. „Es ist faszinierend, wie viele Fälle wir sehen, in denen es zwei Tiere im

Haushalt gibt und eines den Menschen um Hilfe für das andere bittet“, erzählt er. In einem Video beobachtet ein Terrier, wie seine Mitbewohnerin, eine alte Katze, sich hinsetzt. Er läuft zu den Knöpfen und drückt „Besorgt“ und „Gehen“.

Würde ich Charlie für die Studie anmelden, kann ich mir schon ausmalen, was er davon hält, dass ich mich seit Jahren über sein mangelndes Schnüffeltalent lustig mache: „Lustig. Nein.“

DIANAR EISS’AUGEN leuchten, sobald es um Meeressäuger geht. In den 1980er-Jahren filmte Reiss, Kognitionspsychologin am New Yorker Hunter College, gerade Große Tümmler in einem Aquarium, als sie eine verblüffende Entdeckung machte: Einer der Delfine tauchte zum Grund des Beckens ab und stieß aus seinem Blasloch einen Luftring aus. Während dieser silberweiße Ring zur Oberfläche aufstieg, pustete der Delfin einen zweiten, kleineren Ring, der rascher stieg als der erste und schließlich mit dem ersten verschmolz und ihn vergrößerte. Dann schwamm der Delfin mitten hindurch. Reiss traute ihren Augen nicht. „Zum ersten Mal sah ich ein Tier, das sich sein eigenes Spielzeug erschaffte“, erzählt sie.

Seither haben Reiss und andere vielfach beobachtet, wie Delfine Luftkringel fabrizieren und auf unterschiedlichste Art und Weise damit spielen. In freier Wildbahn spielen Delfine miteinander Fangen. Und sie sind nur eine von vielen spielenden Spezies. Paviane etwa wurden dabei beobachtet, wie sie Rinder ärgerten, indem sie sie am Schwanz zogen. Richard Byrne, der über die Evolution des Denkens forscht, wurde des Öfteren Zeuge, wie junge Elefanten Tiere wie Gnus und Reiher jagten, die keine Bedrohung darstellten.

Laut Gordon M. Burghardt, Ethologe an der University of Tennessee in Knoxville, haben Wissenschaftler auch Belege für spielerisches Verhalten bei Fischen und Reptilien gesammelt. Er hat beobachtet, wie Vietnamesische Moosfrosch-Kaulquappen auf Luftblasen reiten und sich auf ihnen wiederholt vom Boden des Aquariums bis zur Oberfläche tragen lassen.

Spielen kostet Energie und birgt sogar Verletzungsrisiken, dient aber nicht immer einem unmittelbaren Zweck. Warum also spielen Tiere?

Forscher glauben, das Spiel hat sich entwickelt, weil es dazu beiträgt, die Bindung zwischen den Mitgliedern einer sozialen Gruppe zu stärken. Außerdem hilft es Tieren, Fähigkeiten wie Laufen und Springen zu üben, was ihre Überlebenschancen erhöht. Aber welcher Impuls bringt ein Tier dazu, sich aufs Spielen einzulassen? Vincent Janik, Biologe an der schottischen University of St. Andrews, findet das Streben nach Lebensfreude durchaus plausibel. „Warum tut ein Tier etwas? Nun, weil es das will“, meint er. In Ermangelung eines anderen Nutzens scheine es wahrscheinlich, dass Spielen den Tieren Freude bereitet und ihr Inneres bereichert.

WIEEN TWICKELT IST DIE Innenwelt von Tieren, die wie wir in sozialen Gruppen leben? Die Anthropologin Sarah Brosnan von der Georgia State University in Atlanta versucht, durch Experimente Einblick in die Psyche von Kapuzineraffen zu gewinnen. Sie nahm mich mit auf einen Rundgang durch die Forschungseinrichtung, in der sechs Gruppen von Kapuzineraffen leben. Jede Gruppe hat ein von Maschendraht umschlossenes Außengehege, in dem die Affen den größten Teil ihres Tages fressen, sich pflegen oder spielen.

Brosnan setzte für eine Studie zwei Kapuzineraffen in zwei nur durch ein Gitter getrennte Käfige und lud sie zu einem Spiel ein. Bei diesem Spiel, das die Affen rasch erlernten, mussten sie Brosnan einen „Spielstein“ – einen kleinen Gegenstand wie etwa ein Stückchen Holz – geben, um eine Belohnung zu erhalten. Manchmal gab Brosnan beiden Kapuzineraffen ein Stück Gurke. Ein anderes Mal reichte sie einem Kapuziner eine Gurke und dem anderen eine Weintraube – eine Lieblingsspeise der Affen. Bei einer dritten Versuchsanordnung gab es nur einen Kapuzineraffen. Brosnan belohnte ihn mit einem Stück Gurke, ließ aber jedes Mal auch eine Weintraube in den leeren Käfig fallen.

Bekamen beide Affen Gurke, fraßen sie das Stück, ohne zu murren. Wenn aber der eine wiederholt Weintrauben bekam, wurde der andere Affe mit den Gurkenstücken sichtlich verärgert.

Er ließ die Gurke fallen oder schleuderte sie empört in Richtung der Forscherin. Die Unfairness – oder Ungleichbehandlung – war offensichtlich zu viel für ihn. Bei dem Versuch mit nur einem Affen, der sah, dass sich im Nachbarkäfig Trauben ansammelten, neigte das Tier zunächst dazu, die Gurke abzulehnen, fraß sie schließlich aber doch. „Sie scheinen sich also weniger an dem Unterschied an sich als an der Ungerechtigkeit zu stören“, sagt Brosnan.

Ihre Studie deutet darauf hin, dass die Erwartung von Fairness – und das Gefühl der Enttäuschung, wenn ihr nicht entsprochen wird – nicht exklusiv beim Menschen vorkommt.

Einige Primaten scheinen auch einen Sinn für Humor zu haben. Forscher sind sich einig, dass Schimpansen und andere Menschenaffen lachen. In der Regel lachen sie beim Spielen. Man hat sie jedoch auch in anderen Zusammenhängen lachen sehen. De Waal erzählt die Geschichte eines Kollegen, der als Panther verkleidet vor einer Gruppe Schimpansen aus dem Gebüsch auftauchte. „Die Schimpansen warfen alles Mögliche nach ihm“, berichtet de Waal. Dann legte der Forscher, den die Schimpansen gut kannten, seine Verkleidung ab und gab sich zu erkennen. „Einige Schimpansen – die älteren der Gruppe – haben darüber gelacht.“

Marina Davila-Ross, Psychologin an der englischen University of Portsmouth, zeigte mir das Video einer Schimpansin namens Pia aus dem niedersächsischen Serengeti-Park Hodenhagen. Davila-Ross ertappte die junge Schimpansin dabei, wie sie ihren Vater an den Haaren zog, was wie ein Versuch wirkte, ihn zum Spielen zu animieren. Als der nicht reagierte, legte Pia sich ins Gras. Kurz darauf machte sich, ohne dass ein direkter Auslöser ersichtlich gewesen wäre, auf Pias Gesicht ein Grinsen breit. Schließlich brach sie in lautes Gelächter aus.

Nach Davila-Ross’ Auslegung könnte Pia im Rückblick über den Spielmoment gelacht haben. Die Vermutung lässt sich nicht beweisen. Aber Pias spontaner Heiterkeitsausbruch deutet auf eine Wechselwirkung zwischen einer Erinnerung und einer Emotion hin – was ein weit komplexeres Geistes- und Gefühlsleben nahelegen würde, als wir uns bisher vorzustellen vermochten. j Aus dem Englischen von Dr. Eva Dempewolf

Vor seinem Bluthund Charlie erfreute sich der langjährige NATGEO-Autor Yudhijit Bhattacharjee an der Gesellschaft einer Landschildkröte, eines Papageienpaares und eines Dobermanns.