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Die iPhone 14 brechen im Test Rekorde


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WAZ Westdeutsche Allgemeine Zeitung - epaper ⋅ Ausgabe 222/2022 vom 22.09.2022

Berlin. Es gibt Produkte, die mehr sein wollen als ein Stück Technik. Mit aufwendigen Werbekampagnen, kunstvoller Inszenierung und ansprechender Ästhetik vermitteln ihre Hersteller einen ganzen Lifestyle und verlocken so zum Kauf. Apple zählt zu diesen Marken.

Neben der durchaus starken Technik reizt auch das Prestige eines iPhones. Und zu beidem passt ein sehr hoher Preis. In beider Hinsicht brechen die neuen iPhones Rekorde. IMTEST, das Verbrauchermagazin der FUNKE Mediengruppe, hat drei Modelle der neuen iPhone-Serie ausführlich getestet.

Größer ist nun besser

Vier Modelle in zwei Größen bilden die neue Modellreihe: Das iPhone 14 und das iPhone 14 Pro sind etwas kompakter mit einer Bilddiagonale von 6,1 Zoll (15,5 cm). Beim iPhone 14 Pro Max und iPhone 14 Plus sind es 6,7 Zoll (17 cm).

Neu dabei: Der Riesenbildschirm bleibt nicht länger dem teuersten Modell, dem Pro Max, vorbehalten, sondern ...

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Bildquelle: WAZ Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Ausgabe 222/2022

Vier neue iPhones (v.l.): Das iPhone 14 Pro Max, 14 Pro, iPhone 14 Plus und iPhone 14.
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... findet mit dem iPhone 14 Plus seinen Weg in ein günstigeres Modell. Das erscheint dafür etwas später am 7. Oktober. Auf ein besonders kompaktes iPhone mini verzichtet Apple dieses Jahr.

Das Ur-iPhone

Das allererste iPhone überhaupt wurde am 9. Januar 2007 vom früheren Apple-Chef Steve Jobs vorgestellt. Das Modell mit breiten Rändern oben und unten, Programm-Apps und seinem berührungsempfindlichen Bildschirm begründete die Ära der heutigen Smartphones. In Deutschland kostete das Modell im Vertrag 399 Euro.

Neue Aussparung im Display

Nicht nur auf die Hardware kommt es an, sondern auch auf die Software. Erst die vereinfacht die Bedienung und bringt spannende Extras. Die neue Version des Betriebssystems iOS 16 erschien zeitgleich mit den neuen iPhones, ist aber auch für ältere Geräte verfügbar, bis hin zum fünf Jahre alten iPhone 8. Eine derart lange Versorgung von älteren Modellen mit Updates ist beispiellos und vorbildlich.

Zwei wesentliche Software-seitige Neuerungen gibt es allerdings nur für die Pro-Modelle. Zum einen ist das eine funktionale Überarbeitung der Notch. Viele iPhone-Fans wünschten sich den etwas unbeliebten, schwarzen Balken weg. Seit dem iPhone X ragt er von oben in den Bildschirm und beherbergt die Selfie-Kamera und die aufwendige Sensorik zur Entsperrung per Gesichtserkennung (FaceID). Das sieht natürlich nicht ganz so schick aus und stieß vermehrt auf Kritik. Apple reagierte, ließ die Notch des iPhone 13 im vergangenen Jahr schrumpfen. Beim aktuellen iPhone 14 bleibt sie unverändert. Die zwei Pro-Modelle wiederum machen aus der Not eine Tugend und taufen diese „Dynamic Island“. Das dynamische Element verändert je nach Anwendung seine Form und Größe und zeigt Infos zur Musikwiedergabe, verbleibenden Timer-Zeit oder Ergebnissen von Fußballspielen an. Der Clou: Die Anzeige bleibt unabhängig von der gerade genutzten App bestehen, Nutzer behalten die Info somit stets im Blick.

Weitere Softwareneuheit, ebenfalls nur für die Pro-Modelle: Im Standby schaltet sich der Bildschirm nicht aus, sondern dunkelt sich ab und präsentiert dabei Infos wie Uhrzeit, Wetterlage, Termine und Benachrichtigungen. Nutzer können bestimmen, was in welchem Umfang erscheint.

Technische Spitzenleistung

Der vorher schon fixe Prozessor ist nun noch schneller, vor allem bei den Pro-Modellen erreicht der A16 nie dagewesene Höchstleistung – zweiter Rekord. Dank verbesserter Energieeffizienz des Chipsatzes halten alle Modelle etwa 20 Prozent länger durch als ihre Vorgänger. Spitzenreiter: Mit 19:46 Stunden Dauerlauf hält das iPhone 14 Pro Max so lange durch wie bisher kein Smartphone bei IMTEST.

Wenig rekordverdächtig ist dagegen die Ladedauer. Mit unter zwei Stunden ist die zwar noch verkraftbar. Spitzenmodelle von Oppo und Huawei sind aber schon in etwa 30 Minuten vollständig aufgeladen, dank Schnellladetechnologie. Übrigens: Im Gegensatz zum Kabel liegt dem Lieferumfang kein Netzteil bei. Apple möchte damit weniger Elektroschrott erzeugen. Nutzer, die also nicht bereits über ein passendes Netzteil verfügen, müssen eines separat erwerben.

Scharfe Aufnahmen

Die Kameras aller 14er-Modelle schießen bei Tageslicht natürliche Fotos mit sehr hoher Detailauflösung. Das ist aber auch kein großes Kunststück. Selbst mittelpreisige Smartphones machen bei viel Umgebungslicht eine gute Figur.

Knifflig ist es bei schummerigem Licht oder Nachtaufnahmen. Dann tritt Bildrauschen auf und die Detailauflösung nimmt deutlich ab. Die Pro-Modelle zeigen hier die besseren Aufnahmen mit höherer Detailstufe. Auch haben sie ihren günstigeren Geschwistern den schärferen Zoom voraus. Verantwortlich dafür ist das dritte Objektiv, das dem iPhone 14 und iPhone 14 Plus fehlt.

Fazit

Im Vergleich zu den Vorgängern verbessern sich die getesteten iPhones in fast jeder Hinsicht. Trotzdem lässt das iPhone 14 Qualitäten vermissen, die in dem Preisbereich unter Android-Smartphones längst Standard sind. Nur die beiden Pro-Modelle sind echte Premiumgeräte. Ihre maximale Helligkeit und die sehr lange Laufzeit brechen Rekorde – allerdings auch ihre Preise. Alle Modelle kosten mehr denn je, übersteigen mit dem Pro Max bei maximalem Speicher erstmals die 2000-Euro-Grenze. Das ist ein Rekord, auf den man verzichten könnte.