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DIE PREIS-BRECHER


Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 17/2021 vom 13.08.2021

Smartphones

Artikelbild für den Artikel "DIE PREIS-BRECHER" aus der Ausgabe 17/2021 von Computer Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Computer Bild, Ausgabe 17/2021

Poco“ – das klingt irgendwie lustig und harmlos. Dabei mischen die Chinesen gerade den Smartphone-Markt so richtig auf, zumindest immer dann, wenn auch der Preis ein Kriterium ist. In keiner Preisklasse unter 500 Euro kommt man momentan an Poco vorbei. Aber wer oder was ist Poco, und wie unterscheiden sich die Modelle? COMPUTER BILD hat alle aktuellen Poco-Phones getestet und verrät ihre Stärken und Schwächen.

Poco = Xiaomi = Redmi

Obwohl Poco mittlerweile einen eigenständigen Auftritt pflegt, gehört die Marke zu Xiaomi. Genau wie Redmi handelt es sich um eine zur Vermarktung weiterer Modelle geschaffene Untermarke. Die Topgeräte im Konzern heißen stets „Xiaomi Mi“, dann aktuell 11 und tragen optional diverse Zusätze von Lite bis Ultra und decken damit die Preisspanne von 300 bis 1200 Euro ab. Das Xiaomi Mi 11 Ultra ist aktuell sogar auf Platz eins in der ...

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... Smartphone- Bestenliste von COMPUTER BILD. Bei Redmi wird’s deutlich günstiger. Zu Redmis Note-10-Serie gehören aktuell vier Modelle zwischen 200 und 300 Euro. Bis dahin passt es wunderbar.

„Wer Poco noch nicht kennt, vergibt die Chance auf einen Preisbrecher.“

Michael Huch Stellv. Ressortleiter Telekommunikation und Internet

Von billig bis schnell

Die aktuelle Poco-Modellpalette umfasst fünf Smartphones zwischen 150 und 350 Euro und wildert damit auch in den Revieren von Xiaomi und Redmi.

Doch was unterscheidet Redmi von Poco? Faustregel: Redmi hält sich beim Design etwas zurück und hat beim Display die Nase vorn. Schon das günstige Redmi Note 10 (ab 180 Euro) punktet mit einem kontrastreichen OLED- Bildschirm. Dafür sind Poco- Smartphones zu ähnlichen Preisen immer etwas schneller. Richtig preiswert sind beide Marken. Und so kommt die Konkurrenz in erster Linie aus dem eigenen Hause, denn Samsung kann oder will nicht in den Preiskrieg einsteigen. Das ist zumindest der Eindruck beim Blick auf die COM- PUTER BILD-Bestenliste der Handys unter 300 Euro: Plätze 1 bis 5 gehen an Poco, Xiaomi und Redmi. Bestes Samsung? Rang 23.

Tempo: Von okay bis schnell

Poco-Einsteiger sind mit dem M3 für rund 150 Euro dabei. Der Snapdragon 665 sorgt im Alltag für eine akzeptable Bedienung, gelegentlich nimmt sich das klobige M3 eine Gedenksekunde. Fordernde Games mag es nicht so gern. Das gilt auch fürs Poco M3 Pro 5G, das sich flüssiger bedienen lässt und sich mit seinem MediaTek Dimensity 700 an den Snapdragon 732G im Poco X3 NFC heranbencht.

Gamer sollten aber frühestens beim Poco X3 Pro einsteigen. Dank Snapdragon 860 laufen anspruchsvolle Spiele flüssig, und auch die Bedienung flutscht noch besser. Das Poco F3 setzt mit dem Snapdragon 870 noch einen drauf. Bedien- und Arbeitstempo liegen in Summe (Temponote: 1,4) fast auf dem Niveau von Samsungs flottem Oberklassemodell Galaxy S21 Plus (Temponote: 1,3) – allerdings zum halben Preis!

Akku: sehr gut bis überragend

Die Stunde oder besser die 13:20 Stunden des Poco M3 schlagen bei der Ausdauermessung zu Buche. Selbst das Poco X3 schafft als schwächstes Gerät noch sehr gute 9:39 Stunden. Der Rest brachte es im Dauereinsatz im COMPUTER BILD-Testparcours auf über zehn Stunden. Das M3 gehört sogar zu den ausdauerndsten Handys, die die Redaktion jemals getestet hat. Andererseits erweist sich das M3 auch beim Laden als sehr ausdauernd – es dauert fast drei Stunden, bis sein Akku wieder auf 100 Prozent ist. In der Zeit ist das Poco F3 dreimal voll. Doch selbst das aktuelle Poco-Topmodell lädt ausschließlich per Kabel. Da sind sich alle Pocos und Redmis einig.

Kamera: Bitte recht freundlich

Sämtliche Pocos machen bei Tageslicht gute Fotos, nur das M3 war im Sichttest befriedigend. Bei schlechter Beleuchtung konnte sich das F3 dann doch noch absetzen. Zusammen mit dem X3 Pro fabrizierte es die besten Selfies und gab auch bei Videoaufnahmen die beste Vorstellung. Unterm Strich knipst das F3 auf Augenhöhe mit Xiaomis Topmodell Mi 11, und selbst das M3 kann noch mit Samsungs Galaxy A42 5G (300 Euro) mithalten. Allerdings: Beim M3 und M3 Pro spart sich Poco die Weitwinkellinse.

Bildschirm: zwei(t)klassig

Abgesehen vom F3 mit seinem hellen, schnellen und kontrastreichen OLED bleiben die anderen Pocos eher blass. Hinreichend scharf sind sie zwar alle, aber nur das LCD des Poco X3 ist auch im Freien noch hell genug. Packt man hier ein aktuelles Redmi daneben, müssen die meisten Pocos passen.

Wer hat 5G und NFC?

Einzig die Kehrseite des F3 ist verglast – sieht edel aus, ist aber nicht unbedingt praktisch. Kein Poco ist nach IP-Zertifizierung wasserdicht, aber das gilt auch für alle Redmis und Xiaomis mit Ausnahme des Mi 11 Ultra. 5G gibt es im F3 und im M3 Pro 5G. NFC haben alle außer dem M3 – das freut alle Kunden, die sich mittlerweile aufs berührungslose Bezahlen eingelassen haben.

[mhu]

FAZIT

Xiaomi hat mit seinem Ableger Poco die nahezu perfekte Smartphone- Palette in der Mittelklasse von knapp 200 bis 350 Euro geschaffen.

Der Kunde kann sicher sein, dass er mit dem nächstteuren Modell auch mehr Leistung und Ausstattung bekommt. Das F3 ist so das teuerste, aber auch das beste Poco-Smartphone – und konkurrenzlos günstig. Wer ein Samsung-Handy mit Testnote 1,9 will, muss mindestens 80 Prozent mehr ausgeben. Auch alle anderen Pocos verdienen klar das Prädikat „Preisbrecher“ .

F3 BESTES HANDY BIS 450 EURO

TESTSIEGER

1 XIAOMI POCO

F3

Preis: 349 Euro 1,2

Das Poco F3 ist – für ein Poco – unerwartet elegant und rutschig. Der schnelle OLED- Schirm bietet ein knackiges Bild, Fotos sind bei Tageslicht ordentlich, und auch die Ausdauer passt. Die Besonderheit ist die hohe Leistungsfähigkeit, die es in dieser Preisklasse sonst kaum gibt. Der Qualcomm Snapdragon 870 vermöbelt alle Mittelklasse-

Handys und bencht das F3 in Reichweite von deutlich teureren Oberklasse-Smartphones.

Sehr hohes Tempo, knackiger OLED-Bildschirm, gute Ausdauer.

Nicht wasserdicht, Speicher nicht erweiterbar, schwache Selfies.

SMARTP HON ES IM VERGLEICH

PREIS-LEISTU NGS- SIEGER

2 XIAOMI POCO

X3 PRO

Preis: 229 Euro 1,3

Das Poco X3 Pro ist im Prinzip

ein Poco X3 NFC mit Chiptuning. Der schnellere Prozessor sorgt für eine höhere Leistungsfähigkeit und für die Spiele-Skills, die schon das normale X3 bieten sollte. Bei Kamera und Display hat es aber keine Vorteile. Von einem „Pro“-Modell darf man zwar schon 5G und ein knackiges OLED-Display erwarten. Aber dann wäre der Preis viel höher, der Poco-typisch verblüffend bescheiden ausfällt.

Hohes Tempo, sehr gute Ausdauer, flottes Laden.

Nicht wasserdicht, kein 5G, schwache Fotos bei wenig Licht.

3 XIAOMI POCO

X3 NFC

Preis: 238 Euro 1,4

Für Temporekorde ist das Poco X3 nicht der richtige Kandidat, für eine vernünftige Ausstattung im Preisbereich um 200 Euro allerdings schon.

Klar, dass man hier keinen Spitzenprozessor oder OLED- Bildschirm erwarten darf. Dafür punktet das Poco X3 mit einem riesigen Akku, flottem Bedientempo, schnellem 120- Hertz-Display und einer umfassenden Foto-Ausstattung, die allerdings gutes Licht für gute Bilder braucht.

Sehr gute Ausdauer, klasse Fotos bei Tageslicht, flüssiges Scrollen.

Nicht wasserdicht, kein 5G, rutschige Rückseite, schwache Fotos bei Nacht.

4 XIAOMI POCO

M3 PRO 5G

Preis: 198 Euro 1,5

Das Poco M3 Pro 5G unterscheidet sich deutlich vom Poco M3. Es wirkt mit seiner glatten Rückseite edler und orientiert sich optisch eher an den teureren Geschwistern. Der Akku ist zwar kleiner als beim Ausdauerwunder Poco M3, dafür gibt’s neben dem schnellen 5G-Mobilfunkstandard auch NFC zum berührungslosen Bezahlen per Google Pay. Das Pro hat zudem einen anderen Chipsatz und ist deshalb etwas flotter unterwegs.

5G zum Schnäppchenpreis, sehr gute Ausdauer, prima Fotos bei Tageslicht.

Nicht wasserdicht, lädt lahm, schwache Fotos bei Nacht.

5 XIAOMI POCO

M3

Preis: 187 Euro 1,6

Das Poco M3 ist preiswert, doch dafür auch das bisher leistungsschwächste Poco. Im Alltag lässt es sich noch vernünftig bedienen, aber aufwendige Spiele ruckeln. Unverständlich und schade ist, dass Xiaomi sich den NFC-

Chip spart. Nicht gespart wurde hingegen beim mächtigen Akku. Mit seiner Laufzeit gehört das M3 zu den absoluten Marathon-Handys. Das Display ist zwar scharf, bleibt aber ansonsten etwas blass.

Herausragende Akkulaufzeit, robuste, griffige Plastikrückseite.

Nicht wasserdicht, lahmes Tempo und Laden, leider kein NFC.