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Die Kunst, eine Familie zu sein


I Am - Laura Malina Seiler - epaper ⋅ Ausgabe 8/2021 vom 21.07.2021

Das Erste, was wir im Leben vorfinden, das Letzte, wonach wir die Hand ausstrecken, das Kostbarste, was wir im Leben besitzen, ist die Familie“, sagt ein Sprichwort. Und dem würden wohl die meisten von uns zustimmen. Auch, wenn auf dem Weg dazwischen einiges schiefgehen kann. Aus den unterschiedlichsten Gründen – und nicht selten ohne böse Absicht. Denn eigentlich wünschen wir uns doch alle, zu lieben und geliebt zu werden. Wir wünschen uns Menschen in unserem Leben, denen wir vertrauen können und die uns so sehen und annehmen, wie wi sind. Mit denen wir über alles sprechen können, die uns bestärken, auch mal kritisches Feedback geben und zwischendurch aus vollstem Herzen mit uns lachen können – damit wir schwierige Herausforderungen mit Unterstützung und mehr Schwung meistern können.

Aber was bedeutet das eigentlich: Familie? In der Bevölkerungszählung Mikrozensus gelten alle ...

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... Eltern-Kind-Gemeinschaften, das heißt Ehepaare, nichteheliche gemischtgeschlechtliche und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften sowie Alleinerziehende mit Kindern im Haushalt als Familie. Dazu zählen natürlich auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder. Für viele Menschen gehören aber noch deutlich mehr Personen dazu als die klassische Kernfamilie. Neben den eigenen Eltern und vielleicht Schwiegereltern, Tanten, Onkel & Co. schließen viele auch ihnen wichtige Menschen wie Freunde, Partner oder Mitbewohner mit ein. Wir sind dann mit unserer Wahlfamilie vielleicht nicht blutsverwandt, fühlen uns aber emotional fest miteinander verbunden. Und dann gibt es natürlich immer mehr Patchwork-Familien, in der jeder erst einmal seinen Platz finden muss – oder darf. Je nach Perspektive. Familie ist heute enorm vielfältig. Bindung ist nämlich nicht nur ein psychisches Grundbedürfnis, das genetisch in uns verankert ist. Sie ist auch ein Prozess, ein Weg, der beim Gehen entsteht. Und wir geben die Richtung vor. Deshalb sind Beziehungen und Familien – genau wie wir und alles auf dieser Welt – stetem Wandel unterworfen. Sie sind lebendig. Ein Kind wird geboren und die Familie erweitert sich. Ein Paar trennt sich und muss schauen, wie es ihm gelingt, trotzdem weiterhin Eltern zu sein. Und selbst, wenn eine Kernfamilie zusammenbleibt, wird aus dem Baby ein Kleinkind, ein Teenager, ein Erwachsener, ein älterer Mensch. Jede Familien-Konstellation bringt andere Aufgaben und Herausforderungen mit sich. Die gute Nachricht: Ist alles im Fluss, eröffnet uns das auch Chancen. Wir können uns immer wieder selbst fragen: Wie möchte ich Familie leben? Was sind meine Werte? Und wie kann sie umsetzen?

Besonders werdende Mütter und Väter erinnern sich bei der der Suche nach einer Antwort intensiv an ihre eigene Kindheit. Sie fragen sich: Wie habe ich sie erlebt? Was war schön, was weniger? Wer hat mich wie geprägt? Gleichzeitig geht der Blick in die Zukunft: Wie will ich als Mutter oder Vater sein? Was braucht mein Kind, um glücklich zu sein?

Der Blick in die Zukunft erfordert den Blick in die Vergangenheit

Heute wissen wir aus psychologischen Studien: Damit es einem Kind gut geht, muss es sich geborgen, beschützt, satt und sicher fühlen können. Reagieren wir schon bei unserem Baby zuverlässig auf seine Bedürfnisse, legen wir damit einen wichtigen Grundstein für eine sichere Bindung. Sie prägt sich als innere Stärke im Gehirn unserer Kinder nachhaltig ein, schreibt die Kindheitspädagogin und Resilienztrainerin Leandra Vogt in ihrem Buch „Uns haut so schnell nichts um“ (siehe Interview auf Seite 22). „Unterbrechen wir dieses Muster der Geborgenheit durch willkürliche Strafen und Konsequenzen, Liebesentzug oder vermeintliche „Abhärtungsversuche“, schwächen wir das Band der Sicherheit und erschweren es unseren Kindern, ein nachhaltig sicheres Bindungsmuster zu entwickeln“, so die Expertin.

Man weiß inzwischen aus vielen Wissenschaftsdisziplinen, dass sich autoritäre Erziehungsmethoden negativ auf die Entwicklung auswirken können. Trotzdem sind unsere eigenen Eltern und viele von uns zum Teil noch mit solchen Erfahrungen aufgewachsen. Selbst wenn wir tief in unserem Herzen wissen, wie wir als Partnerin, Freundin, Mutter oder Vater sein wollen und wie nicht: Sie wirken immer mit, unsere wunden Punkte. Die Ängste, Zweifel und oft unbewussten negativen Glaubenssätze, die wir uns in den ersten Lebensjahren angeeignet haben, – bildlich gesprochen: unser

Q&A MIT LAURA

Laura, was bedeutet Familie für dich?

Familie bedeutet für mich: Zuhause, Geborgenheit, Freude und Liebe. Aber auch Wachstum, denn Familie bedeutet auch zu lernen, aufeinander einzugehen und auch mal Konflikte auszuhalten, sie zu lösen und einen gemeinsamen Weg zu finden.

Welche gemeinsamen Aktivitäten findest du besonders schön?

Ich liebe es, mit meiner Familie zu reisen und neue Länder und die Natur zu entdecken. Es ist aber auch wunderschön, abends einfach zusammen im Bett zu liegen und sich gegenseitig vorzulesen und zu kuscheln. Diese Zeit ist bei uns heilig.

Jedes Verhalten hat einen Grund

inneres Schattenkind. Und das zeigt sich vor allem in Stresssituationen, wenn unser Gehirn auf alte, bewährte Lösungsmuster setzt. Statt so ruhig und liebevoll zu reagieren, wie wir uns das vorgenommen haben, wenn unser Kind wieder mal nicht macht, worum wir es bitten, und wir deshalb unter Zeitdruck geraten, schimpfen wir, werden harsch im Ton oder schreien es vielleicht sogar an – und bereuen es schon im selben Moment schmerzlich. Uns bleibt dann nur noch, uns zu entschuldigen und ihm zu sagen, dass wir so in der Familie eigentlich nicht miteinander umgehen wollen. Ob das Kind die Entschuldigung annimmt, ist ihm überlassen. Auf jeden Fall sollte es hören, sehen und spüren: Diese Überreaktion war nicht meine Schuld. Statt uns selbst in einer Negativspirale aus Selbstvorwürfen zu verlieren, können wir uns außerdem näher anschauen, warum wir überhaupt so reagieren. So sehr wir es uns wünschen: Die wenigsten Menschen können ihr Verhalten von heute auf morgen ändern. Wir tragen nun mal alle unseren Rucksack mit uns. Was wir aber tun können: ihn Stück für Stück auspacken und mit stärkenden Ressourcen füllen. Wollen wir Verantwortung dafür übernehmen, wie wir mit unseren Kindern – und eigentlich all unseren Mitmenschen – umgehen und welche Botschaften wir ihnen vermitteln, müssen wir uns damit auseinandersetzen. Wir können uns unsere wunden Punkte und Glaubenssätze bewusst machen und verstehen, dass sie nichts über unseren Wert als Mensch aussagen, sondern nur etwas über unsere frühen Bezugspersonen und wie wir deren Sicht auf uns als Kind interpretiert haben. Unabhängig davon, ob sie faktisch richtig oder falsch sind, haben uns diese Strategien früher einmal gedient. Sonst hätten wir sie nicht so stark verinnerlicht. Jetzt, als Erwachsene, ist es an uns, sie kritisch zu hinterfragen, für uns einzuordnen und sie anzuerkennen. Wir dürfen unseren alten Glaubenssätzen nicht mehr die Führung überlassen, wenn sie nichts Gutes für uns tun. Manchmal gelingt uns das, manchmal braucht es therapeutische Unterstützung, um unseren Weg wirklich freier gestalten zu können. Und zu erkennen: Als Erwachsene stehen uns bessere Lösungsstrategien zur Verfügung.

Nur wenn wir unsere eigenen Bedürfnisse im Blick haben, können wir liebevoll auf andere eingehen.

Damit wir in Trigger-Situationen nicht mehr (so oft) reflexartig überzogen emotional reagieren, ist es an uns zu erkennen, wann wir kurz davor sind, wieder in die Vergangenheitsfalle zu treten. Wir können uns distanzieren und innerlich Stop sagen, bevor unser Limit erreicht ist. Und dann aus unserer Erwachsenenperspektive heraus passendere Lösungsstrategien anwenden. Ein Patentrezept dafür gibt es nicht – und was für die einen Menschen der ideale Umgang miteinander ist, funktioniert bei anderen gar nicht. Aber es gibt einige Ansätze, die uns dabei helfen können.

Ein leerer Akku hat keine Power

Eine wichtige Grundlage dafür, feinfühlig und empathisch auf die Menschen um uns herum reagieren zu können, sind volle Akkus. Ein häufiger Glaubenssatz, der das sabotiert, ist der, dass wir alles alleine schaffen und – vor allem als „gute Mutter“ – unsere eigenen Bedürfnisse hintenanstellen müssen. Es ist auch vollkommen okay, sich zurückzunehmen, um für ein Kind, das auf uns angewiesen ist, zu sorgen. Wer allerdings langfristig alles runterfallen lässt, das seine Batterien auflädt, und sich aufopfert, um es allen recht zu machen, bekommt ein Problem. Uns geht dann nicht nur die Energie aus. Wir sind auch unserer Familie keine Hilfe mehr.

Bestimmt kennst du die Notfallregel im Flugzeug: Erst musst du dir selbst die Sauerstoffmaske aufsetzen, um nicht umzukippen. Danach kannst du dich um alle anderen kümmern. Übertragen auf den Alltag heißt das: Nur wenn wir unsere eigenen Bedürfnisse im Blick behalten, können wir auch feinfühlig und empathisch auf die Bedürfnisse unserer Kinder und Partner eingehen. Um der Gemeinschaft dienen zu können, muss jeder Einzelne auch seine eigenen Ressourcen stärken.

Manchmal reicht schon eine kurze Frischluftrunde ums Haus. Es ist wichtig, unsere Bedürfnisse anzuerkennen, selbst wenn wir die Erfüllung auf später verschieben und uns sagen „Eins nach dem anderen“. Du könntest tief durchatmen und in dich hineinspüren: Was brauche ich gerade? Was braucht mein Körper? Vielleicht tut dir jetzt ein Glas Wasser gut oder du bemerkst, wie hungrig du bist, und isst etwas. Darüber hinaus geht es darum, Strukturen zu schaffen, die es dir ermöglichen, dich mit neuer Energie aufzuladen, zum Beispiel, indem du feste Zeiten für Sport oder ein Telefonat mit einer Freundin einplanst. Oder du stehst etwas früher auf, um dir ein Morgenritual zu erschaffen, das dir dabei hilft, dich wieder mit dir zu verbinden und dich in deine Kraft zu bringen.

Wir können lernen, Grenzen zu setzen, die uns dienen, und Selbstfürsorge in unseren Alltag zu integrieren. Damit stärkst du nicht nur dich, sondern auch deine Kinder. Denn Kinder lernen vor allem durch Vorbilder. Was wir Eltern ihnen jeden Tag vorleben und wie wir mit ihnen umgehen, prägt sie. Unser tägliches Miteinander in der (Patchwork-)Familie ist entscheidend, wenn wir unsere Kinder ermächtigen wollen, statt sie zu limitieren.

Nicht perfekt ist gut genug

„All die Sanftheit, die Geduld und das Verständnis, das wir unseren Kindern so gerne entgegenbringen wollen, zieht nämlich dann erst wirklich in unseren Alltag ein, wenn wir sie uns auch selbst entgegenbringen“, schreibt die Expertin für bindungsorientierte Elternschaft Nora Imlau in ihrem Buch „Mein Familienkompass“. Es geht in Beziehungen immer um die Fragen: Was brauche ich? Und was brauchst du? Kollidieren die Bedürfnisse verschiedener Familienmitglieder im Alltag miteinander, rät Nora Imlau dazu, genau hinzusehen und sie ernst zu nehmen. Für eine sichere Bindung und ein positives Familienklima müsse nicht jedes Bedürfnis immer sofort erfüllt werden. Es gehe eher darum, die Kinder nicht zurückzuweisen, sondern sie zu sehen und ihre Bedürfnisse zu benennen. Allein das stille oft schon „das wichtigste Bedürfnis von allen: das nach Aufmerksamkeit, nach Wichtigsein und Gesehenwerden“, so Imlau. Ein weiterer Hebel für ein gelungenes Familienleben ist der Verzicht auf Perfektionismus – gerade in Pandemie-Zeiten, wo wir uns fast zerreißen und dabei schmerzlich spüren: Es geht nicht alles auf einmal. Das ist zugegebenermaßen leichter gesagt als getan. Doch wenn wir die Ansprüche an uns selbst und an alle Familienmitglieder etwas herunterschrauben, nehmen wir Druck aus der Situation und schützen uns davor, den eigenen Frust an unseren Lieben auszulassen. Sagen wir unserem inneren Kritiker also öfter: „Vielen Dank für deine Meinung. Aber ich mache, was ich kann. Eins nach dem anderen.“ Nur so ist ein achtsames Familienleben überhaupt möglich. Denn Momente, an die wir uns später im Alter mit vollem Herzen erinnern, sind die, die wir mit allen Sinnen mit unseren Liebsten erlebt haben. Momente, in denen wir uns berührt haben – körperlich wie emotional.

Kommunikation ist der Schlüssel

Das Leben als (Patchwork-)Familie ist nicht immer easy, aber wir können es uns in unserem Alltag einfacher machen. Zum Beispiel mit Ritualen, Routinen und indem wir als Familie einen Plan für die kommende Woche schmieden. Denn Struktur und Ordnung schaffen zumindest etwas Entlastung. Dazu werden alle offen Pflichten und Wünsche besprochen, um auf dieser Basis Zeitfenster dafür festzulegen. Wer macht wann was? So werden alle gesehen und die Pflichten auf mehreren Schultern verteilt. Auch eine wöchentliche Familienkonferenz kann hilfreich sein. Die Idee dabei ist, dass nicht nur nach vorn geschaut, sondern auch zurückgeblickt wird. Jedes Familienmitglied kommt zu Wort, ohne beurteilt oder abgewertet zu werden, und sagt, was für sie oder ihn gut funktioniert hat und was nicht. Danach geht es auf dieser Basis ans gemeinsame Planen der anstehenden Woche. Zum Abschluss tut eine gemeinsame Aktivität gut, die allen Spaß macht.

So hilfreich diese Lösungen für uns im Kleinen sind, so wenig reicht es langfristig, den Mental Load, also die gedankliche Belastung durch all unsere To-dos, und die Erschöpfung wegzuatmen. Familie und Berufstätigkeit unter einen Hut zu bekommen, war schon vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie eine Herausforderung. Besonders für Alleinerziehende. Kita- und Schulschließungen, Homeoffice und Kurzarbeit, die Angst zu erkranken, Ausgangsbeschränkungen – all das brachte viele Eltern und Kinder nun erst recht an ihre Grenzen. Es hat sich noch einmal klarer gezeigt: Wir brauchen eine familienfreundlichere Gesellschaft, modernere Strukturen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und das so oft beschworene Dorf, um Kinder achtsam großziehen zu können. Wir alle sind unterschiedlich mit unseren Persönlichkeiten, Bedürfnissen, Wünschen und Erfahrungen. Das macht das Familienleben reicher, aber nicht immer leichter. Die wahrscheinlich größte Herausforderung in einer Beziehung – egal ob zu Erwachsenen oder Kindern – ist deshalb, die Andersartigkeit des Gegenübers zu akzeptieren und nicht die ganze Zeit zu versuchen, sie oder ihn umzukrempeln. Eines der einfachsten, aber wertvollsten Tools dafür ist, miteinander zu reden, dem Gegenüber wirklich gut zuzuhören und ihm den Raum zu geben, er selbst sein zu können. Mit seinen Stärken und Schwächen. Hilfreich kann dabei der Ansatz der Gewaltfreien Kommunikation sein, der vom US-amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg entwickelt wurde (weitere Infos findest du auch im Workbook auf Seite 64). Die Grundannahme ist hier, dass hinter all unserem Denken, Fühlen und Handeln bestimmte Bedürfnisse stehen. Es geht deshalb darum, die eigenen Bedürfnisse wirklich zu erkennen und dem Gegenüber klar mitzuteilen, statt darauf zu warten, dass der schon irgendwie von alleine herausbekommt, was man sich eigentlich wünscht und braucht. Orientieren kannst du dich dabei an den folgenden vier Schritten. Erstens: Beschreibe möglichst wertfrei: Was beobachtest du gerade? Zweitens: Welche Gefühle lösen deine Beobachtungen in dir aus? Drittens: Frage dich: Welches Bedürfnis könnte hinter diesen Gefühlen stehen? Und viertens: Welche Bitte hast du an dein Gegenüber? Natürlich musst du nicht jedes Mal alle Schritte abarbeiten. Es geht vielmehr um die Haltung und das Prinzip dahinter. Denn wer das verinnerlicht hat, kann seine Bedürfnisse zukünftig authentisch und respektvoll kommunizieren.

Letztlich geht es bei der Kunst, eine Familie zu sein, wahrscheinlich genau darum: unseren Mitmenschen – und uns selbst – mit Wertschätzung zu begegnen. Offen zu sein für die Andersartigkeit unserer Liebsten und immer wieder bewusst hinzuschauen, was uns miteinander verbindet. Die Basis von allem ist Liebe. Und für diese können wir uns jederzeit (wieder) entscheiden.

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