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Die Innovationen in Googles neuen Pixel-Phones basieren auf Software


Computerwoche - epaper ⋅ Ausgabe 44/2019 vom 21.10.2019

Mit „Pixel 4“ und „Pixel 4 XL“ hat Google seine nächste Smartphone-Generation präsentiert. Offensichtlich hat der Hersteller beschlossen, das Wettrüsten bei der Hardware auszusetzen und die Software in den Mittelpunkt zu rücken.


Artikelbild für den Artikel "Die Innovationen in Googles neuen Pixel-Phones basieren auf Software" aus der Ausgabe 44/2019 von Computerwoche. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Gegenüber Apples iPhone 11 (unten) zeigt das Pixel 4 von Google ein eher nüchternes Design.


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Gegenüber Apples iPhone 11 (unten) zeigt das Pixel 4 von Google ein eher nüchternes Design.


Neues an Pixel 4 (5,7 Zoll) und Pixel 4 XL (6,3 Zoll) findet sich vor allem im Bereich der Kameratechnik. So gibt es nun den „Astro-Modus“, der den im Pixel 3 vorhandenen Nachtsichtmodus der Kamera noch einmal verbessert. Erstmals werden damit scharfe Aufnahmen eines Sternenhimmels möglich, was Google anhand von Beispielfotos eindrucksvoll beweist. Zu Verbesserungen soll auch die Funktion „Dual Exposure“ führen, mit der sich die Helligkeit eines Motivs und dessen Hintergrund jeweils exakt mit einem Schieberegler austarieren lassen.

Google setzt für diese und andere Features erstmals auf zwei Kameras: eine mit Weitwinkel (77 Grad) und 12 Megapixeln sowie eine Telelinse mit 16 Megapixeln, die den „Super-Resolution-Zoom“-Effekt ermöglicht. Ein weiteres Highlight ist die Gestensteuerung, genannt „Motion Sense“. Sie ermöglicht beispielsweise eine Anwesenheitserkennung und sorgt dafür, dass das Display eingeschaltet bleibt, solange das Smartphone in der Hand liegt. Streckt man die Hand nach dem Phone aus, schaltet sich das Display automatisch ein und aktiviert auch sofort die Gesichtserkennung, so dass der Nutzer gleich loslegen kann und sich nicht mehr um eine Entsperrung kümmern muss. In Apps wie Spotify oder Youtube, die Googles Technik unterstützen, können User mit einem Wink schnell von Song zu Song oder Video zu Video springen.

Google vertraut beim Pixel 4 ganz auf Gesichtserkennung und verzichtet auf einen Fingerabdruck-Sensor. Damit das verzögerungsfrei und komfortabel funktioniert, wartet der Hersteller mit einem breiten Arsenal an Chips und Sensoren auf. Eine zentrale Rolle spielt der Radar-chip „Soli“, der am oberen Rand des Gehäuses platziert ist und Ultrakurzwellen nutzt. Damit kann er Gesichter auch bei Dunkelheit und ohne allzu korrekte Ausrichtung erkennen.

Neu gegenüber den Vorgängern ist ferner, dass die Pixel-4-Geräte Spracherkennung nun auch im Offline-Modus ermöglichen – bislang allerdings nur in Englisch. CEO Sundar Pichai hatte bereits auf der Hausmesse Google I/O verkündet, dass es durch Fortschritte beim Deep Learning gelungen sei, das rund 100 GB umfassende KI-Modell des Google Assistant auf nur noch 500 MB zu reduzieren, so dass es nun direkt auf den Phones installiert werden könne.

Keine Hardwaresensationen

Die neuen Google-Geräte nutzen praxiserprobte Hardware: acht Prozessorkerne (Snapdragon 855); Googles Pixel Neural Core für KI; Akkus mit mäßiger Kapazität (2800 beziehungsweise 3700 Milliampere); einen nicht erweiterbaren 6-GB-Arbeitsspeicher sowie ein OLED-Display mit 90 Hertz Bildwiederholungsrate.

Die Ausstattung zeigt, dass es dem Anbieter nicht darum geht, in das Wettrüsten mancher Wettbewerber einzusteigen. Gepunktet werden soll mit Software und KI: So kommt reines Android als Betriebssystem zum Einsatz und die Akkuleistung wird von einem KI-Algorithmus gesteuert. Zudem bekommen die Phones über Jahre hinweg neue Updates und Features. Google möchte die Kunden so in einen ständigen, kostenlosen Verbesserungsprozess einbinden. Ob die stattlichen Preise – 749 Euro für das Pixel 4 mit 64 GB und 899 Euro für das Pixel 4 XL in dieser Speicherausstattung – gerechtfertigt sind, dürfte wohl auch davon abhängen, mit welchen Software-Features der Anbieter in Zukunft aufwarten wird.


Fotos: PCWorld; Google

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