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Die Karten werden neu gemischt


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sanitär + heizung news - epaper ⋅ Ausgabe 16/2022 vom 16.09.2022
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Bildquelle: sanitär heizung news, Ausgabe 16/2022

Liebe Leser:innen, die SHK Essen ist mit einer gemischten Bilanz beendet worden. So richtig kann man die Zahlen aus Essen – wie auch die zuvor von der IFH/ Intherm in Nürnberg – nicht einordnen. Die wirtschaftliche und geopolitische Lage ist eine andere als noch vor vier Jahren – und die Corona-Pandemie ist eben immer noch nicht vorbei. Ob die Messelandschaft den früheren Status erreicht oder die Karten neu gemischt werden, ...

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... wird sich möglicherweise ab dem nächsten Jahr mit der Weltleitmesse ISH in Frankfurt zeigen – vielleicht auch erst im übernächsten Jahr mit den Regionalmessen.

Neu verteilt werden sicher die Karten in der Heiztechnikbranche. Dafür sorgt der Wärmepumpen-Boom. Die großen Unternehmen, die bisher mit Gasbrennern führend waren, wollen nun auch bei der Wärmepumpe an der Spitze mitmischen. Vaillant machte dies am Tag vor der SHK Essen mit seinem Wärmepumpentag mehr als deutlich. Andere scharren ebenfalls kräftig mit den Füßen und wollen auf die Pole-Position.

Aktuell ist angesichts der hohen Nachfrage viel Platz für alle Hersteller. Im Vorteil sind jene, die möglichst schnell liefern können. Das schafft Raum für neue Mitspieler im Markt. Denn Handel und Handwerk hängen nicht mehr unbedingt an der einen Marke, die sie schon beim Gas genutzt haben. Bei der Wärmepumpe wagt so mancher neue Wege, wie auf der Messe in Essen zu hören war. Wer die Nase am Ende vorn hat, wird sich sicher erst in einigen Jahren zeigen, wenn der ganz große Run auf die Wärmepumpen vorbei ist und sich der Markt normalisiert.

Über die Debatte scheint die Technologieoffenheit völlig unter die Räder zu kommen. Denn für viele Endkunden ist Gas längst ein Auslaufmodell. Dafür hat Putin gesorgt. Und auch in den Augen der Politik gilt die Wärmepumpe als Heizung der Zukunft.

Ein Allheilmittel ist die Wärmepumpe jedoch nicht unbedingt, wie Windhager-Chef Stefan Gubi gegenüber unserer Redaktion meinte. Damit hat er sicher recht. Denn das Beispiel Frankreich zeigt, dass man auch mit der einseitig auf Strom setzenden Energiepolitik falsch liegen kann. Die Franzosen sind beim Einbau von Wärmepumpen erheblich weiter als Deutschland. Sie haben dafür stark auf Atomenergie gesetzt. Jetzt steht ein Drittel der Meiler bei unserem Nachbarn still. Die Stromlücke muss gefüllt werden – was auch ein Grund für unsere hohen Strompreise ist.

Deshalb sind die Branchenverbände gut beraten, weiter auf die Technologieoffenheit zu drängen. Holz als Brennstoff hat weiter seine Berechtigung, zumal der Rohstoff nachwächst und genügend vorhanden ist. Einseitigkeit führt am Ende immer in die Krise – wie das Beispiel vom billigen russischen Gas gezeigt hat. Darauf muss die Energiepolitik reagieren – und zwar vernünftig. Meint Ihr

Matthias Nückel

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