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Die heißen Duelle in Flicks WM-Elf


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Sport Bild - epaper ⋅ Ausgabe 22/2022 vom 01.06.2022

NATIONALELF

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Bildquelle: Sport Bild, Ausgabe 22/2022

Flick (r.) redet Bayern-Star Leroy Sané vor allem in Einzelgesprächen stark

Die WM-Pläne von Hansi Flick (57) konnte in Marbella nur der starke Wind zeitweise durchkreuzen. Im Trainingslager mit Familie und Freunden stand, anders als vorab gedacht, nicht die Strandliege im Vordergrund, sondern die Taktiktafel: Täglich zeigten Flick und sein Assistent Danny Röhl (33) Formationen und Spielformen auf. Der Wind blies das Gestell mehrmals um. War alles vorbereitet, forderte der Bundestrainer dann totale Aufmerksamkeit.

„Ich habe den Spielern ganz klar gesagt: Wenn wir ein Meeting haben oder auf dem Platz stehen, müssen sie zu 100 Prozent da sein“, erläutert Flick. Zwar war für die Angehörigen im Hotel „Westin La Quinta Golf Resort“ einiges geboten – u.a. eine Hüpfburg für die Kinder – dennoch waren die vier Trainingstage in Marbella für Flick der offizielle Auftakt ins WM-Jahr. Am vergangenen Wochenende bekamen die Spieler noch einmal frei, seit Montag geht es in ...

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Der Kampf um die Plätze ist eröffnet, die vier anstehenden Nations-League-Spiele gegen Italien, England, Ungarn und noch einmal Italien sind Bewerbungs-Partien: Auf wen kann der Bundestrainer setzen? Wer zeigt gegen Top-Gegner die Reife, die es bei einem großen Turnier braucht? „Das wird ein Gradmesser sein, mit diesem Gefühl gehst du dann in die nächsten zwei Monate, das wissen wir Spieler“, sagt Thomas Müller (32) mit Blick auf die Spiele.

In der Innenverteidigung sind Süle und Rüdiger in der Pole-Position

SPORT BILD zeigt, wie der Kampf um die WM-Plätze aussieht. Im Kader für Katar sollen, anders als im Regelfall, 26 statt 23 Spieler erlaubt sein.

Tor: Manuel Neuer ist auch mit 36 Jahren unumstritten. Nach seiner Vertragsverlängerung bis 2024 beim FC Bayern blickte der Kapitän in Marbella sogar Richtung EM 2024. Die Frage lautet eher: Wer ist künftig die Nummer zwei? Kevin Trapp (31) wurde bei der Begrüßung der Mannschaft von Flick vor den Mitspielern zum Sieg in der Europa League mit Frankfurt gratuliert. Er konnte mit spektakulären Paraden für sich werben. Lothar Matthäus sieht Trapp aktuell auf einem Level mit Neuer und Marc-André ter Stegen (30), der aktuell von Flick eine Pause bekommt.

Abwehr: In der Innenverteidigung sind Niklas Süle (26) und Antonio Rüdiger (29/geht von Chelsea zu Real Madrid) in der Pole-Position, BVB-Neuzugang Nico Schlotterbeck (22) ist der erste Herausforderer. Links hinten konnte David Raum (24) überzeugen, für die Position des rechten Außenverteidigers gibt es aktuell zwei Kandidaten, die sich um den Platz streiten: Thilo Kehrer (25) wird von Flick geschätzt, bekommt aber in Paris keine regelmäßigen Einsatzzeiten. Gladbachs Jonas Hofmann (29) durfte sich unter dem Löw-Nachfolger beweisen, muss in der Rückwärtsbewegung aber zulegen. Wie hart der Konkurrenzkampf ist, zeigt auch, dass Matthias Ginter (28) nicht dabei ist, der in den letzten Jahren fest zum Nationalelf-Stamm gehörte.

Mittelfeld: Mit zwei Toren im entscheidenden Spiel gegen Aston Villa sicherte Ilkay Gündogan (31) Pep Guardiola und Manchester City den Premier-League-Titel. Für den Mittelfeld-Star war es ein Happy End, nachdem ihn Guardiola zuvor in vielen Spielen zunächst auf der Bank gelassen hatte. „Ich denke, dass ich das richtige Zeichen gesetzt habe. Bei dem einen oder anderen wichtigen Spiel war ich zugegebenermaßen schon etwas enttäuscht, nicht von Anfang an gespielt zu haben, ohne dass ich mir bei meinen Einsätzen zuvor etwas zuschulden habe kommen lassen“, sagt Gündogan zu SPORT BILD. Er will nun im Nationalteam richtig angreifen: „Natürlich brenne ich persönlich sehr auf das Turnier, da ich 2014 verletzt ausfiel und 2018 nur einmal gespielt habe.“

Aber wessen Platz könnte er einnehmen? In Marbella wollte Flick der Bayern-Achse um Joshua Kimmich (27), Leon Goretzka (27) und Müller keine Stammplatzgarantie aussprechen: „Wir haben auf jeder Position eine enorm hohe Qualität. Es heißt nicht, dass sie gesetzt sind.“

Die Bayern-Achse Kimmich, Goretzka und Müller hat keine Stammplatz-Garantie

Flick will auf jeder Position Top-Leistungen sehen! Speziell die Auftritte von Jamal Musiala (19) als Sechser beeindrucken ihn, er ist für Katar ein ernsthafter Startelf-Kandidat!

Goretzka und Kimmich haben zwar die Nase vorn, speziell Goretzka muss aber aufpassen, wenn er wie in letzter Zeit zu oft verletzt ausfällt. Flick sprach in Marbella lange und intensiv mit Gündogan, den er auch auf der defensiveren Rolle für möglich hält.

Angriff: Auffällig: Flick redet Timo Werner (26) sowohl im Training als auch vor den Medien stark, lobt ihn für sein Pressing: „Wie Timo immer wieder Druck macht gegen den Ball, das ist einfach gut.“ Flick weiß: Werner braucht viele Streicheleinheiten, weil er zuletzt bei Chelsea nicht regelmäßig spielte. Das muss sich vor der WM ändern, sonst wackelt sein Platz. Denn auch Havertz (22) – in Marbella mit neuer Kurzhaar-Kampf-Frisur – hat die Qualitäten für ganz vorne drin. Viele Experten halten ihn sogar für die bessere Wahl.

Auf den Flügeln setzt Flick auf Gnabry (26) und Sané (26). Auch der in der Rückrunde oft wieder abgetauchte Sané bekam ein Spezialprogramm mit ganz viel Aufmerksamkeit vom Bundestrainer. Der hatte schon zu Beginn der Woche angekündigt: „Wir werden miteinander reden, viel reden! So wie ich das aus den Gesprächen mitbekommen habe, ist er sehr froh, hier zu sein, er freut sich auf die Aufgabe, auf die Spiele, auf das Training. Wir gehen das an!“ Ausruhen kann sich Sané nicht. Denn mit Dortmunds Marco Reus (32) und Julian Brandt (26) sowie dem Bald-Dortmunder Karim Adeyemi (20) lauert die Konkurrenz auf die Startelf-Plätze.

Was schon in Marbella klar wurde: Flick will, dass alle seine Spielphilosophie in der 4-2-3-1-Ausrichtung voll verinnerlichen. Pressing, schnelle Bälle in den Strafraum, Tempo-Läufe über außen. In der einzigen komplett geheimen Einheit am Mittwoch vergangener Woche in Marbella ließ er immer wieder Angriffe über außen mit speziellen Passzonen üben.

Mit Flicks Überfall-Fußball will Deutschland zurück in den WM-Favoritenkreis – und das schon in den Nations-League-Krachern untermauern!