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Die Heilpflanzen-Schule: Folge 45: Gesunde Geschenke


Mein schönes Land - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 17.10.2018

Wer seine Lieben mit selbst gemachten Geschenken verwöhnen möchte, findet viele Zutaten in Garten, Wald und Flur. Und das Beste: Ob Kräuteröl, Gewürznüsse, Likör, Badezusätze oder vegane Geleefrüchte – alle unsere Vorschläge sind ganz einfach nachzumachen

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Bildquelle: Mein schönes Land, Ausgabe 6/2018

Bratapfel-Likör

Zutaten für 2 Flaschen à 500 ml: 4 Äpfel, 2 Zimtstangen, 1 Sternanis, 3 Gewürznelken, 1 Vanilleschote, 1 Bio-Zitrone, 200 g brauner Zucker, 750 ml Wodka oder Korn. Außerdem: 1 großes 1-l-Glas mit Deckel.

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Zierquitten -Konfitüre

Zutaten für 3 Gläser à 200 ml: 400 g Zierquitten, 100 g Äpfel, 2 Bio-Orangen, 200 g Gelierzucker 2:1.

Zubereitung: Zierquitten und Äpfel waschen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen. Mit einem scharfen Messer in kleine Stücke schneiden. Die Orangen waschen und trocken tupfen. Mit dem Zestenreißer die Schale abziehen, anschließend den Saft auspressen. Quitten- und Apfelwürfel zusammen mit Orangensaft und -schale in einen Topf geben und leicht dünsten, sodass die Fruchtstücke noch fest sind. Dann den Gelierzucker dazugeben und vier Minuten sprudelnd kochen. Die Konfitüre sofort in Gläser füllen und verschließen.
Verwendung: Die fruchtig-frische Konfitüre schmeckt als Brotaufstrich, im Joghurt- oder Quarkdessert und verfeinert Festtagstorten. Zierquitten besitzen viel Pektin und Vitamin C. Der leicht bittere Geschmack mancher Sorten lässt sich durch die Zugabe von Äpfeln oder anderem Obst mildern.

Sind Zierquitten essbar?

Diese Frage stellt sich so mancher Gartenbesitzer, der Japanische Zierquitten vor allem ihrer hübschen Blüten wegen gepflanzt hat. Jetzt im Herbst schmücken sich die Sträucher mit gelben oder rötlichen Früchten. Sie sind zwar essbar, jedoch nicht in rohem Zustand. Macht man sich aber die Mühe, die harten Früchte zu zerkleinern und die Kerne zu entfernen, kann man daraus Gelee, Kompott, Likör oder leckere Konfitüre zubereiten.

Rosmarinölist nicht nur bei den Liebhabern der südländischen Küche willkommen. Das Kraut kann frisch oder getrocknet verwendet werden. Allerdings sollten die frischen Rosmarinzweige nach dem Waschen gut getrocknet und wie alle anderen Zutaten in der Flasche vollständig mit Öl bedeckt sein: 4–6 Rosmarinstängel, 1 Chilischote (der Länge nach mit einer Gabel Löcher einstechen), 2 Lorbeerblätter, 2 halbierte Knoblauchzehen, je ½ TL roten und schwarzen Pfeffer sowie 1 TL Koriander in einer Glasflasche arrangieren. Langsam 500 ml kalt gepresstes Olivenöl dazugeben und 2–3 Wochen an einen hellen Platz stellen. Sobald das Öl verwendet wird, Kraut und Gewürze entfernen, um Schimmelbefall vorzubeugen.

Tipp: Rosmarin lindert Blähungen und Völlegefühl nach deftigen Mahlzeiten. Außerdem enthält das Kraut durchblutungsfördernde Substanzen, die den Kreislauf anregen.

Chilischotenbringen eine feurige Note in Brotaufstriche, Suppen, Soßen, Eintöpfe, Pasta- und Fleischgerichte. Für die Würzmischung 2 getrocknete Chilischoten samt Kernen im Mixer zerkleinern. Je 1 TL getrocknete Zwiebel- und Knoblauchflocken hinzufügen. Nach Belieben je ½ TL Oregano, Thymian und Basilikum zu der Mischung geben. Alles gut miteinander vermengen und in Gläser füllen. Bereits kleine Portionen dieser pikanten Würze aktivieren die Wärmerezeptoren. Sie kurbeln die Durchblutung der Haut an und verbreiten ein angenehm wohliges Körpergefühl. Chili, Knoblauch und Zwiebeln besitzen außerdem antibiotische Wirkstoffe – was in der Erkältungszeit ein zusätzlicher Pluspunkt ist.

Die Gewürzmischung

rundet den Geschmack von Wildgerichten, Schmorbraten, Marinaden, Bratenfonds, Suppen und Eintopfgerichten ab. Dafür sorgt das harmonische Zusammenspiel von Lorbeer und verschiedenen Gewürzen. Für 1 kleines Glas 4 getrocknete Lorbeerblätter zerkleinern und mit je 1 TL Koriander, Wacholder, Pfeffer, Piment, 5 Nelken und 1 kleinen Stück fein zerkleinertem Ceylon-Zimt vermischen. In ein Glas füllen und verschließen. Für den Gebrauch wird die erforderliche Menge in einer Kräutermühle zerkleinert oder in ein Stoffsäckchen gefüllt, zugebunden und etwa 20 Minuten mitgekocht.

Lorbeer – vielseitig, aromatisch, heilkräftig

Seinen herb-würzigen Geschmack schätzen wir vor allem in der Küche. Es steckt aber noch viel mehr in den glänzend-grünen Blättern des Echten Lorbeers: Bereits in der Antike genoss der immergrüne Strauch ein hohes Ansehen. Griechen und Römer krönten ihre Sieger mit einem Lorbeerkranz und nutzen die Blätter als Küchengewürz und Heilkraut. Lorbeer fördert die Verdauung und regt den Appetit an, er verhindert Blähungen, wirkt harntreibend und antibakteriell.

Durchblutungsfördernde Hand- und Fußsalbe

Zutaten: 150 ml Rapsöl, 2 Rosmarinstängel, 80 g in Scheiben geschnittener Ingwer, 2 Stangen Zimt, 2 EL zerdrückte Senfkörner, 1 TL getrockne te oder 1 frische und in Stücke geschnittene Chilischote, 12 g Bienenwachs, je 12 Tropfen ätherische Öle von Rosmarin und Zimt. Außerdem: 2 Gläser mit Deckel.
Zubereitung: Rapsöl zusammen mit Rosmarin, Ingwer, Zimt, Senfkörnern und Chili in einen Topf geben und bei niedriger Temperatur 20 Minuten ziehen lassen. Gelegentlich umrühren. Das Öl durch ein feines Sieb gießen. Wieder erhitzen und das Bienenwachs darin auflösen. Topf vom Herd nehmen, die ätherischen Öle unterrühren und die Salbe in Gläser füllen. Auskühlen lassen und abdecken.
Anwendung: Die Salbe auf den Handflächen oder Fußsohlen verteilen und einmassieren. Anschließend warme Socken anziehen. Je nach er wünsch tem Wirkungsgrad kann die Menge der Zutaten erhöh t werden.

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Fichtenharzölwird traditionell bei rheumatischen Beschwerden angewandt, aber auch zur Behandlung von Lippenherpes, Schnittund Schürfwunden. Besonders angenehm ist eine Einreibung von Brust und Rücken mit dem wohlriechenden Öl bei Erkältung und Grippe. Das keimtötende und entzündungshemmende Harz dient den Bäumen als Wundpflaster und schützt sie vor Bakterien, Pilzen und tierischen Schädlingen. Es kann das ganze Jahr über gesammelt werden, aber bitte nur so viel pro Baum, dass genügend Material für den Wundverschluss bleibt. 1 Etwa drei gehäufte EL Fichtenharz zusammen mit 500 ml Rapsöl in einen Topf geben und bei niedriger Hitze auflösen. 2 Das Öl durch ein Tuch filtern, in eine Flasche füllen und verschließen.

Wohlriechende Badezusätzeschätzten nicht nur Kleopatra und die österreichische Kaiserin Sisi. Nach einer langen Wanderung oder Einkaufstour weckt ein wohlig warmes Vollbad wieder die Lebensgeister oder macht angenehm müde – je nachdem, welche Kräuter verwendet werden. Unsere selbst gemachten Badezusätze schließen beide Wirkungen mit ein. Für die Basismischung mischt man Meersalz und Molkenpulver im Verhältnis 3:1. Variante 1: Für das MuntermacherBad wird die Basismischung mit den Nadeln von 2–3 Rosmarin zweigen vermischt. Variante 2: Für das Entspannungsbad die Basismischung mit Zitronenverbene, Rosen und Lavendel schichtweise in einem hübschen Glas anordnen. Dabei jede Schicht gut andrücken und nach Belieben einige Tropfen Rosenund Lavendelöl daraufträufeln. Für ein Vollbad füllt man 2–3 EL der Mischung in ein OrganzaSäckchen und gibt es ins 38 °C warme Badewasser.

Tipp: Die Kombination aus Kräutern, Meersalz und Molke verwöhnt Körper, Geist und Sinne. Während die Kräuterdüfte eine entspannende Wirkung auf die Psyche haben, pflegen Meersalz und Molke die Haut und machen sie geschmeidig.

Vegane Gelee-Früchte

Zutaten für 15–20 Stück: 1 Päckchen (8 g) pflanzliches Geliermittel Agar-Agar, 100 g ungesüßter Saft (zum Beispiel von Sanddorn, Johannisbeeren und Schlehen), 50 g Zucker, 2 g Zitronensäure. Außerdem: kleine Silikonförmchen, 1 EL Puderzucker.
Zubereitung: Die Förmchen mit Puder zucker auspinseln. Geliermittel mit 2 EL Saft verrühren. Übrigen Saft zusammen mit Zucker und Zitronensäure zum Kochen bringen. Das flüssige Geliermittel dazugeben und 2 Min. köcheln lassen. Die Masse in die vorbereiteten Förmchen füllen und über Nach t in den Kühlschrank stellen.
Verwendung: Mit den vitamin- und mineralstoffreichen Geleefrüchten kann man auch Kinder begeistern und gleichzeitig ihre Abwehrkräfte stärken. Bis zum Ver zehr kühl aufbewahren.

Pikante Knabbernüsse

Zutaten für 3 Tüten: je 150 g Walnüsse, Cashewnüsse und geschälte Mandeln, 1 Eiweiß, ½ TL Salz, 1 TL Currypulver, 1 TL Ras el Hanout (orientalische Würzmischung), 1 TL mediterrane Kräutermischung.
Zubereitung: Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen. Eiweiß mit Salz in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen leicht schaumig schlagen. Die Nüsse dazugeben und gut durchmischen. Jeweils 1⁄3 der Nüsse in Currypulver, Ras el Hanout und Kräutern wälzen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech getrennt verteilen. 15 Minuten goldbraun rösten, zwischendurch wenden. Die Nüsse aus dem Ofen nehmen, auskühlen lassen und in Zellophantüten füllen.
Verwendung: Frisch schmeckt die pikante Knabberei am besten, daher kurz vor dem Verschenken zubereiten. Nüsse besitzen hochwertige Fette, Eiweiß, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Die Gewürze und Kräuter steuern ebenfalls ihre gesunden Wirkstoffe bei.

IN DER NÄCHSTEN AUSGABE

In der kalten Jahreszeit kann man leicht eine Grippe oder Erkältung bekommen. Beste Voraussetzung, die Erreger in Schach zu halten, ist ein stabiles Immunsystem. Wir sagen Ihnen, wie Sie auf natürliche Weise Ihre Abwehrkräfte stärken.


Fotos: Fotolia/S. Hastedt, MSL/Irene Lehmann (4)

Fotos: Fotolia (2)/Digitalpress/Friedberg, MSL/Irene Lehmann (3)

Fotos: MSL/Irene Lehmann

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