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DIE MALEDIVEN


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Reisefieber - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 12.04.2022

DIE MALEDIVEN: Traumurlaub im Süd-Malé-Atoll

Urlaub auf den Malediven! Einfach mal seine Liebsten an die Hand nehmen, die Koffer packen und dem Winter die kalte Schulter zeigen! Wer träumt nicht davon? Für all diejenigen, die das Glück haben, sich diesen Traum erfüllen zu können, hätte ich einen heißen Tipp, wohin die Reise gehen könnte: ins OZEN Reserve Bolifushi. Egal, ob die Kinder noch klein sind oder fast schon „flügge“: Diese Insel ist ideal für alle, die einen sorgenfreien und perfekten Urlaub mit der Familie verbringen möchten.

Artikelbild für den Artikel "DIE MALEDIVEN" aus der Ausgabe 3/2022 von Reisefieber. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Reisefieber, Ausgabe 3/2022

Blick aus der Vogelperspektive auf Bolifushi, einem Juwel im Süd-Malé-Atoll.

Dass uns eine ganz besonders genussvolle Zeit bevorsteht, ahnen wir schon, als uns ein extrem stylischer und luxuriöser Motorkatamaran vom Internationalen Flugplatz in Malé abholt. Wir nehmen in den exklusiven Ledersesseln Platz, die man eigentlich in dem Privatjet eines Multimillionärs vermuten würde. Nur dass die Sessel unserer Dreiersitzgruppe mit Tisch so weit ...

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... auseinander stehen, dass da ein Flugzeug vermutlich nicht mithalten kann. Überall riesige Panoramaglasfenster, eine Bar und dahinter ein großer Flatscreen, auf dem zu sehen ist, was uns im OZEN Reserve Bolifushi so alles erwartet.

Ein ganz besonderes Willkommensgeschenk

Als wir nach einer 30-minütigen Überfahrt am Steg von Bolifushi festmachen, staunen wir nicht schlecht, als ein richtiges Empfangskomitee auf uns wartet, um uns willkommen zu heißen. Ganz nach maledivischer Tradition wird getrommelt und gesungen, was das Zeug hält, jedem Gast wird ein geflochtenes Herz aus Palmblättern um den Hals gehängt und ein Glas Champagner in die Hand gedrückt. Dann stellt sich uns sogleich unser Butler vor: „Mein Name ist Nikil und ich freue mich sehr, in den nächsten Tagen Ihr persönlicher Butler sein zu dürfen.“ Nikil nimmt unser Gepäck in Empfang und genüsslich schlendern wir – Sabina, unser 22-jähriger Sohn Timo und ich – langsam hinter Nikil her den Steg entlang, an dessen Ende wir von Ali, dem Generell Manager des Luxusresorts, herzlich begrüßt werden. Ali nimmt sich viel Zeit für uns. Wir stellen uns an die Sangu-Strandbar, die sich direkt neben dem Jetty befindet. Ali will wissen, wo es uns auf unseren vielen Reisen am besten gefallen hat. „Nach einer Fly-in-Safari, die wir in Botswana erleben durften, stehen die Malediven gleich an zweiter Stelle, denn wir sind absolute Wassermenschen“, antwortet Sabina. Diese Antwort zaubert Ali sofort ein Lächeln auf die Lippen. Dann erklärt er uns seine Bolifushi-Philosophie: „Wir setzen mit unserem umfangreichen All-inclusive-Konzept unter anderem auf Familienurlaub. Unsere Gäste sollen sich hier auf der Insel perfekt erholen. Sie sollen die Sorgen und Probleme des Alltags einfach hinter sich lassen und komplett entspannen. Wir versuchen, unter anderem durch den Butlerservice alle Wünsche zu erfüllen. Benötigt man irgendetwas, dann reicht es aus, dem Butler einfach eine Nachricht per Whatsapp zu senden oder ihn anzurufen. Wir versuchen alles, um alle Wünsche zeitnah zu erfüllen. Egal, ob es sich um ,In-Villa-Dining‘ oder ein romantisches Abendessen mit Kerzenlicht am Strand handelt, während der Nachwuchs von unseren professionellen Pädagoginnen betreut wird, oder wenn eine private Bootsfahrt mit der ganzen Familie im Sonnenuntergang zu den Delfinen auf der Wunschliste steht. All das und noch viel mehr ist hier auf Bolifushi kein Problem!“ Dann führt Ali uns in ein stylisches kleines Gebäude, das sich gleich neben dem Jetty befindet, und stellt uns die Leiterin des Elena-Spas Elise Rimbaud vor. Die erfahrene Wellnessexpertin ist für die innovativen Wellnessprogramme des Spa-und Wellnesszentrums verantwortlich. Elise nutzt die Ansätze der ayurvedischen Medizin und Naturheilkunde, um maßgeschneiderte Anwendungen zu entwickeln und zusammen mit ihrem Team zu realisieren. Nach einem persönlichen Beratungsgespräch empfiehlt sie jedem Gast ein individuelles Wellnesspaket, bestehend aus verschiedenen therapeutischen Ansätzen mit Spa-Anwendungen sowie Ernährungsberatung. „Ich freue mich, jeden interessierten Gast zu einem gesünderen und glücklicheren Lebensstil zu verhelfen, indem ich ihn Tag für Tag dabei unterstütze, sein volles Potenzial zu entfalten“, sagt Elise. „Kommt doch morgen einfach vorbei und genießt eine schöne Anwendung?“ Na, da sagen wir natürlich nicht nein!

Aber jetzt werden wir erst einmal nach maledivischer Tradition mit einer Fußwaschung willkommen geheißen. Alles ist schon vorbereitet: Drei Schüsseln mit lauwarmem Rosenwasser stehen bereit und drei Therapeutinnen bitten uns, auf den kleinen Stühlen Platz zu nehmen. Asti, eine kleine zierliche Person aus Bali, kümmert sich um mich. Leider hatte ich während der Anreise mit Zwischenstopp am Flugplatz von Malé meine Schlappen im Gepäck verstaut und daher sind meine Füße ziemlich schmutzig. Asti blickt souverän darüber hinweg, aber trotzdem ist es mir ziemlich peinlich, als das duftende Rosenwasser in meiner Schüssel immer schmutziger wird. Asti massiert meine Füße mit leicht kreisenden Bewegungen und reibt sie anschließend mit grobem Salz ein, um eine Art Peelingeffekt zu erzeugen. Dann wird nochmals gewaschen und schließlich mit Kokosöl massiert. Herrlich!

Eine Beachpoolvilla der Superlative

Auf unseren frisch gereinigten Füßen folgen wir Nikil zu einem Golfbuggy und lassen uns zu unserer 240 Quadratmeter großen Two-Bedroom-Beachvilla mit einem großen privaten Pool bringen. Auf der Insel stehen 90 sehr großzügig geschnittene Strand-und Over-Water-Villen, die ebenso luxuriös wie stilvoll gestaltet und eingerichtet sind. Die Luxusvillen verfügen allesamt über einen direkten Zugang zum Meer oder zum Strand sowie über absolute Privatsphäre. Als Nikil die Tür öffnet, stellen wir erfreut fest, dass unser Gepäck schon eingetroffen ist – also ziehen wir schnell unsere Badesachen an, damit unsere „Primetime“ auf Bolifushi starten kann. Als Erstes heißt es: Alle Mann rein in den Süßwasserpool, der in L-Form rund um die Villa gebaut ist. Zwei geräumige Schlafzimmer mit großen Bädern, ein großer Außenbereich mit einem gemütlichen Pavillon und einem privaten Strandbereich mit drei Liegen runden unsere Villa ab, in der alles zu finden ist, was das Herz begehrt. Das Beste allerdings ist die Kaffee-und Minibar, denn wie uns Nikil erklärt, sind Kaffee, Wasser, Softdrinks, Bier, Wein und sogar Champagner im All-inclusive-Paket enthalten. Also dann: Prost! Urlauberherz, was willst du mehr?

Ein Rundum-sorglos-Paket

Bolifushi bildet zusammen mit dem im Jahr 2016 eröffneten OZEN Life Maadhoo den Brand „OZEN“. Diese Luxusresorts bieten ein auf den Malediven einmaliges All-inclusive-Konzept an, den sogenannten „The Reserve“ Plan, der in mehreren Paketen buchbar ist, die neben dem Besuch in allen Restaurants der Insel und sämtlichen Getränken auch verschiedene Ausflüge und Freizeitaktivitäten beinhalten. Und wer die extrem hohen Preise für Getränke oder Ausflüge in den Resorts und Hotels auf den Malediven vor allem im High-End-Bereich kennt, ist für diese perfekte Option dankbar, garantiert sie doch einen Rundum-sorglos-Urlaub. Man isst und trinkt einfach so viel man will oder kann – und so ist das zweite oder dritte Glas Schampus während eines romantischen Sonnenuntergangs kein Thema. Besonders Eltern, deren Nachwuchs ihnen im sprichwörtlichen Sinn „die Haare vom Kopf“ zu essen droht, ist ein All-inclusive-Paket sehr zu empfehlen. Dabei sprechen wir aber beileibe nicht von dem, was man landläufig unter diesem Begriff versteht – nein, hier erwartet den Gast all-inclusive „at its best“!

Ein Dinner am Strand mit den Füßen im warmen Sand

Gerade noch rechtzeitig vor Sonnenuntergang erreichen wir die Sunset-Bar Ozar, die spektakulär direkt über dem Wasser gebaut wurde. Wir überlegen kurz, ob wir uns in eine der loungeartigen Sitzgruppen setzen oder uns in eines der über dem Meer gespannten Netze lümmeln sollen. Wir entscheiden uns für die bequemen Stühle und ich bestelle bei dem extrem zuvorkommenden Barkeeper Joseph zwei Mai Tais für Sabina und mich sowie einen Sex on the Beach für Timo, der schon gespannt auf seinen Cocktail wartet. Timo arbeitet neben seinem Studium als Keeper zu Hause in Regensburg in einer Bar und ist deshalb äußerst kritisch, was die Qualität und die Zusammensetzung der Cocktails anbelangt. Die Sonne verschwindet gerade hinter dem Horizont, als Joseph die Drinks bringt. Wir stoßen auf unseren ersten Abend auf Bolifushi an und sind einfach nur glücklich, in Zeiten wie diesen so einen maledivischen Traum erleben zu dürfen. Die Cocktails werden von Timo für gut befunden und nach einer weiteren Runde ist es Zeit fürs Abendessen. Wir verabschieden uns von Joseph und versprechen ihm, wiederzukommen. Nichts leichter als das, denn der Sonnenuntergang war so herrlich, dass es eh eine Selbstverständlichkeit für uns ist, jeden Tag hier langsam und genussvoll ausklingen zu lassen. Wir gehen ein paar Schritte am Strand entlang zum nahe gelegenen Restaurant „Vista del Mar“. Amelie kommt uns schon entgegen und begrüßt uns herzlich. Sie begleitet uns zu einem perfekt gedeckten Tisch mit Kerzenlicht, der direkt am Strand steht – wir setzen uns und verbuddeln unsere Füße in dem feinen Sand, der von der Sonne noch ganz warm ist. Die Wellen rauschen und die Sterne über uns funkeln – ziemlich romantisch!

1: Das Hauptrestaurant der Insel „Vista del Mar“ bietet von mediterranen bis hin zu asiatischen Köstlichkeiten alles, was das Herz begehrt. Nicht zuletzt die perfekte Lage direkt am Meer sorgt für unvergessliche Momente.

2: Sämtliche Villen bieten allen erdenklichen Komfort und liegen allesamt nur wenige Meter vom Meer entfernt.

3: Der Luxusmotorkatamaran holt die Gäste vom Flugplatz in Malé ab und bringt sie schnell und vor allem bequem nach Bolifushi.

4: Das Interieur der Villen ist sehr geschmackvoll und stylisch.

1+2: In diesem hellen Behandlungsraum genieße ich eine professionelle schwedische Massage von Asti, die aus Bali stammt.

3: Das Fahrrad ist Hauptverkehrsmittel auf Bolifushi.

4: Jede Beachvilla verfügt über einen kleinen privaten Strandabschnitt.

5: Blick auf das Elena-Spa, das nahe am Hausriff liegt.

Sabina und Timo genießen frische Salate vom Büfett und ich stürme gleich zweimal die Sushi-Bar. Sorry, aber bei dem herrlich frischen Thunfisch kann ich einfach nicht anders! Dann bringt uns Amelie ein perfekt medium-rare gegrilltes Lendensteak vom Rind mit knackigem Gemüse. Dazu passt ein Glas Cabernet-Sauvignon aus Chile. Und zum süßen Abschluss des Abends können wir den Verlockungen der Eisbar nicht widerstehen.

Das „Elena Elements of Nature“-Spa

Eingebettet zwischen dem türkisfarbenen Ozean und der tropischen Landschaft Bolifushis befindet sich das Elena-Spa, eine Oase des Wohlbefindens und der Ruhe, die zum Entspannen und Genießen einlädt und auf eine Wellnessgenussreise für alle fünf Sinne mitnimmt. Voller Vorfreude stelle ich mein Fahrrad ab und gehe zur Spa-Rezeption. Asti erwartet mich schon und macht gleich einen kleinen Rundgang durch das Elena-Spa mit mir. Ich frage sie, ob die Frau des Eigentümers vielleicht Elena heißt. „Nein, der Name Elena leitet sich aus den Anfangssilben der Begriffe Elements und Nature ab“, erklärt mir die kleine Balinesin. „Elena ist ein Akronym für die Elemente der Natur und inspiriert von den elementaren Energien, die durch Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser auf der Welt um uns herum fließen.“ Das elegante Spa bietet vier Behandlungsvillen auf dem Wasser und vier im Garten, ein Friseur-und Schönheitssalon sowie eine Spa-Boutique sind angegliedert.

Asti zeigt mir das Spa-Menü und ich entscheide mich für eine schwedische Massage. Mich erwarten 60 Minuten purer Genuss und absolute Entspannung. Auf den Malediven beginnt die sinnliche Erfahrung bereits mit den Augen: Die Behandlungen werden in kleinen Water-Villen durchgeführt, die direkt am Rand des herrlichen Hausriffs der Insel gebaut sind. Man blickt aus dem großen Fenster direkt auf das weite Meer. Asti wäscht mir wieder meine dieses Mal sandigen Füße und bittet mich danach, mich mit dem Gesicht nach unten auf die komfortable Massageliege zu legen. Ein kleines Glasfenster ist im Boden eingelassen und ermöglich es mir, dem Treiben der farbenfrohen Rifffische zuzusehen. Aber ich entscheide mich dafür, meine Augen einfach zu schließen und mich auf die Massage zu konzentrieren. Asti ist ein Profi und jede Berührung tut einfach nur gut. Mit viel „Deep Pressure“ und hausgemachtem Kokosöl befördert mich Asti direkt in den siebten Wellnesshimmel. Einfach herrlich! Danach genieße ich einen lauwarmen Ingwertee unter einer Palme und ertappe mich dabei, wie ich auf meiner Liege beinahe einschlafe.

Fine-Dining im Restaurant Origine

Lange vor Sonnenuntergang machen wir uns mit unseren Fahrrädern von unserer Villa aus auf den Weg ins Ozar. Selbstverständlich gehört ein Aperitif im Ozar für uns zum festen Tagesritual. Ein Gläschen Champagner für Sabina, ein Touch Down für Timo und ein Mai Tai für mich. Der Sonnenuntergang ist wieder herrlich: Wir liegen dieses Mal in den stylischen Netzen, unter uns plätschern leise die Wellen sanft auf den weißen Sandstrand, während über uns die untergehende Sonne für ein prächtiges orange-rotes Farbspektakel am Abendhimmel sorgt. Glückseligkeit umgibt alle Anwesenden und denkt man an das Sauwetter zu Hause, ist man gleich doppelt so glücklich! Nach dem Aperitif wartet heute übrigens ein ganz besonderes Highlight auf uns: Fine-Dining im Gourmetrestaurant Origine, das sich auf Stelzen gebaut in der Lagune gleich in der Nähe unserer Sunset-Bar befindet. Mit einem herzlichen Lächeln werden wir am Empfang nach unserer Zimmernummer gefragt. Die Reservierung wird gecheckt, während uns ein Glas Rosé-Champagner angeboten wird. Wir werden an unseren Tisch gebracht, der prächtig gedeckt ist. Das Restaurant verfügt über eine riesige Terrasse, die durch geschmackvolle Raumtrenner in loungige Nischen aufgeteilt ist. In den Boden ist jeweils eine große Glasplatte eingelassen, auf der ein Tisch steht. Einige Spots, die unten an den Stelzen angebracht sind, locken in der Dunkelheit Rifffische an, die man dann durch die Scheibe beobachten kann. Eine unglaubliche Atmosphäre, in der wir unser Gourmetdinner genießen. Den Anfang macht eine hausgemachte Entenleberterrine mit einem Gläschen Souterne aus Frankreich, der gut gekühlt aus dem stylischen und spektakulären Weinkühlschrank des Restaurants an unseren Tisch gebracht wird. Es schmeckt einfach herrlich! Es folgt eine Consommé vom Hühnchen, in der sich einige mit Ricotta gefüllte Ravioli befinden. Dazu reicht man uns ein Glas Sauvignon Blanc aus Neuseeland.

Nach einer kleinen Pause geht es weiter mit einem ganzen sousvide-gegarten Lobster, begleitet von drei verschiedenen Saucen und einem feinen Chablis. Höhepunkt des Dinners ist allerdings – mit nur knappem Vorsprung vor dem herrlichen Lobster – ein butterzartes Lendensteak vom Kobe-Rind, medium-rare auf den Punkt gegart, mit gegrilltem Gemüse. Dazu gibt es einen kräftigen Rotwein aus der Toskana; einen Merlot namens Filipo vom Weingut Paradiso aus San Gimignano. Zum süßen Abschluss genießen wir noch ein Stückchen Tiramisu mit einem doppelten Espresso. Und danach geht’s nochmals an die Bar, um einen perfekten Abend langsam ausklingen zu lassen.

6: Der Fischreiher genießt den Sonnenuntergang offensichtlich ebenso wie wir.

7: Dank dieses schwimmenden Tabletts ist ein Frühstück im Pool überhaupt kein Problem.

8: Dieser Tisch im Origine ist der ideale Platz für ein romantisches Candle-Light-Dinner.

9: Der imposante Weinkühlschrank sorgt im Gourmetrestaurant Origine für die perfekte Temperatur der Weine.

Eine Inselrundfahrt mit Nikil

Gleich nach dem Frühstück holt uns Nikil mit dem Buggy zu einer kleinen Inselrundfahrt ab. Als Erstes steht eine Stippvisite des „Royal Reserves“ an. Die exklusivste Unterkunft des Resorts liegt im ruhigen südlichen Teil der Insel. Schon stehen wir vor der prachtvollen Eingangstür und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, als Nikil die Tür öffnet: Wir blicken in das feudale Wohnzimmer des sogenannten „Sanctuary“, das Hauptgebäude des „Royal Reserves“. Dieses 530 Quadratmeter große „Hauptheiligtum“ verfügt über einen riesigen Wohnbereich, der unter anderem mit einem hochmodernen Bang-&-Olufsen-Soundsystem und einem übergroßen Flachbild-TV ausgestattet ist. Es umfasst einen privaten Fitnessraum mit Life-Fitness-Geräten. Im Badezimmer finden wir einen Whirlpool mit eingebautem TV und einer Kelly-Hoppen-Badewanne. Zwei Gästebungalows mit 240 bzw. 195 Quadratmetern ergänzen das Luxusanwesen. Ein privater Strand, ein Spa-Pavillon, ein Whirlpool, ein gigantischer Pool, Loungebereiche im Außen-und Innenbereich, eine Überwasserbar und ein privates Teppanyaki-Restaurant am Strand sowie eine voll ausgestattete Profiküche mit Weinkeller komplettieren diesen Wohntraum. Nikil erzählt uns, dass gestern noch der Außenminister Indiens mit seiner Familie im „Royal Reserves“ residiert hat. „Dem Maharadscha von Eschnapur würde es hier auch gefallen“, denke ich mir.

Die Rundfahrt geht weiter zur Lagune, in der sich die Water-Villen befinden. Wir fahren auch am „Kuda Koli Kids’ Klub“ vorbei, dem größten Kids-Club der Malediven, in dem einige kleine Kinder gerade einen Mordsspaß zu haben scheinen. Am Anfang der Water-Villen befindet sich Timos Lieblingsplatz, das mit modernsten Geräten ausgestattete Fitnessstudio, das auf Stelzen gebaut direkt über dem Korallenriff der Insel liegt und dank der großen Panoramafenster über eine phänomenale Aussicht auf den Indischen Ozean verfügt. Am Ende unserer kleinen Tour bleibt Nikil vor einer der sieben „Private Ocean Reserves“ stehen. Die luxuriöse Water-Villa ist unglaubliche 420 Quadratmeter groß und hat weitläufige Außenbereiche mit Sonnendeck, einen 35 Quadratmeter großen privaten Infinitypool sowie Hängematten. Jede Menge Spaß verspricht eine 23 Meter lange Wasserrutsche, auf der man direkt vom Dach der Villa in die kristallklare Lagune rutschen kann.

Unterwegs am Riff von Bolifushi

Natürlich starten wir jeden Tag zu einer ausgiebigen Schnorcheltour. Um an das Außenriff zu kommen, muss man zwar nicht lange schwimmen, aber es herrscht eine ziemliche Strömung und so entscheiden wir uns, am Strand in Richtung Jetty entlangzugehen und beim Wellnesscenter ans Riff zu schwimmen. Mit der Strömung treiben wir dann bequem am Riff entlang bis zum Ende der Insel. Unterwegs genießen wir die prächtige Unterwasserwelt: Riffhaie, Meeresschildkröten und kapitale Napoleonfische kreuzen unseren Weg. Wir erspähen eine große Muräne und einen Lobster, die sich gleich in ihrer Höhle verstecken. Die Sonne steht hoch am Himmel und sorgt für wundervolle Farben. Die Zeit verfliegt nur so und ehe wir uns versehen, sind wir am Ende des Stegs angekommen, an dem die Water-Villen in die Lagune gebaut sind. Wir klettern über eine Leiter auf den Steg und gehen zurück zu unserer Villa.

Indisches Dinner im „Sangu Beach“

Am Abend genießen wir etwas wehmütig unseren letzten Cocktail in unserer Lieblingsbar Ozar. Mit einem Glas Champagner und einer Schale Nüsse liegen wir in unserem Netz, das mittlerweile die bequemen Stühle klar auf den zweiten Platz verdrängt hat. Die Sonne verabschiedet sich langsam und am liebsten würden wir die Zeit anhalten, denn schon morgen Früh sitzen wir im Flieger, der uns zurück nach Deutschland bringen wird. Langsam schlendern wir den Strand entlang zum Restaurant „Sangu Beach“, in dem wir heute Indisch speisen werden. Asha begrüßt uns am Eingang herzlich. Wir waschen uns die Hände wie alle Gäste mit Rosenwasser und Asha reicht uns ein Glas Champagner. Im Eingangsbereich befindet sich ein beleuchteter Springbrunnen und prunkvolle Teppiche verzieren die Wände. Große offene Feuerschalen weisen uns den Weg zur Treppe, die hinauf zum Balkon führt. Hier wartet bereits ein weiß eingedeckten Tisch in der ersten Reihe auf uns. Wir genießen in der Blauen Stunde den spektakulären Blick auf den Indischen Ozean.

Das Konzept des Sangus ist es, seinen Gästen von einigen Köstlichkeiten Indiens jeweils ein kleines Schälchen zu reichen. Amal reicht jedem von uns einen großen Kupferteller, auf dem die Schalen kreisförmig aneinandergereiht sind. Es wird von links nach rechts gegessen. Los geht’s mit drei Vorspeisen: einem Püree aus Kichererbsen mit gekochter Gemüseeinlage sowie einem Garnelen-und einen Hühnchencurry. Dann folgen drei kleine Schalen mit den Hauptspeisen: Hühnchen-und Lammragout sowie einem weiteren Curry vom Rifffisch. Dazu isst man verschiedene Dips wie Joghurt mit Minze und Knoblauch oder diverse scharfe Chutneys. „Die Speisen sind vom Schärfegrad her für europäische Gaumen gewürzt“, erklärt uns Amal. „Indische Schärfe sollte man tunlichst vermeiden“, sagt er schmunzelnd. In der Mitte des Tellers befindet sich eine Schüssel gefüllt mit Reis, der zu den Speisen gegessen werden kann. Mit großem Appetit essen wir Schale für Schale leer und diskutieren die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Ich suche nach einem freien Plätzchen in meinem Magen, um die drei Nachspeisen noch irgendwie unterzubringen: Ein Reispudding, eine anscheinend in Zuckersirup gegarte Feige sowie eine Vanillecreme bilden den Abschluss unseres indischen Mahls.

Am nächsten Morgen ist es Zeit, die Rückreise anzutreten. Der Luxuskatamaran liegt bereits längsseits am Jetty und unser Gepäck wird verstaut. Ali ist gekommen und auch Elise, Asti und Nikil möchten sich von uns verabschieden. Der Motor wird gestartet und nach einer herzlichen Umarmung steigen wir in den Katamaran. Ali ruft Sabina noch zu: „Und nach Botswana ist es auf den Malediven tatsächlich am schönsten?“ „Ja, das habe ich wirklich ernst gemeint. Ali, du lebst im Paradies,“ antwortet Sabina, während sich die Tür des Katamarans schließt.

1: Blick auf den Strand, an dem sich das Luxusdomizil „Royal Reserve“ mit dem privaten Teppanyaki-Restaurant befindet.

2: Im Restaurant „Sangu Beach“ genießen wir indische Spezialitäten.

3: Der „Kuda Koli Kids’ Klub“ ist einer der größten Kinderclubs auf den gesamten Malediven.

4: Die Water-Villen sind an das intakte Außenriff gebaut, an dem man perfekt schnorcheln kann.

5: Ob die Drinks an der mit Blattgold verzierten Bar im Wohnzimmer des „Royal Reserves“ besser schmecken?

6: Im modern und gut ausgestatteten Fitnesscenter trainiert Timo jeden Tag.