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Die Hölle daheim


Der Spiegel - epaper ⋅ Ausgabe 47/2018 vom 16.11.2018

Gewalt Die größte Gefahr für eine Frau: der eigene Mann. Zehntausende treten, schlagen, bedrohen ihre Partnerin, aus Eifersucht, aus gekränktem Narzissmus oder aus Lebensfrust. Mehr als 100 Frauen starben deshalb letztes Jahr. Warum regt das kaum jemanden auf?


Das kleine Mädchen, drei Jahre alt, hat alles gesehen. Wie der Mann von der Terrasse ins Wohnzimmer kam, wie er auf die Mama geschossen hat, dann auf Papa, auf die Oma. Um die Kleine herum Rennen, Schreien, Panik. Angst, solche Angst. Sie hat Albträume seitdem, sie will nicht, dass der Papa im Himmel ist. Den bösen Mann, der das gemacht hat, nennt ...

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... sie »den Räuber «. Wenn es an der Tür klingelt, fragt sie ihre Mutter: »Kommt jetzt der Räuber?«

Der Räuber ist ihr Großvater, Viktor H., 59 Jahre alt. Am 19. Mai hat er in Saarbrücken versucht, seine geschiedene Frau Natalia zu töten, er hat einen Sohn erschossen und seinen Schwiegersohn. In einem Einfamilienhaus mit Garten im Stadtteil Fechingen.

Es ist ein schöner warmer Samstag, Frau H. feiert mit ihren vier Kindern, deren Partnern und den Enkeln ihren 60. Geburtstag. Im Garten liegen Würstchen und Steaks auf dem Schwenkgrill, die Kinder spielen im Sandkasten. Die Stimmung ist fröhlich. Ihr geschiedener Mann Viktor ist nicht eingeladen.

Plötzlich ruft die Tochter Helene: »Da kommt Papa!« Durch die geöffnete Terrassentür betritt Viktor H. das Wohnzimmer, er schiebt seine Sonnenbrille hoch und feuert mit einer halbautomatischen Walther PP 7,65 mm auf Helene, 30, die im 7. Monat schwanger ist. Er verletzt sie und tötet ihren Mann Albert, 37, der sie schützen will. Dann zielt er auf Natalia, seine Ex- Frau. Er schießt ihr in die Brust, ein Projektil zertrümmert ihren Oberarmknochen, sie wird lebensgefährlich verletzt.

Eine der Töchter schiebt die Kinder im Garten ins Gebüsch, im ersten Stock versteckt Sohn Anatol seine Frau und sein Baby in einem Schrank. Im Flur ringt Viktor H. inzwischen mit seinem Sohn Vitali, 35, und tötet ihn mit drei Schüssen.

Die Zeitungen schreiben von einem »Familiendrama «. So heißt es oft, wenn ein Mann seine Frau tötet und die Kinder. Sicher, es ist eine private Tragödie, aber es ist viel mehr. Der Begriff Familiendrama verharmlost solche Taten, verschleiert deren Brutalität und schiebt sie ins Private. Dabei ist Gewalt gegen Frauen alltäglich in Deutschland. Sie geht meist von Männern aus, die glauben, über das Leben ihrer Partnerin verfügen zu können, die sie quälen, züchtigen, bestrafen, kontrollieren.

Jeden zweiten bis dritten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner umgebracht, nicht von einem bösen Fremden, der ihr nachts aufgelauert hätte.

Die meisten Täter häuslicher Gewalt sind Deutsche. Auch die Opfer sind in der Mehrzahl Deutsche. Allerdings fallen Mi - granten zurzeit durch krasse öffentliche Taten auf wie der 34-Jährige aus Niger, der im April am Hamburger Jungfernstieg seine Ex-Freundin und ihre gemeinsame einjährige Tochter auf dem S-Bahnsteig niedermetzelte. Frauen mit Migrationshintergrund, so zeigen Studien, sind mitunter besonders schwerer Gewalt ausgesetzt.

Es passiert überall. Im baden-württembergischen Winterlingen, wo am Ostersonntag ein 48-jähriger Mann seine Ehefrau erschoss, weil sie ihn mit den vier Kindern verlassen wollte. In Neunkirchen im Saarland, wo ein 24-jähriger Mechaniker seine Lebensgefährtin erwürgte, nachdem sie ihm erzählt hatte, sie habe sich in einen anderen verliebt. Er sei nicht stolz darauf, sagte er danach, aber es sei ihm egal. In München, wo ein 33-jähriger Manager seine Lebensgefährtin im Reihenhaus im Nobelviertel Bogenhausen mutmaßlich mit einer Plastiktüte und einem Seil erdros - selte, als sie ihn wegen einer Affäre zur Rede stellte.

114 000 Frauen wurden 2017 von ihren Partnern bedroht, gestalkt, eingesperrt, sie wurden geschlagen, vergewaltigt, verbrüht, gewürgt, mit der Axt oder einem Messer traktiert. Seit Jahren steigen die Opferstatistiken der sogenannten Partnerschaftsgewalt. 147 Frauen wurden getötet, so zeigt es die jüngste Statistikauswertung des Bundeskriminalamts (BKA). »Dass quasi montags, donnerstags und sonntags eine Frau von ihrem Partner umgebracht wird, ist in einem modernen Land wie Deutschland eine unvorstellbare Größenordnung «, sagt Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, die die BKA-Auswertung nächste Woche vorstellen will (siehe Interview Seite 48).

Die Zahlen werfen verstörende Fragen auf, nach Rollenmustern, die überkommen schienen: Der Mann dominiert, die Frau unterliegt. Auch Frauen töten und misshandeln ihre Partner. Aber die Täter schwerer häuslicher Gewalt sind mehrheitlich Männer, Opfer sind in 82 Prozent der Fälle Frauen.

Warum wird über die Opfer der Gewalt unter deutschen Dächern kaum diskutiert, während in anderen Ländern gegen den Mord an Frauen, den Feminizid, demonstriert wird? In Spanien, Italien und Mexiko stellten Aktivistinnen rote Frauenschuhe auf öffentliche Plätze, zur Mahnung an die getöteten Frauen.

Wo sind die mehr als 100000 Frauen aus der deutschen Statistik der Partnerschaftsgewalt, wer spricht für sie? Die #MeToo-Debatte um sexuelle Belästigung hat immerhin eine breitere Öffentlichkeit erreicht, in Firmen, in Vereinen wird nun darüber diskutiert, wo Kollegen und Vorgesetzte die Grenze zur Zudringlichkeit überschreiten.

Aber die Gewalt zu Hause bleibt oft tabu. Der Hashtag #Keinemehr, mit dem ein feministisches Bündnis nach südamerikanischem Vorbild gegen tödliche Gewalt an Frauen mobilisieren will, zündete bisher nicht. Auf Facebook sammelten sich bislang gerade mal gut 400 Follower.

Weg durch den Garten zum Tatort in Saarbrücken, Tatwaffe, Nebenklage-Anwältin Puma
»Da kommt Papa«


Was hat das mit mir zu tun?, fragen viele, ich kenne keine Frau, der das passiert. Oder: Wie kann man sich auch einen solchen Mann aussuchen? Dabei hat nach der letzten repräsentativen deutschen Befragung jede vierte Frau zwischen 16 und 85 Jahren schon einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt durch einen Partner erlebt. Opfer finden sich in allen sozialen Schichten, die Täter sind Arbeitslose, Handwerker, Ärzte, Inge - nieure, Hausmeister, Manager oder Architekten.

»Häusliche Gewalt passt nicht zum Selbstbild einer modernen, selbstbewussten Frau«, sagt die Historikerin Andrea Buskotte, die ein Buch über das Thema geschrieben hat. Auch wenn die Statistik das Gegenteil belege, glaubten viele, geschlagen und gedemütigt würden nur arme, ungebildete oder geflüchtete Frauen. »Deshalb schämen sich die Frauen in einer gewalttätigen Beziehung und sprechen oft mit niemandem darüber.« Kein Wunder, dass das Dunkelfeld der Partnerschafts - gewalt sehr groß ist.

Deutschland ist ein Land, in dem sich trotz Emanzipation auch traditionelle Rollen bilder hartnäckig halten. Das hohe Ausmaß der Gewalt gegen Frauen sei Ausdruck dieser »fortbestehenden Ungleichheiten und Hierarchien im Geschlechterverhältnis «, heißt es in einer Expertise zum Gleichstellungsbericht der Bundesregierung 2017. Sowohl stark abhängige Frauen, die wenig verdienen und eine geringe Bildung haben, werden misshandelt als auch solche, die ihrem Partner in Bildung und Beruf gleichwertig oder vielleicht sogar überlegen sind – manche Männer sehen sich dann in ihrer gewohnten Dominanz infrage gestellt.

Es ist nicht so, dass die Politik nichts tut, es ist nur zu wenig. Die frauenpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Ulle Schauws, findet die Situation »so nicht länger hinnehmbar«. Es gebe nicht genug Schutzraum und Hilfe für weibliche Gewaltopfer, zu wenig Geld würde bereitge-stellt. Bundesweit fehlen Tausende Plätze in Frauenhäusern, das nicht staatliche Unterstützungssystem ist überfordert. Der Polizei, den Staatsanwaltschaften und den Gerichten fehlt Personal, um all die Taten effektiv zu verfolgen und die Frauen möglichst schnell aus dem Kreislauf der Gewalt zu holen.

Untersuchungsraum mit Spielzeug in der Gewaltschutzambulanz Berlin, Abdruck eines Einschusslochs im Knochen, Medizinerin Etzold
Notizen aus einer Folterkammer


Erst im Februar hat Deutschland die Istanbul- Konvention in Kraft gesetzt, die der Europarat 2011 verabschiedete, um häusliche Gewalt zu verhüten und zu bekämpfen. Darin werden umfassende Maßnahmen zum Schutz der Frauen gefordert. Die Bundesrepublik, so Kritiker, erfüllt bisher nur einen Teil davon.

Dass die Zahl der Verfahren zu Körperverletzung, Bedrohung und Nachstellung steigt, liegt auch daran, dass die Frauen inzwischen offenbar häufiger Anzeige erstatten. In Hamburg gab es im Dezernat Beziehungsgewalt der Staatsanwaltschaft 2017 fast 6000 Verfahren, 2013 waren es noch 4000.

Die Mehrzahl dieser Verfahren werde allerdings eingestellt, sagt die Saarbrücker Oberstaatsanwältin Sabine Kräuter-Stockton, 61. Das liege auch daran, dass viele Frauen sich vor dem Täter fürchteten, sich abhängig fühlten und nicht mitwirken wollten, ihn zu bestrafen. Es gebe zu wenig öffentliche Mittel und zu wenig Datenerhebungen. Die letzte Großstudie, in der 10000 Frauen befragt wurden, ob und wie sie Gewalt erlebt haben, ist schon 14 Jahre alt. Nur wenn man mehr wisse, könne man Gewalt effektiv bekämpfen.

Kräuter-Stockton, die im Kontrollgremium des Europarats für die Istanbul-Konvention sitzt, fordert, das Strafgesetzbuch zu ändern: Wenn Gewalttaten in Partnerschaften begangen wurden, müsse dies strafverschärfend gewertet werden. Bislang würden starke Emotionen des Täters wie Eifersucht vom Gericht mitunter als strafmildernd gewertet, sagt die Staatsanwältin. Aber »eine Beziehungstat bedeutet zusätzlich einen schweren Vertrauensbruch, der psychische Schaden für das Opfer ist umso größer«.

Würgemale am Hals. Vierfach gebrochener Kiefer. Nase gebrochen mit Riss bis in die Nasennebenhöhlen. Blutergüsse in den Augen. Schnitte im Oberkörper. Die Befunde, die Rechtsmedizinerin Saskia Etzold, 38, in ihren Gutachten notiert, lesen sich wie Notizen aus einer Folterkammer. Etzold ist Ärztin in der Gewaltschutzambulanz der Berliner Charité. Hier werden Verletzungen juristisch verwertbar dokumentiert und begutachtet, auch ohne dass die Opfer Anzeige erstatten müssen. Das hilft ihnen, die Übergriffe später vor Gericht belegen zu können.

Seit fast fünf Jahren gibt es die Ambulanz, die inzwischen sechs Ärztinnen beschäftigt. »Die Gewaltbereitschaft scheint zuzunehmen«, sagt Etzold, »auch der Schweregrad der Verletzungen.« 1831 Gewaltopfer ließen sich seit der Eröffnung untersuchen, 77 Prozent von ihnen waren Frauen. Die häufigste Ursache der Verletzungen: häusliche Gewalt. »80 Prozent dieser Betroffenen berichten uns, dass es nicht zum ersten Mal passiert ist«, sagt Etzold. Ein Viertel dieser Frauen sei am Hals verletzt, meist durch Würgen. Auch Akademiker schlagen, sagt Etzold, aber oft nur so, dass man die Verletzungen nicht gleich sieht.

Viele Frauen seien verängstigt, wenn sie bei ihnen klingelten, sie haben vielleicht die Kinder zur Schule gebracht und müssen den Termin in der Zeit schaffen, solange der Mann arbeitet. Manche bringen ihre kleinen Kinder mit, für sie liegen Stoff - bären, ein Feuerwehrauto, Malstifte und Puzzles bereit. An den Wänden hängen friedliche Bilder von weißen Stränden, Meer und Möwen. »Es ist wichtig, dass sich diejenigen, die zu uns kommen, einigermaßen wohlfühlen«, sagt Etzold. Viele Frauen weinten, wenn sie ihre Geschichte erzählen. Frauen, die sich trennten, hätten oft nichts mehr: kein Umfeld, kein Geld. »Da ist der Weg in die bekannte Hölle oft einfacher als der Weg ins Unbekannte.« Etzold weiß von mindestens einer Frau, die in der Ambulanz war, zu ihrem Partner zurückkehrte – und das nicht überlebte.

Viktor H., der Mann, der seine Frau erschießen wollte und seinen Sohn und den Schwiegersohn tötete, muss sich seit dem 23. Oktober vor dem Saarbrücker Landgericht verantworten, wegen zweifachen Mordes und zweifachen versuchten Mordes. Er habe sich drangsaliert gefühlt von seiner Frau und seinen Kindern, sagte er nach der Tat, er empfand es als ungerecht, dass er schwer nierenkrank sei, die anderen aber nicht. Deshalb sollten sie sterben.

Viktor H., untersetzt, graue kurze Haare, Brille, trägt Anzug und Krawatte zum Prozessauftakt, er wirkt ganz ruhig. Mehr als 35 Jahre lang war er mit der Frau verheiratet, die er töten wollte, schon auf der Schule in Nowosibirsk hatten sie sich kennengelernt. Sie bekamen fünf Kinder und wanderten 1992 als Russlanddeutsche nach Deutschland aus. »Sie hat für mich gewaschen und gekocht, und ich habe das Geld verdient«, sagt er. Als der Staats - anwalt mehrmals nachhakt, warum er sich denn drangsaliert gefühlt habe, hat er Mühe, das zu erklären. Sie hätten ihn ausgenutzt, sagt er dann, vor allem seiner Frau und seiner Tochter sei es ums Geld gegangen, sie hätten ihn aus dem Haus getrieben – dabei hatte er sich getrennt. Die Kinder hatten seiner Frau beigestanden.

»Pack meine Sachen«, befahl er seiner Frau am Tag der Trennung, sie sollte ihm noch Frühstück für die Arbeit machen. Langsam und vorsichtig ist Natalia H. in den Gerichtssaal gekommen, eine kleine Frau mit Locken, sie ist blass und trägt den linken Arm in einer Schlinge. Zweimal ist sie schon operiert worden, sie war monatelang im Krankenhaus, sie kann sich nicht allein anziehen, nicht waschen.

»Ich verstehe nicht, warum. Was habe ich gemacht?«, fragt sie. Sie beschreibt Viktor als herrschsüchtigen Mann, der die Kinder von klein auf schlug, der immer recht behalten wollte. In den letzten Jahren sei er immer wütender geworden, aggressiver. Ihr Vater habe ihre Mutter »ununterbrochen erniedrigt und gedemütigt«, wird die Tochter Helene später aussagen. Nach der Tat habe er gelächelt und zufrieden gewirkt.

Wie so oft in diesen Fällen gab es Alarmzeichen. Natalia H. zeigte ihn schon 2015 bei der Polizei an, als er ihr nach der Trennung immer wieder auflauerte und drohte, er werde sie und ihre Tochter töten. »Sie hatte den Eindruck, dass die Polizei nicht von einer tatsächlichen Bedrohungslage ausging«, sagt ihre Anwältin Rosetta Puma, die sie vor Gericht als Nebenklägerin vertritt, »viele Menschen würden nur drohen zu töten, es aber nicht tun, hieß es.«

Beim Familiengericht beantragte Natalia H. im Frühjahr 2016 ein Kontaktverbot. Im April hört eine Saarbrücker Familienrichterin das bereits getrennt lebende Ehepaar H. an. Frau H. sagt, sie habe Angst vor ihrem Mann, er habe gesagt, sie solle »in ihrem Blut ertrinken«.

Er sagt, sie wolle ihm Werkzeuge aus dem Gartenschuppen nur über den Anwalt geben. Da habe er zu ihr gesagt: Ich steck dir die Papiere vom Maul bis zum Arsch. Das andere habe er nicht gesagt.

Natalia H. muss sich mit einem Vergleich begnügen: Ihr Ex-Mann darf weiter seine Werkzeuge aus dem Schuppen holen, aber nur mit Voranmeldung. Das habe er ausgenutzt, um sich immer wieder in den Garten zu hocken. »Er hat seine Frau so in den Zustand permanenter Angst versetzt «, sagt Anwältin Puma. Die Richterin habe Frau H. nicht geglaubt, dass Viktor H. eine Schusswaffe besitze, weil es niemand habe bezeugen können.

Im Sommer 2016, acht Monate nach ihrer Strafanzeige wegen Bedrohung, erlässt das Amtsgericht einen Strafbefehl über 450 Euro, 30 Tagessätze à 15 Euro. Der Mann zahlt schließlich. Damit ist der Fall für die Justiz erledigt. Zwei Jahre später geht Viktor H. durch die offene Terrassentür und beginnt zu schießen.

Wie kommt es, dass jemand dem Menschen Gewalt zufügt, ihn gar umbringt, der ihm am nächsten ist, den er doch eigentlich liebt oder zumindest geliebt hat? Andreas Marneros, 72, Psychiater, hat sich über Jahrzehnte mit Menschen beschäftigt, die ihre Intimpartner umbringen. Hunderte Straftäter hat Marneros vor Gericht begutachtet, mehr als 80 davon hatten ihre Partner getötet oder es versucht.

Die größte Gefahr für eine Frau, im Erwachsenenalter getötet zu werden, gehe meist von ihrem Ehemann oder sonstigen Intimpartnern aus, sagt Marneros, das lasse sich auch aus internationalen Statistiken schließen.

Der Auslöser ist sehr oft eine Trennung. »Für den meist männlichen Täter ist es eine narzisstische Kränkung, dass der Partner ihn als Person ablehnt und damit abwertet «, sagt Marneros. Das erschüttere die Selbstdefinition mancher Menschen tief und könne zu einer Kette von psychologischen Reaktionen führen, an deren Ende sie manchmal töten. Die Täter betrachteten die Frau als ihren Besitz und wollten nicht hinnehmen, sie zu verlieren.

Manche, die zu Mördern werden, sähen sich vor einem »finalen Bankrott ihres Le-bens«. Weil sie keine anderen Ressourcen für ihr Selbstbild hätten, etwa berufliche, soziale Kontakte oder Erfolgserlebnisse, reagierten sie mit dem primitiven Bewältigungsmechanismus extremer Gewalt.

Uniformjacke, Fragebogen, Osnabrücker Hauptkommissarin Holtkamp im Schießstand
»Mehr als eine Frau vor dem Tod bewahrt«


FOTOS: LISA WASSMANN / DER SPIEGEL

Marneros hat Hochrisikogruppen identifiziert. Ein Tätertypus ist der bösartige Narzisst. Eine solche Persönlichkeit sei häufig hochaggressiv, sehe sich als unantastbar und machtvoll. »Wird das infrage gestellt durch den Partner, lässt er seinen Impulsen freien Lauf und kann dann im Affekt töten oder plant es vielleicht sogar als gezielte Rache.« Ihn beherrsche dabei ein Gefühl der »gerechten Wut« gegenüber dem Partner,den er bestrafen will und meist entwertet und dämonisiert.

Schwieriger zu erkennen seien die schwachen, wenig selbstbewussten Täterpersönlichkeiten. Fühlten sie sich dauerhaft gekränkt oder gedemütigt, dringe davon wenig nach außen. »Die Katastrophe tritt dann für die Umgebung völlig überraschend ein, zumal diese Täter in der Regel keine Gewaltvorgeschichte haben.«

Kann man solche Beziehungstaten überhaupt verhindern? Polizeihauptkommis - sarin Monika Holtkamp, 62, sagt Ja. Nicht alle, aber viele. Holtkamp arbeitet bei der Polizei Osnabrück, »Präventionsteam« steht an der Glastür zu ihrem Büro. 20 Jahre lang hat Monika Holtkamp bei Mord und Totschlag ermittelt, sie hat viele Frauen tot in ihrem Blut liegen sehen. »Jetzt versuche ich zu verhindern, dass Frauen überhaupt getötet werden.«

Ihr Werkzeug gegen die Gewalt ist eine Liste, zwei Seiten lang, 20 Fragen. Darunter: Besitzt der Gefährder eine Schusswaffe? Hat er jemals versucht, Sie zu würgen? Hat er angedroht, Sie zu töten? Und: Verfolgt er Sie und spioniert Ihnen nach?

Seit drei Jahren arbeitet die Polizei Osnabrück mit diesem Fragenkatalog, um Hochrisikofälle bei häuslicher Gewalt zu identifizieren und einzuschreiten, bevor Schlimmeres passiert.

Jede Frage, die mit Ja beantwortet wird, zählt bestimmte Punkte, je höher die Punktzahl am Ende, desto höher das Risiko für die betroffene Frau. Mehr als 17 Punkte bedeutet: »extreme Gefährdung«, vor allem, wenn noch akute Stressfaktoren dazukommen wie ein Streit ums Sorgerecht. Dann beruft die Polizei oder die Frauenberatungsstelle umgehend eine Fallkonferenz ein, auf der Sofortmaßnahmen beraten werden.

Bis zu 19 Institutionen sind beteiligt, wenn die Fälle in regelmäßigen Konferenzen beraten werden: die Opferhilfe, ein Frauenhaus, die Täterberatung, der sozialpsychiatrische Dienst, die Staatsanwaltschaft, das Jugendamt. Was tun sie? »Wir buchen Plätze im Frauenhaus vor oder beantragen eine Mutter- Kind-Kur, damit die Frau erst mal aus der Schusslinie ist«, sagt Holtkamp. Bei Hochrisikofällen werden die Daten der Frauen in der Einsatzzentrale hinterlegt, damit die Beamten alarmiert sind, wenn etwas vorfällt.

Die Frauen bekommen ein Smartphone mit einer Notfall- App. Häufig seien die Handys der Frauen vom Täter manipuliert, sagt Holtkamp, sodass er sie verfolgen oder sogar Gespräche mithören kann. Einmal kam eine Frau mit vier Kindern ins Zeugenschutzprogramm, sie leben nun mit neuer Identität. »Da war einfach klar, er wird sie sonst umbringen«, sagt Holtkamp. Eine ihrer zentralen Erfahrungen lautet: Wenn er droht: ich bring dich um – immer ernst nehmen!

Das Konzept funktioniere, sagt Holtkamp: In keinem der mehr als 300 Hochrisikofälle, die sie anhand der Liste beurteilt und in Fallkonferenzen beraten hätten, sei die Frau umgebracht worden. »Wir arbeiten hier in der Überzeugung: Wenn wir nur eine Frau vor der Tötung bewahren, hat es sich gelohnt. Und ich glaube, wir haben mehr als eine davor bewahrt.«

Und doch passierte es, in Bramsche nördlich von Osnabrück erschlug ein 23- Jähriger im Juni 2017 seine ehemalige Lebensgefährtin mit einer Axt. »Das war nicht zu verhindern«, sagt Holtkamp, das Paar sei vorher nicht aufgefallen, habe sich an niemanden gewandt, obwohl es Probleme gab.

Holtkamp wird häufig als Referentin eingeladen, viele Polizeidienststellen interessieren sich für das Osnabrücker Modell. Mit dabei hat sie dann immer eine Folie mit zwei Kreisen. Im einen steht die Zahl 13595, das waren die Wohnungseinbrüche 2017 in Niedersachsen, im anderen stehen die Fälle häuslicher Gewalt, 18205. »Man sieht, es gibt deutlich mehr häusliche Gewalt «, sagt Holtkamp, »bloß darüber spricht kaum einer, aber über die Einbrüche regen sich alle auf.«

Macht und Kontrolle, vor allem darum gehe es dem Mann, der in der Beziehung gewalttätig wird, das sagen Polizisten, Staatsanwälte, Sozialarbeiter.

Es gibt Warnzeichen, lange vorher, sagt Petra Söchting, 55, die das bundesweite Hilfetelefon »Gewalt gegen Frauen« in Köln leitet. Viele Frauen, die die Hotline 08000 116 016 anriefen, sprächen davon, es sei erst die ganz große Liebe gewesen. »Aber irgendwann kippt diese Nähe.« Oft beginne es damit, dass der Mann Dutzende SMS sende: Wo bist du? Was machst du? Mit wem? »Ist das noch Interesse oder schon Kontrolle?«

Die Eifersucht des Partners könne sich dann an allem Möglichen entzünden, »es muss gar kein anderer Mann sein«, sagt Söchting. Oft gehe es um den Freundeskreis der Frau, den Sportverein, ihre beruflichen Erfolge. Gewalttätige Partner wollten oft die totale Verfügungsgewalt über eine Frau.

»Ich werde dir zeigen, was es heißt, mich zu verarschen«, schrieb der 24-jährige Mechaniker Dominik F. seiner Freundin in Neunkirchen, wenige Tage bevor er sie erwürgte. »Du feiges Stück Scheiße, du lernst mich kennen, wie ich ausraste.«

Viele Männer verfolgen ihre Frau, wenn sie sich getrennt hat, lauern ihr auf, rufen sie permanent an. Sie schicken SMS, überwachen sie via Smartphone. »Cyberstalking « sei inzwischen »ein weitverbreitetes Phänomen«, schreibt der Hamburger Senat in einer Parlamentsanfrage zu Beziehungsgewalt. Da werden E-Mails ausgespäht, Viren eingeschleust, wird in sozialen Netzwerken die Identität des Opfers benutzt.

Zentrale des Hilfetelefons in Köln
»300000 Anrufe«


LISA WASSMANN / DER SPIEGEL

Stalking gilt als Warnzeichen in einem eskalierenden Beziehungskonflikt. Die Bremer Rechtspsychologin Luise Greuel fand 2010 bei einer Untersuchung von 43 Tötungen des Intimpartners, dass jeder vierten Tat nach einer Trennung ein ausgedehntes Stalking vorausging.

Doch trotz Änderung des Stalking-Paragrafen ist es immer noch schwierig, den Tatbestand gerichtsfest zu beweisen, denn das Nachstellen muss »beharrlich« sein und »geeignet«, das Leben des Opfers »schwerwiegend zu beeinträchtigen«.

Die Polizei versucht, die Gewaltspirale zu durchbrechen, indem sie Täter der Wohnung verweist oder hilft, Kontaktverbote durchzusetzen. Häufig stehen die Beamten vor dem Problem, dass die Frauen nicht gegen ihre Männer aussagen wollen. »Doch ohne Mithilfe des Opfers können wir nicht viel tun«, sagt ein Hamburger Polizeibeamter. »Die Frauen rufen uns oft in der akuten Not, doch später wollen sie häufig nicht kooperieren.«

Die aktuelle Praxis der Strafverfolgung mache es den Frauen schwer, kritisiert die Berliner Rechtsanwältin Christina Clemm, 51, die auch auf Partnerschaftsgewalt spezialisiert ist. Die Staatsanwaltschaft könne helfen, indem sie die Verfahren beschleunigt bearbeite, stets ein öffentliches Interesse annehme und auch ohne Strafantrag anklage. Bei Richterinnen und Richtern erlebt Clemm oft ein überraschendes Verständnis für den Täter. Er leide ja auch unter der Trennung, heiße es da schon mal, oder dass strafmildernd zu berücksichtigen sei, wenn er die Kinder nur noch eingeschränkt sehen könne. »Die Richter urteilen dann deutlich milder mit dem gewalttätigen Partner als mit einem Fremden, der einer Frau Gewalt antut.« Für die Frauen sei das ein unhaltbarer Zustand.

Sieben Frauen und elf Kinder wohnen derzeit im Frauenhaus der Arbeiterwohlfahrt in einer stillen Seitenstraße von Iserlohn, drinnen hell gestrichene Räume mit selbst gemalten Bildern an den Wänden, in der Küche hängt der Putzplan, alle müssen mithelfen. Die Bewohnerinnen hatten Glück, 100 Frauen mussten vergangenes Jahr abgewiesen werden, weil es keinen Platz mehr gab.

Kerstin Braun, die ihren richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen will, kam an einem Sonntag im Oktober. Warum sie ausgerechnet an diesem Tag die Entscheidung traf, kann sie selbst nicht sagen. Denn der Tag, an dem ihr Mann versucht hatte, sie umzubringen, liegt schon mehr als zwei Jahre zurück. Sie war mit ihrem Ex-Mann und den Kindern im Zirkus gewesen. Als sie nach Hause kam, rastete ihr neuer Mann aus. Er prügelte vor den Augen der Kinder auf sie ein, bis sie am ganzen Körper blutete. Dann würgte er sie so lange, bis sie bewusstlos zusammensackte. Bis heute kann sie nicht richtig schlucken.

Hilfetelefon-Leiterin Söchting
»Irgendwann kippt diese Nähe«


LISA WASSMANN / DER SPIEGEL

Sie zeigte ihn an, doch vor Gericht zeigte er Reue und gelobte Besserung. Sie glaubte ihm – und verweigerte die Aussage. »Ich wollte nicht schuld sein daran, dass er ins Gefängnis muss«, sagt Braun. Das Verfahren wurde eingestellt.

Sie blieb, selbst dann noch, als das Jugendamt nach einem der vielen nächt - lichen Polizeieinsätze entschied, ihre zweijährige gemeinsame Tochter lebe besser bei Pflegeeltern. Etwa ein Drittel aller Frauen kehre selbst nach ihrer Zeit im geschützten Haus zu ihrem Partner zurück, erzählt Anna Müller, 60, die Leiterin des Frauenhauses. »Sie hoffen, dass er sich ändert. In 98 Prozent der Fälle tut er es nicht.«

Neben Müller kümmern sich eine So - zialpädagogin, eine Verwaltungsfachkraft und eine Erzieherin um die Frauen und die Kinder: Sie beantragen Krankenkassenkarten, organisieren Arzttermine. Manche Frauen brauchen erst mal ein eigenes Konto, um Kindergeld erhalten zu können. Davor lief alles über die Männer.

Manche werden abgewiesen, weil sie nicht bezahlen können. Wenn eine Frau Hartz IV bekommt, werden die Kosten übernommen. Andere müssen die Kosten mitunter selbst tragen – oder gehen.

»Im Grunde verstoßen wir gegen Menschenrechte «, sagt Müller: »Einige Personen bekommen Hilfe, andere nicht.« Gut situierte Frauen kämen seltener ins Frauenhaus, sie hätten eigene Netzwerke.

Täterstuhlkreis in München
»Gewalt ist immer eine Entscheidung«


LISA WASSMANN / DER SPIEGEL

In einem nüchternen Besprechungszimmer einer Büroetage im Münchner Stadtteil Moosach sitzen an drei Abenden in der Woche acht Männer im Stuhlkreis. Sie kommen meist nicht freiwillig, ein Gericht oder das Jugendamt hat sie geschickt oder die Partnerin verlangt Besserung. Die Männer haben ihre Frauen körperlich und seelisch verletzt und sollen nun einen Weg finden, anders als mit Gewalt auf Konflikte zu reagieren. Sie besuchen ein bundesweit anerkanntes »Täterprogramm« gegen Partnerschaftsgewalt im Münchner Informa - tionszentrum für Männer (MIM).

An der Wand in Moosach hängt eine Kamera für Videoaufzeichnungen, um Problemgespräche zu analysieren, auf einem Beistelltischchen aus Metall steht eine graue Box mit Taschentüchern.

Die brauchten seine Gesprächspartner manchmal, erzählt Andreas Schmiedel, 58, der die Kurse gegen Partnerschaftsgewalt leitet. Es gebe viel Trauer, Wut und andere Emotionen. Der Sozialpädagoge konfrontiert die gewalttätigen Männer mit ihrem Handeln: »Sie müssen sich ihren Taten stellen«, Ausreden lässt Schmiedel nicht gelten, etwa wenn Männer verharmlosend von »unschönen Szenen« in der Partnerschaft berichteten. Oder wenn sie ihm erklärten, es sei »so ein Impuls« gewesen, ihnen sei die Hand ausgerutscht. »Gewalt ist immer eine Entscheidung «, sagt Schmiedel. Das heißt: Man kann sich auch dagegen entscheiden. »Wir verurteilen die Tat, aber nicht den Mann, der die Verantwortung übernimmt.«

Das Leugnen habe viel mit Scham zu tun, sagt der Sozialpädagoge. Prügel in der Partnerschaft seien nichts, womit sich ein Mann brüsten könne, anders als mit einer Kneipenschlägerei.

Die Männer in seinen Kursen kämen aus allen Kulturen, Altersgruppen und sozialen Schichten. Vor ihm säßen Entscheidungsträger aus der Wirtschaft ebenso wie arbeitslose Schulabbrecher.

Aus den Gewalttaten spreche häufig ein unsicheres Selbstbild, sagt Schmiedel: »Die Täter fühlen sich in einer selbst gesetzten Hierarchie verletzt. Sie empfinden sich als unterlegen, wenn Gleichberechtigung herrscht. Dann glauben sie, ein Gleichgewicht mit Gewalt wiederherstellen zu können. « In Gefahr seien deshalb unter anderem Frauen, die sich emanzipieren, indem sie eine neue Beziehung wählen oder im Beruf durchstarten. »Natürlich«, sagt Schmiedel, »hängt Gewaltneigung auch damit zusammen, wie groß das hierarchische Gefälle zwischen Mann und Frau ist.«

Natalia H., die Frau, die an ihrem 60. Geburtstag in den Lauf einer Pistole blickte, wurde inzwischen zum dritten Mal operiert. Ärzte haben in ihrer Hand noch ein Projektil entdeckt. Es ist unklar, ob sie den angeschossenen Arm je wieder normal gebrauchen können wird.

Immerhin muss sie ihrem Ex-Mann keine Nutzungsentschädigung mehr für das gemeinsame Haus zahlen, das zum Tatort wurde. Sie kann dort nicht mehr leben, weil sie gepflegt werden muss und deshalb bei ihrer Tochter wohnt. Es sei ein »erledigendes Ereignis« eingetreten, so das Familiengericht.

Der Prozess vor dem Saarbrücker Landgericht geht weiter. Für nächste Woche hat Viktor H. eine Aussage angekündigt. Seine Ex-Frau traut ihm weiter alles zu, auch dass er versuchen wird, seinen Plan eines Tages zu vollenden. Und sie und ihre Tochter tötet.

Laura Backes, Jan Friedmann, Annette Großbongardt, Ann-Katrin Müller, Anne Seith

‣ Ab Montag, dem 19. November, startet bei SPIEGEL ONLINE eine Themenwoche mit weiteren Texten zum Thema Partnerschaftsgewalt.


Fotos: Lisa Wassmann / DER SPIEGEL (2)