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Die Glücksformel des Südens


South - epaper ⋅ Ausgabe 1/2018 vom 21.03.2018

Entspannt, locker und mit einem ganz besonderen Charme gesegnet. Was steckt hinter derLeichtigkeit und Lebenslust der südlichen Art – und wie können wir uns selbst eine kleine Scheibe davon abschneiden? Wir haben uns auf Spurensuche begeben


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Bildquelle: South, Ausgabe 1/2018

Gemütlich in einem Bistro auf einer Piazza sitzen, irgendwo im Süden, ein Glas Wein in der Hand, die Sonne im Gesicht – und für einen kleinen Moment fühlen wir uns selbst wie eine südländische Diva. Während wir – ohne Termindruck und Alltagsstress – die Menschen um uns herum beobachten, fällt auf: Italiener, Spanier, Franzosen und Co.ticken anders. Die entspannte ...

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Gemütlich in einem Bistro auf einer Piazza sitzen, irgendwo im Süden, ein Glas Wein in der Hand, die Sonne im Gesicht – und für einen kleinen Moment fühlen wir uns selbst wie eine südländische Diva. Während wir – ohne Termindruck und Alltagsstress – die Menschen um uns herum beobachten, fällt auf: Italiener, Spanier, Franzosen und Co.ticken anders. Die entspannte Stimmung, die bei uns nach dem Urlaub schnell verpufft, haben sie scheinbar im Blut. Ob sie gerade beim Essen sitzen oder auf einen Plausch mit einem Bekannten stehen bleiben: Die Südlichter strahlen Entspanntheit und diese besondere Nonchalance aus. Das Geheimnis? Eine Kombination aus Menschen und Mentalität. Und das Beste: Wir können uns ganz einfach eine Scheibe von dieser Lässigkeit abschneiden, um entspannter durch unseren Alltag zu gehen – auch wenn der Urlaub schon lange vorbei ist.

Die Magie der Berührung

Überall, wohin man sieht – Amore! Und die wird zelebriert: durch reichlich umarmen, küssen, flirten.

Ein, zwei … ach, komm, warum nicht gleich drei Küsschen zur Begrüßung? Und zum Abschied. Und zwischendurch wird mal kurz geherzt. Klischee? Klar! Aber es stimmt eben, dass Flirten in Ländern wie Spanien, Italien oder Brasilien als Volkssport kurz hinter Fußball kommt. Um gleich mal beim Klischee zu bleiben: Muss wohl am südländischen Temperament liegen …

Aber im Ernst: Natürlich hat südlich unserer Landesgrenze nicht jede Berührung eine erotische Absicht. Aber: Die Hemmschwelle, sein Gegenüber zu berühren, ist einfach niedriger. Omas, die die Wangen ihrer Enkel in Dauerschleife mit Küsschen zupflastern. Eine spontane Umarmung zwischen zwei Freundinnen beim Kaffee, weil eine der anderen gerade richtig gute News erzählt. Oder zwei Männer, die sich nach einem Witz auf die Schulter klopfen.

Und auch wir sollten viel öfter auf die Magie der kleinen Berührungen zwischendurch vertrauen. Denn der Tastsinn ist unser erster und feinster Sinn. Berührungen vermitteln uns Wärme und Geborgenheit. Vor allem die zufälligen kleinen Gesten, mit denen wir nicht gerechnet haben: Mama einfach mal zwischendurch in den Arm nehmen, die Hand unserer Freundin beim Quatschen berühren, uns auf einen spontanen Flirt einlassen … Oder dem Liebsten einen Kuss auf den Mund statt auf die Stirn drücken, Händchen halten – und alles andere tun, was man in seiner Frisch-verliebt-Phase getan hat.

Das tut nachweislich der Beziehung und unserer Laune gut. Denn Berührungen stärken das Immunsystem und können sogar Schmerzen lindern. Und regelmäßige Umarmungen sorgen dafür, dass in unserem Körper Oxytocin (das Kuschelhormon) ausgeschüttet wird – was wiederum Stress reduziert und die Laune hebt. Auch Küssen stärkt übrigens die Abwehrkräfte. Also Handy weg und losgeknutscht. Alles wegen der Gesundheit versteht sich …

SCHÖNSTER TIPP: MEHR KÜSSEN!

Okay, jetzt wird es kurz mal ganz hart, denn die Fakten sprechen für sich: In Spanien scheint die Sonne am Tag durchschnittlich sieben Stunden, in Deutschland gerade mal 4,6. Und auch, was die Regentage betrifft, haben wir eindeutig die Nase vor den Südländern: 60 zu 108.

Dass das Licht der Sonne eine geradezu therapeutische Wirkung auf unsere Seele hat, ist gründlich erforscht. Es hilft gegen Depressionen und macht uns produktiver. Und amerikanische Forscher haben gerade entdeckt, dass uns sogar Essen bei Sonnenschein besser schmeckt. Das Sonnenlicht lässt Speisen in unserer Wahrnehmung nämlich noch appetitlicher erscheinen.

Gut, das Wetter ist ein Faktor, den wir Nordlichter wenig beeinflussen können. Aber wir können ein bisschen tricksen – indem wir uns so oft wie möglich Zeit in der Wärme und im Licht gönnen. Das bedeutet: die Mittagspause draußen verbringen, einen Abstecher in die Sauna machen oder in ein Wake-up Light investieren. Denn: Es gibt wenig schlimmeres, als bei völliger Dunkelheit durch ein schrilles Klingeln geweckt zu werden.

Und noch einen Heimvorteil haben die Südländer: Sonnenlicht kurbelt die Vitamin- D-Produktion im Körper an. Das Sonnen-Vitamin ist unter anderem ein Helfer für starke Knochen – und hebt die Laune. Leider kann unser Körper nicht genug Vitamin D speichern, dass wir davon den ganzen Winter zehren können. Deshalb sollten wir genügend davon durch unsere Nahrung aufnehmen (zum Beispiel Nüsse oder Lachs). Aber: Wenn bei uns doch mal die Sonne scheint, reichen schon 20 Minuten, um den Tagesspeicher zu füllen. Wenn man dann noch die Augen schließt, fühlt sich selbst Bonn wie Sizilien an. Na ja, zumindest fast.

Ein Hoch auf die Familie!

Von zu Hause ausziehen? Nur wenn man wirklich unbedingt in eine andere Stadt ziehen muss. Während bei uns viele mit 18 aus dem Elternhaus flüchten – oder komisch angeguckt werden, wenn sie ihr „Hotel Mama“ einfach nicht verlassen wollen –, leben bei den Südländern oft mehrere Generationen unter einem Dach. Der Umgang mit den Älteren ist von Respekt und Achtung geprägt, nicht von Genervtheit.

Denn auch wenn man erwachsen ist und eine eigene Familie gegründet hat, bedeutet das nicht, dass die (räumliche) Verbundenheit zu den Eltern und Großeltern darunter leidet. Und deshalb geht es am Sonntag brav zum Essen zu Mama. Und über dem ganzen Clan thront eh: la nonna. Die Großmutter ist der Kopf der Familie. Egal, zu welcher Zeit man bei ihr vorbeischaut, eine Kleinigkeit hat sie immer zu essen im Haus. Und mit Kleinigkeit ist meistens ein Hauptgericht plus Kuchen gemeint.

Das Zusammenleben hat viele Vorteile – für alle Beteiligten. Die Großeltern passen auf die Enkel auf oder ziehen Kräuter im Garten oder kümmern sich um kleinere Reparaturen am Haus der Kinder und geraten so erst gar nicht aufs „Abstellgleis“. Sondern haben etwas zu tun, eine Aufgabe, auch nach dem Arbeitsleben. Und: Die Großeltern fühlen sich durch den engen Kontakt zum Rest der Familie nicht so einsam. Bei Krankheit sind sie nicht komplett auf sich allein gestellt. Durch den Kontakt zu Jüngeren behalten die Omas und Opas zudem Anschluss an die moderne Zeit. Außerdem überträgt sich der Tagesablauf einer berufstätigen Familie auch auf die Großeltern und gibt ihrem Leben Struktur. Klar stöhnt bestimmt auch eine Italienerin mal darüber, dass la mama ganz schön anstrengend ist mit ihren kleinen Wehwehchen. Aber offenbar überwiegt doch jedes Mal die Freude, nicht alle Alltagspflichten allein an der Backe zu haben. Und davon können wir uns inspirieren lassen – und lieber einmal mehr bei Mama vorbeischauen. Was Leckeres zu essen hat sie nämlich bestimmt auch grad im Haus.

Relax, morgen ist auch noch ein Tag!

Das Motto der Spanier lautet ja nicht umsonst: mañana. Morgen. Abfahrtzeiten für Busse oder Bahnen, Öffnungszeiten … sind in südlichen Gefilden ja eher Richtwerte, als dass man sie für bare Münze nehmen sollte. Das macht uns als Pünktlichkeitsnation Nr. 1 in der ersten Sekunde erst mal wahnsinnig, aber mal ehrlich: Sobald man sich im Urlaub an das Go-with-the-flow-Feeling gewöhnt hat, macht sich eine Tiefenentspannung breit, die wir am liebsten für immer festhalten würden.


LANGEWEILE IST DIE BESTE FREUNDIN DER KREATIVITÄT – ECHT WAHR!


Und auch die Siesta-Kultur, also dass eine Mittagspause gut und gern mal drei Stunden dauern kann, hat in Spanien oder Südamerika eine lange Tradition. Okay, voll und ganz lässt sich unsere Effizienzmentalität vielleicht nicht mit dem „Komm ich heut nicht, komm ich morgen“-Mantra vereinbaren. Und eine (aufgezwungene) dreistündige Mittagspause kann nicht nur schnell nervig werden, sondern ist auch mit den wenigsten deutschen Arbeitgebern kompatibel. Aber wir können uns wenigstens eine kleine Scheibe von der südlichen Gelassenheit abschneiden. Indem wir öfter am Tag kleine Pausen einlegen. Denn die Mini-Unterbrechungen fördern nachweislich die Konzentration und reduzieren Stress. Eine Studie der Techniker Krankenkasse hat gerade herausgefunden, dass unsere Leistungsfähigkeit in einem etwa 90 minütigem Rhythmus schwankt. Nach spätestens 70 bis 80 Minuten konzentrierter Arbeit schaltet der Körper für etwa 20 Minuten auf Erholung um. Unser Atem wir flach und unruhig – die Konzentration lässt nach. Statt trotzdem weiter gequält auf seinen Bildschirm zu starren, wäre jetzt die richtige Gelegenheit für einen Kaffee, eine kleine Unterhaltung mit den Kollegen oder einfach um kurz vor die Tür zu gehen und zwei Minuten Sauerstoff zu tanken.

Wir sollten überhaupt etwas verschwenderischer mit unserer Zeit umgehen. Die Langeweile – ein bei uns verpönter Zustand, denn in der Zeit könnte man ja was Nützliches tun – hat ein ungeahntes Potenzial für unsere Seele. Sie macht nämlich kreativ und sogar produktiv. Denn wenn wir uns langweilen, geht unsere Fantasie auf Reise, um die „Leere“ auszugleichen, und neue Ideen entstehen. Im Alltag bedeutet das: Wenn wir das nächste Mal im Wartezimmer beim Arzt sitzen, sollten wir nicht aufs Handy schauen – sondern aus dem Fenster. Da passiert zwar wenig, aber dafür in unserem Kopf ganz schön viel.

Und ganz Fortgeschrittene können sich ein wenig vom „Wird schon“-Denken abgucken. Denn statt sich immer die schlimmstmögliche Wendung auszumalen, sollten wir vielleicht öfter in kitschigen Songtexten denken. Und zwar in: Qué será, será. Es kommt, wie es kommen soll. Und in den meisten Fällen nur halb so schlimm, wie wir es uns ausgemalt haben.

Glück geht durch den Magen

Kurven und Strahle-Teint kommen ja nicht von ungefähr. Experten sagen, dass die Mittelmeer-Diät eine der gesündesten Essensformen der Welt ist. Und das Wort Diät ist hier eigentlich total falsch, auf den Tisch kommen nämlich alles andere als Low-Fat-Essen oder Light-Produkte. Stattdessen gibt es viel Fisch, Gemüse, Nüsse und Olivenöl. Und vor allem: wenig stark verarbeitete Lebensmittel. Frische Zutaten – zum Beispiel die Tomaten, Gurken oder Oliven – aus dem eigenen Garten sorgen dafür, dass die Lebensmittel eigentlich Bio-Qualität haben, bloß ohne Etikett. Klar, jedes Land weiß auch ordentlich zu sündigen: Italien macht ohne Pasta und Gelato keinen Spaß. Und auch die Spanier lieben ihre fetten Churros, aber die gibt es eben als Ergänzung auf die gesunde Basis. Und die können wir ganz leicht in unseren Speiseplan zu Hause integrieren.

Genauso wie: Vino! Im Wein steckt ja nicht nur Wahrheit, sondern auch – zugegeben, ein bisschen unromantisch – jede Menge Polyphenole, also Substanzen, die unsere Zellen vor freien Radikalen schützen und dadurch den Alterungsprozess zumindest ein wenig verlangsamen. Ein Glas Rotwein zum Essen hebt nicht nur das Essen auf ein anders Level, sondern ist auch einfach was für die Seele. Und wie eben beschrieben auch für die Zellen, ist klar …

Aber: Es kommt nicht nur darauf an, was auf dem Tisch steht – sondern auch, wie! Es kommen spontan Leute zum Dinner vorbei? Na herrlich! Das Kind bringt einen Freund mit? Es ist ja genug da! Beim gemeinsamen Essen bekommt selbst ein Topf Fertigsuppe einen besonderen Zauber. Und darauf kommt es eben auch an.

Der Zauber der Freundschaft

Schon mal von Blue Zones gehört? Als Blue Zones werden sechs Gebiete auf der Welt – unter anderem auf Sardinien oder auf der griechischen Kykladen-Insel Ikaria – bezeichnet, in der die Menschen überdurchschnittlich alt werden und dabei auch noch überdurchschnittlich gesund und glücklich sind. Klingt gut, oder? Ein wichtiger Faktor, warum die Menschen in diesen Zonen bis ins hohe Alter so gut leben: ein ausgedehntes Sozialleben. Die Bewohner der Blue Zones haben im Durchschnitt sechs enge Freunde. Und dieser soziale Halt macht die Menschen glücklich. Klar, die meisten dieser Zonen sind kleine Gemeinden, in denen jeder jeden kennt – und dementsprechend füreinander da ist. Ein Heimvorteil für die Glückspilze.

Aber auch außerhalb der Mini-Enklaven gilt: Freunde halten uns gesund, ein stabiles Sozialleben verlängert sogar unsere Lebensdauer um bis zu vier Jahre. Außerdem federn Freunde Stress ab, weil uns die gemeinsame Zeit mit ihnen auf positive Gedanken bringt, wir bei ihnen abschalten können oder ihnen unser Herz bei Problemen ausschütten. Diese Unterstützung sorgt bei uns für einen körperlichen und seelischen Wohlfühleffekt und stärkt dadurch sogar unser Immunsystem.

Was wir daraus mitnehmen können? In unsere echten Freunde sollten wir investieren. Und zwar das Kostbarste, was wir besitzen – unsere Zeit. Indem wir uns zum Beispiel öfter spontan mit ihnen treffen. Ein aus dem Boden gestampfter Weinabend mit unserer besten Freundin ist immer lustiger als eine offizielle Einladung, die schon Ewigkeiten am Kühlschrank baumelt. Oder statt das nächste Mal eine Textnachricht zu schicken, rufen wir einfach an: Ein paar Minuten reichen schon, um uns auf den neusten Stand zu bringen und dabei gegenseitig die Laune zu heben. Denn die Menschen, mit denen wir unser Leben teilen, sorgen für die schönste Wärme in unserem Leben – egal, wo wir sind. Und egal, ob die Sonne draußen scheint.

DREIMAL SÜDLICHES LEBENSGEFÜHL

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Lust auf noch mehr Dolce Vita? Mit diesen Büchern tauchen wir ab in den Süden …

1 Erri De Luca „Montedidio“ In Italien ein Klassiker – und eine wunderschöne sizilianische Liebesgeschichte.Graf Verlag, 224 Seiten, 14,99 Euro

2 Elena Ferrante „Meine geniale Freundin“ Eine Erzählung von zwei ungleichen Freundinnen, die nichts trennen kann – bis eine spurlos verschwindet.Suhrkamp Verlag, 422 Seiten, 22 Euro

3 Eleonora Galasso, David Loftus „La Dolce Vita“ Der Name ist Programm. Alte und neue Klassiker der italienischen Küche liebevoll aufbereitet.Knesebeck Verlag, 304 Seiten, 29,95 Euro


Illustrationen: Adobe Stock (2), Istockphoto; Text: Kerstin Teuber