Lesezeit ca. 9 Min.
arrow_back

DIE NEUE HEITERKEIT


Logo von musikexpress
musikexpress - epaper ⋅ Ausgabe 11/2021 vom 14.10.2021

JAMES BLAKE

Dann ist er wirklich da: der Mann, der ein Geist gewesen sein soll. Kein Nebel, kein Äther, kein Weihrauch. Einfach er selbst, in klaren Konturen. Fast schon irreal. James Blake, larger than life, hat sich mit seinem Handy in den Videochat von Zoom gewählt fürs Interview. Sein haselnussbraunes Haar fällt ihm über die Stirn; wenn auch nicht so lang und verwuschelt wie auf früheren Fotos. Dafür trägt er einen kupferfarbenen Dreitagebart. Seine graublauen Augen strahlen sanft. Blake lacht auf, als sein dunkelbeiger schnuckeliger Pudelmischling Barold ins Bild tappt. Erste Erkenntnis, so banal es klingt: James Blake, der Klanggott der Zehnerjahre, ist ein Mensch. Wenn man sich chronologisch durchs Werk von Blake höre, so hatte es der Kulturtheoretiker Mark Fisher einst aufgeschrieben, dann klinge das nach einem Geist, der allmählich eine materielle Form annehme. Hier sitzt er nun also, ...

Artikelbild für den Artikel "DIE NEUE HEITERKEIT" aus der Ausgabe 11/2021 von musikexpress. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
Weiterlesen
epaper-Einzelheft 4,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von musikexpress. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 11/2021 von Der Flurfunk und die Preisträgerin. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Der Flurfunk und die Preisträgerin
Titelbild der Ausgabe 11/2021 von THE TOTEN CRACKHUREN IM KOFFERRAUM. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
THE TOTEN CRACKHUREN IM KOFFERRAUM
Titelbild der Ausgabe 11/2021 von FINNEAS über Widersprüche. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
FINNEAS über Widersprüche
Titelbild der Ausgabe 11/2021 von Disco, Drama, heiße Tränen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Disco, Drama, heiße Tränen
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
„WIR KÖNNEN DAS NICHT EWIG MACHEN!“
Vorheriger Artikel
„WIR KÖNNEN DAS NICHT EWIG MACHEN!“
Letzter Akt
Nächster Artikel
Letzter Akt
Mehr Lesetipps

... James Blake, gänzlich materialisiert. Er wackelt mit dem Handy, ab und an ahnt man draußen vor dem Fenster Blättergrün, das in der kalifornischen Vormittagssonne funkelt. Unter „Summertime Sadness“, wie sie Lana Del Rey besingt, scheint Blake in Los Angeles, wo er seit 2016 haust, aber nicht zu leiden. „Nein, ganz im Gegenteil“, sagt er. „Ich bin ja ein England aufgewachsen. Da gibt’s Spring-, Autumn-und Wintertime-Sadness. Mein Umzug nach L. A. tat mir sehr gut. Die Sonne hilft mir dabei, mich bei Laune zu halten.“ Ein gut gelaunter Blake. Kann das gut gehen?

Ob dieses Renommees riskiert Blake nicht gar zu viel, wenn er sich selber hier als vermeintlichen Loser durch den Kakao zieht. Trotzdem ist dieser neue Videoclip ausgestattet mit einer Selbstironie, die Blake angesichts seiner eben doch sehr dramatischen Musik wohl nur die wenigsten zugetraut hätten. „Humor spielt in meinem Leben aber eine sehr viel größere Rolle als Traurigkeit“, sagt er im Interview. Nachdem das neue Album fertig war, hat er sich noch mal alle seine alten Videoclips angeguckt. Ergebnis? „Darin gab es nicht einen einzigen Moment meiner wahren Persönlichkeit“, sagt er. „Rückblickend komme ich mir in den alten Videos mehr wie ein Model vor.“ Der Junge, der traurig dreinschaut. So wurde er vom Publikum meist wahrgenommen. „Das war das Bild, das ich ihnen gegeben habe. Das war der Eindruck, den ich wecken musste. Ich übernehme die Verantwortung dafür.“ Wie reumütig.

Im Übrigen ist sich Blake, der so schüchtern wirken kann, durchaus seines Standings bewusst. Wenn man ihn fragt, ob er nun, da die halbe Musikwelt Ideen bei ihm zockt, Angst hat, sich neu erfinden zu müssen, um einmalig zu bleiben, bringt er einen Vergleich mit Billie Eilish: „Das Radio klingt zurzeit nach Billie Eilish“, sagt er. „So viele Sängerinnen haben diese trockenen, sanften, sehr weit nach vorne gestellten Vocals vor elektronischer Produktion. Viele machen dieses Billie-Eilish-Ding. Aber ehrlich gesagt: niemand so gut wie sie. Wenn man Billie Eilish hören will, hört man am besten Billie Eilish.“ Soll im Umkehrschluss wohl heißen: Wenn man Blake will, hört man immer noch am besten Blake – und nicht die Epigonen. Touché!

Aber zurück zur neuen Heiterkeit: Was würde Blake wohl machen, wenn er mal Super-Happy-Songs schreibt? Würde er die behalten oder an andere Artists verhökern? Bei der Frage lacht er wieder auf, guckt fast so glücklich wie wenn er seinen Pudelmischling Barold streichelt, kontert dann aber auch gleich: „Ich hab schon Super-Happy-Songs geschrieben. Ein paar davon sind auch veröffentlicht.“ Im Ernst? „,I’ll Come Too‘ ist ein glücklicher Song. Der handelt davon, ganz aufgeregt zu sein vor lauter Verknalltheit. Der Song ist in G-Dur, hat sehr romantische Akkorde. Da ist überhaupt nichts traurig. Sehnsuchtsvoll wohl. Aber lass uns das trotzdem happy nennen!“ Na gut. „Aber wenn ich mal was richtig Upbeat-Energiegeladenes schreiben würde“, sagt er, „das Leute so gar nicht von mir erwarten würden – ach, da wäre ich sehr euphorisch, das auch selbst herauszubringen.“ Es ist allerdings, man mag es schon am Titel ahnen, nicht so, dass das auf dem neuen und übrigens sehr starken Album FRIENDS THAT BREAK YOUR HEART schon großflächig eingelöst würde. Obwohl das Album, stimmig zu den HipHop-Feature-Gästen (SZA, JID, SwaVay) und auch zu Blakes eigenen Wurzeln in der Clubkultur (derentwegen er bis heute auch ein großer Vinyl-Aficionado ist), natürlich auch von Beats und Grooves lebt. Trotzdem stellt sich wohltuend und wohltemperiert der wohlvertraute Blake-Effekt ein mit der neuen Platte. Das Herzeleid, von dem er diesmal melancholisch singt, ist allerdings ein anderes. Zumindest scheint es erst mal so.

Hollywood, im Grunde aber überhaupt das Gros der Popkultur, trainieren uns das ja an, die große Erfüllung, aber eben auch die großen emotionalen Krisen in romantischen Liebesbeziehungen zu wittern. Auch die „Heartbreaker“-Songs von Led Zeppelin, Mariah Carey und Jay-Z sowie Dionne Warwick und den Bee Gees lassen grüßen. (Fun Fact: Blake behauptet im Interview, letzteren Song gar nicht zu kennen, WTF?!). „Man erzählt uns, dass nur Liebe, romantische Liebe einem das Herz brechen könnte“, sagt Blake. „Es ist ganz klar, dass das nicht stimmt. Aber ja, es gibt diese Erwartungshaltung, dass es eine romantische Beziehung sein wird, die dich irgendwann so richtig niederschmettert – und monatelang, vielleicht jahrelang am Boden hält. Irgendwann muss man alle Bilder von dieser Person abhängen und ganz sicher sein, dass man sie niemals wieder sieht. Ich hatte das. Mit Freunden. Tatsächlich hatte ich so was noch nie bei einer romantischen Beziehung. Dort hab ich immer Sicherheit gefunden. Meine Freunde haben es verkackt. Und ich glaube, so was passiert oft. Leute, wir müssen darüber reden!“ Okay, reden wir darüber! „Es gibt kein Protokoll“, sprudelt es nur so aus Blake heraus, „kein Drehbuch dafür, wie man damit umgeht, wenn Freunde keinen Platz mehr in deinem Leben haben. Wenn man darüber spricht, dass Freunde einen tief verletzt haben – dann wird das nicht so ernst genommen. Auf die Art: ‚Man findet ja eh immer neue Freunde.‘ Aber genau das stimmt eben auch nicht.“

Blake will die konventionelle Trennlinie, man spürt es auch im Titeltrack des Albums, zwischen Lover und Buddy nicht gelten lassen. „Kann man nicht auch in seine Freunde etwas verliebt sein?“, fragt er, der er seit 2016 mit Jameela Jamil liiert ist. Den ein oder anderen mag das selten behandelte Sujet Freundschafts-Heartbreak vielleicht auch an den Haruki-Murakami-Roman „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ erinnern, in dem der Protagonist etliche Jahre später dem Mysterium nachgeht, warum ihm sein engster Freundeskreis von einst fristlos die Freundschaft kündigte, aus heiterem Himmel heraus. Ein Trauma, das die Romanfigur Herrn Tazaki niemals losließ. So fühlt es sich auch bei Blake an. Sein neuer Song „Life Is Not The Same“ kreist um das Wort „Yesterday“ als wären wir bei Paul McCartney. Ob es hier bei Blake auf der neuen Platte immer um Friends oder nicht doch auch um Lovers geht, sei mal dahingestellt. Im Titeltrack jedenfalls widerspricht Blake wortwörtlich seinem seit jeher großen Idol Stevie Wonder, der einst gesungen hatte „all in love is fair“.

„HUMOR ISTIN MEINEM LEBEN GRÖSSER ALS TRAURIG- KEIT.“

Der Soul von Stevie Wonder war immer schon wichtig für Blake – ohne ihn hätte er Anfang der Zehnerjahre womöglich niemals dieses damals neue Genre Post-Dub-Step maßgeblich miterfinden können, neben seinen Buddys von Mount Kimbie sowie Burial und The xx. Ein Genre, das den Dub der Nullerjahre von den Dancefloors aus Süd-London holte, ihm die Rhythmen brach und dafür satt mit Soul anreicherte. Soul war also immer wichtig für Blake. Aber so sehr in klassischen Songstrukturen unterwegs wie diesmal war er nie zuvor. Eine Entwicklung, die sich auf den beiden Vorgänger-Alben THE COLOUR IN ANYTHING (2016, übrigens interessanterweise in britischer Schreibweise, obwohl auch da Blake schon big in US war) und ASSUME FORM (2019) schon abzeichnete. Insofern sollte der 2017 verstorbene, eingangs zitierte Kulturwissenschaftler Mark Fisher auch posthum recht behalten mit seiner These von der allmählichen Materialisierung des Blake. „Es ist wohl recht zugänglich“, lautet Blakes nüchternes Selbsturteil über seine neue Platte. „Diesmal tritt immer wieder auch tatsächlich das ein, von dem man als Zuhörer will, dass es eintritt.“ Opium fürs Volk? Schielt er auf die Charts? „Musikalisch albere ich herum wie gehabt“, beruhigt er uns und lacht. Einiges, was zunächst akustisch anmutet, ist elektronisch: Die Streicher stammen vom Sequential Prophet X. Einige der Gitarren auch. Und ein paar der scheinbar so organischen Bässe sind eigentlich Synths. „Das akustischste Instrument auf dem Album ist wohl meine Stimme“, sagt Blake. Die zittert und zaudert, wie man es von Blake kennt. Aber sie wirkt präsenter als je zuvor.

Auf den frühen EPs hatte Blake seine Vocal-Samples ja regelrecht zerhackstückelt und verfremdet wieder aneinandermontiert. Da hat sich seine Arbeitsweise doch geändert. „Ich versuche, bei meinen Vocals nicht zu sehr zu tunen“, sagt er. „Ich mag es, wenn man Unvollkommenheiten raushört. Ich finde, Stimmen in der Musik zu tunen, verhält sich analog dazu, Gesichter in Fotos zu tunen: Wenn man erst mal seine Stimme ins Perfekte getunt hört, fällt es einem zunehmend schwieriger, seine echte Stimme zu lieben. Ich versuche, mir die Liebe zu meiner eigenen Stimme nicht kaputtzumachen – indem ich nicht zu viel digitalen Unfug mit ihr anstelle.“

Hier schließt sich dann auch der Kreis zu den Eilishs als neuen Trendsettern; eine Rolle, die sie in Blakes besagtem Videoclip ja auch schon einnahmen. „Mein Eindruck ist, dass zurzeit allgemein weniger Effekte auf die Stimmen gelegt werden“, sagt Blake. „Das hat sicher was damit zu tun, wie Pop zurzeit klingt. Nimm Billie Eilish: Ihre Vocals sind ganz klar und ganz weit vorne.

Viele Soundmischer orientieren sich da gerade dran.“ Blake ganz offensichtlich auch. Ein Sound- Statement gegen unsere schöngefilterte, verfälschte Bilderwelt, in der kein Raum für Seelenleid bleibt. Dazu passt auch Blakes mitunter exzessiver Einsatz seiner Falsetto-Stimme – die spannungsvoll mit seiner Bariton- Tonlage kontrastiert. „Falsetto kann so wunderschön sein“, sagt er. „Und an anderen Stellen fühlt man sich gerade durchs Falsetto unzusammenhängend, von sich selbst entfremdet.“ Es klingt wie die richtige Tonlage, um über Depressionen zu singen.

Dafür wurde Blake aber auch verschmäht: „Sad boy music“ sei das, schrieb „Pitchfork“ (die sein Frühwerk feierten) in der Besprechung zum ASSUME-FORM-Album, und Blake sei deshalb bei den Topstars ein so gefragter Typ, weil sie ihn als „human preset“ nutzen würden, um ihre Songs mit Melancholie aufzupimpen. Wenn man Blake selbst fragt, warum er wohl so ein gefragter Co-Komponist und Produzent ist, sagt er, dass er schon ganz gut darin sei: Gefühle aufzuarbeiten. Und auch anderen dabei zu helfen – ohne selbst im Weg zu stehen. Für den Terminus „sad boy music“ hat Blake aber nichts als Groll übrig: „Wenn jemand das stigmatisiert“, sagt er, „dass Männer – oder egal wer sonst – in der Musik Emotionen freien Lauf lassen; dann ist das in jeder Hinsicht falsch. Wir sollten Leute darin bestärken, offenherzig zu sein. Das wäre unserer geistigen Gesundheit zuträglich. Wenn wir Menschen unterdrücken und darauf trainieren, sich auch selbst zu unterdrücken, führt das zu psychischen Krankheiten.“

Er selbst hat mitunter sehr offen über die Psychotherapie gesprochen, der er sich zwischen seinem dritten und seinem vierten Album unterzogen hat. Mit einer sehr speziellen Technik: Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) zur Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen. „Das ist mehr wie eine Emotions-Operation“, sagt er. „Man nimmt das Problem, das Trauma, und kappt die Verbindungen zu ihm.“ Eine Technik, die bei ihm, sagt er, sehr gut funktioniert hat. „Mittlerweile hätte ich aber gerne jemand, der objektiv von außen auf mein Leben schaut – jemand, mit dem ich keine Freundschaft oder Liebesbeziehung habe. Jemand, dem ich den düstersten Scheiß aus meinem Kopf erzählen kann – und dann gehen kann. Das könnte mir sehr helfen.“ Also doch nicht alles eitel Sonnenschein im Staate Kalifornien.

Ein solches Trauma – das können freilich auch die titelgebenden „friends that break your heart“ sein: Freunde, die sich von einem zurückziehen, weil sie nicht auf unsere Unsicherheiten klarkommen. „Wenn wir jung sind und unser Herz ausschütten, führt das manchmal dazu, dass Menschen ihre Liebe für uns zurückziehen“, sagt Blake. Man fühlt sich erinnert an Blakes frühe Single „Limit To Your Love“ (2011) vom selbstbetitelten Debüt-Album: Was im Original von Feist noch halbwegs harmlos klingt, donnert in der inzwischen legendären Blake-Version mit Bässen auf einen ein: die Grenzen der Liebe, der Liebesentzug. „Wenn du höchst verwundbar bist“, sagt Blake heute, „und dir jemand deshalb seine Liebe entzieht; dann wirst du darauf konditioniert, dich nicht wieder so verwundbar zu zeigen. Das führt zu verdrängten Emotionen, depressiven Menschen.“ Er habe lange Zeit gebraucht, diese gesellschaftliche Konditionierung abzulegen – und seine Gefühle wieder hervorzuholen. „Und ich muss da immer noch dran arbeiten: mich safe zu fühlen, wenn ich mich verwundbar zeige. Und das ist nur ein Symptom einer Gesellschaft, die sowieso ständig Menschen entmutigt und verhöhnt – besonders solche, die ehrlich sind und sich verletzlich zeigen. Wir haben da ein Problem.“ Er atmet tief durch. „Aber eines, das sich lösen lässt.“ Bis es gelöst ist, wird Blake sicher ein Freund bleiben, der uns mit seinen Tracks die Herzen bricht und dann wieder zusammenflickt. Der Blake-Effekt. Nach 34 Minuten muss das Interview zum Ende kommen. Blake ist halt ein busy man. Vielleicht braucht ja Beyoncé seinen Rat. Oder Pudelmischling Barold wünscht sich noch mehr Streicheleinheiten. Blake jedenfalls zwinkert noch mal freundlich – und kappt den Videochat dann aus. Weg ist er. Aber nicht wie ein Geist. Nur wie ein Mann am anderen Ende der Welt, wo der Tag gerade erst begonnen hat.