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Die lästige Katze


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Echo der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 43/2022 vom 19.10.2022

Dem Verbrechen auf der Spur …

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Bildquelle: Echo der Frau, Ausgabe 43/2022

Bitte helfen Sie mir, den Täter zu finden!

Kommissar Haller

Machst du uns bitte mal zwei Bratwürste und zwei Kaffee?“, bat Kriminalhauptkommissar Haller ihren gemeinsamen Freund Francesco, als sein Kollege Barth und er trotz des unfreundlichen Wetters vor dem Imbisswagen „Restaurant Francesco“ standen und die Tafel mit den „optimierten“ Preisen betrachteten. Sie hatten keinen aktuellen Fall und gruben sich gerade durch Akten ungelöster Fälle früherer Jahre, gegen eine kurze Mittagspause sprach also nichts. Barth, der „den Tisch deckte“, indem er Servietten auf den letzten freien Stehtisch legte, blieb trotzdem skeptisch. Wie oft schon waren sie hier voller Vorfreude auf ein leckeres Essen ...

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... angekommen und kurz darauf, nach einem Anruf der Leitstelle, wieder gefahren? Manchmal auch einen kopfschüttelnden Francesco mit ihren Bestellungen in der Hand zurücklassend.

Haller gelang es zu seiner Erleichterung, das volle Tablett vorkommnisfrei zu ihrem Tisch zu balancieren. Nachdem sie sich murmelnd das kantinenübliche „Mahlzeit“ gewünscht hatten, begannen sie schweigend zu essen. „Diese Katze meines lieben Schwesterchens ist ein böser Mensch!“, stellte am Nebentisch ein Mann mittleren Alters im weißen Arbeitsanzug mit dem Firmenaufdruck „Schwarz-Maler“ und dem Namen „Bode“ fest und fügte, als seine beiden Begleiter lachten, schnell hinzu: „Ihr wisst doch, wie ich das meine! Sie schaut angewidert, wenn ich die Wohnung betrete. Sie schaut angeekelt, wenn ich die Wohnung wieder verlasse. Aber ihr Fressen nimmt sie!“

Der ebenfalls weiß gekleidete „Raab“ neben ihm, ungefähr in seinem Alter, trank einen Schluck Mineralwasser und meinte dann grinsend: „Vielleicht liegt es daran, dass sie bei dir die Katze deiner Schwester ist, bei mir aber die meiner Schwägerin. Ich bin angeheiratet, mit mir ist sie nicht direkt verwandt, bei mir ist sie lieb!“ Er wandte sich an den dritten Mitarbeiter der Firma, den jüngeren „Hertel“. „Sagst du eigentlich zur Katze deiner Tante noch ‚Tante Katze‘, wenn du an der Reihe bist und sie fütterst, oder hat sie dir schon das Du angeboten?“

„Sie schaut angewidert, wenn ich die Wohnung betrete.“

Weil nebenan nun gemeinsam gelacht wurde, hätte Haller fast den Anruf auf seinem Smartphone überhört. Er überhörte ihn aber leider nicht – und nur wenig später war ihre Mittagspause zu Ende. „Eine Tote in der Annenstraße!“, informierte er Barth, der mit den Augen rollte. Einer der Männer am Nachbartisch sah erschrocken zu ihnen herüber, aber das bemerkten sie nicht. Das Opfer, eine schmächtige Frau von sechsundvierzig Jahren namens Hanna, war am Morgen „wahrscheinlich wegen guter Führung“, wie eine Freundin aus dem Haus annahm, nach zwei Wochen vorzeitig aus dem Krankenhaus entlassen worden. Sie selbst, gerade aus dem Urlaub zurück, hatte die Tote in der durchwühlten Wohnung gefunden. „Keine Manipulation am Schloss!“, meldete die Kollegin von der Spurensicherung. „Der Täter hatte vielleicht einen Schlüssel und das Opfer hat ihn beim Durchsuchen der Wohnung überrascht. Außerdem fanden sich diverse Fingerabdrücke und neben dem Opfer drei seltsame auf die Bodenfliesen geschmierte Buchstaben: NEF!“ Jemand mit Schlüssel konnte nach Ansicht der Freundin nur einer der drei männlichen Verwandten sein, die sich in der Abwesenheit der Frau um die Katze kümmerten, alle Mitarbeiter einer Malerfirma. Und am Morgen hatte ein Transporter der Firma vor dem Haus geparkt.

Diese drei Buchstaben sind meiner Meinung nach keine geheimnisvolle Abkürzung, sondern der Anfang eines Verwandtschaftsgrades, mit dem die arme Hanna wohl ihren Mörder eindeutig benennen wollte!“, mutmaßte die Freundin traurig. „Mit den Namen hatte sie es nämlich leider nicht mehr so, die hat sie auch in ihrem Alter schon gern mal vergessen oder verwechselt. Aber sie dachte logisch, und deshalb wusste sie, dass sie nur noch Sekunden leben wird. Und in diesen letzten Sekunden wollte sie wohl nicht erst über die verschiedenen Namen rätseln. Da war das mit dem Verwandtschaftsgrad sicherer …!“ Die Freundin schmunzelte. „Das war in ihrer Verwandtschaft, aber auch unter ihren Freunden und Bekannten ein beliebter Scherz, bei dem sie selbst am meisten lachte. Es begann schon, wenn jemand anrief und sie denjenigen begrüßen wollte. ‚Ach, die Silvia, äh, die Heike, nö, die Doris, entschuldige, du bist ja die Tina, klar!‘, hieß es da zum Beispiel. Bevor sie sich erinnerte, dass die Anruferin Lydia hieß …

Können Sie Haller helfen? Wissen Sie, wer der Täter war?

ENDE

Die Auflösung finden Sie auf S. 50