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Die Maut kommt und wird teurer


TASPO - epaper ⋅ Ausgabe 21/2018 vom 26.05.2018

Ab 1. Juli gilt die Maut auf allen Bundesfernstraßen. Die Sätze sollen 2019 steigen. Wie Betriebe dazu stehen. VonYasmin-Coralie Berg und Marie Schröder


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Auf Unternehmen wie die Landgard Tochtergesellschaft Fresh Logistics System kommen durch die Mautausweitung zukünftig höhere Kosten zu.


Foto: Landgard

Der Termin rückt immer näher: Ab dem 1. Juli werden alle rund 52.000 Kilometer Bundessfernstraßen für Lkw ab 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht mautpflichtig. Nun hat das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) das 5. Bundesfernstraßengesetz verabschiedet, das eine Erhöhung der Mausätze ab 1. Januar 2019 vorsieht. Nach einem neuen „Wegekostengutachten 2018-2022“ werden jährlich durchschnittlich 2,5 Millionen Euro mehr Mauteinnahmen erwartet als bisher. Bisher erhebt der Bund die Lkw-Maut auf rund 12.800 Kilometer Bundesautobahnen sowie auf rund 2.300 Kilometer autobahnähnlichen Bundesstraßen. 2017 betrugen die Einnahmen 4,7 Milliarden Euro.

Planungssicherheit für Logistiker und Finanzierung schaffen

„In den nächsten Jahren können wir mit Mauteinnahmen von durchschnittlich 7,2 Milliarden Euro planen, die wir auf alle Regionen Deutschlands verteilen“, so Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Damit soll eine moderne, sichere und leistungsstarke Verkehrsinfrastruktur in ganz Deutschland gewährleistet werden.

Zudem will Scheuer Planungssicherheit für die Logistiker, aber auch für die Infrastrukturfinanzierung schaffen. Am 15. Mai verabschiedete das Bundeskabinett den vom Bundesverkehrsminister vorgelegten Entwurf des 5. Bundesfernstraßenmautgesetzes.

Einheitlicher Mautsatz, Lärmkosten nun eingerechnet

Nach dem Bundesfernstraßenmautgesetz soll es einen einheitlichen Mautsatz für Autobahnen und Bundesstraßen geben, was eine wichtige Forderung des Gewerbes war, heißt es aus dem Ministerium. Die zukünftige Differenzierung der Mautsätze soll am zulässigem Gesamtgewicht sowie bei über 18 Tonnen auch an Achsklassen ausgerichtet werden.

Scheuer: „Wir passen die Mautsätze an und sorgen damit für mehr Gerechtigkeit bei den Tarifen, indem wir schwere Fahrzeuge, die unsere Straßen stärker beanspruchen, auch stärker zur Kasse bitten.“ Nach Angaben des Ministeriums fließen Luftverschmutzung und – erstmals – die Lärmkosten in die Berechnung der Mautsätze ein. So sollen Anreize für die Nutzung umweltfreundlicher und leiser Lkw geschaffen werden. Elektro-Lkw seien von der Mautpflicht befreit.

Bei der Mauthöhe spielen auch die tatsächlichen Wegekostenspielen eine Rolle. Hierzu zählen insbesondere die Kosten für den Bau, Ausbau, Erhalt und Betrieb des Straßennetzes. Die Einnahmen aus der Lkw-Maut werden seit 2011 ausschließlich für den Erhalt und den Ausbau des Bundesfernstraßennetzes verwendet.

BMVI: Keine Preiserhöhungen, Betriebe widersprechen

Im Zuge der Anpassung der Maut, sind laut BMVI keine Auswirkungen auf das Verbraucherpreisniveau zu erwarten. Das sehen Unternehmen der Grünen Branche allerdings anders. Auf Nachfrage sagten uns Fresh Logistics System, eine Tochtergesellschaft von Landgard Obst und Gemüse (Straelen), und der Blumengroßhandel Jan Roelos & Sohn (Walkersbach), dass sie durch die Maut erhebliche Mehrkosten haben werden. Diese weiterzugeben sei unumgänglich.

Inwieweit beide Unternehmen von der Lkw-Maut betroffen sind, welche Kosten auf sie zukommen, wie ihre Strategie lautet und ob sie Auswirkungen in Bezug auf Mitbewerber aus dem Ausland erwarten, lesen Sie in den Artikeln oben und links.

Die Autoren

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Yasmin-Coralie Berg,
Volontärin mit langjähriger Erfahrung im Online-Journalismus

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Marie Schröder,
Fachredakteurin, studierte Journalistin und Medienmanagerin

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