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Die NAS im Heimnetzwerk


Chip Heimnetzwerk & NAS - epaper ⋅ Ausgabe 1/2018 vom 11.04.2018

Webserver, Datenspeicher, Quelle fürs Streamen von Videos und Musik, Backup-Medium – moderne Netzwerkspeicher sind wahre Alleskönner


Artikelbild für den Artikel "Die NAS im Heimnetzwerk" aus der Ausgabe 1/2018 von Chip Heimnetzwerk & NAS. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Chip Heimnetzwerk & NAS, Ausgabe 1/2018

Sicherheit: Ausbaufähiger Mega-Speicher fürs Heimnetz

Das auf den ersten Blick wichtigste Merkmal einer NAS ist der schier unbegrenzte Speicherplatz, der die Kapazität herkömmlicher Desktop-PCs um ein Vielfaches übersteigt. Somit stellt die NAS den idealen Zentralspeicher im Heimnetzwerk dar. Sie brauchen das Gerät lediglich per Netzwerkkabel mit Ihrem Router zu verbinden, die Grundeinrichtung vornehmen, einige Benutzerkonten anlegen und Freigaben einrichten. Anschließend ...

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... können andere Netzwerkgeräte oder User auf die freigegebenen Daten zugreifen. Wie das geht, zeigen wir Ihnen auf Seite 24 am Beispiel von sechs NAS-Systemen.

Angesichts des üppig bemessenen Speicherplatzes und der Tatsache, dass ein Netzwerkspeicher rund um die Uhr läuft, sind solche Geräte aber auch die perfekten Datensicherungsmedien. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass fast alle NAS-Hersteller ihren Kunden Lösungen anbieten, um auf PCs und Macs gespeicherte Daten auf die NAS zu sichern – zeitgesteuert oder in Echtzeit (siehe Seite 68). Und selbst Anwender, die Backups mit Windows- Bordmitteln anlegen, profitieren von einem Netzwerkspeicher, da sie die NAS als Sicherungsziel auswählen können (siehe Seite 74). Sehr wichtiges Detail: Bei Systemen, die über mindestens zwei Festplatten verfügen, kommt die Möglichkeit hinzu, die HDDs im RAID-Verbund zu nutzen, um von den zusätzlichen Sicherungs- und Wiederherstellungsfunktionen zu profitieren. Mehr dazu lesen Sie auf Seite 120.

Je mehr, desto besser: Aktuelle 4-Bay-NAS-Systeme lassen sich mit vier jeweils 12 TByte großen Festplatten bestücken


Unterhaltung: Idealer Zuspieler für Fotos, Musik und Videos

Alle aktuellen NAS-Systeme sind mit Mediaserver-Software ausgestattet, die die Standards DLNA (Digital Living Network Alliance) und UPnP (Universal Plug & Play) unterstützen. So können Sie direkt über Smart-TVs, Multimedia-Player, HiFi-Anlagen und Drahtlos- Lautsprecher auf freigegebene Ordner und Dateien zugreifen (Seite 46). Damit sind die Streaming-Fähigkeiten aber noch lange nicht ausgeschöpft. Denn auch proprietäre Mediaserver-Lösungen lassen sich auf den diversen NAS-Systemen installieren. Die Spanne reicht vom iTunes Server und Logitech Media Server zur Verwaltung und Wiedergabe von Musik bis hin zu den beliebten Allroundern Plex Media Server, Kodi und Serviio. Auf Plex gehen wir im Beitrag auf Seite 50 genauer ein.

Besser ausgestattete Geräte verfügen zudem über herstellereigene Streaming-Lösungen, die für die Nutzung mit Tablets und Smartphones konzipiert sind. Die größte Auswahl bieten NAS-Systeme von Asustor, Qnap und Synology. Die zum Streamen erforderlichen Mobil-Apps laden Sie kostenlos aus dem Google Play Store und dem Apple App Store herunter. Wie Sie Musik im ganzen Haus streamen, zeigen wir Ihnen im Beitrag auf Seite 42, in dem wir auf die Lösungen der drei Hersteller eingehen. Interessant: Immer mehr NAS-Systeme bieten einen HDMI-Port, sodass sich die Geräte auch direkt am Fernseher anschließen lassen. Auf Seite 40 zeigen wir Ihnen, wie das Ganze funktioniert und welche Vorteile es Ihnen bringt.

Nonstop-Unterhaltung: Smart-TVs können über das Netzwerk auf Mediaserver zugreifen, die auf einer NAS laufen


Konnektivität: Die NAS als private und sichere Cloud

Wer seine NAS mit wichtigen Daten befüllt, will meist nicht nur zu Hause darauf zugreifen. Hier macht sich Dynamic DNS (DDNS) nützlich, das dazu dient, die NAS ans Internet anzubinden. Bietet Ihr NAS-System solch eine Funktion nicht an, ist das nicht schlimm, da Sie DDNS zur Not auch direkt in Ihrem Router konfigurieren können. Wer sich damit nicht beschäftigen möchte und auch keine Lust hat, manuelle Port-Weiterleitungen zu konfigurieren, muss aber nicht auf den Zugriff übers Internet verzichten. Denn immer mehr Geräte besitzen eine herstellereigene DDNS-Funktion für den Direktzugriff auf den Netzwerkspeicher. Wie Sie diese ungemein hilfreiche Funktion einrichten, zeigen wir Ihnen im Beitrag auf Seite 80.

Inzwischen nutzt fast jeder Anwender einen oder mehrere Cloudservices. Besonders großer Beliebtheit erfreuen sich Dropbox, Google Drive und der in Windows 10 integrierte Dienst Microsoft OneDrive. Ist Ihnen nicht wohl dabei, Ihre wichtigen Daten auf den Servern Dritter zu speichern, können Sie auf Ihrer NAS Ihren ganz persönlichen Cloudspeicher einrichten – inklusive Echtzeit- Synchronisierung und Zugriff über Mobilgeräte. Wie einfach das geht, lesen Sie auf Seite 84. In die umgekehrte Richtung funktioniert es aber ebenfalls: Sie können Ihre NAS auch mit Ihrem bevorzugten Cloudspeicher verbinden. Aktuelle NAS-Systeme von Asustor, Qnap und Synology bieten diese clevere Möglichkeit.

Ihre Inhalte, Ihre Cloud: Immer mehr Hersteller statten ihre NAS-Geräte mit einer Anbindung an Cloudservices aus


Spezialfunktionen: Jede Menge Extrafunktionen für Profis

Vielfältig sind aber auch die Serverfunktionen einer NAS. Web-, FTP- und Druckserver gehören bei allen NAS-Systemen zur Grundausstattung. Geräte von Asustor, Qnap und Synology lassen sich aber auch als Mail-, Proxy- und VPN-Server einsetzen. Letzterer gestattet es Ihnen, über eine gesicherte Verbindung auf Ihre NAS und das heimische Netzwerk zuzugreifen. Mehr dazu lesen Sie auf Seite 122. Darüber hinaus können Sie auf Ihre mit Calibre verwaltete E-Book-Bibliothek zugreifen (siehe Seite 88), einen eigenen Chat-Server auf die Beine stellen (Seite 62), nach Lust und Laune herunterladen (Seite 63) sowie Ihre Freemail-Konten und Kalender zentral verwalten (Seite 65). Möchten Sie diese Vielfalt noch erweitern, finden Sie in den App-Stores der Hersteller jede Menge cooler Apps für alle Anwendungsfälle (Seite 58).

Wer sich mit der Virtualisierung von Betriebssystemen beschäftigt, freut sich darüber, dass dies mit ausgewählten Geräten von Asustor, Qnap und Synology funktioniert (siehe Seite 140). Sicherheitsbewusste Nutzer gefällt zudem, dass moderne NAS-Geräte dieser drei Hersteller auch Netzwerkkameras unterstützen. Damit können Sie Ihre NAS im Handumdrehen in eine vollwertige Video-Überwachungszentrale für Ihr Zuhause verwandeln – inklusive Daueraufnahme, Bewegungserkennung und Benachrichtigungen. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigen wir Ihnen auf Seite 134 am Beispiel von Synologys Surveillance Station.

Für jeden etwas: Videoüberwachung, Datenbanken oder Virtualisierung – NAS-Geräte lassen sich flexibel einsetzen


Überblick: Bedienoberfläche

Asustor, Qnap und Synology bieten für ihre NAS-Modelle ausgereifte, webbasierte Bedienoberflächen, die einen hohen Funktionsumfang mit einer einsteigerfreundlichen Bedienung verbinden. Damit eignen sie sich sowohl für Privatanwender, die ihre NAS ausschließlich zur Datensicherung oder als Streaming-Server einsetzen, wie auch für professionelle und Poweruser, die regelmäßig mit den erweiterten Funktionen arbeiten. Löblich: Die Hersteller stellen nicht nur in regelmäßigen Abständen Sicherheitsupdates zur Verfügung, sondern bieten darüber hinaus auch Upgrades an, die den Funktionsumfang und die App-Auswahl der NAS noch einmal kräftig erweitern. Wir zeigen anhand von Synologys DiskStation Manager (DSM) in der Version 6.1.5 beispielhaft, wie ein NAS-Betriebssystem in der Praxis aussieht. Die Bedienoberflächen von Asustor und Qnap sind ähnlich eingängig und übersichtlich.

Ein modernes NAS-System am Beispiel von Synology

1 Bedienung und Hilfe

Die Steuerungszentrale einer Synology-NAS erreichen Sie per Browser über jeden beliebigen Rechner im Netzwerk. Die Oberfläche präsentiert sich ähnlich übersichtlich wie ein Windows- oder Mac- Desktop. Per Klick auf das Symbol oben links öffnen Sie das Hauptmenü, das Ihnen alle installierten Apps und viele Systemfunktionen zur Verfügung stellt. Eine umfangreiche Hilfe bietet eine gute Orientierung für den Start.

2 Systemsteuerung

Über dieses Menü nehmen Sie alle Systemoperationen vor. So legen Sie etwa Benutzer und Gruppen an, richten gemeinsame Ordner für den Zugriff über Ihr Netzwerk ein und konfigurieren die Sicherheitseinstellungen. In der Grundeinstellung ist der »Standardmodus « aktiv, in dem Ihnen nur die wichtigsten Funktionen angezeigt werden. Um alle Möglichkeiten nutzen zu können, klicken Sie oben rechts auf »Erweiterter Modus«.

3 Paket-Zentrum

Bei der erstmaligen Einrichtung des Betriebssystems werden nur die wichtigsten Apps eingespielt. Der große Vorteil eines NAS-Systems: Es lässt sich sehr leicht erweitern. Das geschieht durch zusätzliche Apps – entweder von Synology selbst oder von Fremdanbietern. So rüsten Sie etwa den Plex Media Server, eine spezielle Backup-Lösung oder eine Serverkomponente mit nur wenigen Mausklicks nach. App-Updates spielen Sie ebenfalls über das Paket- Zentrum ein.

4 Datensicherung

Insbesondere die Möglichkeit, die in 2- oder 4-Bay-NAS eingesetzten Festplatten als RAID-Verbund zu konfigurieren, macht solche Geräte zu idealen – weil sicheren – Backup-Medien. Dabei spielt es keine Rolle, auf welche Art und Weise die Daten gesichert werden, da moderne Netzwerkspeicher sämtliche wichtigen Varianten unterstützen: vom PC, Mac oder Mobilgerät auf die NAS, aus der Cloud auf die NAS oder auch von NAS zu NAS. Dank dieser Vielfalt hat jeder Anwender die Möglichkeit, die Backup-Strategie zu realisieren, die seine Anforderungen erfüllt.


Fotos: Synology (Aufm.); Hersteller (Produkte)