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DIE PERFEKTE DATENWOLKE


connect - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 04.05.2018

Welche Cloud passt zu mir? Da fragen Sie die Richtigen! Denn wir haben die bekanntesten Dienste verglichen, um Ihnen bei der Entscheidung zu helfen. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie mit einer Fritzbox Ihre ganz private Cloud einrichten.


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Bildquelle: connect, Ausgabe 6/2018

Sie wollen Daten und Einstellungen Ihres Smartphones sichern und synchronisieren? Dokumente und Urlaubsbilder auf dem Tablet und dem PC abrufen? Dann wird’s Zeit, sich nach einem passenden Cloud-Dienst umzuschauen.

Denn wer seine Daten im Netz speichert, hat sie überall greifbar und kann sie zudem mit Freunden und Familie teilen. Doch welche Dienste taugen etwas? Wir ...

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... haben uns die bekanntesten Anbieter herausgepickt und sie miteinander verglichen. Auch wenn die Cloud-Speicher allesamt ähnliche Grundfunktionen bieten, packen einige noch nette Zusatzfunktionen mit ins Paket. Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen.

Möchten Sie Ihre Datenhoheit nicht aus den Händen geben, können Sie zu Hause auch Ihre eigene Cloud aufziehen. Wie das mit einer Fritzbox 7490 funktioniert, zeigen wir Ihnen auf Seite 90. Hohe Transferraten darf man freilich nicht erwarten.

APPLE iCLOUD

Sie haben in Apples Geräteuniversum eingeheiratet? Dann profitieren Sie mit iCloud von einem exzellenten, automatischen Datenaustausch zwischen verschiedenen Apple-Geräten und Ihrem Desktop-Rechner. Egal ob App-Daten, Fotos oder Kontakte: Alles wird auf Wunsch im Netz gesichert und für andere Geräte zur Verfügung gestellt.

Mit der Einführung von iDrive hat der Dienst weiter zu einer konventionellen Cloud aufgeschlossen. Wenn Sie die Desktop-Anwendung nutzen, können Sie einen Ordner in den Cloud-Dienst einbinden und damit alle abgelegten Dateien systemübergreifend synchronisieren. Wenn gerade kein Smartphone zur Hand ist, rufen Sie Ihre Daten unkompliziert über ein Web-Frontend auf. Wie Google oder Microsoft bietet Apple dort auch eine kostenlose Office-Suite an, mit der Sie Tabellen, Texte oder Präsentationen erstellen können. Gemeinsames Arbeiten ist dabei dank Link-Freigabe ebenfalls möglich. Der Link zum Dokument lässt sich sogar mit einem Passwort absichern.

Wer mit iCloud seine iPhone-Daten sichert und auch die Drive-Funktion ausgiebig nutzt, wird mit den 5 GB Gratisspeicher nicht lange auskommen. Mehr Platz ist jedoch erschwinglich und größere Speicherpläne kann man sogar mit der Familie teilen (siehe Tabelle Seite 90).

SAMSUNG CLOUD

Was den Gratisspeicher angeht, sticht Samsung den Konkurrenten Apple locker aus: Satte 15 GB spendieren die Koreaner ihren Kunden. Doch das ist auch der einzige Trumpf, den Samsung auszuspielen hat. Im Prinzip dient die Cloud-Lösung rein dazu, die wichtigsten Daten wie Kontakte, Kalendereinträge oder die Fotogalerie auf mehreren Geräten zu synchronisieren und ein Backup Ihres Smartphones anzufertigen.

Um den Onlinespeicher zu verwalten, gehen Sie in den Einstellungen auf „Cloud und Konten“. Per Schieberegler legt man dort genau fest, welche Daten synchronisiert oder gesichert werden sollen. Bedauerlich: Seit Februar ist es nicht mehr möglich, App-Daten von Drittanbieter-Anwendungen in die Sicherung mit einzubeziehen. Um nach einer Wiederherstellung nicht ohne die Inhalte der Apps dazustehen, verweist Samsung auf die Backup-Funktionen der jeweiligen Anwendung. Oder Sie nutzen die Smart-Switch-App, mit der Sie auch weiterhin alle Daten Ihres Phones auf dem PC sichern. Apropos PC: Wer seine Daten in der Samsung Cloud sichert, hat von einem Desktop-Rechner leider keinen Zugriff darauf.

Die Weboberfläche der iCloud ist Apple-typisch einfach zu bedienen und bietet nützliche Anwendungen wie eine komplette Office-Suite.


Boxcryptor

Mit dieser App gibt’s deutschen Datenschutz auch bei Google Drive und Co. Boxcryptor erstellt einen verschlüsselten Ordner bei einem Cloud-Dienst Ihrer Wahl. Alle Dateien, die Sie über die PC- oder Smartphone-Anwendung in diesen Ordner laden, sind dann per Endezu-Ende-Verschlüsselung geschützt. Die App dient zusätzlich auch als Datei-Browser und lässt sich mit einem Passwort vor unbefugtem Zugriff sichern. Gratis können Sie einen Cloud-Dienst verwenden und mit zwei Geräten auf Ihre verschlüsselten Dateien zugreifen.

ZArchiver

Der einfachste Weg, Inhalte bei jedem beliebigen Cloud-Dienst zu verschlüsseln, führt über Zip-Dateien. Mit ZArchiver können Sie wichtige Dokumente mit AES-256 chiffrieren und passwortgeschützt in einer solchen Datei verpacken. Diese müssen Sie im Anschluss nur noch hochladen. Wenn Sie wieder an die verpackten Dokumente wollen, laden Sie die Datei herunter und entpacken sie wieder – egal ob auf dem PC oder Phone. Im Gegensatz zu Boxcryptor ist die Funktionsweise zwar etwas umständlich, dafür aber universeller.

In den Einstellungen Ihres Samsung-Smartphones legen Sie detailliert fest, welche Daten Sie als Backup in der Cloud sichern möchten.


HUAWEI MOBILE CLOUD

Huawei hat sich Zeit gelassen, eine eigene Cloud-Lösung vorzustellen. Doch seit Ende 2017 bekommen Nutzer bestimmter Smartphone-Modelle endlich Zugriff auf 5 GB Gratisspeicher. Vorausgesetzt, das Gerät läuft mindestens mit der Nutzeroberfläche EMUI 5.1. Darunter fallen momentan die P10-, P20- und Mate-10-Reihe, das Nova 2 und einige Honor-Smartphones.

Wie bei Apple oder Samsung kann man den Onlinespeicher beispielsweise für ein Geräte-Backup nutzen, das auf Wunsch Einstellungen, die Galerie, Kontakte und Kalender mit einschließt. Außerdem synchronisieren Sie bei Bedarf alle Daten zwischen verschiedenen Huawei-Geräten.

Huawei hat dem Dienst wie Apple eine Drive-Funktion spendiert, mit der Sie Dateien wie Videos oder Dokumente über einen separaten Ordner online ablegen können. Im Gegensatz zu Samsung lassen sich diese und alle anderen Daten der Cloud über einen Browser auch vom Desktop aus erreichen. Leider klappt der Transfer nur in eine Richtung: Man kann zwar Dokumente herunterladen, aber nicht über den Browser aufs Smartphone bringen. Apples iCloud Drive bietet solch ein Feature – genauso wie eine Desktop-App, die Huawei bislang ebenfalls vermissen lässt.

Bei Platzmangel in der Wolke steht zusätzlicher Speicher gegen einen moderaten monatlichen Aufpreis bereit. Ein großer Pluspunkt der Huawei-Cloud ist übrigens, dass alle Server in der EU stehen. Demnach gelten auch die hiesigen Datenschutzgesetze. Bei unserem Test landeten die Inhalte laut IP-Adresse sogar auf deutschen Servern von T-Systems. Damit kann nicht jeder Anbieter punkten.

Huaweis Cloud erinnert vom Design etwas an die iCloud. Der Funktionsumfang hinkt dem von Apple jedoch noch etwas hinterher.


AMAZON DRIVE

Was viele nicht wissen: Amazon ist einer der größten Cloud-Computing-Anbieter der Welt. Kunden sind unter anderem Netflix und Vodafone. Privatleute bekommen zu einer Amazon-Mitgliedschaft 5 GB kostenlos. Auf diese greifen Sie ganz unkompliziert über einen Browser oder die entsprechende Desktop- bzw. Smartphone-Anwendung zu. Egal, für welchen Weg Sie sich entscheiden, die Benutzeroberfläche ist aufgeräumt und lässt sich leicht bedienen. Dateien und Ordner können Sie ganz einfach per Drag and Drop hochladen, was ruck, zuck erledigt ist. Doch bis die Dateien angezeigt werden, vergeht eine Weile.

Amazon macht Teilen leicht: Entweder sendet man einen Link zur entsprechenden Datei – oder schickt sie gleich per E-Mail-Anhang weg.


Fotos und Videos öffnen sich auch im Browser, Office-Dokumente leider nicht. Dateien oder Ordner teilen Sie entweder per Link, E-Mail, Facebook oder Twitter. Einen Passwortschutz oder zeitlich begrenzten Zugang zum Freigabelink bietet Amazon nicht an. Auch wenn Sie gemeinsam mit anderen Personen an Office-Dokumenten arbeiten möchten, gehen Sie mangels Editor leer aus. Außerdem hat man mit der App keinen Zugriff auf den Papierkorb und das Sortieren von Dateien ist dort sehr dürftig gelöst.

Für Prime-Kunden bietet Amazon indes ein Schmankerl: Mit Prime-Photos können Sie so viele Bilder online lagern, wie Sie wollen. Zudem hat Amazon ein top Preis-Leistungs-Verhältnis, was zubuchbare Speicherlösungen betrifft – wenn man sich mit jährlichen Zahlungen arrangieren kann.

DROPBOX

Zwar ist Dropbox einer der bekanntesten Speicherdienste der Welt, doch sicher nicht wegen seiner Großzügigkeit. Mit 2 GB fällt das Gratiskontingent spartanisch aus. Durch das Werben von Freunden können Sie sich aber bis zu 16 GB dazu verdienen. Ihre Stärken spielt die Dropbox vor allem beim Synchronisieren von Daten auf verschiedenen Geräten und Betriebssystemen aus. So lässt sich etwa auf dem Rechner ein Ordner erstellen, der alle dort abgelegten Dateien automatisch online speichert. Natürlich kann man mit Dropbox auch Inhalte und Ordner teilen. Sie können entweder eine persönliche Einladung via Mail aussprechen oder einen öffentlichen Freigabelink verschicken. Mit einem zahlungspflichtigen Plus-Account lässt sich der Link auch mit einem Kennwort und einer Gültigkeitsdauer versehen. Andere Dienste bieten diese Features bereits in den kostenlosen Basisversionen. Eine Funktion ist hingegen nur bei Dropbox zu haben: die „Dateianfragen“. Auch wenn der Empfänger der Anfrage kein Konto hat, kann er Ihnen Inhalte mit bis zu 2 GB Größe in Ihre Dropbox legen. Ein klarer Vorteil, um schnell große Dateien auszutauschen.

Beim gemeinsamen Arbeiten an Office-Dokumenten kann der Dienst ebenfalls glänzen. Dropbox Paper bietet neben einem Word-Editor auch Tools, um Meetings oder Projekte zu planen. Wer mit mehreren Personen an einer Word-Datei arbeitet, profitiert außerdem davon, dass Dropbox einen Versionsverlauf speichert.

Insgesamt ist der Dienst einfach zu bedienen, was auch an der aufgeräumten Benutzeroberfläche liegt. In Sachen Sicherheit verspricht das Unternehmen zudem, alle Nutzerdaten mit einer starken Verschlüsselung auf seinen Servern zu lagen. Doch die stehen leider in den USA. Nur Business-Kunden haben die Option auf europäische Server.

Die mobile App bietet einen Scanner, mit dem sich Dokumente im Handumdrehen in digitalisierter Form hochladen lassen.


GOOGLE DRIVE

Wenn Sie nach viel Gratisspeicher lechzen, sollten Sie Google Drive ins Auge fassen. Mit 15 GB wird Ihnen hier am meisten geboten – sofern Sie Ihre Daten dem Großkonzern anvertrauen möchten. Zu bedenken ist zudem, dass der Platz ebenfalls für das Gmail-Postfach gilt.

Wie bei anderen Diensten lässt sich die Cloud per Software mit dem PC verknüpfen. Ein in den Explorer eingebundener Drive-Ordner synchronisiert dann automatisch alle in ihm abgelegten Dateien mit der Cloud. Ebenfalls praktisch ist die Backup-Funktion, mit der sich auch Inhalte außerhalb dieses Ordners synchronisieren lassen. Im Fall eines Datenverlustes stellen Sie die Dateien dann ohne viel Aufwand aus der Cloud wieder her. Gleiches gilt fürs Smartphone, von dem Sie ebenfalls eine Datensicherung auf Drive ablegen dürfen.

Der mobile Zugriff auf den Onlinespeicher gelingt per App so unkompliziert wie über das Web-Frontend. Dank einmaliger Suchfunktion lässt sich auch mobil alles fix wiederfinden. Und das gezielte Filtern nach Dateitypen ist in unserer Vergleichsauswahl einmalig.

Wer Inhalte teilen möchte, hat dies dankenswerterweise mit ein paar Klicks erledigt. Entweder verschicken Sie einen Link zur Datei oder laden eine Person mit Google-Mail-Adresse persönlich ein. Dank der engen Vernetzung zu anderen Google-Diensten ist auch gemeinschaftliches Arbeiten an Texten, Tabellen oder Präsentationen wunderbar einfach. Hierfür müssen Sie allerdings alle Office-Dokumente von Microsoft in Googles Office-Formate konvertieren. Dann aber können Sie sowohl im Browser als auch über das Smartphone ein ausgereiftes Software-Paket nutzen. Alles in allem stellt Google eine sehr solide Cloud mit riesigem Funktionsumfang und einfacher Bedienung. Einzig das Sichern von Freigabelinks per Passwort steht auf unserer Wunschliste.

Wenn Sie die Fotos-App von Google nutzen, profitieren Sie von unbegrenztem Speicher bei Bildern. Eine Motiverkennung gibt’s noch obendrauf!


Praktisch: Die Magenta-Cloud-App kann regelmäßig Backups von Ihrem Smartphone in die Cloud senden. Dabei entscheiden Sie, welche Daten gesichert werden sollen.


MAGENTACLOUD

Sie geben Ihre Daten ungern in die Hände ausländischer Unternehmen? Kein Problem, denn die Server der Magenta Cloud stehen in Deutschland und bieten Ihnen 10 GB kostenfrei. Als Telekom-Kunde gibt’s sogar großzügige 25 GB.

Wie üblich hat man sowohl per Browser, PC oder Smartphone-App Zugriff auf die Datenwolke. Unverständlich ist, dass die Telekom auf eine Suchfunktion verzichtet hat – die ist heutzutage Standard. Auch kann man Ordner nicht als Ganzes hochladen, nur eine Auswahl an Dateien. Das ist etwas umständlich. Vermissen lässt die Cloud zudem eine Dateivorschau von Office- und PDF-Dokumenten sowie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Auf der Habenseite stehen ein PIN-Schutz der App und ein Passwortschutz von Freigabelinks. Diesen Service bieten die wenigsten Dienste gratis. Ein löbliches Extra ist außerdem die Backup-Funktion der App, mit der man seine Smartphone-Daten automatisch online sichern kann. Die Magenta Cloud hat vielleicht nicht den großen Funktionsumfang wie Google Drive, dennoch ist der Dienst sehr solide aufgebaut und bietet sogar TÜV-geprüften Datenschutz aller Inhalte. Da kann man das Fehlen einiger Komfortfunktionen verschmerzen.

Microsoft erkennt Motiv und Ort von Fotos und sortiert die Bilder dementsprechend mit Hashtags.


MICROSOFT ONE DRIVE

One Drive möchte vor allem Microsoft-Office-Nutzer ansprechen – oder die, die es werden möchten. Mit 69 Euro im Jahr ist der Preis für 1 Terabyte Speicher fast unwiderstehlich. Zumal Microsoft dafür noch Office 365 Personal obendrauf packt. Naturgemäß ist die Verzahnung der hauseigenen Dienste mit der Cloud sehr eng. Das verspricht nahtloses Arbeiten an Word und Co zwischen Rechner und der Cloud. Gerne auch mit mehreren Personen. Denn auch mit dem kostenlosen Konto hat man Zugriff auf das Online-Paket von Office. Zum Standard gehört mittlerweile das Synchronisieren von Ordnern auf dem Rechner mit der Cloud, die Sie auch vom Browser aus erreichen. Beim Upload von Daten fällt allerdings auf, dass One Drive behäbiger ist als die Konkurrenz. Selbstverständlich lassen sich alle Inhalte in der Cloud auch teilen. Wer zur Premiumoption gegriffen hat, legt auf Wunsch sogar ein Ablaufdatum des Freigabelinks fest.

Eine Besonderheit der mobilen App ist der automatische Kamera-Upload. Dadurch werden alle Bilder und Videos auf dem Smartphone mit der Cloud synchronisiert, sobald eine WLAN-Verbindung verfügbar ist – sehr praktisch, wenn im Urlaub der Platz auf dem Smartphone-Speicher eng wird.

SECURE SAFE

Der mit Abstand sicherste Cloud-Anbieter im Vergleich kommt, wie könnte es anders sein, aus der Schweiz. Secure Safe überzeugt vor allem mit einem hohen Datenschutzniveau. Als einziger Dienst im Check bieten die Schweizer eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aller Inhalte. Diese sollen auf den Servern zusätzlich mit einer dreifachen Datensicherung geschützt sein. Sehr praktisch ist zudem der integrierte Passwortmanager, mit dem Sie Zugangsdaten sicher aufbewahren und mit der mobilen App überall dabei haben. Einzigartig im Vergleich ist die „Datenvererbung“ von Secure Safe: Tritt ein Notfall ein, kann man seiner Familie dadurch wichtige PINs und Dokumente übertragen.

Natürlich hat der Dienst auch seine Schwächen. Allen voran den mit 100 MB bescheidenen Gratisspeicher. Mehr Platz gibt’s nur für verhältnismäßig viel Geld. Für eine große Fotosammlung ist Secure Safe also eher nicht geeignet. Wer wichtige Dokumente online ablegen will, kann auf die Sicherheit eines digitalen Schweizer Bankschließfachs setzen.

Die Weboberfläche von Secure Safe ist schlicht gestaltet und einfach zu bedienen. Hier kann man auch sichere Passwörter generieren.


FRITZBOX CLOUD

Mit unserer Anleitung bauen Sie sich im Handumdrehen Ihre eigene Cloud. Alles, was Sie brauchen, ist eine Fritzbox mit entsprechendem Speichermedium.

Schritt 1: Speichermedium
Schließen Sie einen Stick oder eine Festplatte an den USB-Port des Routers. Achten Sie darauf, dass die Speichermedien nach FAT32 oder NTFS formatiert sind, damit die Fritzbox sie erkennt. Tippen Sie dann fritz.box in die Adresszeile Ihres Browsers, um die Benutzeroberfläche des Routers zu öffnen. Das Kennwort und den Benutzernamen für die Anmeldung finden Sie auf der Rückseite des Routers, sofern Sie kein eigenes vergeben haben. Wir empfehlen dies jedoch dringend – spätestens jetzt sollten Sie das nachholen. Stellen Sie dann sicher, dass in den Einstellungen (drei Punkte oben rechts) die „Erweiterte Ansicht“ aktiv ist.

Schritt 2: NAS einrichten
Wählen Sie unter „Heimnetz” den Punkt „Speicher (NAS)” aus. Hier ist wichtig, dass der Haken bei „Speicher (NAS) aktiv” gesetzt und das USB-Medium ausgewählt ist.

In der Fritzbox-Weboberfläche können Sie die Daten auf dem Speicher auch indexieren. Rechts ist die NAS-Oberfläche der Fritz-App zu sehen.


Alles, was Sie für Ihre eigene Wolke benötigen, ist ein Router mit USB-Anschluss und ein Speichermedium. Die Fritzbox akzeptiert Sticks und externe Festplatten mit bis zu vier Partitionen à 4 TB.


Praktisch: Der Zugriff auf einen Freigabelink zu Ihren Inhalten lässt sich in Dauer und Anzahl beschränken.


Schritt 3: My-Fritz-Konto
Um den Router von unterwegs und über die My-Fritz-App zu erreichen, müssen Sie ein My-Fritz-Konto erstellen. Klicken Sie dafür auf „Internet/ MyFritz!-Konto”. Gehen Sie nach der Anmeldung sicher, dass der Haken bei „FRITZ!Box-Internetzugriff” gesetzt ist. Unter myfritz.net erreichen Sie den Router danach mit Ihren Nutzerdaten über eine sichere HTTPS-Verbindung.

Schritt 4: Benutzer festlegen
Nun erstellen Sie noch einen Zugang zum NAS. Dafür fügen Sie unter „System” neue „FritzBox-Benutzer” hinzu. Sie benötigen einen Nutzernamen, ein Passwort und eine E-Mail-Adresse. Der Zugang aus dem Internet sollte gestattet sein. Außerdem können Sie dort die Berechtigungen auf „Zugang zu NAS-Inhalten“ beschränken. Klicken Sie dann auf „Verzeichnis hinzufügen” und wählen danach das USB-Medium aus. Ob der Nutzer einen Lese- und Schreibzugriff haben darf, können Sie hier ebenfalls steuern.

Schritt 5: Browser Zugriff
Unter dem Punkt „Internet/Freigaben/ Fritz!Box-Dienste“ finden Sie eine individuelle URL Ihres Routers, die aus einer Buchstabenkombination besteht. Diese Adresse geben Sie in einen Browser ein, wenn Sie oder ein anderer Bevollmächtigter auf das NAS zugreifen möchten: xyz.myfritz.net/nas. Die Anmeldung nehmen Sie mit den unter Schritt 4 erstellten Daten vor. Dabei können Sie die Meldung „keine sichere Verbindung“ ignorieren.

Schritt 6: Mobiler Zugriff
Laden Sie die My-Fritz-App aufs Smartphone und öffnen diese im WLAN bei Ihnen zu Hause. Die Einrichtung startet automatisch. Wählen Sie in der linken Navigationsleiste „Heimnetz“ und aktivieren die „Heimnetzverbindung“. Ab sofort lässt sich das NAS über den linken Reiter von unterwegs aufrufen.