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Die größten Vorurteile rund um Hebelzertifikate


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Traders - epaper ⋅ Ausgabe 5/2022 vom 28.04.2022
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Die Meinung der Redaktion? Die Wahrheit liegt nicht ganz in der Mitte. Legt man die Vor-und Nachteile von Derivaten auf die so genannte Goldwaage, so ergibt sich ein Übergewicht zu ihren Gunsten, denn die genannten Vorteile sind mehr oder weniger objektiv belegbar. Anders sieht es mit den Nachteilen aus. Hier kommt der Einfluss der Psychologie zum Tragen und Emotionen wie Angst, Gier und Hoffnung spielen eine Rolle. Dem kann man aber entgegenwirken. Dazu braucht es Fachwissen, Regeln und Disziplin bei der Umsetzung. Der erste Schritt hin zum erfolgreichen Trading ist, dass man sein Handwerkszeug kennt. Wir werfen hier einen Blick auf die in Deutschland sehr beliebten Knock-out-Produkte und versuchen alle relevanten Fragen dazu zu beantworten.

Vorurteil 1: Hebelzertifikate sind Zockerprodukte, mit denen man das gesamte eingesetzte Kapital riskiert.

Das ist eine pauschale Aussage, die nicht die ...

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... Grundidee eines Hebelzertifikates widerspiegelt. Mit einem Hebelzertifikat kann man an der Kursbewegung zum Beispiel einer Aktie aufgrund des eingebauten Hebels stärker partizipieren als bei einem Direktinvestment.

Neben den höheren Chancen weisen Hebelzertifikate natürlich auch höhere Risiken auf. Generell gilt die einfache Formel: Je höher die Gewinnchance, desto größer ist das Risiko.

Allerdings kann man das Risiko berechnen, und deshalb sind Hebelzertifikate keine Zockerprodukte.

Wenn jemand gerne mit dem Fallschirm aus einem Flugzeug springt, dann ist er noch lange kein Irrer.

Ganz im Gegenteil: Er weiß genau, was er tut und wie er sich nach dem Absprung zu verhalten halt. Zudem bestehen bei Hebelzertifikaten grundsätzlich keine Nachschusspflichten, wie es an Terminbörsen üblich wäre.

Bei Hebelzertifikaten bleibt also der maximal mögliche Verlust immer auf den Einsatz begrenzt. Im Gegenzug dazu kann der Trader aber ein Vielfaches gewinnen. Theoretisch ist das Gewinnpotenzial sogar unbegrenzt.

Wer spekulativ anlegen möchte, kann im Vorfeld bestimmen, wie viel Kapital er in die jeweiligen Produkte investieren möchte. So viel Verantwortung für das eigene Handeln sollte prinzipiell jeder Anleger tragen können. Ob man im schlimmsten Fall tatsächlich einen Totalverlust erleidet oder nicht, hängt dann von der Art des Hebelzertifikates, dem eingetretenen Marktszenario und letztlich der Handelsstrategie ab. Es gibt zum Beispiel Handelsstrategien, die nutzen das Knock-out-Ereignis, also den Totalverlust, als Mittel des Risikomanagements. Das Kursniveau des Knock-outs ist in diesem Fall identisch mit dem gewählten Stopp des Handelssetups. Ein augenscheinlicher Nachteil kann so in ein sinnvolles Hilfsmittel umgemünzt werden – vor allem wenn der Stopp auch noch garantiert wird. Wenn es nach dem Knock-out-Ereignis weiter in die falsche Richtung geht, dann ist der Trader nicht mehr dabei. Das ist besonders wichtig, wenn es über Nacht extreme Ereignisse gibt und sogenannte Kurslücken, auch Gaps genannt, entstehen.

Ein theoretisches Risiko besteht auch durch den Emittenten. Knock-outs werden von Unternehmen – meist Banken – emittiert und stellen damit Inhaberschuldverschreibungen dar. Wird ein Emittent zahlungsunfähig, dann besteht das Risiko, dass die Produktwerte nicht mehr zurückgezahlt werden können. Dieses Ereignis ist nicht sehr wahrscheinlich, aber wie das Beispiel Lehman Brothers 2008 zeigte, auch nicht völlig auszuschließen. Doch jetzt zur Tradingpraxis: Manchmal zielt die Handelsstrategie sogar darauf ab, ein kleines Verlustrisiko einzugehen, um im positiven Fall eine Gewinnvervielfachung des eingesetzten Geldrisikos zu erzielen. Ein Handelsbeispiel macht das deutlich. Bild 1 zeigt die Ausgangssituation einer klassischen Volatilitätsstrategie. Der Chart zeigt den Kurs der Adidas-Aktie, dessen Schwankungsbreite auffällig nachlässt. Die integrierten Bollinger-Bänder verengen sich, was auf eine Verminderung der Volatilität hinweist.

In den meisten Fällen verhält die Volatilität sich zyklisch, Phasen hoher Volatilität wechseln sich ab mit Phasen niedriger Volatilität. Deutlich wird dies anhand der Bollinger Bands, wo auf eine Ausweitung wieder eine Verengung folgt, anschließend wieder eine Ausweitung und so weiter.

Wenn wir nun eine solche Verengung der Bollinger-Bänder in einem Chart entdecken, können wir davon ausgehen, dass der Markt irgendwann später eine neue Dynamik nach oben oder unten wagen wird. Weil wir als Trader nie genau sagen können, in welche Richtung sich der Markt bewegen wird, setzen wir zwei Orders in den Markt: Die eine ist long, die andere short. Sobald eine Order ausgelöst wurde, muss die andere gelöscht werden. In Bild 1 ist die Situation mit den beiden parallelen Einstiegslinien gekennzeichnet. Sobald eine Linie berührt wurde, sollte durch die aufkommende Kursdynamik die andere nicht mehr erreicht werden. Deshalb lässt sich dort ein enger Stopp setzen. Wie wir aus dem Chart erkennen können, setzt sich die Kursbewegung nach unten fort und das Short-Zertifikat kommt zum Tragen.

Zu diesem Handelsbeispiel suchen wir ein geeignetes Zertifikat. Die Knock-out-Schwelle sollte beim Short-Zertifikat in der Nähe des festgelegten Stopp-Loss-Kurses liegen. So errechnen sich die Kurse zum Ein-und Ausstieg aus der Adidas-Aktie:

Das mögliche Verlustrisiko sollte immer im Fokus des Traders liegen. Nehmen wir an, der Trader hat ein Risikokapital von 10.000 Euro. Das Verlustrisiko pro Trade soll nicht mehr als ein Prozent seines Kapitals betragen, also 100 Euro. Der ausgesuchte Zertifikatkurs beträgt 1,97 Euro bei einem Aktienkurs von 243 Euro. Hinsichtlich der Stückzahlen kann der Trader also ungefähr 51 Zertifikate kaufen (1,97 Euro x 51 Stück = 100,47 Euro). Im Beispiel kann der Trader die Position bei der Unterstützung um 200 Euro wieder verkaufen.

Knock-out-Produkte werden ja nicht nur börslich, sondern auch außerbörslich gehandelt. Wo liegen die Vorteile des börslichen Handels?

Die größten Vorteile des börslichen Handels sind Sicherheit und Support sowie Nachvollziehbarkeit und Transparenz. Für den Fall, dass im Handel einmal etwas schiefgeht, es beispielsweise zu einer falschen Preisfeststellung kommt, die Orderausführung zu lange dauert oder nicht (zum gesetzten Limit) erfolgt, haben Anleger die Möglichkeit, sich mit ihren Fragen zur Ausführung an die Handelsüberwachungsstelle (HüSt) zu wenden. Die HüSt überwacht den ordnungsgemäßen Börsenhandel im gesetzlichen Auftrag. Ein weiterer Aspekt ist die Sicherstellung der fortlaufenden Quotierung der Produkte. 98 Prozent aller Emittenten listen ihre Produkte im Premiumsegment der Frankfurter Zertifikatebörse. Das heißt, sie sind gemäß der börslichen Regularien dazu verpflichtet, während der Handelszeiten kontinuierlich Kaufund Verkaufskurse für ihre Produkte zu stellen. An der Frankfurter Zertifikatebörse profitieren Anleger darüber hinaus von den langen Handelszeiten von 8:00 bis 22:00 Uhr. Diese ermöglichen auch im Späthandel zum Beispiel auf Ereignisse in den USA reagieren zu können. Darüber hinaus kann alles, was an der Börse passiert, transparent und zentral, zum Beispiel über die Website www.zertifikateboerse.de, eingesehen und nachvollzogen werden.

Knock-outs werden vom Emittenten begeben. Wie muss man sich grob den Ablauf des Emissionsprozesses vorstellen?

In Abhängigkeit von der Marktentwicklung und der Nachfrage entscheiden die zuständigen Händler, welche Basiswerte und Basispreise emittiert werden sollen. Diese Daten gehen dann weiter an das Konsortialteam, das die notwendigen rechtlichen Dokumente erstellt und die Zuordnung zu einer vorher reservierten Wertpapierkennnummer vornimmt. Das vollständige Paket wird dann bei der BaFin, den Börsen und relevanten Datenprovidern hochgeladen. Die neuen Produkte sind in der Regel bereits am nächsten Börsentag handelbar; im Falle von sogenannten Intraday-Emissionen sogar innerhalb von wenigen Minuten nach dem Anstoßen der Emission. Der Großteil des Emissionsprozesses ist selbstverständlich heutzutage automatisiert. Wir von HSBC haben uns aber dagegen entschieden, dass der Kollege Computer auch vollautomatisch die Emissionen anstößt, um die Anzahl der Produkte nicht unnötig in die Höhe zu treiben.

Knock-outs sind so genannte Delta-1-Produkte. Was bedeutet das und warum ist das für Trader von Vorteil?

Vereinfacht kann man sagen, dass das Delta angibt, wie stark ein Wertpapier die Kursbewegung des Basiswertes nachvollzieht. Auf Turbos beziehungsweise Knock-outs bezogen heißt das: Bewegt sich zum Beispiel die zugrunde liegende Aktie um einen Euro, bewegt sich auch der Kurs des Knock-out-Zertifikats um einen Euro (multipliziert mit dem Bezugsverhältnis). Der Turbo bewegt sich also 1:1 mit dem Basiswert, in der Fachsprache nennen wir dies Delta-1. So lassen sich Kursveränderungen leichter im Voraus bestimmen. Das ist der klare Vorteil gegenüber Optionsscheinen, bei denen sich das Delta stetig ändern kann und zudem die Volatilität ein maßgeblicher Faktor bei der Preisberechnung ist. Dies zeigt sich auch an den Umsätzen in Hebelpapieren. Circa 75 bis 80 Prozent werden in Knock-out-Papieren getätigt, der Rest in Optionsscheinen.

Wie an dem einfachen Berechnungsbeispiel zu sehen ist, wäre die Preisbestimmung für ein Hebelzertifikat relativ einfach. Eine emittentenabhängige Variable kommt durch das Aufgeld hinzu, wobei sich dieser Preiszuschlag an der Refinanzierung des Emittenten orientiert: Je höher die Bonität des Emittenten, desto günstiger bekommt er Geld geliehen. Der rechnerische Preis des Hebelzertifikates beträgt in diesem Beispiel 10,05 Euro. Das ist allerdings nicht der Realpreis, denn es gibt an der Börse immer zwei Kurse: Brief-und Geldkurs. Der reale Kaufpreis des beschriebenen Zertifikates dürfte also etwas über 10,05 Euro liegen, der Verkaufspreis leicht unter unter 10,05 Euro.

Der höchste Wertanteil des Hebelzertifikatpreises entsteht durch die Differenz zwischen dem vorgegebenen Basispreis und dem aktuellen Kurs. Je näher der Kurs am Basiswert liegt, desto höher ist der Hebel.

Das Bezugsverhältnis ist lediglich ein vorgegebener Multiplikator, der den Preis des Hebelzertifikates kleiner machen soll, um die Handelbarkeit zu erhöhen. Ist der Kurs des Basiswertes gering – zum Beispiel ein Aktienkurs von 20 Euro –, dann wird der Emittent geneigt sein, das Bezugsverhältnis auf eins zu setzen.

Der Verkaufskurs des Zertifikates liegt dann rechnerisch bei 6,28 Euro. Dem Konto des Traders werden 320,28 Euro gutgeschrieben (6,28 Euro x 51 Stück). Insgesamt ergibt sich also ein sehr gutes Chance/Risiko-Verhältnis.

Vorurteil 2: Funktionieren alle K.O.-Hebelzertifikate gleich?

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Hebelzertifikaten: Einige haben einen eingebauten Stopp-Loss und andere nicht. Beiden ist gemeinsam, dass sie über eine Knock-out-Kursschwelle verfügen, bei deren Erreichen das Produkt verfällt. Bei Hebelzertifikaten ohne Stopp-Loss verfällt das Produkt bei Erreichen der Knock-out-Barriere wertlos (Basispreis = Knock-out).

Bei Hebelzertifikaten mit Stopp-Loss liegt die Knock-out-Barriere einen gewissen Abstand vom Basispreis entfernt. Wird der Knock-out erreicht, verfällt das Produkt und es verbleibt ein Restwert in Höhe der Differenz von Basispreis zu Stopp-Loss, der an den Trader ausbezahlt wird.

Der vertraglich definierte Stopp-Loss des Hebelzertifikates hat einen Vorteil. Wenn es über Nacht zu einem großen Kurssprung des Basiswerts kommt, dann könnte auch die Knockout-Schwelle deutlich übersprungen werden. Der Stopp-Loss des Hebelzertifikats fixiert aber den Restwert des Produktes. Das konventionelle Hebelzertifikat verfällt sofort, aber bei einem Hebelzertifikat mit Stopp-Loss garantiert der Emittent, dass der Restwert des Zertifikates ausgezahlt wird.

Eine Übersicht zu den vielen Hebelzertifikaten ist in Tabelle 2 dargestellt. Ein weiterer Unterschied bei Hebelprodukten betrifft die Laufzeit.

Während die eine Art Endlos läuft gibt es auch solche mit einem vorgegebenen Fälligkeitstermin.

B2 Handel in der Tradingrange mit dem DAX (nur long)

Professionelle Trader suchen nach Mustern, die sich wiederholen und ihnen ein gutes Chance/Risiko-Verhältnis für ihre Trades bieten. Im oberen Beispiel ist der DAX-Tageschart abgebildet. Die Ausgangssituation wäre eine Tradingrange. Der Trader sieht im Mai eine erste Unterstützung und der Kurs läuft nach oben in den Bereich von 15.800 Punkten. Anschließend fällt der Kurs wieder auf die Unterstützung von circa 15.000 Punkten. Damit haben wir zwei obere und zwei untere Kurspunkte definiert, die uns eine Handelsspanne bieten (siehe umkreiste Kurse).

Nun ziehen wir eine zusätzliche 50-Prozent-Linie in der Mitte der Handelsspanne (rote Linie). Sobald der Kurs auf das untere Niveau von 15.000 Punkten zurückfällt, können wir eine Long-Position eingehen. Je nach Volatilität sollten wir stets einen Initialstopp unterhalb des Einstiegsniveaus setzen. Läuft der Kurs wie erwartet aufwärts, dann reagieren wir erst an der roten Linie wieder. Sie dient als Signallinie zum Nachziehen des jeweiligen Stopps auf den Einstiegskurs. Sobald die rote Linie erreicht wird, stellen wir mit dem Nachziehen sicher, dass wir keinen Verlust mehr hinnehmen müssen. Nachdem der DAX-Kurs im September wieder auf das Niveau von ca. 15.000

Punkten zurückfiel, konnten wir die erste Long-Position eröffnen. Niemand weiß, wie sich ein Markt entwickelt, doch mit der beschriebenen Vorgehensweise hätten wir sechs Long-Trades umgesetzt. Davon wären drei mit Gewinn abgeschlossen und die anderen drei verlustfrei beendet worden. Es ist eine gute Möglichkeit, um aus der geringen Kursspanne von 800 DAX-Punkten mit Hebelzertifikaten Profite zu generieren.

Was ist Slippage und was kann man tun, damit sie nicht zum Problem wird?

Slippage bezeichnet eine Situation, in der Anforderungs-und Ausführungskurs einer Order nicht übereinstimmen. Allerdings muss dies nicht zwangsläufig zum Nachteil des Anlegers sein – es kann auch passieren, dass der Ausführungskurs besser ausfällt als in der ursprünglichen Order angegeben. Slippage tritt zumeist auf, wenn eine unlimitierte Order (Marketorder) aufgegeben wird und der zugrunde liegende Basiswert starken Schwankungen oder einer geringen Liquidität unterliegt. Auch der Handel von Produkten mit sehr großen Hebeln, eine Order außerhalb der offiziellen Börsenzeiten, mit Nebenwerten oder im Vorfeld wichtiger Finanznachrichten kann die Wahrscheinlichkeit des Auftretens deutlich erhöhen. Wer Slippage vermeiden will, sollte daher Abstand von Marketorders und zu hohen Hebeln nehmen und nur zu den Haupthandelszeiten agieren und grundsätzlich Limit-und Stopp-Orders nutzen.

Vorurteil 3: Die Kurse der Hebelzertifikate sind intransparent und für Privatanleger nicht nachvollziehbar.

Das stimmt nicht, denn in Sachen Preisbildung geht es kaum transparenterzualsbeiKnock-out-Produkten. Die Kurse der Hebelzertifikate sind automatisiert an die Futures der jeweiligen Terminbörsen angelehnt.

Der Vorteil einer leicht nachvollziehbaren Preisbildung ist, dass Trader im Vorfeld erkennen können, wie sich das Produkt verhält, wenn der Basiswert um einen beliebigen Betrag steigt oder fällt. Fachleute sprechen dann von Delta-1-Produkten. Unter diesen Voraussetzungen ist es möglich, künftige Kursziele zu berechnen. Das gilt sowohl für die Gewinnmitnahme als auch für das Setzen von Stopps.

In Tabelle 1 sind DAX-Berechnungsbeispiele für jeweils einem Long-und einem Short-Zertifikat abgebildet.

Vorurteil 4: Die Slippage bei Hebelzertifikaten ist viel zu groß.

Jeder Praktiker weiß, dass es an der Börse nicht immer geradlinig und logisch zugeht. Wenn wir in einem Chart denKursverlaufstudieren,dannwerden wir immer vereinzelte Handelschancen erkennen können. So entstehen auch die ersten Ideen, die wir gerne in einem Handelssystem umsetzen würden. Die meisten Systementwickler machen dazu einen Backtest, um die Tauglichkeit und Robustheit zu prüfen. Sobald das Handelssystem fertig ist und in der Praxis angewendet wird, gibt es jedoch Abweichungen von der Theorie.

Die Abweichungen entstehen aus der Slippage – der Kurs ist buchstäblich schlüpfrig. Man kann die Situation leicht verstehen, wenn zum Beispiel zu einer Aktie eine Ad-hoc-Nachricht veröffentlicht wird. Der Kurs bewegt sich sofort dynamisch. Die Marktteilnehmer wissen noch nicht, wie sie darauf reagieren müssen. Der Kurs läuft in dieser kurzen Phase nicht mehr in prognostizierbaren Mustern ab. Ganz automatisch erhöht sich an der Börse der Spread zwischen Briefund Geldkurs. Neue Marktteilnehmer entdecken die Volatilität, platzieren spontane Marketorders und räumen die sichtbaren limitierten Gebote ab.

Für wenige Sekunden gibt es Chaos und in so einer Phase ist die Slippage am größten.

Zurück zum Backtest: Schauen wir uns den beschriebenen Ablauf genauer an, so könnte es sein, dass wir in einer chaotischen Situation zum Beispiel einen Kurs von 15,50 Euro angeboten bekommen. Wir drücken auf den Orderknopf und – schwupp – erhalten eine Orderausführung zu 15,60 Euro. Die Slippage ist also eine Ungenauigkeit, die sich im praktischen Handel nicht vermeiden lässt.

Sie ist Bestandteil des Marktes und ein Emittent von Hebelzertifikaten wird immer die Slippage als zusätzliches Risiko berücksichtigen. Das bedeutet, der Hebelzertifikattrader muss damit rechnen, dass in einer dynamischen Handelsphase nicht der normalerweise erwartete Kurs erreicht wird. Ein Backtest basierend auf historischen Daten kann deshalb nie die zukünftige Realität abbilden.

Vorurteil 5: Der Zeitpunkt des Kaufs oder Verkaufs von Hebelzertifikaten ist unwichtig.

Mit einem Hebelzertifikat ist wegen der Knock-out-Barriere ein Risiko verbunden. Wird die Barriere erreicht, verfällt das Produkt entweder wertlos oder im Falle eines Hebelzertifikates mit Stopp-Loss zum Restwert. Grundsätzlich gilt, dass die Wahrscheinlichkeit eines Knock-outs mit zunehmender Nähe zur Knockout-Barriere ansteigt. Besonders hochspekulative Hebelzertifikate mit sehr nahen Barrieren (und entsprechend hohen Hebeln) werden deshalb nur sehr kurz gehalten und schnell wieder verkauft. Die Haltedauer hängt oft davon ab, wie turbulent es an den Märkten zugeht. Konservativere Trader können Hebelzertifikate auch deutlich länger halten. Je nach Höhe des Hebels kann das über mehrere Wochen oder sogar Monate sinnvoll sein. Langfristige Investments über Jahre sind jedoch aufgrund der Finanzierungskosten nicht sinnvoll mit Knock-out-Produkten umzusetzen. Die Tradingfrequenz wird besonders durch die flexiblen Handelszeiten beeinflusst. Trader können beim Handel wählen, ob sie zur regulären Börsenzeit oder außerbörslich handeln möchten. Kleiner Vorteil: Anleger zahlen beim außerbörslichen Handel mit dem Emittenten keine Maklercourtage.

Knock-outs haben einen Steuervorteil. Worum handelt es sich dabei genau?

Derzeit gilt, dass Verluste – unabhängig ob Totaloder Teilverlust – aus Termingeschäften, zu denen unter anderem CFDs, Futures und Optionen zählen, nur mit Gewinnen aus solchen Geschäften und maximal in Höhe von 20.000 Euro jährlich verrechnet werden können. Zudem muss die Verrechnung nun über die Steuererklärung geschehen. Trader könnten beim CFD-Handel unabhängig von positiver oder negativer Rendite nach Steuern einen Verlust erleiden. Übersteigende Verluste können in das Folgejahr übertragen werden. Bei Turbozertifikaten und Optionsscheinen sind Teilverluste unbegrenzt verrechenbar, Totalverluste begrenzt auf 20.000 Euro pro Jahr – der Rest kann ebenfalls vorgetragen werden. Grund: Sie werden steuerlich nicht als Termingeschäfte behandelt.

Der reguläre Börsenhandel unterliegt im Gegensatz zum außerbörslichen Direkthandel der Börsenaufsicht. Der außerbörsliche Handel ist durchaus interessant, denn ein Anleger kann sich schon vor der offiziellen Börseneröffnung positionieren. Ebenso gibt es die Möglichkeit, nachbörslich auf bestimmte Ereignisse zu reagieren.

Vorurteil 6: Hebelzertifikate eignen sich nicht für Investoren.

Hebelzertifikate eignen sich wegen der anfallenden Finanzierungskosten nicht für langfristige Kaufen-und-Liegenlassen-Strategien. Allerdings kann einem bestehenden PortfoliodurchauseingewisserProzentsatzanspekulativen Produkten beigemischt werden – beispielsweise mit Hebelzertifikaten ohne Laufzeitende. So können Anleger ihre langfristigen Anlageergebnisse durch die gezielte Auswahl besonders vielversprechender Basiswerte verbessern. Sie können Hebelprodukte einem Investment beimischen. Doch von Zeit zu Zeit sollten sie ausgetauscht werden. Der Hebel und damit das Risiko ändern sich mit dem Abstand des Underlyings zum Basiswert des Hebelzertifikates. Mit dem aktiven Austausch der Hebelzertifikate bleibt die Depotbeimischung attraktiv. Für Langfristanleger wäre eine Absicherung mit Short-Zertifikaten interessant. Wenn ein Anleger sein Depot gegen Kursverluste absichern möchte, muss er seine Aktien nicht unbedingt verkaufen. Eine Alternative wäre eine gehebelte Short-Position, die mögliche Aktienverluste ausgleicht oder zumindest reduziert. Im Fachjargon nennt man das Hedging. Solche Absicherungen lassen sich mit relativ einfachen Mitteln aufbauen. Ein simples Beispiel wird in Bild 3 beschrieben.

Vorurteil 7: Es gibt zu viele Hebelzertifikate.

Ohne Zweifel, die Anzahl handelbarer Hebelzertifikate ist beträchtlich. Es gibt einige Experten, die sie für zu hoch halten. Für Trader sieht das aber anders aus: Es gibt sehr gute Filtermöglichkeiten auf den Internetseiten der Emittenten oder Finanportalen. So kann schnell das passgenaue Hebelzertifikat gefunden werden. Außerdem belebt Konkurrenz das Geschäft. Kein Emittent von Hebelzertifikaten kann sich Wucherpreise erlauben, denn der Kunde findet immer eine Alternative.

Das vielfältige Angebot ermöglicht es Tradern, gehebelt in viele Basiswerte zu investieren und bei jedem Basiswert zwischen verschiedenen mehr oder weniger riskanten Alternativen zu wählen. Solange die Infrastruktur der Emittenten die hohe Anzahl an Hebelzertifikaten trägt, ist dies also kein Nachteil für Trader, sondern vielmehr ein Vorteil, da individuell das passende Zertifikat gefunden werden kann. Beispiele für die Emittenten unabhängige Hebelzertifikatsuche:

• https://www.boerse-frankfurt.de/zertifikate

• https://www.boerse-stuttgart.de/de-de/tools/ produktsuche/knock-out-finder/

• https://www.onvista.de/derivate/finder

• https://www.boerse-online.de/knockouts/ko-finder

• https://www.wallstreet-online.de/knockouts/ knockout-suche

• https://www.finanzen100.de/zertifikate/suche.html

Des Weiteren bietet jeder Emittent eine Hebelzertifikatsuchfunktion auf seiner Webseite an.

Vorurteil 8: Gehebelte Zertifikate sind schuld an Finanzkrisen

Zwischen Hebelzertifikaten und den Ursachen einer Finanzkrise existiert keinerlei Zusammenhang. Hebelzertifikate, die fast ausschließlich von Privatkunden genutzt werden, können keine Finanzkrise auslösen. Sie beeinflussen auch nicht die Märkte, denn der Emittent sorgt für einen Risikoausgleich. Würde zum Beispiel ein Trader eine außergewöhnlich hohe Position mit Hebelzertifikaten eröffnen, würde der Emittent sofort eine Gegenposition aufbauen, um das eigene Handelsrisiko auf nahezu null zu stellen. So gesehen ist es auch ablauftechnisch nicht möglich, dass Hebelzertifikate eine Finanzkrise auslösen könnten.

Vorurteil 9: Andere Derivate sind besser als Hebelzertifikate

Grundsätzlich besitzt jedes Derivat individuelle Eigenschaften. Deshalb ist kein Hebelprodukt pauschal besser oder schlechter als ein anderes. Seit 2020 hat die deutsche Gesetzgebung ein paar zusätzliche Steuerregeln verabschiedet, die den privaten Börsenhandel erschweren.

Aus steuerlicher Sicht besitzen Hebelzertifikate und Optionsscheine nun einen erheblichen Steuervorteil gegenüber CFDs, Futures oder Optionen.

Generell gilt, dass Trader mit Hebelzertifikaten extrem flexibel sind, denn sie können über die passende WKN die Hebelzertifikate an unterschiedlichen Börsenplätzen oder außerbörslich mit dem Emittenten handeln. Es gibt auch eine sehr große Auswahl mit vielen unterschiedlichen Hebeln. In 99 Prozent der Fälle lässt sich zu jeder Handelsidee ein passendes Hebelzertifikat finden. Das gilt für sowohl für steigenden Kurse wie auch für fallenden Kurse. Typische Derivatetrader (CFDs, Futures oder Optionen) arbeiten ebenfalls mit einem Hebel. Er ist allerdings weniger flexibel, weil er ausschließlich über eine Margin entsteht. Die Margin ist eine Sicherheitsleistung des Traders, die automatisch einen Teil seiner Liquidität bindet und deren Höhe von den Terminbörsen bzw.

Brokern festgelegt wird. Sie soll bei einem Verlusttrade den Minusbetrag ausgleichen. Die Margin verändert sich abhängig von der Volatilität der Märkte.

Die deutsche Steuergesetzgebung hat einen zusätzlichen Aspekt eingebracht. Seit 2020 gibt es für Privatleute einen drastischen Nachteil bei der Verlustverrechnung aus Termingeschäften: Es können nur noch maximal 20.000 Euro als Verluste geltend gemacht werden. Hebelzertifikate und Optionsscheine werden dagegen nicht als Termingeschäfte eingestuft. Deshalb gilt auch nicht die Begrenzung.

Fazit zu den Hebelzertifikaten

Der Artikel zeigt, dass Hebelzertifikate ein besonderes Instrument für Trader sein können. Es geht dabei nicht nur um Spekulation, sondern auch um eine Absicherung von Depots und um den Zugang zu einer riesigen Vielzahl von Märkten, die sonst womöglich nicht oder nur schwer und/ oder teuer handelbar wären. Hebelzertifikate unterliegen immer noch einigen Vorurteilen, die bei genauerer Betrachtung ausgeräumt werden können. Grundsätzlich darf man nicht vergessen, dass Hebelzertifikate auch Börsenprodukte sind. Ein Kurs kann steigen, fallen oder sich seitwärts bewegen, und das muss nicht zwingend mit der Prognose des Traders übereinstimmen. Der Trader erhält mit dem Erwerb von Hebelzertifikaten nicht nur Chancen, sondern geht auch Risiken ein. Vor jedem Einsatz eines Hebelzertifikates sollte er also immer einen Handelsplan im Kopf haben. Er muss wissen, warum er das Hebelzertifikat kauft und unter welchen Umständen er es verkauft.

Das verhindert grobe Fehler bei der Anwendung.

In welchen Marktsituationen kommen die Vorteile von Knockouts besonders zum Tragen und gibt es auch Situation, in den man Knock-outs besser meidet?

„In jeder Marktphase können Knockouts interessant sein. Gerade die jüngsten Marktrückgänge haben gezeigt, wie Trader auch mit Short-Knock-outs Gewinne erzielen können. Aufpassen sollten Trader allerdings vor Quartalszahlen, denn da kann es schnell sehr stark nach oben oder unten gehen und der Knock-out gefährlich nahe. Ohnehin sollten Investoren die Knock-out-Schwelle – ganz gleich ob für Long-oder Short-Produkte – immer weit genug weg vom aktuellen Kurs des Basiswertes setzen. Ich würde mindestens 20 Prozent wählen. Klar geht das auf Kosten des Hebels. Aber hier gilt es eindeutig nicht zu gierig zu sein. Das wäre der Anfang vom Ende.“

Mit Knock-outs kann man sein Depot gegen Kursverluste absichern. Wie muss man sich diesen Prozess vorstellen?

• 1.) Folgende Frage muss beantwortet werden: Soll das gesamte Depot oder lediglich einzelne Bestandteile davon absichert werden? Es ist leichter, ein Depot über einen Index (zum Beispiel DAX) abzusichern als einzelne Werte.

• 2.) Festlegen, wie lange die Absicherung dauern soll.

Es ist darauf zu achten, dass die Laufzeit des Zertifikates zur Absicherungsdauer passt. Grundsätzlich ist es nicht möglich, sich pauschal gegen fallende Märkte abzusichern. Deshalb muss man sich für den Zeitraum eine Meinung über die zu erwartende Schwankung des Basiswerts zu bilden. Je näher die Knock-out-Schwelle an der aktuellen Notierung des Basiswerts liegt, desto günstiger ist die Absicherung über Knock-out-Zertifikate. Doch gleichzeitig erhöht sich damit auch das Risiko, dass der Basiswert während des Absicherungszeitraums über die Knock-out-Schwelle steigt, wodurch die Absicherung wertlos wird.

• 3.) Man wählt geeignete Knock-out-Puts auf den jeweiligen Basiswert aus. Zu beachten ist der Zeitraum und der Wert des Depotbestandteils, der abgesichert werden soll. Passend zur Marktprognose wählt man die Knock-out-Schwelle und das Bezugsverhältnis des Knock-out-Zertifikats aus.

Beispiel: Deutsche Standardtitel mit einem Depotwert von 20.000 Euro sind mit einem Knock-out-Zertifikat auf den DAX absichern. Im Beispiel notiert der DAX bei 10.000 Punkten. Legt man nun für sich selbst eine übliche Schwankungsbreite des DAX von 1.000 Punkten fest, wählt man daher einen Knockout-Put auf den DAX mit einer Knock-out-Schwelle bzw. einem Basiswertpreis von 11.000 Punkten. Teilt man den abzusichernden Depotwert von 20.000 Euro nun durch den Basiswertpreis von 11.000, ergibt sich eine benötigte Absicherung von 1,8181 DAX-Kontrakten. Bei einem für DAX-Produkte üblichen Bezugsverhältnis des Knockout-Zertifikats von 100:1 wären 181,81, also insgesamt 182 Knock-out-Zertifikate nötig, um den Depotwert abzusichern.

Bei einem angenommenen Preis für die 182 Knock-out-Zertifikate von jeweils 10,90 Euro (einschließlich 0,90 Euro Finanzierungskosten, die von der Restlaufzeit des Produkts abhängig sind), kostet die Absicherung also insgesamt 1.983,80 Euro.

• 4.) Sobald sich das Marktrisiko normalisiert, löst man seine Absicherung wieder auf. Legt der DAX in unserem Beispiel auf über 11.000 Punkte zu, verfällt die Absicherung wertlos. Steigt er sogar auf 14.000 Punkte, wäre der Depotbestandteil von einstmals 20.000 Euro nun 28.000 Euro wert. Von diesen erzielten 8.000 Euro sind jedoch 1.983,80 Euro als Kosten für die Absicherung abzuziehen, weshalb der Gewinn am Ende 6.016,20 Euro beträgt.

Fällt der DAX in unserem Beispiel jedoch auf 6.000 Punkte, würde sich der Wert des Depotbestandteils von einstmals 20.000 Euro auf 12.000 Euro verringern. Gleichzeitig würde der Wert der Absicherung von 1.983,80 Euro auf rund 9.263,80 Euro steigen.

Streicht man den Anschaffungspreis der Absicherung aus der Rechnung, beträgt der Wert des Depotbestandteils am Ende 19.280 Euro. Damit hätte die Absicherung über Knock-out-Zertifikate einen Großteil der Verluste des Basiswerts ausgeglichen. Generell gilt für Depotabsicherungen aber wie bei allen Versicherungen: Man fühlt sich damit womöglich sicherer, hofft aber natürlich dennoch, dass die Versicherung nicht einspringen muss.