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DIE GESCHICHTE DER POKÉMON REMAKES


N-Zone - epaper ⋅ Ausgabe 7/2021 vom 16.06.2021

Die Geschichte der Pokémon Remakes – Nostalgische Neuvermarktung

Artikelbild für den Artikel "DIE GESCHICHTE DER POKÉMON REMAKES" aus der Ausgabe 7/2021 von N-Zone. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: N-Zone, Ausgabe 7/2021

2021 feiert Pokémon sein 25-jähriges Jubiläum und die Videospiel-Reihe hat trotz ihres beträchtlichen Alters nichts an Bedeutung verloren. Im Laufe der Zeit veröffentlichten Game Freak und die Pokémon Company zahlreiche Titel, die aufgrund technischer Limitationen meist einige Jahre später zeitgemäße Neuauflagen erhielten. Nachdem Generation 1 bis 3 die Remake-Behandlung genießen durften (die 1. sogar gleich zweimal), ist nun endlich auch die 4. Generation an der Reihe. Ende des Jahres erscheinen nämlich Pokémon Strahlender Diamant und Leuchtende Perle. Was wir erwarten dürfen und wie sich die bisherigen Remake im Vergleich zu den Originalen geändert haben, nehmen wir in diesem Special deshalb genauer unter die Lupe.

Die Kanto-Region

Pokémon Rot, Blau und Gelb (1. Generation)

Die ersten Titel des erfolgreichsten Medien-Franchises der ...

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... Welt erscheinen am 5. Oktober 1999 in Europa und bringen den Hype mit, den Spieler schon 1998 in Amerika und Australien sowie 1996 in Japan erlebt haben. Pokémon Rot und Blau, ein Jahr später gefolgt von Pokémon Gelb, legen den Grundstein für die beliebte Videospielreihe und rufen viele Konzepte ins Leben, die sich im Rahmen der Spiele bis heute kaum oder nur vorübergehend geändert haben. Als JRPG-Urgesteine sind sie für viele Fans noch immer die beliebtesten Titel der Reihe und so ist es wenig verwunderlich, dass sie wenige Jahre später bereits Neuauflagen erhalten.

Pokémon Blattgrün und Feuerrot (3. Generation)

Die ersten Remakes und somit die Spiele, die einen Trend der Nostalgie-Wiederbelebung auslösen, sind Pokémon Feuerrot und Blattgrün. In Europa erblicken die Editionen am 1. Oktober 2004 das Licht der Welt, fünf Jahre nach den Originalspielen Pokémon Rot und Blau. Bereits die Verpackungen machen einen deutlichen Unterschied: Zwar ziert erneut Glurak das Cover der (feuer-)roten Edition. Statt Turtok prangt auf der nun nicht mehr blauen, sondern (blatt-)grünen Edition aber Bisaflor. Die beiden Remakes orientieren sich also an den nur in Japan erschienenen Titeln Pokémon Rot und Grün, die bei uns dann minimal überarbeitet als Rot und Blau veröffentlicht wurden.

Die nächste große Änderung fällt schon wenige Minuten nach Spielstart auf: Spieler können nun auch einen weiblichen Charakter wählen. Die neue Protagonistin trägt den Namen Leaf und ist der dritte weibliche Hauptcharakter, nachdem Pokémon Kristall dieses Feature eingeführt und Rubin und Saphir es übernommen haben.

Feuerrot und Blattgrün erscheinen ein Jahr nach Rubin und Saphir und ebenso wie die Abenteuer in der Hoenn-Region für den Game Boy Advance. Damit gehören die Remakes zu der 3. Generation und übernehmen die dort zahlreich eingeläuteten Änderungen und neuen Mechaniken. Die gravierendsten Neuerungen betreffen die Taschenmonster selbst: Jedes der Pokémon erhält eine Fähigkeit sowie ein Wesen, das einen der sechs Statuswerte um 10% erhöht, während es einen anderen um 10% verringert.

Grafisch orientieren sich Feuerrot und Blattgrün ebenfalls an Rubin und Saphir, womit die Remakes nicht nur Farbe bekommen, sondern auch um einiges lebendiger wirken als ihre Originale. Zu verdanken ist dies natürlich der neuen Technik des Game Boy Advance, womit auch der Detailgrad hochgeschraubt wird und viele Attacken neue Animationen erhalten. Selbiges gilt für den Soundtrack, der zwar originalgetreu bleibt, aber nicht mehr an die Fesseln seiner Zeit gebunden ist und damit neu und unverbraucht klingt.

Nicht neu hinzugekommen, aber dafür verändert, werden die TMs. Die sogenannten technischen Maschinen sind Items, mit denen man einem Pokémon eine bestimmte Attacke beibringen kann. Feuerrot und Blattgrün übernehmen nicht die Palette an TMs aus Rot und Blau, sondern passen sich an die neue Aufstellung aus Rubin und Saphir an. Darüber hinaus bringt die 3. Generation aber auch neue Attacken mit sich, was sich in veränderten Movesets der Pokémon und im TM-Pool niederschlägt. Außerdem können Pokémon nun Items tragen, was dem Kampfsystem zusätzliche Komplexität verleiht.

Inhaltlich gleichen die Remakes den originalen Titeln beinahe bis aufs Haar. Bei der Reise durch die Kanto-Region treffen Spieler auf die altbekannten Trainer und Arenaleiter sowie Top Vier-Mitglieder. Auch die Pokémon haben sich nicht geändert: Erneut sind nur die 151 Original-Taschenmonster fangbar. Erst nach dem Triumph über den Champ erhält der Spieler den Nationalen Pokédex und darf die Sevii Eilande bereisen, auf denen es auch neue Pokémon aus den Regionen Johto und Hoenn zu fangen gibt. Obwohl während der Hauptgeschichte keine neuen Wesen auftauchen, bekommt der in der zweiten Generation eingeführte Typ Stahl seinen Auftritt, weil Magnetilo und Magneton ihn als Zweittypen erhalten. Den ebenfalls in Gold und Silber vorgestellten Unlicht-Typen bekommen Spieler aber erst im Post-Game mit Kramurx und Nachtara zu sehen.

Abgesehen von den aufgezählten Änderungen und Neuerungen, sind Feuerrot und Blattgrün also sehr originalgetreue Remakes der 1. Generation, die sich jedoch die modernisierten Mechaniken der 3. Generation zunutze machen, um ein zeitgemäßeres Spielerlebnis zu schaffen. Weil die Neuerungen effektiv sind, sich aber in Grenzen halten und es sich bei Kanto außerdem um die Region handelt, in die viele Spieler als erstes gereist sind, erfreuen sich Feuerrot und Blattgrün einer hohen Beliebtheit und werden im Allgemeinen als sehr gelungene Remakes bezeichnet.

Pokémon Let’s Go Pikachu und Let’s Go Evoli (7. Generation)

Dreizehn Jahre nach Feuerrot und Blattgrün und fast 20 Jahre nach Rot und Blau bekommt die erste Generation ein weiteres Remake spendiert. Pokémon Let’s Go Pikachu und Let’s Go Evoli erscheinen am 16. November 2018 in Europa, orientieren sich vordergründig aber eher an Pokémon Gelb. Erneut steht nämlich ein Partner-Pokémon im Vordergrund, das Spieler auch sichtbar auf der Overworld begleitet, anstatt in einem Pokéball zu verschimmeln.

Grafisch macht Let’s Go allerdings sein ganz eigenes Ding. Zwar gehören die Remakes zur 7. Generation, ebenso wie Sonne und Mond sowie deren Nachfolger Ultrasonne und Ultramond. Gemeinsamkeiten zwischen den Titeln sucht man aber vergeblich. Das liegt vor allem daran, dass (Ultra-)Sonne und (Ultra-)Mond noch für den Nintendo 3DS erscheinen, während Let’s Go als erste Hauptspiele auf einer Konsole, nämlich der Nintendo Switch, veröffentlicht werden. Spannenderweise unterscheidet sich Let’s Go aber auch von den danach entwickelten Spielen der 8. Generation, Schwert und Schild, und geht mit seinen leichten Chibi-Anleihen sowie einer vor Farben vibrierenden Welt seinen eigenen Weg. Dies gilt auch für den Soundtrack, der sich natürlich wieder am Original orientiert, dafür aber neu orchestral erklingt und sich damit deutlich von den eher künstlichen Klängen der bisherigen Spiele abhebt.

Inhaltlich bleibt vieles beim Alten: Der Aufbau der Kanto-Region, die Trainer und die Geschichte unterscheiden sich nicht vom Original. Es gibt aber viele Feinheiten, bei denen Let’s Go sich von Pokémon Rot, Blau und Gelb absetzt: Arenaleiter haben teilweise andere Pokémon- Teams und auch charakterlich wird ein bisschen am Innovations-Rädchen gedreht.

Anstelle des Protagonisten Rot können Spieler nun zwischen den neuen Charakteren Chase und Elaine wählen. Rivale Blau wird durch den furchtbar freundlichen Trace ersetzt, Blau kommt aber immer noch im Spiel vor. Ihr Debüt in der Kanto-Region feiern Team Rocket-Vorstand Atlas und die aus Alola stammende Künstlerin Matsurika. Außerdem werden die ursprünglichen 151 Taschenmonster um die aus Sonne und Mond stammenden Alola-Versionen sowie die in X und Y bzw. Omega Rubin und Alpha Saphir eingeführten Mega-Entwicklungen bereichert. Auch die Pokémon-Go-exklusiven Wesen Meltan und Melmetal sind in die Remakes übertragbar.

Apropos Pokémon Go: Das Go im Titel der Neuauflagen kommt natürlich nicht von ungefähr. Viele der deutlich gewagteren Änderungen sind Anleihen aus dem Mobile-Game-Phänomen Pokémon Go, das Fans im Sommer 2016 millionenfach auf die Straßen treibt. Die Parallelen zum Smartphone-Spiel sind wenig verwunderlich: Let’s Go Evoli und Pikachu sind die Titel, die reine Pokémon-Go-Spieler vom Handy auf die Konsole und somit zur Hauptreihe führen sollen. Um also auch Neulinge anzusprechen, werden einige Mechaniken aus Pokémon Go übernommen.

Die größte Änderung: das Fangsystem. Zufallsbegegnungen gehören der Vergangenheit an, wilde Pokémon laufen nun auf der Overworld herum, wodurch Spieler kontrollierter agieren können. Aber auch die Kämpfe mit wilden Pokémon haben sich verändert, weil es sich schlicht nicht mehr um Kämpfe handelt. Wie in Pokémon Go können wilde Wesen nicht mehr geschwächt, sondern nur noch gefangen werden. Die Fangwahrscheinlichkeit wird durch den Gebrauch von Beeren erhöht, hängt aber auch von der Farbe des Fangkreises ab. Mehr Komplexität ist bei den Begegnungen mit wilden Pokémon nicht vorhanden, genau wie in Pokémon Go eben.

Aber nicht nur wilde Pokémon bevölkern die Oberwelt und gestalten die Spiele lebendiger. Auch das Partner-Pokémon, je nach Edition Pikachu oder Evoli, begleitet Spieler nun sichtbar auf ihren Reisen. Darüber hinaus gibt sich aber auch das in der Liste erstgereihte Partymitglied die Ehre und spaziert neben dem Trainer durch Wiesen, Höhlen und Städte. Der Großteil rennt wie schon bei Heartgold und Soulsilver einfach dem Spieler hinterher, einige Ausnahmen ermöglichen es aber auch, geritten zu werden. Garados und Lapras dienen als Transportmittel zu Wasser, während man auf Glurak, Aerodactyl oder Dragoran sogar die Lüfte unsicher machen kann. Aufgrund der deutlich erhöhten Mobilität durch das Reiten auf Pokémon wird das Fahrrad ersatzlos gestrichen.

Damit einher geht auch die Abschaffung der versteckten Maschinen, kurz VMs. Ähnlich wie TMs handelt es sich bei VMs um Attacken, die aber über den Effekt im Kampf hinaus auch in der Oberwelt eingesetzt werden müssen, um voranzukommen. Zertrümmerer entfernt kleine Steine, Stärke ermöglicht es, große Felsbrocken aus dem Weg zu schieben und mit Surfer können die Meere bereist werden. Im Gegensatz zu TMs sind VMs allerdings nur durch einen einzigen NPC wieder vergessbar und deshalb oft unpraktisch und im Weg. Bereits in Sonne und Mond wurden diese daher durch bestimmte Features ersetzt, in Let’s Go geschieht dies dank „Geheimer Techniken“. Das jeweilige Partner-Pokémon ist nun in der Lage, diese Aufgabe zu übernehmen, ohne jedoch dafür spezifische Angriffe lernen zu müssen.

Das ist eine vielbegrüßte Komfort-Änderung, weil sie den sogenannten VM-Sklaven, das sind Pokémon, die nur mit VMs bestückt und im Kampf nutzlos waren, überflüssig macht. Auch TM-technisch gehen die Remakes ihren eigenen Weg, weil sie sich an keinem anderen Spiel orientieren, sowohl, was die Art der Attacken, als auch ihre Anzahl angeht. Da seit der 4. Generation die Unterteilung, ob ein Angriff physisch oder speziell ist, nicht mehr vom Typ, sondern von der jeweiligen Attacke abhängig ist, gilt diese Änderung auch für die Let’s-Go-Spiele.

Die Pokémon-Serie ist allgemein eher als Single-Player-Erfahrung bekannt, Multiplayer- Möglichkeiten beschränken sich auf Online-Kämpfe und -Getausche. Let’s Go Evoli und Pikachu hingegen sind die ersten Titel der Reihe, die im Koop mit einem zweiten Spieler gespielt werden können. Der ist zwar in der Lage, sich frei zu bewegen, kann jedoch weder mit NPCs noch mit Gegenständen interagieren. In Kämpfen schicken beide Spieler je ein Pokémon in den Kampf, womit jede Begegnung trivialisiert wird. Außerdem werfen bei Fangversuchen beide Trainern einen Pokéball, was die Erfolgschancen erhöht.

Let’s Go Evoli und Pikachu glänzen aber nicht nur durch Neuerungen, sondern erleiden auch einige Streichungen. Die Safari-Zone weicht dem Go Park, einer Einrichtung, die den Transfer von Taschenmonstern aus Pokémon Go ermöglicht. Aufgrund der engen Anbindung zum Mobile-Titel ist außerdem kein Tausch mit der Pokémon Bank und bisherigen (oder künftigen) Editionen möglich. Durch das Entfernen von Fähigkeiten und tragbaren Items sinkt außerdem die Komplexität und Spieliefe. Was im Hauptspiel ein vielleicht vernachlässigbares Ärgernis ist, bedeutet einen gewaltigen Dämpfer für die kompetitive Szene. All dies untermauert das extrem einsteigerfreundliche Image von Let’s Go Evoli und Pikachu.

Auch die in Feuerrot und Blattgrün hinzugefügten Sevii Eilande können nicht mehr von Spielern bereist werden. Stattdessen stehen nach dem Sieg über die Pokémon Liga neben den Trainern Rot und Grün noch 153 weitere Gegner als Herausforderer bereit, die sogenannten Meistertrainer. Sie besitzen jeweils nur ein einziges Pokémon, wodurch für jedes Wesen ein Trainer zuständig ist, der auch nur mit dem gleichen Pokémon herausforderbar ist.

Pokémon Let’s Go Evoli und Let’s Go Pikachu lösen zum Release bei vielen Fans eher gemischte Gefühle aus. Die erneute Reise nach Kanto scheint wie ein Drahtseilakt zwischen Nostalgie-Trip und frechem Cashgrab, die Anleihen aus Pokémon Go sowie der Koop-Modus werden kritisch beäugt und viele bemängeln das Wegfallen der wilden Pokémonkämpfe. Gleiches gilt für die Entfernung von Fähigkeiten und tragbaren Gegenständen. All das rückt die Spiele in eine noch deutlich einsteigerfreundlichere Ecke, der Mangel an Komplexität missfällt vielen langjährigen Fans.

Hingegen werden die Streichung der Zufallsbegegnungen sowie die Änderung, dass Pokémon nun auf der Overworld herumlaufen, sehr positiv aufgenommen. Auch die veränderte Optik mit einer ansprechenden Farbpalette sowie der neu aufgelegte Soundtrack macht die Remakes zu guten Neuauflagen. Die beiden Spiele werden im Laufe der Zeit immer positiver wahrgenommen, weil sie trotz einiger Fehler deutlich geschliffener als die Spiele der 8. Generationen wirken.

Die Johto-Region

Pokémon Gold, Silber und Kristall (2. Generation)

Nach dem bahnbrechenden Erfolg von Pokémon Rot, Blau und Gelb lässt eine zweite Spielegeneration nicht lange auf sich warten. Am 06. April 2001 ist es mit Pokémon Gold und Silber auch für Fans in Europa an der Zeit, die neue Region Johto zu bereisen und nach dem Triumph über den Champ sogar einen Abstecher ins bereits bekannte und geliebte Kanto zu machen. Damit sind Gold und Silber sowie ihre Neuauflagen bis heute die einzigen Spiele der Serie, in denen mehr als eine Region vorkommt, wodurch die Titel außerdem 16 Orden und damit doppelt so viel wie alle anderen vorzuweisen haben.

Der massive Umfang, die neue Region und eine bunte Palette neuer Taschenmonster: All dies wird, wie eben erwähnt, natürlich auch in die Remakes übernommen. Am 2. November desselben Jahres wird bereits eine dritte Variante der aktuellen Generation nachgereicht, die den Titel Pokémon Kristall trägt. Die ist, ähnlich wie seinerzeit Gelb für Rot und Blau, eine Erweiterung von Gold und Silber, bringt also einige neue Features mit sich, wie beispielsweise die erste weibliche Protagonistin.

Pokémon Goldene Edition: Heartgold und Silberne Edition: Soulsilver (4. Generation)

Neun Jahre später dürfen die Remakes die Herzen der Spieler auf ein Neues einfangen. Am 26.März 2010 wird nämlich Pokémon Goldene Edition: Heartgold und Silberne Edition: Soulsilver in Europa veröffentlicht. Anstatt wie die Originale auf dem Game Boy Color, feiern die Neuauflagen der 2. Generation auf dem Nintendo DS ihr Debüt und überspringen somit den Game Boy Advance. Sie erscheinen nach Diamant, Perl und Platin und gehören genau wie die Abenteuer in Sinnoh zur 4. Generation. Die neue Technik des Nintendo DS erlaubt nicht nur einen überarbeiteten Grafikstil, der sich eindeutig an Pokémon Platin orientiert, sondern bietet auch sonst ein gründlich überholtes Spielerlebnis. Neben den vielen neuen Animationen wird auch der Soundtrack erneut der damaligen Zeit angepasst und ist eher im Stile von Diamant, Perl und Platin gehalten. Mithilfe eines Gegenstandes, der den Namen GB-Player trägt, können Spieler nach der Pokémon Liga aber auch zum Original-Soundtrack aus Gold und Silber wechseln.

Wie schon Feuerrot und Blattgrün vor ihnen, bleiben Heartgold und Soulsilver ihren Vorbildern in vielerlei Hinsicht treu und halten sich an die allseits beliebte Vorlage. Der Aufbau der Region ist derselbe, lediglich einige Bereiche, Höhlen und Städte erfahren geringfügige Änderungen oder Erweiterungen. Die Geschichte ist unverändert und bis auf fünf Neuzugänge aus Sinnoh ist auch der Pokédex der gleiche. Wie schon bei den Remakes der 1. Generation, können sich Spieler erst nach der Liga mit Erhalt des Nationalen Pokédex auf eine breitere Auswahl an Taschenmonstern aus Hoenn und Sinnoh freuen. Weiterhin übernehmen die Neuauflagen die wählbare weibliche Protagonistin aus Kristall, bei der es sich jedoch nicht um die ursprüngliche Krista handelt. Die neue Heldin trägt den Namen Lyra und verfügt über ein eigenes Design.

Bei den Remakes von Gold und Silber wird vor allem auf die Verbundenheit und Freundschaft zu den fangbaren Pokémon gesetzt. Die Spiele kommen nämlich mit einem physischen Extra daher: dem sogenannten Pokéwalker. Eines der Taschenmonster aus dem Spiel kann im Pokéwalker abgelegt und wie ein Tamagotchi mit sich herumgetragen werden. Das Gerät fungiert dabei als Schrittzähler, wodurch Spieler das gewählte Pokémon trainieren und Watt sammeln, die in Heartgold und Soulsilver zum Fangen exklusiver Pokémon genutzt werden. Neben dem technischen Spielzeug gibt es aber auch ein Ingame-Feature, das die gleiche Zuneigungs-Schiene fährt und bis heute zu den beliebtesten Mechaniken der Reihe gehört: das auf der Overworld hinterherdackelnde Pokémon. Das Teammitglied an erster Stelle ist nämlich nicht wie die anderen Partymitglieder im Pokéball eingesperrt, sondern trottet munter hinter euch her. Dabei könnt ihr auch mit ihm interagieren, erfahrt, wie es sich fühlt und erhaltet sogar ab und zu ein Item von ihm.

Eine der größten Änderungen, die tatsächlich spürbar das Kampfsystem verändert, ist die Umverteilung der Kategorien physischer und spezieller Angriffe. Während diese bis zur 3. Generation lediglich nach Typen aufgeteilt waren, passt man in der 4. jeden einzelnen Angriff an und weist ihm die physische oder spezielle Eigenschaft zu, meistens davon abhängig, ob die Attacke Kontakt herstellt oder nicht. Auch in Sachen TMs orientieren sich die Neuauflagen von Gold und Silber an Diamant, Perl und Platin. Die Liste entspricht nämlich nicht mehr der 2., sondern der 4. Generation und umfasst statt 50 Attacken mit 92 nun fast die doppelte Menge. Dies liegt auch daran, dass es in der 4. Generation mit 467 Attacken sehr viel mehr Variation gibt, als das noch bei den Original-Titeln der Fall war.

Pokémon Heartgold und Soulsilver sind logische Konsequenzen nach dem Erfolg von Feuerrot und Blattgrün und untermauern die Profitabilität von Nostalgie. Die beiden Neuauflagen holen Gold und Silber in die Gegenwart und glänzen durch zeitgemäße Änderungen. Besonderen Stellenwert erlangen die Spiele durch das Feature des hinterherlaufenden Pokémon, das nicht ohne Grund in Let’s Go Evoli und Pikachu ein Revival erlebt. Heartgold und Soulsilver erfreuen sich bis heute aber auch aufgrund ihres Umfangs reger Beliebtheit. Schließlich kann man mit Kanto und Johto gleich zwei Regionen bereisen.

Die Hoenn-Region

Pokémon Rubin, Saphir und Smaragd (3. Generation)

Obwohl der Game Boy Advance schon im Juni 2001 in Europa erscheint, dauert es noch zwei Jahre, genauer gesagt bis zum 25. Juli 2003, bis Game Freak ein neues Pokémon-Spiel für den damals aktuellen Handheld aus dem Hause Nintendo veröffentlicht. Eingeläutet wird die 3. Generation mit Pokémon Rubin und Saphir, angesiedelt in der neuen Hoenn-Region. Neben sage und schreibe 135 neuen Pokémon, bringt die 3. Generation unzählige andere Innovationen mit, die die Spiele nachhaltig prägen sollen. Wesen und Fähigkeiten nehmen Einfluss auf die Kämpfe und Wettbewerbe, Geheimbasen erweitern das Spielerlebnis auch fernab der Pokémon-Prügeleien. Zudem wird mit Doppelkämpfen eine völlig neue Art des Gefechts eingeführt, bei der zwei Taschenmonster auf jeder Seite gleichzeitig in den Ring steigen. Am 21. Oktober 2005, und damit noch einmal zwei Jahre später, erscheint Pokémon Smaragd. Wie schon Gelb und Kristall zuvor ist Smaragd eine Sonderedition, aufbauend auf der jeweiligen Generation und dafür mit einigen Neuerungen, wie beispielsweise einer herausfordernden Kampfzone im Post-Game.

Pokémon Omega Rubin und Alpha Saphir (6. Generation)

Nach Feuerrot, Blattgrün, Heartgold und Soulsilver gehen viele Fans davon aus, dass auch die 3. Generation in Form von Remakes ein Revival erhalten wird. Während die ersten Neuauflagen nur fünf Jahre auf sich warten ließen und es bei den zweiten nach immerhin neun Jahren soweit war, müssen Spieler sich ganze elf Jahre lang gedulden, um am 28. November 2014 wieder in die Hoenn-Region reisen zu dürfen.

Dafür sind Omega Rubin und Alpha Saphir aber auch randvoll gepackt mit Neuerungen und offenbaren sich als würdige Nachfolger, die vor allem auf bestehenden Konzepten aufbauen und diese verbessern. Ins Auge sticht – da unterscheiden sich die Remakes der 3. Generation nicht von den anderen Neuauflagen – die aufpolierte Grafik. Statt dem Game Boy Advance kommt nun der Nintendo 3DS zum Einsatz, der dazwischenliegende Nintendo DS wird also ausgelassen. Durch die zeitliche Spanne und dank der deutlich aktuelleren Hardware ist der grafische Sprung entsprechend groß. Omega Rubin und Alpha Saphir orientieren sich optisch deutlich an den anderen Titeln der 6. Generation, Pokémon X und Y. Charaktermodelle sind angepasst, die Umgebung detailreicher und auch die Pokémon selbst sehen entsprechend schicker aus. Wie schon bei den anderen Remakes wird auch die Musik neu aufgenommen und obwohl sie Veränderungen durchmacht, bleibt die Trompeten-lastige Soundessenz von Rubin und Saphir erhalten.

Omega Rubin und Alpha Saphir bieten außerdem in der Geschichte der Neuauflagen erstmalig ganz neuen Story-Content. Mit der Delta-Episode, die Spieler nach Abschluss der Hauptgeschichte einleiten können, werden nicht nur die legendären Pokémon Rayquaza und Deoxys in die Handlung eingebunden, sondern es wird auch der brandneue Charakter Amalia eingeführt. Als Flaggschiff der Remakes fügt sich der neue Inhalt nahtlos an die Hauptgeschichte an und führt diese sinnvoll weiter. Ansonsten bleibt diese aber größtenteils gleich: Noch immer müssen Spieler Team Aqua oder Magma daran hindern, das Ende der Welt einzuläuten und dabei acht Orden und den Titel des Champs ergattern.

Neu hinzugekommen sind die Mega-Entwicklungen. Zum einen bereits bekannte aus X und Y, zum anderen eigens für die Remakes designte, die auch in die Story eingebunden wurden. Als Experte für Steine in jeder Form und Farbe ist Champ Troy der wegweisende Forscher und bringt euch das charakteristische Feature der 6. Generation näher. Die beiden Cover-Legenden der Spiele, Kyogre und Groudon, erhalten zwar keine Mega-Entwicklung, erreichen aber durch Protomorphose ihre Ur-Form und spielen eine wichtige Rolle in der Geschichte.

Omega Rubin und Alpha Saphir übernehmen aber noch einige andere Mechaniken aus X und Y. Die TM-Liste zum Beispiel, bei der jede Attacke seit der 5. Generation unendlich anwendbar ist. Oder den neuen Typen Fee, die erste Änderung im Typen-System, seit Stahl und Unlicht in der 2. Generation dazugekommen sind. Auch die Massenbegegnungen, bei denen man fünf wilde Pokémon auf einmal trifft, entnehmen die Remakes der 3. Generation aus X und Y. Gleiches gilt für die Dreifach- und Reihumkämpfe aus Pokémon Schwarz und Weiß, die aber glücklicherweise nur spärlich gesät sind. Nachdem die 3. Generation die letzten Spiele beinhaltet, die sich am veralteten System der Aufteilung von physischen und speziellen Angriffen nach Typen orientieren, übernehmen die Neuauflagen natürlich das moderne System, bei dem jede Attacke eigens zugeteilt wird.

Aber Omega Rubin und Alpha Saphir leihen sich nicht nur Mechaniken aus anderen Editionen, sondern bauen auch auf den Stärken der Originalspiele auf. Malvenfroh hat beispielsweise eine echte Rundumsanierung bekommen und verlockt jetzt mit zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten sowie einer Dachterrasse. Die Super-Geheimbasen sind trotz ihres strunzdummen Namens eine zeitgemäße Variante der voll möblierbaren Verstecke aus den Vorlagen. Das Erklären dieses für die Pokémon-Reihe einzigartigen Konzepts obliegt dem neuen Charakter Johnson, der sich selbst Geheimbasen- Meister nennt.

Auch die Wettbewerbe aus den Originalen dürfen sich über einige Anpassungen freuen und bekommen mit dem Wettbewerbssternchen Xenia ebenfalls einen dedizierten Charakter. Frischen Wind erhalten die putzigen Popularitätswettkämpfe durch ein Cosplay-Pikachu, das neben knuffigen Kostümen auch mit verbesserten Werten daherkommt. Das Poké-Multi-Navi ist eine logische Entwicklung des Vorgängers, dem PokéNav. Mit neuen Funktionen ausgestattet und ganz und gar den unteren Touchscreen des 3DS ausnutzend, ist das Poké-Multi-Navi das beste Werkzeug, egal, ob ihr auf Pokémon-Jagd gehen oder mit anderen Trainern online interagieren wollt.

Abgesehen von der bereits erwähnten Delta-Episode ist wohl die Überflieger-Fähigkeit von Mega-Latias und Mega-Latios eine der spannendsten Neuerungen. Ruft ihr eines der beiden Pokémon mit der Äon-Flöte herbei, könnt ihr euch auf seinem Rücken in die Lüfte schwingen. Im Luftraum von Hoenn treiben nicht nur zahlreiche Flug-Pokémon ihr Unwesen, ihr könnt dort auch wundersame Orte erkunden, an denen sich verschiedenste legendäre Pokémon tummeln. Weil Omega Rubin und Alpha Saphir im Gegensatz zu ihren Vorgängern einen Tag-Nacht-Zyklus spendiert bekommen haben, dürfen Spieler die Hoenn-Region nun auch bei Nacht genießen und über die strahlenden Lichter der Städte hinwegfliegen.

Erneut sind im Post-Game Pokémon aus anderen Editionen verfügbar. Diesmal feiern neben den alten Bekannten auch Taschenmonster aus den Regionen Sinnoh, Einall und Kalos ihr Debüt in Hoenn. Zumindest einige der in Sinnoh eingeführten Entwicklungen alter Pokémon könnt ihr aber auch schon während der Story erhalten. Außer der Delta-Episode gibt es nach dem Triumph über den Champ allerdings nicht sehr viel zu tun. Die in Smaragd hinzugefügte Kampfzone erlebt nämlich keine Wiederauferstehung, zum Unmut vieler Fans.

Den Editionen Omega Rubin und Alpha Saphir gelingt es, die Hoenn-Region mit Neuerungen und Modernisierungen in die Gegenwart zu befördern. Veraltete Mechaniken werden zeitgemäß aufpoliert, neuer Story-Content und das Überflieger- Feature bringen frischen Wind in die Remakes. Natürlich tun die überarbeitete Grafik und der verbesserte Soundtrack ihr Übriges. Auch, wenn sich viele Fans die Kampfzone aus Smaragd wünschen, bleiben die Neuauflagen durch die Übernahme der Mega-Entwicklungen und das Hinzufügen neuer Varianten dem in X und Y eingeführten kompetitiven Erlebnis treu.

Die Sinnoh-Region

Pokémon Diamant, Perl und Platin (4. Generation)

Ein neuer Handheld, eine neue Pokémon-Generation: Mit Pokémon Diamant und Perl erschienen am 27. Juli 2007 die ersten Spiele der Reihe für den Nintendo DS. Die 4. Generation bringt viele Innovationen mit sich und schlägt den Bogen zu den ersten 151 Taschenmonstern, indem sie unzählige neue Baby-Pokémon und Entwicklungen einführt. Mit 92 TMs bieten Diamant und Perl fast doppelt so viele wie zuvor und die erstmalige Veränderung der Aufteilung von Attacken in physisch und speziell stellt das kompetitive Kampfgeschehen sowie das des Hauptspiels auf den Kopf. Knapp zwei Jahre später, am 22. Mai 2009, erscheint außerdem die Zusatzedition Pokémon Platin, die mit der Kampfzone und der Zerrwelt eine ordentliche Portion an neuen Inhalten mit sich bringt, die sich Fans auch für die Remakes der 4. Generation wünschen.

Pokémon Strahlender Diamant und Leuchtende Perle (8. Generation)

Über die Ende 2021 erscheinenden Neuauflagen Pokémon Strahlender Diamant und Leuchtende Perle lässt sich aktuell naturgemäß nur spekulieren, mehr als einen ersten Trailer gibt es ja noch nicht zu sehen. Fakt ist aber, dass die Remakes der 4. Generation mit 14 Jahren Abstand zu den Originalen die Spiele sind, auf die Fans am längsten warten mussten. Grafisch ist die erneute Reise nach Sinnoh dabei wohl das konservativste Revival der Reihe überhaupt. Diamant und Perl haben zwar ein optisches Facelifting bekommen, der Chibi- Look ist aber geblieben.

Damit sind die Remakes der 4. Generation ein Ausnahmefall, weil sie sich nicht an der Grafik der aktuellen Generation, in diesem Fall Schwert und Schild, orientieren. Die optischen Einschränkungen sind auch deshalb verwunderlich, weil mit dem 3DS erneut eine Hardware-Generation übersprungen wird und die Remakes auf der Nintendo Switch veröffentlicht werden. Der konservative Look scheint einigen Fans schon jetzt sauer aufzustoßen.

Ein paar gesicherte, wenn auch schwammige Infos gibt es immerhin schon: Auf der offiziellen Website der Spiele heißt es: „Die Geschichte der Originale bleibt unverändert, und auch das Größenverhältnis der Städte und Routen wurde beibehalten.“ Damit fügen sich die Remakes der 4. Generation in die Tradition der bisherigen Neuauflagen ein, bei denen Änderungen an der Story und den bestehenden Arealen, wenn überhaupt, nur minimal stattfanden.

Weiter ist auf der Website vom „leicht zugänglichen Spielkomfort moderner Pokémon- Titel“ die Rede. Was genau das bedeutet, ist natürlich noch unklar. Es steht aber zu vermuten, dass damit Anpassungen gemeint sind, die nach der 4. Generation Einzug in die Spielereihe gehalten haben: der Feen-Typ beispielsweise, die Abschaffung von VMs oder die unendliche Nutzung von TMs.

Ein einzelner Trailer ist an sich zwar noch nicht besonders aussagekräftig, einige Details lassen aber bereits Schlussfolgerungen zu. Die beiden größten Auffälligkeiten sind dabei wohl ein NPC und ein Pokémon. Bei dem NPC handelt es sich um eine blonde Frau, die in der Stadt Flori neben einem Holzschild steht. Sie hatte ihren Auftritt allerdings erst in Platin und existiert in Diamant und Perl noch gar nicht. Ursprünglich gibt sie dem Spieler die Gracidea-Blume, mit der man das mystische Pokémon Shaymin in seine Zenitform versetzen kann.

Das eben angesprochene Pokémon ist Porygon-Z, welches in einer kurzen Kampfsequenz zu sehen ist. Porygon-Z, genau wie seine Vorentwicklungen Porygon und Porygon2 kommt nur im Pokédex der Platin-Edition vor. Außerdem ist Porygon in Diamant und Perl erst nach Erhalt des Nationalen Pokédex im Trophäengarten fangbar. Sowohl der Auftritt von Porygon-Z als auch die blonde Frau in Flori lassen daher vermuten, dass die Neuauflagen auch Aspekte aus Pokémon Platin übernehmen werden.

Eine grundsätzliche Änderung, an der das Entwicklerstudio auf jeden Fall nicht vorbeikommt, ist die Umsetzung des Pokétch. Der Nachfolger zum PokéNav aus Rubin und Saphir zeigt nicht nur die Uhrzeit an, sondern bietet auch zahlreiche Sonderfunktionen wie ein Itemradar, eine Landkarte und einen Taschenrechner. Weil der Pokétch im Original aber auf den Touchscreen des Nintendo DS ausgelagert ist und die Switch bekanntlich nur einen Bildschirm besitzt, ist eine Änderung des Gadgets unvermeidbar. Zuletzt begeben wir uns dann noch ganz tief in den Sumpf der Spekulationen. Wie die Website Pokéshopper, die sich auf Infos über Pokémon-Merchandise spezialisiert hat, in einem Tweet mitteilt, sollen im Sommer 2021 einige Figuren im Rahmen der Werbekampagne zu Pokémon Strahlender Diamant und Leuchtende Perle in den Handel kommen. Darunter unter anderem: Mega-Lucario und Mega-Glurak X. Schon bei Let’s Go Evoli und Pikachu gab es im Vorfeld eine Kampagne mit Mega-Pokémon- Figuren und diese schafften es dann auch in die finalen Spiele. Daher mutmaßen viele Fans, dass die im Sommer erscheinenden Figuren ein Indikator für Mega- Entwicklungen in den Remakes der 4. Generation sind. Bestätigt ist zu diesem Zeitpunkt aber noch nichts, es handelt sich also um reine Spekulation.

■ Jonas Höger & Lukas Schmid